Leseaktionen ·Mein SuB kommt zu Wort

Mein SuB kommt zu Wort Juni 2021

Hallo ihr Lieben,

es ist wieder der 20. Und das heißt, dass es wieder Mein Sub kommt zu Wort-Tag ist. =D Das heißt, dass Suby, mein Sub, vier Fragen von Anna beantworten darf. Dabei sind drei immer gleich und die vierte wechselt. Anna hat diesen Monat außerdem mitgeteilt, dass sie die Aktion nicht länger machen wird, weil ihr die Zeit fehlt. Das ist unglaublich schade, weil Vanessa und ich diese Aktion sehr mögen. Hoffentlich findet sich jemand, der sie übernimmt; vielleicht ja sogar wir. =D Mal sehen, ob ich Vanessa überzeugen kann, Anna und ihrem Sub eine Mail zu schreiben. Nun aber direkt zu den Fragen:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Derzeit bestehe ich aus 37 Büchern, dazu gehören auch ein paar E-Books und Hörbücher. Das sind sieben weniger als letzten Monat. Deshalb bin ich ganz zufrieden mit Vanessa.

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Die Liste sieht der vom letzten Monat erschreckend ähnlich: Diesmal ist Reckless 3 Das goldene Garn von Cornelia Funke dazugekommen. Das letzte Mal war es der zweite Teil der Reckless-Reihe. Außerdem ist Der erste Teil der Jane Wunderly ermittelt-Reihe Mord im Mena House von Erica Ruth Neubauer bei mir eingezogen. Das letzte Mal war es auch hier ein Band der Reihe, allerdings diesmal der Nachfolgerband. Jetzt will Vanessa also auch noch Band 1 lesen. Und noch etwas ganz Neues: Aja oder Alles ganz anders von Gabriele Beyerlein. So viele Neuzugänge hatte Vanessa gar nicht; vor allem wenn man nur die zählt, die sie noch nicht wieder weggelesen hat.

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Das letzte Buch, das mich verlassen hat, war der fünfte Band der Enola Holmes-Reihe Der Fall des rätselhaften Reifrocks. Die Rezension folgt in den nächsten Tagen und es war ein Rezensionsexemplar, das Vanessa recht gerne mochte.

  1. Lieber SuB, endlich – der erste Sommermonat des Jahres – herrlich! Das wollen wir auch in unseren Büchern zeigen, deswegen stelle uns heute Bücher vor, die mit Sommer zu tun haben, egal ob sie zu der Zeit spielen oder am Meer oder einfach ein Gefühl von Wärme, Urlaub und Wohlfühlen erzeugen. Auch Romane, die Fernweh auslösen, sind hier sehr willkommen. 🙂

Rückblick Mai: Vanessa sollte ja die beiden letzten Teile der Percy Jackson-Reihe lesen. Ich dachte mir ja schon, dass das schwierig wird, aber dass sie nicht einmal mit dem vierten Band anfängt? Damit habe ich nun nicht gerechnet! Dafür hatte sie ein Buch, das ich in der Aufgabe davor noch vorgeschlagen hatte, das sie aber eigentlich nicht lesen müsste, um die Aufgabe zu erfüllen, fast fertig. Das ist zwar immerhin etwas, aber ich wünsche mir dennoch, dass sie zumindest Band 4 von Percy Jackson zeitnah liest. So bleibt diese Aufgabe aber erst einmal offen.

Zukunft: Das ist wirklich eine coole Aufgabe! Da schlage ich Vanessa direkt mal eine Mischung vor: jennissimo von Susan Mallery, weil alle Romane, die Vanessa bisher von der Autorin gelesen hat, pure Wohlfühl-Romane waren. Außerdem schlage ich ihr noch Der Gast im Garten von Takashi Hiraide vor, weil Garten irgendwie nach Sommer klingt und Zeit im Garten zu verbringen ja in den Sommer passt. Und den ganz neu eingetroffenen Mord im Mena House von Erica Ruth Neubauer. Da das ein Rezensionsexemplar ist, sollte Vanessa das auch zeitnah lesen und es spielt in Ägypten. Weil das bestimmt Fernweh auslöst und Vanessa Ägypten auch mit warmen Temperaturen und viel Sand verbindet, passt das auch ganz gut; finde ich.

Kennt ihr eines der Bücher? Könnt ihr Vanessa etwas empfehlen?

