Adventskalender 2017 ·Der Graf von Monte Christo von A. Dumas

Inhaltsangabe: Der Graf von Monte Christo von Alexandre Dumas

In dem Abenteuerroman Der Graf von Monte Christo von Alexandre Dumas geht es um Edmond Dantès, welcher seine Verlobte die schöne Mercédès heiraten will. Weil Dantès sowohl beruflich als auch privat viele Neider auf den Plan ruft, wird er noch am Tag seiner Hochzeit vor der Trauung verhaftet und ohne Gerichtsverhandlung eingekerkert. Er lebt nun 14 Jahre auf einer Gefängnisinsel und gerade als er sein Leben aufgeben will, lernt er einen Mitgefangenen kennen, der ihm ein Freund wird. Gemeinsam versuchen sie in die Freiheit zu flüchten, was ihnen allerdings nicht gelingt. Sein Freund stirbt und Dantès entscheidet sich, diese Gelegenheit zur Flucht zu nutzen. Statt dass der Leichnam in seinem Leichensack aus dem Gefängnis geschafft wird, versteckt Dantès sich in diesem und lässt seinen Freund an seiner Stelle zurück, sodass nicht so schnell auffällt, dass er selbst geflüchtet ist. Er wird allerdings nicht beerdigt, sondern ins offene Meer geworfen. Dantès kann sich noch rechtzeitig aus dem Sack befreien und schafft es sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen auf ein Schiff zu schleichen, wo er einige Zeit arbeitet. Durch das Erbe seines Mitgefangenen wird er zum Grafen von Monte Christo und als sein Schiff eines Tages an dieser Insel vorbeikommt, beschließt er dort zu bleiben und nach dem Schatz zu suchen, von dem ihm sein Freund erzählte. Er erfährt von seinem ehemaligen Nachbarn was damals wirklich passiert ist und erfährt somit auch, wer an der Verschwörung gegen ihn beteiligt war. Außerdem erfährt er, dass seine Verlobte einen anderen Mann geheiratet hat und dass sein Vater an Kummer und Gram starb. So beschließt Dantés sich an den Männern zu rächen.

Monte Christo versteckt sich hinter diesem Pseudonym und rächt sich so an seinen Verrätern. So offenbart er, was geschehen ist, sorgt dafür, dass einer von ihnen sein Vermögen verliert und sorgt dafür, dass dessen Tochter einen Sträfling heiraten will, der allerdings ihr Halbbruder ist, was sie aber nicht wissen. Auch die anderen beiden kommen nicht ungeschoren aus der Sache heraus, so wird einer von ihnen beispielsweise verrückt, nachdem in seiner Familie eine Giftmischerin ihr Unwesen trieb.

Adventskalender 2017 ·Der Graf von Monte Christo von A. Dumas

Rezension: Der Graf von Monte Christo von Alexandre Dumas

Die Inhaltsangabe zum Abenteuerroman Der Graf von Monte Christo von Alexandre Dumas findet ihr oben.

Man merkt es sicherlich an meiner Inhaltsangabe: Ich bin am Ende wirklich durcheinander gekommen, wer in welcher Beziehung mit wem steht. Es sind eigentlich nur vier Leute, die wichtig sind: Monte Christo und seine drei Widersacher, allerdings haben diese ja noch Freunde, Frauen und Kinder, was das ganze ziemlich unübersichtlich macht und auch ein Schema, in dem steht, wer mit wem wie verwandt und verbandelt ist, hat mir nicht wirklich weitergeholfen, denn ich fand auch die Namen recht schwierig zu merken. So sind für mich alle fremd klingenden Namen schwierig auseinanderzuhalten, so zum Beispiel schwedische, russische oder eben französische Namen. Im Grund ist es aber ziemlich egal, welchem seiner Widersacher er nun was angetan hat, denn wichtig ist ja nur, dass er sich gerächt hat und dann aber erkennt, dass seine Rache vielleicht ein bisschen weit ging und so versucht es wieder gut zu machen, indem er seine Güter in Frankreich verschenkt und einen seiner Widersacher nicht dem Hungertod überlässt, wie er es eigentlich geplant hatte.

