Montagsfragen

Montagsfrage: 3. Juni 2019

Montagsfrage: Wie bist du zum Lesen gekommen?

Hallo ihr Lieben,

eine neue Woche beginnt und fast beginnt ja die neue Woche mit einem neuen Monat. Wir haben Juni und endlich kann man auch die Heizung ausschalten, und manch einer hat auch schon die Klimaanlage angeschaltet. Antonia von lauter-und-leise.com fragt heute, wie wir eigentlich zum Lesen gekommen sind. Gute Frage! Ich weiß das gar nicht so genau…natürlich habe ich als Kind recht gerne gelesen und es gab auch mal eine Zeit, da habe ich nicht besonders gerne gelesen. In meinen Mittelstufentagen habe ich viel und gerne Detektiv Conan gelesen, aber dass ich parallel noch andere Dinge gelesen hätte? Daran kann ich mich kaum erinnern. Erst mit 14 oder 15 Jahren habe ich das Lesen wieder so richtig für mich entdeckt. Und seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen. Klar gibt es mal Monate, in denen ich nicht so viel lese und es gibt mal Monate, in denen ich mehr lese. Aber im Grunde ist mein Lesehunger in den letzten Jahren relativ stabil geblieben. Wie sieht das bei euch aus? Wie seid ihr zum Lesen gekommen?

Liebe Grüße
Vanessa

Bibliographie von Susan Andersen

Rund um’s Lesen: Bibliographie von Susan Andersen

Susan Andersen hat im Laufe ihrer Karriere 25 Bücher geschrieben, von denen bis heute 23 Romane ins Deutsche übersetzt wurden. In ihren Romanen geht es um Liebe und im Missverständnisse, darum inwiefern sich Männer und Frauen unterscheiden und wie man häufig einfach durch Reden und Zuhören viele Probleme aus der Welt schaffen kann. Ich persönlich schätze eigentliche alle Romane der Autorin, wenngleich es natürlich welche gibt, die mir besser gefallen und welche die mir weniger gut gefallen. Hier findet ihr nun eine Übersicht aller Romane von Susan Andersen samt der Aufstellung, welche davon ich bereits im Regal stehen habe bzw. welche ich bereits gelesen habe:

 

Susan Andersen Bibliographie (20/25)

Deutscher Titel Jahr Englischer Titel Jahr Bemerkungen Besitz/Gelesen
Küssen auf eigene Gefahr 2005 Baby, I’m Yours 1998 Baby-Reihe 1 X
Immer Ärger mit den Männern 2004 Be My Baby 1999 Baby-Reihe 2 X
Ein Traummann zum Verzweifeln 2005 Baby, Don’t Go 2000 Baby-Reihe 3 X
Küss mich und träum weiter 2016 Running Wild 2015 Gehört lose zur Sisterhood-Diary-Reihe X
Todesspirale 2008 On Thin Ice 1995 X
Gefährliche Liebe 2007 Shadow Dance 1989 X
Mr. Perfect gibt es nicht 2010 Cutting Loose 2008 Sisterhood-Diary 1 X
Rosarot in Seattle 2010 Bending the Rules 2009 Sisterhood-Diary 2 X
Vor Schmetterlingen wird gewarnt 2012 Playing Dirty 2011 Sisterhood-Diary 3
Verküsst & zugenäht 2013 That Thing Called Love 2012 Razor-Bay 1 X
Himmel, Herz und Kuss 2014 Some Like It Hot 2013 Razor-Bay 2 X
Wer nicht hören will, muss küssen 2015 No Strings Attached 2014 Razor-Bay 3
Nicht schon wieder Liebe 2003 Head over Heels 2002 Marines 1 X
Mach mich glücklich 2004 Getting Lucky 2003 Marines 2 X
Alarm auf Wolke sieben 2008 Hot and Bothererd 2004 Marines 3 X
Safer S(ex) 2009 Coming Undone 2007 Marines 4 X
Mister Cool und Lady Crazy 2011 Burning Up 2010
Private Dancer 2007 Skintight 2005 Showgirls 1 X
Lady Sunshine und Mister Moon 2010 Just for Kicks 2006 Showgirls 2 X
Du wirst noch an mich denken 2006 Present Danger 2000 X
Drunter und drüber 2003 All Shook up 2001 X
Unter die Haut 2006 Obsessed 1993 X
Revanche 2006 Exposure 1996 X
Notorious 2016
It Had to be You 2017