Liebe Grüße
SuBy (& Vanessa)

Sherlock Holmes Kurzgeschichten

Die Gutsherren von Reigate von Sir Arthur Conan Doyle

In der Geschichte die Gutsherren von Reigate von Sir Arthur Conan Doyle ist eine Geschichte, in der Holmes und Watson zusammen nach Reigate fahren, nachdem Holmes einen Schwächeanfall hatte. Dort soll er sich eigentlich erholen, aber sie erfahren von einem Einbruch in der Nachbarschaft und bei einem zweiten Einbruch gibt es sogar ein Mordopfer, das offensichtlich den Einbrecher überrascht hat. Sherlock Holmes möchte an den Ort des Verbrechens gebracht werden und lässt sich von den beiden Einbruchsopfern alles genau zeigen. Gemeinsam mit dem Ermittler findet er heraus, wer nicht nur der Einbrecher war, sondern auch wer den Mann ermordet hat. Watson macht sich natürlich Sorgen um seinen Freund, doch er merkt, dass ihm der neue Fall recht gut tut.

Die Gutherren von Reigate sind mal etwas anders, weil Holmes und Watson sind unterwegs und stoßen dort auf einen Fall. Sonst ist es ja normalerweise anders: Holmes bekommt einen Auftrag von einem Klienten zugetragen. Danach fährt er gemeinsam mit Watson dann dorthin, wo es den Vorfall gab. Dieses Mal sind Watson oder Holmes schon Vorort. Auch zieht sich Holmes alleine zurück um den Fall zu untersuchen und lässt Watson zurück, sodass der weder kontrollieren kann wie es seinem Freund geht noch irgendwie in die Auflösung involviert wird.

Holmes wirkt durch diesen Schwächeanfall und die Notwendigkeit mal ein paar Tage in Urlaub zu fahren sehr menschlich; dies hat mir gut gefallen. Ich mochte es, dass er dadurch nicht wie der Übermensch erscheint, als der er sonst häufig dargestellt wird. Andererseits wirkt Holmes natürlich wieder besonders toll wenn es darum geht, dass er trotz seiner Schwäche wieder einmal einen Fall löst, obwohl die Polizei den Fall nicht lösen konnte. Vor allem ist er danach wieder so weit geheilt, dass er wieder zurück nach London fährt und dort weiter arbeiten kann.

Besonders interessant finde ich, dass hier ein Einbruch und ein Mord verknüpft sind. Holmes kommt natürlich dahinter, dass diese beiden Vorfälle zusammenhängen und dass das Motiv der Einbrechers ganz woanders herrührt, denn er stiehlt ausgesprochen komische Gegenstände wie beispielsweise Garn. So liegt es natürlich nahe, dass es dem Einbrecher niemals um finanzielle Dinge ging, sondern dass er ein anderes Motiv haben muss. Doch dieses muss man sich erst einmal herleiten und natürlich auch die ganzen Hintergrundinformationen bereits kennen, bevor man die Schlussfolgerungen, die Holmes gezogen hat, ziehen kann.

Insgesamt mochte ich die Geschichte Die Gutsherren von Reigate, die auch unter dem Titel Die Junker von Reigate veröffentlicht wurde, relativ gerne und empfehle sie gerne weiter. Vor allem weil Holmes hier endlich mal richtig menschlich wirkt und ich ihn in dieser Geschichte besonders lieb gewonnen habe, wobei er seine Schwäche auch schamlos ausnutzt, um mithilfe mehrerer Tricks den Mörder zu entlarven.

Die rote Pyramide von R. Riordan

Inhaltsangabe: Die rote Pyramide von Rick Riordan

Die rote Pyramide von Rick Riordan ist der erste Teil der Kane-Chroniken, die insgesamt eine Trilogie sind. Der erste Band behandelt die Geschichte von Sadie und Carter Kane. Diese erfahren, dass sie in eine alte Pharaonenfamilie gehören und die mächtigsten Magier sind, die seit Jahrhunderten geboren wurden.

Sadie ist 12 Jahre alt und lebt mir den Eltern ihrer verstorbenen Mutter in London. Zwei Mal im Jahr dürfen ihr 14-jähriger Bruder Carter und ihr Vater sie besuchen. Als sie dieses Jahr zu Weihnachten von den beiden abgeholt wird, geschehen seltsame Dinge: Vor dem Haus lauert ihnen ein seltsamer Mann auf, bei dem Carter und Sadie das Gefühl haben, dass sie ihn kennen. Außerdem werden sie auf dem Weg ins Museum, wo sie ihren Heiligabend verbringen, verfolgt.

