The Tribe

Rezension: Die Ankunft der Technos von Linda Jensen

Ich muss sagen, dass es mir ziemlich gut gefallen hat, dass man endlich mal einen Einblick in Ebony erhalten hat, denn durch ihre Internetbrieffreundschaft offenbart sie ihrem Gesprächspartner ihr Innerstes, sodass der Leser auch einen Einblick in sie erhält. Diese Tatsache führte allerdings auch dazu, dass es sich sehr dolle um Ebony dreht, natürlich erfährt man auch etwas über Lex und Salene, auch Pride, Amber und Trudy kommen in diesem Band vor, allerdings nur sehr, sehr kurz und sind eher Randfiguren. Dafür gibt es natürlich jede Menge neuer Charaktere, darunter Ram, Jay, Ved, Java und Siva, die eine ziemlich große Rolle einnehmen. Neue Charaktere kennenzulernen ist natürlich spannend und hat vermutlich auch den Grund, dass die Geschichten mit den alten Gegnern so langsam ausgingen. Es ist eine einfache Erklärung, dass entweder die alten oder die neuen Gegner, einige der Stammcharaktere verschwinden lassen haben, sodass man Platz schafft für neue.

Auch die Intrigen der Schwester Java, Siva und Ebony sind interessant, denn wir kannte bisher noch Ebony und jetzt wo es mehr als eine davon gibt, wird es ziemlich brenzlig. Java intrigiert gegen Ebony, weil sie sie nicht leiden kann, gleichzeitig aber auch gegen ihre Schwester Siva, die sie mag, damit diese nicht später verletzt wird, allerdings nimmt sie dafür in Kauf, dass sie jetzt verletzt wird, denn sie ist der Meinung, dass ein Städter ihrer Schwester nicht gut tut und die Affäre, die Siva mit Lex hat, könnte auffliegen, was auch negative Konsequenzen für Java haben könnte.

Die Extras, die in den Bänden verarbeitet sind, geben dem Leser oftmals das Gefühl, hautnah dabei zu sein, gleichzeitig werden in diesem Band neuere Techniken eingebunden, sodass es sowohl Internet, außerdem Chaträume oder moderne Kommunikationsmittel gibt, allerdings wirkt es so, als ob dieser Roman schon recht alt ist, Kunststück, ist er doch aus dem Jahr 2003, wo diese Techniken gerade erst aufkamen.

Alles in allem fand ich den fünften Band von The Tribe Die Ankunft der Technos von Linda Jensen nicht schlecht, auch wenn mir meine alten, bekannten Charaktere gefehlt haben, sodass ich ihn dennoch weiterempfehle, allerdings unter Vorbehalt.

Leseaktionen

Mein Sub kommt zu Wort März 2020

Hallo ihr Lieben,

ich bin heute wieder ein bisschen später dran, aber Vanessa wollte mich vorher nicht an den Laptop lassen *grummel, grummel*. Nun darf ich aber dran und fange deshalb auch direkt mit den Fragen an, damit ich nicht noch mehr Zeit verliere:

 

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Derzeit bestehe ich aus 23 Büchern. Das war gar nicht so leicht rauszufinden, weil Vanessa ihre Liste im Moment nicht so besonders ordentlich führt und ich deshalb mal durchzählen musste, wer denn eigentlich noch auf mir wohnt und wer schon ausgezogen ist.

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Tatsächlich hat Vanessa diesen Monat kein neues Buch dazu bekommen, sodass ich also tendenziell gar nicht wachsen konnte.

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Vanessa hat als letztes den Roman Der Traum des Leuchtturmwärters von Sergio Bambaren gelesen. Den wollte sie ja auch für die Aktion lesen, deshalb auch noch gleich mehr dazu. Die Rezension hat Vanessa aber noch nicht geschrieben, deshalb wird sie wohl auch noch nicht so bald kommen.

  1. Lieber SuB, es wird an der Zeit, mal etwas Spannung in deine Stapel zu bringen, zeig uns also diesen Monat Thriller und Krimis aus deinen Weiten bzw. jene Bücher, in denen sicher jemand umgebracht wird.

