Sherlock Holmes Kurzgeschichten

Die fünf Apfelsinenkerne von Sir Arthur Conan Doyle

In dieser Kurzgeschichte Die fünf Apfelsinenkerne von Sir Arthur Conan Doyle geht es um John Openshaw, der mit seiner Geschichte zu Holmes kommt. Openshaw hat etwas sehr seltsames erlebt. Er wuchs einige Jahre bei seinem Onkel auf, welcher schon immer ein wortkarger, stoffeliger Mann war, der aber als er eines Tages einen Brief bekommt, noch zurückgezogener lebt. Er bekommt einen Briefumschlag, aus dem fünf Apfelsinenkerne fallen, innen stehen drei Buchstaben: KKK. Der Onkel geht in sein Zimmer und verbrennt eine Unmenge an alten Unterlagen, welche niemals von jemandem eingesehen werden durften. Erst einige Wochen später hat er einen verhängnisvollen Unfall. Er stirbt und sagt seinem Neffen zuvor noch, dass er seinem Bruder alles vermacht, wenn dieser aber auch stirbt, solle er sich hüten das Erbe seines Vaters anzunehmen. Sein Bruder bekommt das Erbe und nimmt es an. Einige Wochen später, bekommt auch er einen seltsamen Brief, welchen er allerdings nicht sonderlich ernst nimmt. Auch in diesem Brief sind fünf Apfelsinenkerne und innen stehen die drei Buchstaben: KKK. Auch John Openshaws Vater stirbt kurz darauf bei einem mysteriösen Unfall. Auch John Openshaw nimmt das Erbe an. Für Monate bleibt er unbehelligt, aber irgendwann bekommt auch er einen Brief mit fünf Apfelsinenkernen. Außerdem bekommt er den Hinweis, dass er die Unterlagen auf die Sonnenuhr im Garten legen soll. Da aber von den Unterlagen nicht mehr viel übrig bleibt, hat er nur ein Blatt, das er auf die Sonnenuhr legen könnte. Er kommt also zu Sherlock Holmes nachdem auch ihn solch ein Brief erreicht hat, allerdings erst Tage später. Holmes ist schockiert, dass Openshaw so spät zu ihm kam. Er legt ihm nahe, auf dem Heimweg vorsichtig zu sein. Am nächsten Morgen möchte er seine Ermittlungen aufnehmen. Watson teilt ihm mit, dass Openshaw tot aus dem Fluss gezogen wurde. Holmes ist wütend, er lässt nach Amerika telegraphieren, wo die Mörder herkommen, allerdings kommt das Schiff, das von England nach Amerika unterwegs war, dort niemals an, sodass die Mörder ihrer gerechten Strafe nicht mehr zugeführt werden können. Holmes wertet den Mord an Openshaw als persönliche Beleidigung, da dieser mit seiner Angelegenheit zu ihm kam.

In dieser Kurzgeschichte geht es um Mord, allerdings kommt der Klient erst zu Holmes, als er bereits eine Todesdrohung erhalten hat. Davor gab es allerdings schon zwei Morde, die als Unfälle getarnt worden waren, sodass es Holmes nicht gerade leicht hat, diesen Fall noch rechtzeitig zu lösen. Was ich nicht richtig verstanden habe, war, dass er Openshaw einfach so nach hause schickt, obwohl dieser einen recht weiten Heimweg hat, statt ihm anzubieten, dass er die Nacht bei ihm hätte verbringen können, sodass er ihn hätte schützen können oder Openshaw zumindest nicht in einen Unfall hätte verwickelt werden können. Stattdessen schickt er jemanden heim, der in Lebensgefahr schwebt. Man versteht also, warum sich Holmes hinterher große Vorwürfe macht.

In dieser Geschichte geschieht insgesamt sehr wenig, denn hauptsächlich besteht diese Geschichte aus einem recht langen Intro, in welchem Watson von der Situation der Geschichte berichtet, nämlich, dass diese Geschichte einer der seltsamsten Dinge war, die ihnen jemals passiert sind. Weiterhin funktioniert diese Geschichte sehr viel über das Gespräch, das Holmes, Watson und Openshaw miteinander führen und so passiert relativ wenig während dieser Geschichte, obwohl sie wirklich sehr seltsam ist und Holmes dennoch mit wenigen Anstrengungen hinter die Geheimnisse dieser mysteriösen Botschaften kommt.

