Herr der Fliegen von W. Golding

Rezension: Herr der Fliegen von William Golding

Die Inhaltsangabe zum Roman Herr der Fliegen von William Golding findet ihr oben.

Ich las, dass der Autor seine eigenen Erlebnisse des Krieges versucht hat zu verarbeiten. Das hat man meiner Ansicht nach recht gut gemerkt, denn die Kinder haben Albträume und verfallen der Barbarei, auch die Kinder, die erst einmal nicht gewalttätig sind, wechseln nach und nach zu der Gruppe von Jack, sodass sie seine Gewalttaten unterstützen. Auch die Traditionen und Rituale, die diese Gruppe einführt, sind sehr traurig und erinnern an wilde Naturvölker, so beschmieren sie sich mit Blut und tanzen mit schauderhaften Gesängen um ein großes Lagerfeuer. Dies alles zeigt, meiner Einschätzung nach, recht gut, wie traumatisch der Krieg für den Autor gewesen sein muss und gerade deshalb ist das Buch auch lesenswert. Was mir allerdings nicht so gut gefiel war, dass ich mich kaum mit den Figuren identifizieren konnte, denn irgendwie hatte ich nicht das Gefühl mich in sie hineinversetzen zu können. Auch die Tatsache, dass immer mehr Kinder sich für die böse Seite entschieden haben, konnte ich nicht nachvollziehen, wobei das vielleicht an den Schrecken des Krieges lag, die sie unter Umständen miterlebt haben. Klar ist, dass bei solchen zwei Gruppen Konflikte entstehen, und irgendwie ist auch klar, dass sich zwei unterschiedliche Strategien entwickeln, wie mit so einer Situation umzugehen ist. Natürlich lehnt man sich ziemlich weit aus dem Fenster wenn man das Verhalten einer der beiden Gruppen verurteilt, denn natürlich gibt es Dinge, die man nicht tun darf, und die deshalb in unserer heutigen Gesellschaft und Zivilisation sanktioniert werden, aber man kann sich nicht in diese Kinder hineinversetzen. Sie werden von ihren Eltern, von ihrer Umgebung, von Nahrung und allem was sie kennen, abgeschnitten und sehen keine Hoffnung, dass sie jemand retten kommt. Denn wie sollte jemand erst einmal merken, dass sie weg sind und selbst wenn es jemand merkt und nach ihnen sucht, wer sagt denn, dass man sie dort findet? Für die Kinder ist das sehr unwahrscheinlich und so versuchen sie zu überleben. Eine unglaubliche Probe für den Charakter: Wenn man eigentlich weiß, was falsch ist, aber davon ausgehen kann, dass das schlechte Verhalten nicht sanktioniert wird, wie soll ich mich dann verhalten? Und wie werde ich mich verhalten? Alles spannende Fragen, mit denen man sich persönlich aber auch gesellschaftlich beschäftigen kann. Allerdings – das muss wohl so sein, damit der Roman funktioniert – fand ich viele der Handlungen ziemlich brutal und würde es meinen Kindern vielleicht nicht zu lesen geben.

Alles in allem ist Herr der Fliegen von William Golding ein interessanter Roman, der viele wichtige Fragen aufwirft, aber mich dennoch nicht komplett überzeugen konnte, sodass ich ihn unter Vorbehalt weiterempfehle.

Montagsfragen

Montagsfrage: 29. Januar 2018

Montagsfrage: Welche Formen der Geschichtenerzählung bevorzugst du? Liest du nur Bücher oder auch Comics, hörst Hörbücher etc.?

