Allgemein

Montagsfrage: 28. September 2020

Montagsfrage: Welche kleinen Verlage kennt ihr eigentlich und mögt ihr gern?

Hallo ihr Lieben,

Antonia will diese Woche in der Montagsfrage wissen welche kleinen Verlage wir so kennen. Ich muss sagen, dass ich die kleinen und Kleinstverlage eigentlich gar nicht auf dem Schirm habe. Warum weiß ich auch nicht so genau. Ich finde es durchaus interessant und lohnenswert kleinere Verlage aus Diversitätsgründen zu unterstützen. Aber irgendwie kam ich bisher kaum dazu, Bücher aus diesen Verlagen zu lesen; geschweige denn, dass ich mal mehr als ein Buch gelesen hätte.

Liebe Grüße
Vanessa

The Tribe

Inhaltsangabe: Teuflische Rache von Linda Jensen

Teuflische Rache ist der achte Band der The-Tribe-Reihe von Linda Jensen. Sie bildet den Abschluss der Reihe und somit das Ende der The-Tribe-Saga. Die Mall Rats und viele andere der Stämme sind in der Sicherheitszone der Stadt eingesperrt. Dort sollen sie angeblich sicher sein, allerdings werden sie beinahe wie Sklaven gehalten. Sie müssen hart arbeiten und werden von den Wachen Megas und Javas schlecht behandelt und sogar geschlagen. Die Mall Rats kommen, durch ein Treffen zwischen Ebony und Amber, dahinter, dass Mega die Situation um die Angst vor Zoot und den Zootisten erschaffen hat, um die Sicherheitszone immer weiter auszudehnen und damit nicht nur immer mehr Menschen und ein immer größere Gebiet unter seine Kontrolle zu bringen, sondern auch, weil er so immer neue Sicherheitsregeln erlassen kann, die die Menschen in der Stadt immer weiter einschränken. Er will sogar Amber rekrutieren, die als Vorzeige-Präsidentin so tun soll, als wäre in der Stadt alles ruhig. Natürlich will sie bei diesem Spielchen nicht mitmachen, denn sie hat Megas dunkle Pläne durchschaut. Aber Mega bedroht ihren Sohn, Bray, sodass sie sich gezwungen sieht doch einzuwilligen.

Inzwischen finden Jack und Ellie in der Mall jede Menge Wanzen, mit denen Mega sie abgehört hat. Die Mall Rats sind schockiert. Erst recht als sie erfahren, dass May für Mega gearbeitet hat. Salene kommt wieder und erklärt, dass May sie ganz uneigennützig gepflegt hat. Nun müssen die Mall Rats entscheiden, ob sie May wieder aufnehmen oder nicht.

In Liberty leiert Lex währenddessen ein Kasino an, in welchem die Kids ihr Geld lassen können. Sie lassen die Kinder in der virtuellen Realität spielen und können dort sogar die Spiele manipulieren, sodass das Kasino maximale Gewinne generiert. Ram lebt dort mit Slade, wobei sich die beiden nicht ganz einig sind. Slade kann die Finger nicht von Ebony lassen und so fährt er öfter zu ihr und besucht sie. Außerdem rettet er sie und bringt sie mit nach Liberty. Ram findet das nicht gut. Er weiß wie gefährlich Ebony werden kann. Als Ram schließlich Java mitbringt und Lex zuvor Siva mitbrachte, fordert Java Ebony zum Kampf. Ebony kann sich nicht dagegen wehren und so findet sie sich bald ihrer Schwester  gegenüberstehend mit einem Zapper am Handgelenk. Siva kann das nicht mit ansehen und wirft sich dazwischen, dabei wird sie tödlich getroffen, doch auch Java überlebt den Kampf nicht.