Insgesamt ist die Geschichte Die fünf Apfelsinenkerne von Sir Arthur Conan Doyle wohl eine der mysteriösesten Geschichten, und gleichzeitig auch die bisher mordreichste der Kurzgeschichten, weshalb ich diese Geschichte auch empfehlen möchte, ist die Tatsache des Rätsels und dass Holmes den jungen Openshaw hätte retten können. Insgesamt ist Die fünf Apfelsinenkerne also eine interessante Geschichte von Doyle, aber dennoch nicht das Meisterwerk schlechthin.

Das Logo von W. Borchers

Inhaltsangabe: Das Logo von Wolfgang Borchers

In dem Kriminalroman Das Logo von Wolfgang Borchers müssen Kriminalhauptkommissar Trinkhaus und seine Kollegen zum zweiten Mal in Wetzlar ermitteln. Leo geht es gut, dann er hat seit etwa einem Jahr eine Freundin: Carola, mit der er inzwischen mehr Zeit in ihrer Wohnung als in der eigenen verbringt. Dirk Roß ist mit Elke zusammen und auch bei Hanne Ziegler und ihrem Ehemann scheint es gut zu laufen.

Als eines Morgens ein Mann erschossen in seinem Auto aufgefunden wird, muss das Team ermitteln. Wer war der Mann und kann es um diese Uhrzeit bereits Zeugen geben? Wurde der Mann aus privaten oder geschäftlichen Gründen ermordet? Trinkhaus und seine Kollegen finden heraus, dass der Mann als Regionalbetreuer für eine Windkraftanlage in Wetzlar war. Die Firma, für die er arbeitet, sitzt in Kiel und kann zu den Ermittlungen nicht so wahnsinnig viel beitragen. Da Bergmann aber keine Familie hatte, und auch noch nicht so viele Freunde in der neuen Heimat, lässt sich ein Verbrechen aus privaten Motiven relativ zeitnah ausschließen.

Es ist klar, dass Wetzlar gespalten ist, ob der Windkraftanlage. Manche wollen sie, weil sie sie als guten Schritt in die Zukunft sehen und andere wiederum sind rundheraus dagegen und formieren sich sogar zu einer Bürgerinitiative. Gemeinsam organisieren sie sich und versuchen sogar mit den örtlichen Politikern ins Gespräch zu kommen, um heraus zu finden, wie die Stadt zu dem Projekt steht. Trinkhaus und seine Kollegen ermitteln in viele Richtungen, doch letztlich finden sie den Hinweis in Wohnung und Auto des Verstorbenen. Als sie im Auto einen versteckten Schlüssel finden, müssen sie schnell herausbekommen, woher der Schlüssel kommt, denn sie finden abgesehen von diesem Hinweis keine anderen Ermittlungsansätze.

Sie finden die Bank, zu deren Schließfachanlage der Schlüssel geht und fahren dorthin. Dort angekommen, finden sie im Schließfach wichtige Dokumente für den Bau der Anlage, und obwohl Bergmann das letzte Mal deutlich vor seinem Tod am Schließfach war, verbirgt sich darin endlich eine erste richtige heiße Spur. Parallel hat sich aber auch noch ein anderes Kommissariat in die Ermittlungen eingeschaltet, denn sie müssen im gleichen Umkreis ermitteln, nachdem es Vorwürfe von Bestechung und Unterschlagung gab.

Das Logo von W. Borchers

Rezension: Das Logo von Wolfgang Borchers

Zu erst einmal: Man sollte bei dieser Reihe, glaube ich, wirklich alle drei Bände in der richtigen Reihenfolge lesen, weil ich nicht sicher bin, wie viele zwischenmenschliche Verbindungen klar sind, wenn man die Bände in falscher Reihenfolge liest.

Auch in diesem Band werden wieder, wie in einem Regionalkrimi üblich, viele örtliche Begebenheiten beschrieben und man kommt dieses Mal sogar ein bisschen aus Wetzlar selbst heraus und bekommt eine Beschreibung der umliegenden Dörfer und Städte, darunter beispielsweise Herborn. Dafür kommen die Wetzlarer Örtlichkeiten aber ein bisschen kurz, was aber der Lesefreunde keinen Abbruch tut.