Im Museum verursacht ihr Vater eine Explosion. Als Sadie und Carter plötzlich verbotener Weise im Museums-Saal stehen, sehen sie wie ihr Vater in einen Sarg gezogen wird und durch den Boden der Halle verschwindet. Sadie und Carter sehen einen gruseligen, roten Kerl und zwei Magier, die überlegen, ob sie sie töten sollen.

Als Sadie und Carter von der Polizei ins Haus ihrer Großeltern gebracht werden, werden sie dort befragt und bedroht, weil der Polizist von einem terroristischen Akt und einer Beteiligung der beiden ausgeht. Der Mann, der sich zuvor mit ihrem Vater getroffen hat, holt sie ab und holt sie nach New York. Dort erklärt er ihnen, dass er ihr Onkel Amos ist und dass sie die Kinder aus zwei mächtigen Pharaonenfamilien und damit sehr machtvoll sind. Außerdem stellt sich heraus, dass Sadies Katze Muffin eigentlich die Katzengöttin Bastet ist.

Nachdem Amos nach Phoenix verschwunden ist um dort Seth, der der rote Kerl aus dem Museum ist, auszuspionieren, um herauszufinden was er wirklich vor hat, werden Sadie und Carter in der Villa ihres Onkels angegriffen. Gemeinsam mit Bastet verschwinden sie und machen sich nun auf eine gefährliche Reise.

Ihre erste Station ist Ägypten, wo sie den ersten Vorlesepriester Iskander kennenlernen. Er kannte auch ihre Eltern und zeigt sich sehr offen und freundlich gegenüber Sadie und Carter. Als sie am nächsten Morgen getestet werden sollen, erfahren sie, dass Iskander in der Nacht gestorben ist. Nun wird Desjardins der erste Vorlesepriester und ist ihnen gegenüber nicht so wohlgesonnen. Er hält sie für Gottlinge, Magier, die von den alten ägyptischen Göttern besetzt wurden. Carter und Sadie sind sich keiner Schuld bewusst, doch wie sich herausstellt, handelt es sich bei beiden dennoch um Gottlinge.

Während Isis von Sadie Besitz ergriffen hat, wurde Carter von Horus übernommen. Beide wollen nun in ihren Gastkörpern die Vorherrschaft erhalten, doch weder Carter noch Sadie räumen ihnen diese Macht ein. Gemeinsam machen sie sich nun auf den Weg, begleitet von Bastet oder von Amos. Sie erfahren, dass ihr Vater wohl von Seth, dem Gott des Chaos, gefangen gehalten wird und er gerade eine große rote Pyramide baut, die bis zum Tagesanbruchs seines Geburtstags fertiggestellt sein soll und ihm die Macht verleiht ganz Nordamerika ins Chaos zu stürzen. Das müssen die Geschwister verhindern.

Und obwohl sie nun vom Lebenshaus (den Magiern aus Ägypten) und Seths Gefolgsleuten verfolgt und mehrfach beinahe getötet werden und parallel ihre neu entdeckten Kräfte kontrollieren lernen müssen, lernen sie nun auch endlich einander richtig kennen, schließlich hatten sie in den letzten Jahren nur sporadischen Kontakt. Leider läuft ihnen die Zeit davon und auf ihrer Reise beginnen sie zu ahnen, dass der Kampf gegen Seth erst der Anfang des Unheils, das auf sie zukommen wird, sein wird.

Die rote Pyramide von R. Riordan

Rezension: Die rote Pyramide von Rick Riordan

Die rote Pyramide von Rick Riordan ist der erste Teil der Kane-Chroniken, bei welchen es sich um eine Trilogie handelt.

Rick Riordan ist ziemlich bekannt für seine Percy Jackson-Reihe, aber als ich sah, dass der auch etwas mit Ägypten geschrieben hat, dachte ich, dass mir das auch gefallen könnte und so habe ich mir den ersten Band besorgt.

Ich mag Sadie und Carter ziemlich gerne, vor allem da die Rollenaufteilung nicht den herkömmlichen entspricht. Obwohl Carter immer mit seinem Vater unterwegs war, ist er eher der ängstliche, unsichere Typ und Sadie, die im wohlbehüteten Zuhause ihrer Großeltern lebt ist eher draufgängerisch und mutig. Diese Rollenverteilung fand ich genau deshalb so interessant, aber natürlich finde ich es immer gut, wenn das Mädchen etwas rebellischer ist und die Mutigere in der Gruppe ist. Carter fand ich einfach süß und ich mochte, dass er im Laufe des Buches immer mehr aus sich herauskommt und über sich selbst hinauswächst.