Jack wurde in der Zwischenzeit bei den Technos eingeschleust. Er soll Mega ausspionieren und alle möglichen Infos an die Mall Rats herausgeben, was er auch tut. Allerdings findet er erst spät heraus, dass Ram, da Jack inzwischen in Liberty ist, da Lex ihn gerettet hat, weil er von Mega als Verräter gejagt wird, seinen eigenen Geist mit dem von Zoot in einen Computer eingespeist hat. Der Computer kann nun jedes elektronische Gerät an sich reißen. Im Showdown versuchen Lex und Slade das Labor Megas, das einen gefährlichen Virus enthält, zu retten, denn es droht von Rams Computer benutzt zu werden, um die ganze Stadt zu infizieren und auszulöschen. Ram und Mega stellen sich in der virtuellen Realität dem Computer, können aber nicht gewinnen. Amber gibt ein Flugblatt heraus, sie warnt alle Stadtbewohner. Lex, Slade und die restlichen Mall Rats retten sich auf ein Schiff, das sie von der Stadt wegbringt. Sie sehen auf die Stadt als diese kontaminiert wird.

Leseaktionen ·Leserunde: „Drõmar Ehre und Wut“ von Calin Noell

Leserunde: „Drõmar Ehre und Wut“ von Calin Noell Teil V

Hallo ihr Lieben,

diese Leserunde um das Jugendbuch „Drõmar Ehre und Wut“ von Calin Noell ist inzwischen vorbei; zumindest mehr oder weniger. Ich habe inzwischen auch das Buch durch und habe die Rezension geschrieben und veröffentlicht. Die habe ich tatsächlich schon vor ein paar Tagen veröffentlicht. Und damit war ich schon eine der Letzten. Über eine Woche vorher hat der letzte Teilnehmende davor seine Rezension gepostet. In der Zeit gab es auch praktisch keine Interaktion mehr über das Forum. Für mich kam das Ende der Leserunde tatsächlich ziemlich überraschend. Auf einmal wurde nichts mehr im Forum geschrieben und dann waren auch schon alle anderen Rezensionen geschrieben. In den letzten Tagen tröpfeln nochmal so ein paar Posts nach, aber richtig viel Interaktion ist da im Moment nicht mehr.

Kennt ihr das von anderen Leserunden auch so? Oder ganz anders?

Das Buch hat mir ziemlich gut gefallen. Meine Rezension könnt ihr hier nachlesen. Und wer neugierig ist, worum es genau geht, kann das hier nachlesen. Ich finde Leserunden auf jeden Fall spannend und werde auf jeden Fall noch an weiteren teilnehmen.

Liebe Grüße

Vanessa

Leseaktionen

Mein SuB kommt zu Wort September 2020

Hallo ihr Lieben,

ich bin ein bisschen spät dran, aber ich mag diesen Monat natürlich dennoch mitmachen, wo ich doch letzten Monat schon aussetzen musste, weil Vanessa mich nicht mitmachen lassen wollte. Nun aber frisch ans Werk mit den vier Fragen, die Annas Sub uns diesen Monat stellt. Und Anna und ihrem Bücherwürmchen wünschen wir natürlich auch weiterhin alles erdenklich Gute!

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Puuuuh. Das ist eine verdammt schwierige Frage, weil Vanessa derzeit keine präzisen Listen führt und ich deshalb nicht so einfach nachschauen kann. Auch im Regal zählen ist schwierig, weil sie einige Bücher angefangen, aber noch nicht fertig gelesen hat. So gaaanz ungefähr müssten es 50 Bücher sein. Genauere Zahlen kann ich hoffentlich in einem der nächsten Monate wieder liefern.

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Ähm…tja. Vanessa hat in den letzten Wochen irgendwie keine neuen Bücher dazubekommen. Ob die aus dem August wohl auch zählen würden?

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Hatte ich erwähnt, dass Vanessa derzeit ziemlich viele Bücher angefangen hat? Aber leider hat sie bisher noch keins davon beendet. Aber sie hatte ja schon ein paar Mal erwähnt, dass sie einen Detektiv Conan-Re-Read macht. Da hat sie dann doch den ein oder anderen Band gelesen. Zählt das? Als letztes war es Band 16.

  1. Lieber SuB, der erste Herbstmonat des Jahres 2020 ist da! Um den Herbst entsprechend zu begrüßen, wäre es doch schön, ein Buch zu zeigen, welches ebenfalls mit „H“ im Titel beginnt.

Ihhhh, Annas Sub hat das böse Wort mit H gesagt. Und das mit dem H ist auch nicht so einfach. Vanessa hat zwar zwei solche Bücher auf mir, aber das eine ist eine Kurzgeschichtensammlung und das andere ein Weihnachtsbuch. Also beides weder besonders herbstlich noch, dass sie sie bis nächsten Monat gerne lesen würde. Vanessa wird auf jeden Fall noch einen neuen Band Detektiv Conan lesen. Das würde ich also durchaus mal werten.

