Der verborgene Stern von N. Roberts

Rezension: Der verborgene Stern von Nora Roberts

Der verborgene Stern ist der erste Teil der Sterne Mithras-Trilogie. Der zweite Teil heißt Der gefangene Stern und der dritte Teil Der geheime Stern. Ich hatte den dritten Teil mal aus einem Bücherschrank gezogen und fand den eigentlich gar nicht so schlecht. Mir gefiel die Mischung aus Liebesgeschichte und Kriminalroman sehr gut, sodass ich mir dachte, dass ich von dieser Reihe ruhig die ersten beiden Teile auch noch lesen könnte, also ließ ich mir den ersten Teil schenken.

Der verborgene Stern fängt schön an, man kommt gut in die Geschichte rein. Sie ist lustig und traurig und man kann sich in die Charaktere hineinfühlen, aber dann…

…Bailey ist ständig verunsichert. Sie ist jetzt nicht wirklich eine Heulsuse, aber sie klammert sich an Cade. Klar, die Frau ist verängstigt. Sie weiß nicht wer sie ist, sie weiß nicht wo sie ist und sie hat keine Ahnung wie Geld, Diamant und Waffe in ihren Besitz gekommen sind, aber dass sie sich ständig so verzweifelt an Cade klammert, wirkte wirklich unselbstständig. Sie bittet ihn „mit ihr Liebe zu machen“, was ich persönlich wirklich schräg fand und auch, dass sie ihm Vorwürfe macht, weil er die Frauen mochte, mit denen er geschlafen hat und als er sich wehrt und aufbraust, dass er nicht einfach seine Vergangenheit ungeschehen machen kann und das auch eigentlich gar nicht will, und sie dann direkt zurückrudert fand ich ziemlich doof. Außerdem mochte ich sie nicht, weil sie sich keine Gedanken darüber macht, ob sie verheiratet ist oder einen Freund hat und sie auch gar nicht weiter darüber nachdenkt, ob sie vielleicht Kinder hat. Sie hat Angst davor, dass sie jemanden entführt oder umgebracht oder ausgeraubt haben könnte, aber über andere Dinge denkt sie nicht nach. Und dann sein Verhalten: Der Schönling aus reichem Hause. Klar, Cade will anders sein, deshalb hat er ein schäbiges Büro in einem schäbigen Gebäude, aber er will doch nicht so anders sein, als dass er das Erbe seiner Verwandten ausgeschlagen hätte und sich sein Geld lieber auf seine Weise verdient und dann auch nur in einer kleinen, winzigen Wohnung lebt. Das ist ihm seine Unabhängigkeit dann doch nicht wert und dann das Verhalten Bailey gegenüber. Er muss sie beschützen (okay, ist lieb gemeint, aber naja) und ist total stolz darauf, dass er ihr erster Liebhaber war. Er hat sie entjungfert also gehört sie jetzt ihm und schließlich hat er ja auch eine besondere Rolle bei ihr eingenommen also darf er sich wohl auch etwas darauf einbilden, aber wenn er sich auch nur vorstellt, dass sie vielleicht mit einem anderen Mann zusammen ist oder war, dann wird er eifersüchtig, aber er als großer, starker Mann darf natürlich mit so vielen Frauen geschlafen haben wie er möchte und eifersüchtig hat Bailey darauf gefälligst auch nicht zu werden, denn schließlich ist er der Mann und sie die Frau. Ugga!

Und dann die Vergewaltigung. Okay, man muss es nicht unbedingt als solche bezeichnen, aber ich finde, wenn eine Frau nein sagt und der Mann sich davon nicht abhalten lässt und dennoch mit ihr schläft und hinterher noch ein schlechtes Gewissen hat, weil er eine Frau noch niemals so grob behandelt hat und selbst weiß, dass seine Machtansprüche an sie vielleicht ein bisschen zu hoch gegriffen sind, und man ihm das schlechte Gewissen sogar anmerkt, dann sollte man mal darüber nachdenken, ob man nicht vielleicht ein Problem hat. Bailey hatte mit seinem Verhalten offensichtlich kein Problem, zumindest sagt sie dazu nichts weiter, aber richtig glücklich wirkt sie damit auch nicht.

