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Lesewochenende: Freitagmorgen

Guten Morgen ihr Lieben,

heute beginnt unser (also Mellis, Horsts, SuBys und meins) 2. Lesewochenende! Ich freue mich schon auf den Austausch mit euch. Ich werde auch erst heute Abend so richtig loslesen können, aber das ist ja nicht so schlimm.

Heute lese ich Eine Leiche zum Tee von Alexandra Fischer-Hunold. Das Buch habe ich schon vor ein paar Tagen angefangen und bin auch schon fast fertig. Ich werde nachher also bestimmt noch Nachschub brauchen. Vielleicht fange ich dann noch mit einem Vorab-Exemplar an, das mich hoffentlich im Laufe des Tages erreicht.

Für das Wochenende wünsche ich mir einen regen Austausch, nette Gespräche und mit meinen Büchern ein Stück weiterzukommen. Oben habe ich ja schon geschrieben, dass ich eins ziemlich sicher beenden werde. Mal schauen wie weit ich mit einem oder mehreren anderen komme, denn so genau weiß ich noch gar nicht, was ich dieses Wochenende lesen könnte. Ich hätte da nämlich neben dem Vorab-Exemplar noch zwei weitere Kandidaten in der engeren Auswahl. ^^

Was lest ihr an diesem Wochenende und was wünscht ihr euch?

Liebe Grüße
Vanessa (& SuBy)

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Inhaltsangabe: Frl. Schumacher ermittelt 2 – Der Salon des Todes von Andrea Instone

In ihrem zweiten Fall muss Emma Schumacher im Salon des Todes ermitteln. Emma tritt ihre erste Stelle an und soll in einem Schönheitssalon die Büroarbeiten erledigen. In besonders hektischen Zeiten, und das Weihnachtsgeschäft ist hektisch, muss Emma aber auch im Verkaufsraum aushelfen. So hat sie hautnah Kontakt zu ihren Kolleginnen und den Kundinnen.

Als bei einer Behandlung eine Kundin einen Stromschlag bekommt, der für Unwohlsein und vor allem ein Herzproblem sorgt, ist der gesamte Salon in Aufruhr. Kurz darauf bricht Hedwig Arendt tot zusammen. Emma holt die Polizei, informiert die Polizisten, die sie von ihrem ersten Fall kennt. Siegfried Mertens und Simon Wertheim beginnen ihre Ermittlungen in alle Richtungen. Wollte der Ehemann seine Frau loswerden? Wollte jemand den Salon in Verruf bringen? Wer hat die Drohbriefe geschickt?

Obwohl die Polizei ermittelt, fängt auch Emma mit einigen Nachforschungen an, denn sie hat direkten Kontakt zu ihrer Chefin, der Salonbesitzerin, zu ihren Kolleginnen und den Kundinnen und kann einige diskrete Nachforschungen anstellen. Als nun auch noch Kolleginnen von Emma angegriffen werden, fühlt sich auch Emma nicht mehr sicher auf den Straßen Bonns und verstärkt ihre Ermittlungen.

Parallel muss Emma sich aber auch noch klar darüber werden, was sie eigentlich möchte. Sie freut sich über ihren neuen Job, findet diesen aber nach einigen langen Tagen doch sehr anstrengend und ärgert sich über ihr Bedürfnis nach Unabhängigkeit. James versucht gleichzeitig sich einen Job in der Nähe von Bonn zu suchen, doch scheitert er und beginnt nun einen Plan für seinen Vater auszuarbeiten, denn dieser möchte, das James in seinen Verlag einsteigt. Emmas Tante Sybil plant ein Tanzlehrinstitut mit ihrem Freund Alexej zu eröffnen und ihre andere Tante Tinni heiratet ihren Freund Jean-Baptiste und so merkt Emma auf was sie verzichten wird müssen, wenn die beiden nach Frankreich gezogen sind…

Ankündigungen ·Leseaktionen

Ankündigung: Lesewochenende August 2022

Hallo ihr Lieben,

Horst, Melli, SuBy und ich möchten vom 19.08.2022 bis 21.08.2022 ein Lesewochenende veranstalten. Anlass ist die Übernahme der Aktion Mein SuB kommt zu Wort vor einem Jahr. Wie die Zeit vergeht!

