The Tribe

Rezension: Zoots Erbe von Linda Jensen

Die Geschichte beginnt ziemlich unvermittelt und es werden kaum die Umstände, die die Protagonisten dorthin getrieben haben, wo sie sind, geklärt. Dass Lex beispielsweise nach Tai San sucht, dass Slade Ram gefunden hat, dass Jack Gel mit sich rumschleppt, aber auch, dass Amber Bray sucht und die Beziehung zwischen Ebony und Zoot, dies alles bleibt ziemlich oberflächlich erklärt, weil entweder die Autorin davon ausgeht, dass die Leser der Reihe die anderen Bände auch schon gelesen haben, sodass diese Umstände nicht geklärt werden müssen oder es führt dazu, dass es gerade umgekehrt ist. Man liest die Bände nicht, selbst wenn es einen interessiert, wenn man nicht die anderen Bände schon gelesen hat. Auch das gesamte Figurengeflecht wird absolut oberflächlich behandelt. Das Innenleben der Figuren spielt nur dann eine Rolle, wenn es wirklich von erheblicher Relevanz für eine Handlung ist. Teilweise, ich kenne die vierte beziehungsweise fünfte Staffel von The Tribe nicht, sodass es selbst mir schwerfiel die ganzen Verbindungen im Handlungsablauf zu verstehen und nachzuvollziehen, werden ganze Handlungen nur sehr episodenhaft erzählt. Zwischenteile fehlen entweder vollkommen oder werden nur sehr gerafft wiedergegeben. Für einen echten The-Tribe-Fan, der alle Staffeln in- und auswendig kennt, vermutlich sehr schade und es scheint ja auch so zu sein, dass nur diese Fans die Bücher wirklich kaufen und verstehen können. Dieses Verhalten der Autorin oder der Herausgeber finde ich sehr paradox, denn so eignet sich das Buch nur um noch einmal nachzuvollziehen, wenn man die Staffeln vor Jahren mal gesehen hat und sich die Handlungsstränge wieder grob ins Gedächtnis zu rufen und zu hoffen, dass die Lücken sich durch die Erinnerungshilfen selbst füllen. Auch das offene Ende führt dazu, dass man diesen siebten Band Zoots Erbe von Linda Jensen nicht aus der Reihe ausgliedern kann, sodass es sinnvoll scheint alle Bände direkt hintereinander weg zu lesen, damit man die Verknüpfungen immer kriegt. Der Schnitt am Ende des Buches scheint mir nämlich eher von der Seitenzahl begrenzt als vom Sinn der Handlung her, wobei dies natürlich ausgezeichnet dafür sorgt, dass sich ein Leser auch noch den nächsten Band zulegt, denn wie sollte er sonst erfahren wie die Geschichte weiter- bzw. – im Übergang zwischen dem siebten und dem achten Band – ausgeht. Dies alles führt dazu, dass ich den siebten Band nicht weiterempfehlen möchte und es schade finde, dass diese Reihe durch solche Bücher so ausgeschlachtet wurde. Ein paar mehr, ausführlichere oder eben längere Bände hätten hier die Möglichkeit geboten die Geschichte mit mehr Details wiederzugeben und hätte obendrein mutmaßlich – mehr Bände bedeutet höhere Kosten, erst einmal für den Verlag bzw. Herausgeber aber dann auch – mehr Einnahmen bedeutet.

Das Los der Drei von A. Carter

Inhaltsangabe: Blackcoat Rebellion – Das Los der Drei von Aimée Carter

Das Los der Drei ist der erste Teil der Blackcoat Rebellion-Trilogie von Aimée Carter. Kitty Doe ist eine Extra, das heißt, dass sie als zweites Kind von Eltern mit einem niedrigen Rang geboren wurde und daraufhin in einem Gruppenheim aufwuchs. In dieser zukünftigen, dystopischen Welt, die aber dennoch in den USA liegt, gibt es am 17. Geburtstag für jeden Menschen eine Prüfung. Je nach dem wie man bei der Prüfung abschneidet, wird man klassifiziert. Kitty kann zwar nicht lesen, kann sich die Aufgaben aber vom Prüfer vorlesen lassen, dies führt allerdings dazu, dass sie nicht so viel Zeit hat und nicht fertig wird und so nur als Drei eingestuft wird.