Insgesamt gefiel mir der Einstieg zu Der verborgene Stern von Nora Roberts ganz gut und auch die Geschichte war nicht schlecht. Man hätte diese sicherlich an einigen Stellen noch spannender gestalten können, denn die Idee dahinter war gut. Ich fand nur die Umsetzung schwierig, denn irgendwie finde ich, dass Cade sein Geld nicht wert ist. Seine Ermittlungsarbeit war nur sehr eingeschränkt zu finden und so fand ich einfach die Art und Weise wie die Handlung vonstattengeht nicht so toll. Außerdem mochte ich die Figuren überhaupt nicht, weder die einzelnen Protagonisten noch die Interaktion der beiden miteinander, sodass ich Der verborgene Stern von Nora Roberts leider überhaupt nicht weiterempfehlen kann.

SuB-Experiment Buch auf Bewährung

Kurz reingelesen: Im Tal der Hoffnung von Silke Ziegler

Bei Im Tal der Hoffnung von Silke Ziegler handelt es sich um einen Frankreich-Krimi. Wir werden direkt in das Gefängnis zu einem der Opfer gestoßen und verstehen erst einmal genauso wenig wie das Opfer. Aber nach und nach wird immer mehr klar. Wir machen einen zeitlichen und auch örtlichen Sprung: Das Opfer ist frei und baut sich wieder ein eigenes Leben auf. Parallel verschwindet eine andere Studentin nach einer Party. Natürlich ist das erste Opfer sehr beunruhigt als von dem mysteriösen Verschwinden berichtet wird…

Ich muss sagen, dass mir das Buch bis dahin ganz gut gefallen hat. Es handelt sich um einen recht gruseligen Thriller, weil das Leid ziemlich direkt beschrieben wird, dennoch bin ich gespannt wie es weitergeht. Es ist jetzt tatsächlich auch schon ein paar Tage her, dass ich das Buch gelesen habe und dennoch geht es mir nicht aus dem Kopf. Im Tal der Hoffnung von Silke Ziegler wird also auf jeden Fall auf meinen SuB wandern.

Montagsfragen

Montagsfrage: 20. Januar 2020

Montagsfrage: Braucht man eigentlich Kochbücher?

Hallo ihr Lieben,

Antonia fragt heute, ob man eigentlich Kochbücher braucht. Ich muss sagen, dass ich zwar ein paar Kochbücher im Regal stehen habe, diese aber ziemlich selten benutze. Ich finde ein Buch in der Küche ziemlich unpraktisch. Was ich hingegen ziemlich cool finde, sind diese Kochbücher, die man selbst mit seinen Lieblingsrezepten füllen kann, weil man dann mal einen Ort hat, an dem man immer wieder nachschlagen kann.
Was haltet ihr von Kochbüchern? Benutzt ihr sie, oder sind sie euch zu unpraktisch?

Liebe Grüße
Vanessa

Leseaktionen

Mein Sub kommt zu Wort Januar 2020

Hallo ihr Lieben,

hier ist mal wieder SuBy. Endlich darf ich auch mal wieder was bloggen. Ich bin jetzt seit ungefähr einem Jahr dabei und es gefällt mir eigentlich ziemlich gut und deshalb werde ich auch in diesem Jahr wieder mitmachen, aber fangen wir doch vielleicht mit dem ersten Monat an:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Im nächsten Absatz könnt ihr es lesen. Ich habe ein bisschen zugenommen: 9 mehr als noch im Dezember. Das macht dann insgesamt 32 Bücher, die ich derzeit beherberge. Aber Vanessa hat schon angedeutet, dass sie in den nächsten Wochen wieder einiges davon weglesen möchte.