Aus diesem Abenteuerroman kann man recht viel lernen, so haben wir einen Mann, der 25 Jahre auf seine Rache wartet und so sein ganzes Leben davon bestimmen lässt. Natürlich ist klar, dass er in 14 Jahren Kerkerhaft nicht wirklich die Möglichkeit hat, irgendetwas anderes zu tun und sein Leben wieder in die Hand zu nehmen, aber nachdem er geflüchtet ist, braucht er neun Jahre um seine Rache zu planen und sich die neue Identität aufzubauen, die er braucht um sich zu rächen, obwohl er dann allerdings von seiner Ex-Verlobten Mercédès erkannt wird. Natürlich lernt er gerade durch seine Rache seine neue Freundin Haydée kennen, welche sich in ihn verliebt, nachdem er sie gerettet hatte, was natürlich für eine Rache spricht, aber irgendwie finde ich es dennoch schwierig.

Insgesamt fand ich den Graf von Monte Christo von Alexandre Dumas natürlich nicht uninteressant, aber irgendwie fehlte mir die Moral am Ende des Romans, wobei man diese natürlich in den Zweifeln des Grafen sehen kann. Natürlich empfehle ich diesen Roman gerne weiter.

About a boy von N. Hornby ·Adventskalender 2017

Inhaltsangabe: About a boy von Nick Hornby

In dem Roman About a boy von Nick Hornby geht es um den 12-jährigen Marcus und den 36-jährigen Will, welche sich am Tag der toten Ente kennen lernen und dann gegenseitig beeinflussen. Will hat einen sehr frivolen Lebensstil und so versucht er immer auf neuen Wegen Frauen kennenzulernen, deshalb sucht er sich eine Gruppe für Eltern, die nicht wissen wie sie Gleichgesinnte kennenlernen sollen. In dieser Gruppe lernt er Suzie kennen, die er verführen will. Er behauptet einen 2-jährigen Sohn zu haben namens Ned und als er mit Suzie und deren Tochter zusammen mit seinem Sohn und Marcus, Fionas Sohn, behauptet er, dass seine Ex Ned kurzfristig zu sich geholt hat. Als Suzie und Will Marcus nach hause bringen, finden sie Fiona mit einer Überdosis im Wohnzimmer. Sie können sie zwar retten, aber Marcus ist davon beeinflusst. Er hat daraufhin Verlustängste und versteht einfach nicht was mit seiner Mutter los ist, denn seitdem sie sich von ihrem Freund getrennt hatte, weint sie sehr viel und mit dem Selbstmordversuch ist er nun noch verunsicherter. Außerdem kommt Marcus in der Schule nicht klar, denn seine Klassenkameraden merken was für ein seltsamer Kerl er ist. Seine Mutter kriegt einfach nicht mit wie unglücklich ihr Sohn ist, weshalb Marcus versucht mit Will Freundschaft zu schließen. Am Anfang versucht er noch seine Mutter mit ihm zu verkuppeln, aber irgendwann merkt er, dass das nicht funktioniert, weshalb er einfach nur mit Will befreundet sein will und sich von ihm beraten lässt. Will ist cool, er kifft und trinkt und macht den ganzen Tag nichts anderes als fernzusehen und zu shoppen, denn sein Vater hatte einst ein Weihnachtslied geschrieben, für das Will nun die Tantiemen ausgezahlt bekommt. Will wird von Marcus beeinflusst, er will ihm helfen und fühlt sich zumindest ein bisschen für ihn verantwortlich. Gleichzeitig entwickelt er sich auch selbst weiter, konnte er sich früher nicht vorstellen mal mit einer Frau etwas zu unternehmen, wenn er nicht mit ihr schlafen wollte, geht er doch mit Fiona aus um mit ihr über Marcus zu reden. An Weihnachten feiern sie alle zusammen Weihnachten und an Silvester lernt Will auf einer Feier Rachel kennen, diese hat einen Sohn namens Ali in Marcus’ Alter. Will schafft es eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Marcus lernt in der Schule ein Mädchen namens Ellie kennen, vor dem alle in der Schule Angst haben und irgendwie entwickelt sich daraus eine sehr krude Freundschaft, die nach und nach tiefer wird und so merkt Marcus mit der Zeit, er hat jetzt Freunde und eine größere Bezugsgruppe: Seine Mutter, Suzie, Rachel und Ali, seinen Dad und dessen Freundin Lindsey, Will, Ellie und Zoe, Ellies Freundin.