Am Anfang fand ich die Zankereien der Geschwister ziemlich nervig, aber das gibt sich mit der Zeit und so ab etwa 150 oder 200 Seiten ist es mir auch nicht mehr negativ aufgefallen. Ja, ich verstehe, dass sich Geschwister streiten und erst recht, wenn sie praktisch keine gemeinsame Vergangenheit haben (bzw. ihre gemeinsamen Jahre schon etwas länger zurückliegen), aber irgendwann nervte mich ihr Verhalten nur noch, weil sie sich ja schließlich in Gefahr befinden und statt sich zu unterstützen, ärgern und streiten sie sich.

Wie bei Percy Jackson gibt es auch hier eine alte Götter- und Sagenwelt, die der Autor gekonnt in die moderne Welt integriert und so diese alten Göttersagen lebendig werden lässt. Carter und Sadie werden in Überschneidung der Welten integriert und sie bilden die Protagonisten, da sie eine enge Verbindung zu den ägyptischen Pharaonen haben.

Was mir auch gut gefallen hat, war die Erzählsituation: Sadie und Carter erleben die Geschichte und zeichnen diese hinterher auf. Dabei wechseln sie sich ab und so wird die Geschichte aus zwei verschiedenen Blickwinkeln erzählt; auch die Seitenhiebe wie (Jetzt hat Sadie mich gehauen) oder ähnliches haben mir dabei gut gefallen. Auch, dass der Autor eigentlich nur der Herausgeber und derjenige, der das Video transkribiert hat, ist hat mir gut gefallen. Ich hoffe ja, dass wir später noch erfahren, warum genau sie diese Form der Aufzeichnung gewählt haben, denn das wird aus dem Ende nicht so ganz klar.

Lustig fand ich besonders, dass Amos auf die Götter auf der anderen Seite des Flusses verweist. Als Percy Jackson-Leserin weiß ich, dass dort die olympischen Götter derzeit residieren und somit wird darauf verwiesen, dass beide Götterwelten in der modernen Welt offenbar parallel existieren. Diesen kleinen Verweis fand ich sehr cool, weil ich es immer mag, wenn ich solche erkenne.

Alles in allem stimmt das Ende wunderbar auf den nächsten Teil der Trilogie ein, auf den ich mich schon sehr freue. Mir hat Die rote Pyramide, Teil eins der Kane-Chroniken, von Rick Riordan gut gefallen und ich hoffe, wir lernen noch mehr junge Mitstreiter:innen in den folgenden Bänden kennen.

Gemeinsam Lesen ·Leseaktionen

Gemeinsam Lesen #33

Hallo ihr Lieben,

irgendwie sind meine Kommentare aus der letzten Woche nicht durchgekommen bei den Schlunzenbüchern, die die vier Fragen immer stellen. So konnte ich meinen Beitrag der letzten Woche leider nicht verlinken, aber hoffentlich klappt das heute besser. Die Schlunzen stellen jede Woche vier Fragen, drei davon sind immer gleich und die vierte wechselt. Kommen wir also zu den Fragen:

  1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese immer noch Tagebuch eines Lesers von Alberto Manguel, aber mein letzter Post ist ja auch erst ein paar Tage her. Inzwischen bin ich aber auf Seite 199.

  1. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„In Der lange Traum sucht eine Frau im nördlichen Quebec nach ihrem verschollenen Vater und gerät dabei zunehmend in den Bann der Natur.“

  1. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Mir gefällt das Buch immer noch sehr gut, leider kenne ich aber tatsächlich sehr wenige von den Monatslektüren und auch sehr wenig, auf das er verweist. Wollte man das alles lesen, um seine Leserbiographie mal nachzuvollziehen, würde man wahrscheinlich Jahre brauchen, aber gut, Manguel ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auch nicht mehr der Jüngste. Da hatte er auch einfach schon ein paar Jahre, in denen er die Bücher lesen konnte. Beeindruckend finde ich die Liste aber auf jeden Fall.

  1. Wird „Lesen“ als Hobby irgendwann aussterben? (KiraNear)

Gute Frage! Ich glaube eigentlich nicht daran, weil Lesen ein Bedürfnis erfüllt, das Menschen, denke ich, auch weiterhin haben und erfüllt bekommen wollen. Natürlich könnte es sein, dass sie andere Hobbys finden, die ihnen das bieten, aber meiner Ansicht nach ist Lesen als Hobby ziemlich einzigartig in dem, was es für seine Leser:innen tut.

