Montagsfragen

Montagsfrage: 24. Februar 2020

Montagsfrage: Was ist das älteste Buch, das ihr je gelesen habt?

Hallo ihr Lieben,

ich habe lange darüber nachgedacht, was das älteste von mir gelesene Buch ist und ich habe nicht nur einen, sondern gleich mehrere Sieger, denn bei diesem Zeitraum fand ich es unfair nur einen Sieger zu küren: Euripides, Aischylos und Sophokles habe ich letzten Sommer für meinen „Urlaub in Griechenland“ gelesen. Hier kommt ihr zu den antiken Tragödien, die ich euch mehr oder weniger alle wärmstens empfehlen kann. Ich persönlich finde solche alten Werke total interessant, weil man unglaublich viel über die Theaterkultur von damals lernen kann, und die ja auch immer noch Auswirkungen für uns heute hat, aber darüber hinaus sind diese Stücke ziemlich spannend und sie haben viele Motive, die wir auch heute noch kennen und so einiges von den alten Stücken lernen können.
Diese Stücke sind etwa 2500 Jahre alt und ich finde, dass sie sich damit auf jeden Fall den Titel als die ältestens Bücher, die ich je gelesen habe, verdient haben.

Welches sind eure ältesten gelesenen Bücher?

Liebe Grüße

Vanessa

Leseaktionen

Mein Sub kommt zu Wort Februar 2020

Hallo ihr Lieben,

endlich darf ich auch wieder mitmachen. Entschuldigt bitte meine Verspätung, aber Vanessa wollte mich nicht alleine an ihren Laptop lassen und sie konnte mich in den letzten Tagen nicht an ihren Laptop lassen.

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Derzeit bestehe ich aus 30 Büchern (sowohl Print als auch E-Book). Das sind zwei weniger als im letzten Monat und sieben mehr als im Dezember.

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Tatsächlich habe ich diesen Monat genau drei Neuzugänge erhalten. Das sind Sergio Bambarens Der Traum des Leuchtturmwärters, Gosho Aoyamas Detektiv Conan Band 71 und der Liebesroman Was sich liebt, das küsst sich von Rachel Gibson. Diese drei Bücher wurden Vanessa geschenkt, aber sie freut sich sehr darüber.

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Vanessa hat tatsächlich gerade kürzlich den 96. Detektiv Conan Band gelesen und auch rezensiert, wie ihr auch schon nachlesen könnt auf Vanessas Blog. Hier könnt ihr die Rezension nachlesen, wenn es euch interessiert.

  1. Lieber SuB, der Februar ist so kurz, da sollte man auf doppelte Buchstaben achten. 😉 Deswegen: Präsentiere uns Bücher, die einen Doppelbuchstaben im Titel enthalten.

Rückblick: Vanessa hat tatsächlich schon ein paar Bücher gelesen, die auf ihrer Liste standen. Sie hat von Gosho Aoyama bereits Band 96 gelesen und hat sich auch schon an Band 69 gemacht. Außerdem hat sie Agatha Christies Mausefalle gelesen und auch noch ein paar weitere. Sie ist also ganz gut dabei.

Zukunft: Henrik Ibsens Peer Gynt hat Vanessa schon vor einigen Wochen angefangen zu lesen, aber sie hat ihn noch nicht fertig. Da er aber gut zum diesmonatigen Thema passt, wird sie ihn jetzt wohl mal forcieren. Ulrike A. Kuceras Mordssommer hat auch zwei ms und passt somit ebenfalls hier rein, außerdem steht der Krimi ja schon seit Ewigkeiten auf Vanessas Liste und soll endlich von ihr gelesen werden. Der Traum des Leuchtturmwärters von Sergio Bambaren ist ein ebensolcher Roman. Das Interessante daran ist, dass bei Leuchtturm ja die zwei ts, die da zusammenstehen, eigentlich aus zwei Wörtern bestehen und nicht wie bei Sommer oder Peer, die eigentlich so richtig doppelte Buchstaben sind.

Kennt ihr eines der Bücher? Könnt ihr Vanessa eines empfehlen?