About a boy von N. Hornby ·Adventskalender 2017

Rezension: About a boy von Nick Hornby

Die Inhaltsangabe zum Roman About a boy von Nick Hornby findet ihr oben.

Wir lasen dieses Buch in der Schule und ich war mir damals nicht sicher, ob ich den Roman richtig verstanden hatte. Ich muss sagen, ich konnte mich an manche Stellen nicht mehr so sonderlich gut erinnern, aber ich finde es nicht gut, dass sowohl Marcus’ Dad als auch Will kiffen und Will regelmäßig trinkt. Auch Ellie, die ihn am Anfang nur lustig findet und nicht wirklich als den akzeptiert der er ist. Ellie hat auch davon abgesehen keinen wirklich guten Einfluss auf sie, so animiert sie Marcus zum Trinken, außerdem wird er mit ihr zusammen verhaftet, als sie mit ihrem Stiefel ein Fenster zerbricht. Auch dass es immer wieder um Sex geht, gefiel mir gar nicht, obwohl das ja nun die Entwicklung von Will deutlich macht, der sich von einem Mann, der alles für Sex tut, zu einem halben Vater entwickelt. Fiona, Marcus’ Mutter, gefiel mir auch nicht besonders. Niemand sagt etwas dagegen, dass sie traurig ist über die Trennung von ihrem Freund, aber die vernachlässigt ihren Sohn, er sagt es selbst, dass sie nur noch sein Essen macht und ansonsten nichts mehr mit einer Mutter gemein hat, so kriegt sie nicht einmal mit, dass er in der Schule gemobbt und geärgert wird und sich dort nicht wirklich eingliedern kann. Erst als er ohne Schuhe heim kommt, bemerkt sie, dass irgendetwas nicht stimmt, und macht es somit noch schlimmer für Marcus. Die Kritik am Schulsystem wird hier deutlich, so hat Marcus eine Lehrerin, die Marcus statt ihn zu schützen noch herunterputzt um sich als Schulballkönigin vor ihrer Klasse zu profilieren, was ich persönlich nicht nur grässlich, sondern absolut scheußlich finde, so hat sie meiner Ansicht nach die Aufgabe ihre Schüler zu guten Menschen zu erziehen, sowohl Marcus als auch die Schüler, die ihn ärgern. Auch raten ihm seine Lehrer sich doch einfach von den Fieslingen fernzuhalten und Marcus, wie er nicht unberechtigt einwirft, versucht ja nicht mit Absicht sich ihnen in den Weg zu stellen.

Die Geschichte klingt auch ein bisschen weit hergeholt, wobei ich es mir durchaus vorstellen kann, dass ein Junge einen Mann kennenlernt, den er als Vorbild erwähnt hat, allerdings verstehe ich nicht wie sich daraus so eine eigentümliche Beziehung wie zwischen Will und Marcus entwickeln kann. Denn dies schien mir schon ziemlich weit hergeholt.

Alles in allem fand ich die Geschichten von Marcus und Will, die mehr oder minder durch Zufall zusammengeführt werden und sich gegenseitig bereichern, durchaus interessant, allerdings gab es doch einige Dinge, die mir nicht so gut gefielen, sodass ich den Roman „About a boy“ von Nick Hornby nicht weiterempfehlen kann.