Oder was meint ihr?

Liebe Grüße
Vanessa

Montagsfragen

Montagsfrage: 14. Juni 2021

Montagsfrage: Suchst du entsprechend deiner aktuellen Stimmungssituation gezielt nach Büchern bestimmter Genres oder Autoren?

Hallo ihr Lieben,

Antonia möchte diese Woche in der Montagsfrage wissen, ob wir unsere Lektüre nach unserer aktuellen Stimmungssituation aussuchen. Ich suche dann selten nach bestimmten Autor:innen, aber ich mag im Moment gerne etwas leichtere Romane lesen, eben typisch sommerlich passend zum Wetter und zur Jahreszeit (gehört für mich mit zur Stimmung) und da suche ich dann eben schon nach einem gewissen Genre, wobei der Begriff hier sicherlich sehr weit gefasst wird.
Und wenn ich beispielsweise Lust auf einen Krimi habe, dann habe ich eben auch gerade Lust auf dieses Genre und mag dann auch ein entsprechendes Buch lesen. Also ja, in gewisser Weise suche ich durchaus meine Lektüre nach meiner Stimmung aus.
Wie ist das bei euch?

Liebe Grüße
Vanessa

Als wir Waisen waren von K. Ishiguro ·Hörbücher

Inhaltsangabe: Als wir Waisen waren von Kazuo Ishiguro

In dem Roman Als wir Waisen waren von Kazuo Ishiguro geht es um Christopher „Puffin“ Banks. Christopher lebt mit seinen Eltern in Shanghai im International Settlement. Sein Vater arbeitet für eine große Firma während seine Mutter sich in Anti-Opium-Kampagnen engagiert. Neben den Banks lebt Akira mit seiner Familie. Akira, ein junger Japaner, und Christopher werden beste Freunde und verbringen viel Zeit bei gemeinsamen Spielen im Garten.

Als erst Christophers Vater und kurze Zeit später auch seine Mutter verschwinden, wird Christopher nach England gebracht und lebt dort bei einer Tante, die ihn dann auf ein Internat gibt. Dort lernt er viele neue Freunde kennen und lebt auch nach dem Internat in London. Immer wieder trifft er auf Freunde aus dem Internat. Als ihn einer der Freunde, von dem früher gesagt wurde, er habe gute Verbindungen, trifft und spontan zu einer Abendgesellschaft einlädt, ist Christopher gespannt. Zu diesem Zeitpunkt ist er noch kein bekannter Detektiv, hat aber schon die feste Absicht sich mal als ein Detektiv einen Namen zu machen. Auf der Feier trifft er das erste Mal auf Sarah Hemmings. Er verliebt sich nicht in sie, aber ihn packt eine Faszination für diese willensstarke Frau.

In den folgenden Jahren arbeitet er an seiner Karriere, lädt einmal zu sogar Miss Hemmings ein, die diese Einladung aber kaltschnäuzig ausschlägt. Als er später erfährt, dass sich Miss Hemmings bei einem gemeinsamen Freund beschwert hat, weil man ihn auf keiner Feier mehr trifft und sie sich doch mit ihrem alten Freund einmal wieder unterhalten wollen würde, ist er überrascht, schließlich hat sie nie eine enge Freundschaft verbunden.

Mit ungefähr Mitte 30 erfährt Banks von einem verwaisten Mädchen, das bei ihrer Großmutter lebt. Da diese schon recht alt und mittellos ist, kann sie kaum sich selbst versorgen und so bietet Christopher an, die kleine Jennifer zu sich zu nehmen. Jennifer ist 12 Jahre alt und sie gefällt Christopher sehr vom Charakter her. Die beiden verstehen sich gut und so wird Christopher für Jennifer zu einem Onkel.

Zu dieser Zeit ungefähr trifft Banks noch einmal auf Sarah Hemmings, die inzwischen verheiratet ist. Ihr Mann und sie gehen nach Shanghai, wissen aber noch nicht wie lange sie wegbleiben werden. Sobald sie zurück sind, möchte Sarah aber Christopher unbedingt mal zu sich einladen. Während das Ehepaar in Shanghai ist, ermittelt Banks endlich weiter und erfährt so, von einem Mann, der bei ihnen im Haus war bevor seine Mutter verschwunden ist.

