Adventskalender 2022

Rezension: Weihnachten in der kleinen Buchhandlung von Jenny Colgan

Bei Weihnachten in der kleinen Buchhandlung von Jenny Colgan handelt es sich um den vierten Band der Happy-Ever-After-Reihe. Ich kenne die vorherigen Bände nicht, sodass ich bestätigen kann, dass man diese nicht gelesen haben muss, um der Handlung folgen zu können.

Ich muss sagen, dass ich Carmen am Anfang nicht leiden konnte und ihretwegen kurz davor war, das Buch einfach zuzuklappen und es nicht weiter zu lesen. Sie benimmt sich wie ein verzogenes Kind und neidet ihrer Schwester deren Erfolg. Sicherlich ist es schwierig wenn einem die ältere Schwester immer die eigenen Fehler unter die Nase reibt, aber niemand hat sie gezwungen einige Fehler in ihrem Leben zu machen, für die sie aber auch bei anderen die Schuld sucht. Nach und nach verbessert sich Carmen und sie macht eine Entwicklung durch. Ich vermute, dass sie deshalb am Anfang so negativ dargestellt wurde, damit die Entwicklung besonders deutlich wird. Schade fand ich es aber dennoch, weil ihr Charakter mir beinahe den Roman verdorben hätte.

Beim Titel Weihnachten in der kleinen Buchhandlung hatte ich an eine richtige Buchhandlung mit neuen Büchern und Neuerscheinungen gedacht und nicht an ein Antiquariat, das ist zwar auch spannend gewesen aber eben nicht das, was ich am Anfang erwartet hatte.

Das Konzept, das sich Carmen ausdenkt, hat mir gut gefallen: Sie verkaufen vornehmlich Weihnachtsbücher und Bücher, die mit dem Thema Winter zu tun haben. Das war toll und hat super zum Thema des Romans gepasst.

Edinburgh als Stadt wird wunderbar beschrieben. Ich war zwar noch nie dort, aber ich konnte mir die Stadt richtig bildlich vorstellen, auch das weihnachtlich-winterliche Ambiente hat mir gut gefallen. Ich finde, dass die Autorin das gut rübergebracht hat und dies zu einem tollen Weihnachtsroman beigetragen hat.

Leider ging es in dem Roman, für mich, zu wenig um die Buchhandlung und zu wenig Handlung, die in der Buchhandlung gespielt hat. Am Anfang dauert es erst einmal ewig bis Carmen in Edinburgh ankommt und das erste Mal die Buchhandlung betritt. Dann ist zwischenzeitlich sowohl die Beziehung der beiden Schwestern als auch die Dreiecksbeziehung zwischen Carmen und den beiden Männern dermaßen im Vordergrund, dass die Buchhandlung komplett in den Hintergrund rückt und viele Seiten kaum erwähnt wird und auch keine Entwicklungen in der Buchhandlung stattfinden.

Leider endete der Roman für mich auch sehr offen. Natürlich haben sich einige Dinge gegen Ende geklärt, aber es gab auch noch genug Fragen, die für mich offen geblieben sind und so etwas mag ich bei Romanen überhaupt nicht. Vielleichten würden diese im nächsten Band der Reihe beantwortet, allerdings werde ich diesen wahrscheinlich nicht lesen, sodass es für mich schade wäre, wenn die Dinge erst dort aufgeklärt würden.

Insgesamt wurde, meiner Meinung nach, viel Potential verschenkt, und man hätte mit einigen Änderungen den Roman noch deutlich besser machen können. Ich mochte Carmen nicht so gerne, auch wenn ich weiß, dass sie am Anfang so negativ dargestellt werden muss, damit sie sich gut entwickeln kann. Für mich ging es auch zu wenig um die Buchhandlung selbst. Aber ich mochte die Atmosphäre im weihnachtlichen Edinburgh. Für mich wäre es schön gewesen, wenn ich von Anfang an gewusst hätte, dass der Fokus des Romans in der Schwestern-Beziehung liegt und es sich eher um einen Liebesroman handelt.

