Hörbücher ·Lady Hardcastle und der Tote im Wald von T. E. Kinsey

Rezension: Lady Hardcastle und der Tote im Wald von T. E. Kinsey

Lady Hardcastle und der Tote im Wald von T. E. Kinsey ist der erste Roman der Lady Hardcastle-Reihe um Lady Emily Hardcastle und ihre Zofe Miss Florence „Flo“ Armstrong. Den Band habe als Hörbuch gehört, sodass ich sowohl auf den Inhalt als auch auf das Medium eingehen werde.

Der Roman spielt am Anfang des 20. Jahrhunderts. Lady Hardcastle war zwar verheiratet, ist aber seit einigen Jahren verwitwet. Nachdem ihr Mann ermordet wurde, reist sie weiter durch Asien und befindet sich zeitweilig auf der Flucht. Gemeinsam erleben die beiden Frauen einige Abenteuer, was sie nicht nur zusammenschweißt, obwohl sie aus unterschiedlichen Welten kommen, sondern auch die offene Art zeigt, die Lady Hardcastle an den Tag legt. Sie behandelt ihre Angestellte stets mit großem Respekt und eher wie eine Freundin als wie eine Dienerin, denn sie ist überzeugt, dass die Arbeiterbewegungen auf dem Vormarsch sind. Außerdem hat sie sich als junge Frau durchgesetzt, weil ihre Eltern sie natürlich nicht studieren lassen wollten, sie dies aber unbedingt wollte, obwohl sie keinen Abschluss machen durfte.

Miss Florence Armstrong erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht, wodurch wir sie ganz gut kennenlernen. Flo liebt Literatur und ist für eine Hausangestellte auch ziemlich gebildet. Sie ist abenteuerlustig und obwohl sie die Ruhe in Gloucestershire genießt, beschwert sie sich auch, dass ihr dort langweilig wird. So ist sie von den Mordermittlungen ihrer Herrin ganz begeistert und erst recht, nachdem sie auch noch den Auftrag erhalten haben nach dem Juwel zu suchen. Dass sie auch alleine am Tatort spionieren darf und Befragungen durchführen darf, gefällt ihr natürlich auch. Flo ist ziemlich gut in Selbstverteidigung und greift auch mal durch, wenn es notwendig ist.

Lady Hardcastle und Miss Armstrong sind zwar sehr verschiedene Charaktere, aber es handelt sich bei beiden Frauen um sehr toughe Frauen, die klug sind und ihrer Zeit voraus. Ich mochte beide gerne und fand sie vor allem in der Kombination als Detektivinnen-Duo unglaublich cool.

Die Geschichte selbst scheint am Anfang wenig plausibel, denn offenbar sind in kürzester Zeit in einem kleinen Ort zwei Morde verübt worden, aber der Inspektor spricht über die Wahrscheinlichkeit mit Miss Armstrong und es stellt sich heraus, dass so etwas gar nicht so unwahrscheinlich ist. Zwei Morde könnten durchaus von zwei Mördern unabhängig voneinander begangen worden sein, aber auch, dass ein Mörder für beide Opfer verantwortlich ist, lässt sich nicht ausschließen.

Darüber hinaus ist die Geschichte wirklich spannend und passt gut in die damalige Zeit. Es gibt immer wieder Befragungen und Untersuchungen durch Lady Hardcastle und Miss Armstrong, aber sie dürfen zusätzlich auch bei den polizeilichen Befragungen anwesend sein, wodurch sie dem Täter immer näher kommen, eine Schmugglerbande auffliegen lassen, die Geheimnisse mancher Anwesenden aufdecken und den gestohlenen Smaragd finden. An der ein oder anderen Stelle machen die beiden Detektivinnen zwar Fehler, aber im Großen und Ganzen schlagen sie sich ganz wacker bei ihren Ermittlungen. Es handelt sich eben um einen typisch englischen Krimi dieser Zeit, wenngleich zwei Frauen ermitteln.

Wie oben schon erwähnt, beschreibt Miss Armstrong die Ereignisse aus ihrer Sicht und sie scheint sie auch erst im Nachhinein irgendwann verschriftlicht zu haben, was an ein paar Stellen deutlich wird. Diese Erzählperspektive kennt man ja – bekanntermaßen – von Dr. Watson, der die Abenteuer mit seinem Freund Sherlock Holmes niederschreibt. Ich weiß nicht genau, wieso Miss Armstrong ihre Abenteuer mit ihrer Herrin aufschreibt, aber ich mochte diese Perspektive sehr, auch wenn die Erzählinstanz natürlich etwas unzuverlässig wird, weil sie nicht weiß, was Lady Hardcastle ermittelt und weil sie manchmal erst am Ende versteht, was die Pläne ihrer Herrin sind. Dennoch ergibt sich daraus eine gewisse Realitätsnähe, die mir gut gefallen hat.

Julia von Tettenborn, die Sprecherin, hat ihre Sache gut gemacht. Ich habe am Anfang etwas gebraucht, um mich an die seltsame Sprechweise von Lady Hardcastle und den befremdlichen Stil zu gewöhnen, aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, waren die Stimme, die Sprechweise und der Stil ein rundes Gesamtpaket. An der ein oder anderen Stelle bin ich tatsächlich über die seltsame Ausdrucksweise von Lady Hardcastle gestolpert, aber das gab ihr für mich eine gewisse Originalität. Miss Armstrong klingt an der ein oder anderen Stelle etwas zu gefühlskalt und sarkastisch, wo es für mich nicht in die Handlung gepasst hat, aber grundsätzlich mochte ich es, wie die Sprecherin beiden Frauen einen eigenen Charakter mit ihrer Stimme verlieh. Meistens konnte man ganz gut auseinanderhalten, ob hier gerade Lady Hardcastle oder Miss Armstrong dachte und sprach. Ich finde es ja immer sehr beeindruckend, wenn eine Sprecherin so mit der Stimme spielen kann, dass jeder Charakter seine eigene Tonlage oder Stimmvariante bekommt. Da es sich auch um eine ungekürzte Lesung handelte, hatte ich auch nirgendwo den Eindruck dass irgendetwas fehlte.

