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Inhaltsangabe: Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen von Rick Riordan

Bei Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen von Rick Riordan handelt es sich um den zweiten Teil der Percy Jackson-Reihe.

Percy geht mit Tyson zusammen auf die Meriwether Prep, eine recht alternative Schule, bei der die Noten auf sehr seltsame Art zustande kommen. Percy hat gerade seinen letzten Schultag in diesem Schuljahr als er während des Sportunterrichts von riesigen Typen, die angeblich im nächsten Schuljahr auf die Schule gehen wollen, angegriffen wird. Tyson, sein schwerfälliger, aber muskulöser Freund hilft ihm den Angriff abzuwehren bis Annabeth die beiden aus der Turnhalle holt und mit ihnen in einem Taxi der Grauen Schwestern zum Camp Half Blood flüchtet.

Percy erzählt Annabeth von einem Traum, in dem Grover, ihr gemeinsamer Freund und Satyr auf der Suche nach dem Gott Pan, von irgendeinem Monster verfolgt wird. Nach und nach erzählt Percy durch seine Träume die Informationen, dass Grover von einem Zyklopen gefangen gehalten wird. Da er ihn für eine Zyklopin hält, will er Grover heiraten, obwohl Zyklopen normalerweise Satyren fressen. Annabeth weiß im Gegensatz dazu aber, dass das Camp in Gefahr ist. Als sie ankommen merken Annabeth und Percy sofort, dass etwas nicht stimmt, denn Clarisse kämpft mit einigen anderen gerade gegen ein paar Metallstiere, die es schaffen über die Grenze das Camp zu betreten, obwohl Monster eigentlich keinen Schritt auf Campboden machen können.

Gemeinsam besiegen sie die Stiere, allerdings erfahren sie sofort die nächsten schlechten Neuigkeiten: Chiron muss das Camp verlassen, denn der Baum der Thalia, der die magischen Grenzen des Camps beschützt, wurde vergiftet und einige halten Chiron für den Täter. Percy und Annabeth verabschieden sich von ihrem Freund und Tyson lebt von nun an mit den Halbgöttern im Camp. Da Chiron durch Tantalus ersetzt wird, wird das Leben für Percy und Annabeth ungemütlicher im Camp. Noch schlimmer wird es für Percy als sich Poseidon als Vater von Tyson zu erkennen gibt.

Wie sich herausstellt, gibt es eine Möglichkeit das Camp zu retten: Die Halbgötter müssen das Goldene Vlies holen und so den Baum der Thalia heilen. Durch einen Traum von Percy wissen sie auch, wo sie es finden: Ein Zyklop hat das Goldene Vlies auf seiner Insel. Seine Insel liegt mitten im Meer der Ungeheuer. Er nutzt das Vlies, damit Satyren zu ihm auf die Insel kommen, da er diese gerne frisst. Die Satyren riechen das Vlies und halten dieses für den Geruch des Gottes Pan, da beide Natur ausstrahlen.

Tantalus schickt aber nicht Annabeth und Percy los, um das Vlies zu holen und Grover zu retten, stattdessen schickt er Clarisse, die den Auftrag zwar überrascht aber gerne annimmt. Percy, Annabeth und Tyson wollen Grover aber auch retten, also machen auch sie sich heimlich auf den Weg. Unterwegs treffen sie mehrfach auf Luke, der sie immer wieder bedroht.

Percy, Annabeth und Tyson müssen viele Abenteuer bestehen und wieder gegen einige mythische Wesen bekämpfen, und treffen auf ihrem Weg auch immer wieder mit Clarisse zusammen, die es bereits vor ihnen auf die Insel des Zyklopen geschafft hat. Dort will er Clarisse allerdings fressen, da sie aber ihre Klappe nicht halten kann, will der Zyklop dann doch Grover fressen, Clarisse heiraten und so müssen Annabeth und Percy eingreifen. Percy, Annabeth, Clarisse und Grover schaffen es gemeinsam den Zyklopen auszutricksen und das Goldene Vlies zu stehlen. Auch Tyson, der bei der Explosion des Schiffes verschwunden ist, taucht wieder auf und gemeinsam flüchten sie von der Insel.