Hallo ihr Lieben,

früher habe ich tatsächlich recht häufig auch Mangas gelesen, inzwischen leider nicht mehr so oft, aber ich lese dennoch gerne Detektiv Conan. Auf meinem alten Blog (noch nur dort; hoffentlich auch bald hier) kann man sehen, dass ich mal angefangen hatte, die Bände von Detektiv Conan zu rezensieren. Inzwischen gibt es von der Reihe über 90 Bände in Deutschland, die ich zwar noch nicht alle gelesen habe, aber dennoch bin ich natürlich deutlich weiter als die paar Bände, die ich schon rezensiert habe. Daraus ergibt sich das Problem, dass ich diese Bände nachträglich noch rezensieren muss, und ich leider in den letzten Jahren oder zumindest Monaten nicht die Zeit hatte weiter zu machen. Also: Ich lese auch gerne Mangas, hier vor allem Detektiv Conan. Außerdem mag ich Hörbücher ganz gerne in solchen Situationen, die wie ich gesehen habe auch schon von anderen Bloggern angesprochen wurden, in denen man nicht so gut lesen kann. Hörbücher bieten sich beim Auto fahren, aber auch beim Bus und Bahn fahren, an, außerdem beim aufräumen und putzen. Natürlich kenne ich auch das, dass die Konzentration mal wegdriftet, aber das habe ich auch bei „richtigen“ Büchern, vor allem wenn einem viele andere Dinge durch den Kopf gehen. Und man hat den Vorteil, dass man Hörbücher öfter hören oder einfach ein Stück zurückspulen kann. Ebooks lese ich tatsächlich nicht so häufig, aber es gibt ja auch Bücher, die es nur als Ebooks gibt, vor allem bei unbekannteren Autoren oder kürzeren Romanen. So etwas würde ich gerne in Zukunft auch hin und wieder mal lesen wollen. Aber insgesamt lese ich hauptsächlich Papierbücher und werde auch darauf meinen Fokus behalten.

Liebe Grüße
Vanessa

Verstand und Gefühl von J. Austen

Inhaltsangabe: Verstand und Gefühl von Jane Austen

In dem Roman Verstand und Gefühl von Jane Austen geht es um die Familie Dashwood, die aus den drei Töchtern Elinor, Marianne und Margret und deren Mutter besteht. Mr. Dashwood ist kürzlich gestorben, sodass die Mädchen mit ihrer Mutter aus dem Haus der Familie ausziehen müssen, denn dieses geht in den Besitz ihres Halbbruders John über, der mit seiner Frau und seinem Sohn einzieht. John möchte seinen Schwestern etwas gutes tun, allerdings stimmt seine Frau jedem seiner Vorschläge erst zu, bevor sie sie dann doch wieder ablehnt bzw. ihn so lange davon überzeugt, dass es eine schlechte Idee ist, bis er ihr zustimmt. Deshalb hilft er seinen Schwestern am Ende nicht. Die Dashwood-Mädchen ziehen in ein recht weit entferntes Cottage, wo sie viele neue Menschen kennen lernen. Marianne wird der Hof von einem Mr. Willoughby gemacht, welcher ihr aber nie einen Heiratsantrag macht. Sie rechnet aber fest damit und als er sich mehr und mehr von ihr zurückzieht und sich in der Öffentlichkeit mit einer anderen jungen Frau zeigt, ist sie vor den Kopf gestoßen, schreibt ihm aber weiter. Oberst Brandon zeigt sich als Retter in der Not als sie sich einmal bei einem Spaziergang verletzt, allerdings kann sie mit dem mehr als doppelt so alten Mann nicht wirklich etwas anfangen, denn Marianne ist nun mal in Willoughby verliebt und sie ist so impulsiv und gefühlsgesteuert, dass sie sich von ihren Gefühle nicht abhalten lässt. Elinor ist das Gegenteil ihrer Schwester. Sie leidet an ihrem Liebeskummer im Stillen, denn sie hat sich in den älteren Bruder ihrer Schwägerin verliebt und glaubt, dass er sie auch mag, allerdings trennen sich ihre Wege vorerst mit dem Umzug, außerdem stellt sich heraus, dass er seit einiger Zeit mit einer mittellosen jungen Frau verlobt ist, was sie allerdings bisher geheim hielten. Die junge Frau vertraut sich Elinor an und diese muss nun das brisante Geheimnis dieser Frau wahren und wird zu ihrer Vertrauten, obwohl sie davon sehr verletzt wird. Auch merkt sie, dass die Frau ihn eigentlich nur wegen seines Geldes will. Edward wird von seiner Mutter enterbt und sein jüngerer Bruder, der einen genauso schlechten Charakter wie ihre Schwester und die Mutter hat, wird als Erbe eingesetzt. Lucy bleibt Edward zwar erst einmal treu, trennt sich aber bald als sie seinen jüngeren Bruder heiraten kann, denn damit würde sie sich das Erbe sichern. Edward ist froh als er von seinem Versprechen entbunden wird, denn nun ist er frei um endlich um Elinors Hand anzuhalten, die seinen Heiratsantrag gerne annimmt, auch Marianne wird glücklich nachdem sie lange krank war und um Willoughby getraut hat, denn sie heiratet Oberst Brandon.