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Tja in den letzten Wochen sind bei mir einige neue Bücher eingezogen. 9 Bücher waren es, wie ihr ja bereits gelesen habt. Das sind natürlich deutlich mehr als die geforderten drei, die ich vorstellen darf. Leider fällt es mir unglaublich schwer, mich zu entscheiden. Also wen wählen wir? Dich, du darfst uuuuund ach ja. Du. Zum einen habe ich Agatha Christies Die Mausefalle neu dazu bekommen, weiterhin kam auch noch von Gosho Aoyama der 96. Detektiv Conan-Band hinzu und von Carly Phillips Einfach sexy. Kennt ihr eines der Bücher?

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Weil Vanessa so eine große Lust auf Gabriele Beyerlein hatte, hat sie jetzt erst einmal eines der Bücher der Autorin gelesen und dabei mit großem Schreck gemerkt, dass sie schon fast alle der Bücher von der Autorin gelesen hat. Das findet Vanessa vor allem deshalb bedauerlich, weil sie so gerne Bücher von Beyerlein liest und noch keinen anderen Autoren gefunden hat, der historische Kinderbücher schreibt und das so anschaulich und spannend macht. Kennt ihr vielleicht einen, den ich Vanessa empfehlen kann?

  1. Lieber SuB – gesundes neues Jahr dir, auf das du weiter munter vor dich hinstapelst und dein BesitzerIn fleißig deine Bücher liest. Um direkt etwas Schwung ins neue Jahr zu bringen, zeige uns doch bitte eine Auswahl jener Bücher, die dein BesitzerIn dieses Jahr unbedingt endlich lesen soll!

Rückblick: Vom vorletzten Mal muss Vanessa ja noch die Kucera lesen, was sie immer noch nicht gemacht hat. Außerdem wollte sie ja einen Familienroman lesen, also einen Roman, in dem der Protagonist Geschwister hat oder seine Familiengeschichte nachverfolgen will. Vanessa hatte ich dafür zum einen Garrett von Lori Foster und zum anderen Vanessa da Matas Blumentochter vorgeschlagen. Davon hat sie natürlich wieder keinen gelesen, dafür aber einen anderen Familienroman, von daher werde ich den einfach mal zählen.

Zukunft: Ohje, so eine schwierige Frage. Fangen wir doch bei meiner SuB-Liste mal oben an. Ich empfehle Vanessa also erst einmal Gosho Aoyama Detektiv Conan Band 96, Band 69 und 70 und somit alles was sie von dem Autoren auf mir hat. Außerdem empfehle ich Vanessa von Eileen Auras Diese Magie der Liebe, Beyerleins In ein Land, das ich dir zeigen werde, Agatha Christies Die Mausefalle, Jennifer Crusies Beim zweiten Mann ist alles anders, Vanessa da Matas Blumentochter, Lori Fosters Es gibt keinen Ausweg, Michael Kiblers Engelsblut, Ulrike A. Kuceras Mordssommer, Sagans Lieben Sie Brahms? Und Vikas Swarups Die wundersame Beförderung. Okay, das ist wohlgemerkt eine ziemliche Menge, aber ich konnte mich einfach so schlecht entscheiden und so hat Vanessa wenigstens ein bisschen Auswahl, was sie bis zum nächsten Mal lesen möchte. Kennt ihr eines der Bücher?

Liebe Grüße

SuBy (& Vanessa)

Lieblingsworte

Präjudizieren

Das Verb präjudizieren kommt aus dem Lateinischen praeiudicare auf deutsch vorgreifen oder im Voraus entscheiden. Prae heißt vor(her) und iudicare heißt judizieren, sodass zusammengesetzt präjudizieren entsteht. Die bildungssprachliche und die rechtliche Bedeutung scheinen in diesem Fall die selbe zu sein, heißen sie doch ein Präjudiz schaffen. Duden-online gibt als Beispiel an, dass eine bestimmte Regelung keine präjudizierende Wirkung hat, damit kann deutlich werden, was mit präjudizieren gemeint ist.