Als plötzlich Luke vor ihnen steht und das Goldene Vlies einfordert, damit er Kronos schneller heilen kann, werden die jungen Halbgötter in die Enge getrieben…

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Rezension: Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen von Rick Riordan

Der zweite Band der Percy Jackson-Reihe Im Bann des Zyklopen von Rick Riordan setzt im Prinzip genau ein Jahr später ein, dennoch hat man als Leser nicht das Gefühl irgendwas verpasst zu haben, da Percy ja auch selbst bestätigt, dass er im ganzen Jahr nicht angegriffen wurde.

Percy bekommt wieder einen neuen Freund zur Seite gestellt, allerdings handelt es sich dieses Mal nicht um ein Wesen, dass ihn direkt beschützen soll, sondern – wie sich erst später herausstellt – um seinen Halbbruder. Tyson ist ein Zyklop und sehr stark, ist aber geistig erst im Alter eines Grundschülers. Obwohl Percy Tyson sehr gerne mag, verleugnet er ihn am Anfang als seinen Bruder, doch als er mit der Zeit erkennt, was für einen guten Charakter Tyson hat und dass er ihm mehr als einmal das Leben gerettet hat, steht er zu seinem Bruder und verleugnet ihn nicht länger. Tyson wirkte auf mich teilweise geistig behindert, und da Riordan sich ja auch mit anderen Problemen im Kinder- und Jugendalter beschäftigt (wie beispielsweise ADHS und Legasthenie), würde ich es nicht ausschließen, dass hier eine Inklusionsgeschichte dahintersteckt. Wie geht ein älteres Geschwister mit einem jüngeren, geistig behinderten Bruder um? Auch Percys Innensicht scheint für diese Interpretation zu sprechen, da er sich ausführlicher damit auseinandersetzt wie er Tyson mag.

Vor allem fand ich auch interessant, dass Percy wieder einmal mit den Göttern in Kontakt kommt, wobei hier eigentlich ausschließlich Hermes zu nennen ist, da er Ares zwar sieht, aber nicht mit ihm spricht oder von diesem gesehen wird. Auch hat er dieses Mal nur über einen Brief Kontakt zu seinem Vater. Dennoch fand ich die Ideen, die Hermes bezüglich der Familie aufwirft sehr interessant vor allem für ein Kinder- und Jugendbuch. Er meint nämlich, dass die Familie eben die Familie bleibt, auch wenn sie einem sehr auf die Nerven geht, und dass die (göttlichen) Eltern(teile) der Halbblute durchaus bei ihnen sind und ihren Kindern zur Seite stehen, auch wenn diese es vielleicht nicht direkt merken.

Mir hat es aber an sich ziemlich gut gefallen, wieder in die Welt von Percy Jackson zurückzukehren und es bietet sich hier – wie bei solchen Reihen üblich – an, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Es ist aber nicht so schlimm wenn man den ersten Band schon vor einiger Zeit gelesen hat, weil Percy (als Ich-Erzähler) nochmal die wichtigsten Dinge rekapituliert und erklärt wer Annabeth‘ Mutter ist und was für ein Abenteuer sie gemeinsam mit Annabeth und Grover erlebt haben und so weiter.

Wenn man erfahrener mit solchen Reihen ist, dann hätte man sich einige der Ereignisse vielleicht im Voraus denken können, aber da ich bisher noch nicht so viele Reihen in diesem Genre gelesen habe, sondern meistens Krimi- oder Liebesromanreihen lese, war ich ziemlich überrascht wie sich am Ende alles zusammengefügt hat. Natürlich waren mir auch manche Sachen klar und so dachte ich mir beispielsweise, dass Chiron noch eine Rolle spielen könnte, aber wie sich dann alles gefügt hat, kam dann doch überraschend für mich. Vor allem mit dem Cliffhanger ganz am Ende hatte ich nun absolut nicht gerechnet und so will ich auf jeden Fall weiterlesen. Am besten sofort.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den dritten Band der Percy Jackson-Reihe und bin echt gespannt wie es weitergeht. Da ich die beiden Filme schon kannte, kamen mir im ersten Band sehr viele und im zweiten zumindest noch ein paar Sachen bereits bekannt vor, aber viele Sachen der letzten drei Bände wurden im zweiten Film noch nicht erklärt (klar ein Film kann eben nicht vier Bände einer Reihe abbilden) und deshalb bin ich wirklich gespannt wie es nun weitergeht. Von mir gibt es also eine klare Empfehlung für den zweiten Band in der Reihe aus der Feder von Rick Riordan.