Verstand und Gefühl von J. Austen

Rezension: Verstand und Gefühl von Jane Austen

Die Inhaltsangabe zum Roman Verstand und Gefühl von Jane Austen findet ihr oben.

Natürlich sind die Parallelen zwischen den beiden Romanen Verstand und Gefühl und Stolz und Vorurteil von Jane Austen recht augenscheinlich. Ich habe die anderen Romane der Autoren noch nicht gelesen, sodass ich nicht sagen kann, ob man diese auch in anderen ihrer Werke bemerkt, aber in diesen sind sie vorhanden. So haben wir jeweils zwei junge Frauen, die im Vordergrund stehen. In beiden Romanen sind es die beiden ältesten Schwestern, die gut miteinander auskommen, miteinander reisen und ein sehr vertrauliches Verhältnis miteinander haben, auch sind beide Schwestern recht klug und besitzen ein großes Selbstvertrauen.

An diesem Roman gefiel mir so gut, dass man zwei sehr unterschiedliche Frauenfiguren begleiten kann, denn obwohl sie sich manchmal recht ähnlich sind, ist eben der größte Unterschied, dass Elinor sich auf ihren Verstand verlässt, sie hat Gefühle, hält diese aber verborgen unter der Oberfläche und leidet im Stillen und lässt niemandem daran teil haben, vor allem, wenn es Menschen in ihrer Nähe gibt, die sie brauchen. Marianne ist ganz anders. Sie ist unglücklich, und das soll jeder merken. Ihre emotionale Aufgewühltheit schlägt sich sogar in einer körperlichen Erkrankung nieder, die bisweilen recht Ernst zu sein scheint.

Ich finde die Art wie die Ferrars mit ihren Mitmenschen umgehen nicht besonders toll. Sie sind intrigant, gierig und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Die Ferrars sind Edward, seine Schwester, die mit John Dashwood verheiratet ist, und ihr jüngerer Bruder Robert, außerdem deren Mutter, die sich allesamt den Dashwoods gegenüber nicht besonders freundlich zeigen. In der Geschichte geschieht nicht wirklich viel, auch machen die Charaktere allesamt keine große Entwicklung durch und die, die sich den gängigen moralischen Werten entsprechend verhalten, finden zueinander, werden glücklich und kriegen sogar noch einen Pfarrposten angeboten, sodass sie sich selbst und eine kleine Familie versorgen können.

Alles in allem ist Verstand und Gefühl von Jane Austen ein sehr nettes Werk, das ich gerne weiterempfehle. Die beiden ältesten Dashwood-Mädchen heiraten nicht nach Brieftasche, sondern nach ihrem Herzen, sodass dieser Roman vielleicht durchaus fortschrittlich ist, davon abgesehen, haben mir die Charaktere wirklich gut gefallen, vor allem Elinor und Marianne, sind – so unterschiedlich sie auch sein mögen – wirklich spannende Charaktere, die sich dennoch gut verstehen.

Montagsfragen

Montagsfrage 22. Januar 2018

Montagsfrage: Gibt es ein Buch oder eine Reihe, dem/der deiner Meinung nach zu wenig Beachtung geschenkt wurde?

Was soll ich denn dazu schreiben? Eine wirklich schwierige Frage. Welchen Reihen wird denn normalerweise viel Beachtung geschenkt? Das sind ja eigentlich immer Reihen, die in irgendeiner Form dem Genre Fantasy zugeordnet werden können. Ja, das ist jetzt vielleicht fies, weil man die ganzen Reihen bestimmt noch in weitere Subgenres einordnen könnte, aber im weitesten Sinne gehören sie ja meistens in dieses Genre: Harry Potter, Biss, Die Tribute von Panem, Der Herr der Ringe und so weiter – eben alles Buchreihen, die dann auch verfilmt wurden und damit ins Interesse der Öffentlichkeit gerückt sind. An sich sind die wenigsten Buchreihen besonders bekannt. Ich lese aber insgesamt eher seltener Fantasy-Reihen – man könnte fast behaupten niemals – meistens lese ich Liebesroman-Reihen. Und natürlich könnte ich jetzt eine Lanze für diese brechen und sagen: Ja, diese Reihen werden alle unterschätzt und in gewisser Weise habe ich damit auch recht. Da sind wirklich tolle Reihen und tolle Autoren dabei, aber diese sind wohl vermutlich nicht massentauglich. Fantasy lesen und sehen als Filme sowohl Männer als auch Frauen, Liebesromane werden, wenn man dem Klischee glauben darf, hauptsächlich von Frauen gelesen und hätten somit potenziell nur die Hälfte an Zuschauern.