Adventskalender 2017 ·Der Hundertjährige von J. Jonasson

Inhaltsangabe: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson erzählt die Lebensgeschichte von Allan Karlsson. Alternierend wird die Geschichte von Allan in der Gegenwart und in der Vergangenheit erzählt. Kurzentschlossen steigt Allan an seinem 100. Geburtstag aus dem Fenster und läuft zum Bahnhof. Er steigt in einen Bus und löst eine Fahrkarte. Zuvor hatte er einem jungen Mann, mit einer Never-again-Jacke einen Koffer gestohlen. Als Allan an einem abgelegenen Bahnhof aussteigt, ist ihm der andere schon längst auf der Spur. Allan lernt Julius kennen, der dem Gesetz nicht so besonders treu blieb. Dann lernen sie einen Dauerstudenten kennen und eine schöne Frau mit roten Haaren, die einen Schäferhund und einen Elefanten hat. Zusammen flüchten sie vor den Mitgliedern der Never-again-Bande, welche hinter dem Inhalt des Koffers herjagen, denn in diesem befinden sich 50 Millionen schwedische Kronen. Sie töten mehr oder weniger aus Versehen zwei der Mitglieder. Julius und Allan hatten den einen in den Kühlraum gesperrt und vor lauter Alkohol vergessen ihn heraus zu lassen oder zumindest die Temperatur runter oder besser rauf zu stellen.

Zwischendurch wird Allans Lebensgeschichte erzählt. Man erfährt, dass er in Schweden geboren wurde, mit seiner Mutter alleine war, nachdem sein Vater in Russland für die Revolution kämpfen wollte. Allan bildet sich selbst zum Sprengstoffexperten aus und arbeitet in einer Firma in Schweden, der froh ist endlich einen schwedischsprachigen Sprengstoffexperten zu haben. Zusammen mit seinem spanischen Kollegen geht er nach Spanien, wo sein Freund vor seinen Augen erschossen wird, aber Allan hält sich dort weiter auf, als er keine Lust mehr hat, zieht er weiter. Dabei lernt er Franko, Churchill, Mao, Truman und andere inzwischen Ex-Präsidenten der USA kennen. Er zieht immer dann weiter, wenn er keine Lust mehr an einem Ort zu bleiben und so zieht er durch Asien und Russland. Am Ende sind wir wieder in der Gegenwart angelangt, seine Freunde und er ziehen zusammen nach Bali, wo er eine alte Freundin Amanda wiedersieht, die ihm zuvor auch half nach Bali zu kommen. Dort leben sie zusammen im Hotel von Amandas Sohn. Allan und Amanda nähern sich einander an.

Adventskalender 2017 ·Der Hundertjährige von J. Jonasson

Rezension: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Die Inhaltsangabe zum Roman Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson findet ihr oben.

Der Roman von Jonas Jonasson war schon vor ein paar Jahren ziemlich bekannt, sodass ich mich irgendwann dazu entschloss mich einmal damit zu befassen. Mir persönlich gefällt Allan sehr gut. Er scheint nicht besonders intelligent zu sein, aber er ist charismatisch und ein absoluter Lebenskünstler. Er schafft es überall sich irgendwie durchzumogeln, entweder indem er lügt und ein paar Sachen behauptet, die nicht ganz der Wahrheit entsprechen, oder aber die Menschen, die jeweilig seine Unterstützung wollen, um Hilfe bittet. So schafft er es mit seinen ausgezeichnet Kontakten immer wieder aus brenzligen Situationen zu entkommen, denn er rechnete nicht damit, dass er auch nur annähernd ein dreistelligen Alter erreicht. Mir gefiel auch sehr gut, dass die Geschichte in der Gegenwart beginnt und dann nach und nach erzählt, wie und warum Allan erstens in diesem Altersheim wohnte und zweitens warum er daraus wieder zu flüchten gedachte. Es macht mir wirklich Spaß so ein Leben mal nachzuverfolgen, denn ich fand es wirklich interessant wie ein Mensch leben kann und dieses Leben dennoch naja sagen wir mal überlebt, denn Allan lebt eigentlich kein einziges Jahr ein normales Leben und dennoch erhält er am Ende eine Rente. Das erklärt dann auch, warum er es nicht so besonders lange in dem Altersheim aushält, er wollte eigentlich schon in der ersten Nacht sterben, was ihm allerdings nicht gelang. Irgendwie hat es Jonasson geschafft in mir das Fernweh zu wecken, denn dieses Leben eines Lebenskünstlers hat irgendwie schon seinen Reiz, ist aber dennoch nicht das Leben, das man sich unbedingt als kleines Kind vorstellt.

