Tödliches Spiel in Hongkong von R. Stevens

Rezension: Wells und Wong 6: Tödliches Spiel in Hongkong von Robin Stevens

Hierbei handelt es sich um den sechsten Band der Wells & Wong-Reihe. Die Bände bauen zwar nicht logisch aufeinander auf, aber da sich die Freundschaft zwischen Daisy und Hazel weiterentwickelt, macht es durchaus Sinn, diese in der korrekten Reihenfolge zu lesen.

Mir tat Hazel in diesem Band am Anfang einfach nur leid: erst stirbt ihr Großvater und dann muss sie auch noch mit den ganzen Veränderungen Hongkongs klarkommen, und vor allem im eigenen Haus. Ich fand es wirklich schade, dass sie nicht mal jemand vorgewarnt hat und dann ist der Vater auch noch überrascht, dass seine Töchter über die Geburt seines Sohnes nicht glücklich sind und ihn am Anfang nicht ausstehen konnten. Mir taten die Mädchen, also auch Hazels Schwestern May und Rose, einfach leid.

Ich fand es sehr interessant wie sich die Freundschaft und die Beziehung zwischen Daisy und Hazel in Hongkong weiterentwickelt hat. In Hongkong ist Daisy uninteressant und alle sind sich bewusst wer Hazel Wong ist und ihr wird Respekt entgegen gebracht. Außerdem muss sie für Daisy übersetzen, weil Daisy kein Kantonesisch spricht und ihr ist das Essen dort vollkommen fremd. Dadurch erhält ihre Beziehung eine neue Dynamik, die Daisy teilweise auch gar nicht gefällt und was sie an der ein oder anderen Stelle auch offen sagt. Außerdem hatte sie nicht damit gerechnet, dass Hazels Familie so reich ist. Das wird ihr erst klar, als sie im Haus der Familie ankommen. Dennoch fand ich Daisys Weiterentwicklung, dass sie ein Gespür für Hazels Gefühle bekommt und versucht sie zu trösten und sie sogar in den Arm nimmt, ziemlich schön.

Der Fall hat mir äußerst gut gefallen. Er ist wie immer spannend. Irgendwie fand ich es sehr dramatisch, dass Su Li getötet wurde und auch, dass Teddy entführt wurde, aber damit wurde der Fall rund. Außerdem mag ich die Ermittlungsarbeit der beiden. Sowohl Daisy als auch Hazel machen ihre Sache als Ermittlerinnen sehr gut und ich verfolge gerne ihre Abenteuer, obwohl ich sie teilweise doch etwas naiv und leichtsinnig finde (nachts alleine vom Grundstück zu verschwinden und sich mit den Triaden zu treffen zum Beispiel).

Besonders gut hat mir auch gefallen, dass dieses Mal Hazel ein Glossar für das Fallbuch schreibt und nicht Daisy, die das sonst immer macht, weil sie meint, dass Hazel sich mit Hongkong wahrscheinlich viel besser auskennt. Hier hätte ich aber noch eine kurze Anmerkung von Daisy ganz lustig gefunden.

Alles in allem hat mir auch der 6. Band der Wells & Wong-Reihe wieder sehr gut gefallen. Ich mag es wie die Beziehung in diesem Band zwischen Hazel und Daisy ist und ich mag ihre Arbeit als Ermittlerinnen, außerdem fand ich den Fall sehr spannend. Daher freue ich mich schon auf den nächsten Band.

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