Rückblick: Wie ich eben schon geschrieben hatte, hat Vanessa eines der drei Bücher bereits gelesen: Sie hat den Roman Der Traum des Leuchtturmwärters von Sergio Bambaren gelesen, weil bei Leuchtturm das t doppelt ist. Damit hat das Buch auf jeden Fall zu der Frage gepasst. Vanessa hat, wir gesagt, noch keine Rezi geschrieben und sie hat auch gesagt, dass sie dazu in den nächsten Wochen wohl erst mal nicht kommen wird, aber sie hat gesagt, dass ihr das Buch sehr, sehr gut gefallen hat.

Zukunft: Spannungsvolle Bücher von meinem Stapel soll ich zeigen. Derzeit leben noch 7 Krimis auf mir, was im Verhältnis auf jeden Fall nicht schlecht ist, aber Vanessa hat ein Problem: Es handelt sich bei allen Krimis um nicht, worauf sie Lust hat, deshalb fällt es mir recht schwer, ihr etwas zu empfehlen. Es sind nämlich noch zwei Agatha Christie-Krimis: auf den einen hat sie absolut keine Lust und der andere ist ein Weihnachts-Krimi. Außerdem sind noch fünf Kriminalromane auf mir, die Vanessa aber auch nicht unbedingt lesen will. Alles in allem muss ich mir also noch mal etwas Gutes überlegen, damit Vanessa diese Aufgabe schaffen kann.

Wie sieht es bei euch aus? Wart ihr im letzten Monat erfolgreich? Welche Krimis werdet ihr bis April lesen?

Liebe Grüße SuBy (& Vanessa)

Lauter reizende alte Damen von A. Christie

Inhaltsangabe: Lauter reizende alte Damen von Agatha Christie

In dem Roman Lauter reizende alte Damen von Agatha Christie ermitteln Tommy und Tuppence Beresford in ihrem dritten Roman. Inzwischen sind sie ein älteres Ehepaar mit erwachsenen Kindern, doch Tuppence kann ihre ermittlerischen Instinkte nicht einfach abstellen und so wird sie hellhörig als sie zusammen mit ihrem Mann dessen Tante Ada in ihrem Altersheim besucht und dort auf Mrs. Lancaster trifft, die sie fragt, ob es „ihr armes Kind“ war. Kurz nach dem Besuch stirbt Ada und so müssen Tommy und Tuppence die Habseligkeiten von Tante Ada sichten und ausmisten. Dabei stoßen sie auf ein Bild von einem Haus an einem Kanal. Tuppence ist sich sicher, dass sie das Haus schon einmal gesehen hat, weiß aber nicht mehr wann und wo und als sie dann auch noch erfährt, dass Mrs. Lancaster Ada das Bild geschenkt hat und dann urplötzlich abgeholt wurde, macht sich Tuppence Sorgen. Sie möchte Mrs. Lancaster wenigstens fragen, ob es in Ordnung ist, wenn sie das Bild behält, doch sie schafft es einfach nicht Verbindung zu ihr aufzunehmen. Miss Packard, die Leiterin des Altenheimes hat zwar eine Adresse von einem Hotel, doch dort haben Mrs. Johnson und Mrs. Lancaster niemals eingecheckt.

Nach einigen Tagen fährt Tommy zu einem Treffen mit früheren Freunden und Tuppence fällt langsam ein, wo sie das Gebäude gesehen hat. Es war aus einem Zug heraus und auf dem Weg nachhause von einer Feier oder auf dem Weg zu einer Feier. Und so geht sie alle Feiern der letzten Jahre durch, bei denen sie mit dem Zug gefahren ist. Tuppence fährt im Auto in Richtung Sutton Chancellor, denn dort in der Nähe hat sie das Haus am Kanal zum ersten Mal gesehen; damals nahm sie sich vor, wiederzukommen und so nutzt sie die Tage ohne ihren Mann für einen kurzen Urlaub. Und ihren Urlaub nutzt sie für die Ermittlungen. Sie findet heraus, dass in dem kleinen Ort zwar niemand Mrs. Lancaster kennt, dass dort jedoch vor vielen Jahren einige Kinder ermordet wurden.