Insgesamt hat mir das erste Abenteuer Lady Hardcastle und der Tote im Wald verfasst von T. E. Kinsey um Lady Hardcastle und ihre Zofe Miss Armstrong ganz gut gefallen. An der ein oder anderen Stelle hatte ich das Gefühl, dass es sich nicht um den ersten Band handelte, denn sie verweisen immer wieder auf vergangene Abenteuer, die aber offenbar nicht niedergeschrieben wurden. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nachfolgenden Bände der Reihe und hoffe, dass Julia von Tettenborn auch diese einspricht, denn für mich gehört ihre Stimme einfach zu Lady Hardcastle dazu.

 

 

 

Vielen Dank an Random House Audio für das Hörbuchrezensionsexemplar!

Leseaktionen ·Mein SuB kommt zu Wort

Mein SuB kommt zu Wort September 2021

Hallo und Herzlich Willkommen zur Gemeinschaftsaktion „Mein SuB kommt zu Wort“. 🙂

Anna von Annas Bücherstapel hat diese Aktion 2016 ins Leben
gerufen. Melli von Mellis Buchleben und ich übernehmen sie im August 2021. Alle Informationen zur Aktion findet Ihr HIER.

Wir freuen uns über jede:n Teilnehmer:in und versuchen, Eure Teilnahme in diesem Beitrag übersichtlich aufzulisten, so dass nicht immer in den Kommentaren geschaut werden muss. 🙂

Und nun viel Spaß 🙂 Den Beitrag werdet ihr immer pünktlich am 20. bei Melli und mir auf den Blogs finden, auch wenn wir mal nicht selbst teilnehmen können.

Und nun: Manege frei für unsere Stapel ungelesener Bücher:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
  2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig uns deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
  3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es ein SuB-Senior, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem(r) Besitzer:in gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
  4. Liebe:r SuB, im September wollen wir unseren Fokus auf die Hardcover in Deinen Stapeln legen. Welche Hardcover soll Dein:e Besitzer:in bis zum nächsten Monat lesen?

 

SuBy, Vanessas SuB:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Insgesamt bestehe ich derzeit aus 45 Büchern. Das sind ganze neun Bücher weniger als im August. Es gehören auch diesmal wieder viele „normal“ Printbücher dazu, außerdem ein paar Hörbücher und E-Books.

 

 

 

 

 

 

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig uns deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Zu den drei neusten Schätzen gehört Reckless 4: Aus silberner Fährte von Cornelia Funke; also der neue Band, der erst im letzten Jahr rauskam. Dieser kam als Hörbuch hinzu. Außerdem hat Vanessa Das Sterben in Wychwood von Agatha Christie neu hinzubekommen. Hier kommen keine alt bekannten Ermittlerfiguren vor, sondern ein junge Paar, das gemeinsam die Ermittlungen übernimmt. Solche Detektivduos mag Vanessa ja immer ganz gerne, deshalb gehe ich davon aus, dass es ihr gefallen wird. Außerdem  hat sie noch ein Rezensionsexemplar neu hinzubekommen, das auch ein Hörbuch ist. Dabei handelt es sich um Die Schwester von Mitford Manor 1: Unter Verdacht von Jessica Fellowes. Da Vanessa Krimis aus dieser Zeit mag, hofft sie, dass ihr dieser gefällt.

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es ein SuB-Senior, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem(r) Besitzer:in gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Als letztes hat mich ein Rezensionsexemplar verlassen. Es war ein Buch, das nur relativ kurz auf mir war, weil Vanessa es so gut gefallen hat. Die Rezension folgt demnächst. Es handelt sich dabei um den ersten Band der Countess of Harleigh-Reihe und heißt Tod in feiner Gesellschaft und wurde von Dianne Freeman geschrieben.

 

  1. Liebe:r SuB, im September wollen wir unseren Fokus auf die Hardcover in Deinen Stapeln legen. Welche Hardcover soll Dein:e Besitzer:in bis zum nächsten Monat lesen?

Ich habe wirklich phantastische Neuigkeiten für euch: Vanessa ist mit Aufgabe vier endlich weitergekommen! =D Außerdem wollte ich euch gerne daran erinnern, dass ihr gerne Vorschläge für Frage vier einreichen dürft!

Rückblick Mai: In der Percy Jackson-Reihe ist Vanessa weitergekommen, denn beim Leseabend, den Horst und ich veranstaltet haben, hat sie mit dem vierten Percy Jackson-Band angefangen und ihn dann in der Folge komplett verschlungen. Der fünfte Band fehlt ihr zwar noch, aber zumindest ist sie ein bisschen weitergekommen und sie hat jetzt auch Lust den nächsten Band direkt zu lesen.

Rückblick Juli: Es waren noch zwei SuB-Leichen-Bände aus der Juli-Aufgabe übrig, von denen Vanessa ja eigentlich noch welche lesen wollte. Zumindest hat sie mit Garrett von Lori Foster angefangen, wenngleich sie noch nicht fertig ist. Froh bin ich aber trotzdem, dass sie auch damit etwas weitergekommen ist.