Da sie nicht nach Denver versetzt werden will, entschließt sie sich mit einer befreundeten Prostituierten mitzugehen um in ihrem Club einen Monat zu arbeiten bis ihr Freund Benjy die Prüfung ablegen kann und sie gemeinsam überlegen können wie es weitergehen soll. Benjy ist klug und Kitty ist sich ganz sicher, dass er eine super Prüfung hinlegen wird, dass er eine Sechs wird und dass er dann das Leben führen wird, dass er führen möchte. Kitty wird in diesem Club versteigert. Als sie auf ihren ersten Freier wartet stehen plötzlich Wachen und der Premierminister Daxton Hart vor ihr und bieten ihr einen Deal an: Sie bekommt eine Sieben (den höchsten Rang, den normalerweise nur die Familie Hart bekommt) und dafür muss sie mit Daxton Hart mitkommen. Sie ahnt zwar, dass da noch mehr dahintersteckt, aber sie lässt sich dennoch auf den Deal ein.

Kitty bekommt mit wie ihre Freundin ermordet wird und sie selbst wird betäubt. Als sie wieder zu sich kommt, wurde sie maskiert und sieht nun aus wie die Nichte des Premierministers. Lila Hart wurde bei einem angeblichen Skiunfall in der letzten Woche getötet. Ihre Mutter Celia ist geschockt als sie erfährt, dass Daxton schon vor dem Tod von Lila nach einem Ersatz für sie gesucht hat, weil sie nun weiß, dass ihr Bruder ihre Tochter ermorden hat lassen. Kitty muss in den nächsten Tagen lernen wie Lila aufzutreten. Sie erfährt wie Lila sprach, aß, was sie gerne getan hat, wie sie sich bewegt hat und so weiter. Knox, Lilas Verlobter, und Celia helfen Kitty dabei, sich Lilas Verhaltensweisen anzueignen.

Als Kitty fast fertig mit ihrer Ausbildung ist, soll sie mit auf eine Jagd gehen. Sie wird nach Anderswo gebracht, wo reiche Männer wie beispielsweise die Minister oder der Premierminister Jagd macht, allerdings nicht auf Tiere, sondern auf Menschen. So muss Kitty mit ansehen wie die Gruppenheimsleiterin, die für sie wie eine Mutter war, von Daxton erschossen wird. In der Konsequenz überdenkt sie das Angebot von Celia noch einmal. Sie kennt die Reden, die Lila vor ihrem Tod gehalten hat und tritt in ihre Fußstapfen.

Kitty fühlt sich von allen Seiten manipuliert. Knox und Celia wollen, dass Kitty Lilas Werk fortsetzt. Augusta und Daxton wollen Kitty für ihre Zwecke missbrauchen und Greyson, Daxtons Sohn, wird aus allem herausgehalten, weil alle meinen, dass er die Wahrheit nicht kennen muss. Dabei kriegt er mehr mit als alle anderen ahnen. Benjy hat inzwischen seine Prüfung erfolgreich gemeistert und arbeitet als Sechs als Sekretär für einen der zukünftigen Minister: Knox. Dieser meint, dass er nur so dafür sorgen kann, dass Benjy nichts zustößt, doch Kitty hat große Angst um ihren Freund. Der wiederum froh ist zu erfahren, dass Kitty gar nicht starb, denn um Lila zu werden, musste Kitty offiziell sterben.

Als Celia beschließt, dass Daxton für den Mord an ihrer Tochter sterben muss, soll Kitty die Tat ausführen, aber sie kann ihn nicht ermorden, obwohl er Tab und Nina ermorden hat lassen. Und so wird er nur schwer verletzt auf die Krankenstation gebracht. Als Celia Greyson entführt und Lila wieder auftaucht um von Augusta gegen Greyson ausgetauscht zu werden, endet alles in einer Tragödie und jemand muss sterben, mehrere Familienmitglieder werden schwer verletzt und Daxton wacht mit einem Gedächtnisverlust wieder auf. Bei der Beerdigung schüchtert er Kitty ein, und macht klar, dass er sich an alles erinnert…

Das Los der Drei von A. Carter

Rezension: Blackcoat Rebellion – Das Los der Drei von Aimée Carter

Der erste Teil der Blackcoat Rebellion-Trilogie erklärt wie die Welt von Aimée Carter funktioniert. Wir erfahren, dass Kitty in einem ziemlich dystopischen System lebt und dass es sich zwar um eine zukünftige Welt handelt, aber die Technik spielt eine eher untergeordnete Rolle.