Detektiv Conan Band 5 von G. Aoyama

Inhaltsangabe: Detektiv Conan Band 5 von Gosho Aoyama

Im fünften Band von Gosho Aoyamas Detektiv Conan lernen wir Rans beste Freundin und Klassenkameradin Sonoko Suzuki kennen. Ran und Conan werden von Sonoko in das Landhaus im Wald ihrer Familie eingeladen. Dort treffen sie sich mit Sonokos Schwester Ayako (24 Jahre) und deren Freunden. Als sie durch den Wald irrt, wird sie von einem Mann angegriffen, der Verbände um den Kopf trägt. Conan schafft es zwar Ran zu schützen, aber später als sie zurück im Landhaus sind, sehen sie den Verdächtigen wie er eine Freundin von Ayako in den Wald verschleppt. Draußen im Wald finden die Freunde später die zerstückelte Leiche von Chikako. Als alle an diesem Abend im Bett liegen und schlafen, wird Ran schon wieder angegriffen, nur knapp von Conan gerettet. Endlich kommt Conan dahinter, wieso es der Mörder auf Ran abgesehen hat, obwohl sie doch alle Anwesenden erst an diesem Tag kennengelernt hat (außer Sonoko und vielleicht Ayako). Da Kogoro nicht da ist, muss er jemand anderen betäuben, der den Fall aufklärt. Aus Versehen betäubt er Sonoko, die den Fall unter Narkose bestens aufklärt. Diese muss von diesem Fall an als schlafende Detektivin herhalten, wenn Kogoro nicht zur Stelle ist.

Im nächsten Fall gehen Conan, Ran und Sonoko zusammen in eine Karaoke-Bar, dort treffen sie auf eine Band. Eines der Mitglieder wird vergiftet, sodass Megure an den Tatort gerufen wird. Conan löst mit Shinichis Stimme den Mord auf, was allerdings zur Folge hat, dass Ran in der Kälte und im Schnee auf ihn wartet. Mit einem Trick kann er ihr vorgaukeln, dass er zu ihr zurückkehren wird, außerdem lässt er für sie ein Weihnachtsgeschenk auf den Stufen der Treppe seines Hauses zurück.

Im letzten Fall des fünften Bandes lernen wir Conans „Mutter“ kennen. Fumiyo Edogawa steht plötzlich vor der Tür der Detektei und holt Conan ab, allerdings ist sich Conan sicher, dass diese Frau nicht seine Mutter sein kann, denn schließlich ist er eigentlich 16 Jahre alt und seine Eltern wohnen in Übersee. Die fremde Frau entführt Conan und sperrt ihn ein. Conan hört, dass die Frau und ihr Geschäftspartner einen anderen Mann ihren „Geschäftspartner“ treffen wollen, da er aber nicht weiß, wo sich der Treffpunkt befindet, muss er mit den Hinweisen, die er hat, den Treffpunkt folgern.

Anne auf Green Gables von L. M. Montgomery

Inhaltsangabe: Anne auf Green Gables von Lucy Maud Montgomery

Anne ist ein Waisenkind, das am Anfang von Anne auf Green Gables von Lucy Maud Montgomery erst noch nach Green Gables kommt. Marilla und Matthew Cuthbert sind Geschwister und betreiben gemeinsam eine Farm auf Prince Edward Island. Um Unterstützung bei der schweren Arbeit zu bekommen, wollen sie einen Jungen adoptieren, können aber nicht selbst ins Waisenhaus fahren und bitten deshalb eine Bekannte ihnen einen Jungen von 11 Jahren mitzubringen.

Als Matthew an den Bahnhof fährt, um den Jungen abzuholen, trifft er dort auf die rothaarige, geschwätzige Anne und da er das Mädchen nicht einfach am Bahnhof stehen lassen kann, nimmt er sie mit zurück nach Green Gables. Marilla ist alles andere als begeistert und versucht herauszufinden, wie es zu dem Missverständnis kommen konnte. Da Matthew die Kleine inzwischen ins Herz geschlossen hat, behalten sie sie, obwohl sie inzwischen wissen wie es zu dem Missverständnis gekommen ist.