Rückblick August: Vanessa hat Liebe kann kein Zufall sein von Ali Berg und Michelle Kalus gelesen. Da es ein Rezensionsexemplar war, bin ich froh, dass sie es auch schon gepostet hat. Außerdem hat sie das Hörbuch zu Bevor ich dich sah von Emily Houghton auch schon fertig gehört und gepostet. Somit hat sie die Aufgabe gleich zweifach erfüllt.

 

 

 

 

 

 

September: Es gibt tatsächlich einige Hardcover auf mir, sodass mir die Auswahl etwas schwer gefallen ist. Ich habe mich dann aber doch für einen Agatha Christie-Band, den neuen, den ich oben bereits erwähnt hatte, Das Sterben in Wychwood, entschieden. Außerdem schlage ich Vanessa noch ein Kinderbuch Verschwörung in der Totenstadt von Fabian Lenk vor und Der Gast im Garten von Takashi Hiraide. Hoffentlich ist da etwas dabei, das Vanessa gerne bis zum nächsten Mal lesen möchte.

Kennt ihr eines der Bücher und könnt es Vanessa empfehlen (oder davon abraten)?

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„Mein SuB kommt zu Wort“ ist eine Aktion, die ursprünglich von Anna von AnnasBucherstapel.de stammt und von Mellis Buchleben und Vanessas Literaturblog im August 2021 übernommen wurde. Die Aktion findet immer am 20. des Monats statt, unabhängig vom Wochentag. Teilnehmen darf jede:r, wann immer er/sie Lust und Zeit dazu hat. Die vierte Frage ist HIER bereits im Voraus einsehbar. Die Fragen dürfen auch nach dem 20. noch beantwortet werden. Bitte benutzt bei einer Teilnahme das „Mein SuB kommt zu Wort“-Banner und verweist auf unsere Blogs!

EDIT: Euer SuB kann sowohl männlich als auch weiblich oder einfach buchisch sein. 😉

EDIT-EDIT: Unsere SuBs möchten sich austauschen – deswegen bitten wir alle Teilnehmer:innen, auch bei den anderen vorbeizuschauen und einen lieben Kommentar dazulassen (vor allem auch bei verspäteten Teilnehmer:innen). Nur so werden unsere SuBs wirklich gehört! 🙂 :-*

 

Liebe Grüße
SuBy (& Vanessa)

TEILNEHMER:INNEN:

Mellis Buchleben

Vanessas Literaturblog
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Sherlock Holmes Kurzgeschichten

Der griechische Dolmetscher von Sir Arthur Conan Doyle

Holmes und Watson besuchen Mycroft Holmes, Sherlock Holmes‘ Bruder, in einem Club. Dort erfahren sie von Mycroft von einem neuen Fall, der Sherlocks Aufmerksamkeit fesselt. Ein griechischer Dolmetscher hatte ihm diese Geschichte zugetragen, die ihm selbst passiert ist, die ihm allerdings von der Polizei nicht geglaubt wird. Mr. Melas wurde von einem seltsamen Mann gekidnappt, wobei er sich erst einmal nicht so viel denkt, denn schließlich wird er als griechischer Dolmetscher häufig auch zu nächtlichen Zeiten zu Einsatzorten gerufen. Dass er aber bedroht wird und ihm unter Strafe gestellt wird, mit jemandem über seinen Auftrag zu sprechen, ist ihm noch nie geschehen. Er kommt in ein Landhaus, in dem ein ausgemergelter Mann irgendwelche Geheimnisse Preis geben soll. Dieser wehrt sich dagegen. Deshalb wird Mr. Melas zurückgebracht, kann aber die Füße nicht still halten und wird deshalb kurz nachdem er mit Holmes gesprochen hat, entführt. Nun müssen Holmes, Watson und Mycroft nicht nur herausfinden, was für seltsame Männer den armen Griechen und den Dolmetscher entführt hatten, sondern auch wo sich das Haus befindet, in das er damals gebracht worden war, denn die Detektive ahnen, dass Mr. Melas und der Grieche in Lebensgefahr schweben. Erreichen sie das Haus noch rechtzeitig?

Die Geschichte ist aus zwei Gründen relativ spannend: zum einen lernen wir endlich mal ein bisschen mehr über Sherlocks Vergangenheit und lernen mal Mycroft Holmes in Aktion kennen. Und zum anderen gibt es ein Detektivduo, das hier ermittelt. Natürlich ist der eine gar kein richtiger Detektiv, aber Mycrofts Fähigkeit Schlüsse zu ziehen steht der von Sherlock in nichts nach und so ermitteln sie gemeinsam. Watson kann am Anfang auch gar nicht glauben, dass es einen Menschen gibt, der vielleicht sogar noch besser im Schlussfolgerungen ziehen ist, denn von Mycroft hat er bisher noch nichts gehört. Sherlock erklärt das so, dass sein Bruder zwar besser im Kombinieren wäre, aber er nicht der Typ ist, der sich nach draußen begibt um seine Schlussfolgerungen zu überprüfen und dass er auch nicht der Typ ist, der überhaupt draußen weitere Informationen zusammenträgt. Dafür ist er zu gemütlich und dennoch macht er sich mit Sherlock auf die Suche nach dem Griechen.