In den Privatleben der verschiedenen Kommissare gibt es keine Streitereien, keinen Zwist, alles scheint gut zu laufen, allerdings geschehen dennoch unglaublich viele Dinge in den Privatleben. Würde man den gesamten privaten Inhalt aus dem Krimi herauslassen, hätte man, vermute ich, nicht einmal mehr die Hälfte an Seiten. So wird beispielsweise auch die Frage, warum einer der Kolleginnen am Anfang des Romans bei einer Veranstaltung im Rosengärtchen so schlecht wurde, nicht geklärt. Irgendwie hatte ich ja gehofft, dass das mit den späteren Ermittlungen zu tun haben wird. Aber die Polizisten waren nun mal privat im Rosengärtchen, sodass hier wieder etwas sehr ausführlich geschildert wird, das für die Ermittlungen überhaupt keine Relevanz hat.

Darüber hinaus werden die Polizisten dieses Mal als ziemlich inkompetent dargestellt. Ich meine, dass man versucht, eine humoristische Note in einen Krimi zu bringen, finde ich gut. Ich kann auch verstehen, wenn man die Polizisten mal Fehler machen lässt, damit diese etwas menschlicher und vielschichtiger wirken, aber was mich wirklich gestört hat, war, dass die Polizisten beispielsweise den Schlüssel finden und daraufhin erfahren zu welcher Bank dieser gehört. Sie wollen zu viert hinfahren und nicht einer fragt Mal: Hey, wer nimmt eigentlich den Schlüssel mit? Ich meine, ja, derjenige, der den Schlüssel beaufsichtigt hat ihn vergessen, aber auch keiner der anderen drei hat Mal gefragt, ob er an den Schlüssel denkt. Sie stehen schon unten im Tresorraum der Bank bevor sie merken, dass sie den Schlüssel vergessen haben. Das wirkt alles in allem sehr unprofessionell, wozu auch zu zählen wäre, dass Trinkhaus, seine Freundin einen Teil der Ermittlungen durchführen lässt, indem sie als Reporterin getarnt bei verschiedenen Menschen anruft, um sich Informationen zu beschaffen. Wer kommt den auf die Idee, dass man solche Anrufe seine Freundin machen lassen sollte.

Leider zogen sich diese Schnitzer durch den ganzen Krimi, weshalb die Polizisten auf mich nur noch einen unprofessionellen Eindruck machten und überaus lächerlich wirkten. Auch, dass der Kriminaltechniker eine Woche braucht um die Wohnung des Ermordeten zu untersuchen, finde ich ein starkes Stück. Da ist ein Mensch gestorben und man versucht nicht einmal Informationen über den Ermordeten zu erhalten, indem man seine Wohnung untersucht. Vielleicht lag das schlichtweg daran, dass die Ermittlungen dann mehr oder weniger vorbei gewesen wären, weil im Auto ja der Schlüssel war, der die heiße Spur zum Täter ist.

Insgesamt gaben diese ganzen Schnitzer und Probleme mit der Polizeiarbeit durch den gesamten Kriminalroman, sodass ich Das Logo von Wolfgang Borchers nur sehr kritisch weiterempfehlen kann. Wenn man Wetzlar kennt und mag, kann der Krimi trotz einiger Schwächen vielleicht dennoch Spaß machen, aber ich hatte dennoch so meine Probleme mit diesem.

Montagsfragen

Montagsfrage: 23. März 2020

Montagsfrage: Welches Buch hast du zuletzt beendet?

Hallo ihr Lieben,

ich bin diese Woche zwar etwas verspätet aber dennoch bei der Montagsfrage dabei! Diese Woche möchte Antonia wissen, welches Buch wir zuletzt beendet haben.
Lustigerweise habe ich das Buch, das ich zuletzt beendet habe, schon an anderer Stelle auf meinem Blog erwähnt, aber noch nicht rezensiert. Ich habe als letztes von Sergio Bambaren Der Traum des Leuchtturmwärters beendet und kann euch das Buch nur empfehlen. Es handelt sich um eine Liebesgeschichte, die aber vor einem unglaublich schönen Hintergrund erzählt wird; am Meer, in einem Leuchtturm. Aber es geht auch darum, dass man seine eigenen Grenzen überwinden muss, um über sich selbst hinauszuwachsen und sein eigenes Leben zu leben und glücklich zu werden. Das hat mir alles in allem sehr gut gefallen. Kennt ihr das Buch? Oder ein anderes Werk des Autors?