Jeden Tag wird es bei Horst und Melli sowie SuBy und mir jeweils einen Beitrag mit den unten stehenden Fragen geben. Wir geben die Fragen bereits in dieser Ankündigung bekannt, damit Ihr Eure Beiträge schon planen könnt, wenn Ihr mögt. Euch bleibt natürlich selbst überlassen, wie viel Ihr schreiben wollt, aber um eine kleine Basis für den Austausch zu haben, gibt es die unten stehenden Anregungen in einer Art Steckbrief. Wir stellen uns zwei kleine Updates jeweils morgens und abends vor. Solltet Ihr nur an einem Tag Zeit haben, ist das natürlich auch völlig in Ordnung!

Am 20.08.2022 gibt es zusätzlich pünktlich den Aktionsbeitrag für Mein SuB kommt zu Wort.

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme und Austausch. Bitte hinterlasst bei den anderen teilnehmenden Blogs liebe Kommentare. Selbstverständlich darf jede:r teilnehmen, auch wenn Ihr nicht an der Mein SuB kommt zu Wort-Gemeinschaftsaktion teilnehmt.

Wenn Ihr Euch jetzt schon anmelden wollt oder weitere Fragen habt, könnt Ihr Euch gerne bei Melli oder mir melden.

 

Freitagmorgen:

Heute lese ich …

Für das Wochenende wünsche ich mir …

 

Freitagabend:

Heute habe ich … Seiten in … gelesen.

An meinem Buch hat mich überrascht …

 

Samstagmorgen:

Heute lese ich …

An meinem Buch gefällt mir bisher besonders gut …

 

Samstagabend:

Heute habe ich … Seiten in … gelesen.

Morgen will ich unbedingt …

 

Sonntagmorgen:

Heute lese ich …

Am liebsten lese ich am/im/auf (hier Lieblingsleseort einfügen, gerne mit Beschreibung der Atmosphäre, Verpflegung etc.).

 

Sonntagabend:

Heute habe ich … Seiten in … gelesen.

Insgesamt habe ich am Wochenende … gelesen.

Besonders schön fand ich …

 

Liebe Grüße
Vanessa & SuBy

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Rezension: Frl. Schumacher ermittelt 2 – Der Salon des Todes von Andrea Instone

Bei Der Salon des Todes von Andrea Instone handelt es sich um den zweiten Band der Fräulein Schumacher ermittelt-Reihe. Um die Figuren und deren Beziehungen zueinander zu kennen, wäre es gut, zuvor den ersten Band zu lesen.

Ich mochte Emma in diesem Band wieder sehr gerne. Sie ist ein sehr lieber und netter Charakter und gleichzeitig entwickelt sie sich auch weiter und versucht es nicht mehr jedem Recht zu machen. Ihre Entwicklung hängt natürlich auch damit zusammen, dass sie jetzt Geld verdient, was ihr mehr Selbstvertrauen gibt und dieser neue Job ihr gleichzeitig vieles abverlangt, sodass sie ihre Schüchternheit immer wieder runterschlucken und über sich selbst hinauswachsen muss. Das mochte ich sehr gerne, weil die Entwicklung bei ihr ziemlich natürlich wirkte.

Auch die Beziehung zu James entwickelt sich in diesem Band weiter. Ich mag James sehr gerne und mochte es auch wie er immer weiter versucht hat, eine Lösung für sein Job-Problem zu finden. Leider hat er wenig versucht mit Emma zusammen einen Plan zu machen. Auf der anderen Seite geht es natürlich vor allem um seine berufliche Zukunft, die er für sich selbst klären muss. Obwohl die beiden auch in diesem Band wieder ein bisschen umeinander herumgetanzt sind, und viele Missverständnisse hätten ausräumen können, wenn sie einfach ein offenes Gespräch geführt hätte, mochte ich, wie sich die Beziehung entwickelt hat.

Natürlich erhoffe ich mir von den nächsten Bänden eine Weiterentwicklung der beiden Figuren und ihrer Beziehung zueinander.

Ich mochte es auch, dass so viele Figuren aus dem letzten Band wieder vorkamen. Schade fand ich zwar, dass Emmas Vater in Ägypten ist, und somit nicht vorkommt. Aber ich fand es schön, dass ihre beiden Tanten und Jean-Baptiste und Alexej auch in diesem Band vorkamen und hoffe, nachdem ich die Figuren noch mehr ins Herz geschlossen habe, dass sie uns noch einige Bände erhalten bleiben.