In den folgenden Jahren stellt Anne, häufig aus Versehen, einiges an. Als der neue Pfarrer mit dessen Frau zu Besuch kommt, macht Anne aus Versehen Rheumamittel in den Kuchen, weil Marilla ihr Rheumamittel in eine Lebensmittelflasche umgefüllt hatte. An einem anderen Tag fällt Anne vom Dach, weil sie auf dem Dachfirst balancieren sollte, um eine Mutprobe zu gewinnen. Ziemlich am Anfang ihrer Zeit auf Green Gables lernt Anne ihre spätere Busenfreundin Diana Barry, die Tochter der Nachbarn, kennen. Beim gemeinsamen Tee trinken gibt sie ihr statt Saft den selbst gemachten Wein von Marilla. Als Diana sturzbetrunken nachhause kommt, verbietet deren Mutter ihr natürlich den Umgang mit Anne. Einige Zeit später sind Marilla und die Eltern von Diana über Nacht in der nächstgelegenen Stadt. Vollkommen verzweifelt kommt jemand von den Barrys herüber um Hilfe zu holen, denn die Kleinste Tochter ist schwerkrank. Weil Anne in ihrer Zeit vor dem Waisenhaus häufig bei Familien mit Kindern gelebt hat, wo sie hauptsächlich für die Kinderbetreuung zuständig war. Deshalb kennt sie die Krankheit und weiß sofort was sie tun können, um dem kleinen Mädchen das Leben zu retten. Bis der Arzt eintrifft, ist das Kind längst über den Berg und er meint auch, dass die Kleine ohne Annes Einsatz wohl nicht überlebt hätte.

Natürlich muss Anne auch mit ihren Freundinnen zur Schule gehen, was sie sehr gern tut, denn sie ist eine gute Schülerin und liebt es, viel zu lernen. Mit Gilbert Blythe verbindet Anne eine innige Feindschaft seitdem er sie Karotte genannt hat, denn da sie ihre roten Haare überhaupt nicht leiden kann, reagiert sie überaus empfindlich auf alle Beleidigungen, die damit zusammenhängen. Etwa ein Jahr vor ihrem Schulabschluss, bietet die Lehrerin den besten Schülern der Schule an, sie auf die Aufnahmeprüfung des Colleges vorzubereiten. Unter den Schülern sind die zwei Freundinnen von Anne, Jane und Ruby, aber unter anderem auch Gilbert und die Mitschülerin Josie, die alles tut, damit sie niemand mag. Diana darf nicht aufs College gehen, da ihre Eltern es nicht wollen.

Alle aus Avonlea, die zu der Aufnahmeprüfung zugelassen wurden, werden auch genommen, aber natürlich sind Anne und Gilbert, die von jeher eine Rivalität verbindet, die besten beiden. Anne macht Marilla und Matthew aber auch stolz, weil sie nicht nur das große Lehrerexamen in einem statt zwei Jahren schafft, sondern zusätzlich auch ein Stipendium für das Redmond College gewinnt, wo sie noch weitere ausgebildet werden könnte. Zu den Cuthbert-Geschwistern hat Anne im laufe der Zeit wirklich eine innige Beziehung entwickelt, denn vor allem Matthew, der sonst mit Frauen und Mädchen nicht einmal sprechen mag, liebt seine kleine Anne, die am Ende schon erwachsen geworden ist, sehr.

Ankündigungen

Adventskalender 2020

Hallo ihr Lieben,

so langsam geht auch das Jahr 2020 zuende und das heißt natürlich: Weihnachtszeit. Und was wäre die Weihnachtszeit ohne einen Adventskalender? Deshalb habe ich auch für den Dezember wieder einen Adventskalender vorbereitet. Ab dem 1. Dezember könnt ihr euch jeden Tag auf einen Post freuen. Häufig werden es Inhaltsangaben und Rezensionen sein, aber natürlich wird es auch dieses Mal wieder ein paar andere Beiträge geben. Ich habe versucht möglichst viele Genres abzudecken und so gibt es Vorstellungen von Krimis, Kinderbüchern, Liebesromanen, normaler Belletristik und von Fantasy. Ich hoffe, dass für jeden etwas dabei ist und dass ihr beim Lesen und Stöbern genau so viel Freude habt wie ich beim Zusammenstellen der Bücher.

Liebe Grüße, bleibt gesund und eine schöne Vorweihnachtszeit
Vanessa

Anne auf Green Gables von L. M. Montgomery

Rezension: Anne auf Green Gables von Lucy Maud Montgomery

Was wäre die Welt ohne Phantasie?