 

 

Stableford von R. Reed

Rezension: Stableford von Rob Reef

Bei Stableford von Rob Reef handelt es sich um den ersten Teil einer mehrbändigen Reihe. Es bietet sich an, mit diesem Kriminalroman anzufangen, da man so erfährt, wie Stableford zum Detektiv wurde. Ich vermute, dass er in späteren Bänden bereits Detektiv ist und wir nicht mehr genau erfahren, wie es dazu kam. Auch erfahren wir in diesem Band, wie sich Stableford und Holmes kennen gelernt haben und ich gehe davon aus, dass das in späteren Bänden wieder wichtig werden könnte. Dennoch muss ich zugeben, dass ich die anderen Bände noch nicht gelesen habe und deshalb hier nur Prognosen anstellen kann.

Stableford ist ein Whodunit-Krimi, denn die Figuren scheinen sich in einem verlassenen Ort auf einem eigentlich geschlossenen Golfplatz zu befinden, der sich auf einer Landzunge befindet, die nur durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Erst am Ende des Krimis stellt sich heraus, dass es gar kein abgeschlossener Handlungsort war, aber natürlich trägt die Unkenntnis dazu bei, die Stimmung zu halten. Durch die eingestürzte Brücke und das nicht funktionierende Telefon, haben die Protagonisten gar nicht die Möglichkeit, die Polizei zu informieren und sind komplett auf sich selbst gestellt. Dass es im Laufe der Handlung zu weiteren Todesfällen kommt, trägt natürlich noch weiter dazu bei, dass der Krimi möglichst gruselig wirkt.

Die Geschichte an sich ist gar nicht schlecht: 8 Menschen werden zusammen in einen alten Golfclub eingeladen und müssen dort mit ansehen wie einer nach dem anderen stirbt. Agatha Christie hätte sich kein passenderes Setting ausdenken können und in dieser Tradition steht der Krimi auch so ein bisschen, natürlich gibt es da noch die Anlehnungen und Anspielungen an Conan Doyles Sherlock Holmes, die sich an mehreren Stellen finden. Dennoch war der Krimi für mich zu kurz, damit wirkliche Stimmung aufkommen konnte. Die Ermittlungen waren abgeschlossen bevor sie für mich richtig begonnen hatten. Hier fehlte einfach noch ein bisschen Spannung und Material, meiner Ansicht nach. Der Detektiv verhört beispielsweise jeden seiner Verdächtigen und Zeugen nur einmal. Und man hat insgesamt auch nicht das Gefühl, dass seine Ermittlungen ihn wirklich weiterbringen, obwohl natürlich klar ist, dass ihn das immer etwas weiterbringt. Hier wären noch kleinere Interventionen, Gespräche mit seinen Verbündeten, etc. hilfreich gewesen, um dem Leser ein bisschen das Gefühl zu geben, am Lösungsprozesse teilzunehmen. So hatte ich einfach das Gefühl, dass mir hinterher jemand, der es auch nicht aus erster Hand weiß, davon erzählt. Zu viel Abstand zwischen Geschehen und Leser.

Dennoch war der Kriminalroman Stableford sehr kurzweilige und Rob Reef hat es wirklich gekonnt hinbekommen an die klassischen Kriminalromane der großen Autoren anzuknüpfen. Mit ein bisschen mehr Erfahrung stelle ich mir die Romane noch besser vor; vielleicht sind die nächsten Auflagen ja auch noch etwas ausgefeilter? Ich habe mir extra die 1. Auflage gekauft. Gerade deshalb freue ich mich auf die nächsten Bände, die ich mir mit Sicherheit auch wieder kaufen werde.