Sie kam, sah und liebte von R. Gibson

Inhaltsangabe: Sie kam, sah und liebte von Rachel Gibson

In dem Liebesroman Sie kam, sah und liebte von Rachel Gibson geht es als zweiten Band um die Seattle Chinooks, eine Eishockeymannschaft. Über diese Eishockeymannschaft soll Jane Alcott als Reporterin der örtlichen Zeitung berichten, denn als Frau soll sie eine neue frische Perspektive zu den Sportereignissen einnehmen, wenngleich sie wenig Ahnung von dem Sport hat. Ihr Zielobjekt ist der berüchtigte Torwart Luc Martineau, der in der Vergangenheit sehr viel Unwahres über sich in den Zeitungen gelesen hat, weshalb er keine Interviews mehr gibt und Reportern auch im Allgemeinen keine Fragen beantwortet, sodass er der jungen Reporterin eher skeptisch gegenübersteht. Jane muss versuchen sich in dieser männerdominierten Kulisse zurechtzufinden. Die Spieler sprechen zwar mit ihr über ihre Kinder und über andere alltägliche Dinge, nur über das Spiel sprechen sie nicht mit ihr. Als die Chinooks nun auch noch anfangen zu verlieren, geben sie Jane die Schuld und sie wird gefeuert. Natürlich ist sie traurig und verletzt und sie fühlt sich vor allem von Luc verraten, nachdem sie angefangen hatte mit ihm warm zu werden und sich sogar halbwegs mit ihm versteht. Jane lernt sogar Marie, Lucs Schwester, kennen, die nach dem Tod ihrer Mutter bei ihm eingezogen ist. Luc wird unwiderstehlich von der kleinen Jane, die überhaupt nicht an eine Barbie erinnert, angezogen, obwohl doch Ken-Typen eigentlich immer auf Barbie stehen. Dennoch landen die beiden im Bett und natürlich verliebt sich Jane auch in ihn (eigentlich sogar in umgedrehter Reihenfolge) und so ist er umso überraschter und verletzter, als er in einer Honey Pie-Kolumne von sich lesen muss. Honey Pie ist eine fiktive Figur, die Jane geschaffen hat um sie als Pornotext für eine Männerzeitschrift zu schreiben. Honey Pie ist verwegen und nimmt sich die Männer, die sie haben möchte und „vögelt sie ins Koma“ und als ihr neustes Opfer Luc Martineau heißt, finden das seine Mannschaftskollegen zwar toll, Luc aber weniger, vor allem, da ihm einige Passagen des Textes erschreckend bekannt vorkommen. Erst glaubt er, dass er und Jane belauscht wurden, bis sie ihm gesteht, dass sie die Honey Pie-Kolumne schreibt. Er fällt aus allen Wolken, fühlt sich verraten und verkauft und stößt die Reporterin von sich. Wie soll Jane nun mit ihrem gebrochenen Herzen und dem Hass, der ihr von Luc entgegenschlägt umgehen, schließlich liebt sie ihn doch. Doch Jane wäre nicht Jane, wenn sie nicht ihren Mumm nutzen würde: Taff stellt sie sich ihm in den Weg und versucht sich zu erklären. Doch kann Luc seine verletzten Gefühle vergessen?

Sie kam, sah und liebte von R. Gibson

Rezension: Sie kam, sah und liebte von Rachel Gibson

Sie kam, sah und liebte von Rachel Gibson ist der zweite Band der Seattle Chinooks-Reihe, und wenngleich es hier um Eishockey geht und es sicherlich von Vorteil ist die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, macht es auch hier nichts, wenn man erst den zweiten Band liest. Vor allem da ich nach dem Lesen nicht weiß, was genau im ersten Band geschehen sein soll. Aber gerade deshalb bin ich auf jeden Fall gespannt, wie die nächsten Bände weitergehen. Ich möchte wirklich gerne wissen, inwiefern die Spieler und die bisher vorgestellten Protagonisten in den nächsten Bänden der Reihe wieder aufgegriffen werden und ob diese eine relativ große Rolle spielen.

