Madonnenkinder von M. Kibler

Rezension: Madonnenkinder von Michael Kibler

Da dieser Krimi das Erstlingswerk des Autors ist, versuche ich nicht ganz so hart mit ihm ins Gericht zu gehen und dafür gibt es auch gar keinen Grund.

Natürlich gibt es hier und da ein paar kleine Ecken wie beispielsweise, dass der Mitarbeiter von Max Dengler erst Schäfer und im Folgenden nur Schneider heißt. Er ist natürlich nur ein Nebencharakter und es fällt kaum auf, aber mir ist es eben dennoch aufgefallen und deshalb möchte ich es erwähnen, zumindest war es bei meiner Ausgabe so. Auch finden sich einige Rechtschreib- und Grammatikfehler, über die ich jetzt gar nicht mehr sagen will, außer, dass man hin und wieder über sie stolpert und so aus dem Takt kommt.

Ich finde es sind ziemlich viele Zufälle, dass ausgerechnet Margot Hesgart, deren Vater damals nicht nur mit in Davos war, sondern der auch direkt mit dem Zwischenfall der seine Freunde das Leben kostet, sodass natürlich auch Margot die Mordopfer, oder zumindest eines der Mordopfer als Freund ihres Vaters identifizieren kann. Für mich wirkt das wie ein unglaublich großer Zufall. Wenn man spätere Band bereits kennt, deuten sich hier schon relativ offensichtlich die ersten Konflikte voraus: Dass Ben und seine Mutter sich schon jetzt nicht besonders einige über seine Zukunft sind, man lernt Ines, Bens spätere Freundin, jetzt kennen (wenn auch nur ganz kurz am Ende des Krimis) und man lernt Rainer, Margots zukünftigen Mann, kennen. Und natürlich lernen wir auch Sebastian Rossberg und seine Liebe zu seinem beinahe-Schwiegersohn Rainer kennen. Man merkt also, dass man über Margot und ihre Familie und leider auch über ihre familiären Probleme einiges erfährt und sie damit im Prinzip die Hauptfigur dieses Krimis ist und damit auch zur Hauptfigur der Reihe avanciert. Horndeich spielt währenddessen keine so große Rolle und schon hier frage ich mich, warum sie niemals mit ihm über ihre privaten Probleme spricht. Wenn sie nicht immer versuchen würde alles mit sich selbst auszumachen, dann würden ihre Probleme sie vermutlich nicht so dolle belasten, aber okay. Das ist ein Thema, das sich auch durch die anderen Krimis zieht. Schade fand ich es aber dennoch, dass man nichts oder zumindest nur sehr wenig über Horndeich erfährt. Ich hätte mir gewünscht, dass man ihn auch noch ein bisschen mehr beleuchtet: aber vielleicht kommt das ja im zweiten Teil?

Natürlich besteht der besondere Reiz für mich auch darin, dass ich mich in Darmstadt ein bisschen auskenne und somit mir teilweise die Straßennamen etwas sagen und man dann auch die Sehenswürdigkeiten und auch das Heinerfest kennt. Dennoch war es mir ein kleines bisschen zu straßennamenlastig, denn für mich ist weniger wichtig in welcher Straße das ist, denn oftmals sagen mir diese ohnehin nichts, sondern eher, dass ich ungefähr sagen kann, dass ich weiß, in welcher Ecke wir uns gerade in Darmstadt bewegen. Aber das ist sicherlich absolut subjektiv und von daher verstehe ich, dass er auch aus praktischen Gründen immer wieder Straßennamen zur Beschreibung verwendet.

Alles in allem hat mir der erste Band der Hesgart-Horndeich-Reihe Kiblers Madonnenkinder wirklich gut gefallen und ich freue mich schon auf die weiteren Bände, die ich bisher noch nicht gelesen habe und kann deshalb auch nur eine Kauf- bzw. Leseempfehlung aussprechen.

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