Hoffentlich habe ich im nächsten Monat wieder ein paar Fakten, die ich euch berichten kann.

Liebe Grüße SuBy (& Vanessa)

Leseaktionen

Gemeinsam Lesen #14

Hallo ihr Lieben,

auch diese Woche gibt es eine Gemeinsam Lesen Aktion. Die Aktion wird von den Schlunzenbüchern gehostet und besteht jede Woche aus vier zu beantwortenden Fragen. Die ersten drei Fragen sind jede Woche gleich, die vierte Frage wechselt. Ich bin diese Woche das 14. Mal dabei.

  1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade Die erstaunliche Wirkung von Glück von Susann Rehlein und bin auf Seite 151.

  1. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„War ein Scherz. So eine wunderbare wie Sie belästige ich nicht noch einmal mit den Details meiner Körperpflege.“

  1. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Der Inhalt gefällt mir ziemlich gut, aber ich komme mit dem Schreibstil nicht wirklich klar. Er ist ganz witzig. Aber richtig gut reinkommen in das Buch tue ich dadurch nicht.

  1. Was denkst du über E-Reader?

An sich mag ich E-Reader. Ich finde es praktisch, dass man viele E-Books auch von unbekannteren Autoren oder kleinen Verlagen für recht wenig Geld bekommen kann (natürlich nicht immer alle, aber hin und wieder schon). Aber ich mag es dennoch sehr gerne ein physisches Buch in der Hand zu halten. Vor allem mag ich an E-Readern auch, dass ich kein Lesezeichen brauche und dass ich die Schriftgröße verändern kann. Das ist manchmal wirklich praktisch.

Was haltet ihr denn von E-Readern?

Liebe Grüße

Vanessa

Montagsfragen

Montagsfrage: 21. September 2020

Montagsfrage: Wie wichtig sind euch Book Awards?

Hallo ihr Lieben,

Antonia stellt diese Woche wieder eine Montagsfrage und möchte wissen wie wichtig uns Buchpreise sind. Es gibt im Herbst natürlich einen sehr erfolgreichen Buchpreis: den Deutschen Buchpreis.
Den nehme ich natürlich wahr, aber dass ich das dort gewinnenende Buch lese? Das habe ich bisher noch nicht gemacht.
Vor einigen Monaten hatte ich ein Buch in einem Bücherschrank gesehen und mitgenommen, auf dem stand, dass es einen Literaturpreis gewonnen hat. Ich habe es nicht unbedingt deshalb mitgenommen, aber ich dachte, dass das ja auch nicht schlecht ist. Dann habe ich angefangen das Buch zu lesen. Und ich fand es wirklich furchtbar und habe das Buch abgebrochen. Ich vermute mal, dass das auch damit zusammenhängt, dass das Buch eben einen Literaturpreis gewonnen hat. Man merkt, finde ich, dass das nicht immer ein Qualitätskriterium ist.

Wie ist das bei euch? Lest ihr Bücher, die Buchpreise gewonnen haben?
Liebe Grüße
Vanessa

Lieblingsworte

Reziprozität

Das Substantiv Reziprozität geht auf das Lateinische reciprocus aufeinander bezüglich oder wechselseitig zurück. Reziprozität gibt es in verschiedenen Bereichen, vor allem in der Soziologie ist dieses Konzept wichtig und bedeutet gegenseitig, wechselseitig oder im im umgekehrten Zusammenhang zueinander stehend laut Wikipedia. Dieses Substantiv ist fachsprachlich, hat aber dennoch Synonyme, es wird auch in der Philosophie und dort, meiner Ansicht nach, in der Moral- oder Ethikphilosophie verwendet.

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Inhaltsangabe: Fünf am Meer von Emma Sternberg

Im Roman Fünf am Meer von Emma Sternberg wohnt Linn Rosemeyer mit ihrem Freund Martin in einer wunderschönen Wohnung in München. Als sie, weil es technische Probleme auf Arbeit gab, früher von der Arbeit nachhause kommt, erwischt sie ihren Freund mit ihrer Kollegin und Freundin Katha auf dem Sofa. Sie schmeißt beide raus und versucht sich zu beruhigen. So langsam wird ihr klar, was sie nun verlieren wird: Ihre Wohnung, ihren Arbeitsplatz, ihre Familie, denn nachdem ihre Eltern gestorben sind, wurde sie von Martins Familie mit Beginn der Beziehung herzlich aufgenommen.