Die Frau im Verborgenen von L. Howard

Inhaltsangabe: Die Frau im Verborgenen von Linda Howard

In dem Kurzroman Die Frau im Verborgenen von Linda Howard geht es um Anna Sharp und Patrick Malone, die zusammen arbeiten. Anna ist Patricks Sekretärin und in ihn verliebt, seitdem sie bei ihm angefangen hat. Als die beiden eine leidenschaftliche Nacht miteinander verbringen, ist für Patrick klar, dass er sich ein Leben ohne Anne nicht vorstellen kann, also stellt er sie vor die Wahl: Entweder du wirst (ohne jegliche Bedingung) meine Geliebte oder du bleibst meine Sekretärin. Anna entscheidet sich, obwohl sie weiß, dass ihr das gefährlich werden könnte für die erste Alternative und ist mit diesem Arrangement auch ziemlich zufrieden. Patrick verbringt inzwischen so viel Zeit bei ihr, dass er seine eigene Wohnung eigentlich nur noch braucht um sich dort umzuziehen, aber er besteht darauf, dass sie nicht zusammenziehen. Inzwischen kennt Anna Patrick auch ziemlich gut und kann seine Stimmungen deuten und sie ahnt auch, dass sie ihm wichtig ist, aber sie ahnt nicht wie sehr. Er kann es sich selbst nicht eingestehen, entdeckt aber, dass er nur in Annas Armen gut schlafen kann und inzwischen ohne sie nicht einmal mehr schläft. Ihr Arrangement funktioniert zwei Jahre ausgezeichnet, aber dann erfährt Anna, dass sie schwanger ist und sie weiß, dass Patrick dieses Baby nicht wollen wird. Er reagiert allerdings anders auf Annas Geständnis. Er scheint sich sogar auf das Kind zu freuen, auch wenn er eine Heidenangst davor hat, kein guter Vater zu sein, da ihn seine Eltern damals in den Müll geworfen hatten. Das führt dazu, dass er keine Liebe geben kann und keine annehmen kann, immer skeptisch ist, ob Anna ihn wirklich liebt und auch Angst hat, dass er sein Kind nicht lieben kann. Aber er will auch nicht, dass Anna ihm sein Kind vorenthält. Also entscheidet er sich dafür, das Arrangement mit Anna beizubehalten, worin sie zustimmt. Da sie nun aber eine andere Art von Beziehung führen, denn Patrick will bei ihr einziehen und sie haben fortan eine richtige Beziehung und nicht einfach nur eine Affäre, fängt Anna an ihm zu wiedersprechen, denn sie möchte, die Pflegefamilie sehen, welche sich zwischen seinem 12. Und 18. Lebensjahr um ihn gekümmert hat. Sie findet seine Pflegemutter und als sie ihr erzählt, dass es Patrick gut geht, dass er erfolgreich ist und dass sie ein gemeinsames Kind erwarten, fängt sie an zu weinen, weshalb Anna dafür sorgt, dass Patrick sich mit seiner Pflegemutter ausspricht und sie fortan zu einer kleinen Familie werden.

Die Frau im Verborgenen von L. Howard

Rezension: Die Frau im Verborgenen von Linda Howard

Die Frau im Verborgenen wird mit drei anderen Romanen zusammen im Sammelband Sommergeheimnisse veröffentlicht. Die vier Romane dieses Bandes heißen: Verbotenes Feuer, Die Frau im Verborgenen, Führe mich in Versuchung… und Kurzschluss!