Abgesehen davon finden wir aber viele bereits bekannte Motive: Sherlock wird engagiert ohne dass es ein richtiges Verbrechen oder einen Mord gibt. Er muss nun ermitteln und das seltsame Vorkommnis oder Rätsel lösen. Meistens steht hinter seltsamen Machenschaften eben doch ein Verbrechen und manchmal auch mehrere (wie hier beispielsweise auch). Es geht um zwei Entführungen, um Mord, um Erpressung und Raub. Natürlich schafft es nur Holmes alle Puzzleteile zusammenzusetzen, sodass er nicht nur herausfindet, wer die Täter sind und was sie im Schilde führen, sondern auch inwiefern ihre Taten mit Verbrechen in Zusammenhang stehen. Und was man bei Sherlock Holmes irgendwie auch nicht ganz selten findet: Er lässt die Verbrecher entkommen bzw. diese schaffen es, sich davonzustehlen. Doch sie haben die Rechnung ohne die Schwester des armen Griechen gemacht bzw. haben das Schicksal unterschätzt. Und auch wenn hier ein weiteres Unrecht geschehen sein könnte, meinen Holmes und Watson, dass sie damit nichts zu tun haben, denn schließlich ist es im Ausland passiert und somit außerhalb ihrer Reichweite.

Insgesamt ist Der griechische Dolmetscher von Sir Arthur Conan Doyle also alleine aufgrund des Auftauchens von Mycroft Holmes lesenswert, sodass ich die Geschichte gerne weiterempfehle.

Leseaktionen ·Lesetipps - Blogger stellen ihre Lieblingsbücher vor

Lesetipps für den Herbst 2021 – Blogger stellen dir ihr Lieblingsbuch vor

Hallo ihr Lieben,

es ist wieder Mal soweit: Leni und Tanja bitten um die Leseempfehlungen für den Herbst und ich habe wieder eine kleine Auswahl zusammengestellt. Natürlich habe ich wegen der Herbstthematik meinen Schwerpunkt auf Krimis gelegt, aber es gibt auch etwas (klassisches) für’s Herz und ein magisches Jugendbuch:

Zeitenzauber 1: Die magische Gondel von Eva Völler

Anna reist durch ein Missgeschick ins Venedig des ausgehenden 15. Jahrhunderts. Wie sich herausstellt, kann sie erst zurück nachhause, ins frühe 20. Jahrhundert, wenn sie ihre Aufgabe in der Vergangenheit erfüllt hat. Dabei begegnet sie nicht nur allerhand zwielichtigen Menschen, die ihre Macht und ihren Einfluss vergrößern wollen, sondern sie lernt auch noch Sebastiano kennen, in den sie sich verliebt…

 

 

 

 

 

 

 

 

Mord in Kurland St. Mary und Der Tod gibt sein Debüt von Catherine Lloyd

Lucy Harrington, älteste Tochter des örtlichen Pfarrers, ermittelt erst in ihrem Heimatdorf Kurland St. Mary im Fall von zwei verschwundenen jungen Frauen und einem Mord. Und im zweiten Band, der in London spielt, während sie mit ihrer Schwester Anna und ihrer besten Freundin nach passenden Ehemännern sucht, wird eine ältere Countess auf einer Abendgesellschaft ermordet. Als ihre beiden Enkel kurz darauf auch Vergiftungserscheinungen zeigen, nimmt Lucy gemeinsam mit Major Kurland die Ermittlunen auf…

Dreizehn Gäste von J. Jefferson Farjeon

Auf dem Anwesen von Lord Aveling kommen 13 Gäste zusammen; eigentlich waren 12 Menschen eingeladen, doch durch einen Zugunfall kommt ein dreizehnter Gast hinzu. Während des Wochenendes auf dem Land stirbt ein Mann bei einem Reitunfall, und kurz darauf wird ein Toter im Steinbruch im Wald entdeckt. Offenbar gab es zwischen beiden Männern eine Verbindung. Es muss einer der Anwesenden gewesen sein…

Lady Hardcastle und der Tote im Wald von T. E. Kinsey

Lady Hardcastle ist gerade mit ihrer Zofe Miss Armstrong in ihr neues Landhaus gezogen und sie bei einem Waldspaziergang auf einen Erhängten stoßen. Hier wurde ein Selbstmord inszeniert. Kurz darauf stirbt ein Musiker auf der Verlobungsparty von Bekannten von Lady Hardcastle und ein großes Juwel wurde gestohlen. Nun ermitteln Lady Hardcastle und ihre treue Zofe Flo also bei drei Fällen, wobei ihnen bei den beiden Mordfällen die Polizei zur Seite steht, der sie wertvolle Hinweise liefern. Hier handelt es sich um einen Cosy Crime, der am beginnenden 20 Jahrhundert auf dem englischen Land spielt.

Mansfield Park von Jane Austen

In Mansfield Park lebt Fanny Price mit ihren vier Cousins und Cousinen zusammen. Als sie alle junge Erwachsene sind, ziehen die Geschwister Mary und Henry Crawford in die Nachbarschaft und verdrehen den Edward und seinen Schwestern den Kopf. Einzig Fanny ist von den Crawfords wenig beeindruckt, sondern stößt sich im Gegenteil sogar an dem ein oder anderen wenig christlichen Verhalten. Als May und Edward sich immer näher kommen, ist Fanny unglücklich, denn schon seit einiger Zeit ist sie in ihren Cousin verliebt.

Kennt ihr eines der Bücher? Welche Bücher könnt ihr für den Herbst empfehlen?

