Das goldene Garn von C. Funke ·Hörbücher

Rezension: Das goldene Garn von Cornelia Funke

Das goldene Garn von Cornelia Funke ist der dritte Band der Reckless-Reihe um Jacob Reckless und Fuchs. Der Roman wurde von Rainer Strecker gelesen, was wohl zeigt, dass ich den Band wieder als Hörbuch gehört habe. ^^

Während des gesamten dritten Bandes hatte ich das Gefühl, dass Will und Jacob dringend mal ein ernstes Gespräch miteinander führen müssten. Ich hatte den Eindruck, dass Will tief von Jacob verletzt wurde und deshalb eigentlich gar nicht die Hilfe seines älteren Bruders haben will und er die Jade-Haut auch gar nicht so schrecklich findet. Auch Jacob wirkte verunsichert. Auf der einen Seite will er seinen Bruder schützen, auf der anderen nicht immer wieder Fuchs und sich selbst in Gefahr bringen, wo doch sein Bruder nicht mal wirklich seine Hilfe möchte. Dennoch kann er nicht anders als ihm hinterher zu reisen und ihm zu zeigen, dass die Spiegelwelt nicht so harmlos ist, wie Will offenbar denkt.

Ich mochte die Liebesgeschichte, die sich nun langsam zwischen Jacob und Fuchs entspinnt, weil ja irgendwie von Anfang an klar war, dass die beiden einander lieben, aber es irgendwie nicht eingestehen können. Nun spüren sie ihre Liebe, dürfen aber nicht zusammen sein, weil sie sonst ihr erstgeborenes Kind verlieren würden. Das fand ich unglaublich tragisch und grausam, vor allem weil sie gerade dabei waren sich anzunähern.

Will wurde mir im Laufe des Romans immer unsympathischer, weil er Clara offenbar nicht genug liebt, obwohl sie ihn liebt. Außerdem distanziert er sich von Jacob, der ja eigentlich die ganze Zeit alles tut, um ihm zu helfen und ihn auch mehrfach rettet. Dabei mehrfach beinahe oder tatsächlich stirbt und auch Fuchs immer wieder in Gefahr bringt, obwohl diese gar keinen Grund hätte, ihr Leben für Will zu riskieren. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass mir Wills Motive einfach nicht klar geworden sind. Hier wäre vielleicht ein bisschen mehr Infos zum Innenleben der Figur hilfreich gewesen, weil er so einfach egoistisch und naiv wirkte.

In der Reckless-Reihe gab es eigentlich immer mehrere Handlungsstränge, die parallel gelaufen sind, aber ich fand es in diesem Band besonders heftig, weil teilweise auch noch auf John Reckless geschwenkt wurde und dann zeitweilig drei Figurengruppen im Kopf behalten werden mussten. Auch in Moskva, wo sich die Figuren zeitweilig sogar in drei „Gruppen“ getrennt haben, wurde es nicht einfacher alle Handlungsabläufe nachzuverfolgen, was natürlich auch am Medium des Hörbuchs lag. Diese Komplexität war besonders aufgrund des Mediums, bei dem man nicht einfach mal 10 Seiten zurückblättern und nochmal nachlesen kann, was die neuen Pläne für diese und jene Figur sind, schwierig.

Der Sprecher Rainer Strecker hat mir, wie auch schon bei den beiden vorhergehenden Hörbüchern, gut gefallen. Für mich passt er einfach gut in die Welt und zu Jacob Reckless und ich kann mir die Reihe ohne ihn gar nicht recht vorstellen. Auch die Zwischenmelodien gefallen mir immer noch unheimlich gut, weil sie für mich die Atmosphäre der Reihe und der mystisch-magisch-märchenhaften Spiegelwelt transportieren. Ohne sie würde für mich etwas fehlen.

Insgesamt war mir der dritte Band der Reckless-Reihe aufgrund der vielfach parallel verlaufenden Handlungsstränge etwas zu verwirrend und Will durchschaue ich immer noch nicht so recht. Nach dem Abschluss des Bandes brauche ich erst einmal ein paar Wochen bevor ich mich an den nächsten Band wagen möchte. Dennoch hatte der Band auch viele Aspekte, die mir gut gefallen haben und ich freue mich schon darauf den vierten Band in einigen Wochen oder Monaten zu hören, denn wie die Reise aus- (oder zumindest weiter-)geht möchte ich schon gerne wissen.

Leseaktionen

Top Ten Thursday #5

Hallo ihr Lieben,

wieder bin ich beim TTT dabei. Beim Top Ten Thursday, der von Weltenwanderer gehostet wird, geht es darum, 10 Bücher zu einem bestimmten Thema zusammenzustellen. Die Aktion gibt es eigentlich jeden Donnerstag, ich nehme allerdings nur unregelmäßig daran teil. Dieses Mal hat mich das Thema aber besonders angesprochen, deshalb hier also meine Liste mit 10 Büchern zum Thema:

Stelle uns 10 deine:r liebsten Protagonist:innen und ihre Geschichte vor (Vorschlag von Connie)

  1. Sky aus Feuer & Gold von Sarah Beth Durst

Feuer & Gold habe ich beim TTT schon mehrfach genannt, unter anderem deshalb, weil mir Sky so gut gefallen hat. Sie ist ein unglaublich cooles Mädchen, das sich noch dazu in einen Drachen verwandeln kann. Wie toll ist das denn bitte?

  1. Tiffy aus Love to Share von Beth O’Leary

Tiffy hatte es nicht leicht mit ihrem Ex-Freund und dennoch wächst sie im Laufe des Romans über sich hinaus und wird immer selbstbewusster. Sie lässt nicht mehr zu, dass ihr Ex-Freund sie weiterhin manipuliert und so ihr Glück zerstört.