Liebe Grüße
Vanessa

The Tribe

Rezension: Die Ankunft der Technos von Linda Jensen

Ich muss sagen, dass es mir ziemlich gut gefallen hat, dass man endlich mal einen Einblick in Ebony erhalten hat, denn durch ihre Internetbrieffreundschaft offenbart sie ihrem Gesprächspartner ihr Innerstes, sodass der Leser auch einen Einblick in sie erhält. Diese Tatsache führte allerdings auch dazu, dass es sich sehr dolle um Ebony dreht, natürlich erfährt man auch etwas über Lex und Salene, auch Pride, Amber und Trudy kommen in diesem Band vor, allerdings nur sehr, sehr kurz und sind eher Randfiguren. Dafür gibt es natürlich jede Menge neuer Charaktere, darunter Ram, Jay, Ved, Java und Siva, die eine ziemlich große Rolle einnehmen. Neue Charaktere kennenzulernen ist natürlich spannend und hat vermutlich auch den Grund, dass die Geschichten mit den alten Gegnern so langsam ausgingen. Es ist eine einfache Erklärung, dass entweder die alten oder die neuen Gegner, einige der Stammcharaktere verschwinden lassen haben, sodass man Platz schafft für neue.

Auch die Intrigen der Schwester Java, Siva und Ebony sind interessant, denn wir kannte bisher noch Ebony und jetzt wo es mehr als eine davon gibt, wird es ziemlich brenzlig. Java intrigiert gegen Ebony, weil sie sie nicht leiden kann, gleichzeitig aber auch gegen ihre Schwester Siva, die sie mag, damit diese nicht später verletzt wird, allerdings nimmt sie dafür in Kauf, dass sie jetzt verletzt wird, denn sie ist der Meinung, dass ein Städter ihrer Schwester nicht gut tut und die Affäre, die Siva mit Lex hat, könnte auffliegen, was auch negative Konsequenzen für Java haben könnte.

Die Extras, die in den Bänden verarbeitet sind, geben dem Leser oftmals das Gefühl, hautnah dabei zu sein, gleichzeitig werden in diesem Band neuere Techniken eingebunden, sodass es sowohl Internet, außerdem Chaträume oder moderne Kommunikationsmittel gibt, allerdings wirkt es so, als ob dieser Roman schon recht alt ist, Kunststück, ist er doch aus dem Jahr 2003, wo diese Techniken gerade erst aufkamen.

Alles in allem fand ich den fünften Band von The Tribe Die Ankunft der Technos von Linda Jensen nicht schlecht, auch wenn mir meine alten, bekannten Charaktere gefehlt haben, sodass ich ihn dennoch weiterempfehle, allerdings unter Vorbehalt.

Leseaktionen

Mein Sub kommt zu Wort März 2020

Hallo ihr Lieben,

ich bin heute wieder ein bisschen später dran, aber Vanessa wollte mich vorher nicht an den Laptop lassen *grummel, grummel*. Nun darf ich aber dran und fange deshalb auch direkt mit den Fragen an, damit ich nicht noch mehr Zeit verliere:

 

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Derzeit bestehe ich aus 23 Büchern. Das war gar nicht so leicht rauszufinden, weil Vanessa ihre Liste im Moment nicht so besonders ordentlich führt und ich deshalb mal durchzählen musste, wer denn eigentlich noch auf mir wohnt und wer schon ausgezogen ist.

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Tatsächlich hat Vanessa diesen Monat kein neues Buch dazu bekommen, sodass ich also tendenziell gar nicht wachsen konnte.

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Vanessa hat als letztes den Roman Der Traum des Leuchtturmwärters von Sergio Bambaren gelesen. Den wollte sie ja auch für die Aktion lesen, deshalb auch noch gleich mehr dazu. Die Rezension hat Vanessa aber noch nicht geschrieben, deshalb wird sie wohl auch noch nicht so bald kommen.

  1. Lieber SuB, es wird an der Zeit, mal etwas Spannung in deine Stapel zu bringen, zeig uns also diesen Monat Thriller und Krimis aus deinen Weiten bzw. jene Bücher, in denen sicher jemand umgebracht wird.