Liebe Grüße
Vanessa

Der Tod gibt sein Debüt von C. Lloyd

Inhaltsangabe: Der Tod gibt sein Debüt von Catherine Lloyd

Lucy Harrington, die Pfarrerstochter aus dem kleinen Dorf Kurland St. Mary macht sich im zweiten Band Der Tod gibt sein Debüt von Catherine Lloyd gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Anna, ihrer besten Freundin der jung verwitweten Sophia Griffin und deren Mutter Mrs. Hathaway auf den Weg nach London, um dort die aktuelle Saison zu verbringen und einen Ehemann zu finden.

Kurz nach Lucys Abreise erhält Major Kurland die Nachricht, dass der für seine Tapferkeit im Krieg zum Baron geadelt werden soll, was ihm gar nicht gefällt. Um sich mit seinem alten Regiment zu treffen und sein Offizierspatent zu verkaufen und den Prinzregenten zu treffen, fährt er nach London. Dort trifft er nicht nur auf Miss Lucy Harrington, sondern auch auf viele andere alte Bekannte und unter anderem auch Broughton, einen Kampfgenossen, auf den er große Stücke hält. Sein Freund lädt ihn in den Wissenschafts-Herrenclub, in dem er Mitglied ist und die beiden tauschen sich aus. So erfährt Major Kurland, dass Broughton Interesse an einer gewissen Miss Chingford habe, die die Ex-Verlobte des Majors ist.

Auf einer der Tanzveranstaltungen und Bälle treffen Major Kurland, Anna Harrington, Lucy Harrington, Sophia Griffin und Broughton aufeinander. Anna Harrington und Lieutenant Broughton scheinen sich auf den ersten Blick ineinander zu verlieben. Und so verbringen sie in den nächsten Tagen viel Zeit miteinander bis sich die Ereignisse überschlagen: Miss Chingford kommt einfach nicht damit klar, dass ihr die zweite Harrington-Schwester einen Mann ausgespannt hat und legt sich in der Öffentlichkeit mit Anna und Broughtons Großmutter an. Als aus einem berühmten Ball die Dowager Countess plötzlich tot zusammenbricht, werden Miss Chingford und Lady Bentley, die beide kurz vor dem Ableben der älteren Damen einen Streit mit ihr hatten, verdächtigt die Frau in den tot getrieben zu haben.

Major Kurland macht sich, da Broughton selbst Vergiftungserscheinungen hat, auf die Suche nach dessen jüngerem Bruder Oliver, da der Verdacht besteht, dass er vom Tod seiner Großmutter noch nichts gehört hat oder möglicherweise zu deren Ableben beigetragen hat. Als Kurland Oliver findet, ist der gerade noch am Leben und wird zurück in sein Heim geschafft, doch dort verschlechtert sich sein Zustand zusehends.

Kurz darauf ertrinkt Lady Bentley bei einer Bootsfahrt auf einem kleinen Teich, die eigentlich ein gesellschaftliches Ereignis sein sollte. Zum Glück passiert Anna nichts, die mit im Boot war, das mit dem der Bentley kollidierte. Und wenig später springt Oliver, offenbar wahnsinnig geworden, aus seinem Zimmer und stirbt.

Miss Harrington und Major Kurland lassen die Saison Saison sein und vertiefen ihre ohnehin schon begonnenen Ermittlungen, denn sie können nicht glauben, dass Oliver der Täter ist oder dass es sich bei allen Ereignissen nur um Zufälle handelt. Mr. Stanford, der als Anwalt schon häufiger mit Mordfällen zu tun hatte und zuvor großes Interesse an Lucy hatte, entwickelt ein Interesse für Mrs. Griffin, die sich offenbar auch zu ihm hingezogen fühlt. Außerdem ist auch er an den Wissenschaften interessiert und hilft so bei den Ermittlungen.

Leseaktionen

Top Ten Thursday #4

Hallo ihr Lieben,

nach einigen Wochen nehme ich heute mal wieder am Top Ten Thursday teil. Der TTT ist eine wöchentliche Aktion von Weltenwanderer und findet immer am Donnerstag statt. Dabei werden Listen zu bestimmten Themen erstellt, in der zehn Bücher vorgestellt werden. Das Thema dieser Woche lautet:

Stelle uns 10 deiner liebsten Einzelbände vor.

Ich dachte ja eigentlich, dass das ein super einfaches Thema ist, weil ich ja gar nicht so viele Reihentitel lese, aber dann bin ich mal meinen Blog und meine Regale durchgegangen und habe gemerkt, dass es doch schwieriger ist als gedacht. Auf zehn Titel bin ich dennoch sehr komfortabel gekommen und am Ende musste ich sogar wieder ein bisschen aussortieren. Hier folgt aber nun meine Liste:

  1. Feuer und Gold von Sarah Beth Durst

Durch Feuer und Gold habe ich ein ganz neues Genre für mich entdeckt…

  1. Die Höhle der weißen Wölfin von Gabriele Beyerlein

Ich mag, dass es bei Die Höhle der weißen Wölfin um das Erwachsenwerden eines jungen Mädchens geht.

  1. Vorstadtgeflüster von Abbi Waxman

Vorstadtgeflüster behandelt die normale Geschichte, einer normalen Familie, in einer normalen Nachbarschaft. Dennoch unheimlich spannend.

  1. Jedes Jahr im Juni von Lia Louis

Liebenswerte Protagonistin in einer liebenswerten Liebesgeschichte

  1. Was der Fluss erzählt von Diane Setterfield

Die Leben vieler Menschen sind auf besondere Weise miteinander verbunden. Die Themse fließt durch die Geschichte und verbindet alle Nebenhandlungen wie Nebenflüsse.

  1. Jennissimo von Susan Mallery

Eine liebenswerte Familiengeschichte, typisch Mallery.