Ich muss leider sagen, dass es mir in diesem Band zu sehr um Eishockey ging. Das hing natürlich damit zusammen, dass es in dieser Reihe um Eishockey geht und damit, dass Jane über die Spiele der Chinooks berichten soll. Da wäre es schon reichlich verwunderlich, wenn es nicht um Eishockey gehen würde, aber mir war es ein bisschen zu viel. Das Buch hatte ich deshalb lange Zeit vor mir hergeschoben und ich habe lange Zeit überlegt, ob ich die Reihe überhaupt lesen wollen würde. Ich hätte noch ein paar Romane von Rachel Gibson übrig gehabt, die ich noch nicht gelesen habe, aber da ich die Autorin mag und gerne noch ein bisschen mehr von ihr lesen wollen würde, habe ich mich dazu entschlossen, diese Reihe doch zu lesen und deshalb war ich froh, dass man mir das Buch kürzlich schenkte.

Ich muss sagen, mir gefiel das Buch eigentlich gar nicht schlecht, wenngleich ich mir Luc nicht so recht warm wurde. Mir gefiel seine Art nicht, wobei ich es natürlich zu schätzen weiß, dass er nicht der perfekte Mann ist, sondern auch seine kleinen Fehler hat. Das wirkt dann immer noch mal ein bisschen realistischer und macht sympathischer. Jane hingegen wirkte auf mich sehr sympathisch, was auch damit zusammenhing, dass sie als nicht besonders perfekt beschrieben wurde. Jane wurde anfänglich so beschrieben, dass sie nicht der Typ von Luc war, was ihn für mich irgendwie in ein schlechteres Licht rückte, denn auf einmal steht er nicht mehr auf Barbies, sondern auf Jane, die ganz anders ist und sich auch ganz anders verhält als er es früher mochte und er reflektiert nicht einmal, warum ihn dies plötzlich anspricht.

Alles in allem mochte ich Sie kam, sah und liebte von Rachel Gibson aber gar nicht so ungern, wenngleich es wohl nie mein Lieblingsroman der Autorin wird, kann ich ihn dennoch weiterempfehlen, vor allem wenn man auf Eishockey steht.

Montagsfragen

Montagsfrage: 13. Januar 2020

Montagsfrage: Können Autoren in mehreren Genres brillieren?

Hallo ihr Lieben,

auf der einen Seite würde ich natürlich sagen: Klar, wieso nicht. Auf der anderen Seite verstehe ich die Frage natürlich, denn wenn man als Autor immer nur in einem Genre schreibt, dann ist es wahrscheinlich nicht leicht sich auch in anderen Genres gute Geschichten auszudenken.
Wenn ich mich in meinem Blog ein bisschen umschaue, sehe ich schon die ein oder andere Autorin, die in mehreren Genres gute Bücher geschrieben hat. Eines der bekannteren Beispiele dürfte Nora Roberts sein, die ihre Liebesromane und Romane als Nora Roberts und die Science-Fiction-Krimi-Literatur unter dem Pseudonym J.D. Robb veröffentlicht.
Linda Howard hat eine ziemliche Bandbreite an Liebesromanen, die man in teilweise auch in verschiedenen Subgenres verorten kann. Sie schreibt romantische Liebesromane, Liebesromane mit Krimi/Thriller-Note und ich kann mich sogar an einen Zeitreiseliebesroman erinnern. Bei manchen Autoren funktionieren viele verschiedene Subgenres, sodass sie ihren Variationsdrang an solchen Romanen ausleben können.
Das prototypische Beispiel bei einer solchen Frage ist natürlich Joanne K. Rowling, die unter diesem Namen mit den Harry Potter-Bänden unglaublich erfolgreich war (brauche ich wohl niemandem zu erzählen). Sie hat aber auch noch andere Bücher herausgegeben: Als Robert Galbraith schreibt sie Kriminalromane. Auch hier dient ein Pseudonym dazu, dass sich zwei Genres voneinander abgrenzen lassen.
Natürlich könnte man bei all diesen Beispielen fragen, ob die Bücher des weniger bekannten Pseudonyms wirklich so gut sind wie die ersten, aber andererseits ist es immer subjektiv wie gut eine Reihe ankommt und selbst wenn sie gut ankommt ist nicht gesagt, dass sie auch wirklich gut ist.
Wie seht ihr das? Fallen euch noch andere, bessere Beispiele ein?