Nachdem er merkt, dass er von England aus nicht mehr viel mehr erfahren kann, beschließt er zurück nach Shanghai zu reisen um dort endlich seine Eltern zu finden. Während die Diplomaten in Shanghai eine Feier zur Rückkehr des Ehepaares Banks vorbereiten, toben Kämpfe zwischen Chinesen und Japanern in der Nähe des international Settlement. Christopher findet wenig heraus.

Als er wieder einmal auf Sarah trifft, erfährt er, dass sie nicht glücklich ist; weder in Shanghai noch mit ihrem Ehemann, denn er verspielt all ihr Geld und behandelt sie sehr schlecht. Gemeinsam wollen Christopher und Sarah fliehen, doch gerade am Vormittag des Tages ergibt sich eine neue Spur: Das Haus, in dem seine Eltern damals gefangen gehalten wurden, wird enttarnt. Christopher muss sich durch das Kampfgebiet schlagen, gabelt dabei Akira auf und findet das Haus verwüstet vor. Von seinen Eltern keine Spur. Nachdem er von japanischen Soldaten zurück gebracht wurde, wird ein Treffen zwischen ihm und der gelben Schlange arrangiert. Wie sich herausstellt, handelt es sich dabei um einen alten Bekannten: Onkel Philipp, der damals bei der Entführung seiner Mutter mitgewirkt hat.

Als wir Waisen waren von K. Ishiguro ·Hörbücher

Rezension: Als wir Waisen waren von Kazuo Ishiguro

Ich habe Als wir Waisen waren von Kazuo Ishiguro als Hörbuch gehört, deshalb werde ich sowohl auf die Geschichte selbst als auch auf das Medium eingehen.

Ich möchte Klara und die Sonne von Ishiguro ganz gerne, deshalb dachte ich mir, als ich sah, dass noch ein zweites Hörbuch von ihm rausgegeben wurde, dass ich mir das auch mal näher angucken sollte. So kam ich Als wir Waisen waren von Kazuo Ishiguro, von dem ich eher einen Krimi erwartet hatte. Ich dachte, dass Banks seine entführten Eltern sucht und findet, und da es sich bei ihm um einen Detektiv handelt es vielleicht noch um ein paar andere Fälle geht. Andere Fälle werden zwar erwähnt, geraten aber stark in den Hintergrund.

Ich mochte Christophers Charakter nicht so sonderlich gerne, weil ich – obwohl die Geschichte aus seiner Sicht erzählt wird – keinen richtigen Zugang zu ihm gefunden habe. Er springt in den Zeiten immer wieder hin und her, was immer recht schwierig zu verstehen ist, wenn man ein Hörbuch hört, weil man nicht einfach mal zurückblättern und nachgucken kann wo und wann man sich gerade befindet. Hinzu kam, dass ich nicht verstanden habe, warum er so lange nicht nach seinen Eltern sucht und warum er Jennifer alleine lässt während er in Shanghai nach seinen Eltern sucht. Und wenn er sie schon alleine lassen muss, warum schreibt er ihr dann nie? Zwischenzeitlich meint er sogar, dass er schon länger nicht mehr an Jennifer gedacht hat, obwohl er sie angeblich liebt. Auch hat es mich gewundert, dass er sich am Ende überhaupt nicht für den gefangen genommenen Akira einsetzt. Was am Ende mit diesem geschieht, bleibt offen.

Hiermit hängt eng zusammen, dass mich gestört hat, dass für mich so viele Fragen offen bleiben, die ich ja im Absatz über diesem hier schon angeschnitten hatte. Das finde ich sehr schade und waren für mich Fäden, die man am Ende noch hätte verknüpfen können.

Hinzu kamen auch Fragen, die ich mir selbst gestellt habe, und die weitgehend undurchsichtig für mich blieben. Dazu zähle ich die Frage, welche Gefühle Christopher für Sarah hat, denn diese entwickeln sich nicht offen, und scheinen sich dennoch zu wandeln. Auch wüsste ich gerne, warum alle damit rechnen, dass das Ehepaar Banks noch lebt. Ich dachte mir die ganze Zeit, dass es meiner Ansicht nach zwei sinnvolle Möglichkeiten gibt: 1. Christophers Eltern sind lange tot, warum sonst sollten sie sich so lange nicht melden? 2. Christophers Eltern wollen sich nicht bei ihm melden; warum auch immer. Dass seine Eltern von irgendwelchen dubiosen Entführern so lange gefangen gehalten und am Leben erhalten werden ergab für mich keinen Sinn. Wieso gehen dann alle davon aus, dass die Eltern noch leben? Die Wahrscheinlichkeit dafür ist eher gering, dennoch erwähnt niemand auch nur die Möglichkeit, dass sie noch leben.