Der Fall selbst hat mir gut gefallen. Ich hatte direkt am Anfang einen Verdacht, der sich immer mal wieder geändert hat, aber dann kamen im Laufe der Ermittlungen so viele neue Komponenten, Hinweise und Theorien ins Spiel, dass ich irgendwann nicht mehr sicher war, obwohl ich natürlich immer wieder mal einen Verdacht hatte. So etwas mag ich ja eigentlich ganz gerne, denn das hält den Krimi spannend. In die Ermittlungen war Emma gut eingebunden, was mir auch sehr gut gefallen hat.

Am Anfang gibt es eine Liste mit dem am Krimi beteiligten Personen, was mir sehr gefallen hat und dafür gesorgt hat, dass ich dieses Mal nicht so verwirrt war mit den ganzen Namen. Da aber auch Figuren aus dem vorhergehenden Band erwähnt werden und auf Umstände aus diesem Kriminalfall verwiesen wird, ergibt es auch aus dieser Sicht Sinn, den ersten Band zuvor zu lesen.

Als Hitler am Anfang erwähnt wird, war ich etwas verunsichert, denn eine Figur schwärmt von ihm. Ich sehe natürlich ein, dass es sich anbietet ihn in eine Handlung, die im Jahr 1926 spielt, einzubinden, aber ich war doch etwas geschockt. Im Laufe der Handlung gibt es noch weitere Figuren in der Bevölkerung, die von ihm angetan sind. Mertens, der am Anfang so begeistert war, fängt aber an, die Ideen differenzierter zu betrachten (wobei ihm Emma auf die Sprünge hilft).

Alles in allem hat mir der zweite Teil der Fräulein Schumacher ermittelt-Reihe Der Salon des Todes von Andrea Instone sehr gut gefallen. Ich mag die Figuren, deren Weiterentwicklung und der Kriminalfall war auch sehr spannend. Für mich war es also ein gelungener zweiter Band und ich bin schon sehr gespannt wie es mit Emma und James und ihren Ermittlungen in Zukunft weitergeht.

 

 

 

Danke an Andrea Instone für das Rezensionsexemplar!

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Kurz gesagt: Mord ist nichts für junge Damen von Robin Stevens

Mord ist nichts für junge Damen von Robin Stevens ist der erste Band der Wells & Wong-Reihe. Hazel Wong findet die Leiche einer Lehrerin auf dem Boden der Turnhalle. Die Frau wurde ermordet. Als sie panisch losrennt um Hilfe zu holen und nur wenige Minuten später mit ihrer Freundin Daisy Wells und einer älteren Schülerin zurückkommt ist die Leiche verschwunden. Da Daisy und Hazel bereits eine geheime Detektei in ihrem Internat betreiben, beginnen sie sofort mit den Ermittlungen. Sie befragen ihre Mitschülerinnen und überprüfen die Alibis der verdächtigen Lehrkräfte.

Hazel Wong ist eher ein ruhiges Mädchen. Eigentlich ist sie eine Außenseiterin aber durch Daisy hat sie eine gute Freundin. Sie ist eigentlich ganz klug, tut sich aber durch nichts besonders hervor, außer vielleicht, dass sie asiatischer Herkunft ist. Von den meisten wird sie akzeptiert, aber ab und zu entschlüpft der ein oder anderen Mitschülerin mal ein Kommentar zu ihrer Herkunft.

Die Idee mit der Detektei stammt von Daisy. Sie ist allseits beliebt, klug und kommt mit allen gut aus und hat so auch einige Mitschülerinnen, von denen sie Informationen einholen kann. Da sie die Idee mit der Detektei hatte, ist sie auch die Chefin und Hazel „nur“ Schriftführerin. Daisy hat aber vor allem Hazel gegenüber auch ihre nicht so tollen Seiten und lässt ihr gegenüber häufig die Chefin raushängen, was Hazel, verständlicherweise, nicht auf Dauer aushält.

Besonders gut gefallen mir die Anspielungen, Parallelen und Vergleiche zu bekannten Krimi- und Literaturreihen (wobei ich nicht sicher bin, dass diese immer so intendiert sind). Hier sei natürlich zum einen Hanni und Nanni von Enid Blyton genannt (da der Jugendkrimi in einem Internat spielt), zum anderen musste ich sehr an Die Katze im Taubenschlag von Agatha Christie denken.