 

 

 

Danke an Netgalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Adventskalender 2022 ·Ankündigungen

Adventskalender 2022

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ihr hattet ein schönes erstes Adventswochenende. Gerade sitze ich bei einer Tasse Wintertee da und plane meinen Adventskalender. Der soll natürlich auch wieder angekündigt werden! Und hier ist sie: Auch in diesem Jahr werdet ihr an jedem Tag (oder jedem zweiten) einen kleinen Literaturtipp von mir erhalten. Dieses Mal werden es wohl viele Krimis werden, weil ich gerade total im Krimifieber bin. Aber ich habe auch darauf geachtet, dass einige der vorgestellten Bücher im Winter oder zu Weihnachten spielen (leider nicht alle, aber doch einige). Ich habe versucht, auch ein paar Hörbücher vorzustellen, falls ihr lieber Hörbuch hört (beim Geschenke einpacken ist das ja ganz praktisch ^^).

Ich wünsche euch eine besinnliche Adventszeit und viel Spaß mit meinem Adventskalender.

Macht ihr auch Adventskalender auf euren Blogs? Oder schenkt ihr euren Liebsten einen? Kriegt ihr einen Adventskalender oder macht ihr euch selbst eine Freude mit einem?

Liebe Grüße
Vanessa

Die Passage nach Maskat von C. Rademacher

Inhaltsangabe: Die Passage nach Maskat von Cay Rademacher

In Cay Rademachers Roman Die Passage nach Maskat geht es um Theodor Jung, der gemeinsam mit seiner Schwiegerfamilie ein Schiff von Marseille nach Maskat besteigt (wobei das Schiff danach noch weiterfährt).

Zu seiner Schwiegerfamilie gehören sein Schwiegervater Hugo Rosterg, der Patriarch der Familie, seine Frau Marthe, der Sohn Ernst, ein homosexueller Nazi, und Jungs Frau Dora, außerdem der Prokurist Lüttgen.

Nachdem sie ein paar Tage auf See verbracht haben, verschwindet Dora spurlos und erscheint nicht zu einer Verabredung mit Jung. Daraufhin sucht Theodor überall nach seiner Frau, kann sie aber nirgendwo entdecken. Beim nächsten gemeinsamen Essen fragt er die Familie seiner Frau, die er nicht leiden kann (und die ihn genauso wenig leiden kann) nach ihr und erntet nur verständnislose Blicke, da seine Frau in Berlin sei. Auch von den anderen Passagieren und der Besatzung will sie niemand gesehen haben bis er die Kabinen-Stewardess fragt, die ihm bestätigt, dass seine Frau mit an Board war. Da auch ihr Gepäck aus der Kabine verschwindet und er angeblich ein Telegramm aus Berlin von ihr erhalten hat, zweifelt Jung an seinem Verstand.

Er beginnt heimlich mit inoffiziellen Ermittlungen, denn er hat Angst, dass ihn seine Schwiegerfamilie sonst entweder als Wahnsinnigen oder als Mörder hinstellt. Bald entdeckt er erste Hinweise, die er zusammensetzen muss, doch auch einige der Passagiere verhalten sich seltsam.

Die Passage nach Maskat von C. Rademacher

Rezension: Die Passage nach Maskat von Cay Rademacher

Die Passage nach Maskat von Cay Rademacher ist angeblich ein Kriminalroman, der in den späten 1920er Jahren spielt.

Sämtliche Charaktere sind mir total unsympathisch gewesen und bei den meisten wurde es im Laufe der Handlung immer schlimmer, weil sich herausgestellt hat, dass alle in irgendwelche dubiosen Sachen verwickelt waren. Die meisten lügen, betrügen und ermorden die Mitreisenden. Es gibt eigentlich keinen Charakter, der sich auf der Reise nichts zu schulden kommen lässt und ich habe mich gefragt, warum sich niemand von den anderen Passagieren (oder Mannschaftsmitgliedern) darüber gewundert hat wie viele seltsame Zwischenfälle es auf dieser Reise gab. Die Figuren haben alle etwas zu verbergen.