Weil es eben einige solcher Dinge gab, die ich seltsam fand (auch, dass Christopher in Shanghai davon ausgeht, dass jeder a) ihn kennt und b) vom Schicksal seiner Eltern weiß und er davon ausgeht, dass jeder sein Leben riskiert um seine Eltern zu retten), habe ich irgendwann gedacht, dass die Geschichte vielleicht nur ein Traum ist oder dass sie gar nicht wirklich so geschehen ist und vielleicht sogar, dass der Erzähler selbst opiumsüchtig ist und entsprechend verworrene Ideen und Realitätseindrücke hat.

Ich hatte ja oben schon einmal erwähnt, dass ich mir etwas anderes von dem Roman erhofft hatte und dementsprechend auch nicht mit der Brutalität gerechnet hatte. Hier seien zum einen die Kampfhandlungen am Ende des Romans und die Schilderungen der Gefangenschaft von Christophers Mutter erwähnt. Ich fand diese Schilderungen wirklich schrecklich und habe mich hier wahrhaft durchgequält.

Hinzu kam, dass die Geschichte am Anfang unglaublich langweilig und langatmig ist. Es geschieht bis weit nach der Hälfte relativ wenig bis gar nichts. Viele der Schilderungen braucht man gar nicht, um den Rest der Handlung verstehen zu können und sobald etwas geschieht, ist das – wie oben geschildert – wirklich abstoßend. Ich verstehe wenn eine Handlung langatmig ist, damit man die Hintergründe, die Gefühle,  Gedanken und Handlungen der Figuren nachvollziehen kann, aber das war hier meiner Ansicht nach gar nicht gegeben. Das Buch ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven.

Ich hatte ja schon erwähnt, dass mit dem Medium einherging, dass ich mich schwer in der Geschichte zurecht finden konnte, denn zum einen gibt es große Zeitsprünge: von der Kindheit des Protagonisten bis hin zu seiner jungen erwachsenen Zeit in London, seine Rückkehr zurück nach Shanghai und der Sprung zu der Zeit als Christopher Mitte 50 ist. Diese Sprünge geschehen aber eben auch nicht chronologisch, sondern es gibt immer wieder Rückschauen und Verweise, sodass ich mich irgendwann komplett verloren fühlte, da ich ja nicht einmal nachschauen konnte wo und in welcher Zeit wir uns gerade befanden.

Die Stimme war am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig. Ich glaube, weil ich zuvor den Roman Klara und die Sonne mit einer weiblichen Protagonistin und einer weiblichen Stimme gehört habe, hatte ich einfach mit einer Frauenstimme gerechnet. Ja, das ergibt aufgrund des männlichen Protagonisten nicht so viel Sinn, aber ich glaube dennoch dass dieser unterbewusste Gedanke dahintersteckte und ich mich schwer getan habe mich an die Stimme zu gewöhnen. Sobald ich im Buch drin war, fand ich aber, dass die Stimme von Julian Mehne gut zu Banks und zum Roman gepasst hat.

Insgesamt hatte ich von Als wir Waisen waren von Kazuo Ishiguro etwas mehr einen Krimi mit einem Privatdetektiv, der nach seinen Eltern sucht erwartet und war deshalb enttäuscht, außerdem mochte ich die Brutalität, die auf die Langatmigkeit des Anfangs folgte, nicht sonderlich.

 

 

 

Danke an Random House Audio für das Hörbuchrezensionsexemplar!

Detektiv Conan Band 10 von G. Aoyama ·Detektiv Conan Re-Read

Rezension: Detektiv Conan Band 10 von Gosho Aoyama

Im zehnten Band taucht das erste Mal Heiji auf, außerdem kommt Shinichi kurzzeitig zurück und die beiden liefern sich ein Duell, wer der beste Schülerdetektiv des Landes ist. Der Grundstein für eine ewige Rivalität scheint gelegt, aber man merkt bei den nächsten Zusammentreffen, dass die beiden eigentlich eine tiefe Freundschaft verbindet, auch wenn sie verschiedene Ansichten über die Moral eines Detektives haben, lernen die beiden voneinander, sie respektieren sich als gleichgestellte Kollegen und statt sich zu duellieren und somit den Tätern in die Hände zu spielen, arbeiten sie zusammen und werden nicht nur Partner, sondern auch Freunde. Heiji wird zu einer der stärksten Verbündeten von Conan im Kampf gegen die Männer in Schwarz, auch wenn er sich häufig verplappert und vor Kazuha als Kudo über Conan spricht.