Auch toll fand ich die Pläne, die Liste der Schülerinnen und dass Hazel im Laufe des Krimis die Verdächtigenliste immer wieder aktualisiert und man so als Leserin immer einen Überblick hat welche Lehrkräfte gerade besonders verdächtig sind beziehungsweise bei wem sie bereits ein Alibi nachweisen konnten. Das mochte ich sehr, weil man so immer einen Überblick über die beteiligten Figuren behält.

Alles in allem hat mir der erste Teil der Wells & Wong-Reihe Mord ist nichts für junge Damen von Robin Stevens aufgrund des Begleitmaterials, der Anspielungen und Parallelen auf andere Krimis und wegen Hazel sehr gut gefallen. Einzig Daisy kann ich noch nichts abgewinnen, aber ich hoffe, dass sich das in den nächsten Bänden noch ändern wird.

Hörbücher ·Saphirblau von K. Gier

Kurz gesagt: Saphirblau von Kerstin Gier

Gwendolyn ist immer noch ungeübt im Zeitreisen und auch ihre Gefühle für Gideon machen die ganze Sache nicht leichter, denn einmal kann er sie gar nicht genug küssen und kurz darauf stößt er sie von sich. Ximerius, ein Wasserspeier-Geist mit dem Gwen aufgrund ihrer besonderen Gabe sprechen kann, hilft ihr zwar und behält einige Menschen für Gwen im Auge, doch hinter die Geheimnisse was hinter dem Chronographen steckt, was die geheimen Pläne des Grafen sind und was die Wächter vor ihr verborgen halten, ist sie noch nicht gekommen.

Ich mochte den ersten Band der Edelstein-Trilogie ganz gerne, doch der zweite hat mich eher genervt als dass ich ihn toll fand. Die Handlung ist spannend und es geschieht ziemlich viel in kurzer Zeit; im Buch vergehen nur wenige Tage. Gerade weil so viel gleichzeitig geschieht, verstehe ich nicht, weshalb Gwen nicht mehr eigene Ermittlungen anstellt. Sie lässt sich wie eine Schachfigur über das Brett dirigieren und begnügt sich damit, keine Antworten zu erhalten. Das hat mich sehr gestört, weil ich ihr Verhalten einfach nicht nachvollziehen konnte.

Hinzu kam, dass sie sich von Gideon so behandeln lässt. Ich finde ihn, ehrlich gesagt, nur noch unsympathisch. Auf der einen Seite scheint er in Charlotte verliebt zu sein und auf der anderen wird er vom Grafen offenbar ziemlich manipuliert (und ich bin nicht sicher, ob er es mitbekommt). Sein Verhalten Gwendolyn gegenüber ist einfach komplett unberechenbar und ich bin nicht sicher, ob er einfach nur ein Arsch ist, der mit den Gefühlen der beiden Mädchen spielt oder ob er wirklich zu den Bösen gehört. Auf jeden Fall kann ich nicht verstehen wie Gwendolyn ihm vertrauen kann.

Vielleicht liegt es an den starken Kürzungen, dass ich Gideons Charakter wenig differenziert betrachten kann und dass ich das Gefühl habe, dass ständig irgendein Abenteuer zu bestehen ist. Meine Hörbuchversion ist wieder stark gekürzt. So weiß ich leider auch gar nicht, was denn da genau alles wegfällt.

Das Hörbuch selbst mochte ich sehr gerne. Es ist wieder von Josefine Preuss eingesprochen, die auch schon den ersten Band der Trilogie gesprochen hat. Sowas mag ich ja immer; eine andere Sprecherin zwischendrin hätte ich schon sehr komisch gefunden. Für mich passt die Stimme einfach super zu Gwendolyn.

Alles in allem war ich von Saphirblau von Kerstin Gier enttäuscht, bin aber dennoch neugierig wie die Trilogie ausgeht und werde deshalb natürlich auch den dritten Band hören.

Prinzessin auf Probe von E. Jean

Inhaltsangabe: Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe von Emiko Jean

Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe von Emiko Jean ist der erste Band der Toyko Ever After-Reihe. Izumi lebt gemeinsam mit ihrer Mutter in den USA. Izumi ist dort geboren und aufgewachsen und dennoch nur die Fremde, denn ihre Familie stammt eigentlich aus Japan. Als sie gemeinsam mit einer Freundin ein Buch mit einer Widmung im Schlafzimmer ihrer Mutter findet, macht sie sich mit ihrer Freundin auf die Suche nach ihrem Vater und findet ihn.