Liebe Grüße

SuBy (& Vanessa)

The Tribe

Inhaltsangabe: Der Weg in die Freiheit von Linda Jensen

KC wird zum Orakel des Guardian und nutzt das für seine Zwecke aus, denn er versucht so an Süßigkeiten zu kommen. Tai-San wird zur Seelsorgerin des Guardian und wird immer häufiger zu ihm gerufen, denn sie soll ihm zuhören. Er vertraut nur noch ihr, und sie versteht das, denn sie hält ihn für sehr einsam, allerdings liebt sie ihren Mann Lex und der Guardian will, dass sich Tai-San ihm mehr öffnet. Sie soll die neue Verehrte Mutter werden, was Luke mit Misstrauen aufnimmt. Auch Tai-San ist getroffen als sie von den Plänen des Guardian erfährt. Luke, die linke Hand des Guardian, ist getroffen als er erfährt, dass Ellie nur mit ihm geflirtet hat um sich Vorteile für die Mall Rats zu erschleichen, denn er ahnt nicht, dass sie wirklich Gefühle für ihn hat. Nachdem sie sich geküsst haben, haben sowohl Luke als auch Ellie ein schlechtes Gewissen, denn aus ihnen kann niemals ein Paar werden, obwohl sie Gefühle für einander haben. Der Guardian will zu Ehren der neuen Verehrten Mutter, Tai-San, ein Fest veranstalten. Die Rebellen hingegen versuchen Bewegung in die Sache zu bringen, indem sie den Menschen einmal zeigen, was die Wahrheit ist, dass nicht der Guardian der Gute ist und die Rebellen die Bösen, sondern andersherum. Tai-San soll zur verehrten Mutter gekrönt werden, dabei wird sie allerdings von Lex angeschossen. Dieser hatte isch mit einer Armbrust auf das Dach gegenüber der Festlichkeiten geschlichen um auf den Guardian zu zielen, allerdings trifft er nicht und so erschießt er seine Frau. Trudy ist inzwischen bei den Rebellen und bekommt von diesen ein ganz besonderes Geschenk. Pride und May haben es geschafft Brady aus der Mall zu entführen, dort sollte sie eigentlich von Salene versorgt werden, allerdings wurde diese von Tai-San so lange abgelenkt, damit die anderen die Möglichkeit hatten das Kind der Verehrten Mutter zu entführen. Salene ist am Boden zerstört, Lex erfährt dadurch allerdings, dass er seine Frau gar nicht erschossen, sondern nur verwundet hat. Amber hingegen ist schwanger und weiß nicht, ob sie es schafft sich um das Kind zu kümmern, denn in einer Welt in der sich die Menschen betrügen, belügen und miteinander kämpfen, will sie eigentlich kein Kind bekommen. Bray weiß allerdings nichts davon, dass er Vater wird und so schreibt sie ihm einen Brief, den sie wie viele andere Briefe, die sie ihm geschrieben hat, einfach versteckt und ihm nicht zukommen lässt. Die Mall Rats wollen wieder Geld einführen, was aber auf geteilte Meinungen stößt denn noch ist viel unklar. Wie soll das Geld verteilt werden? Welchen Wert hat es? Amber und Trudy wurden entführt, Ebony weiß von wem und als Ned, der Entführer tot ist, geht sie hin um die beiden zu befreien, doch das macht Bray stutzig. Wieso wusste sie wo Trudy und Amber versteckt waren? Aber Amber und ihrem Baby geht es gut.

Detektiv Conan Band 96 von G. Aoyama

Rezension: Detektiv Conan Band 96 von Gosho Aoyama

Der 96. Band von Detektiv Conan war unglaublich spannend. Es wirkt beinahe so als wollte Gosho Aoyama im Galopp zum Ende der Serie rennen.

Wie ihr oben seht, gibt es in diesem Band gar nicht so viele Fälle. Es wird zum einen der Fall mit der Mordserie der Polizisten fertig erzählt, weiterhin gibt es in den Fall mit Kaito Kid, der alleine fünf Fälle einnimmt und dann gibt es noch den letzten Fall, der eröffnet wird und selbst auch noch mal vier Fälle einnimmt, obwohl er gar nicht so komplex ist. Aber auch dieser Fall wird erst im nächsten Band abgeschlossen.

Der Band hat mal wieder alles was man braucht: Kaito Kid kommt vor, außerdem auch Kazuha und Heiji, leider kommen dafür die Detective Boys nicht vor, weil es eben nicht so viele Fälle gibt. Dafür hat Makoto mal wieder einen Auftritt. Seltsamerweise geht es aber lieber mit Sonoko und deren Freundinnen ins Kino als alleine etwas mit seiner Freundin zu unternehmen. Auch Masumi spielt dadurch mal wieder eine Rolle (obwohl das ja in den letzten Bänden gar nicht so selten ist, weil sie eben mit Sonoko und Ran befreundet ist).