  1. Die Landkarte der Liebe von Lucy Clarke

Diese bunte Reise durch die Welt verbindet nicht nur zwei Schwestern, sondern zeigt auch wie schön die Welt sein kann.

  1. Herzblitze von Kristina Valentin

Man ist niemals zu alt um seinen eigenen Weg zu gehen und erst recht nicht, wenn man einen solch wichtigen Job in einem Bestattungsunternehmen hat. Der Weg zu sich selbst, wenn man sich an das letzte Jahr nicht mehr erinnert…

  1. Der blaue Express von Agatha Christie

Poirot ermittelt auf seine typische Art. Kein richtiger Whodunit, aber so ähnlich, viele Verwicklungen und einige Liebesgeschichten.

  1. Poppy Dayton und das Geheimnis von Wythcombe Manor von K. L. Rippmann

Poppy ist die quirlige Protagonistin und Hobby-Detektivin, die den Mord mithilfe eines Geistes aufklärt, der ihr nachts im Traum erscheint.

Ich weiß, dass es möglich ist, dass bei dem ein oder anderen dieser Bücher noch Folgebände veröffentlicht werden, aber derzeit handelt es sich bei allen um Einzelbände. Die Auswahl fiel mir dieses Mal wirklich schwer, aber es war dennoch ganz schön nochmal durch meine liebsten Bücher zu stöbern und zu gucken welche ich hier aufführen könnte.

Kennt ihr eines der Bücher? Welches sind eure liebsten Einzelbände?

Liebe Grüße
Vanessa

 

 

Hinweis: Die Rechte der Coverbilder liegen nicht bei mir, sondern bei den Verlagen und Autor:innen.

Der Tod gibt sein Debüt von C. Lloyd

Rezension: Der Tod gibt sein Debüt von Catherine Lloyd

Der Tod gibt sein Debüt ist der zweite Teil der Harrington-Kurland-Reihe, der etwas mehr als ein Jahr später als der erste Teil diesmal hauptsächlich in London spielt.

Lucy ist wirklich ein toller Charakter. Ich hatte das ja in meiner letzten Rezension schon geschrieben, aber ich mag sie wirklich unglaublich gerne und finde man kann sich sehr gut in sie hineinfühlen und ich würde wirklich gerne mal einen Tee mit ihr trinken, weil sie so mutig und klug, aber auch mütterlich und hilfsbereit ist.

Major Kurland ist nicht mehr ganz so knurrig wie noch im ersten Band, weil er inzwischen zumindest wieder gehen kann, wenngleich er dafür noch einen Stock braucht. Er merkt aber immer noch, dass er nicht seine alte Form und männliche Stärke zurück hat, was ihm manchmal wirklich zu schaffen macht. Er verbringt aber viel Zeit mit Lucy Harrington, wodurch viele in der Gesellschaft annehmen, dass er ihr den Hof macht und ihr einen Heiratsantrag machen wird, wodurch sie unattraktiver auf die anderen heiratswilligen Männer wirkt.

Die Beziehung von Lucy und Robert hat sich auf jeden Fall weiterentwickelt, aber ich bin nicht sicher, ob sie sich zum positiven entwickelt hat, denn weder hat Robert vor Lucy einen Antrag zu machen, noch möchte sie ihn heiraten. Obwohl man als Leserin den Eindruck hat, dass zwischen den beiden Gefühle existieren, scheinen sie sich diese nicht eingestehen zu wollen.

Der Fall an sich ist wirklich vertrackt, weil viele wissenschaftliche Erkenntnisse 1817 noch nicht bekannt waren und so wenig handfeste Beweise vor Gericht standhalten würden. Man hat so den Eindruck, dass einzig Zeugenaussagen, die die Tat beobachtet haben, wirklich Gewicht vor Gericht hätten. Dennoch ermitteln Harrington und Kurland und finden immer mehr Hinweise, die auf den/die Mörder:in hindeuten. Ich fand es besonders tragisch, dass noch weitere Menschen nach dem ersten Mord sterben mussten, und auch deren Todesfälle zwar höchst verdächtig waren, aber man nicht beweisen konnte, dass sie wirklich ermordet wurden.

Ich fand den zweiten Fall des Ermittlerduos aber wirklich spannend, weil immer wieder etwas passiert ist und ich wollte den Krimi gar nicht mehr aus der Hand legen und habe ihn innerhalb kürzester Zeit einfach weggelesen.

Besonders gut hat mir auch die Atmosphäre einer Londoner Saison gefallen, in der viele Männer und Frauen versuchen einen Heiratspartner zu finden. Man hatte fast den Eindruck, dass es in diesen Gesellschaftsschichten in einem gewissen Alter kein anderes Thema als den richtigen Partner oder die richtige Partnerin gibt. Ich fand es ein bisschen schade, dass die Bälle und Veranstaltungen am Ende immer seltener erwähnt wurden, allerdings glaube ich auch, dass es andersherum auch nicht richtig gewesen wäre und man dann das Gefühl gehabt hätte, dass es gar kein richtiger Krimi wäre.

Ich möchte hier noch kurz erwähnen, dass ich ein richtiges Jane Austen-Gefühl hatte, weil hier die Partnerwahl unheimlich wichtig ist, aber auch weil die Atmosphäre mich an einen Jane Austen-Roman erinnert hat. Die Kleidung, die gesellschaftlichen Gepflogenheiten und die Veranstaltungsarten stimmen ja auch mit denen aus den Romanen der Autorin überein, was natürlich daran liegt, dass die Romane von Austen zwischen 1810 und 1820 (Regency Zeit) verfasst wurden und spielen und dieser Krimi ebenfalls in dieser Zeit spielt.