Bei Anne auf Green Gables von Lucy Maud Montgomery habe ich wieder das Hörbuch gehört, worauf ich also in der Rezension auch eingehen werde.

Erst einmal zum Inhalt: Anne ist ein unglaublich sympathisches, junges Mädchen, das immer wieder in missliche Lagen gerät. Häufig ist das gar nicht selbst verschuldet, aber manchmal liegt es auch daran, dass sie eitel ist und andere Fehler hat. Aber wie sie einmal selbst zu Marilla sagt, heilen ihre Fehler und Missgeschicke häufig von ihren Charakterfehlern. Nachdem sie sich aus Versehen die Haare grün gefärbt hat, verliert sie ihre Eitelkeit, weil sie genau weiß, dass ihr das Missgeschick nicht passiert wäre, wenn sie weniger eitel wäre.

Viele der anderen Figuren sind natürlich nicht so vielschichtig, aber Marilla liebt Anne sehr und man bekommt immer mehr Einblicke in diese Figur. Matthew tut alles für seine Anne und schenkt ihr immer wieder Sachen, die eigentlich zu teuer sind, aber er tut es dennoch, weil er seine Ziehtochter sehr liebt. Die beiden verhalten sich am Anfang natürlich etwas gemein, weil es das Missverständnis gab und sie brauchen auch eine Zeit um herauszufinden wie man mit einem Kind umgeht und es am besten erzieht, aber sie geben sich wirklich Mühe und lassen Anne viele Freiheiten.

Die Geschichte selbst ist zwar für das Hörbuch etwas gekürzt, aber dennoch ganz süß. Anne kommt auf einen Hof, wo sie neben vielen häuslichen Pflichten auch eine gute Erziehung von Marilla bekommt. Die vielen kleinen Abenteuer, die sie auf Green Gables erlebt, wirken sehr episodenhaft, was mir gut gefallen hat. Die ein oder andere Begebenheit hatte ich ja vorher schon erwähnt und ich muss sagen, dass es natürlich noch einiges anders gab, dass Anne und ihren Freunden und ihren Zieheltern mit ihr passiert ist. Vieles davon ist witzig, manches tragisch und wieder anderes einfach typisch für das Heranwachsen eines jungen Mädchens. Obwohl das Verliebtsein kein Thema ist, kann man als junges Mädchen sicherlich häufig mit Anne mitfiebern.

Das Frauenbild in Anne auf Green Gables ist sehr ambivalent. Auf der einen Seite haben wir Frauen, die meinen, dass die höhere Bildung für Mädchen nicht notwendig sei und im Gegenteil sogar ihrer Gesundheit schade. Hierzu gehören beispielsweise Rachel Lynde, eine ältere Dame, die in Avonlea wohnt. Auf der anderen Seite gibt es Leute, die die höhere Bildung für Mädchen sehr gut finden. Hierzu gehören natürlich Marilla und Matthew Cuthbert, die zwar auch meinen, dass ein Mädchen auch alles im Haushalt erledigen, kochen, backen und handarbeiten können muss, die Anne aber niemals vom Lesen oder Lernen für die Schule abhalten und als sie auf dem College aufgenommen wird sogar noch sehr, sehr stolz sind auf „ihre“ Anne. Ich mochte es sehr, dass man hier alle möglichen Lebensentwürfe aufgezeigt hat, weil es unter den Mädchen, die aus Avonlea aufs College gingen zum einen Mädchen gab, die danach noch als Lehrerinnen arbeiten wollten aber zum anderen auch welche gab, die danach nur noch Ehefrau und Mutter sein wollten und die nur für die Bildung alleine (bzw. um einen möglichst guten Ehemann zu finden) aufs College gegangen sind.

Jessica Schwarz, eine bekannte deutsche Schauspielerin, hat das Hörbuch eingesprochen. Ich brauchte ein paar Minuten, um mich an das Hörbuch zu gewöhnen, aber nachdem ich das mal getan hatte, mochte ich ihre Art und Weise sehr gerne. Ich konnte ihr unglaublich gut zuhören, obwohl ich nicht verträumt vor dem Hörbuch saß, um einfach nur mit geschlossenen Augen zuzuhören. Dennoch mochte ich es sehr gerne.