Tuppence kommt nicht weiter, die Erzählungen der Dorfbewohner bringen keine wirklichen Hinweise und auch die Befragung der Makler bringt keine Neuigkeiten, sodass sie einfach nicht mehr weiß wie sie weiter ermitteln soll. Deshalb möchte Tuppence am Tag der Rückkehr ihres Mannes ebenfalls nachhause kommen, doch sie kommt nicht. Als sie auch am nächsten Tag noch nicht zurück ist, macht sich ihr Mann ernsthafte Sorgen, denn er geht davon aus, dass sie sich gemeldet hätte, wenn sie es nicht schaffen würde. Er sucht also einen bekannten Galeriebesitzer auf, der ihn an die Frau des Künstlers, der das Bild mit dem Haus am Kanal gemalt hat, weiterleitet. Dort erfährt er zwar nichts über seine Frau, aber dennoch einige interessante Details und er ahnt, dass sie ihm etwas vorenthält. Als seine Tochter anruft, weil eine Frau mit dem Mädchennamen ihrer Mutter in einem Krankenhaus in der Nähe von Sutton Chancellor liegt, die offenbar ihr Gedächtnis verloren hat, weiß Tommy wo er nach seiner Frau suchen muss und fährt dorthin. Gemeinsam ermitteln sie nun weiter, finden aber kaum etwas heraus. Die Puzzleteile liegen auf dem Tisch, doch sie schaffen es einfach nicht, sie zu ordnen.

Tuppence möchte zum Abschied nochmal zum Haus am Kanal und so fährt sie alleine zu den Perrys, die die eine Seite des Hauses bewohnen. Es scheint niemand zuhause zu sein bis auf Mrs. Lancaster. Mit der alten Dame möchte Tuppence nun noch einen Tee trinken und sie nach dem Bild fragen bis sie in höchste Gefahr gerät.

Leseaktionen

Lesetipps für den Frühling 2020 – Blogger stellen dir ihr Lieblingsbuch vor

Hallo ihr Lieben,

wieder fragen Leni und Tanja nach unseren Lieblingsbüchern. Dieses Mal sollen wir euch unsere Lieblingsbücher für den Frühling vorstellen. Ich bin etwas verwirrt von dem Rhythmus, denn irgendwie dachte ich, dass nach Oktober und Januar erst wieder April dran wäre, aber es war dann doch schon der März und deshalb bin ich ein bisschen später dran, das nächste Mal gucke ich wieder häufiger in die beiden Blogs rein und schaffe es dann bestimmt auch wieder früher. Nun aber ohne weitere Umschweife zu meinen Empfehlungen:

Ich möchte euch den Roman Die Detektive vom Bhoot-Basar von Deepa Anappara empfehlen. Der Roman ist gerade erst im März rausgekommen und beschäftigt sich mit einem sehr sozial-gesellschafts-kritischen Thema: In Indien in einem kleinen Basti verschwinden Kindern. Es fängt langsam mit einem Klassenkameraden von Jai, Pari und Faiz an. Aber es verschwinden im Laufe der nächsten Wochen immer mehr Kinder und die drei Jungdetektive finden zwar immer wieder Spuren, kommen in ihren Ermittlungen aber nicht wirklich weiter. Wie soll das nur weitergehen?

Außerdem möchte ich euch Der Traum des Leuchtturmwärters von Sergio Bambaren empfehlen. Sergio Bambaren schreibt immer wieder unglaublich poetisch und ästhetische Romane. Hier geht es um eine Frau und einen Mann, die sich durch einen großen Zufall kennenlernen. Sie unterhalten sich gut und spüren sofort eine starke Bindung, sodass sie auch schon nach kurzer Zeit zusammenkommen. Ihr Eltern sind gegen die Verbindung, denn schließlich reisen und leben die beiden miteinander, sind aber gar nicht verheiratet. Sie lernen einen älteren Herrn kennen, der von allen nur Admiral genannt wird. Mit ihm renovieren sie gemeinsam seinen Leuchtturm und im Gegenzug lehrt er sie ‚ihre gläsernen Wände zu durchschreiten‘.