Die Technik ist etwas weiter als heute, denn es gibt neuartige Fortbewegungsmittel, die aussehen wie Plattformen, von denen bei der Jagd geschossen wird, außerdem gibt es kleinere, leichtere und zerbrechlicher wirkende Handys und die Chirurgie ist noch ein gutes Stück weiter, schließlich ist es möglich, dass Kitty innerhalb von zwei Wochen massiv verändert wird, sodass sie aussieht wie Lila. Sie bekommt eine andere Figur, ihre Haare werden verändert, ihr Gesicht und sie wird größer gemacht. Einzig die Augen eines Menschen können nicht verändert werden, weshalb es notwendig ist, Kitty für die Maskierung zu verwenden, da sie Lilas Augen hat.

Das System funktioniert deutlich anders als das heutige System in den USA: Ein Jugendlicher muss mit 17 Jahren einen Test machen. Diese eine Prüfung entscheidet darüber, welchen Rang du bekommst und somit wird dein komplettes weiteres Leben bestimmt. Die Idee ist an sich ja nicht schlecht, so behauptet auch die Familie Hart, denn jeder kann sein eigenes Schicksal bestimmen und jeder ist selbst dafür verantwortlich wenn er die Prüfung nicht besteht. Erst als Kitty zu Lila wird, merkt sie, was an diesem System alles falsch läuft. Zuvor hat sie als brave Bürgerin daran geglaubt, dass wirklich jeder sein eigenes Schicksal in der Hand hat. Nun erkennt sie, dass die höheren Klassen teilweise gar keine Prüfung machen, da man ja nicht zulassen kann, dass jemand von der Familie Hart nicht den höchsten Rang erreicht. Der Rang der Sieben wird also vererbt und nicht durch Prüfung entschieden, außerdem können Eltern der höheren Ränge Nachhilfelehrer für ihre Kinder kaufen, sodass diese eine deutlich bessere Vorbereitung auf die Prüfung erhalten und somit nicht jeder die gleichen Chancen hat. Hier wird natürlich eine sehr große Gesellschaftskritik deutlich: Beim Lesen aber auch vor allem jetzt beim Schreiben kamen mir doch einige Elemente dieses neuen Systems aus den USA bekannt vor. Dort gibt es ja auch diese Vom Tellerwäscher zum Millionär und jeder hat sein eigenes Glück in der Hand-Ideen. Erst wenn man genauer hinsieht, merkt man, dass die Reichen natürlich doch einen Vorteil gegenüber den Mittellosen haben und dass es zwar die Ausnahme gibt, die es wirklich schafft voranzukommen, dass das aber immer Ausnahmen bleiben (das wäre im Roman wohl Benjy, da er sehr klug ist und die Prüfung deshalb mit Bestleistungen besteht).

Darüber hinaus gibt es auch noch jede Menge Intrigen in der Familie Hart. Diese haben schon lange bevor Kitty zu Lila wurde etliche Intrigen gesponnen. Daxton hat als Lila noch ein kleines Mädchen war, dafür gesorgt, dass ihr Vater hingerichtet wird und er hat die kleine Lila und Celia, dazu gezwungen bei der Exekution dabei zu sein. Außerdem sind bei Anschlägen Daxtons Frau und sein ältester Sohn gestorben und Celia weiß gar nicht genau, was damals eigentlich passiert ist. Greyson ahnt weitere Geheimnisse der Familie, auf die ich hier aber nicht weiter eingehen möchte. Es ist nur so, dass wenn man gerade das Gefühl hat, dass sich nun alles aufgeklärt hat und dass die Intrigen endlich aufhören können, dann kommt wieder jemand und spinnt eine neue Intrige, was die Handlung sehr verworren macht, was man angesichts der geringen Anzahl an handelnden Personen eigentlich gar nicht möglich scheint. Mich hat diese Dystopie ein bisschen an eine Mischung aus A Game of Thrones (was ich nicht gelesen habe, muss ich zugeben) und Die Tribute von Panem erinnert. Aber ich glaube, man versucht so neue Reihen immer bei sehr bekannten Reihen zu verorten und schreibt dann, dass es eine Mischung aus X und Y ist und viele andere werden das komplett anders sehen. Das liegt bestimmt auch mit daran, dass viele der in Blackcoat Rebellion verwendeten Elemente auch in anderen Reihen vorkommen und einfach sehr Dystopie typisch sind.