Interessant ist an dem Fall am Filmset eigentlich nur, dass zum einen Makoto ein Verdächtiger ist und zum anderen, dass nach dem ersten Mord nochmal jemand ermordet wird und somit ein Doppelmord stattfindet. Abgesehen davon gibt es eigentlich nur noch die Szene, in der Masumi Ran danach fragt, ob es nicht sein könnte, dass Conan und Shinichi die gleiche Person sind. Aber Ran zieht ihr ziemlich schnell den Zahn, indem sie erklärt, dass sie das auch schon mal dachte, dass aber Conan und Shinichi beispielsweise zusammen auf dem Schulfest, auf der Theateraufführung, waren und somit nicht die gleiche Person sein können. Aber hieran sieht man schon, dass Masumi versucht Hinweise zu finden. Worauf genau? Wahrscheinlich versucht sie sich ein Bild von allem zu machen, schließlich hat sie ja auch selbst mit dem FBI und den Männern in Schwarz, zumindest indirekt, auch zu tun.

Auch spannend sind natürlich die Liebesszenen. Auf der einen Seite klärt sich die Liebe zwischen Miike und Chiba endlich auf, denn nun wissen beide, dass sie früher zusammen in der Schule waren und wir, als Leser, wissen nun auch, dass Chiba für Miike genauso Gefühle hat wie sie für ihn. Man muss ja schon fast sagen: Leider ist es wieder so eine „wir-waren-in-unserer-Kindheit-befreundet-und-sind-seitdem-in-einander-verliebt-Geschichte“. Wir haben das Motiv ja an vielen Stellen: Shinichi und Ran, Heiji und Kazuha, Shiratori und Kobayashi und das sind nur die, die mir ad hoc einfallen. Dass sich die beiden Partner eines Paares nicht in ihrer Kindheit oder Jugend ineinander verliebt haben, ist ja schon fast die Ausnahme bei Detektiv Conan. Ich weiß nicht, ob ich das Motiv als Running Gag lustig oder einfach inzwischen nur noch geschmacklos und langweilig finden soll. Aber dass die beiden nun einen Schritt weiter sind, finde ich auf jeden Fall sehr gut.

Dass Heiji nicht checkt, dass Kazuha eigentlich Kaito Kid ist, was für jeden anderen sonnenklar ist, fand ich ziemlich witzig, weil er ihr ja eigentlich seine Liebe gestehen möchte und man davon ausgehen kann, dass er das ja irgendwie spüren müsste, wenn schon die anderen, objektiven Hinweise nicht ausreichen. Aber er merkt es eben nicht, weil er total darauf fixiert ist, ihr endlich zu sagen, dass er sie liebt. Schade, dass es dann wieder nicht klappt.

Ich glaube auch, dass Heiji und Kaito Kid bisher noch nicht allzu häufig, wenn überhaupt, aufeinandergetroffen sind. Ich kann mich gerade nicht daran erinnern, dass die beiden jemals Kontrahenten waren, aber ich würde es auch nicht ausschließen. Auf jeden Fall ist das keine regelmäßige Konfrontation, was ich ziemlich erfrischend fand.

Und natürlich sind da noch diese kleinen Hinweise auf die Schwarze Organisation: Wir haben Bourbon, der entweder mit einem Kontaktmann oder sogar dem Boss spricht (was bedeuten würde, dass wir hiermit wissen, wer der Boss ist!) und wir haben Morofushi, der einen Umschlag von seinem Bruder bekommt. Außerdem erfahren wir, dass sein Bruder einen Freund hatte, der „Zero“ hieß und dem jungen Bourbon, den wir ja vor wenigen Bänden kennengelernt haben, erschreckend ähnlich sieht. Hier scheint also wieder ein Hinweis auf die Organisation fallen lassen geworden sein. Leider erfährt Conan davon erst einmal nichts und so muss wohl jemand anders alle Hinweise zusammentragen.

Insgesamt hat mit der 96. Detektiv Conan Band von Gosho Aoyama super gefallen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band und möchte unbedingt wissen wie es weitergeht.