Und nachdem ich nun zwei normale Romane empfohlen habe, möchte ich noch einen Krimi empfehlen: Im Tal der Hoffnung von Silke Ziegler. Der Krimi spielt in Südfrankreich und es geht um eine unglaublich starke Frau: Coralie Beladier wird von einem Verrückten entführt, vergewaltigt und dann einfach so laufen gelassen. Raphaël Dumont ist Privatermittler und wird von dem Vater des derzeitigen Opfers beauftragt Adèle Nélard zu finden. Er bittet Coralie wieder zurück ins Leben zu kommen und ihm zu helfen, den Entführer endlich zu finden und zu verhaften.

 

So das sind die drei Bücher, die ich als Lektüre für den Frühling nur empfehlen kann. Zwar ist das ein oder andere bestimmt auch als Sommerlektüre geeignet (bspw. der Südfrankreich-Krimi oder der Traum des Leuchtturmwärters mit der atemberaubend schönen Kulisse am Meer), aber ich denke, dass sie vor allem bei Sonnenschein und warmen Temperaturen sich auch ganz wunderbar als Frühlingslektüre eignen. Kennt ihr vielleicht eines der Bücher und könnt es empfehlen? Welche Bücher empfehlt ihr für den Frühling 2020?

Liebe Grüße

Vanessa

Lauter reizende alte Damen von A. Christie

Rezension: Lauter reizende alte Damen von Agatha Christie

Lauter reizende alte Damen von Agatha Christie ist der 59. Roman der Autorin und der dritte Band mit den Ermittlern Tommy und Tuppence Beresford. Ich muss dazu sagen, dass dieser Band der erste Band von den beiden war und an der ein oder anderen Stelle habe ich mich ein bisschen geärgert, dass ich nichts über die beiden weiß, weil ich das Gefühl hatte, dass einem nicht alle Informationen mitgeteilt werden was die Vergangenheit und die ermittlerischen Fähigkeiten der Protagonisten angeht. Aber davon abgesehen lässt sich der dritte Band auch gut lesen, wenn man die beiden ersten Bände noch nicht kennt.

Das besondere an dieser Reihe ist wohl, dass die Protagonisten mit der Zeit mitaltern. Das ist insofern erwähnenswert, weil weder Poirot noch Miss Marple so wirklich altern, außerdem erwähnt Tuppence an einigen Stellen, dass sie merkt, dass sie einfach zu alt wird, um auf eigene Faust zu ermitteln und sie sich deshalb in Gefahr bringt. So richtig wahr haben will sie das aber nicht.

Bei Tuppence Beresford musste ich häufiger an Miss Marple denken, denn da lassen sich durchaus einige Parallelen ziehen und ich würde auch nicht ausschließen, wenn Agatha Christie einige ihrer Erfahrungen in den Charakter der Tuppence Beresford eingearbeitet hat; kann aber weder sagen an welchen Stellen genau ich das Gefühl hatte, noch wie ich darauf kam.

Die Geschichte an sich ist ziemlich spannend, wenngleich auch etwas verwirrend, weil es ständig hin und her ging und Tuppence keine richtigen Hinweise auf den Täter bekommt, wobei es ja auch eigentlich keinen richtigen Täter gibt. Zumindest am Anfang nicht, später stellt sich ja heraus, dass jemand die Kinder ermordet hat und dass das irgendwie mit Diebstählen, leerstehenden Häusern und der verschwundenen Mrs. Lancaster in Zusammenhang stehen könnte. Und als Tuppence dann niedergeschlagen wird, weiß sie, dass sie irgendjemanden nervös macht mit ihren Nachforschungen. Ich rate dazu, den Roman nicht mit zu großem Abstand zu lesen, da es sonst ziemlich undurchsichtig wird. Ich hatte nach einer Pause wirklich Schwierigkeiten wieder reinzukommen und die verschiedenen Figuren und Handlungsebenen auseinanderzuhalten.

