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Rezension: Die Päpstin von Donna W. Cross

Die Inhaltsangabe zum historischen Roman Die Päpstin von Donna W. Cross findet ihr oben.

Eigentlich kann ich mit historischen Romanen nicht so wirklich viel anfangen, aber nachdem dieser vor einigen Jahren in aller Munde war, habe ich ihn auf meine Das-solltest-du-lesen-Liste gepackt und jetzt war er dran. Ich habe damals den Film gesehen und muss sagen, dass es schon recht nah dran war.

Natürlich ist es ganz schön, dass man einen Charakter von der Kindheit bis zum Tod verfolgt. Man lernt die Protagonistin kennen und kann mit ihr mitfühlen, ihre Hochs und Tiefs kann man hautnah miterleben. Aber auf der anderen Seite gibt es den einen Nachteil: Wenn man Johanna nicht leiden kann, muss man sie über 550 Seiten lang ertragen und das macht dann wohl nicht wirklich viel Spaß. Und ich musste sagen, dass ich mit Johanna zwar mitgefiebert habe, aber mich mit ihr identifizieren konnte ich mich nicht, obwohl ich ihren Mut zwar bewundert habe, aber irgendwie war ihr Verhalten dennoch manchmal recht nervig.

Das Verhalten einer Frau gegenüber im Mittelalter ist natürlich auch nicht besonders toll und Johanna tat mit in Anbetracht der Tatsache, dass sie sich ziemlich alleine fühlen muss, sehr leid, denn sie hat niemandem dem sie sich anvertrauen kann. Ihr ältester Bruder stirbt früh, ihre jüngerer Bruder stirbt im Kampf und sie verliert gleichzeitig ihren Vertrauten Gerold, danach hat sie überhaupt keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern, die dann auch einfach sterben und somit ist sie ganz alleine. Außerdem weiß niemand von ihrem größten Geheimnis und so ist sie alleine. Erst als Gerold wieder in ihr Leben tritt, hat sie jemanden, dem sie sich anvertrauen kann, gleichzeitig bedeutet diese erneute Begegnung aber ihren Untergang und sie stirbt durch ihn.

Die Intrigen, die Vergiftung des Papstes und der Aufstieg Johannas, außerdem die Tatsache, dass sie in die Schlafgemächer einer Prostituierten gelockt wird, zeigen wie viel in dieser Zeit intrigiert wurde und sorgen für mehr Spannung im Roman.

Insgesamt kann ich den historischen Roman Die Päpstin von Donna W. Cross zwar weiterempfehlen, aber ehrlich gesagt, fand ich ihn nicht so spannend, dass ich ihn mehr als einmal lesen würde oder ihn für den vollen Preis kaufen würde, aber man kann ihn mal lesen.

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