Ich dachte, als ich sah, dass es sich bei diesem Kurzroman um einen 65 seitigen Roman handelt, dass ich davon ja nichts zu erwarten habe, weil sich in 65 Seiten unmöglich eine spannende Geschichte entspannen kann. Aber ich habe mich geirrt. Das letzte Buch, dass ich von der Autorin gelesen hatte, fand ich überhaupt nicht gut, aber der Roman stand noch in meinem Regal also entschied ich, ihn zu lesen. Der Roman Die Frau im Verborgenen fing auch ziemlich nervig an. Ein Mann führt sich als Macho auf und stellt seine Sekretärin vor die Wahl, die zwar nicht naiv, aber dennoch scheinbar ihm hörig willentlich zustimmt. Während ihrer Affäre scheinbar zu niemandem Kontakt hat und sich auch sonst ziemlich seltsam verhält. Aber wie sich bald herausstellt, ist sie ihm gar nicht so hörig, denn sie gibt ihm durchaus Widerworte und natürlich scheint er auch nicht so ein Macho zu sein wie man anfänglich befürchtet, denn er entdeckt bald, wie sehr ihm Anna fehlt, wenn er nicht da ist und wie viel sie ihm bedeutet, dass er sich um sie sorgt. Er scheint sich also in sie verliebt zu haben ohne dass er es merkt oder dazu steht. Aber er macht diese sehr interessant Entwicklung durch. Er fängt an sein Verhalten zu reflektieren und Anna erfährt, nachdem sie jahrelang nichts von ihm wusste, nachdem sie ihm erzählt hat, dass sie schwanger ist, doch einige Details aus seinem Leben, womit sie es schafft seine harte Schale zu knacken und er dem Leser immer menschlicher erscheint und mir sogar ziemlich sympathisch wurde. Und auch Anna wird gut ausgearbeitet, obwohl es bei ihr im Lebenslauf und auch im Charakter einige Lücken mehr gibt.

Obwohl man bei einem so kurzen Roman natürlich auf alle Hintergründe und Verwicklungen verzichten muss. Wäre sie zum Beispiel zwischenzeitlich ausgezogen oder hätte sich versucht auf eigene Füße zu stellen, hätte man den Roman auch noch weiter ausarbeiten können und man hätte die Chance gehabt, sich besser in Anna hineinzuversetzen. Man muss auch auf jegliche kriminalistische Note verzichten, was der Spannung dieses Buches aber keinen Abbruch tat. Ich fand ihn süß, lustig, romantisch und ein bisschen traurig und würde ihn zwar nicht zu den besten Werken von Linda Howard zählen, aber man kann ihn an einem faulen Sonntag dennoch mal lesen.

Montagsfragen

Montagsfrage: 27. Mai 2019

Montagsfrage: Was ist deine Lieblings-Dystopie und warum?

Hallo ihr Lieben,

Antonia von lauter-und-leise.de fragt diese Woche danach, was unsere Lieblings-Dystopie ist. Tja, tatsächlich muss ich gestehen, dass es sich hier nicht gerade um mein Lieblingsgenre handelt, weshalb ich auch nicht besonders viel Auswahl habe. Gelesen habe ich beispielsweise Aldous Huxleys Schöne neue Welt und ich muss sagen, dass ich diese Dystopie sehr mag. Sie gehört ja auch zu den bekanntesten Dystopien, das häufig als Grundlage für viele andere angesehen wird. Die Tribute von Panem-Trilogie kenne ich zwar nicht als Buch, sondern nur als Film, aber ich gucke sie dennoch immer wieder gerne und so kann ich auch diese hier nur empfehlen. Welche ist denn eure Lieblings-Dystopie?

Liebe Grüße
Vanessa

The Tribe

Inhaltsangabe: Die Vorgeschichte: Bray und Martin von Linda Jensen

Im ersten Band der The Tribe Vorgeschichte geht es um die Brüder Bray und Martin, die schon früh Konkurrenten waren.