Insgesamt haben mir die Figuren und die Geschichte wirklich gut gefallen und ich kann diesen wirklich empfehlen. Einziges Manko war für mich tatsächlich, dass man als Leser das Gefühl hat, dass einem die ein oder andere Information über Tommy und Tuppence vorenthalten wird. Und ich weiß nicht wie es in den anderen Bänden ist, aber hier hatte Tommy verhältnismäßig wenig Ermittlungsarbeit zu leisten, weil er zwischendurch mal für ein paar Tage wegfährt und seine Frau in der Zeit die Ermittlungen anstellt (dafür liegt Tuppence dann auch ein paar Tage im Krankenhaus während Tommy ermittelt).

SuB-Experiment Buch auf Bewährung

Kurz reingelesen: Barcelona – Mister Pock und die blaue Echse von Dana Haralambie

In dem Kinderbuch Barcelona – Mister Pock und die blaue Echse von Dana Haralambie geht es um Max, der zusammen mit seinem Lemuren Mister Pock seine Mutter in Barcelona besuchen möchte. Als diese für ein Interview für ein paar Tage wegfährt, bleibt der 11-Jährige alleine in der fremden Stadt, langweilt sich aber in seinem Hotelzimmer und macht deshalb einen kleinen Spaziergang, bei dem er sich prompt verläuft. Die beiden verirrten Gestalten werden von Sarina, einer Echse, gefunden. Sie gehen zusammen Abend essen und Max lernt das spanische Essen kennen…

Das Buch gehört zu einer Kinderbuch-Reihe, in der Kinder auf einen Urlaub in einem fremden Land oder einer fremden Stadt vorbereitet werden sollen; eine Art spielerischer Reiseführer. Die Idee, dass man Kindern so eine fremde Stadt näherbringt, hat mir ganz gut gefallen, aber ich mochte die Erzählweise nicht so wahnsinnig gerne. Ich habe natürlich auch hier nicht nach nur 20 Seiten aufhören können, sodass ich dann schon wusste, wie es weitergehen würde und dachte mir, dass die Idee wirklich nicht schlecht ist, dass aber viele Kleinigkeiten an der Geschichte nicht zu stimmenscheinen. Bei diesem Buch habe ich mich also zwar sehr zweifelnd aber dennoch dafür entschieden und so ist dieses Kinderbuch Mister Pock und die blaue Echse auf meinen Sub gewandert.

Lieblingsworte

Dysbiose

Eine Störung der Dammflora heißt laut Wikipedia auch Dysbiose und verweist dabei auf die Dysbakterie, dieses Wort kommt aus dem Lateinischen. Bacteria oder bacillum meint Stäbchen, Stöckchen oder Stock und dys heißt auf deutsch so viel wie fehlerhaft, schlecht oder gestört. Mit dieser Krankheit ist wohl eine gemeint, die einen Verlauf beschreibt, welche eine Abweichung von der Norm der Bakterien im Darm oder im Mund-Rachen-Raum zeigt. Wie ich auf dieses Wort kam, weiß ich leider auch nicht mehr.

Die Detektive vom Bhoot-Basar von D. Anappara

Inhaltsangabe: Die Detektive vom Bhoot-Basar von Deepa Anappara

In dem Roman Die Detektive vom Bhoot-Basar von Deepa Anappara geht es um den neun-Jährigen Jai, der mit Pari und Faiz befreundet ist und zusammen in eine Klasse geht. Die drei kommen alle aus dem gleichen Basti, also heruntergekommenem Wohnviertel. Sie wohnen in ein-Raum-Hütten, die nicht einmal über ein eigenes Badezimmer verfügen und schlafen alle eng aneinander auf einer Schlafstätte. Jai schaut sich im Fernsehen gerne Polizei-Dokus und -Serien an und hält sich für einen guten Detektiv. Als der gemeinsame Klassenkamerad Bahadur verschwindet, will Jai ihn mit seinen Freunden wiederfinden, doch Faiz hat keine Lust, Detektiv zu spielen, außerdem muss der Schüler arbeiten, um seine Familie mitzuversorgen.