Rückblick: Wie ich eben schon geschrieben hatte, hat Vanessa eines der drei Bücher bereits gelesen: Sie hat den Roman Der Traum des Leuchtturmwärters von Sergio Bambaren gelesen, weil bei Leuchtturm das t doppelt ist. Damit hat das Buch auf jeden Fall zu der Frage gepasst. Vanessa hat, wir gesagt, noch keine Rezi geschrieben und sie hat auch gesagt, dass sie dazu in den nächsten Wochen wohl erst mal nicht kommen wird, aber sie hat gesagt, dass ihr das Buch sehr, sehr gut gefallen hat.

Zukunft: Spannungsvolle Bücher von meinem Stapel soll ich zeigen. Derzeit leben noch 7 Krimis auf mir, was im Verhältnis auf jeden Fall nicht schlecht ist, aber Vanessa hat ein Problem: Es handelt sich bei allen Krimis um nicht, worauf sie Lust hat, deshalb fällt es mir recht schwer, ihr etwas zu empfehlen. Es sind nämlich noch zwei Agatha Christie-Krimis: auf den einen hat sie absolut keine Lust und der andere ist ein Weihnachts-Krimi. Außerdem sind noch fünf Kriminalromane auf mir, die Vanessa aber auch nicht unbedingt lesen will. Alles in allem muss ich mir also noch mal etwas Gutes überlegen, damit Vanessa diese Aufgabe schaffen kann.

Wie sieht es bei euch aus? Wart ihr im letzten Monat erfolgreich? Welche Krimis werdet ihr bis April lesen?

Liebe Grüße SuBy (& Vanessa)

Lauter reizende alte Damen von A. Christie

Inhaltsangabe: Lauter reizende alte Damen von Agatha Christie

In dem Roman Lauter reizende alte Damen von Agatha Christie ermitteln Tommy und Tuppence Beresford in ihrem dritten Roman. Inzwischen sind sie ein älteres Ehepaar mit erwachsenen Kindern, doch Tuppence kann ihre ermittlerischen Instinkte nicht einfach abstellen und so wird sie hellhörig als sie zusammen mit ihrem Mann dessen Tante Ada in ihrem Altersheim besucht und dort auf Mrs. Lancaster trifft, die sie fragt, ob es „ihr armes Kind“ war. Kurz nach dem Besuch stirbt Ada und so müssen Tommy und Tuppence die Habseligkeiten von Tante Ada sichten und ausmisten. Dabei stoßen sie auf ein Bild von einem Haus an einem Kanal. Tuppence ist sich sicher, dass sie das Haus schon einmal gesehen hat, weiß aber nicht mehr wann und wo und als sie dann auch noch erfährt, dass Mrs. Lancaster Ada das Bild geschenkt hat und dann urplötzlich abgeholt wurde, macht sich Tuppence Sorgen. Sie möchte Mrs. Lancaster wenigstens fragen, ob es in Ordnung ist, wenn sie das Bild behält, doch sie schafft es einfach nicht Verbindung zu ihr aufzunehmen. Miss Packard, die Leiterin des Altenheimes hat zwar eine Adresse von einem Hotel, doch dort haben Mrs. Johnson und Mrs. Lancaster niemals eingecheckt.

Nach einigen Tagen fährt Tommy zu einem Treffen mit früheren Freunden und Tuppence fällt langsam ein, wo sie das Gebäude gesehen hat. Es war aus einem Zug heraus und auf dem Weg nachhause von einer Feier oder auf dem Weg zu einer Feier. Und so geht sie alle Feiern der letzten Jahre durch, bei denen sie mit dem Zug gefahren ist. Tuppence fährt im Auto in Richtung Sutton Chancellor, denn dort in der Nähe hat sie das Haus am Kanal zum ersten Mal gesehen; damals nahm sie sich vor, wiederzukommen und so nutzt sie die Tage ohne ihren Mann für einen kurzen Urlaub. Und ihren Urlaub nutzt sie für die Ermittlungen. Sie findet heraus, dass in dem kleinen Ort zwar niemand Mrs. Lancaster kennt, dass dort jedoch vor vielen Jahren einige Kinder ermordet wurden.