Meiner Ansicht nach versteht man vieles auch ohne den ersten Band zu kennen, weil viele Dinge noch mal erwähnt oder erklärt werden. Für manche Hintergründe braucht man den ersten Band zwar, aber hier geht es eher um Nebensächlichkeiten. Wer sicher gehen will, dass er wirklich alles versteht, sollte die Reihe aber in der richtigen Reihenfolge lesen, denn vieles versteht man zumindest besser, wenn man den ersten Band kennt.

Insgesamt hat mir Der Tod gibt sein Debüt von Catherine Lloyd richtig gut gefallen und ich hoffe, dass auch die anderen Bände der Harrington-Kurland-Reihe übersetzt werden, denn ich bin richtig neugierig wie es weitergeht. Ich mochte die Figuren sehr gerne, auch dass Sophia und Anna wieder vorkamen und auch der Fall war sehr spannend. Ich empfehle den zweiten Band der Reihe also wirklich gerne weiter.

 

 

 

Danke an den Digital Publishers Verlag für das Rezensionsexemplar!

Jennissimo von S. Mallery

Inhaltsangabe: Jennissimo von Susan Mallery

Jenna ist die Protagonistin im Roman Jennissimo von Susan Mallery. Jenna ist gerade frisch geschieden und kommt aus Los Angeles zurück in ihre Heimatstadt Georgetown. Sie ist zwar eigentlich Köchin, möchte sich aber verändern. So beschließt sie kurzentschlossen einen Kochshop zu eröffnen.

Jenna hat zwar keine Erfahrung im Einzelhandel, und hat eigentlich auch nicht so gerne engen Kontakt mit den Kunden, aber in der Küche zu stehen, kann sie sich gerade gar nicht vorstellen. Ihr Ex-Mann hat ihr ihre Kreativität ausgetrieben, indem er ihr ständig gesagt hat, dass ihre Kreationen nicht schmecken und sie ohnehin nichts drauf hätte um dann kurz darauf ihre Kreationen mit leichten Veränderungen „verbessert“ selbst zu kochen und sich dafür feiern zu lassen.

Ihre neue Mitarbeiterin Violet hat eine schwierige Vergangenheit. In ihrer Jugend wurde sie vergewaltigt, lebte ein paar Jahre auf der Straße, nahm Drogen und arbeitete als Prostituierte. Danach hat sie es geschafft, sich ein normales Leben aufzubauen und hat nun auch einige Erfahrung im Einzelhandel. Sie möchte nicht wieder auf einen Typen reinfallen, der mit ihrem Geld verschwindet oder sie anderweitig ausnutzt, weshalb sie extrem vorsichtig ist.

Jenna weiß, dass sie adoptiert ist, liebt ihre Adoptiveltern aber sehr. Abgesehen von einem kurzen Moment in ihrer Jugend hatte sie nie das Bedürfnis ihre leiblichen Eltern kennenzulernen. Doch nun stehen zwei seltsame Menschen, Serenity und Tom, vor ihr, die ihr erklären, dass sie ihre leibliche Tochter sei und dass sie immer darauf gewartet haben, dass sie endlich Kontakt mit ihnen aufnimmt. Jenna fühlt sich unter Druck gesetzt und flüchtet zu ihrer Mutter, die aber meint, dass ein freundschaftlich-familiärer Kontakt zwischen Jenna und Serenity gut wäre. Jenna versteht nicht, warum sich ihre Mutter nicht bedroht fühlt, öffnet sich aber langsam Serenity und Tom gegenüber.

So stellt sich heraus, dass Serenity und Tom noch zwei Söhne haben, von denen der eine schon verheiratet ist und bald Vater wird. Außerdem verhält sich Serenity immer wieder seltsam und so kommt erst recht spät raus – als Tom – sie anruft, dass ihre Mutter im Krankenhaus sei, dass Serenity nicht mehr lange zu leben hat. Sie wollte aber eigentlich nicht, dass ihre Tochter davon erfährt. Jenna ist traurig darüber, sie ist wütend, weil ihre Mutter ihr die Chance zum Abschied nehmen nehmen wollte und sie merkt wie sehr sie ihre leibliche Mutter schon ins Herz geschlossen hat.

Dragon und Wolf (mit seiner Frau Jasmine), Marshall und Beth, Serenity und Tom, Jenna und ihr neuer Freund Ellington und auch Violet werden eine Familie.

Jennissimo von S. Mallery

Rezension: Jennissimo von Susan Mallery

Jennissimo von Susan Mallery ist ein Einzelroman, in dem Jenna und Ellington zueinanderfinden, aber Jenna auch einen neuen Teil ihrer Familie findet und ein gutes Verhältnis zu ihnen aufbaut.

Ich mochte Jenna sehr gerne. Zu Anfang ist sie sicher verunsichert. Sie weiß selbst, dass ihr Mann ihr etwas genommen hat, dass sie nur durch viel Mühe wieder zurückerlangen kann und dafür kämpft sie. Jenna merkt nach und nach, dass sie nicht nur eine gute Köchin ist, sondern auch gerne mit ihren Kunden arbeitet, außerdem machen ihr die Kochkurse – ganz im Gegensatz zu ihren anfänglichen Bedenken – großen Spaß. Sie entwickelt sich merklich weiter, was ich sehr schön fand. Hinz kam, dass sich ihr Verhältnis zu ihrer Familie gut entwickelt. Sie liebt ihre Adoptiveltern sehr und will eigentlich gar keinen Kontakt zu ihren leiblichen Eltern, aber als diese sich bei ihr melden entwickelt sich – ihrem anfänglichen Widerwillen zum Trotz – nach und nach ein Verhältnis. Sie merkt, dass es durchaus möglich ist, zwei Mütter und zwei Väter zu haben und beide auf ihre eigene Weise zu lieben. Das fand ich eine sehr schöne Botschaft, die mir gut gefallen hat und das hat mir Jenna noch sympathischer gemacht.