  1. Anna aus Die magische Gondel von Eva Völler

Bisher habe ich zwar nur den ersten Band der Zeitenzauber-Reihe gelesen, aber vor allem weil mir die Protagonistin Anna so toll gefallen hat, möchte ich nun unbedingt weiterlesen. Anna wird plötzlich ins Venedig des späten 15. Jahrhunderts geschickt und dort mehrfach beinahe getötet. Auf sich gestellt in einer fast fremden Stadt, in einem fremden Jahrhundert lässt sie sich dennoch nicht unterkriegen.

  1. Shinichi Kudo (alias Conan Edogawa) aus Detektiv Conan von Gosho Aoyama

Hierbei handelt es sich um einen Manga, der in Japan spielt. Shinichi ist eigentlich ein Oberschüler, der als Detektiv schon manchen Fall gelöst hat bis er eines Tages die falschen Männer überwacht und im Körper eines 6-Jährigen erwacht. Um seine beste Freundin und ihren Vater nicht in Gefahr zu bringen, lebt er nun undercover als Conan Edogawa bei ihnen im Haushalt.

  1. Lucy Harrington aus der Harrington-Kurland-Reihe von Catherine Lloyd

Lucy ermittelt in bei einem Mord in Kurland St. Mary und im zweiten Band als der Tod sein Debüt während der Londoner Ballsaison gibt. Sie ist dabei nicht alleine, sondern wird vom stoffeligen Major Kurland begleitet. Lucy ermittelt dennoch mutig und unerschrocken, wenngleich sie dabei mehr als einmal schon in große Gefahr geraten ist.

  1. Jane Wunderly aus der Jane-Wunderly-Reihe von Erica Ruth Neubauer

Jane muss erst einen Fall (Mord im Mena House) in Ägypten lösen, als sie mit ihrer Tante dort gemeinsam Urlaub macht und sie eine unsympathische Frau ermordet in ihrem Bett auffindet und im zweiten Fall (Mord auf Wedgefield Manor) den „Autounfall“ eines Bediensteten ihres Gastgebers aufklären. Dabei ermittelt sie gemeinsam mit Mr. Redvers.

  1. Fanny aus Mansfield Park von Jane Austen

Fanny ist die Protagonistin des Romans Mansfield Park von Jane Austen und ist mir gerade aufgrund ihrer Schüchternheit und Tugendhaftigkeit sehr ans Herz gewachsen. Sie würde niemals etwas tun, das sich nicht mit ihren hohen moralischen Vorstellungen vereinbaren lässt und obwohl sie so häufig unemanzipiert wirkt, mochte ich sie sehr gerne.

  1. Tyko aus der Reiter des Himmels-Reihe von Linda Winter

Tyko – erst der zweite männliche Protagonist hier – ist eigentlich ein Prinz, wollte aber schon immer ausziehen um die Welt zu entdecken. Als sein Vater einen großen Krieg plant und dazu den Reiter des Krieges, einen von vier mächtigen Drachenreitern, engagieren will, entscheidet sich Tyko, nach der Reiterin der Wahrheit zu suchen um den Krieg noch zu verhindern.

  1. Emilia aus Witches of Stanhope – Verborgene Magie von Laura Nieland

Emilia ist eine Hexe kurz vor ihrer Weihe. Erst nach ihrer Weihe wird sie in den Zirkel aufgenommen und erfährt um dessen Aufgaben und Traditionen. Doch Emilia sträubt sich gegen die Traditionen und verursacht so Unruhen im Zirkel. Nachdem sie aber von den Aufgaben des Zirkels weiß, muss sie die Beziehungen zu ihrer besten Freundin und ihrem neuen Freund abbrechen, denn sonst muss sie sie Ende Oktober opfern…

  1. Tommy und Tuppence Beresford aus der gleichnamigen Reihe von Agatha Christie

Streng genommen sind Tommy und Tuppence Beresford ja zwei Protagonisten, aber da ich beide eigentlich gleich gerne hab, wollte ich sie auch gerne zusammen vorstellen. Die Romane um das Ehepaar Beresford begleitet deren Leben ziemlich lange. Am Anfang sind Tommy und Tuppence noch ziemlich jung, aber am Ende sind ihre Kinder bereits erwachsen. Neben den vier Romanen gibt es auch noch einige Kurzgeschichten mit dem Ermittlergespann.

Kennt ihr eine oder einen meiner vorgestellten Protagonist:innen?

Liebe Grüße
Vanessa

 

 

Hinweis: Die Rechte an den Covern besitzen natürlich die Verlage und Autor:innen.

Tod in feiner Gesellschaft von D. Freeman

Inhaltsangabe: Tod in feiner Gesellschaft von Dianne Freeman

In Tod in feiner Gesellschaft von Dianne Freeman geht es um einen Todesfall, der schon ein Jahr her ist und um einige Diebstähle, die Frances Wynn, die Countess of Harleigh, und Mr. George Hazelton gemeinsam untersuchen.

Frances lebt seit dem Tod ihres Mannes, Reggie, vor einem Jahr, der im Bett seiner Geliebten, Alicia Stoke-Whitney, starb, sodass Frances, die Geliebte und George, ein Freund der Familie ihren Ehemann zurück in sein Schlafzimmer bringen mussten, bevor sie Alarm schlagen, beim Bruder ihres verstorbenen Mannes, Graham, und dessen Frau, Delia, und den gemeinsamen Kindern. Da die Trauerzeit inzwischen vorbei ist, möchte Frances mit ihrer kleinen Tochter Rose in die Stadt ziehen, was sie heimlich arrangiert.

Kurz nach ihrem Einzug in das Londoner Stadthaus, erfährt sie, dass George, der Bruder ihrer besten Freundin und geheimer Mitwisser von Mr. Wynns Todesumständen ihr direkter Nachbar sein wird. Außerdem kündigt sich ihre jüngere Schwester an, die gemeinsam mit ihrer Tante Hetty die Ballsaison in London verbringen möchte, um in dieser Zeit nach einem geeigneten Ehemann zu suchen.