Tuppence kommt nicht weiter, die Erzählungen der Dorfbewohner bringen keine wirklichen Hinweise und auch die Befragung der Makler bringt keine Neuigkeiten, sodass sie einfach nicht mehr weiß wie sie weiter ermitteln soll. Deshalb möchte Tuppence am Tag der Rückkehr ihres Mannes ebenfalls nachhause kommen, doch sie kommt nicht. Als sie auch am nächsten Tag noch nicht zurück ist, macht sich ihr Mann ernsthafte Sorgen, denn er geht davon aus, dass sie sich gemeldet hätte, wenn sie es nicht schaffen würde. Er sucht also einen bekannten Galeriebesitzer auf, der ihn an die Frau des Künstlers, der das Bild mit dem Haus am Kanal gemalt hat, weiterleitet. Dort erfährt er zwar nichts über seine Frau, aber dennoch einige interessante Details und er ahnt, dass sie ihm etwas vorenthält. Als seine Tochter anruft, weil eine Frau mit dem Mädchennamen ihrer Mutter in einem Krankenhaus in der Nähe von Sutton Chancellor liegt, die offenbar ihr Gedächtnis verloren hat, weiß Tommy wo er nach seiner Frau suchen muss und fährt dorthin. Gemeinsam ermitteln sie nun weiter, finden aber kaum etwas heraus. Die Puzzleteile liegen auf dem Tisch, doch sie schaffen es einfach nicht, sie zu ordnen.

Tuppence möchte zum Abschied nochmal zum Haus am Kanal und so fährt sie alleine zu den Perrys, die die eine Seite des Hauses bewohnen. Es scheint niemand zuhause zu sein bis auf Mrs. Lancaster. Mit der alten Dame möchte Tuppence nun noch einen Tee trinken und sie nach dem Bild fragen bis sie in höchste Gefahr gerät.

Leseaktionen

Lesetipps für den Frühling 2020 – Blogger stellen dir ihr Lieblingsbuch vor

Hallo ihr Lieben,

wieder fragen Leni und Tanja nach unseren Lieblingsbüchern. Dieses Mal sollen wir euch unsere Lieblingsbücher für den Frühling vorstellen. Ich bin etwas verwirrt von dem Rhythmus, denn irgendwie dachte ich, dass nach Oktober und Januar erst wieder April dran wäre, aber es war dann doch schon der März und deshalb bin ich ein bisschen später dran, das nächste Mal gucke ich wieder häufiger in die beiden Blogs rein und schaffe es dann bestimmt auch wieder früher. Nun aber ohne weitere Umschweife zu meinen Empfehlungen:

Ich möchte euch den Roman Die Detektive vom Bhoot-Basar von Deepa Anappara empfehlen. Der Roman ist gerade erst im März rausgekommen und beschäftigt sich mit einem sehr sozial-gesellschafts-kritischen Thema: In Indien in einem kleinen Basti verschwinden Kindern. Es fängt langsam mit einem Klassenkameraden von Jai, Pari und Faiz an. Aber es verschwinden im Laufe der nächsten Wochen immer mehr Kinder und die drei Jungdetektive finden zwar immer wieder Spuren, kommen in ihren Ermittlungen aber nicht wirklich weiter. Wie soll das nur weitergehen?

Außerdem möchte ich euch Der Traum des Leuchtturmwärters von Sergio Bambaren empfehlen. Sergio Bambaren schreibt immer wieder unglaublich poetisch und ästhetische Romane. Hier geht es um eine Frau und einen Mann, die sich durch einen großen Zufall kennenlernen. Sie unterhalten sich gut und spüren sofort eine starke Bindung, sodass sie auch schon nach kurzer Zeit zusammenkommen. Ihr Eltern sind gegen die Verbindung, denn schließlich reisen und leben die beiden miteinander, sind aber gar nicht verheiratet. Sie lernen einen älteren Herrn kennen, der von allen nur Admiral genannt wird. Mit ihm renovieren sie gemeinsam seinen Leuchtturm und im Gegenzug lehrt er sie ‚ihre gläsernen Wände zu durchschreiten‘.