Insgesamt muss ich aber sagen war ich vom ersten Band Das Los der Drei der Blackcoat Rebellion-Trilogie sehr begeistert. Obwohl es am Anfang etwas langatmig war, hat der Roman bald an Fahrt aufgenommen und ich bin sehr gespannt wie die Reihe weitergeht und empfehle den ersten Band dementsprechend gerne weiter.

 

 

 

Danke an den Dragonfly Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ankündigungen ·Detektiv Conan Re-Read

Erster Post Detektiv Conan-Re-Read

Hallo ihr Lieben,

seit Monaten, eigentlich sogar seit Jahren, überlege ich, ob ich nicht alle Detektiv Conan-Bände noch einmal lesen sollte. Ich bin schon Conan-Fan seit…naja sagen wir mal ein paar Jahren und jetzt geht die Reihe doch tatsächlich langsam aber sicher ihrem Ende entgegen. Schon seit ein paar Jahren zeichnet es sich ab, dass die Reihe ja nicht ewig weitergehen kann und Gosho wird ja auch nicht mehr jünger.

Der erste Detektiv-Conan-Band hat immerhin bereits 1994 das Licht der Welt erblickt. Die Übersetzung aus dem Japanischen hat dann doch einige Jahre auf sich warten lassen: 2001 erschien der erste Band in Deutschland. Und inzwischen gibt es natürlich nicht nur die weit über 90 Mange-Bände, sondern auch die Short-Storie- und die Sonderausgaben-Bände. Außerdem gibt es eine Animeserie mit weit über 950 Episoden (im Japanischen, aber in Deutschland gibt es auch schon weit über 400 Folgen, wobei sie derzeit noch an der Übersetzung sind; wer weiß also was da noch alles kommt). Hinzu kommen einige Realverfilmungen, Videospiele und über 20 Anime-Kinofilme. Das Conan-Universum ist riesig (man darf ja auch Kaito Kid nicht vergessen, in dessen Universum Conan ja erfunden wurde) und wird immer noch größer.

Doch es scheint so langsam aber sicher wirklich auf ein Ende zuzusteuern, sodass ich mir schon seit ein paar Jahren überlege, endlich nochmal alle Bände zu lesen. Aber ihr wisst ja bestimmt wie das ist: Man sieht, dass da über 90 Bände auf einen warten und hat dann plötzlich keine allzu große Lust mehr. Ich meine wie lange soll dieser Re-Read denn dauern? Und ausschließlich Conan lesen; darauf habe ich nun auch keine Lust. Aber eigentlich wollte ich den Re-Read fertig haben bevor die Reihe beendet wird. Wenn ich damit also nicht langsam anfange, kann es gar nichts mehr werden. Auch wenn ich natürlich nicht weiß, wann Gosho Aoyama fertig wird, denn die Bände erscheinen relativ unregelmäßig und ich weiß ja auch nicht genau welcher Band der letzte sein wird.

Ich habe also vor ein paar Tagen beschlossen, meinen Re-Read wirklich durchzuziehen. Und wie sich das für einen guten Re-Read gehört, werde ich auch meine bereits hochgeladenen Beiträge noch einmal überarbeiten und noch einmal erneut hochladen. Es werden einige Ergänzungen hinzukommen und auch die Bände nach Band sieben werden dann natürlich rezensiert. Ich habe mir überlegt, dass es ganz nett wäre, mit einer geballten Ladung zu beginnen, damit ich auch gut reinkomme in das Projekt. Deshalb werde ich versuchen im Juli, August und September möglichst einen Band pro Woche zu bringen, sodass dann möglichst jeden Tag etwas auf meinem Blog kommt (verzeiht, wenn es mal nicht klappen sollte). Wie der Rhythmus danach weitergeht und ob ich mir vielleicht einen Conan-Adventskalender ausdenke, weiß ich noch nicht, aber da könnt ihr euch ja überraschen lassen.