Der Fall in der Bibliothek, auch wenn er mir persönlich sehr gut gefiel, ist für die Geschichte eigentlich uninteressant und auch die Abenteuer der Detective Boys sind nicht so etwas besonders, wobei ich es immer ganz spannend finde, wenn die Kinder nachts unterwegs sind und mit dem Täter eingesperrt sind und ihn so überlisten müssen. Besonders interessant fand ich hier auch das Versteck der Leiche und wie Conan darauf kommt. Das ist nämlich das entscheidende Detail, mit dem dieser Fall aufgelöst wird. Er gehört als auch zur Kategorie der Fälle, wo es nur einen Verdächtigen gibt und nur noch nicht klar ist, wer der Täter war.

Der letzte Fall in Band zehn ist auch nicht wirklich etwas besonders, wobei es sich ab Band neun oder so langsam etabliert, dass das Schema jedes Bandes gleich ist. Wir finden am Anfang ein Kapitel mit der Lösung des Bandes zuvor, danach finden wir zwei Fälle, die in drei bis vier Kapiteln abgehandelt werden, am Ende sind es noch einmal zwei Kapitel, die offen enden und so den nächsten Band mit dem vorherigen Band verbinden. Interessant ist natürlich, dass es sich hier wieder um einen Fall auf einer abgelegenen Hütte handelt, wobei der Täter theoretisch von außen hätte kommen können. Wer auf Fälle im Schnee steht und diese eventuell mit Weihnachten oder Winter verbindet, hat hier auf jeden Fall einen winterlichen Schneefall (haha! Wie Aoyama sagen würde).

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass dieser Band, abgesehen vom ersten Fall, nichts besonderes ist. Da in diesem zehnten Band Heiji Hattori etabliert wird, mochte ich den Band durchaus, wenngleich die Freundschaft von Heiji und Conan noch nicht angedeutet wird.

Gemeinsam Lesen ·Leseaktionen

Gemeinsam Lesen #32

Hallo ihr Lieben,

etwas verspätet bin ich diese Woche wieder dabei bei der Gemeinsam Lesen-Aktion der Schlunzenbücher. Wie immer gibt es drei gleiche Fragen und eine wechselnde; kommen wir also direkt zu den Fragen:

  1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese derzeit das Tagebuch eines Lesers von Alberto Manguel und bin auf Seite 79.

  1. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Er drehte sich um und sagte: ‚Monsieur de Châteaubourg, ich ersuche Sie, mich in Ruhe zu lassen.‘ Worauf das Gespenst mit ‚Nein‘ antwortete.“

  1. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich hatte das Buch einige Monate auf dem Sub, hatte aber irgendwie nie die Lust, es zu lesen. Nun hatte ich vor ein paar Tagen endlich Lust darauf und habe natürlich sofort zugegriffen! Und bisher habe ich es auch noch nicht bereut. Ich verstehe zwar nicht alle Anspielungen und Verweise, weil man dafür wirklich viel gelesen haben muss; am besten die gesamte Leserbiographie von Manguel, aber dennoch finde ich das Buch sehr schön. Auch das Konzept dahinter, gefällt mir: Ein Autor liest noch einmal Bücher, die ihm sehr wichtig sind oder die er sehr mochte und schreibt seine Gedanken dazu nieder. Diese Leseeindrücke verbindet er mit den politischen und gesellschaftlichen Begebenheiten seiner Zeit.

  1. Welches Buch ist bisher der Flop des Jahres und warum?

Meinen Jahresflop habe ich gerade gelesen! Es war ein Kriminalroman namens Mordssommer von Ulrike A. Kucera. Mir war ziemlich schnell klar, wer der Mörder ist, außerdem kam noch hinzu, dass die Figuren total unsympathisch waren; leider alle. Einige Fragen sind für mich offen geblieben (Nebensächlichkeiten wie ob die eine Ermittlerin mit ihrer Tochter über deren Zukunft spricht und wenn ja, was bei diesem Gespräch herauskam aber auch ob der Hauptermittler schwer krank ist, oder nicht), die ich gerne noch beantwortet bekommen hätte. Hinzu kam auch noch, dass die Anführungszeichen für die direkte Rede überall gefehlt haben, sodass ich am Anfang Schwierigkeiten hatte, Unterhaltungen vom restlichen Fließtext zu unterscheiden.

Welches war euer Jahresflop?

Liebe Grüße
Vanessa