Martin feiert seinen Geburtstag, auch Bray feiert und so sind Freunde von beiden Brüdern dabei. In dieser Szenerie lernen wir auch Ebony kennen, die eigentlich eine Freundin von Bray ist, aber dennoch seinen Bruder anfeuert die Kerzen auszupusten. Auch Trudy lernen wir kennen auf diesem Geburtstagsfest, das zwischen den beiden Geburtstagen der Brüder stattfindet, denn Bray hat zwei Tage vor Martin Geburtstag. Trudy ist jünger als Martin, aber da sie einen ähnlichen Heimweg haben, verstehen sie sich ziemlich gut. Auf seiner Geburtstagsfeier kommt es zu ihrem ersten Kuss, daraus entwickelt sich später noch eine kurze Liebelei. Bray ist recht beliebt bei seinen Kumpels und auch insgesamt in der Schule, da er in der Basketballmannschaft spielt. Zwischen den Brüdern kommt es immer wieder zu Reibereien, weil Martin im Grunde zu seinem Bruder aufsieht, aber gleichzeitig eifersüchtig ist, zumal Ebony und Trudy, die sich am Anfang beide für Martin zu interessieren scheinen, überhaupt nicht leiden können. Martin ist in Trudy verliebt, welche allerdings in Bray verliebt scheint.

Diese Situation wird jäh von einer Hiobsbotschaft unterbrochen. Ein Meteorit scheint auf die Erde zu stürzen beziehungsweise gestürzt zu sein, wodurch alle Erwachsenen sterben werden. Die Jungs reagieren unterschiedlich auf die Nachricht des Virus. Bray will etwas bewirken, etwas ändern. Er schweigt um Aufmerksamkeit für seine Sache zu erregen, dann möchte er, dass sich die Erwachsenen auf das vorbereiten, was ihnen bevorsteht. Martin hingegen weiß, dass jetzt eine Zeit einbricht, in der er zeigen kann, wer er ist, dass er schon immer war, wen er da in sich spürt. Und daraus entwickeln sich die zwei gänzlich unterschiedlichen Weisen wie die beiden Jungs mit der Katastrophe umgehen.

Zoot (alias Martin) schläft mit Trudy, welche scheinbar die gleichen tiefen Gefühle für ihn hat, wie Martin zuvor für sie. Zoot will Power und Chaos, er will die Kinder aufwiegeln, sie sollen tun, was er sagt und zwingt so alle sich ihm anzuschließen, denn wer ihm in die Quere kommt und sich ihnen nicht anschließt, wird verfolgt. Bray hingegen eröffnet ein Zuhause für die Kinder, die ihre Eltern verloren haben und nicht wissen, wo sie hinsollen. Er organisiert sie und gibt ihnen zumindest ein bisschen Halt in dieser Zeit. Zusammen mit Trudy sucht er nach einem größeren Haus, nachdem sein eigenes Elternhaus ihnen zu klein geworden ist. Auf dem Weg in die Stadt entdeckt er den Zug der Kinder, die sein Bruder hinter sich gescharrt hat und er ist entsetzt. Wie soll es nun mit ihm, seinem Bruder, Ebony, Trudy und den beiden Gruppen von Kindern weitergehen?

