Der Frühjahrsputz von J. Crusie

Rezension: Der Frühjahrsputz von Jennifer Crusie

Der Frühjahrsputz ist ein Einzelband von Jennifer Crusie. Es behandelt die Geschichte von Quinn, einer Kunstlehrerin, und ihrem besten Freund Nick, einem Mechaniker.

Quinn ist eigentlich etwas zurückhaltend, klug und lebt ihr Leben in sicheren Bahnen und auf Nummer sicher. Quinn ist auf jeden Fall ein sehr sympathischer Charakter und sie macht dann auch noch eine recht große Entwicklung durch. Sie merkt, nachdem Bill ihr ihren Hund nicht lassen möchte, dass sie diesen Mann nie wirklich geliebt hat, dass sie sich ein Leben an seiner Seite nicht vorstellen kann, und bricht aus diesem vorgezeichneten Leben aus. Dieser Sinneswandel machte sie für mich noch sympathischer; und ich fand es angenehm, dass mal kein Tod eines nahen Angehörigen zum großen Lebensveränderung des oder der Protagonistin geführt hat.

Bill ist einfach nur gruselig und er wird im Laufe der Handlung immer gruseliger. Ich habe einfach nicht verstanden, warum sich Quinn so lange davor scheut, ihn anzuzeigen und ihn immer wieder vor ihren Freunden verteidigt, obwohl er sich als immer gefährlicher entpuppt. Ich habe mich auch gefragt wie es sein kann, dass ein Mensch auf einmal so durchdreht und ob es wirklich nur daran liegt, dass Quinn immer alles mit sich hat machen lassen und Bill nicht damit klar kam, dass sie auf einmal gegen seine Pläne rebelliert.

Die Handlung selbst fand ich auch ganz spannend. Eine Frau, Mitte 30, kommt nachdem sie einen Hund gefunden hat, auf die Idee, ihr Leben komplett umzukrempeln. Sie ist glücklich mit ihrem Job, aber alles andere verändert sie. Dieses Verhalten inspiriert auch die Menschen in ihrem Umfeld und so beschließen auch ihre Mutter und ihre beste Freundin etwas in ihrem Leben zu verändern. Ich finde solche Geschichten ja immer ganz toll, weil sie eine Alltagsgeschichte mit einem kleinen Abenteuer verknüpfen.

Gut hat mir auch gefallen, dass eine der Lehrerin, Edie, die beste Freundin von Quinns Mutter, und Quinns Mutter selbst homosexuell waren. Ich finde es natürlich sehr schockierend, aber deshalb nicht weniger spannend, dass der Rektor, als er von der Liebe und dem Zusammenleben der beiden Frauen erfährt, Maßnahmen gegen die angesehene Lehrerin verhängt. Offenbar hat er Angst davor, dass sich die Eltern beschweren und dass sie einen schlechten Einfluss auf ihre Schüler:innen haben könnte. Ich finde es gut, dass solche Nebenhandlungen einfach ein Teil der Handlung sind und schon in den 1990er Jahren Thema waren. Tragisch ist, dass sich in den letzten 20 Jahren nur wenig bewegt hat.

Für mich war Der Frühjahrsputz von Jennifer Crusie ein netter Liebesroman, der durch das Thema selbst, die Figuren und die Nebenfiguren besonders spannend war. Von mir gibt es also eine klare Empfehlung.

2 Gedanken zu „Rezension: Der Frühjahrsputz von Jennifer Crusie

    1. Liebe Jenny,
      ja manchmal braucht man nur ein kleines „In Erinnerung rufen“ und schon hat man wieder Lust auf eine Autor:in oder ein bestimmtes Buch. Schön, dass das geklappt hat =)
      Liebe Grüße
      Vanessa

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