Der einzige, der halbwegs sympathisch war, war Jung und vielleicht noch Fanny. Fanny, obwohl sie im gesamten Buch vorkommt, bleibt ein eindimensionaler Charakter, über den wir nur erfahren, dass ihr Verlobter nach dem ersten Weltkrieg vermisst wurde und sie ihn verbissen gesucht hat. Ich habe auch bei Jung einige seiner Handlungen nicht verstanden: Warum sucht er nicht nach Doras Notfallgepäck unter der Matratze? Warum schaut er nicht, ob ihr Koffer noch da ist? Damit hätte er zumindest den Beweis, dass Dora mal auf dem Schiff war. Aber stattdessen zweifelt er immer wieder an seinem Verstand, obwohl Fanny ihm bestätigt hat, dass seine Frau an Board war. Hinzu kommt, dass Jung ja nur an Board des Schiffes ist (das er nicht leiden kann, weil er an einem Kriegstrauma leidet), weil er seine Frau nicht mit dem Prokuristen alleine lassen wollte. Warum hätte er an Board sein sollen, wenn seine Frau nicht mitgefahren wäre? Diese Überlegungen wären zumindest mal logisch gewesen und haben mir gefehlt.

Bei dem Buch handelt es sich laut Verlag um einen Krimi, aber ich fand ihn nicht sonderlich krimiartig. Das Krimi-artige fängt erst spät an und durch die Krimielemente und die späten Ermittlungen kommt zwar gegen Ende Spannung auf, aber ändert das nichts daran, dass der Anfang unglaublich langweilig und langatmig ist.

Mir haben aber die Beschreibungen der Landschaft und Sehenswürdigkeiten und der gesamten Reise gut gefallen. Ich mag es, wenn ein Autor (oder eine Autorin) eine gewisse Atmosphäre aufbaut und das ist Cay Rademacher zumindest gelungen.

Insgesamt war ich von Passage nach Maskat von Cay Rademacher sehr enttäuscht. Ich mochte keine der Figuren so richtig, fand die Handlungen des Protagonisten und seiner Helferin nicht nachvollziehbar und am Ende sind leider viel zu viele Fragen offen geblieben (was ich bei Krimis auch gar nicht leiden kann, vor allem, wenn es vorher ewig dauert, bis man mal erkennt, dass es ein Krimi sein soll).

 

 

 

Danke an Netgalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mord in kleinen Dosen von R. Stevens

Mord in kleinen Dosen von Robin Stevens: Der Hund von Weston

In der vierten Geschichte Der Hund von Weston kommen Daisy und Hazel eigentlich gar nicht vor, denn die Geschichte ist George und Alexander in ihrem Jungen-Internat Weston passiert. Alexander schreibt die Geschehnisse auf und schickt diese als Brief an Hazel.

In George und Alexanders Schule gehen seltsame Dinge vor sich: Kleidung wird gestohlen, jemand sieht eine Ratte und der Haferbrei ist öfter angebrannt. Als kurz darauf aber ein Junge bei einem Geländelauf von einem Tier angegriffen und gebissen wird, fesselt diese Rätsel die Jungs: Was für ein Tier könnte es gewesen sein? Kurze Zeit später finden George und Alexander einen Hund, der ihre Detektivaufzeichnungen in ihrem Geheimversteck, einer Höhle, zerfledert hat. Nun müssen die beiden nicht nur herausfinden wem der Hund gehört, sondern auch, ob dieser jemand ihre Aufzeichnungen gelesen hat…

Neben einem Lehrer ist auch der Bibliothekar der Schule verdächtig, aber auch eine fiese Schülergruppe, die die dunkelhäutige Küchenhilfe beleidigt und piesackt könnte den Hund heimlich in die Schule geschmuggelt haben.

