Gemeinsam Lesen ·Leseaktionen ·Montagsfragen

Montagsfrage: 17. Januar 2022

Montagsfrage: Welches Buch habt Ihr zuletzt gelesen und mit welchen 3 Adjektiven würdet Ihr es beschreiben?

Hallo ihr Lieben,
heute möchte Sophia für die Montagsfrage von uns wissen welches Buch wir gerade lesen (bzw. welches wir zuletzte beendet haben). Da ich schon ziemlich weit bin mit meinem aktuellen Buch, stelle ich das an dieser Stelle gerne vor: Ich lese gerade (noch) Green Scales von Katharina V. Haderer. Es handelt sich um den zweiten Band der Die Drachen von Talanis-Reihe.
Christie, die Protagonistin, hat blaue Schuppen und ist damit ein Drache in Menschengestalt. Eigentlich weiß sie, dass ihr Vater nicht ihr Vater ist, aber sie weiß nicht, wer ihr leiblicher Vater ist. Als Han in ihr Leben tritt und die gleichen Schuppen hat wie sie, ahnt sie, dass es sich bei ihm um ihren Vater handeln könnte. Bevor sie aber auch nur überlegen kann, ob sie mit ihren Eltern oder Han darüber sprechen möchte, wird sie in den Bann der Triade von Shousa gezogen und muss nicht nur gegen die Drachenkämpfe und den Sklavenhandel ankämpfen, sondern auch verhindern, dass Han sie ihren Eltern wegnimmt…

3 Adjektive: Mutig, magisch, spannend!

Welches Buch lest ihr gerade und welche drei Adjektive bzw. Wörter würdet ihr verwenden um es zu beschreiben?

Liebe Grüße
Vanessa

Elisa Hemmiltons Kofferkrimi von L. Rina

Rezension: Elisa Hemmiltons Kofferkrimi von Lin Rina

Elisa Hemmiltons Kofferkrimi von Lin Rina ist zwar ein Einzelband, in dem aber Figuren aus dem Staubchronik-Universum vorkommen. Ich kannte die Staubchronik bisher noch nicht und hatte dennoch das Gefühl, dass ich alles verstehe und die Sachen, die man wissen muss, noch einmal expliziert werden.

Elisa hat einen sehr spannenden Charakter, da sie zwischen zwei Welten lebt: Auf der einen Seite ist sie in einem sehr armen Viertel aufgewachsen und kennt sich dementsprechend mit Hunger und Kälte aus. Sie kann sich verteidigen und auf sich selbst aufpassen. Auf der anderen Seite lernt sie gerade die Manieren, die sie für die gehobene Gesellschaft braucht und man erwartet, dass sie sich entsprechend verhält. Die hübsche Kleidung und ihre Manieren eröffnen ihr auch viele Möglichkeiten. Ihre Neugier gehört aber sicherlich zu ihren herausragendsten Eigenschaften. Ich mochte Elisa aus all diesen Grund sehr, mir war sie auf jeden Fall sehr sympathisch.

Jamie ist eher zurückhaltend und ängstlicher als Elisa. Seine träumerische Art und seine Phantasie machen ihn zu einem guten Mechaniker, aber er ist kein geborener Detektiv. Während Elisa voller Neugier verbotene oder gefährliche Dinge tut, würde er lieber in seiner Werkstatt weiter über den Plänen brüten. Dennoch ist auch er auf seine Art neugierig. Obwohl Jamie vom Charakter her so ganz anders ist als Elisa, mochte ich auch ihn unglaublich gerne.

Die Handlung selbst war spannend. Neben der Ermittlungsarbeit von Elisa und Jamie, den Befragungen und Durchsuchungen, gibt es noch einige andere Verwicklungen: Jamies Entführung, der Einbruch in seine Werkstatt, seine Verhaftung. All das sorgt dafür, dass die Ermittlungen zwar weiterkommen, das Detektiv-Duo aber von ihrer derzeitigen Ermittlungsarbeit Abstand nehmen muss, um wieder anderen Vorfällen nachzugehen. Hinzu kommt, dass Elisa erst relativ spät zu ihrem Fall kommt, weil sie mit dem vom Himmel gefallenen Koffer erst einmal nichts zu tun hat.