Ich hoffe nun, dass ihr mit dem Conan Re-Read genauso viel Freude habt wie ich ihn (hoffentlich!) beim Lesen haben werde.

Liebe Grüße und bleibt gesund

Vanessa

Mister Pock und die blaue Echse von D. Haralambie

Inhaltsangabe: Mister Pock und die blaue Echse von Dana Haralambie

Der 11-jährige Max fährt nach Barcelona, um dort seine Mutter zu besuchen. Sie ist Journalistin und scheinbar noch nicht so lange von seinem Vater getrennt. Max bringt seinen Lemuren Mister Pock mit. Doch kurz nach seiner Ankunft, kündigt seine Mutter an, dass sie ihn ein paar Tage alleine lassen muss, weil sie ein Interview führen darf.

Alleine wandert Max mit Mister Pock durch die Straßen. Über einen Sprachcomputer können die beiden kommunizieren, da sie aber beide kein Spanisch sprechen und noch nie in Barcelona waren, verlaufen sie sich und finden auch nicht mehr zurück zum Hotel. Unterwegs treffen sie auf die sprechende Echse Sarina. Sarina ist eine Einheimisch und führt die beiden deshalb nach dem gemeinsamen Abendessen nachhause.

Am nächsten Morgen holt Sarina die beiden aus dem Hotelzimmer ab und hat eine schlechte Nachricht: Ihre blaue Cousine wurde entführt, aber sie konnte einen Hinweiszettel auf ihren Aufenthaltsort hinterlassen. Gemeinsam machen sich die drei nun als Detektive auf den Weg, Sarinas Cousine zu finden.

Dabei sehen sie sich den Hafen, den Strand, die Rambla und das Aquarium an. Max und Mister Pock sehen Barcelona, wenngleich sie nicht die Zeit haben, sich ausführlich umzusehen, weil sie sich ja beeilen müssen, damit sie den Entführern schneller auf die Spur kommen, denn schließlich können sie ja nicht wissen, was die bösen Entführer mit der armen entführten Cousine anstellen, denn bislang ist auch noch keine Lösegeldforderung aufgetaucht.

Die Schnitzeljagd funktioniert so, dass die drei einen Zettel finden mit einer Botschaft. Danach müssen sie rätseln, was denn mit dem seltsamen Spruch auf dem Zettel gemeint ist. Meistens findet natürlich Sarina als Einheimische heraus, auf welchen Ort in Barcelona der Zettel verweist. Gemeinsam laufen sie dann zum nächsten Ort, entdecken unterwegs spannende Dinge und lernen immer mehr über Barcelona, die Sehenswürdigkeiten, die Sprache, die Kultur und die Geschichte, denn die Jagd nach den Entführern führt sie einmal quer durch die Stadt. Als sie am nächsten Ort angekommen sind, findet wieder Sarina den nächsten Zettel und so zieht sich das durch die gesamte Schnitzeljagd, was Max zunehmen verdächtig vorkommt.

Erst am nächsten Tag kommt Max dazu, Sarina eine Falle zu stellen, aber sie schafft es, sich heraus zu manövrieren und gemeinsam entdecken sie den Park Güell und die Sagrada Familia und kaufen noch ein paar Postkarten für die Verwandten Zuhause.

Lieblingsworte

Kalauer

Das Substantiv Kalauer meint Flachwitze, die ihren Humor aus flachen Wortwitzen zieht. Laut Duden-online meint der Begriff Kalauer, dass ein Witz nicht sehr geistreich ist, außerdem beruht dieser auf einem Wortspiel. Das Wort Kalauer stand 1880 das erste Mal im Rechtschreibduden. An das französische Wort calembour(g) angelehnt, welches Wortspiel meinte, wurde es nach der Stadt Calau gebildet, welche in der Nähe von Cottbus liegt. Obwohl ich auch über Wortspiele lache und hin und wieder auch selbst welche mache, würde ich das Wort Kalauer doch nicht im aktiven Wortschatz verwenden, denn ich finde, dass es nicht besonders elegant klingt.