Ich mochte auch Violet sehr, vielleicht gerade weil sie eine schwere Vergangenheit hat, die sie ganz schön mitgenommen hat. Violet versucht sich zu ändern und hat es geschafft, sich selbst aus ihrem schlechten Leben herauszuarbeiten. Das finde ich sehr beeindruckend und es zeigt was für eine starke Persönlichkeit sie ist. Toll fand ich auch, dass Beth und Marshall sich für sie einsetzen und alles dafür tun, dass es ihr gut geht. Beth geht mit ihr shoppen und Marshall hilft ihr nachdem sie wieder einmal von einem Mann verprügelt wurde.

An dieser Stelle möchte ich eine Trigger-Warnung aussprechen, da Violet nicht nur von ihrer Vergangenheit als Prostituierte berichtet, sondern eben auch von ihrem Freund verprügelt wird, früher Drogen nahm und als Teenager vergewaltigt wurde.

Die Geschichte selbst ist sehr typisch für die Autorin. Susan Mallery schreibt oft über Familien und über die Geschwisterbeziehungen. Adoption ist sonst nicht so oft ein Thema, gerade deshalb hat mir der Roman auch gut gefallen, weil ich es unglaublich toll fand, dass Beth und Marshall ihre Adoptivtochter so sehr lieben. Hinzu kam, dass auch dieser Roman teilweise auf dem Weingut von Serenity und Tom spielte und auch andere Romane auf Weingütern spielen und einige der Figuren ein Weingut haben (hier meine ich beispielsweise die Marcelli-Trilogie, da die Familie Marcelli ebenfalls ein Weingut besitzt).

Was ich an diesem Roman der Autorin toll fand war auch, dass es sich nicht um einen typischen Liebesroman handelte. Es gibt zwar eine Liebesgeschichte zwischen Jenna und Ellington, aber die liegt hinter den oben erwähnten anderen Themen im Hintergrund. Jennissimo ist auch ein Familienroman, weil Jennas gesamte Familie zusammenkommt und man hier wieder einmal merkt, dass eine Familie und die Beziehungen zwischen Familienmitgliedern sehr komplex sein können.

Alles in allem hat mir Jennissimo von Susan Mallery sehr gut gefallen und ich empfehle den Roman sehr gerne weiter. Für mich war es definitiv eines meiner Jahreshighlights und ich finde es schade, dass es sich nur um einen Einzelroman handelte, sodass ich mich nach diesem schon wieder von Jenna und ihrer quirligen Familie verabschieden musste.

Detektiv Conan Band 12 von G. Aoyama ·Detektiv Conan Re-Read

Inhaltsangabe: Detektiv Conan Band 12 von Gosho Aoyama

Im ersten Fall des 12. Bandes sind die Detective Boys mit Professor Agasa unterwegs. Sie fahren zu einem Gebäude, in dem sie nach einem Schatz suchen wollen. Auf allen möglichen Gegenständen finden sie einen Code mit Sternen, Sonnen und Monden. Das Haus, in dem der Schatz versteckt ist, liegt in einem Wald, aber sie werden dennoch von jemandem beobachtet. Auf dem Dachboden finden sie Druckplatten und ein Skelett, nachdem die Detective Boys den Code geknackt haben.  Dort erscheint dann auch ein Mann mit einer Pistole, der die Kinder und den Professor erschießen will.

Im zweiten Fall hört Conan wie ein Mann in einem Hotel mit Vodka spricht. Der Mann ist schwarz gekleidet und scheint einen Deal machen zu wollen. Nach der heimlichen Kofferübergaben, explodiert eine Bombe in dem Hotel und Conan muss den Fall schnell lösen, damit die Verbindung zur Organisation der Männer in Schwarz nicht abreißt. Conan schafft es zwar, den Fall mit Rans Hilfe zu lösen, denn als er an ihrer Hose einen angeblichen Fussel entfernt, tritt sie nach ihm und knockt so ihren Vater aus, sodass den Fall wieder einmal mithilfe des schlafenden Kogoro lösen kann. Im Gebäude, in dem das Treffen der Männer in Schwarz stattfinden sollte, explodiert ebenfalls eine Bombe. Diesen Fall kann Conan allerdings nicht lösen und so wird er als ungelöst zu den Akten gelegt.

Im letzten Fall dieses Bandes taucht Heiji wieder auf. Conan hat Ran, Kogoro und sich selbst für die Sherlock-Holmes-Tour angemeldet. Da Heiji weiß, dass Shinichi ein großer Holmes-Fan ist, hofft er, dort auf seinen Rivalen zu treffen. Conan hat sich für die Teilnahme gemeldet, da er Sherlock Holmes verehrt und so muss sich Kogoro in sein Schicksal fügen. Als der Wagen mit dem Spielleiter über die Klippe bei der Pension stürzt, wird klar, dass es sich hier nicht nur um ein Spiel handelt. Heiji, Conan und Kogoro versuchen die diversen Zwischenfälle aufzuklären, am Ende betäubt Conan Heiji, um den Fall aufzuklären…