George und Alexander beginnen ihre Ermittlungen und machen das gar nicht so schlecht, obwohl Hazel und Daisy deutlich begabtere Detektivinnen sind als die beiden Jungs. Ich mochte es vor allem wie sie im Laufe ihrer Ermittlungen immer mehr Fakten über den Fall zusammentragen und so nach und nach sämtliche Fragen zum Fall zusammentragen; wobei man sagen muss, dass sie nicht wirklich ermitteln, sondern häufig eher zufällig über die Lösung stolpern.

Gerade, weil man die Jungs ja auch aus vergangenen Geschichten inzwischen ganz gut kennt, fand ich es toll sie mal in ihrem Umfeld zu erleben und ein bisschen was über ihr Internat zu erfahren.

Mir haben auch die literarischen Anspielungen gefallen. An den Hund von Baskerville ist die gesamte Geschichte angelehnt (der Hund wird von den Jungs sogar Baskerville getauft) und der Titel der Geschichte erinnert auch an die Sherlock Holmes-Geschichte. Obwohl es sich bei der Weston um ein Jungeninternat handelt, musste ich auch häufiger mal an Hanni und Nanni denken, die hätten ein ähnliches Abenteuer mit ihren Freundinnen erleben können und hätten in einigen Situationen sicherlich ähnliche gehandelt.

Auch ein wichtiges Thema, das hier angesprochen wird, und das ich oben schon mal am Rande erwähnt hatte, ist der Rassismus, der Menschen aus dem Empire entgegen gebracht wird, vor allem wenn es sich bei diesen Menschen selbst um Britinnen und Briten handelt. George und die Küchenhilfe werden herablassen und beleidigend von einer Schülergruppe behandelt.

Alles in allem mochte ich Der Hund von Weston total gerne. Ich fand es toll mal einen Blick auf die Ermittlungsarbeit der Jungs zu werfen, die Erzählsituation (dass Alexander den Fall in einem Brief schildert fand ich spannend) und mal etwas mehr über die Schule und den Schulalltag der beiden Detektive zu erfahren war auch ziemlich interessant.

Das Geheimnis des Glockenturms von E. C. Bunce

Inhaltsangabe: Myrtle Hardcastle 3 – Das Geheimnis des Glockenturms von Elizabeth C. Bunce

Im dritten Teil der Myrtle Hardcastle-Reihe Das Geheimnis des Glockenturms von Elizabeth C. Bunce müssen Myrtle und Miss Judson ihren dritten Fall lösen.

Myrtle kommt mit ihrer Gouvernante Miss Judson zur feierlichen Enthüllung des Weihnachts-Schaufensters des örtlichen Ladens: Das Modell zeigt die Stadt, das angrenzende College samt Glockenturm und einen Olivenzweig und einen schwarzen Brunnen. Kurz darauf wird Mr. Leighton der Besitzer des Ladens und ehemaliger Professor am College tot aufgefunden. Er wurde mit einem Schierlingsbecher ermordet genau wie Sokrates.

Bald schon finden Myrtle und Miss Judson heraus, dass der Olivenzweig und der Brunnen für Olive Blackwells Verschwinden vor etwa 20 Jahren stehen. Leider muss Myrtle feststellen, dass ihre Mutter wohl irgendwie in das Verschwinden der Kommilitonin verwickelt war. Auch andere Menschen, die ihr nahe stehen und Freunde ihrer Mutter waren, waren während des Vorfalls damals anwesend: Olive fiel vom Glockenturm und wurde danach nie wieder gesehen; auch ihr Leiche nicht.

Myrtle und Miss Judson verfolgen verschiedene Spuren, lernen Mr. Blakeneys Schwester, Genie Shelley, kennen und ermitteln auch wieder gemeinsam mit Caroline und LaRue, denn auch ihre Väter waren damals anwesend und erhalten seltsame Drohbotschaften.

Der Mörder scheint sich nun an allen am Verschwinden Beteiligten zu rächen. Myrtle und Miss Judson finden Nora Carmichael, eine Freundin ihrer Mutter, tot auf, doch im Schnee finden sich keine Fußspuren…

Gemeinsam Lesen ·Leseaktionen

Gemeinsam Lesen #64

Hallo ihr Lieben,

Andrea hostet seit einiger Zeit die Gemeinsam Lesen-Aktion. Hier können wir uns jeden Dienstag über unsere aktuelle Lektüre austauschen und ein Zwischenfazit zu unseren Büchern festhalten.