Leseaktionen

Mein SuB kommt zu Wort Juni 2020

Hallo ihr Lieben,

wieder einmal ist der 20. des Monats und natürlich bin auch ich wieder dabei und darf zu Wort kommen. Die Aktion kommt übrigens ursprünglich von Anna. Erst einmal – wie immer – die drei allmonatlichen Fragen und abschließend die vierte wechselnde Frage:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Ich bestehe derzeit aus 33 Büchern. Das ist immerhin elf mehr als im letzten Monat. Ich bin also ganz schön gewachsen in den letzten Wochen. Das liegt aber nicht daran, dass Vanessa nicht gelesen hätte, sondern eher daran, dass einiges an Büchern hinzu kam. Aber Vanessa freut sich sehr darüber, weil sie nun wieder eine größere Auswahl hat.

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Es gibt tatsächlich drei relativ neue Bücher auf mir, die ich hier vorstellen kann: von Natalie Matt und Silas Matthes Kings & Fools 2: Verstörende Träume, Blackcoat Rebellion – Das Los der Drei von Aimée Carter und Mord in Sunset Hall von Leonie Swann (Hörbuch).

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Als letztes wurde ich von einem der bereits oben erwähnten verlassen: Der erste Teil der Blackcoat Rebellion-Trilogie hat mich direkt wieder verlassen. Vanessa hat Das Los der Drei von Aimée Carter sofort gelesen, weil sie unglaublich neugierig darauf war und hat es dann gestern schon fertig gelesen. Jetzt muss Vanessa nur noch die Rezension schreiben und wird sie dann zeitnah auch hochladen, denn es handelt sich schließlich um ein Rezensionsexemplar.

  1. Lieber SuB, der Sommer hat begonnen, welches Buch spiegelt für dich diese warme Leichtigkeit wider?

Rückblick: Die Antwortet lautet übrigens: Nein! Ich konnte Vanessa nicht motivieren einen der beiden Krimis zu lesen, wo sie einen doppelten Verlag hatte. Sie wollte einfach nicht und sie hat auch gesagt, dass sie keine große Lust hat, das versäumte noch nachzuholen also werde ich auf diesem Buchtipp wohl sitzen…ähh…stapeln bleiben.

Zukunft: Das ist eine gute Frage. Hier schlage ich Vanessa mal ein ebenfalls relativ neues Buch auf mir vor, weil das vom Titel her wirklich schön passt, finde ich: Azurblau für Zwei von Emma Sternberg. Azurblau das klingt nach Meer und das Cover sieht auch noch so schön sommerlich aus, da ist es doch eine gute Idee, das jetzt zu verschlingen, oder?

Wie sieht es bei euch aus? Welche sommerlichen Bücher habt ihr auf euren SuBs?

Liebe Grüße

SuBy (& Vanessa)

Mister Pock und die blaue Echse von D. Haralambie

Rezension: Mister Pock und die blaue Echse von Dana Haralambie

Das Reise-Kinderbuch Mister Pock und die blaue Echse von Dana Haralambie hat mir an sich ganz gut gefallen. Leider kommt hier doch noch ein Aber.

Zum einen fand ich es sehr seltsam wie gerechtfertigt wurde, dass Max alleine durch die Weltgeschichte gelaufen ist. Ja, natürlich ist es notwendig, dass Max alleine mit Sarina und Mister Pock unterwegs ist, aber eine Mutter, die ihren elf-jährigen Sohn für ein paar Tage alleine lässt, in einer Stadt, die er nicht kennt, mit einer Nachbarin, die sich ein bisschen kümmern soll, die er nicht kenn und die sich offensichtlich auch nicht kümmert (weil sie sonst ja merken würde, dass Max den ganzen Tag unterwegs ist) und dann auch noch in einem Land, wo er die Sprache nicht spricht, fand ich einfach unmöglich und entweder ziemlich verantwortungslos oder sehr unrealistisch.