Alles in allem hat mir der Roman Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson recht gut gefallen, auch wenn ich ihn teilweise recht langatmig fand, dennoch empfehle ich ihn gerne weiter, denn er ist mal etwas anderes, etwas besonderes.

Adventskalender 2017 ·Michel in der Suppenschüssel von A. Lindgren

Inhaltsangabe: Michel in der Suppenschüssel von Astrid Lindgren

In dem Kinderbuch Michel in der Suppenschüssel von Astrid Lindgren geht es um den Fünf-jährigen Michel und seine Familie. Zusammen leben sie auf einem Hof in Lönneberga. Michel ist ein kleiner, aufgedrehter Junge, der für sein Leben gerne Unfug treibt. Am Anfang steckt er seinen Kopf in eine Suppenschüssel um den letzten Rest noch heraus zu schlecken. Leider bekommt er seinen Kopf nicht mehr heraus, sodass seine Eltern mit ihm zum Arzt fahren. Da er nichts sieht, haut er sich da den Kopf am Schreibtisch an und die Schüssel zerbricht, dann isst er auf dem Heimweg ein Fünförestück, die Eltern drehen um und fahren zurück. Der Arzt sagt, dass sie sich keine Sorgen machen müssen und schickt sie wieder heim. Einige Wochen später ist ein großes Hoffest, allerdings macht Michel Unfug und zieht seine Schwester am Fahnenmast hoch, dieser passiert zwar nichts, aber der Vater erschreckt sich und sperrt Michel zur Strafe in einen Schuppen. Dort schnitzt er ein neues Männchen, als er aber dann immer noch nicht befreit ist, klettert er über ein Brett in die Vorratskammer. Dort isst er aus Hunger alle Würste auf und legt sich in einen Schrank und schläft dort ein. Lina, die die Würste holen will, findet den schlafenden Michel nach dem man zuvor ganz aufgeregt gesucht hatte. Wieder einige Wochen später ist ein großes Fest in Hultsfred, dort ist Alfred der Knecht von Svenssons stationiert, denn er wird dort zum Soldaten ausgebildet. Michel vermisst ihn und will mit zum Fest, aber die Eltern nehmen ihn nicht mit, sodass sich Michel heimlich aufmacht auf ihrer alten Mähre nach Hultsfred zu reiten. Dort angekommen findet er weder Alfred noch seine Eltern oder Lina im Gedränge. Überlegt sich aber, dass er seinen Spaß haben will und dafür Geld braucht. Deshalb singt er, verdient recht viel Geld und gibt es für Essen und Attraktionen wieder aus, so macht ihm das Karussell fahren sehr viel Spaß. Dann versucht ein Dieb die bärtige Frau, die auf dem Rummel arbeitet auszurauben, was Michel aber mit seiner Büsse (Büchse) vereitelt. Davon ist er so müde geworden, dass er zurück zum Wagen seiner Eltern geht, wo er auch die Mähre angebunden hatte und sich im Heu ausruht. Die Eltern kommen zurück zum Wagen, sind aber auch recht müde und fahren dann wieder heim.

Adventskalender 2017 ·Michel in der Suppenschüssel von A. Lindgren

Rezension: Michel in der Suppenschüssel von Astrid Lindgren

Die Inhaltsangabe zum Kinderbuch Michel in der Suppenschüssel von Astrid Lindgren findet ihr oben.