  1. Welches Buch lese ich gerade und auf welcher Seite bin ich?

Ich höre gerade Agatha Raisin und der tote Ehemann von M. C. Beaton und bin in CD 2 Track 10.

  1. Meine aktuelle Meinung:

Ich habe die Reihe schon ein paar Mal im Blick gehabt, war aber nie sicher, ob ich mal einen Band lesen oder hören will. Seit einigen Monaten hatte ich diesen Band schon auf dem SuB und hatte irgendwie nie so richtig Lust, unter anderem deshalb, weil ich von anderen gehört hatte, dass die Reihe nicht so toll sein soll. Nun wollte ich mir aber doch endlich mal selbst ein Bild machen und ich muss sagen, dass ich nicht sicher bin, ob ich dieses eine Hörbuch nicht doch lieber abbrechen sollte… Agatha Raisin ist einfach eine unglaublich anstrengende, naive, eitle und dämliche Protagonistin, die eine dumme Entscheidung nach der anderen trifft (bspw. einen Mann heiraten zu wollen während man noch verheiratet ist…) und auch was die Ermittlungen angeht, hat sie zu diesen bisher kaum beigetragen. Ich weiß wirklich nicht, warum es sogar noch eine Serie dazu gibt und ständig neue Bände rauskommen. Und dabei ist das so schade, weil ich wirklich dachte, dass die Reihe was für mich sein könnte. =(

  1. Rückblick:

Da ich schon länger nicht mehr teilgenommen habe, erzähle ich heute lieber von einem Jugendbuch, das ich kürzlich beendet habe: Die 5 Leben der Daisy West von Cat Patrick. Es geht um eine Jugendliche, die Teil eines geheimen Forschungsprogramms ist, gemeinsam mit 20 anderen Personen hatte sie vor etlichen Jahren einen schweren Busunfall, bei dem alle 21 Personen starben. Mit einem geheimen Medikament konnten 14 wiederbelebt werden, darunter auch Daisy. Nach ihrem letzten Tod wird sie nach Omaha umgesiedelt, wo sie einen Jungend kennenlernt, in den sie sich verliebt und ein Mädchen, das ihre beste Freundin wird. Als sie erfährt, dass ihre Freundin nur noch wenige Monate zu leben hat, fängt Daisy an, den Wert des Lebens anders einzuschätzen, denn ihre Freundin könnte mit Revive (dem Medikament) nicht zurückgeholt werden und so wird ihr Tod endgültig sein… oder?

Ich fand das Buch so traurig und lustig und schön und einfach toll. Ich finde die Implikaturen und philosophischen Gedanken zur Bedeutung des Todes und den Wert des Lebens sehr spannend.

Habt ihr das Buch bereits irgendwo gesehen? Was lest oder hört ihr gerade?

Liebe Grüße
Vanessa

Das Geheimnis des Glockenturms von E. C. Bunce

Rezension: Myrtle Hardcastle 3 – Das Geheimnis des Glockenturms von Elizabeth C. Bunce

Bei Das Geheimnis des Glockenturms von Elizabeth C. Bunce handelt es sich um den dritten Band der Myrtle Hardcastle-Reihe. Hierbei handelt es sich um einen Jugendkrimi ab 12 Jahren.

Myrtle entwickelt sich auch in diesem Band noch einmal weiter und wird immer erwachsener, auch wenn sie immer noch kleinere Ermittlungsfehler macht, dennoch finde ich es schön, ihr bei ihrem Prozess des Erwachsenwerdens zuzusehen. In diesem Band erfahren wir außerdem ein bisschen was über ihre Mutter und deren Vergangenheit, was mir gut gefallen hat, weil wir über sie bisher sehr wenig wussten. Auch hier zeigt Myrtle mal wieder wie erwachsen sie bereits ist.