Der Fluch der Grabwächterin von A. Schacht

Inhaltsangabe: Der Fluch der Grabwächterin von Andrea Schacht

In dem Kriminalroman aus dem alten Rom Der Fluch der Grabwächterin von Andrea Schacht werden Didia, Ingwar, Caecilia, Titus und Khep in zwei Mordversuche hereingezogen. Bei einem Opferfest für die Ahnen stehlen die fünf die Opfergaben von den Gräbern und werden dabei von einer Grabwächterin erwischt. Sie bürdet ihnen auf, den Grabstein, von dem sie die Leckereien gestohlen haben, zu beschriften. Dafür müssen sie nicht nur rausfinden, wessen Grab es ist, sondern auch wer den Stein hat setzen lassen und aus welchen Gründen, aus welchen Hintergründen, dieser gesetzt wurde. Die fünf Kindern fangen an zu ermitteln und finden so heraus, dass das Grab Laevius gehört. Laevius ist vor einem Jahr verschwunden und es gab vorher das Gerücht, dass er versucht hat, seinen Vater umzubringen, denn sein Vater ist bei der Mannbarkeitsfeier seines Sohnes vergiftet zusammengebrochen.

Die Kinder geraten immer wieder in Gefahren, denn natürlich wollen die bösen Mächte, die für die Vergiftung des Vaters und die Verdächtigungen des Sohnes verantwortlich sind nicht, dass die Kinder ermitteln. Schließlich könnten sie aufdecken, was dahintersteckt. Immer wieder müssen die fünf Freunde ihre Komfortzone verlassen. Sie müssen sich nachts auf einen Friedhof schleichen, einer Bande junger Männer folgen und diese belauschen, in unsicheren Vierteln Erkundigungen einholen und zwielichtige Gestalten befragen. Mit jedem Tag kommen sie den Bösewichtern näher und haben am Ende das Glück, dass die Erwachsenen ihnen glauben und sich darum kümmern, dass die Verbrecher zur Verantwortung gezogen werden. Gefährlich ist es dennoch, schließlich soll ein böser Geist hinter der Bande junger Männer stecken.

SuB-Experiment Buch auf Bewährung

Kurz reingelesen: Bis ihr sie findet von Gytha Lodge

Bei Bis ihr sie findet von Gytha Lodge handelt es sich um einen Kriminalroman, in dem ein junges Mädchen namens Aurora verschwindet. Das vierzehnjährige Mädchen ist mit ihrer älteren Schwester und deren Freunden beim Campen im Wald. Die Jugendlichen feiern, trinken und nehmen Drogen und so merken sie gar nicht wie abends oder mitten in der Nacht Aurora verschwindet. Am nächsten Morgen schlagen die Jugendlichen Alarm als sie merken, dass das Mädchen verschwunden und ihr Schlafsack leer und klamm ist. Eine Suchmannschaft durchkämmt das Waldstück, doch finden sie das Mädchen nicht. Erst dreißig Jahre später findet eine junge Familie beim Campen die Knochen des Mädchens. Der Polizist Jonah Sheens, der damals gerade frisch im Dienst war, wird mit den Ermittlungen betraut und so macht er sich erst einmal daran, den sechs Freunden auf den Zahn zu fühlen…

Ich muss sagen, dass ich auch bei diesem Kriminalroman mehr als die eigentlich vereinbarten 20 Seiten gelesen habe, weil ich ihn irgendwann nicht mehr aus der Hand legen wollte. Jetzt lese ich erst einmal ein anderes Buch und würde durchaus gerne zu Bis ihr sie findet zurückkehren. Ich denke das ist ein gutes Zeichen dafür, dass ich den Krimi gerne lesen würde und so wandert das Buch mal wieder ziemlich gradlinig auf meinen SuB. Wenn das so weitergeht, muss ich ja alle sechs Bücher lesen und mein Experiment wäre dann wohl gescheitert, hm? Wir werden sehen…

Lieblingsworte

Emuna

Auch das Substantiv Emuna habe ich nicht aus meinem privaten Alltag, sondern aus der Universität. Mit Emuna ist in der jüdischen Religion der Glaube gemeint, wobei dieser laut Wikipedia kein religiöses Konzept des Judentums ist. Emuna kann auch mit h also Emunah geschrieben werden. Der passende Gegenbegriff dazu scheint der Apikorus zu sein, womit ein Mensch gemeint ist, der nicht an Gott glaubt. Emuna heißt Glaube, Zuversicht oder Vertrauen in Gott.