Neben dem aufdringlichen Inspektor Delaney, der im angeblichen Mord ihres verstorbenen Mannes ermittelt und sie offenbar für die Täterin hält, wird auch noch ihr Konto gesperrt, da ihr Schwager meint, dass ihr privates, von ihrem Vater eingerichtetes Konto der Familie ihres verstorbenen Mannes zusteht. Nun muss sie mit dem Geld klarkommen, dass ihre Mutter für die neue Kleidung ihrer Tochter, Lily, mitgeschickt hat und hoffen, dass es nicht nur für eine neue Garderobe, sondern auch für die laufenden Kosten reicht bis der Rechtsstreit mit ihrem Schwager geklärt ist.

Während Frances mit ihrer Freundin Fiona einige Besuche macht, um mitzuteilen, dass sie sich wieder in London aufhält, damit ihre Schwester Balleinladungen erhält, erfährt sie, dass in den letzten Wochen einige Gegenstände gestohlen wurden. Während einer Veranstaltung bei Mrs. Stoke-Whitney, verschwindet deren Armband, das Frances am nächsten Tag in ihrem Pompadour findet und am nächsten Morgen der Ex-Geliebte ihres Mannes zurückbringt. Dabei wird sie allerdings von Inspektor Delaney gesehen, der sie zuerst für die Diebin hält, was ihm Alicia aber schnell ausredet. Als Frances kurz darauf nachhause zurückkehrt, findet sie ihr Schlafzimmer in einem heillosen Durcheinander vor, sodass sie sofort nach dem Inspektor schicken lässt, der sie nun nicht mehr unbedingt für die Täterin hält.

Frances und Alicia überlegen gemeinsam wer das Armband gestohlen und bei Frances versteckt haben könnte, und kommen so auf eine Liste mit zehn Namen von Menschen, die mit Alicia sprachen bevor sie das Verschwinden des Armbandes bemerkte und später Zeit in der Nähe von Frances verbrachten. Auf dieser Liste steht Frances‘ beste Freundin Fiona, deren Bruder George, aber auch die drei Verehrer ihrer Schwester, Viscount Ainsworthy, Mr. Daniel Grayson und Mr. Kendrick.

Kurz darauf kündigt sich ein Bediensteter von Mrs. Stoke-Whitney bei Frances an, weil er ihr etwas mitzuteilen hätte. Kurz darauf findet eine von Mrs. Wynns Angestellten einen toten Mann in ihrem Garten, dem die Kehle durchgeschnitten wurde. Frances und auch der Inspektor fragen sich, was der Mann ihr erzählen wollte, was er weder seiner Herrin noch dem Inspektor erzählen wollte und kommen zu dem Schluss, dass es möglicherweise etwas mit den drei Verehrern von Lily zu tun haben…

Tod in feiner Gesellschaft von D. Freeman

Rezension: Tod in feiner Gesellschaft von Dianne Freeman

Bei Tod in feiner Gesellschaft von Dianne Freeman handelt es sich um den ersten Band der Reihe, die sich um die Countess of Harleigh als Ermittlerin dreht.

Frances war vom Charakter früher wohl eher ruhig, zurückhaltend und fügsam, doch das hat sich mit der Zeit, als mehr oder weniger alleinerziehende Mutter, weil ihr Mann ständig unterwegs war und sie den gesamten Haushalt führen musste, geändert. Nun ist sie eine starke junge Frau, die sich mutig der Welt entgegenstellt. Ich fand Frances von Anfang an beeindruckend, weil sie aus dem Haus ihres Schwagers auszieht, obwohl sie weiß, dass das wahrscheinlich Ärger mit ihrer Familie geben wird. Auch als ihr das Leben schwer gemacht wird und alle äußeren Umstände zusammenkommen, gibt sie nicht auf, sondern kämpft weiter für die Wahrheit.

Georg Hazelton ist schwerer zu durchschauen, weil man über ihn wenig Innenperspektive und nichts zu seinen Gedanken und Gefühlen erfährt. Man ahnt aufgrund seines Verhaltens, dass er ein Mann mit hohen moralischen Prinzipien ist. Er möchte immer tun, was richtig ist, auch wenn er dafür das Gesetz etwas verbiegen muss (in den Belangen hat er mich an eine andere Figur erinnert, aber dazu später mehr). Georg ist immer da, um Frances zu unterstützen und scheint sie auch auf persönlicher Ebene recht gern zu haben.

Die Handlung selbst hat mir ganz gut gefallen. Am Anfang ist alles sehr verworren, aber das meiste wird im Laufe der Ermittlungen aufgeklärt. Leider wird nicht jedes Ende entwirrt, was mich etwas gestört hat, weil es so wirkte, als ob die Autorin das ein oder andere einfach vergessen hätte. Die Handlung war auch sehr vollgestopft, weil es eben nicht nur um den Mordfall und die Hintergrundgeschichte um die Ballsaison und die Suche nach einem Ehemann von Lily ging, sondern auch um einige Diebstähle, die Uneinigkeit mit Frances‘ Schwager und die Einrichtung ihres Hauses. Außerdem war da noch die Liebesgeschichte zwischen Frances und Georg, die ständig unter der Oberfläche brodelte. Für mich war am Ende beispielsweise nicht klar aus welchen Gründen Georg Frances den Heiratsantrag gemacht hat. Solche Sachen hätte man noch klären können, aber vielleicht wollte sich die Autorin auch einfach noch ein paar Anknüpfungspunkte für den zweiten Band aufheben.

Ich hatte ja oben bereits erwähnt, dass ich eine Parallele gefunden habe. Georg Hazelton hat mich vom Charakter her an eine Mischung aus Major Robert Kurland (aus der Harrington und Kurland-Reihe von Catherine Lloyd) aber mehr noch an Mr. Redvers (aus der Jane Wunderly-Reihe von Erica Ruth Neubauer). In allen drei Reihen „ermitteln“, weil bei Tod in feiner Gesellschaft Georg am Anfang doch sehr zurückhaltend ist mit seiner Hilfe bei den Ermittlungen, Paare, wobei die Frauen diejenigen sind, die forsch Informationen finden. Die Männer scheinen mit solch starken, klugen Frauen relativ gut klar zu kommen, obwohl das Verhalten damals mit Sicherheit nicht dem typischen Bild einer guten Ehefrau entsprochen hat.