Pari und Jai machen sich also alleine auf die Suche und Jai plant, Bahadur Mal gehörig die Meinung zu sagen, denn schließlich vermuten alle, dass der Junge einfach weggelaufen ist, weil sein Vater ihn betrunken ständig verprügelte. Als ein paar Tage später auch noch Omvir, Bahadurs bester Freunde, verschwindet, ist die Sache ja klar: Die beiden hatten den Plan zusammen wegzulaufen und haben diesen jetzt wohl in die Tat umgesetzt. Doch auch nachdem Pari und Jai sogar extra mit dem Zug zum nächsten größeren Bahnhof fahren, finden sie keine Spur auf die beiden Kinder. Unterwegs werden sie sogar beinahe von einer seltsamen Frau, die ihnen Süßigkeiten anbietet, entführt.

Wieder zurück Zuhause ermitteln Pari und Jai weiter und auch Faiz begleitet sie von Zeit zu Zeit bei ihren Befragungen, denn es verschwinden immer mehr Kinder. Da die ersten Kinder, die verschwanden allesamt Hindus waren, denken diese, dass die Muslime ihre Kinder entführen. Als dann auch noch vier Moslems aus ihrem Stadtviertel verhaftet werden, scheint die Sache klar. Doch es kehrt keine Ruhe ein. Stattdessen verschwinden weitere Kinder und dieses Mal sind sogar muslimische Kinder darunter. Dennoch werden die Inhaftierten nicht freigelassen, denn erst einmal muss ein Richter sie für unschuldig erklären.

Jai bekommt einen Job als Teejunge, weil er für die Fahrt zum Bahnhof Geld brauchte und dieses zurückzahlen muss. Dort trifft er auf einen seltsamen Typen, der ihn an einen Boxer erinnert. Nach und nach entwickelt sich dieser Mann zum Hauptverdächtigen und tatsächlich scheint er auch in der Nähe zu wohnen, wo die Kinder immer verschwanden. In seinem Haus finden sich jedoch keine Hinweise auf die verschwundenen Kinder. Und auch nachdem dieser andere Mann verhaftet wurde, werden die zuvor verhafteten Muslime nicht wieder freigelassen. Die erbosten und verängstigen Bewohner des Basti suchen ihre Kinder, finden diese jedoch auch nicht in der Wohnung der Frau, für die der Verdächtige gearbeitet hat. Allerdings finden sie dort Betäubungsmittel. Doch wo können die verschwundenen Kinder dann stecken?

Neben dieser Hauptgeschichte gibt es noch drei Zwischenspiele, bei denen es sich um Sagen oder Geschichten handelt, die so eine Art Heldensagen geworden sind. In der ersten dieser drei Geschichten geht es um Mental, dessen Geschichte ein bisschen an Oliver Twist erinnert. Mental hatte eine ganze Schar Straßenkinder, die für ihn Flaschen gesammelt haben. Straßen-ki-Rani ist die Geschichte von einer Mutter, deren Tochter überfallen wurde und daraufhin stirbt. Im Folgenden sucht sie nach den Mördern ihrer Tochter und schützt die Mädchen, die auf der Straße überfallen werden. In der letzten Geschichte geht es um Dschinns (die auch im ganzen Roman immer wieder als die Entführer der Kinder verdächtigt werden). Die Geschichte zeigt aber, dass Dschinns eigentlich meistens gut sind.

Die Detektive vom Bhoot-Basar von D. Anappara

Rezension: Die Detektive vom Bhoot-Basar von Deepa Anappara

Der Roman Die Detektive vom Bhoot-Basar von Deepa Anappara spielt im heutigen Indien, wenngleich auch nicht ganz klar ist wann genau der Roman spielt. Leider wird auch nirgendwo erwähnt auf welchem wahren Kriminalfall dieser Roman beruht. Mir hat besonders gut gefallen, dass ich bisher nicht so wahnsinnig viele Romane aus Indien (mir fällt gerade ehrlich gesagt keiner ein) gelesen habe. Auch von indischen Autoren habe ich bisher nicht so viel gelesen. Allein deshalb schon hat der Roman mir gut gefallen.

Mir hat diese unbedarfte Sicht auf die Welt, die die Detektive also die drei Kinder haben, sehr gut gefallen. Es wirkt wie ein Jugendroman, was ja ach von dem Standpunkt her logisch ist als dass meistens ja das Alter der Protagonisten und das Alter der Leser recht nah beieinander ist. Sprich Kinderbücher haben meist auch Kinder als Protagonisten. Dennoch ist dieses Buch hier ganz sicher nicht für Kinder geeignet. Vielleicht kann man es Jugendlichen zu lesen geben, aber man sollte damit rechnen, dass dieses Buch einen bleiben Eindruck hinterlassen könnte.