Liebe Grüße
Vanessa

Sherlock Holmes Kurzgeschichten

Der Bund der Rothaarigen von Sir Arthur Conan Doyle

In dieser Kurzgeschichte kommt Mr. Wilson, der neue Klient, zu Sherlock Holmes. Dr. Watson kommt dazu, nachdem Holmes und Wilson schon ein paar Minuten miteinander sprachen. Mr. Wilson hat feuerrotes Haar und kommt zu Holmes nachdem er im Bund der Rothaarigen aufgenommen worden war. Der Bund bezahlt einen Mann dafür, dass dieser ihnen die Enzyklopädie abschreibt. Wilson ist zwar Pfandleiher, aber da in den Morgenstunden dort nicht allzu viel zu tun ist, hat er nichts dagegen sich ein Zubrot zu verdienen indem er morgens für den Bund arbeitet. Er kommt also zur Bewerbung und wird, obwohl sich sehr viele andere Rothaarige auch beworben haben, sofort genommen. Und gleich wird ihm seine Aufgabe erklärt. Anfangs kommt sein Betreuer noch öfter und schaut, ob alles gut funktioniert, mit der Zeit kommt er seltener und schlussendlich dann gar nicht mehr, sodass Mr. Wilson jeden Morgen ein paar Stunden alleine dort sitzt um seine Arbeit zu verrichten. Doch eines morgens kommt er zu seiner Arbeitsstelle und an der Tür steht ein Schild: Der Bund der Rothaarigen ist aufgelöst. Mr. Wilson verwirrt das, da man ihm davon nichts mitgeteilt hat, sodass er sich mit der Zeitungsannonce für die Stelle und seiner Geschichte zu Holmes macht. Dieser hat schon einen Verdacht und schaut sich den Gehilfen, der im Geschäft ist, während Wilson beim Bund der Rothaarigen war, einmal genauer an und findet dabei raus, dass dieser irgendwie komisch ist, außerdem ist neben dem Geschäft eine Bank und so kontaktiert er den Bankdirektor und einen bekannte Polizisten, mit denen er sich in der folgenden Nacht auf die Lauer legt und gemeinsam gehen ihnen zwei Mäuschen ins Netz.

Der Bund der Rothaarigen gehört zu den bekannteren Kurgeschichten dieses Bandes, und obwohl ich den Titel kannte, wusste ich nicht, welche Geschichte sich dahinter verbirgt, deshalb bin ich ziemlich ohne Erwartungen herangegangen. Aber nachdem schon in der ersten Kurzgeschichte keine Leiche vorkam, hatte ich hier wenigstens auf eine gehofft, aber dafür gab es wenigstens ein echtes Verbrechen. Dieses Mal fand ich es aber nicht so schwierig herauszubekommen, was sich hinter dem Verhalten von Holmes und des Gehilfen aus dem Pfandleihhaus verbirgt, sodass es mir ab einem gewissen Punkt sogar gelang, den Fall zumindest in den Grundpfeilern zu rekonstruieren. So etwas mag ich ja immer recht gerne, wenn man als Leser dazu in der Lage ist, herauszufinden, wer der Täter ist oder wie das Verbrechen abgelaufen ist.

Aber von meinem Gesamtgefühl mochte ich diese Geschichte nicht so gerne, da man dabei weder Sherlock Holmes noch Dr. Watson näher kennenlernt. Das fand ich sehr schade. Aber ich hoffe darauf, dass man die beiden in den nächsten Kurzgeschichten noch besser kennenlernt.

Die Raffinesse, mit der in dieser Kurzgeschichte in diesem Band agiert wird, gefiel mir wirklich gut. Ich fand es total spannend, dass jemand sich so eine verworrene Geschichte ausdenkt um an sein Ziel zu kommen, wobei natürlich zu erwarten war, dass man Mr. Wilson nicht zum Selbstzweck um einfach mal nett zu ihm zu sein, im Bund der Rothaarigen aufgenommen hat, aber natürlich war die genaue Geschichte dann doch überraschend und zumindest bis zu einem gewissen Grad, nicht vorhersehbar.