Insgesamt mochte ich den Kriminalroman Tod in feiner Gesellschaft von Diane Freeman aber sehr gerne und ich freue mich schon auf den zweiten Teil der Reihe um Frances Wynn, die Countess of Harleigh.

 

 

 

Vielen Dank an Digital Publishers für das Rezensionsexemplar!

Der blaue Expreß von A. Christie

Inhaltsangabe: Der blaue Expreß von Agatha Christie

In der blaue Expreß von Agatha Christie ermittelt Hercule Poirot wieder einmal in einem Mord, allerdings tut er dies hier nicht alleine, sondern gemeinsam mit einer Zeugin, Katherine Grey die kürzlich durch eine Erbschaft zu Geld gekommen ist.

Rufus van Aldin kauft für seine Tochter Ruth Kettering ein paar teure Rubine, die er ihr schenkt. Ruth ist nicht mehr glücklich mit ihrem Mann Derek, allerdings erhoffen sich beide von der Ehe etwas anderes als Liebe: Ruth möchte durch den Titel ihres Mannes selbst einen Titel erhalten, und ihr Mann erhofft sich von ihr Geld, da ihr Vater reich ist. Rufus versucht seinem Schwiegersohn ins Gewissen zu reden, erfährt aber, dass nicht nur Derek, sondern auch seine Tochter eine Affäre hat.

Kurze Zeit später machen sich, zufällig alle mit dem gleichen Zug, einige der Figuren auf den Weg an die Riviera. Ruth Kettering fährt mit ihrer Zofe Ada Beatrix Mason, die von ihrer Herrin zwischenzeitlich gebeten wird, auszusteigen. Derek Kettering fährt an die Riviera und im gleichen Zug befindet sich auch seine Freundin Mirelle, eine Tänzerin. Katherina Grey fährt an die Riviera um ihre Kusine Rosalie Tamplin, deren Mann und die Tochter Lenox zu besuchen, da sie im Winter noch nie außerhalb von London war.

Poirot beginnt noch im Zug zu ermitteln, denn man findet Ruth Kettering bei der Ankunft tot in ihrem Abteil. Schnell stellt sich heraus, dass Katherine eine Zeugin im Fall ist, denn sie hat einen Mann in der Nähe ihrer Abteiltür gesehen. Außerdem hatte sie eine Unterredung mit der Toten kurz bevor diese ermordet wurde. Sie sprachen darüber wie sich Ruth verhalten solle, da sie ihren Mann eigentlich nicht liebt, aber sich eigentlich auch nicht scheiden lassen wolle, gleichzeitig aber einen anderen Freund habe. So kann Katherine einige wertvolle Hinweise geben.

Derek Kettering ist, genau wie Mirelle, von Anfang an verdächtig. Lenox, Rosalie und deren Mann hatten zwar kein wirkliches Motiv, und auch keine Gelegenheit den Mord zu begehen, dennoch hatte ich das Gefühl, dass diese es möglicherweise mit irgendeinem Trick geschafft haben, um an das Geld von Ruth zu gelangen oder zumindest deren Rubine zu stehlen. Die besten Motive hatten natürlich Derek und Mirelle, denn sie hätten von Ruth‘ Tod direkt profitiert.

So wird Derek verhaftet, aber weder Katherine noch Poirot halten ihn wirklich für den Mörder, denn auch andere in Ruth‘ Umfeld sind verdächtig und möglicherweise war es auch niemand aus ihrem Bekanntenkreis, sondern ein berüchtigter Juwelendieb…

Der blaue Expreß von A. Christie

Rezension: Der blaue Expreß von Agatha Christie

Der blaue Expreß ist der fünfte Band mit Hercule Poirot, die aber nicht in der richtigen Reihenfolge gelesen werden müssen.

Im Kriminalroman Der blaue Expreß erhält Poirot zumindest ein bisschen Hilfe bei seiner Ermittlungsarbeit: Katharine Grey ist eine kluge und gutherzige Frau, die durch eine Erbschaft zu viel Geld gekommen ist. Sie fährt mit dem gleichen Zug wie das Opfer und macht sich so ihre Gedanken über den Mord und darum, wer der Täter sein könnte, denn zwei Männer aus dem Umfeld des Opfers scheinen sich in Miss Grey verliebt zu haben. Zum einen ist das Derek Kettering, der Mann der Toten, der es aber nur auf das Geld von Ruth abgesehen hatte und so liegt natürlich der Verdacht nahe, dass er es auch nur auf Katherines Geld abgesehen haben könnte. Weiterhin gibt es da noch Richard Knighton, der der kürzlich eingestellte Sekretär von van Aldin ist und der sich wohl offenbar ebenfalls in Katherine verliebt hat. Katherine bleibt trotz der Avancen beider Männer zurückhaltend, weil sie nicht sicher ist welchem von beiden sie trauen kann.

Zum einen fand ich Katherine sehr sympathisch. Ich mochte vor allem die Szenen, in denen Poirot und sie interagieren und sich über den Fall austauschen, denn Poirot scheint sich bis zu einem gewissen Grad auf Katherines Gefühl zu verlassen und ihren klugen Geist zu schätzen zu wissen. Zum anderen fand ich auch die Zusammenarbeit der beiden sehr spannend. Sie findet zwar nicht so offensichtlich wie in anderen Krimis statt, aber dennoch hat sie mir hier ganz gut gefallen.

Ich mochte es auch, dass der Tatort sich bewegt und so nicht nur die Frage besteht, wer alles im Zug war, sondern darüber hinaus wer vielleicht wann aus welchen Gründen ausgestiegen ist. Der Tatort fährt weiter und entfernt sich möglichweise schon wieder vom Täter, sodass dieser vielleicht gar nicht mehr im Zug ist, wenn das Opfer gefunden wird.