Das Hörbuch ist, wie viele andere Hörbücher auch, gekürzt, obwohl ich davon jetzt nichts gemerkt hatte. Ich vermute einfach mal, dass man einige der Begebenheiten aus Annes Kindheit weggelassen hat, die man nicht brauchte, um nachfolgende Episoden zu verstehen. Das geht ja bei einem Kinderbuch wie diesem recht einfach, weil natürlich ein gewisser Zusammenhang besteht, aber manche Begebenheiten für die Haupthandlung vermutlich weniger relevant sind.

Diesem Hörbuch ist, wie bei Der Trotzkopf auch, ebenfalls ein Booklet beigelegt, dass allerdings mehr darauf eingeht, worum es in dem Hörbuch geht (das hatte ich mir für andere Hörbücher gewünscht, deshalb fand ich das auch hier ziemlich gut), aber es geht hierin auch um die Autorin selbst und um den Erfolg des Werkes.

Ich hoffe auch hier, dass sich cbj audio entscheidet, noch die anderen Romane der Reihe als Hörbücher herauszugeben, weil mir der Reihenauftakt sehr gut gefallen hat. Ihr könnt euch also vorstellen, dass ich Anne auf Green Gables von Lucy Maud Montgomery sehr gerne weiterempfehle und ich finde, dass das Buch nicht nur für junge Mädchen ein Genuss sein kann, sondern auch für alle anderen. Phantasie ist ein wichtiges Thema, denn Anne hat ihre eigene Sicht auf die Welt und diese Sicht kann für jeden eine große Bereicherung sein und gerade diese macht den Roman so lesens- bzw. hörenswert.

 

 

 

Danke an cbj audio für das Rezensionsexemplar!

Leseaktionen

Gemeinsam Lesen #21

Hallo ihr Lieben,

so schnell ist die Woche schon wieder vergangen und die nächste hat begonnen. Eine neue Woche heißt auch immer, dass es eine Gemeinsam Lesen-Aktion von den Schlunzenbüchern gibt. Wie immer an dieser Stelle kommen jetzt vier Fragen:

  1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade den dritten Teil der Reiter des Himmels-Reihe mit dem Titel Bewahrer der Magie von Linda Winter. Ich bin derzeit auf Seite 145.

  1. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Wo ist Philemona?, flüsterte er in Elisas Haare, wo sie sich verfingen, ohne jemanden zu erreichen.“

  1. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Der zweite und der dritte Teil gehen direkt ineinander über, sodass es sehr leicht ist in den dritten Teil reinzukommen, wenn man gerade erst den zweiten Teil beendet hat. Es ergibt deshalb auch durchaus Sinn die beiden Teile kurz hintereinander zu lesen, damit man nicht wieder neu reinkommen muss. Bisher gefällt mir der dritte Band auf jeden Fall sehr gut.

  1. Hast du einen Lieblingsautor:innen?

Nein. Nein, ich habe nicht einen Lieblingsautoren, aber ich habe einige Autoren, die ich sehr gerne lese und von denen lese ich dann auch so ziemlich alles. Dazu gehört beispielsweise die Kriminalautorin Agatha Christie, die Kinderbuchautorin Gabriele Beyerlein und die Liebesromanautorin Susan Andersen.

Welches sind denn eure Lieblingsautor:innen?

Liebe Grüße
Vanessa

Detektiv Conan Band 5 von G. Aoyama

Rezension: Detektiv Conan Band 5 von Gosho Aoyama

Der Fall um die Mumie, die im Wald Leute ermordet, ist einer meiner Lieblingsfälle, weil er so schön einprägsam ist, aufgrund des gruseligen Settings. Hier handelt es sich um einen klassischen Whodunit, weil die Hüttenbewohner durch die abgelegene Lage der Hütte ziemlich auf sich gestellt sind und es außerdem unwahrscheinlich ist, dass jemand im Wald umherschleicht um sie zu töten. Hinzu kommen einige Hinweise, die darauf hindeuten, dass einer aus dem Haus der Täter ist. Interessant ist an dem Fall natürlich auch, dass wir Sonoko kennenlernen und sie eben einer der Hauptcharaktere wird, auch lernen wir Ayako, Sonokos Schwester, kennen. Diese spielt aber nur in wenigen weiteren Fällen (mir fallen gerade nur der Fall mit ihrem Verlobten und der Fall mit Kaito Kid ein) eine Rolle. Außerdem muss sich Conan in diesem Fall etwas ausdenken und setzt Sonoko als Detektiv ein. Auch wenn es ein Versehen war, ergibt sich daraus in der Folge einen weiteren Einsatz von ihr wenn Kogoro nicht bei einem Fall dabei ist. Der Fall macht außerdem 5 Kapitel aus und gehört somit zu den längeren Fällen.