Neben der Cosy Crime-Komponente, die den Krimi ausmacht, gibt es aber auch noch eine Lovestory, allerdings nichts zwischen Elisa und Jamie wie ich zu Anfang dachte, sondern zwischen Elisa und Benjamin Green, den sie noch von früher kennt (und den man vielleicht schon aus den anderen Bänden der Staubchronik kennt; das weiß ich allerdings nicht). Jamie und Elisa verbindet aber sofort ein enges freundschaftliches Band und so traut sie ihm nicht zu, dass er etwas gestohlen hat und wirft sich deshalb für ihn in die Bresche, außerdem ist sie immer wieder bereit Risiken einzugehen, um ihn zu retten und zu beschützen.

Wie in vielen anderen Krimis zu der Zeit, besucht auch Elisa Bälle, muss dort tanzen und genießt (zumindest mehr oder weniger) die Gesellschaft. Deshalb spielen auch das Essen, die Kleider und Musik und Tanz eine große Rolle. Da Jamie aber Mechaniker ist und diese Zeit dafür natürlich prädestiniert ist, spielt auch der technische Fortschritt eine immense Rolle. Das ausgehende 19. Jahrhundert und erst recht natürlich London eignen sich ja ganz wunderbar dafür eine Geschichte mit dieser Atmosphäre anzulegen. Da ich nicht weiß, wie ich es besser nennen soll, würde ich es jetzt einfach mal als in Richtung Steampunk gehend bezeichnen.

Alles in allem hat mir Elisa Hemmiltons Kofferkrimi von Lin Rina sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es noch mehr Abenteuer von Elisa, Jamie, Benjamin und all ihren Freunden zu verfolgen geben wird und empfehle diesen Cosy Crime-Krimi deshalb gerne weiter.

 

 

 

Danke an Netgalley für das Rezensionsexemplar!

Sherlock Holmes Kurzgeschichten

Der Baumeister von Norwood von Sir Arthur Conan Doyle

In Der Baumeister von Norwood von Sir Arthur Conan Doyle schwant dem Auftraggeber von Holmes und Watson schreckliches: Er wird des Mordes an einem alten Freund seiner Eltern verdächtigt, dabei hat er ihm nichts getan. Er wurde nur noch nicht verhaftet, weil er noch nicht nachhause oder auf Arbeit gegangen ist, sondern von der Pension, in der er letzte Nacht schlief, direkt zu Holmes kam. Noch während des Gesprächs kommen Polizisten, unter ihnen Inspektor Lestrade, der Holmes kennt, um den Verdächtigen abzuführen. John Hector McFarlane besuchte Jonas Oldacre um diesem bei dessen Testament zu helfen. Da es schon spät ist, fährt er nicht mehr zurück nachhause, sondern mietet sich in einer nahegelegenen Pension ein. Noch am selben Abend schlägt die Haushälterin Alarm: Auf dem Hof ist Feuer ausgebrochen, in welchem man die sterblichen Überreste von Jonas Oldacre gefunden hat. Da er am Abend zuvor sein Testament aufsetzen lies und allen seinen Besitz dem jungen Rechtsanwalt vermachen wollte, hat dieser ein ausgezeichnetes Motiv. Doch Holmes kommt dahinter, dass dieser Fall nicht so einfach ist wie es scheint und kommt hinter die Geheimnisse dieses Falles.

Neben dem oben genannten Titel ist die Geschichte im Deutschen auch unter den Titeln Der Architekt von Norwood und Die gefährliche Erbschaft bekannt. Während man zwischen Der Architekt von Norwood und Der Baumeister von Norwood noch eine sehr prägnante Ähnlichkeit feststellen kann und somit hier relativ klar ist, dass es sich um ein und die selbe Geschichte handelt, ist Die gefährliche Erbschaft den anderen beiden Titeln überhaupt nicht ähnlich und so wird es auch hier wieder schwierig den Zusammenhang ohne Wiki herzustellen. Im englischen Original heißt die Geschichte ähnlich den beiden deutschen Varianten The Norwood Builder.