Schade fand ich ein bisschen, dass man nicht mehr Atmosphäre der Riviera spüren konnte, denn damit wäre der Krimi zu einem schönen sommerlichen Krimi geworden, auch wenn der Krimi selbst natürlich im Winter spielt. Ein Urlaub an der Riviera wirkt auf mich einfach sommerlich. Sommerlich wirkte der Krimi auch so, aber hier war definitiv noch mehr Potential.

Der Krimi wirkte am Anfang wie ein klassischer Whodunit, allerdings hat sich dann bald herausgestellt, dass das hier nicht der Fall war, denn es hätten auch Außenstehende theoretisch die Möglichkeit gehabt von außen in den Zug einzudringen und wieder zu verschwinden. Das wäre zwar recht unwahrscheinlich gewesen und hätte eines Tricks seitens des Täters bedurft, aber ausgeschlossen wäre das nicht gewesen.

Ein besonderer Bonus war für mich, dass das Dorf St. Mary Mead erwähnt wurde, weil das das Heimatdorf von Miss Marple ist und irgendwie hatte ich immer erwartet, dass in diesem Kontext auch die zweite berühmte Figur und Detektivin von Christie kurz erwähnt wird. Wurde sie zwar nicht, aber ich fand es dennoch toll, dass St. Mary Mead erwähnt wurde.

Alles in allem hat mir Der blaue Expreß von Agatha Christie ganz gut gefallen und ich empfehle den Krimi gerne weiter.

Hörbücher ·Lady Hardcastle und der Tote im Wald von T. E. Kinsey

Inhaltsangabe: Lady Hardcastle und der Tote im Wald von T. E. Kinsey

Im ersten Kriminalroman der Lady Hardcastle-Reihe Lady Hardcastle und der Tote im Wald von T. E. Kinsey ziehen Lady Hardcastle und ihre Zofe Florence „Flo“ Armstrong gerade von London aufs Land.

In der Vergangenheit haben Lady Hardcastle und Miss Armstrong schon an den exotischsten Orten der Welt gelebt und unter anderem auch einige Zeit alleine in Indien, da zu diesem Zeitpunkt Lady Hardcastles Ehemann schon verstorben war. Beide haben wohl in der Vergangenheit schon einige Abenteuer zusammen erlebt, vor allem da sie schon seit über zehn Jahren gemeinsam unterwegs sind. Mit ihren Geschichten erfreut Lady Hardcastle mehr als einmal ihre Gesprächspartner.

Während Lady Hardcastle studierte und sich mit Naturwissenschaften gut auskennt, sie also der Kopf des Detektiv-Duos ist, ist Miss Armstrong die durchschlagkräftige Kraft. Sie fungiert als Beschützerin für ihre Herrin, kann sich aber durch ihre Arbeit als Zofe in einem angesehenen Haus vor allem bei der einfachen Bevölkerung und bei den Hausangestellten unauffälliger umsehen als das Lady Hardcastle könnte. So ist Flo für die Befragungen der Zeugen zuständig, vor allem wenn sie aus den niedrigeren sozialen Schichten kommen, und Lady Hardcastle stellt sie Verbindungen zu ihren wohlhabenden Freunden und allen aus ihrer eigenen Schicht her.

Emily Hardcastle und Flo haben ein einzigartiges Verhältnis zueinander. Weil sie sich schon so lange kennen und auch schon so viel zusammen durchgemacht haben und auch noch gemeinsam auf der Flucht waren, nennt Lady Hardcastle ihre Zofe bei ihrem Kosenamen Flo und bittet auch diese sie endlich beim Vornamen zu nennen, aber dazu kann sich Flo einfach nicht durchringen.

Lady Hardcastle und Florence leben sich gerade in ihrem neuen Zuhause ein und genießen das ruhige Landleben. Sie machen einen Spaziergang über die angrenzenden Wiesen und Felder und stoßen auf ein Waldstück, durch das sie ebenfalls laufen. An einem der Bäume finden sie einen aufgehängten Mann und einen umgestoßenen Holzklotz. Sie benachrichtigen die Polizei und finden schnell heraus, dass es kein Selbstmord gewesen sein kann.

Nach einigen Befragungen durch Flo stellt sich heraus, dass der Tote am Abend, an dem er ermordet wurde, noch einen Streit in einer Bar hatte und sein Kontrahent wird auch schnell verhaftet, aber kurz darauf geschehen auf einer Verlobungsparty ein Diebstahl und ein zweiter Mord und muss die Polizei beide Morde parallel untersuchen. Lady Hardcastle hält den Verhafteten für unschuldig und ermittelt weiter. Dabei kommt heraus, dass noch ein zweiter Mann mit dem Opfer gestritten hat und er kann sogar einige wertvolle Hinweise auf das eigentliche Motiv liefern.

Lady Hardcastle erhält von ihrer alten Freundin den Auftrag den Diebstahl zu untersuchen, denn von diesem dürfe die Polizei nichts wissen, denn der Smaragd sei eine Sicherheit für ein Darlehen. Würde dieser verschwinden, wäre das Geld aus dem Darlehen sofort fällig und das können die Diebstahlopfer nicht bezahlen. Also müssen die Ermittlungen um den Stein auf heimliche Weise stattfinden.

Gemeinsam mit dem Polizisten dürfen sie den Vernehmungen beiwohnen und freunden sich so mit diesem an. Obwohl sie ihn am Anfang für inkompetent hielten, stellt sich bald heraus, dass er doch recht gründlich arbeitet, aber zum Zeitpunkt der ersten Verhaftung im Falle des Toten im Wald einen anderen Fall abschließen musste und diesen erst später bearbeiten konnte. Da der Inspektor aber gründlich ist und das Wissen von Lady Hardcastle und die Qualitäten von Miss Armstrong zu schätzen weiß, freunden sich die drei an.

Können Lady Hardcastle und ihre Zofe Flo herausfinden wer den Smaragd gestohlen und die beiden Männer ermordet hat?