Liebe Grüße

Vanessa

Die Päpstin von D. W. Cross

Inhaltsangabe: Die Päpstin von Donna W. Cross

In dem historischen Roman Die Päpstin von Donna W. Cross geht es um das Kind eines Priesters und dessen heidnischer Frau Johanna. Johanna wird als drittes Kind der beiden geboren. Ihr ältester Bruder Matthias bringt ihr lesen und schreiben bei, obwohl er ahnt, dass ihn das in große Schwierigkeiten bringen würde, sollte sein Vater es herausbekommen. Johannas Talent wird von einem Mönch erkannt, der durch das Dorf Ingelheim ritt und so kommt er regelmäßig zu ihnen um Johanna zu unterrichten. Matthias stirbt und als Johanna von einem Boten an die Scola nach Dorstadt geholt wird, schickt der Vater den mittleren Bruder Johannes, da er meint, dass die Endung des Namens schlichtweg ein Schreibfehler sei. Johanna geht dem Boten, der mit Johannes verschwunden war, heimlich hinterher und zusammen mit ihrem Bruder kommt sie nach Dorstadt. Der Bischof, der nach Johanna hatte schicken lassen, ist begeistert von dem Mädchen und da sie aber nicht in den Unterkünften der Jungen leben kann, zieht sie zu Ritter Gerold. Gerold und Johanna lieben die Bildung und so verbindet sie bald ihr gemeinsamer Wissensdurst, außerdem fühlt sich der Mann zu der Jugendlichen hingezogen. Als dessen Frau dies mitbekommt, will sie Johanna mit dem Sohn des Dorfschmiedes verheiraten während ihr Mann weg ist. Gerade als die Heirat stattfinden soll, wird das Dorstadt überfallen. Johannes rettet seiner Schwester das Leben und stirbt als Krieger im Kampf gegen die Eindringlinge. Johanna überlebt, überlegt sich aber, dass es als alleinstehende Frau nicht sicher für sie ist. Deshalb flüchtet sie sich als Mönch in das Kloster von Fulda. Dort lebt sie jahrelang unentdeckt, und hilft den Menschen mehr als ihre Mitmönche. Sie lernt viel auch über die Heilkunst und rettet besonders einer Familie das Leben, dabei schickt sie den Sohn der Familie auf die Schule, wo er schreiben, lesen und rechnen lernt und deshalb als Erwachsener zum Verwalter wird. Er findet Johanna, die aus dem Kloster fliehen musste, da sie krank geworden ist und bei der Behandlung wäre herausgekommen, dass sie eine Frau ist. Sie geht nach Rom und steigt dort bald auf. Ihre besonderen Fähigkeiten in der Heilkunst machen sie zum Leibarzt des Papstes, welcher stirbt nach einigen Jahren. Der nächste Papst wird wieder von ihr behandelt, bis sie erkennt, warum es ihrem Papst so schlecht geht, schaffen es die Intriganten ihn zu vergiften. Johanna hat in zwischen Gerold wieder gesehen. Er ist verletzt, weil sie ihm nicht sagte, dass sie noch lebt, aber sie erklärt ihm, dass sie sich nicht sicher sein konnte, dass seine Frau nicht wirklich von ihm den Auftrag bekommen hatte, sie zu verheiraten. Gerold verzeiht ihr und bittet sie ihn zu heiraten. Sie entscheidet sich dagegen, doch als Gerold in der Ferne erfährt, dass Rom angegriffen werden soll, entscheidet er sich mit seinen Kriegern nach Rom zu gehen um die heilige Stadt des Papstes zu verteidigen, daraufhin bleibt er in Rom und arbeitet von Zeit zu Zeit mit Johanna zusammen. Sie kommen sich näher und als Johanna zum neuen Papst gewählt wird, kommen sie sich noch näher. Sie schlafen miteinander, und Johanna, die erst nach Monaten merkt, dass sie schwanger ist, entscheidet sich, es Gerold zu sagen. Er bittet sie erneut ihn zu heiraten und mit ihm weg zu gehen. Sie sagt, dass sie dies erst nach Ostern könne und so schiebt sie ihre Abreise immer weiter hinaus. Bei einem Umzug durch Rom, wird Gerold in einen Hinterhalt gelockt und stirbt. Die Reiterei und die Aufregung um Gerolds Tod setzen Johanna so sehr zu, dass sie eine Totgeburt in der Öffentlichkeit hat. Die Menschen behaupten, dass der neue Papst vom Teufel besessen war, andere halten es für ein Wunder. Johanna stirbt an den Folgen der Verletzung.