Interessant finde ich hier, dass ein unschuldiges Opfer des Mordes an Jonas Oldacre sich Holmes‘ Hilfe sucht kurz bevor er verhaftet wird. Der Mann ist klug und kann sich denken, dass ihm das Testament ein vorzügliches Motiv gibt, außerdem hat er kein Alibi und hatte somit die Gelegenheit, denn er befand sich auch noch in der Nähe. Neben allen diesen Indizien, die gegen ihn sprechen gibt es seltsamerweise auch noch blutige Fingerabdrücke und die Mordwaffe, ein Stock, stammt aus seinem Besitz. Da so viel gegen den jungen Mann spricht, was sich teilweise erst nach und nach herausstellt, ist nur klar, dass die Polizei ihn erst einmal verdächtigt. Gleichzeitig weisen aber alle diese Indizien darauf hin, dass etwas nicht stimmen könnte. Wenn Holmes John McFarlane glaubt, dass er entgegen aller Beweise unschuldig ist, dann kann es eigentlich nur einige wenige Möglichkeiten geben…

Und tatsächlich häufen sich die Beweise dermaßen, dass Holmes schon glaubt, dass sein Klient wirklich schuldig ist, bis der eigentliche Mörder (ich denke, damit verrate ich nicht zu viel) einen großen Fehler begeht: Er versteckt einen Hinweis an einer Stelle, an der Holmes am Tag zuvor bereits alles abgesucht hatte und er hätte dies sehen müssen. Da er es nicht gesehen hat, war es wohl noch nicht da und somit kann Holmes sich denken, dass neben diesem Beweis auch alle anderen Hinweise inszeniert sind.

Bei Der Baumeister von Norwood von Sir Arthur Conan Doyle handelt es sich um eine wirklich interessante Geschichte. Es geht um Liebe, um die Vergangenheit, um die Gegenwart und darum, wie verdorben manche Menschen sind und was sie alles imstande sind zu tun, um sich an einem Menschen zu rächen, der ihnen nie das geringste zugefügt hat. Gerade deshalb hat mir diese Geschichte gut gefallen und ich empfehle sie gerne weiter.

Hörbücher ·Liebe gut, alles gut von S. Mallery

Inhaltsangabe: Liebe gut, alles gut von Susan Mallery

In dem Kurzroman Liebe gut, alles gut von Susan Mallery, die ein Teil der Fool’s Gold-Reihe ist, geht es um Rina und Cameron.

Rina arbeitet seit Jahren für den Tierarzt Cameron McKenzie im angegliederten Tiersalon. Sie kümmert sich mit viel Liebe zum Detail um das Aussehen der Tiere, während Cameron sich um die Gesundheit der Tiere kümmert. Seit einem Jahr ist Rina bereits in Cameron verliebt, was nicht nur problematisch ist, weil sie für ihn arbeitet und sie ihn so den ganzen Tag auf Arbeit sieht, sondern auch weil sie sich nach Feierabend um seine Tochter kümmert. Gemeinsam mit Kaitlyn schmückt sie das Haus weihnachtlich, backt Plätzchen und hilft ihr bei den Hausaufgaben, außerdem kümmert sie sich um die beiden wenn sie krank sind und kocht ihnen ihr Lieblingsessen. Cameron bezahlt sie zwar für all das, doch seitdem Rina in Cameron verliebt ist, tut sie es auch gerne, denn sie vergöttert Vater und Tochter.

Eines Abends kurz vor Weihnachten entscheidet sich Rina endlich ihre Gefühle offen auszusprechen, was Cameron aber verschreckt, denn er hat Angst, dass Rina ihn und Kaitlyn wie seine Ehefrau einfach verlässt und das kann er seiner Tochter nicht antun und auch er selbst wüsste nicht was er ohne Rina tun sollte. Doch Rina möchte nicht länger auf Sparflamme leben und entscheidet sich mit ihrem Salon umzuziehen und nicht länger für Cameron und Kaitlyn die Ersatzmutter zu spielen, obwohl sie die Kleine sehr vermissen wird.

Da sie für die Aktion „Adoptier ein Haustier“ sehr viel unterwegs und am Planen ist, denn Rina sitzt im Organisationsteam der Aktion, ist sie derzeit sehr beschäftigt, möchte aber zeitnah danach mit der Suche nach neuen Räumen beginnen. Oder gibt es für Rina dieses Jahr eine Überraschung unter dem Weihnachtsbaum?