Das Geheimnis von Sittaford A. Christie

Inhaltsangabe: Das Geheimnis von Sittaford von Agatha Christie

In dem Kriminalroman Das Geheimnis von Sittaford von Agatha Christie stirbt ein älterer Mann mitten im Winter. Captain Trevelyan lebt eigentlich in einem sehr luxurösen Haus in Sittaford, dieses vermietet er aber an Mrs. Willett und deren Tochter Violet, sodass er sich im Nachbarort einmietet. An einem verschneiten Nachmittag machen die Bewohner des Hauses Sittaford gemeinsam mit einigen Gästen Tischrücken. Die beiden Willetts haben folgende Gäste: Major Burnaby, Ronald ‚Ronnie‘ Garfield, Mr. Rycroft und Mr. Duke. Beim Tischrücken (ähnlich einer Séance) berichtet den Anwesenden ein Geist, dass Captain Trevelyan gestorben sei. Major Burnaby hält es nicht mehr aus und macht sich direkt auf den Weg in das 10 Kilometer entfernte Dorf. Dort öffnet ihm niemand die Tür, sodass er bei der Polizei vorspricht. Gemeinsam finden sie die Leiche von Captain Tevelyan, der bereits seit etwa 2 Stunden tot ist, genauer kann es der gerufene Arzt nicht sagen. Als sich herausstellt, dass der Captain ein wohlhabender Mann war, geraten seine Erben in Verdacht. Allen voran der Sohn einer verstorbenen Schwester, weil dieser am Abend des Mordes nicht nur im Ort war, sondern sogar mit seinem Onkel gesprochen hatte und – wie sich später herausstellt – dringende Geldsorgen hat. James Pearson wird verhaftet, doch weder der ermittelnde Inspektor Narracott, noch die Verlobte von Pearson glaubt an dessen Schuld. Narracott ermittelt also, während sein Verdächtiger bereits in Haft sitzt, weiter. Emily Trefusis, James‘ Verlobte, beginnt ebenfalls zu ermitteln. Sie findet dabei in dem Journalisten, der zufällig in der Nähe ist, weil er Majo Burnaby den Gewinn eines Preisausschreibens übergeben möchte, einen Verbündeten. Charles Enderby gibt sich als ein Vetter von Emily aus und gemeinsam ermitteln sie in Sittaford, Exeter und Exhampton. Sie finden immer mehr Hinweise und auch neue Verdächtige, so auch den Bruder, Brian, von James, der sich im Dartmoor versteckt hielt. Und auch zwischen Sylvia, Brians und James‘ Schwester, beziehungsweise deren Mann und einem der Bewohner in Sittaford scheint es eine Verbindung zu geben. Die Anwesenden des Tischrückens können es nicht gewesen sein, aber wenn jemand einen Verbündeten hatte, dann wäre dies durchaus möglich gewesen. Wenn aber niemand in Sittaford, der beim Tischrücken dabei war, mit dem Mord zu tun hat, dann ist das Auftauchen des Geistes umso gruseliger, weil es dann ja ein Zufall gewesen sein müsste. Doch am Ende kommen Emily und Inspektor Narracott dahinter, wer den Captain ermordet hat.

Das Geheimnis von Sittaford A. Christie

Rezension: Das Geheimnis von Sittaford von Agatha Christie

Am Anfang hat mich an diesem Roman etwas gestört, dass es so wenige Figuren waren, aber man merkt im Laufe des Kriminalromans, während immer mehr Verdächtige und Zeugen hinzukommen, dass es eigentlich ausreichend viele sind. In diesem Zusammenhang fand ich es auch schade, dass der Mord nicht in dieser stürmischen Nacht in der Villa passiert ist. Ich mag ja whodunit-Krimis total gerne und dieser hätte sich leicht so ergeben können und es hätte durchaus Sinn ergeben. Es war schade, dass dem nicht so war, aber die spätere Entwicklung hat mir dann durchaus gefallen.

Ich mochte den Charakter von Emily Trefusis sehr gerne. Am Anfang hatte ich, weil ich das bei Christie schon einmal erlebt hatte, ein bisschen Angst, dass sie die Mörderin sein könnte. Emily ist eine starke Persönlichkeit und sie verstehe es die Männer um den Finger zu wickeln, der ein oder andere tat mit schon leid, weil sie erst Hoffnungen weckt und flirtet, dies aber immer so subtil macht, dass sie sich darauf zurückziehen kann, es nicht so gemeint oder intendiert zu haben. Auf die Männer des Kriminalromans hat sie immer einen sehr guten Eindruck gemacht und die meisten scheinen sie zu bewundern. Der ein oder andere scheint durchschaut zu haben, wieso sie sich so verhält und scheint auch zu merken, dass sie – ich will nicht sagen manipulativ, weil das sehr abwertend klingt – aber doch sehr bestimmt vorgeht und ihren männlichen Kollegen und den Zeugen und Verdächtigen nicht immer die ganze Wahrheit auftischt.

Emily hat das Ziel ihren Verlobten aus dem Gefängnis zu befreien und davon lässt sie sich auch nicht so leicht abbringen. Dabei steckt sie auch selbst zurück und vernachlässigt sich ein bisschen (einmal vergisst sie beispielsweise zwischendurch mal etwas zu essen). Der Charakter der Emily hat dafür gesorgt, dass dieser Kriminalroman für mich zu den besten von Agatha Christie gehört.

