Mord ist nichts für junge Damen von R. Stevens

Kurz gesagt: Mord ist nichts für junge Damen von Robin Stevens

Mord ist nichts für junge Damen von Robin Stevens ist der erste Band der Wells & Wong-Reihe. Hazel Wong findet die Leiche einer Lehrerin auf dem Boden der Turnhalle. Die Frau wurde ermordet. Als sie panisch losrennt um Hilfe zu holen und nur wenige Minuten später mit ihrer Freundin Daisy Wells und einer älteren Schülerin zurückkommt ist die Leiche verschwunden. Da Daisy und Hazel bereits eine geheime Detektei in ihrem Internat betreiben, beginnen sie sofort mit den Ermittlungen. Sie befragen ihre Mitschülerinnen und überprüfen die Alibis der verdächtigen Lehrkräfte.

Hazel Wong ist eher ein ruhiges Mädchen. Eigentlich ist sie eine Außenseiterin aber durch Daisy hat sie eine gute Freundin. Sie ist eigentlich ganz klug, tut sich aber durch nichts besonders hervor, außer vielleicht, dass sie asiatischer Herkunft ist. Von den meisten wird sie akzeptiert, aber ab und zu entschlüpft der ein oder anderen Mitschülerin mal ein Kommentar zu ihrer Herkunft.

Die Idee mit der Detektei stammt von Daisy. Sie ist allseits beliebt, klug und kommt mit allen gut aus und hat so auch einige Mitschülerinnen, von denen sie Informationen einholen kann. Da sie die Idee mit der Detektei hatte, ist sie auch die Chefin und Hazel „nur“ Schriftführerin. Daisy hat aber vor allem Hazel gegenüber auch ihre nicht so tollen Seiten und lässt ihr gegenüber häufig die Chefin raushängen, was Hazel, verständlicherweise, nicht auf Dauer aushält.

Besonders gut gefallen mir die Anspielungen, Parallelen und Vergleiche zu bekannten Krimi- und Literaturreihen (wobei ich nicht sicher bin, dass diese immer so intendiert sind). Hier sei natürlich zum einen Hanni und Nanni von Enid Blyton genannt (da der Jugendkrimi in einem Internat spielt), zum anderen musste ich sehr an Die Katze im Taubenschlag von Agatha Christie denken.

Auch toll fand ich die Pläne, die Liste der Schülerinnen und dass Hazel im Laufe des Krimis die Verdächtigenliste immer wieder aktualisiert und man so als Leserin immer einen Überblick hat welche Lehrkräfte gerade besonders verdächtig sind beziehungsweise bei wem sie bereits ein Alibi nachweisen konnten. Das mochte ich sehr, weil man so immer einen Überblick über die beteiligten Figuren behält.

Alles in allem hat mir der erste Teil der Wells & Wong-Reihe Mord ist nichts für junge Damen von Robin Stevens aufgrund des Begleitmaterials, der Anspielungen und Parallelen auf andere Krimis und wegen Hazel sehr gut gefallen. Einzig Daisy kann ich noch nichts abgewinnen, aber ich hoffe, dass sich das in den nächsten Bänden noch ändern wird.

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