Als plötzlich ein Erbenermittler aus den USA vor ihrer Tür steht, ergreift sie die Chance für ein paar Tage aus München wegzukommen. Linn unterzeichnet die Vereinbarung und Mr. Samuel Cunningham bringt sie in die USA und dort zu ihrem Haus in den Hamptons, dass sie von einer entfernt verwandten Tante Dotty geerbt hat. Ihre Tante zweiten Grades wanderte vor etwa 50 Jahren in die USA aus und änderte ihren Namen in Dorothy Webber. Nachdem sie Jahre lang in New York in einem Hotel gearbeitet hatte, kam sie irgendwann in die Hamptons und eröffnete dort eine Pension, in einem großen Haus. Inzwischen lebte sie dort mit fünf Freunden zusammen: Patty, Eleonore, Loretta, Maxwell und Frederic. Die fünf Rentner leben dort noch immer und das stellt Linn vor ein großes Problem: Sie kriegt etwa 10 Million für ihr Haus, wenn sie es an einen mysteriösen Russen verkauft. Da Linn Mr. Cunningham und der Steuerbehörde insgesamt etwa 5,5 Million schuldet, hat sie gar keine andere Wahl als zu verkaufen, denn beide Summen werden fällig, ob sie das Haus behält oder nicht spielt dabei keine Rolle. Und da sie keine 5,5 Million US-Dollar auf dem Konto hat, muss sie ihr Haus verkaufen.

Linn findet sich langsam damit ab und hofft, ihre neuen Freunde in einem anderen Haus unterzubringen. Während ihres Aufenthalts in den USA lernt sie nicht nur Eleonores Sohn Ted kennen, der sich um einige Reparaturen im Haus kümmert, sondern auch Alan, einen Journalisten, der einen Artikel über einen bekannten Künstler und dessen Beziehung zu Linns Tante Dotty schreiben möchte.

Vor vielen Jahren hatten Dotty und der Künstler angeblich eine Affäre miteinander. Damals soll der Künstler sie gemalt haben, was allerdings für recht unwahrscheinlich gehalten wird, da dieser in der Regel keine Menschen malte. Sollte es aber dennoch so ein Bild geben, wäre das natürlich eine Sensation. Zum einen weil es eben ein Porträt von einem Mensch wäre und zum anderen weil es wohl das letzte gemalte Bild des Künstler wäre.

Kurz vor ihrer Rückreise nach Deutschland findet Linn das Gemälde, doch was soll sie damit machen? Alan hat sich bereits als Lügner und Betrüger entpuppt, ihm wird sie davon also nichts erzählen, aber sie bittet Ted, sie in die Stadt zu fahren, damit sie das Bild dort begutachten lassen kann. Als sich herausstellt, dass man ihr 6 Million für das Bild zahlen würde, hadert Linn mit sich, denn sie will nicht das Gefühl haben, sie die Liebe und Zuneigung der Bewohner zu erkaufen, die sie schneiden seitdem sie wissen, dass sie das Haus wirklich verkaufen wird. Auch Ted scheint damit ein Problem zu haben, denn er schneidet sie schon seit einigen Wochen. Linn kann sich das nicht erklären, denn schließlich ist er verheiratet und sie beide sind doch nur befreundet, oder? Und was soll sie nun mit ihrem Erbe anstellen?

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Rezension: Fünf am Meer von Emma Sternberg

Der Roman Fünf am Meer von Emma Sternberg ähnelt vom Cover her dem Roman Azurblau für Zwei, allerdings ist Fünf am Meer früher geschrieben worden als Azurblau für Zwei. Ich hatte aber Azurblau für Zwei vorher gelesen und fand den Roman ganz gut, deshalb wollte ich gerne auch noch Fünf am Meer lesen. Dann habe ich gesehen, dass es diesen Roman auch als Hörbuch gibt und das der Verlag es noch als Rezensionsexemplar rausgibt, sodass ich es beantragte. Deshalb gehe ich wie immer auch hier zum einen auf den Inhalt und auf das Medium ein:

Die Geschichte ist schon ziemlich ungewöhnlich: Eine junge Frau, die praktisch keine Familie mehr hat, wird zufällig zur Erbin eines großen Hauses (zufälligerweise habe ich mehr oder weniger parallel den Roman Das Glück der blauen Stunde von Bertina Henrichs gelesen: Eine Frau erbt als einzige noch lebende Verwandte von einer alten Tante ein Haus hier in Südfrankreich und nicht in den USA, ansonsten aber ziemlich ähnlich). Linn hat einen Freund in Deutschland, von dem ihr gesamtes Leben beeinflusst wird: Ihren Job hat sie im Reisebüro seiner Eltern, die Wohnung, in der sie zusammen leben, gehört seiner Familie, seine Familie hat sie beim Zusammenkommen herzlich aufgenommen. Als sich die beiden trennen, bleibt für Linn nichts von ihrem alten Leben und so unterschreibt sie kurzentschlossen. Das Abenteuer in Amerika beginnt. Diese Handlung hat mir unheimlich gut gefallen und ich fand es auch gar nicht so schlimm, dass sie am Ende offenbar überlegt in Amerika zu bleiben, denn schließlich hat sie nicht wirklich etwas zu verlieren. In Deutschland hält sie außer ein paar eigenen Freunden eigentlich nichts mehr.

Linns Charakter mochte ich also recht gerne. Mir war sie von Anfang an sympathisch, obwohl ich es natürlich etwas leichtsinnig fand, den Vertrag einfach zu unterschreiben, aber natürlich ist das verständlich, wenn man darüber nachdenkt, dass sie meint Martin auf der Treppe zu hören und nur noch weg will. Auch dass sie sich so lange davor drückt mit den Bewohnern des Hauses über einen möglichen Verkauf zu sprechen, konnte ich nachvollziehen, wenngleich es natürlich nicht sonderlich klug ist und auch von den Bewohnern hier ein größeres Interesse zu erwarten gewesen wäre. Nur als Linn ziemlich am Ende des Romans so enttäuscht von Alan ist, weil er sie belogen und betrogen hat und in ihr Leben, ihr Haus und ihre Mitbewohner dringt um an Informationen für seinen Artikel zu kommen hätte ich sie am liebsten geschüttelt, weil ich nicht verstanden habe, wie sie so naiv sein kann.

Das Cover für das Hörbuch und das Taschenbuch hat mir gut gefallen und passt wunderbar zur Stimmung. Emma Sternberg schafft es wunderbar die Stimmung eines Hauses in den Hamptons zu transportieren. Das Meeresrauschen, das Kreischen der Möwen, der blaue Himmel, die Dünen und der Strand spielen in dem Hörbuch und dem Roman eine große Rolle und wirken auch leicht und sehr urlaubig. Man hatte fast das Gefühl, in einem Haus am Meer Ferien zu machen.

Das Hörbuch wurde von Britta Steffenhagen eingesprochen. Ähnlich wie bei dem Hörbuch zu Mord in Sunset Hall von Leonie Swann und der Stimme von Anna Thalbach, war ich auch von der Stimme von Britta Steffenhagen nicht so ganz begeistert. Ich fand sie schon in Ordnung, aber nicht so samtig und freundlich wie beispielsweise die von Iris Berben. Natürlich ist mir klar geworden, warum man diese Sprecherin ausgewählt haben könnte: Britta Steffenhagen kann mit ihrer Stimme sicherlich auch gut die älteren Leute sprechen und davon gibt es ja auch in Fünf am Meer einige (genau genommen fünf). Obwohl diese meist keine direkte Rede haben, sprechen sie eben hin und wieder doch und deren Stimmen hat Steffenhagen wunderbar von der Stimme von Linn beziehungsweise der der Erzählerin abgegrenzt.

Nachdem ich mal einen Blick in die Print-Ausgabe geworfen habe, merke ich natürlich auch, wo gekürzt wurde, aber in den allermeisten Fällen ist mir das gar nicht aufgefallen. Es gab keine komischen Sprünge oder sowas. Einzig kam mir die Beziehung zu Linn und den Bewohnern und zu Ted teilweise komisch vor, weil es mir hin und wieder zu schnell ging wie sich die Beziehung entwickelt hat. Ich weiß aber nicht, ob hier etwas gekürzt wurde oder ob das einfach von der Autorin so intendiert war.