Zum einen ist da noch die logische Inkonsistenz, die scheinbar keine Figur bemerkt: Sarina finde die Zettel ihrer Cousine, was Max komisch vorkommt, aber er spricht nicht aus, dass es logisch keinen Sinn ergibt: Wie sollte die „blaue Cousine“ wissen, wo ihre Entführer sie als nächstes hinbringen. Mal davon abgesehen, dass sie es schafft immer Zettel zu verstecken (worauf Max durchaus hinweist, weil ihm das suspekt vorkommt). Die erste Inkonsistenz zieht sich durch das komplette Buch und machte mir damit das Lesevergnügen ein bisschen kaputt. Vielleicht bin ich hier zu streng, weil das Buch ja für Kinder ist, und diesen die Inkonsistenz vielleicht gar nicht auffällt, aber ich bin sicher, dass es auch dem ein oder anderen Kind auffüllen wird.

Aber soweit meine Kritik. Ich mochte auch einige Sachen an diesem Buch sehr gerne: Zum einen fand ich es toll, dass man durch Sarina, die ja eine Einheimische ist, viel über Land, Leben und Leute lernt. Sie geht mit Max und Mister Pock essen und so lernt man gleich einige spanische Gerichte kennen. Außerdem lernt man etwas über die Sprache und somit auch über die politischen Gegebenheiten und die Geschichte, weil Sarina erklärt, dass man in Barcelona mehr als eine Sprache spricht und sie erklärt einige Wörter. Außerdem lernt man etwas über die Kultur, weil die Protagonisten bei ihrer Verfolgungsjagd beispielsweise durch die kleinen, schmalen, sehr typischen, spanischen Gässchen laufen.

Und natürlich lernt man auch jede Menge über die Sehenswürdigkeiten von Barcelona. Hier hätte ich mir noch ein paar ausführlichere Beschreibungen und vielleicht auch mal ein paar Abbildungen gewünscht, aber auch so hat man einen guten Eindruck von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten bekommen.

Das Kinder-Reisebuch Mister Pock und die blaue Echse (der Titel dürfte beim nächsten Mal gerne noch einen Hinweis auf Barcelona geben und nicht nur das ‚Barcelona’ auf dem Cover) von Dana Haralambie kann sicherlich zwei Zwecke erfüllen: Zum einen kann man sich mit seinen Kindern bestimmt gut auf eine Barcelona-Reise vorbereiten und zum anderen kann man mit seinen Kindern auch bestimmt toll ein Fernweh schüren und sich auf die nächste Reise freuen. Von mir gibt es also trotz der Schwächen eine Empfehlung für dieses Buch.

Sommernachtsglück von S. Moorcroft

Inhaltsangabe: Sommernachtsglück von Sue Moorcroft

In dem Liebesroman Sommernachtsglück von Sue Moorcroft geht es um Clancy Moss und Aaron De Silva. Clancy kommt nach Nelsons Bar, weil sie ihren alten Job in London, ihre Wohnung und ihren Verlobten verloren hat. Sie hat in London bei einem Unternehmen gearbeitet, dass sie mit aufgebaut hat, wurde aber, nachdem ihr Verlobter sie öffentlich betrogen hat und Clancy dazu Stellung bezogen hat, gebeten, zu gehen.

Nachdem Clancys Cousine Alice ihren Verlobten Lee vor dem Traualtar stehen gelassen hatte, kümmert sich Clancy aus der Ferne um Alice‘ Hälfte der gemeinsamen Cottages. Lee hatte seinen Anteil kurz nach der Trennung an seinen Bruder verkauft, sodass sich Aaron vor Ort um die Cottages kümmert. Nachdem die aktuelle Verwalterin ihren Job aufgegeben hat, entschließt sich Clancy diesen Job – zumindest vorübergehend – zu übernehmen.

Aaron ist nicht begeistert als Clancy ihm eine neue Verwalterin vor die Nase setzen möchte und erst recht nicht als er merkt, dass es Clancy ist; schließlich wurde sein Bruder von Clancys Cousine sehr verletzt. Doch Clancy überzeugt Aaron, dass sie keinen anderen Ort hat, an den sie fahren könnte und dass es ihr auch nicht besonders gut geht. Aber sie stellt auch klar, dass sie nichts für das Verhalten ihrer Cousine kann und nicht einsieht dafür bestraft zu werden.