Im nächsten Fall geht es um eine bedauernswerte Liebe und da Sonoko nicht gleich den nächsten Fall lösen kann, muss dieses Mal Shinichi auftreten und den Fall lösen. Der Fall selbst ist zwar unglaublich tragisch und mir deshalb im Gedächtnis geblieben, aber vor allem das Ende hat es in sich: „Shinichi“ und Ran treffen wieder aufeinander und für Ran geht die lange Zeit des Wartens damit einfach weiter. Dass Shinichi sogar an ein Geschenk für sie gedacht hat, fand ich sehr süß und hat mir gut gefallen.

Der letzte Fall beginnt nur im 5. Band und endet dann im nächsten. Ich fand ihn am Anfang ziemlich gruselig, denn Conan muss nicht nur zeigen, was er drauf hat, er ist auch von Anfang an direkt in den Fall involviert, weil er entführt wurde. Natürlich weiß er, dass es sich bei der Frau nicht um seine Mutter handelt, aber das kann er Ran ja schlecht sagen. Aber Conan will sich nicht nur aus seinem Entführungsgefängnis befreien, sondern will auch noch verhindern, dass die beiden zwielichtigen Entführer, ihren Geschäftspartner ermorden. Hier zeigt sich ganz wunderbar Conans Charakter. Und auch wenn ich hier noch nichts zur Auflösung verraten möchte, ist diese bei dem Fall doch besonders spannend…

Insgesamt ist der 5. Detektiv Conan Band von Gosho Aoyama also sehr spannend und verdient auf jeden Fall einen genaueren Blick.

Erbe des Mondes von L. Winter

Inhaltsangabe: Erbe des Mondes von Linda Winter

Tyko hat den König umbringen lassen und der Kampf seiner älteren Brüder um den Thron beginnt. Übergangsweise kommt ihre Mutter auf den Thorn und übernimmt die Amtsgeschäfte bis der neue König gewählt wurde. Doch das Leben im Palast wird dadurch nicht einfacher für Tyko und seine Geschwister.

Stella, die Reiterin der Wahrheit, wird im Adelsviertel angegriffen als sie sich dorthin verirrt. Tyko lässt die besten Heilerinnen von Lavia rufen, doch auch diese prognostizieren schlimmes. Als Philemona gerufen wird, die eigentlich Dolmetscherin und vor allem Assassinin ist, offenbart sie ihm, dass er vielleicht die Kraft hat, Stella zu heilen. Tyko weiß zwar, dass er von Magie umgeben ist, aber dass er diese nutzen kann, um damit jemanden zu heilen, ist ihm neu. Dennoch versucht er es, denn schließlich möchte er nicht, dass Stella stirbt.

Stella hingegen ist verzweifelt, denn ihr Drache Phoenix hätte kommen müssen, um sie zu retten. Da Phoenix nicht gekommen ist, geht Stella davon aus, dass sie von ihrem Drachen verstoßen wurde. Erst nach und nach offenbart sich eine ganz andere Befürchtung: Phoenix konnte nicht kommen. Tyko vermutet, dass Phoenix verschleppt wurde und da sie keine Verbindung mit ihrem Drachen aufbauen kann, muss dieser sehr weit weg sein und durch etwas abgeschirmt werden.

Andras ist in Lavia nicht länger sicher. Vor seiner Tür tauchen plötzlich Beamte auf, die ihn wegen an den Haaren herbeigezogenen Anschuldigungen verhaften sollen. Dafür muss es keine Beweise geben und für ein Urteil braucht es weder ein Gericht noch ein Verfahren. Es reichen die Anschuldigungen von Aristeas, der nicht nur den Reiter des Krieges nach Lavia gebracht hat, sondern sich auch schon als sicherer König gibt.