Miss Judson ist hier wieder etwas mehr involviert in die Ermittlungsarbeit, was ich sehr gut fand. Ich mag es, wenn Myrtle und ihre Gouvernante gemeinsam ermitteln und man ihre enge Verbundenheit zueinander spürt. Die beiden sind einfach ein tolles Ermittlerinnenduo und gerade diese Zusammenarbeit hat diesen Band für mich auch zu etwas besonderem gemacht.

Gerade am Anfang und gegen Ende kommt das Weihnachtsfeeling aus diesem Band raus. Ich mochte die weihnachtliche Atmosphäre beim Enthüllen des Schaufensters, das weihnachtliche Gebäck und den ganzen Schnee. Alles zusammen hat mir meine Vorweihnachtszeit nochmal extrem versüßt und der Jugendkrimi kam genau richtig für diese Jahreszeit.

Das Cover passt zum einen zwar gut in die Reihe, vermittelt aber auch, dass es sich hierbei um einen Weihnachtskrimi handelt, was aus dem Titel nicht ersichtlich wird.

Mir gefällt die Vermischung der mysteriösen Vergangenheit (von unter anderem Myrtles Mutter) und der Gegenwart sehr gut. Vor allem mochte ich, dass das, was in der Vergangenheit geschehen ist, so mysteriös ist, dass das Rätsel bis heute ungelöst ist. Das gibt dem ganzen Jugendkrimi noch eine besondere Note.

Ich mag es ja bei Reihen auch immer, wenn man alte Bekannte wieder trifft, die man aus früheren Fällen bereits kennt: Hier treffen wir unter anderem Tante Helena und Mr. Blakeney wieder, aber auch andere Bewohner aus Myrtles Heimatstadt wie beispielsweise den Gerichtsmediziner Dr. Munjal und seine Tochter Caroline, die inzwischen mit Myrtle befreundet ist. Natürlich ist es auch schön, dass Myrtle neue Freunde findet und so beispielsweise zumindest eine Bekanntschaft mit Mr. Blakeneys Schwester beginnt.

Peony, Myrtles Katze, spielt auch in diesem Band wieder eine Rolle und hilft ihr bei den Ermittlungen. Für mich ist Peonys „Meinung“ zu den Verbrechen immer ein kleines Highlight in den Myrtle Hardcastle-Bänden.

Alles in allem hat mir Das Geheimnis des Glockenturms von Elizabeth C. Bunce unglaublich gut gefallen. Ich mag die Zusammenarbeit von Myrtle und Miss Judson (und ihren Freunden) und finde es toll wie aktiv die beiden wirklich ermitteln. Ich mochte die Weihnachtsstimmung in diesem Band und empfehle ihn allen, die die Reihe, Jugendkrimis im Allgemeinen, Cosy Crime oder Weihnachtskrimis mögen. Für mich war es der bisher beste Band der Reihe und ein absolutes Highlight!

 

 

 

Danke an den Knesebeck Verlag für das Rezensionsexemplar!

Leseaktionen ·Mein SuB kommt zu Wort

Mein SuB kommt zu Wort November 2022

Hallo und Herzlich Willkommen zur Gemeinschaftsaktion „Mein SuB kommt zu Wort”. 🙂

Anna von Annas Bücherstapel hat diese Aktion 2016 ins Leben gerufen. Melli von Mellis Buchleben und ich übernehmen sie im August 2021. Alle Informationen zur Aktion findet Ihr HIER. Wir freuen uns über jede:n Teilnehmer:in und versuchen, Eure Teilnahme in diesem Beitrag übersichtlich aufzulisten, so dass nicht immer in den Kommentaren geschaut werden muss. 🙂 Und nun viel Spaß 🙂 Den Beitrag werdet ihr immer pünktlich am 20. bei Melli und mir auf den Blogs finden, auch wenn wir mal nicht selbst teilnehmen können.