Lee scheint es zwar nicht allzu viel auszumachen, dass Clancy nun nach Nelsons Bar gezogen ist, aber er wirkt zumindest zerstreut aufgrund des Umzugs. Nachdem Clancy ihre Cousine informiert hat, dass sie den Verwalterinnenjob angenommen hat, steht Alice plötzlich mit ihrem Ehemann Hugo vor Clancys Tür. Diese ist alles andere als begeistert, dass sie unangemeldeten Besuch bekommen, vor allem da Alice einfach davon ausgeht, dass sie zu Clancy ins Verwalterwohnhaus ziehen können.

Im Folgenden wird das Leben in Nelsons Bay und vor allem im sogenannten Rundhaus zur Hölle für Clancy. Hinzu kommt, dass Aaron noch eine Freundin hatte als Clancy nach Nelsons Bar kam und die beiden scheinen sich auch ganz gut zu verstehen. Nachdem Clancy zu Genevieve sagt, dass eine Frau keinen Mann brauchen sollte, trennt sich Genevieve von Aaron. Dieser ist heilfroh über die Trennung, da Genevieve ihn immer weiter bedrängt hat, endlich mit ihr zusammen zu ziehen, obwohl Aaron sich nicht dazu bereit fühlt.

Nachdem Clancy und Aaron sich näher kommen und sich miteinander treffen, intrigiert Genevieve gegen die andere Frau, denn sie will nicht, dass die Beziehung zwischen ihrem Ex-Freund und Clancy enger wird. So erzählt sie beispielsweise der Besitzerin des Bed & Breakfasts, in das sich Clancy einkaufen wollte, dass diese nur Ärger bedeute, denn schließlich wurde sie von ihrem Verlobten verlassen und gleichzeitig aus ihrer Firma gefeuert. Auch bei Aarons Eltern macht sie Clancy schlecht.

Hinzu kommt, dass im Dorf zwei junge Männer wohnen: Harry und Rory sind beste Freunde und wie Clancy herausfindet sind sie ein Paar. Als Clancy zurück nach London fährt um dort die gemeinsame Wohnung zu verkaufen und ihren Anteil an der Firma an ihre ehemaligen Kollegen zu verkaufen, wollen die beiden Jungs sie begleiten, da sie in ihrem kleinen Dorf ihre Beziehung nicht führen können, da vor allem Harrys Vater nicht glücklich ist, weil er ahnt, dass sein Sohn homosexuell ist.

Montagsfragen

Montagsfrage: 15. Juni 2020

Montagsfrage: Wie sieht eigentlich euer SuB aus? (Und versucht ihr ihm momentan entgegenzuwirken?

Hallo ihr Lieben,

heute will Antonia wissen wie unser SuB aussieht. Ich habe mir angewöhnt so ungefähr ein Mal im Monat meinen SuB auf meinem Blog zu posten, sodass er dort immer halbwegs aktuell gehalten wird.
Ich habe erst kürzlich einige neue Bücher dazubekommen, weil ich einige Rezensionsexemplare bewilligt bekommen habe. Diese habe ich inzwischen fast alle weggelesen und sitze nun so langsam am letzten dieser Bücher. Außerdem habe ich erst vor einigen Tagen ein paar neue Bücher auf meinem SuB aufgenommen, weil diese vorher die ganze Zeit so in der Schwebe waren und ich mir erst kürzlich überlegt habe, dass ich sie wirklich lesen will. Deshalb ist mein SuB derzeit etwas größer, aber dennoch noch schmaler als viele andere Buchblogger-SuBs. Ich mag es nicht keinen SuB zu haben, weil mir dann mein Lesestoff ausgeht, aber gleichzeitig mag ich auch keinen zu großen SuB haben, weil ich dann auch nicht weiß, was ich als nächstes lesen soll. Kennt ihr das Problem? Wer die Wahl hat, hat die Qual?
Deshalb versuche ich, meinen SuB im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich zu halten und da schwankt er derzeit auch immer wieder hin und her.

Liebe Grüße
Vanessa