Der Fluch der Grabwächterin von A. Schacht

Rezension: Der Fluch der Grabwächterin von Andrea Schacht

Der Kriminalroman aus dem alten Rom Der Fluch der Grabwächterin von Andrea Schacht ist ein Krimi für Kinder. Für mich ist es immer wichtig, dass Kinder aus Büchern etwas lernen können und hier wird darauf geachtet beispielsweise die Kinder mit der römischen Gesellschaft vertraut zu machen. Beispielsweise schreibt die Autorin von Sklaven, von Gladiatoren und vom Haushalt in Rom, aber es geht auch darum wie man damals Jungs zu Männern gemacht hat, wie man überhaupt römischer Bürger wurde und wie die Stadt Rom funktionierte. Dabei streut Schacht immer wieder lateinische Begriffe ein, die dann am Rand erklärt werden. Das hat den Vorteil, dass man ziemlich gut nachgucken kann, was diese Begriffe bedeuten, aber wenn man es bereits weiß, muss man nicht irgendwelche dann überflüssigen Erklärungen im Text lesen. Ob die geschichtlichen Details so stimmen, weiß ich natürlich nicht, aber ich verlasse (muss mich verlassen) jetzt einfach mal darauf.

Der Spannungsfaktor des Buches ist nicht so wirklich hoch. Vielleicht lag es daran, dass ich einfach kein Kind mehr bin, aber ich glaube, auch den Kindern wären viele Zusammenhänge, die schon am Anfang sehr offensichtlich beschrieben werden, sehr schnell klar. So wird eben bald klar, wer für die Verbrechen verantwortlich ist; nur was genau geschehen ist und was mit Laevius genau passiert ist, bleibt über weite Teile hinweg eher unklar. Dennoch sorgt das leider nicht dafür, dass die Spannung besser Aufrechterhalten wird.

Mich hat auch gestört, dass sich die Kinder immer wieder gegenseitig ärgern. Khep beispielsweise ist der Sohn einer ägyptischen Sklavin und seine Freunde bringen dann so Kommentare in die Richtung „Khep kann das auf dem Sklavenmarkt ausspionieren. Es macht ja nichts, wenn sie den Sklaven dann weiterverkaufen.“ Ich finde solche Sprüche ziemlich verletzend und so etwas hat weder unter Freunden, noch in Kinderbüchern etwas zu suchen. Klar, Kinder rangeln miteinander, sie verletzen sich auch mal, aber bei Schacht wurde es mir irgendwann zu viel.

Insgesamt finde ich die Idee eines historischen Kinderkriminalromans total super. Auch wenn man online wenig über die beiden Kriminalromane für Kinder von Schacht findet, ist die Idee dahinter toll und ich kann diesen Roman alleine deshalb schon weiterempfehlen; die Erwartungen sollten allerdings nicht zu hoch sein.

Strandkorbträume von G. Engelmann

Abgebrochen: Strandkorbträume von Gabriela Engelmann

Vor einigen Monaten hatte ich den Roman Strandkorbträume von Gabriela Engelmann angefangen und nach etwa 100 Seiten abgebrochen. Ich versuche heute dennoch mal eine Rezension dazu zu schreiben, denn ich finde es auch wichtig, darüber zu schreiben, wenn Bücher einem mal nicht gefallen.

Bei dem Roman handelt es sich um den 4. Band der Büchernest-Reihe und es geht um die Freundinnen, die das Büchernest führen. Als Larissa Schwierigkeiten mit ihrer Schwangerschaft hat, bittet Nele eine Bekannte, ihnen tatkräftig auszuhelfen. Sophie ist gerade dabei, sich von ihrem langjährigen Freund zu trennen, und kann deshalb die Ablenkung auf Sylt in einer kleinen Buchhandlung mitzuarbeiten gut gebrauchen. Larissa ist gezwungen die nächsten Monate ihrer Schwangerschaft im Bett zu verbringen. Bea, ihre Tante und Mitbesitzerin des Büchernests heiratet und möchte so langsam mit den Schwierigkeiten der Buchhandlung nichts mehr zu tun haben und Nele plant mit ihrem Freund zusammen Literaturevents, die in dessen Hotel stattfinden sollen, allerdings bringt seine Ex-Freund diese Pläne in Gefahr.

Soweit also der Inhalt. Man merkt es vielleicht schon an den kurzen ziemlich unzusammenhängenden Sätzen: Ich hatte während es gesamten Lesens immer wieder das Gefühl, dass die Ereignisse eigentlich einzig und allein über das Büchernest zusammenhängen, dass aber die Probleme, die die Freundinnen beschäftigen untereinander eigentlich kaum in Zusammenhang stehen.