Die Päpstin von D. W. Cross

Rezension: Die Päpstin von Donna W. Cross

Die Inhaltsangabe zum historischen Roman Die Päpstin von Donna W. Cross findet ihr oben.

Eigentlich kann ich mit historischen Romanen nicht so wirklich viel anfangen, aber nachdem dieser vor einigen Jahren in aller Munde war, habe ich ihn auf meine Das-solltest-du-lesen-Liste gepackt und jetzt war er dran. Ich habe damals den Film gesehen und muss sagen, dass es schon recht nah dran war.

Natürlich ist es ganz schön, dass man einen Charakter von der Kindheit bis zum Tod verfolgt. Man lernt die Protagonistin kennen und kann mit ihr mitfühlen, ihre Hochs und Tiefs kann man hautnah miterleben. Aber auf der anderen Seite gibt es den einen Nachteil: Wenn man Johanna nicht leiden kann, muss man sie über 550 Seiten lang ertragen und das macht dann wohl nicht wirklich viel Spaß. Und ich musste sagen, dass ich mit Johanna zwar mitgefiebert habe, aber mich mit ihr identifizieren konnte ich mich nicht, obwohl ich ihren Mut zwar bewundert habe, aber irgendwie war ihr Verhalten dennoch manchmal recht nervig.

Das Verhalten einer Frau gegenüber im Mittelalter ist natürlich auch nicht besonders toll und Johanna tat mit in Anbetracht der Tatsache, dass sie sich ziemlich alleine fühlen muss, sehr leid, denn sie hat niemandem dem sie sich anvertrauen kann. Ihr ältester Bruder stirbt früh, ihre jüngerer Bruder stirbt im Kampf und sie verliert gleichzeitig ihren Vertrauten Gerold, danach hat sie überhaupt keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern, die dann auch einfach sterben und somit ist sie ganz alleine. Außerdem weiß niemand von ihrem größten Geheimnis und so ist sie alleine. Erst als Gerold wieder in ihr Leben tritt, hat sie jemanden, dem sie sich anvertrauen kann, gleichzeitig bedeutet diese erneute Begegnung aber ihren Untergang und sie stirbt durch ihn.

Die Intrigen, die Vergiftung des Papstes und der Aufstieg Johannas, außerdem die Tatsache, dass sie in die Schlafgemächer einer Prostituierten gelockt wird, zeigen wie viel in dieser Zeit intrigiert wurde und sorgen für mehr Spannung im Roman.

Insgesamt kann ich den historischen Roman Die Päpstin von Donna W. Cross zwar weiterempfehlen, aber ehrlich gesagt, fand ich ihn nicht so spannend, dass ich ihn mehr als einmal lesen würde oder ihn für den vollen Preis kaufen würde, aber man kann ihn mal lesen.

Leseaktionen

Unwort des Jahres 2017

Hallo ihr Lieben,

heute wurde das Unwort des Jahres 2017 gekürt. Das Unwort des Jahres ist ein Ausdruck, der in negativer Weise im entsprechenden Jahr durch die Öffentlichkeit gegangen ist. Aus vielen verschiedenen Einsendungen wählt eine sprachkritische Jury ein Wort aus. Dieses Jahr hat der folgende Begriff „gewonnen“: Alternative Fakten

Das Wort ist offenkundig im letzten Jahr ziemlich viel durch die Medien geschwirrt und so scheint mir diese Wahl nur allzu berechtigt. Das Unwort reiht sich damit in eine Reihe mit Gutmensch und Volksverräter ein. Das Wort Alternative Fakten bedeutet ja, dass man in der Öffentlichkeit falsche Behauptungen verbreiten kann oder darf. Ich finde, in dieser Hinsicht passt es gut zu seinen Vorgängern.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Tag.