Tyko stößt in den Gemächern von Aristeas auf einen bekannten Giftmischer, sodass er sich und seine anderen Geschwister warnt, nichts zu essen und zu trinken, bei dessen Zubereitung sie nicht dabei waren.

Tyko und seine Verbündeten brauchen nun einen Plan: Ohne die Reiterin der Wahrheit sind sie machtlos gegen Alexander, den Reiter des Krieges, also beschließen sie, erst einmal Phoenix zu befreien, denn ohne ihren Drachen kann Stella wenig ausrichten. Ihre Gruppe teilt sich nun wieder, denn Luka muss im Palast bleiben, wenn er eine Chance haben möchte zum König gewählt zu werden. Tyko macht sich mit Stella, Andras und Philemona auf die Reise, denn Stella weiß, dass Phoenix große Angst vor dem Ewigen Eis hat und dass Alexander sie genau dort gefangen halten wird. Schneller und ungefährlicher als mit einem Handelsschiff können sie im Frühwinter aber nicht in den Norden reisen und auch das wird schon zwei Wochen dauern.

Die Freunde begeben sich auf die gefährliche Reise. Unterwegs tauschen sie immer wieder Falken mit Lavia bis Tyko die Nachricht erhält, dass seine Mutter tot ist und Luka und Elisa in den Kerker geworfen wurden. Aristeas droht damit, Elisa zu hängen, sollte sich Tyko nicht aus dem Kampf um den Thron raushalten…

Leseaktionen

Mein SuB kommt zu Wort November 2020

Hallo ihr Lieben,

Anna beziehungsweise ihr Sub stellt jeden Monat am 20. Drei gleiche Fragen, die vierte Frage unterscheidet sich jedes Mal. Ich, SuBy, Vanessas Sub, darf diese Fragen beantworten und Vanessa Bücher empfehlen, die sie zeitnah lesen sollte. Nun habe ich aber genug gequatscht und fange direkt mal mit der ersten Frage an:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Wie immer zähle ich hier Print und E-Books und bestehe derzeit aus 45 Büchern. Damit habe ich um 3 zugenommen.

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Ich habe an dieser Stelle auch in diesem Monat wieder von neuen Schätzchen zu berichten: Anne auf Green Gables von Lucy Maud Montgomery habe ich als Hörbuch dazu bekommen, Was der Fluss erzählt von Diane Setterfield ebenfalls als Hörbuch und Maria Stuart von Friedrich Schiller.

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Lustigerweise hat mich schon direkt das Hörbuch Anne auf Green Gables von Lucy Maud Montgomery wieder verlassen. Das Hörbuch hat Vanessa sehr gut gefallen und die Rezension wird zeitnah kommen.

  1. Lieber SuB, das Jahr 2020 neigt sich langsam dem Ende zu und jetzt wäre der richtige Zeitpunkt noch schnell ein paar Bücher zu lesen, die unbedingt noch gelesen werden sollten in diesem Jahr. Deswegen zeig uns eben jene Bücher, die deine Besitzerin noch lesen soll!

Rückblick: Ich hatte Vanessa für letzten Monat zwei Reihentitel empfohlen, die sie beide gelesen hat. Von Linda Winter hat sie den zweiten Band der Reiter des Himmels-Reihe gelesen. Die Rezension zu Erbe des Mondes kam diese Woche auch schon.

Zukunft: Wow, was für eine tolle Frage. Hierzu gehören natürlich zum einen Bücher, die Vanessa bereits angefangen hat, weil ich mir wünsche, dass sie alles davon noch beendet. Aber natürlich gibt es auch noch ein paar Bücher, die sie noch nicht angefangen hat, von denen ich hoffe, dass sie sie noch liest: Was der Fluss erzählt von Diane Setterfield, Bewahrer der Magie (Reiter des Himmels 3) von Linda Winter, Detektiv Conan von Gosho Aoyama, Die Katze, die das Licht löschte von Lilian Jackson Braun oder Ein reizender Job für eine Frau von P.D. James oder Die Kleptomanin von Agatha Christie und In ein Land, das ich dir zeigen werde von Gabriele Beyerlein oder Amalia und der verborgene Schatz von Alexandra Fischer-Hunold oder Talon – Drachenzeit von Julie Kagawa.

Kennt ihr eines der Bücher und könnt es Vanessa empfehlen (oder davon abraten)?

Liebe Grüße SuBy (& Vanessa)