Auch der Stil hat mir nicht wirklich gefallen, weil die Spannungsbögen viel zu kurz waren. Es kam mir immer so vor, als ob etwas passiert, daraus folgen dann Konsequenzen für die Freundinnen. Dann ist das Problem behoben und es geschieht das nächste und das macht man dann so lange bis das Buch fertig ist. Selbst nach über 100 gelesenen Seiten war mir nicht klar, worauf der Erzähler hinaus will. Wann ist das Buch fertig? Was soll am Ende geschehen? Wenn man einen Krimi liest, dann lösen die Ermittler (seien es nun Polizisten oder Detektive) am Ende das Verbrechen und schnappen den Bösewicht oder auch nicht, aber normalerweise ist am Ende klar, wer der Mörder war und bei Liebesromanen folgt am Ende die Hochzeit (oder zumindest das Versprechen der Figuren, dass sie sich lieben und zusammen sein wollen), aber hier hatte ich überhaupt keine Idee, worauf der Roman denn zuarbeitet.

Darüber hinaus habe ich auch zu den Figuren keinen richtigen Zugang gefunden. Mehr als einmal war ich nicht nur genervt von dem teilweise pubertären Verhalten der Frauen, obwohl diese eigentlich alle über 30 sind. Dass ich mit Band 4 angefangen habe, kann natürlich dazu führen, dass ich keinen Zugang zu den Figuren finde, denn schließlich sind die meisten davon wahrscheinlich schon seit ein paar Bänden bekannt, und dennoch hatte ich das Gefühl, dass das nicht nur damit zusammenhängt.

Ja, das mag alles sehr gemein klingen und einer dieser Punkte hätte mich sicherlich auch nicht zum Abbrechen des Romans geführt, aber es waren so viele Sachen, die mich gestört haben (oder andersherum: mir fällt eigentlich nichts ein, was mich nicht gestört hat), dass ich einfach abbrechen musste. Aber gerade weil Engelmann sehr bekannt ist und ihre Bücher in jeder Buchhandlung liegen, wollte ich gerne meine Erfahrungen hier festhalten. Ich hatte den Roman tatsächlich auch in der Buchhandlung gesehen, habe mich aber gescheut für eine mir unbekannte Autorin das Geld auszugeben, zumal ich ja gar nicht wusste, ob mir diese Art von Romanen überhaupt gefallen. Gut, dass ich es nicht getan habe, dann hätte ich mich bestimmt noch mehr geärgert. Ich würde jetzt pauschal nicht alle Ost- und Nordseeromane ablehnen, aber ich bin mir relativ sicher, dass ich zu Engelmann so schnell nicht wieder greifen werde.

Wir sind eure Erfahrungen mit solchen Romanen oder konkret mit dieser Autorin? Habe ich vielleicht einfach mit viel Pech ihren schlechtesten Roman erwischt und der Rest ihrer Romane ist super?

Montagsfragen

Montagsfrage: 10. Februar 2020

Montagsfrage: Welche Autoren-Kollaboration wäre euer Traum?

Hallo ihr Lieben,

diese Woche will Antonia wissen, welche Autorenkolaboration unser Traum wäre. Dazu muss ich sagen, dass ich mir noch nie größere Gedanken gemacht haben, obwohl ich letztes Jahr zwei Bücher gelesen habe, die von zwei Autorinnen zusammen geschrieben wurden. Auch in der Vergangenheit habe ich schon ein paar Bücher gelesen, die von zwei Autoren gemeinsam geschrieben wurden. Großartig aufgefallen, indem beispielsweise der Stil von Kapitel zu Kapitel wechselt, ist mir das bisher eigentlich nicht.
Gerne würde ich mal ein Buch von Sir Arthur Conan Doyle und Agatha Christie lesen. Das fände ich mal richtig spannend und hätte bestimmt etwas für sich. Aber mir ist natürlich schon klar, dass es dazu nicht mehr kommen wird, wenn ich nicht vor habe, in der Zeit zurück zu reisen.
Was ich interessant finde, sind solche kolaborativen Autorenprojekte, bei denen eine Grupe von (Laien-)Autoren gemeinsam ein Buch schreibt oder bei denen die Leser selbst zu Autoren werden können und die Geschichte weiterspinnen können und nicht etwa wie bei Fan Fictions eigene Geschichten neben den eigentlichen Autorengeschichten schreiben, sondern wirklich mitschreiben können an einem Buch oder einer Reihe.
Was haltet ihr von Autoren-Kollaborationen? Gibt es vielleicht welche, auf die ihr insgeheim schon länger hofft?

Liebe Grüße
Vanessa