Ihr Vater ist der Kronprinz von Japan und somit ältester Sohn des amtierenden Kaiserpaares. Izumis Vater möchte sie näher kennenlernen und sie will endlich ihre Wurzeln verstehen, ihren Vater und ihre restliche Familie kennenlernen und Japan erkunden. So macht sich die junge Frau auf den Weg in das Land ihrer Familie und gerät prompt mit ihrem Leibwächter, dem gutaussehenden Akio, aneinander. Auch mit ihren Familienmitgliedern gerät sie immer wieder in Konflikte, denn ihre Cousins und Cousinen müssen sich erst daran gewöhnen, dass sie nun ein neues Familienmitglied haben. Aber die japanische Kultur und die Sprache sind eben nicht so einfach und so tritt Izumi in ein Fettnäpfchen nach dem anderen.

Mit der Zeit entwickelt sich die Beziehung zu ihrem Leibwächter und die beiden lernen sich besser kennen und verlieben sich sogar ineinander. Aber auch ihre persönliche Assistentin entpuppt sich mit der Zeit als verlässliche Vertraute, ihre Familie kennenzulernen freut Izumi, wenngleich sie nicht mit allen Familienmitgliedern gut klarkommt und die japanische Kultur und Sprache zu verstehen, geben ihr ein besseres Gefühl für sie selbst.

Als dann aber herauskommt, dass Izumi und ihr Leibwächter eine Beziehung haben und Fotos davon auftauchen, flüchtet Izumi tieftraurig, denn neben Akio hat sie auch ihren Vater mit ihrem Verhalten gekränkt…

Prinzessin auf Probe von E. Jean

Rezension: Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe von Emiko Jean

Prinzessin auf Probe von Emiko Jean ist der erste Teil der Tokyo ever after-Reihe, in der es um die japanische Prinzessin geht.

Izumi war ein toller Charakter. Ich mochte sie am Anfang zwar noch nicht, aber im Laufe der Zeit ist sie mir immer sympathischer geworden. Ich mochte es auch, dass sie so ein realistischer und plausibler Charakter war. Sie hat zwar Schwächen, arbeitet aber an ihnen. Sie ist nirgendwo wirklich gut. Sie ist weder besonders klug, noch hübsch oder kann sonst etwas besonderes. Und gerade deshalb fand ich sie so toll. Ich hätte sie gerne als Freundin gehabt.

Die Geschichte selbst fand ich total spannend. Es werden hier verschiedene Themen behandelt: die Unterschiede zwischen der japanischen und der amerikanischen Kultur, die Liebe zwischen Izumi und Akio, die Suche nach ihren Wurzeln, ihren Vater kennenzulernen und ihre eigene Identität zu erforschen. Diese Themen wurden natürlich nicht erschöpfend behandelt, aber ich hatte dennoch das Gefühl, dass sie in ausreichender Tiefe in den Roman eingeflossen sind. Besonders gut hat mir gefallen, dass Izumi versucht ihre Identität als Japanerin und als Amerikanerin zu finden. Und es irgendwie geschafft hat, sich selbst weder nur als das eine noch ausschließlich als das andere wahrzunehmen und diese Brücke irgendwie schlagen konnte.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Akio und Izumi hat mir gut gefallen, wobei ich nicht damit gerechnet hatte, dass sie einen so wichtigen Teil ausmacht. Dafür kam das Kennenlernen zwischen Izumi und ihrem Vater ein bisschen kurz, was aber auch durch die Handlung selbst begründet war und seinen Teil zum Konfliktpotential beigetragen hat.

Der Verlag selbst bringt den Vergleich zwischen dem Roman und dem Cinderella-Motiv, was meiner Ansicht nach weniger passend ist. Außerdem stellen sie eine Parallele zwischen Plötzlich Prinzessin (Filme von 2001 und 2004) („Und plötzlich bist du Prinzessin von Japan“ schreibt der Verlag) und dem Buch her und diese finde ich sehr naheliegend. Das Buch erinnerte mich auch an den Film Was Mädchen wollen (2003), in dem es um die junge Daphne Reynolds geht, die ihren Vater in England aufsucht, um diesen besser kennenzulernen. Ihr Vater entpuppt sich aber als Lord Henry Dashwood, der von ihr bislang nichts wusste. Auch hier sind die Parallelen offensichtlich.