Der Erzähler wirkt sehr familiär, es wirkt beinahe so, als ob die alte Märchenoma ihren Enkeln die Geschichten von Michel erzählt, denn der Erzähler macht immer wieder Einwürfe. Man merkt irgendwie auch keine richtigen Konsequenzen für Michel, sodass mir der pädagogische Wert nicht ganz klar ist. Die Geschichten sind immer recht kurz und immer recht oberflächlich, was ich sehr schade fand. Am Ende hatte man irgendwie nur das Gefühl, dass man eine grobe Idee von Michel hat und von seinen Streichen, aber nicht, dass man sich wirklich damit auskennt, denn die Autorin bringt nur drei oder vier Tage im Leben von Michel und die Streiche, die er an diesen Tagen ausheckt.

Michel ist mir nicht so wirklich sympathisch, auch wenn er es meistens gar nicht böse meint und irgendwie unbeabsichtigt in die Schwierigkeiten rein rutscht. Auch ist er erst fünf und von daher kann man ihm eigentlich keine Schuld oder Verantwortung für die Dinge geben, die er anstellt. Aber auf der anderen Seite ist er wirklich anstrengend und macht seinen Eltern und den Angestellten auf dem Hof wirklich Schwierigkeiten und ärgert auch seine kleine Schwester Ida.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir das Buch nicht besonders gut gefiel, denn irgendwie kann ich nicht verstehen, warum Michel und seine Bücher und Streiche so bekannt und beliebt sind. Mir gab das Kinderbuch nicht wirklich etwas, dennoch erkenne ich an, dass Lindgren bekannt ist und zum schwedischen Kulturgut gehört, vielleicht ist es deshalb notwendig, dass ich Michel in der Suppenschüssel von Astrid Lindgren weiterempfehle. Und das tue ich, denn irgendwie war es doch recht kurzweilig und wenn man nicht irgendeine Pädagogik oder eine Moral erhofft, dann kann man es vielleicht wirklich genießen, denn ich mag es immer recht gerne, wenn ein Kinderbuch eine Moral hat.

Adventskalender 2017 ·Liebe Tod und Tofu von M. Jung

Inhaltsangabe: Liebe, Tod und Tofu von Margot Jung

Liebe, Tod und Tofu von Margot Jung, ist ein kulinarischer Krimi, der in einem kleinen, abgelegenen Tal in einem kleinen Dorf spielt. Francesca Carlotti ist Fernsehköchin und auf dem Weg in die kleine Pension, in welcher sie ein Kochseminar abhalten möchte. Dort angekommen, baut sie einen Unfall mit einem alten Freund ihres Ex-Mannes Gianluca, und trifft auch prompt auf ihren noch Angetrauten und dessen neue Freundin Jacqueline, die gleichzeitig Francescas vegane Hilfe für das Kochseminar sein soll. Francesca merkt schnell, dass sie die Tasche ihres Sohnes Cosimo dabeihat, denn dieser ist in München ausgestiegen um das Wochenende bei seinen Freunden von früher zu verbringen, da sie inzwischen in Hamburg wohnen. Offenbar hat Cosima aus Versehen die Tasche seiner Mutter gegriffen. Francesca wird von einem alten Freund Gianlucas zu seinem Geburtstag eingeladen. Enzo und sein Cousin und Manager Marco verhalten sich seltsam, allerdings freuen sich alle, sich endlich, nach all den Jahren einmal wieder zu sehen. Gemeinsam feiern die früheren Fußballspieler ausgelassen Enzos Geburtstag. Cosimo stößt wenige Stunden nach Francescas Ankunft zu der kleinen Runde, weil er es bei seinem Freund nicht mehr aushält und wie sich herausstellt, ist auch Clara, Francescas und Gianlucas Tochter, in der Pension. Während ein Erdrutsch das Herauskommen aus dem Tal verhindert, und alle rausstürmen um nachzusehen, was passiert, wird Stefano mit einer Weinflasche erschlagen. Natürlich wird sofort der Dorfpolizist Adam geholt, der sich allerdings als wenig kompetent herausstellt. Adam vermutet, dass Francesca Stefano erschlagen hat, weil sie einen Unfall miteinander hatten. Am nächsten Tag wird Harald im Fitnessraum mit den Gewichten erdrückt und Enzo wird in der Sauna eingesperrt. Später wird sogar Gianluca beinahe erstickt und Jacqueline wird mit einem Sack über den Kopf in den Schrank gesperrt. Francesca klettert über den Balkon und kann schlimmeres verhindern, allerdings verletzt sich ihr neuer Freund Arne, der zusammen mit einem Polizisten und einem Arzt mit dem Hubschrauber kam, nachdem das Wetter diese Anreise zuließ. Francesca offenbaren sich die einzelnen Puzzleteile, sodass sei es am Ende tatsächlich schafft die Morde und Mordversuche aufzuklären.