Alles in allem fand ich diese Kurzgeschichte Der Bund der Rothaarigen von Sir Arthur Conan Doyle lesenswert und empfehle sie deshalb weiter.

Leseaktionen

Lesetipps für den Winter 2020 – Blogger stellen dir ihr Lieblingsbuch vor

Hallo ihr Lieben,

bereits vor drei Monaten hatte ich das erste Mal mitgemacht bei der Aktion Blogger stellen dir ihr Lieblingsbuch vor von Leni und Tanja. Die Aktion hat mir damals so gut gefallen und richtig Spaß gemacht, sodass ich heute gerne wieder mitmachen möchte.

Dieses Mal geht es natürlich um die Winterbücher, die man empfehlen kann und eigentlich hatte ich ja versprochen, dass ich dieses Mal nicht so viele Bücher vorstellen werde, aber auf eines beschränken kann ich mich dann doch nicht, deshalb möchte ich heute mehrere Bücher vorstellen:

Roman: Das Zimmer der Wunder von Julien Sandrel

Thelma kennt nur eines: Ihre Karriere. Bis an einem folgenschweren Wochenende ihr Sohn einen grauenvollen Unfall hat und ins Koma fällt. Von nun an muss die alleinerziehende Mutter entscheiden, was ihr wirklich wichtig ist. Als sie dann eine Liste mit Dingen, die ihr Sohn Louis in seinem Leben unbedingt machen möchte, findet, weiß sie, was zu tun ist. Sie filmt sich bei allem, was Louis machen wollte und spielt ihm die Videos vor. So lernt sie nicht nur viele neue Dinge über sich selbst, sondern kommt auch ihrem Sohn wieder näher.

Klassiker/Lyrik: Deutschland. Ein Wintermärchen von Heinrich Heine

Titel und Inhalt passen zwar überhaupt nicht zueinander, aber der Titel passt so schön zu den Empfehlungen. Heine lässt sein lyrisches Ich allerlei aufrührerische Gedanken dichten, dabei nimmt er gegen viele Zeitgenossen kein Blatt vor den Mund und prangert Missstände und die Gesellschaft gnadenlos an.

Krimi: Morphium von Agatha Christie

Morphium von Agatha Christie ist einer der Romane mit Hercule Poirot. Im ersten Teil erfährt der Leser, dass Elinor Carlisle wegen des Mordes an Mary Gerrard angeklagt wird. Sie soll die junge Frau ermordet haben, da sich ihr Verlobter in Mary verliebt habe und auch eine Ermordung an Elinors Tante kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Gegen Elinor spricht vieles: Sie hat die Brötchen und den Tee bereitet, an denen Mary starb, sie hat ein Motiv und sie zweifelt auch selbst an ihrer Unschuld, schließlich hat sie sich den Tot des Mädchens gewünscht. Kann Poirot dennoch Licht ins Dunkel bringen?

Liebesroman: Mistelzweigzauber von Sue Moorcroft

Obwohl ich den Roman Mistelzweigzauber erst einmal nicht mit einer Rezension hier bringen werde, weil Weihnachten vorbei ist und dieser nun einmal ein Weihnachtsroman ist, wollte ich diesen hier erwähnen. Mistelzweigzauber behandelt die Geschichte von Alexia und Ben, die sich in einem kleinen englischen Dorf (Middledip) kennenlernen. Nachdem Alexia den alten Pub in ein Gemeindecafé umbauen wollte und sie von Betrügern über den Tisch gezogen wurde, braucht sie jede helfende Hand, um das Café noch pünktlich bis Weihnachten eröffnen zu können. Ihr zur Seite stehen Ben und Gabe (der Besitzer des alten Pubs), aber auch Menschen, mit denen sie nicht gerechnet hat… Können sie gemeinsam Alexias Versprechen halten?

Kennt ihr eines der Bücher oder findet ihr, das eines der Bücher gut klingt? Welche Bücher könnt ihr für den Winter und einen gemütlichen Abend auf dem Sofa empfehlen?

Liebe Grüße

Vanessa