Hörbücher ·Lady Hardcastle und der Tote im Wald von T. E. Kinsey

Rezension: Lady Hardcastle und der Tote im Wald von T. E. Kinsey

Lady Hardcastle und der Tote im Wald von T. E. Kinsey ist der erste Roman der Lady Hardcastle-Reihe um Lady Emily Hardcastle und ihre Zofe Miss Florence „Flo“ Armstrong. Den Band habe als Hörbuch gehört, sodass ich sowohl auf den Inhalt als auch auf das Medium eingehen werde.

Der Roman spielt am Anfang des 20. Jahrhunderts. Lady Hardcastle war zwar verheiratet, ist aber seit einigen Jahren verwitwet. Nachdem ihr Mann ermordet wurde, reist sie weiter durch Asien und befindet sich zeitweilig auf der Flucht. Gemeinsam erleben die beiden Frauen einige Abenteuer, was sie nicht nur zusammenschweißt, obwohl sie aus unterschiedlichen Welten kommen, sondern auch die offene Art zeigt, die Lady Hardcastle an den Tag legt. Sie behandelt ihre Angestellte stets mit großem Respekt und eher wie eine Freundin als wie eine Dienerin, denn sie ist überzeugt, dass die Arbeiterbewegungen auf dem Vormarsch sind. Außerdem hat sie sich als junge Frau durchgesetzt, weil ihre Eltern sie natürlich nicht studieren lassen wollten, sie dies aber unbedingt wollte, obwohl sie keinen Abschluss machen durfte.

Miss Florence Armstrong erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht, wodurch wir sie ganz gut kennenlernen. Flo liebt Literatur und ist für eine Hausangestellte auch ziemlich gebildet. Sie ist abenteuerlustig und obwohl sie die Ruhe in Gloucestershire genießt, beschwert sie sich auch, dass ihr dort langweilig wird. So ist sie von den Mordermittlungen ihrer Herrin ganz begeistert und erst recht, nachdem sie auch noch den Auftrag erhalten haben nach dem Juwel zu suchen. Dass sie auch alleine am Tatort spionieren darf und Befragungen durchführen darf, gefällt ihr natürlich auch. Flo ist ziemlich gut in Selbstverteidigung und greift auch mal durch, wenn es notwendig ist.

Lady Hardcastle und Miss Armstrong sind zwar sehr verschiedene Charaktere, aber es handelt sich bei beiden Frauen um sehr toughe Frauen, die klug sind und ihrer Zeit voraus. Ich mochte beide gerne und fand sie vor allem in der Kombination als Detektivinnen-Duo unglaublich cool.

Die Geschichte selbst scheint am Anfang wenig plausibel, denn offenbar sind in kürzester Zeit in einem kleinen Ort zwei Morde verübt worden, aber der Inspektor spricht über die Wahrscheinlichkeit mit Miss Armstrong und es stellt sich heraus, dass so etwas gar nicht so unwahrscheinlich ist. Zwei Morde könnten durchaus von zwei Mördern unabhängig voneinander begangen worden sein, aber auch, dass ein Mörder für beide Opfer verantwortlich ist, lässt sich nicht ausschließen.

Darüber hinaus ist die Geschichte wirklich spannend und passt gut in die damalige Zeit. Es gibt immer wieder Befragungen und Untersuchungen durch Lady Hardcastle und Miss Armstrong, aber sie dürfen zusätzlich auch bei den polizeilichen Befragungen anwesend sein, wodurch sie dem Täter immer näher kommen, eine Schmugglerbande auffliegen lassen, die Geheimnisse mancher Anwesenden aufdecken und den gestohlenen Smaragd finden. An der ein oder anderen Stelle machen die beiden Detektivinnen zwar Fehler, aber im Großen und Ganzen schlagen sie sich ganz wacker bei ihren Ermittlungen. Es handelt sich eben um einen typisch englischen Krimi dieser Zeit, wenngleich zwei Frauen ermitteln.

Wie oben schon erwähnt, beschreibt Miss Armstrong die Ereignisse aus ihrer Sicht und sie scheint sie auch erst im Nachhinein irgendwann verschriftlicht zu haben, was an ein paar Stellen deutlich wird. Diese Erzählperspektive kennt man ja – bekanntermaßen – von Dr. Watson, der die Abenteuer mit seinem Freund Sherlock Holmes niederschreibt. Ich weiß nicht genau, wieso Miss Armstrong ihre Abenteuer mit ihrer Herrin aufschreibt, aber ich mochte diese Perspektive sehr, auch wenn die Erzählinstanz natürlich etwas unzuverlässig wird, weil sie nicht weiß, was Lady Hardcastle ermittelt und weil sie manchmal erst am Ende versteht, was die Pläne ihrer Herrin sind. Dennoch ergibt sich daraus eine gewisse Realitätsnähe, die mir gut gefallen hat.

Julia von Tettenborn, die Sprecherin, hat ihre Sache gut gemacht. Ich habe am Anfang etwas gebraucht, um mich an die seltsame Sprechweise von Lady Hardcastle und den befremdlichen Stil zu gewöhnen, aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, waren die Stimme, die Sprechweise und der Stil ein rundes Gesamtpaket. An der ein oder anderen Stelle bin ich tatsächlich über die seltsame Ausdrucksweise von Lady Hardcastle gestolpert, aber das gab ihr für mich eine gewisse Originalität. Miss Armstrong klingt an der ein oder anderen Stelle etwas zu gefühlskalt und sarkastisch, wo es für mich nicht in die Handlung gepasst hat, aber grundsätzlich mochte ich es, wie die Sprecherin beiden Frauen einen eigenen Charakter mit ihrer Stimme verlieh. Meistens konnte man ganz gut auseinanderhalten, ob hier gerade Lady Hardcastle oder Miss Armstrong dachte und sprach. Ich finde es ja immer sehr beeindruckend, wenn eine Sprecherin so mit der Stimme spielen kann, dass jeder Charakter seine eigene Tonlage oder Stimmvariante bekommt. Da es sich auch um eine ungekürzte Lesung handelte, hatte ich auch nirgendwo den Eindruck dass irgendetwas fehlte.