Die Geschichte ist spannend und stringent erzählt, man kann gut nachvollziehen, warum welcher Ermittler welchen Zeugen gerade aufsucht und sowohl Emily als auch Charles und Inspektor Narracott ziehen immer wieder kurze Schlussfolgerungen, sodass man als Leser gut folgen kann.

Das Geheimnis von Sittaford, der 11. Krimi von Agatha Christie, ist für mich ein richtiges Meisterwerk und ich empfehle jedem, diese unbekanntere Perle aus dem Werk der Autorin zu lesen.

Gut gegen Nordwind von D. Glattauer

Inhaltsangabe: Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer

Der Liebesroman Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer ist ein E-Mail-Roman. Emma „Emmi“ Rothner schreibt an Leo Leike eine E-Mail, denn eigentlich möchte sie ihr Zeitschriftenabo der Zeitschrift Like kündigen. Aus Versehen schreibt sie an Herrn Leike, der ihr nach mehreren Fehlversuchen mitteilt, dass er nichts mit der Zeitschrift zu tun hat. Daraus entsteht eine E-Mail-Beziehung. Emmi und Leo erzählen sich relativ viel, doch möglichst wenig aus ihrem jeweiligen Privatleben. Emmi beispielsweise ist verheiratet mit Bernhard und hat dessen Kinder als ihre angenommen. Fiona ist 16 Jahre und Jonas ist 11 Jahre alt. Wenn sich eines der Kinder verletzt, springt sie ein und kümmert sich. Gemeinsam mit den Kindern und ihrem Ehemann fährt sie mehrfach in Urlaub und kann in dieser Zeit keine E-Mails schreiben.

Leo im Gegensatz ist in irgendeiner Form Wissenschaftler und Single. Er hatte eine Beziehung mit Marlene kurz bevor Emmi ihm das erste Mal schrieb. Wieder einmal hatten sich die beiden getrennt und so war er nur allzu empfänglich für die Ablenkung durch Emmi. Leo hat eine Schwester und ist öfter auf Reisen, später auch wieder mit Marlene, allerdings will es zwischen den beiden einfach nicht mehr so richtig funken.

Emmi und Leo wollen sich treffen, aber Leo ist klar, dass ihre E-Mail-Beziehung vorbei wäre, wenn sie sich wirklich treffen würden. Deshalb schlägt er ein blindes Treffen vor, bei dem sie sich für eine bestimmte Zeit in einem Café verabreden, allerdings sich nicht gegenseitig zu erkennen geben. Sie werden dort sitzen und die anderen Gäste beobachten und hoffen, denjenigen zu finden, der ihnen die Mails schreibt. Emmi ist enttäuscht nach dem Tag, denn von den ganzen anwesenden Männern konnte nur ein Mann, der mit einer Frau dort war, sie annähernd begeistern. Leo hat für Emmi drei verschiedene Alternativen, von denen er allerdings nicht weiß welche sie ist. So hat er aber das Glück, dass sie in seiner Phantasie jede der drei sein könnte.

Später versucht Emmi Leo mit ihrer besten Freundin zu verkuppeln, doch sie merkt bald was für ein Desaster das ist, denn nun ist ihr bester E-Mail-Freund mit ihrer Freundin Mia abgelenkt, sodass beide nicht mehr so viel Zeit für sie haben. Sie fühlt sich aus beiden Leben ausgeschlossen und vor allem ist sie eifersüchtig, weil Leo sich a) überhaupt mit Mia trifft und b) ihr nichts über die Beziehung erzählen möchte. Sie muss nun Leo mit Mia teilen und das passt ihr gar nicht, wenngleich sie ihn ja eigentlich nicht haben kann, weil sie ja, wie sie selbst sagt, glücklich verheiratet ist.

Am Ende des Romans merkt Leo, dass die Beziehung so nicht mehr weitergehen kann, deshalb beschließt er nach Boston zu gehen, weil er von dort ein Jobangebot hat. Er möchte sich aber vorher noch einmal mit Emmi treffen, um so die Beziehung gut abschließen zu können.