Insgesamt hat mir der erste Teil der Tokyo ever after-Reihe Prinzessin auf Probe von Emiko Jean sehr gut gefallen. Ich mochte Izumi sehr gerne, fand die Handlung und die angesprochenen Themen spannend und mochte es auch, zu bekannten Filmen, Parallelen ziehen zu können. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für diesen Roman, denn für mich war es ein klares Highlight!

 

 

 

Vielen Dank an dtv für das Leseexemplar!

Miss Elizas englische Küche von A. Abbs

Inhaltsangabe: Miss Elizas englische Küche von Annabel Abbs

In Miss Elizas englische Küche von Annabel Abbs geht es um Eliza Acton und Ann Kirby, die gemeinsam ein neues, besseres Kochbuch verfassen möchten.

Eliza ist eigentlich Dichterin und möchte endlich ihren zweiten Gedichtband veröffentlichen, an dem sie zehn Jahre gearbeitet hat. Bei einem Termin mit einem möglichen Verleger, erhält sie eine Abfuhr. Sie könne für ihn aber ein Kochbuch veröffentlichen. Eliza möchte das nicht, denn sie sieht ihre Zukunft nicht in der Küche. Als ihr Vater aber aufgrund seiner Schulden fliehen muss und die Familie alles verkauft, entscheidet sie sich doch für das Angebot des Verlegers.

Ann Kirby kommt aus einer sehr armen Familie. Da ihre Mutter krank und ihr Vater verkrüppelt ist, konnte sie bislang nicht in Stellung gehen, denn sie muss sich um ihre Eltern und den Haushalt kümmern. Nun macht der Pfarrer ihrer Gemeinde ihr aber ein Angebot: er gibt ihr und ihrem Vater Arbeit und steckt die Mutter in eine Irrenanstalt, in der man sich gut um sie kümmert, sie einen Arzt bekommt und regelmäßig genug zu Essen hat. Ann nimmt das Angebot an und geht bei Eliza in Stellung. Ann mag die Stelle dort, denn sie träumt davon, Köchin zu werden und freut sich über die Erfahrungen, die sie bei Miss Eliza in der Küche machen kann.

Im Laufe der Handlung, während Eliza und Ann in der Küche immer wieder neue Gerichte ausprobieren, verfeinern und verbessern und Gerichte aus anderen Kochbüchern nachkochen und auch diese verbessern, werden aus den beiden so etwas wie Freundinnen. Frühere Kochbücher gibt es zwar; sogar einige davon, doch sie enthalten häufig keine genauen Angaben über Koch- und Garzeiten, über die Temperatur und die genaue Zubereitung. Sie sind häufig so unverständlich geschrieben, dass nicht einmal erfahrene Köche und Köchinnen nachvollziehen können, was der oder die Verfasser:in ihnen damit sagen will. Diese Rezepte möchte Eliza verbessern, strukturieren, Garzeiten und Temperaturen herausfinden und ergänzen.

Eliza und Ann haben jeweils ihre Geheimnisse, aber in der Küche sind sie ein tolles Team.

Miss Elizas englische Küche von A. Abbs

Rezension: Miss Elizas englische Küche von Annabel Abbs

Miss Elizas englische Küche von Annabel Abbs behandelt die wahre Geschichte um die Publikation des ersten Kochbuchs und die Freundschaft zwischen Eliza Acton und Ann Kirby.

Am Anfang wirkte Eliza auf mich sehr sympathisch. Sie wird von den damaligen gesellschaftlichen Umständen in die Rolle als alte junge Jungfer gezwungen, bemitleidet, verachtet und ausgelacht. Das hat ihr bei mir einige Sympathiepunkte eingebracht. Außerdem behandelte sie Ann so freundlich und sie kämpfte für ihr Recht, ihre Gedichte unter ihrem eigenen Namen zu veröffentlichen. Leider hat sich meine Ansicht von ihr mit der Zeit gewandelt. Ich fand ihren Umgang mit Ann immer schwieriger, weil sie davon ausgeht, dass ihre Angestellte ihr vertraut ohne ihr aber das gleiche Maß an Vertrauen entgegen zu bringen und sie diese Diskrepanz nicht einmal bemerkt. Hinzu kam, dass sie sich ständig Gedanken darum macht, wie sie unabhängig sein kann. Sie überlegt nicht, was das Beste für Ann wäre oder bespricht sich gar mit ihr. Außerdem ist ihr Verhalten ihrer Tochter gegenüber unglaublich furchtbar.