Insgesamt hat mir das erste Abenteuer Lady Hardcastle und der Tote im Wald verfasst von T. E. Kinsey um Lady Hardcastle und ihre Zofe Miss Armstrong ganz gut gefallen. An der ein oder anderen Stelle hatte ich das Gefühl, dass es sich nicht um den ersten Band handelte, denn sie verweisen immer wieder auf vergangene Abenteuer, die aber offenbar nicht niedergeschrieben wurden. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nachfolgenden Bände der Reihe und hoffe, dass Julia von Tettenborn auch diese einspricht, denn für mich gehört ihre Stimme einfach zu Lady Hardcastle dazu.

 

 

 

Vielen Dank an Random House Audio für das Hörbuchrezensionsexemplar!

Leseaktionen ·Mein SuB kommt zu Wort

Mein SuB kommt zu Wort September 2021

Hallo und Herzlich Willkommen zur Gemeinschaftsaktion „Mein SuB kommt zu Wort“. 🙂

Anna von Annas Bücherstapel hat diese Aktion 2016 ins Leben
gerufen. Melli von Mellis Buchleben und ich übernehmen sie im August 2021. Alle Informationen zur Aktion findet Ihr HIER.

Wir freuen uns über jede:n Teilnehmer:in und versuchen, Eure Teilnahme in diesem Beitrag übersichtlich aufzulisten, so dass nicht immer in den Kommentaren geschaut werden muss. 🙂

Und nun viel Spaß 🙂 Den Beitrag werdet ihr immer pünktlich am 20. bei Melli und mir auf den Blogs finden, auch wenn wir mal nicht selbst teilnehmen können.

Und nun: Manege frei für unsere Stapel ungelesener Bücher:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
  2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig uns deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
  3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es ein SuB-Senior, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem(r) Besitzer:in gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
  4. Liebe:r SuB, im September wollen wir unseren Fokus auf die Hardcover in Deinen Stapeln legen. Welche Hardcover soll Dein:e Besitzer:in bis zum nächsten Monat lesen?

 

SuBy, Vanessas SuB:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Insgesamt bestehe ich derzeit aus 45 Büchern. Das sind ganze neun Bücher weniger als im August. Es gehören auch diesmal wieder viele „normal“ Printbücher dazu, außerdem ein paar Hörbücher und E-Books.

 

 

 

 

 

 

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig uns deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Zu den drei neusten Schätzen gehört Reckless 4: Auf silberner Fährte von Cornelia Funke; also der neue Band, der erst im letzten Jahr rauskam. Dieser kam als Hörbuch hinzu. Außerdem hat Vanessa Das Sterben in Wychwood von Agatha Christie neu hinzubekommen. Hier kommen keine alt bekannten Ermittlerfiguren vor, sondern ein junge Paar, das gemeinsam die Ermittlungen übernimmt. Solche Detektivduos mag Vanessa ja immer ganz gerne, deshalb gehe ich davon aus, dass es ihr gefallen wird. Außerdem  hat sie noch ein Rezensionsexemplar neu hinzubekommen, das auch ein Hörbuch ist. Dabei handelt es sich um Die Schwester von Mitford Manor 1: Unter Verdacht von Jessica Fellowes. Da Vanessa Krimis aus dieser Zeit mag, hofft sie, dass ihr dieser gefällt.

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es ein SuB-Senior, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem(r) Besitzer:in gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Als letztes hat mich ein Rezensionsexemplar verlassen. Es war ein Buch, das nur relativ kurz auf mir war, weil Vanessa es so gut gefallen hat. Die Rezension folgt demnächst. Es handelt sich dabei um den ersten Band der Countess of Harleigh-Reihe und heißt Tod in feiner Gesellschaft und wurde von Dianne Freeman geschrieben.

 

  1. Liebe:r SuB, im September wollen wir unseren Fokus auf die Hardcover in Deinen Stapeln legen. Welche Hardcover soll Dein:e Besitzer:in bis zum nächsten Monat lesen?

Ich habe wirklich phantastische Neuigkeiten für euch: Vanessa ist mit Aufgabe vier endlich weitergekommen! =D Außerdem wollte ich euch gerne daran erinnern, dass ihr gerne Vorschläge für Frage vier einreichen dürft!

Rückblick Mai: In der Percy Jackson-Reihe ist Vanessa weitergekommen, denn beim Leseabend, den Horst und ich veranstaltet haben, hat sie mit dem vierten Percy Jackson-Band angefangen und ihn dann in der Folge komplett verschlungen. Der fünfte Band fehlt ihr zwar noch, aber zumindest ist sie ein bisschen weitergekommen und sie hat jetzt auch Lust den nächsten Band direkt zu lesen.

Rückblick Juli: Es waren noch zwei SuB-Leichen-Bände aus der Juli-Aufgabe übrig, von denen Vanessa ja eigentlich noch welche lesen wollte. Zumindest hat sie mit Garrett von Lori Foster angefangen, wenngleich sie noch nicht fertig ist. Froh bin ich aber trotzdem, dass sie auch damit etwas weitergekommen ist.

Rückblick August: Vanessa hat Liebe kann kein Zufall sein von Ali Berg und Michelle Kalus gelesen. Da es ein Rezensionsexemplar war, bin ich froh, dass sie es auch schon gepostet hat. Außerdem hat sie das Hörbuch zu Bevor ich dich sah von Emily Houghton auch schon fertig gehört und gepostet. Somit hat sie die Aufgabe gleich zweifach erfüllt.

 

 

 

 

 

 

September: Es gibt tatsächlich einige Hardcover auf mir, sodass mir die Auswahl etwas schwer gefallen ist. Ich habe mich dann aber doch für einen Agatha Christie-Band, den neuen, den ich oben bereits erwähnt hatte, Das Sterben in Wychwood, entschieden. Außerdem schlage ich Vanessa noch ein Kinderbuch Verschwörung in der Totenstadt von Fabian Lenk vor und Der Gast im Garten von Takashi Hiraide. Hoffentlich ist da etwas dabei, das Vanessa gerne bis zum nächsten Mal lesen möchte.