Somit kommen wir zu der unglaublichen Fülle an Gesellschaftskritik, die Anappara in ihrem Roman vereint. Es geht um die Entführungen von Kindern, die spurlos verschwinden, und um die sich, außer den Eltern am Anfang keiner Sorgen gemacht. Es geht um eine Gesellschaft, die nicht gut auf sich aufpasst, auch weil die Eltern gar keine Zeit dafür haben. Am liebsten würden die Eltern ihre Kinder immer in die Schule bringen und abholen, aber das geht nicht, weil sie den ganzen Tag arbeiten müssen. Die Kinder müssen entweder im Haushalt helfen (wie beispielsweise Jais Schwester Runu-Didi, die nur ein paar Jahre älter als Jai und damit selbst noch ein Kind ist) oder sie müssen irgendwo arbeiten und Geld verdienen (Faiz geht manchmal nicht in die Schule, weil er arbeiten muss, damit seine Familie über die Runden kommt). Darüber hinaus hat mich eine Szene unglaublich traurig gemacht und ist mir im Gedächtnis geblieben. Nachdem einige Kinder verschwunden sind, unterhalten sich zwei Männer an den öffentlichen Waschräumen und Toiletten (weil es keine privaten Badezimmer gibt) darüber, dass sie gar nicht merken würden, wenn bei der Fülle an Kindern welche verschwinden würden. Die Verhältnisse, in denen diese Familien leben, sind sehr, sehr traurig und so weit weg von dem Standard, den ich kenne, dass man sich fragt wie Menschen heute noch so leben können. Und nicht weit von ihnen gibt es Menschen, für die sie arbeiten, die sich einen Dreck um ihre Arbeiter kümmern. Jais Schwester verschwindet und die Mutter möchte ein paar Tage frei haben, um nach ihrer Tochter suchen zu können. Ihre Chefin droht ihr, dass sie sich eine andere Arbeiterin sucht, wenn sie nicht wieder auftaucht. Die Tochter sei ja bestimmt einfach mit ihrem Freund weggelaufen.

Diese Gesellschaftskritik wird deutlich, wenn klar wird, dass in Indien regelmäßig Kinder verschwinden. Sie werden einfach so von der Straße weg entführt und als billige Arbeitskräfte oder als Sexsklaven verkauft. Diese Kinder sehen in der Regel ihre Familien nicht wieder. Das ist ein ganz reales Problem in Indien, das vor allem die Armen trifft, weil die zum einen wohl mehr Kinder haben und zum anderen auch nicht die Mittel haben, die Polizei zu zwingen, nach ihren Kindern zu suchen.

Was mich verwirrt hat, waren diese drei Zwischenspiele. Die drei Geschichten, haben zwar mit der eigentlichen Hauptgeschichte zu tun, aber sie haben keine direkte Verbindung zu ihnen (außer die Zweite, weil diese den Protagonisten im Laufe der Handlung erzählt wird). Auch die jeweiligen Überschriften – immer die gleiche – Diese Geschichte wird euch das Leben retten fand ich irgendwie seltsam.

Dennoch hat mir Die Detektive vom Bhoot-Basar von Deepa Anappara sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich mal ein solches Buch gelesen habe. Ich empfehle es jedem, der mal ein Buch abseits des üblichen lesen möchte, gerne weiter. Aber man sollte mit einer ganzen Ladung an Gesellschaftskritik, die einen auch bisweilen sehr traurig machen kann, rechnen.