Liebe Grüße

Vanessa

Montagsfragen

Montagsfrage 15. Januar 2018

Montagsfrage: Manchmal schwärmt man ja regelrecht für eine Buchfigur. Welche ist/war euer aktueller/letzter Character Crush?

Es gibt manchmal Figuren, die ich total toll finde, mit denen ich mich identifizieren kann oder die ich sehr sympathisch finde, aber so richtig verliebt war ich noch nie oder zumindest nicht in letzter Zeit. Bei vielen Romanen wird die Handlung ja von den Charakteren getragen, dann ist es besonders schön, wenn man sich in die Figuren, in ihr Handeln, Denken und Fühlen, hineinversetzen kann. Das trägt bei mir dann häufig dazu bei, dass ich einen Roman ziemlich cool finde, oder ist die Kausalkette andersherum? Wie dem auch sei, ich habe in letzter Zeit für keinen Charakter geschwärmt.

Liebe Grüße

Vanessa

Momo von M. Ende

Inhaltsangabe: Momo von Michael Ende

In dem Kinderroman Momo von Michael Ende geht es um das kleine Mädchen Momo von dem niemand weiß woher es kommt. Sie zieht in das alte Amphitheater wo sie von den Kindern regelmäßig besucht wird und von den Erwachsenen Essen gebracht bekommt. Momo hat eine seltene Gabe, sie kann so gut zuhören, dass sie sich in die anderen hineinversetzen kann. Sie bemerkt neben ihren beiden Freunden Beppo Straßenkehrer und Gigi Fremdenführer als erste, dass graue Herren die Stadt heimsuchen. Diese empfinden Momo und ihre Freunde als Problem, denn diese malen Plakate und wollen die Erwachsenen ins alte Amphitheater einladen um sie dort darüber zu informieren, dass die grauen Herren ihnen die Zeit stehlen. Momo verschwindet daraufhin, denn sie wird von der Schildkröte Kassiopeia zu Meister Hora geführt. Dieser ist der Herr der Zeit und teilt den Menschen, die ihnen gehörende zu. Momo ist begeistert und genießt die Zeit mit ihm und seiner Schildkröte. Als sie wieder zurück ist, findet sie einen Brief von Gigi, der jetzt als Geschichtenerzähler. Gigi kann also keinen Kontakt mehr zu Momo haben, denn er wohnt jetzt im Viertel der Reichen. Beppo sucht ein bisschen mehr nach Momo, allerdings wird er aufgrund seines seltsamen Verhaltens in ein Sanatorium gebracht. Dort kriegt er Besuch von einem der grauen Herren, der einen Deal mit ihm abschließt. Sie machen aus, dass Momo, die angeblich von den grauen Herren gefangen gehalten wird, von ihnen freigelassen wird, wenn er aufhört anderen Menschen von den grauen Herren zu erzählen und wenn er 100.000 Stunden einspart. Daran macht sich Beppo sobald er entlassen wird und so kriegt er nicht einmal mit als Momo wieder in der Stadt ist. Momo findet Gigi und versucht mit ihm zu reden, allerdings hat er wenig Zeit und sie will nicht mit ihm reisen, sodass sich ihre Wege wieder trennen. Gigi hat immer wieder vor, seinen Beruf aufzugeben und wieder wie früher zu leben, allerdings weiß er, dass er dann wieder arm würde und dass sein Traum, den er gerade lebt, vorbei wäre und er meint, dass er es nicht schafft wieder ein Armer ohne Traum zu sein. Die Kinder, die früher immer bei Momo waren, werden in Kinderdepots gebracht, wo sie ihre Zeit sinnvoll einsetzen sollen und betreut werden, da ihre Eltern aufgrund der grauen Herren versuchen Zeit für später zu sparen. Die grauen Herren, deren Besuche die Erwachsenen sofort vergessen, behaupten, dass die Menschen sehr viel Zeit verschwenden und dass sie Zeit verschwenden wenn sie Zeit mit ihren Kindern verbringen. Momo soll nun also die Welt vor den grauen Herren retten. Von Meister Hora in die Geheimnisse der grauen Herren und der Zeit eingeweiht, erhält sie eine der wunderschönen Stundenblumen, die dafür sorgt, dass Momos Zeit weiterläuft, während Meister Hora die Zeit anhält. Das bringt Momo in die Situation die Zeit der Menschen zu befreien und somit dafür zu sorgen, dass die Menschen ihre Zeit zurückerhalten.