Kennt ihr eines der Bücher und könnt es Vanessa empfehlen (oder davon abraten)?

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„Mein SuB kommt zu Wort“ ist eine Aktion, die ursprünglich von Anna von AnnasBucherstapel.de stammt und von Mellis Buchleben und Vanessas Literaturblog im August 2021 übernommen wurde. Die Aktion findet immer am 20. des Monats statt, unabhängig vom Wochentag. Teilnehmen darf jede:r, wann immer er/sie Lust und Zeit dazu hat. Die vierte Frage ist HIER bereits im Voraus einsehbar. Die Fragen dürfen auch nach dem 20. noch beantwortet werden. Bitte benutzt bei einer Teilnahme das „Mein SuB kommt zu Wort“-Banner und verweist auf unsere Blogs!

EDIT: Euer SuB kann sowohl männlich als auch weiblich oder einfach buchisch sein. 😉

EDIT-EDIT: Unsere SuBs möchten sich austauschen – deswegen bitten wir alle Teilnehmer:innen, auch bei den anderen vorbeizuschauen und einen lieben Kommentar dazulassen (vor allem auch bei verspäteten Teilnehmer:innen). Nur so werden unsere SuBs wirklich gehört! 🙂 :-*

 

Liebe Grüße
SuBy (& Vanessa)

TEILNEHMER:INNEN:

Mellis Buchleben & Horst

Rina P & Cully

Andrea & Subs

Alica & Helmut

Sarah

Marina & Leo

Sarah & Gustav

Tine & Michl

Florian

Anja

Vanessas Literaturblog
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Sherlock Holmes Kurzgeschichten

Der griechische Dolmetscher von Sir Arthur Conan Doyle

Holmes und Watson besuchen Mycroft Holmes, Sherlock Holmes‘ Bruder, in einem Club. Dort erfahren sie von Mycroft von einem neuen Fall, der Sherlocks Aufmerksamkeit fesselt. Ein griechischer Dolmetscher hatte ihm diese Geschichte zugetragen, die ihm selbst passiert ist, die ihm allerdings von der Polizei nicht geglaubt wird. Mr. Melas wurde von einem seltsamen Mann gekidnappt, wobei er sich erst einmal nicht so viel denkt, denn schließlich wird er als griechischer Dolmetscher häufig auch zu nächtlichen Zeiten zu Einsatzorten gerufen. Dass er aber bedroht wird und ihm unter Strafe gestellt wird, mit jemandem über seinen Auftrag zu sprechen, ist ihm noch nie geschehen. Er kommt in ein Landhaus, in dem ein ausgemergelter Mann irgendwelche Geheimnisse Preis geben soll. Dieser wehrt sich dagegen. Deshalb wird Mr. Melas zurückgebracht, kann aber die Füße nicht still halten und wird deshalb kurz nachdem er mit Holmes gesprochen hat, entführt. Nun müssen Holmes, Watson und Mycroft nicht nur herausfinden, was für seltsame Männer den armen Griechen und den Dolmetscher entführt hatten, sondern auch wo sich das Haus befindet, in das er damals gebracht worden war, denn die Detektive ahnen, dass Mr. Melas und der Grieche in Lebensgefahr schweben. Erreichen sie das Haus noch rechtzeitig?

Die Geschichte ist aus zwei Gründen relativ spannend: zum einen lernen wir endlich mal ein bisschen mehr über Sherlocks Vergangenheit und lernen mal Mycroft Holmes in Aktion kennen. Und zum anderen gibt es ein Detektivduo, das hier ermittelt. Natürlich ist der eine gar kein richtiger Detektiv, aber Mycrofts Fähigkeit Schlüsse zu ziehen steht der von Sherlock in nichts nach und so ermitteln sie gemeinsam. Watson kann am Anfang auch gar nicht glauben, dass es einen Menschen gibt, der vielleicht sogar noch besser im Schlussfolgerungen ziehen ist, denn von Mycroft hat er bisher noch nichts gehört. Sherlock erklärt das so, dass sein Bruder zwar besser im Kombinieren wäre, aber er nicht der Typ ist, der sich nach draußen begibt um seine Schlussfolgerungen zu überprüfen und dass er auch nicht der Typ ist, der überhaupt draußen weitere Informationen zusammenträgt. Dafür ist er zu gemütlich und dennoch macht er sich mit Sherlock auf die Suche nach dem Griechen.

Abgesehen davon finden wir aber viele bereits bekannte Motive: Sherlock wird engagiert ohne dass es ein richtiges Verbrechen oder einen Mord gibt. Er muss nun ermitteln und das seltsame Vorkommnis oder Rätsel lösen. Meistens steht hinter seltsamen Machenschaften eben doch ein Verbrechen und manchmal auch mehrere (wie hier beispielsweise auch). Es geht um zwei Entführungen, um Mord, um Erpressung und Raub. Natürlich schafft es nur Holmes alle Puzzleteile zusammenzusetzen, sodass er nicht nur herausfindet, wer die Täter sind und was sie im Schilde führen, sondern auch inwiefern ihre Taten mit Verbrechen in Zusammenhang stehen. Und was man bei Sherlock Holmes irgendwie auch nicht ganz selten findet: Er lässt die Verbrecher entkommen bzw. diese schaffen es, sich davonzustehlen. Doch sie haben die Rechnung ohne die Schwester des armen Griechen gemacht bzw. haben das Schicksal unterschätzt. Und auch wenn hier ein weiteres Unrecht geschehen sein könnte, meinen Holmes und Watson, dass sie damit nichts zu tun haben, denn schließlich ist es im Ausland passiert und somit außerhalb ihrer Reichweite.

Insgesamt ist Der griechische Dolmetscher von Sir Arthur Conan Doyle also alleine aufgrund des Auftauchens von Mycroft Holmes lesenswert, sodass ich die Geschichte gerne weiterempfehle.