Ich habe das Hörbuch als CDs gehört und bekam dieses Mal ein sehr dickes Case. Bei den MP3-CDs geht ein ganzes Hörbuch auf ein oder zwei CDs, hier waren es ganze sechs CDs. Das sorgte natürlich dafür, dass man häufig die CD wechseln musste, was ein bisschen nervig war, weil man gerade im Hörfluss (gibt es sowas analog zum Lesefluss?) drin ist und dann schon wieder rausgebracht wird. Aber das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich mit den MP3-CDs vorher ziemlich verwöhnt war. Entsprechend handelt es sich hier natürlich um ein dickeres Case mit klappbaren CD-Haltern.

Alles in allem hat mir Fünf am Meer von Emma Sternberg sowohl im Inhalt, den Charakteren und dem Plot her gut gefallen, aber auch die Stimme von Britta Steffenhagen passte gut dazu, sodass ich das Hörbuch gerne weiterempfehle.

 

 

 

Danke an den Verlag Random House Audio für das Rezensionsexemplar!

Das Gold des Gladiators von A. Schacht

Inhaltsangabe: Das Gold des Gladiators von Andrea Schacht

Didia, Ingwar, Caecilia, Titus und Khep sind fünf Freunde aus der Fortuna-Therme. Sie leben dort, kommen aber aus verschiedenen Schichten. Didia und Caecilia sind Cousinen und Titus ist Caecilias Bruder. Die drei sind also verwandt. Ingwar ist der Sohn eines germanischen Freigelassenen, der Salben herstellen kann, und Khep der Sohn einer ägyptischen Sklavin, die in der Therme arbeitet.

Die Kinder haben vormittags Unterricht in der Therme, nachmittags müssen sie in der Therme mitarbeiten, aber an manchen Nachmittagen dürfen sie früher gehen und sie haben auch einen freien Tag in der Woche. Da machen sie sich dann immer auf den Weg und erkunden die Stadt oder trainieren im Gymnasium der Therme. Dort sitzen sie auch häufig mit ihrem Freund, dem Gladiator Globulus, der eigentlich aus Germanien kommt. Er hat viel Geld gespart und möchte sich nun aus der Gefangenschaft freikaufen, sodass er zurückkehren kann in seine Heimat. Bei einem der letzten geplanten Kämpfe wird Globulus von seinem Gegner Fuscus erschlagen. Die Kinder sind außer sich, denn sie halten den Kampf für Mord. Fuscus hatte Globulus nämlich am Abend vor dem Kampf gedroht und ihm sein Amulett abgenommen.

Bei der Beerdigung wird eine seltsame Grabrede verlesen, die nach der Feier den Kindern ausgehändigt wird. Eigentlich würde das Geld, das Globulus bei seinen Kämpfen verdient hat, an seinen Besitzer Plautus fallen, doch Globulus hat sein Geld vorher versteckt, sodass Plautus jetzt genau wie die Kinder auf der Suche nach dem Geld sind. In der Grabrede gibt es mehrere Hinweise: Zum einen ist die Rede von einem tauben Blinden, der das Geld bewacht, der gefunden werden muss, aber darüber hinaus ist auch noch die Rede vom Duft des Honigs, den er genau wie den warmen Pelz auf seiner Brust und die Fleischklößchen, die er so liebte, vermissen wird. Natürlich können nicht nur die Kinder diese Hinweise entschlüsseln, sondern auch Plautus findet den Blinden. Er sucht sich fünf Kinder, die von der Beschreibung etwa auf die fünf Freunde von der Fortuna-Therma passen und gibt ihnen die drei geforderten Gegenstände. Da der Blinde ja nun mal blind ist, brauchen die fünf etwas, um sich ihm gegenüber auszuweisen: Etwas zum Schmecken, zum Riechen und zum Tasten; und so bringen ihm kurz danach die fünf Freunde die richtigen Gegenstände.

Er händigt ihnen das Geld aus, doch draußen erwartet sie Plautus, der das Geld auch noch nicht aufgegeben hat. Die fünf entwischen ihm, denn schließlich haben sie noch eine Mission…