Leseaktionen ·Top Ten Thursday

Top Ten Thursday #9

Hallo ihr Lieben,

letzte Woche ging es um die Tops beim TTT und diese Woche möchte Aleshanee unsere Flops des Jahres wissen. Ich habe mich vor allem für meine Abbruch-Bücher entschieden, aber auch andere Bücher, die ich am liebsten abgebrochen hätte, sind hier in der Liste vertreten. Die genaue Aufgabe für diese Woche lautet:

Eure 10 buchigen Flops aus dem Jahr 2021

  1. Der Lavendelgarten von Lucinda Riley

Von Riley wollte ich schon so lange etwas lesen und dann habe ich dieses Hörbuch entdeckt. Der Titel klang so malerisch und dann wird eine Vergewaltigung ziemlich brutal und ausführlich beschrieben. Da hätte ich es am liebsten abgebrochen. Ging leider nicht so einfach, weil es ein Rezensionsexemplar war.

  1. Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio

Der Roman ist mir schon einmal in Buchhandlungen untergekommen, aber er war mir immer zu dick. Also habe ich ihn mir als Hörbuch besorgt. Nachdem es in den ersten Minuten bereits Verstümmelungen und Vergewaltigungen gab, habe ich nochmal nachgelesen und herausgefunden, dass das Buch so weitergeht. Also habe ich es abgebrochen.

  1. Mordssommer von Ulrike A. Kucera

Mordssommer ist der zweite Band einer Frankfurt-Krimi-Reihe, der ewig auf meinem Sub stand. Ich habe ziemlich lange daran gelesen. Was mir hier besonders wenig gefallen hat, war, dass ich von Anfang an wusste wer der Täter ist, wodurch der Roman ziemlich langweilig wurde. Dass die meisten Figuren total unsympathisch waren, kam noch hinzu.

  1. Kiss me, Officer! Von Jennifer Lillian

Nachdem der Roman mit dem Tod eines ungeborenen Babys und einer Vergewaltigung begonnen hat, wollte ich schon abbrechen, aber da es eigentlich ein Leserunden-Exemplar war, wollte ich das nicht so einfach machen. Das Hörbuch war aber irgendwann so unerträglich, weil ich einfach alle Figuren furchtbar fand, dass ich es abgebrochen habe.

  1. Der Reiter auf dem schwarzen Hengst von Auguste Lechner

Dieser historische Kinder/Jugendroman war langweilig, weil er sich gezogen hat wie Kaugummi und nachdem das Pferd ermordet wurde, hätte ich es am liebsten abgebrochen. Da das kurz vor Schluss war, habe ich mich noch durch die letzten Seiten gequält.

  1. Mord im Lesesaal von Susanne Mathies

Die Figuren waren bis zum Schluss nur Hüllen ohne Inhalt, die Handlung war langweilig und von Zürich habe ich wenig „gesehen“ während der „Ermittlungen“. Der Krimi hatte Potential, das aber leider nicht ausgeschöpft wurde.

  1. Tintenherz von Cornelia Funke

Nachdem ich Reckless als Reihe insgesamt ziemlich gut fand (wenngleich sich die Handlung an der ein oder anderen Stelle etwas gezogen hat), wollte ich es mal mit der Tintenwelt-Trilogie versuchen und habe Band 1 als Hörbuch gehört. Für mich hat es sich total gezogen und ich fand die Handlung sehr langweilig. Irgendwie habe ich immer darauf gewartet, dass „endlich mal was passiert“.

  1. Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek von David Whitehouse

Das Buch klang gut: Reise und Bibliothek klingt nach der perfekten Kombi für mich. Leider fand ich den Stil am Anfang so unerträglich, dass gerade mal das erste Kapitel geschafft habe und mich danach nicht zum Weiterlesen überwinden konnte.

  1. Eine Marcelli geht aufs Ganze von Susan Mallery

Der erste Teil der Trilogie ist in meinem Jahreshighlights letzte Woche aufgetaucht, weil ich die Liebesgeschichte einfach toll fand. Den zweiten Teil um die zweite Marcelli-Schwester, Francesca, fand ich einfach nur anstrengend. Die Charaktere waren mir so unsympathisch, dass ich ihn am liebsten abgebrochen hätte.

