Momo von M. Ende

Rezension: Momo von Michael Ende

Die Inhaltsangabe zum Kinder- und Jugendroman Momo von Michael Ende findet ihr oben.

Ich muss sagen, dass mir Michael Endes Romane gut gefallen, weil sie immer Gehalt haben. Das Thema, dass die Menschen gar nicht mehr im Hier und jetzt leben und ihre Zeit hier verschwenden und sich abhetzen und am Ende nichts davon haben, aber glauben, dass es sie weiterbringt. Eventuell verhalten sich die Erwachsenen gar nicht mit Absicht so oder weil sie aktiv denken, dass es ihnen etwas bringt, sondern deshalb, weil sie keine andere Wahl haben, sie müssen alles unter einen Hut kriegen und ihren Alltag organisieren. Aber auch die Geschichte mit den Charakteren fand ich toll. Momo ist jemand, der gut zuhört, und die weiß, worauf es ankommt. Sie bekommt eine Puppe geschenkt, die redet, aber immer nur das Gleiche sagt. Damit kann Momo nicht umgehen, denn sie will sich mit ihr unterhalten. Beppo ist jemand, der immer gut über Dinge nachdenkt bevor er auf Fragen antwortet. Das wirkt bei anderen seltsam, denn sie verstehen nicht, dass er nachdenkt und deshalb länger für die Antworten braucht. Gigi gefiel mir hingegen nicht so gut. Denn für ihn ist Geld wichtiger als Zeit. Er verpfändet seine Seele recht leichtfertig an die grauen Herren, außerdem versteht er die Plakataktion, die Momo und die Kinder starten als Spiel und meint, dass sie sich einfach etwas Neues ausdenken könnten.

Schade ist, dass Momo zur einzigen Heldin wird, denn weder Gigi noch Beppo befinden sich in der Lage ihr zu helfen, sodass sie alleine die Zeit der Menschen retten muss. Natürlich hat sie Helfer im Hintergrund, so zum Beispiel Meister Hora und seine Schildkröte Kassiopeia, aber diese können ihr in größter Not nicht wirklich weiterhelfen.

Im Großen und Ganzen fand ich das Kinder- und Jugendbuch Momo von Michael Ende recht schön und ich habe es schon mehrfach gelesen. Ende bringt interessante Themen, die auch heute noch von größter Aktualität geprägt sind, deshalb empfehle ich Momo gerne weiter.

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