Adventskalender 2017 ·Liebe Tod und Tofu von M. Jung

Rezension: Liebe, Tod und Tofu von Margot Jung

Die Inhaltsangabe zum kulinarischen Krimi Liebe, Tod und Tofu von Margot Jung findet ihr oben.

Danke an den 3H-Verlag für das kostenlose Exemplar!

Die Geschichte beginnt im Prinzip mit einer Art Einführung, indem die Figuren im Hotel ankommen, dies bietet dem Leser die Möglichkeit langsam in die Geschichte reinzufinden, die Figuren kennenzulernen und sich mit dem Konzept auseinanderzusetzen. Es war eine sanfte Hinführung zur Geschichte, die ich recht gerne mochte, was mich allerdings daran störte war, dass es recht lange gedauert hat, bis es den ersten Toten gab und als es ihn dann gab, waren die Morde recht blutrünstig beschrieben, was mich an sich ja gar nicht gestört hätte, wäre es nicht von Anfang an so seicht losgegangen.

Dieser Roman ist als kulinarischer Krimi ausgezeichnet, und nicht, dass ich total enttäuscht war, dass es weniger ums Kochen ging, aber wenn ich einen kulinarischen Krimi lese, erwarte ich mehr Küche und mehr Kochen und, dass dies für den Verlauf der Geschichte von mehr Relevanz ist, außerdem hätte ich mir gewünscht, dass die Rezepte in der laufenden Geschichte ein bisschen detaillierter geschildert werden und dann hinten im Anhang nur die genauen Rezepte stehen.

Francesca, obwohl man so wenig von ihrer Innenwelt mitbekommen hat, war mir persönlich recht sympathisch. Sie war nicht so stilisiert wie man das aus anderen Büchern kennt und gerade diese Ambivalenz in ihrem Charakter hat die Autorin ziemlich gut hinbekommen. Auch die anderen Charaktere hätte man gerne ein bisschen mehr ausschmücken dürfen, aber dennoch fand ich sie recht sympathisch. Ich habe nur nicht ganz verstanden inwiefern Francesca den Fall löst, denn sie ermittelt die ganze Zeit über nicht, obwohl sie selbst verdächtigt wird. Irgendwie fand ich dieses Verhalten sehr seltsam, denn sie wird verdächtigt und statt sich einmal mit dem eigentlichen Mörder zu befassen, gibt sie nur dem komischen Dorfpolizisten kontra.

Auch dass die Autorin sämtliche Vorurteile und Klischees reproduziert, fand ich ziemlich nervig. Möglicherweise war das der Clou des Krimis, aber die Italiener sind alle Mafiosi, mögen Spaghetti und sind hinter jedem Rock her, Veganer stehen nur auf Tofu und nicht auf „normale vegane Speisen“ und behaupten, dass alle Fleischfresser sich keine Gedanken über ‘s Klima machen. Vielleicht war es die Absicht der Autorin mit diesen Vorurteilen zu spielen, aber es störte mich irgendwie und war irgendwann nur noch anstrengend, sodass ich mich davon distanzierte. Dennoch gelang es der Autorin ihren Krimi spannend zu erzählen und ich mochte ihn gerne lesen.

Insgesamt empfehle ich Margots Jungs kulinarischen Krimi Liebe, Tod und Tofu also gerne weiter, wenngleich er einige kleinere Makel hatte, auf die ich soeben hingewiesen habe.