Und nun: Manege frei für unsere Stapel ungelesener Bücher:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
  2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig uns deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
  3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es ein SuB-Senior, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem(r) Besitzer:in gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
  4. Liebe:r SuB, welche Bücher von deinen Stapeln soll dein:e Besitzer:in noch in diesem Jahr lesen?

 

SuBy:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Wow! Derzeit umfasse ich 72 Bücher und bin damit ganze neun Bücher gewachsen! Neun! Könnt ihr euch das vorstellen? Ich meine: wie ist das passiert? Ich weiß es wirklich nicht…

 

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig uns deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Neu hinzugekommen sind unter anderem der dritte Teil der Edelstein-Trilogie Smaragdgrün von Kerstin Gier und Lacroix und die stille Nacht von Montmartre von Alex Lepic. Bei beiden handelt es sich um Hörbücher und mit dem zweiten hat Vanessa sogar schon angefangen. Es ist zwar ein Weihnachtskrimi, der in der Vorweihnachtszeit spielt, aber richtig begeistert ist sie nicht… Außerdem neu hinzugekommen ist der Kurzgeschichtenband Mord in kleinen Dosen von Robin Stevens. Hierbei handelt es sich um Geschichten, die sich um die beiden Detektivinnen Hazel Wong und Daisy Wells drehen. Auch mit diesem hat Vanessa schon angefangen und findet bisher alle Geschichten gut.

 

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es ein SuB-Senior, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem(r) Besitzer:in gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Als letztes hat Vanessa den zweiten Teil der Lizzie Martin & Ben Ross-Reihe Neugier ist ein schneller Tod beendet. Der Krimi wurde von Ann Granger geschrieben und Vanessa hat ihn als Hörbuch gehört. Sie mag die Reihe sehr gerne und findet es ziemlich schade, dass die weiteren Bände nicht als Hörbücher herausgekommen sind.

 

  1. November 2022: Liebe:r SuB, welche Bücher von deinen Stapeln soll dein:e Besitzer:in noch in diesem Jahr lesen?

Wenn ihr Ideen für Aufgabe 4 habt, meldet euch gerne und lasst sie Melli, Horst, SuBy und mir zukommen. Wir würden uns sehr freuen. =)

Rückblick Mai 2021: Percy Jackson Band 5 ist immer noch ungelesen.

Rückblick September 2022: Vanessa hat von den Büchern mit den ältesten Erscheinungsdaten noch keines gelesen: Das Leben der schwedischen Gräfin von G*** von Christian Fürchtegott Gellert (Erstveröffentlichung 1747/48), Maria Stuart von Friedrich Schiller (Erstveröffentlichung 1800) und Im Zeichen der Vier von Arthur Conan Doyle (Erstveröffentlichung 1890) warten also immer noch.

Rückblick Oktober 2022: Vanessa hat keines der von mir im Oktober vorgeschlagenen Bücher gelesen. Die Zitronenschwestern von Valentina Cebeni (Originalsprache Italienisch), Das Geschenk eines Regentages von Makoto Shinkai und Naruki Nagakawa (Originalsprache Japanisch) und Feuerwerk mit Todesfolge von Robin Stevens (Reihentitel) sind also immer noch ungelesen. Vielleicht schafft sie davon ja eins bis zum nächsten Monat.

November 2022: Wow was für eine schwierige Entscheidung. Ich könnte hier jetzt eine super lange Liste schreiben, die total unrealistisch ist… Stattdessen entscheide ich mich einfach für Bücher, von denen ich es schön fände, wenn sie zumindest eines davon liest: Miss Daisy und der Tote auf dem Eis von Carola Dunn (das Buch klingt doch schon mal recht winterlich und damit so als könnte Vanessa zeitnah Lust darauf haben), Der Gletschermann von Erich Ballinger (auch das Buch klingt nach Winter und Kälte) und Oh dear! Miss Mount und der Mord im Herrenhaus von Gilbert Adair (ein Weihnachtskrimi und damit ebenfalls sehr zur Jahreszeit passend). Mal gucken, ob Vanessa alle drei schafft oder nur einen Teil davon liest, aber Lust hat sie schon und passen würden sie auch gut.