Sherlock Holmes Kurzgeschichten

Der geheimnisvolle Mord im Tal von Boscombe von Sir Arthur Conan Doyle

In der vierten Kurzgeschichte Der geheimnisvolle Mord im Tal von Boscombe dieses Sammelbandes von Sir Arthur Conan Doyle geht es um eine junge Frau, die Sherlock Holmes und damit auch Dr. Watson in das Boscombe Tal bittet. Ein Freund von ihr wurde verhaftet, weil die Polizei vermutet, dass er seinen Vater umgebracht hat, aber sie glaubt fest an seine Unschuld. Nachdem Holmes auf im Zug auf dem Weg zum Ort des Geschehens erste Beweise und Zeitungsausschnitte gesichtet hat, glaubt auch er nicht mehr an die Schuld des jungen Mannes, kann dies aber natürlich noch nicht beweisen. Im Tal angekommen machen sich Dr. Watson und Holmes an die Ermittlungen und müssen zuerst einmal herausfinden, wie das Verhältnis der vier Hauptpersonen war. Die beiden Väter kennen sich von früher aus Australien, wo sie in jungen Jahren gearbeitet haben. Die Tochter des einen ist mit dem Sohn des anderen befreundet, sie sind einander zugeneigt, können sich aber nicht heiraten, weil der Sohn noch heimlich mit einer anderen Frau, die er kurzentschlossen geheiratet hatte und von der niemand etwas weiß, verheiratet ist. Als diese aber von der Verhaftung ihres Noch-Ehemannes erfährt, eröffnet sie ihm, dass sie noch mit einem anderen Mann verheiratet ist und somit gar nicht rechtmäßig mit ihm verheiratet sein kann.

Der Sohn sitzt im Gefängnis, und Sherlock Holmes ist sich nach Sichtung der Beweise und einem Gespräch mit dem jungen Mann sicher, dass dieser unschuldig ist und hat auch schon einen Verdacht, wer der Mörder war. Einige Indizien sprechen nämlich gegen den Sohn, allerdings bringen diese die Polizei eher dazu, den Sohn, James McCarthy, für den Mörder zu halten.

Holmes bittet den wahren Mörder zu sich, da er meint, dass ein Besuch bei dem Mann, zu viel Aufsehen erregen würde. Der Mörder gesteht und erklärt ihm auch die Umstände des Mordes, sodass Holmes sich entschließt, der Polizei nichts zu verraten. Er bittet den Mörder aber, ein Geständnis zu unterzeichnen, sodass dieses dem Gericht vorgelegt werden kann, falls James McCarthy der ja immer noch unschuldig im Gefängnis sitzt, verurteilt werden sollte.

Ja, endlich ein Mord! Okay, eine Rezension so anzufangen, mag vielleicht komisch sein, aber endlich haben sich meine Klischees über Sherlock Holmes bewahrheitet. Sherlock Holmes wird an einen Tatort gerufen, oder vielmehr an einen ehemaligen Tatort, denn er wird nicht direkt von der Polizei bestellt, denn die glaubt, dass sie den wahren Täter schon geschnappt hat, sondern von einer Freundin des Inhaftierten, sodass er den Tatort am See mit Watson und dem Polizisten im Nachhinein begehen muss. Interessanterweise findet er dennoch einige Spuren am Tatort, da er nicht geregnet hat seit dem Mord. Natürlich wurden viele Beweise und Spuren niedergetrampelt als der Tote gefunden wurde.

Sherlock Holmes hat wirklich ein beeindruckendes Allgemeinwissen und manchmal lässt mich gerade diese Tatsache innehalten, denn ich finde, es ist sehr unrealistisch, dass Holmes so viel wissen kann und solche Deduktion durchführen kann, ohne mehr zu wissen. Natürlich braucht man genaues Hinsehen und man muss viele Spuren zu deuten wissen, aber ich finde es seltsam, dass es immer nur eine mögliche Erklärung für eine Spur gibt. Dies wirkt also alles relativ phantastisch.

Ein bisschen enttäuscht war ich am Ende von Sherlocks Verhalten. Man hat bei ihm manchmal das Gefühl, dass er sich auch nicht nach Recht und Ordnung verhält, sondern so wie er es für richtig hält. Natürlich würde es der Tochter weh tun, wenn sie erführe, wer der Mörder wäre, aber andererseits liegt das nicht in der Verantwortung Holmes‘.

Insgesamt hat mir Der geheimnisvolle Mord im Tal von Boscombe von Sir Arthur Conan Doyle aber gut gefallen, auch wenn man hier wieder einige Motive findet, die man schon in den Geschichten zuvor gefunden hat.