Ann ist ein netter Mensch und sehr gläubig. Obwohl sie so viel Leid und Armut in ihrem jungen Leben erfahren musste, ist sie sehr naiv. Sie glaubt wirklich daran, dass die Anstalt, in der ihre Mutter untergebracht wird, etwas gutes für sie tut. Ich habe mich dabei gefragt was sie glaubt, von welchem Geld die Gehälter der Ärzte und Pflegerinnen, das Essen und das Holz bezahlt werden. Außerdem wird sie von Eliza als ziemlich intelligent beschrieben, aber diesen Eindruck kann ich irgendwie nicht bestätigen. Vielleicht lag es auch an ihrer Naivität und natürlich ist mir klar, dass sie kaum gebildet sein kann. Woher soll denn eine gute Bildung kommen? Intelligenz hat selbstverständlich nicht zwangsläufig etwas mit Bildung zu tun, aber mir fallen keine Situationen ein, in denen sich Ann als besonders klug hervorgetan hätte. Hier kommt ihr vielleicht auch ihre Schüchternheit in die Quere, denn sie glaubt beispielsweise lange Zeit, dass Eliza, wenn sie von „unserem Kochbuch“ spricht sich und ihre Mutter meint (die mit dem Kochbuch überhaupt nichts zu tun hat).

Einige Fehler (Rechtschreibfehler, falsche Bezeichnungen, fehlende Wörter) haben mich dann doch gestört, obwohl sie mir am Anfang weniger aufgefallen sind. Insgesamt waren es dann aber doch einige, die irgendwann auf mich störend wirkten.

Den Anhang mochte ich sehr, obwohl ich es schade fand, dass es nur eine gute Handvoll Rezepte gab, aber wahrscheinlich durfte man mehr aus rechtlichen Gründen nicht verwenden. Ich mag es ja bei solchen Romanen, die auf wahren Begebenheiten und dem Leben von einer echten Person beruhen, eine Einordnung der Autorin zu bekommen wie sich die Quellenlage dargestellt hat. Schwierig finde ich es vor allem, dass über Ann so wenig bekannt ist und sich die Hälfte des Romans mit ihr beschäftigt (die Kapitel werden abwechselnd aus Anns und aus Elizas Sicht erzählt). Somit ist die eine Hälfte dieser Geschichte mehr oder weniger komplett fiktiv. Das ist sehr schade, wenn man, wie ich, damit rechnet, dass es sich hier um eine wahre Geschichte (wies es auf dem Cover steht) handelt (obwohl mir natürlich klar ist, dass vor 200 Jahren niemand dabei war und der oder die Autor:in viele Lücken selbst füllen muss).

Leider kann ich auch nicht nachvollziehen warum der Verlag diese Geschichte als Geschichte einer Freundschaft framet. Eliza war, meiner Ansicht nach, dafür nie ehrlich genug und man merkt auch nicht, dass die beiden sich wirklich aufeinander einlassen; wie es bei einer Freundschaft notwendig wäre. Das liegt sicherlich auch daran, dass die beiden aus unterschiedlichen sozialen Schichten kommen und somit eine Freundschaft schon überaus schwierig aufzubauen ist.

Am Anfang habe ich mich schon darüber gewundert, dass die Figuren mehr im Vordergrund stehen als das Kochbuch und die Entwicklung der Rezepte, aber ich dachte, das liegt daran, dass man eben erst die Figuren einführen will. Leider hat sich das im Laufe der Handlung nicht gebessert und das Kochbuch ist eigentlich die ganze Zeit eher im Hintergrund geblieben. Die damaligen Zustände (auch der Lebensmittel) wurden ausführlich beschrieben, die Probleme bei den gängigen Rezeptbüchern wurden auch erwähnt, aber wie sich die Rezepte entwickeln, die ein Rezept immer wieder ausprobiert und verfeinert wird, das wird nur sehr oberflächlich geschildert. Hier hätte ich mir mehr Showing und weniger Telling gewünscht.

Insgesamt hat mir Miss Elizas englische Küche von Annabel Abbs zwar gefallen, aber ich hatte mir mehr erhofft. Eliza war nicht wirklich sympathisch, Ann und vor allem ihr Leben rein fiktiv. Hinzu kommt, dass das Kochbuch leider keine so große Rolle spielt wie erhofft und erwartet. Somit war der biographische Roman etwas enttäuschend für mich.

 

 

 

Danke an btb für das Rezensionsexemplar!