Für diejenigen, die am heutigen Tag jemandem gedenken, möchten wir an dieser Stelle ein kleines Licht entzünden.

Kennt ihr eines der Bücher und könnt es Vanessa empfehlen (oder davon abraten)?

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„Mein SuB kommt zu Wort” ist eine Aktion, die ursprünglich von Anna von AnnasBucherstapel.de stammt und von Mellis Buchleben und Vanessas Literaturblog im August 2021 übernommen wurde. Die Aktion findet immer am 20. des Monats statt, unabhängig vom Wochentag. Teilnehmen darf jede:r, wann immer er/sie Lust und Zeit dazu hat. Die vierte Frage ist HIER bereits im Voraus einsehbar. Die Fragen dürfen auch nach dem 20. noch beantwortet werden. Bitte benutzt bei einer Teilnahme das “Mein SuB kommt zu Wort”-Banner und verweist auf unsere Blogs!

EDIT: Euer SuB kann sowohl männlich als auch weiblich oder einfach buchisch sein. 😉

EDIT-EDIT: Unsere SuBs möchten sich austauschen – deswegen bitten wir alle Teilnehmer:innen, auch bei den anderen vorbeizuschauen und einen lieben Kommentar dazulassen (vor allem auch bei verspäteten Teilnehmer:innen). Nur so werden unsere SuBs wirklich gehört! 🙂 :-*

Ihr könnt natürlich auch immer Reihentitel vorstellen, die ihr bis zum nächsten Mal lesen wollt.

 

Liebe Grüße
SuBy (& Vanessa)

TEILNEHMER:INNEN:

Marina & Leo

Rina & Cully

Andrea & Subs

Anja & Subooky 

Kira & Katharina

Sarah & Gustav

Mellis Buchleben

Vanessas Literaturblog
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Mord in kleinen Dosen von R. Stevens

Mord in kleinen Dosen von Robin Stevens: Der Fall der ertrunkenen Perle

Daisy und Hazel fahren mit George und Alexander und Daisys Tante Lucy und ihrem Onkel Felix ans Meer in den Urlaub. Während Lucy und Felix dort einen Auftrag haben, sollen die Kinder als Tarnung dienen und ihren Urlaub genießen. Eines Morgens wollen die vier noch vor dem Frühstück schwimmen gehen und stolpern dabei über die berühmte Schwimmerin Antonia „Toni“ Braithwaite. Auf den ersten Blick könnte man es für einen Unfall halten, doch den vier Detektiv:innen ist natürlich sofort klar, dass es sich hier um Mord handelt.

Sie haben drei Verdächtige: Mr Sam Geck (Tonis Halbbruder), Mr Reggie Victor (ein anderer Schwimmer), Miss Karam Singh (beste Freundin und Trainerin von Toni) und Miss Mottson, die eigentlich keine richtige Verdächtige ist, weil sie kein Motiv hat und als Journalistin nur kurzzeitig vor Ort ist.

Im Laufe der Ermittlungen finden Hazel und Daisy heraus, wo und wie Toni ermordet wurde, dass es ein nicht unterschriebenes Testament gibt und sie können nach und nach einige Verdächtige ausschließen.

Auch Alexander und George finden, obwohl sie von Daisy ausgetrickst wurden, ein paar wichtige Hinweise und einen Zeugen, der kurz vor Tonis Tod noch einen Mann bei ihr hörte. Obwohl Daisy und Hazel also den größten Teil der Ermittlungsarbeit leisten, finden die vier Detektiv:innen sehr schnell alle Beweise, die sie für die Auflösung des Mordes brauchen.

Ich finde es zwar ein bisschen schade, dass auch in der dritten Geschichte Der Fall der ertrunkenen Perle die beiden Jungs wieder so eine große Rolle spielten, weil ich eher auf Geschichten mit einem Fokus auf Wells und Wong gehofft hatte, aber ich mag die Geschichte dennoch sehr gerne.