Und nachdem ich nun zwei normale Romane empfohlen habe, möchte ich noch einen Krimi empfehlen: Im Tal der Hoffnung von Silke Ziegler. Der Krimi spielt in Südfrankreich und es geht um eine unglaublich starke Frau: Coralie Beladier wird von einem Verrückten entführt, vergewaltigt und dann einfach so laufen gelassen. Raphaël Dumont ist Privatermittler und wird von dem Vater des derzeitigen Opfers beauftragt Adèle Nélard zu finden. Er bittet Coralie wieder zurück ins Leben zu kommen und ihm zu helfen, den Entführer endlich zu finden und zu verhaften.

 

So das sind die drei Bücher, die ich als Lektüre für den Frühling nur empfehlen kann. Zwar ist das ein oder andere bestimmt auch als Sommerlektüre geeignet (bspw. der Südfrankreich-Krimi oder der Traum des Leuchtturmwärters mit der atemberaubend schönen Kulisse am Meer), aber ich denke, dass sie vor allem bei Sonnenschein und warmen Temperaturen sich auch ganz wunderbar als Frühlingslektüre eignen. Kennt ihr vielleicht eines der Bücher und könnt es empfehlen? Welche Bücher empfehlt ihr für den Frühling 2020?

Liebe Grüße

Vanessa

Lauter reizende alte Damen von A. Christie

Rezension: Lauter reizende alte Damen von Agatha Christie

Lauter reizende alte Damen von Agatha Christie ist der 59. Roman der Autorin und der dritte Band mit den Ermittlern Tommy und Tuppence Beresford. Ich muss dazu sagen, dass dieser Band der erste Band von den beiden war und an der ein oder anderen Stelle habe ich mich ein bisschen geärgert, dass ich nichts über die beiden weiß, weil ich das Gefühl hatte, dass einem nicht alle Informationen mitgeteilt werden was die Vergangenheit und die ermittlerischen Fähigkeiten der Protagonisten angeht. Aber davon abgesehen lässt sich der dritte Band auch gut lesen, wenn man die beiden ersten Bände noch nicht kennt.

Das besondere an dieser Reihe ist wohl, dass die Protagonisten mit der Zeit mitaltern. Das ist insofern erwähnenswert, weil weder Poirot noch Miss Marple so wirklich altern, außerdem erwähnt Tuppence an einigen Stellen, dass sie merkt, dass sie einfach zu alt wird, um auf eigene Faust zu ermitteln und sie sich deshalb in Gefahr bringt. So richtig wahr haben will sie das aber nicht.

Bei Tuppence Beresford musste ich häufiger an Miss Marple denken, denn da lassen sich durchaus einige Parallelen ziehen und ich würde auch nicht ausschließen, wenn Agatha Christie einige ihrer Erfahrungen in den Charakter der Tuppence Beresford eingearbeitet hat; kann aber weder sagen an welchen Stellen genau ich das Gefühl hatte, noch wie ich darauf kam.

Die Geschichte an sich ist ziemlich spannend, wenngleich auch etwas verwirrend, weil es ständig hin und her ging und Tuppence keine richtigen Hinweise auf den Täter bekommt, wobei es ja auch eigentlich keinen richtigen Täter gibt. Zumindest am Anfang nicht, später stellt sich ja heraus, dass jemand die Kinder ermordet hat und dass das irgendwie mit Diebstählen, leerstehenden Häusern und der verschwundenen Mrs. Lancaster in Zusammenhang stehen könnte. Und als Tuppence dann niedergeschlagen wird, weiß sie, dass sie irgendjemanden nervös macht mit ihren Nachforschungen. Ich rate dazu, den Roman nicht mit zu großem Abstand zu lesen, da es sonst ziemlich undurchsichtig wird. Ich hatte nach einer Pause wirklich Schwierigkeiten wieder reinzukommen und die verschiedenen Figuren und Handlungsebenen auseinanderzuhalten.

Insgesamt haben mir die Figuren und die Geschichte wirklich gut gefallen und ich kann diesen wirklich empfehlen. Einziges Manko war für mich tatsächlich, dass man als Leser das Gefühl hat, dass einem die ein oder andere Information über Tommy und Tuppence vorenthalten wird. Und ich weiß nicht wie es in den anderen Bänden ist, aber hier hatte Tommy verhältnismäßig wenig Ermittlungsarbeit zu leisten, weil er zwischendurch mal für ein paar Tage wegfährt und seine Frau in der Zeit die Ermittlungen anstellt (dafür liegt Tuppence dann auch ein paar Tage im Krankenhaus während Tommy ermittelt).