  1. Mord im Gurkenbeet von Alan Bradley

Der erste Teil der Flavia de Luce-Reihe. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch, aber ich fand die Charaktere unsympathisch, weil sie sich ohne Rücksicht auf Verluste Schmerz zufügen. Vor allem Flavia, die ja eigentlich als intelligent dargestellt wird, handelt ihren Schwestern gegenüber ohne die Konsequenzen zu bedenken, was beinahe schon boshaft wirkte.

Kennt ihr einen meiner Flops? Welche Bücher haben euch am meisten enttäuscht?

Liebe Grüße
Vanessa

 

 

Hinweis: Die Rechte der Coverbilder liegen nicht bei mir, sondern bei den Verlagen und Autor:innen.

Hörbücher ·Liebe gut, alles gut von S. Mallery

Rezension: Liebe gut, alles gut von Susan Mallery

Liebe gut, alles gut von Susan Mallery ist der achte Teil der Fool’s Gold-Reihe. Ich habe den Liebesroman als Hörbuch gehört und werde deshalb sowohl auf das Medium als auch auf den Inhalt eingehen.

Obwohl es sich bei Liebe gut, alles gut von Susan Mallery eben um den achten Band einer Reihe handelt, fand ich es nicht schwer reinzukommen, wobei es sich hier zum einen um einen Kurzroman (sodass es sehr wenig Nebenhandlung gab) handelte und zum anderen ich ein paar der Bände (Band 5 und 6) davor bereits gelesen hatte.

Was mir gut gefallen hat, war, dass Figuren aus den Bänden davor, die ich schon kannte, erwähnt wurden und ich diesen so zumindest noch einmal kurz begegnen konnte, obwohl diese natürlich nur kurze Auftritte hatten, weil sich ein Kurzroman eben auf die Protagonisten fokussieren muss.

Die Geschichte und in diesem Kontext auch die Figuren haben mir aber weniger gut gefallen: Die Beziehung zwischen Rina und Cameron hat sich auf sehr seltsame Weise und sehr plötzlich und wenig nachvollziehbar entwickelt. Das kann auch an der Kürze gelegen haben, hat mir aber dennoch nicht so gut gefallen. Hinzu kam, dass mir Cameron lange Zeit ziemlich unsympathisch war. Er nimmt Rinas Dienste in Anspruch ohne sich über ihre Gefühle Gedanken zu machen oder darüber nachzudenken wie es ihr damit geht, wenn sie mit seiner Familie ihre gesamte Freizeit verbringt aber jederzeit einfach gekündigt werden kann; sie liebt beispielsweise seine Tochter. Dass Rina ihrem Chef aus heiterem Himmel ihre Liebe gesteht und sich dann darüber wundert, dass das erst einmal zu Komplikationen führt, fand ich auch seltsam. Kaitlyn hat mir aber sehr gut gefallen. Die Kleine ist einfach unglaublich herzlich. Sie liebt Rina und möchte ihr das auch zeigen. Sie war meine absolute Lieblingsfigur im gesamten Roman.

Obwohl das Cover recht weihnachtlich wirkt mit einer verschneiten Landschaft und einer Figur mit einer roten Weihnachtsmütze auf dem Kopf, war Weihnachten eigentlich kaum ein Thema. Cameron, Rina und Kaitlyn suchen einen Weihnachtsbaum aus und es schneit während der Handlung immer wieder, außerdem backen Rina und Kaitlyn gemeinsam Plätzchen, aber das waren dann auch schon alle weihnachtlichen Aspekte. Irgendwie fehlte mir hier ein bisschen Weihnachtsatmosphäre.

Yara Blümel hat das Hörbuch gesprochen und ich muss sagen, dass mir vor allem ihre Interpretation von Kaitlyn sehr gut gefallen hat. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass hier tatsächlich ein Kind spricht und nicht die erwachsene Sprecherin, die das restliche Hörbuch gesprochen hat. Das hat mir sehr gut gefallen. Das Hörbuch ist ungekürzt und aufgrund der Kürze des Romans keine zwei Stunden lang.

Insgesamt ist Liebe gut, alles gut von Susan Mallery ein netter weihnachtlich angehauchter Liebesroman für zwischendurch. Wer die Figuren aus Fool’s Gold bereits kennt, wird einige bekannte Figuren wiedertreffen. Mir hat der Roman nicht so gut gefallen, aber vieles davon lässt sich mit der Kürze von unter zwei Stunden für das Hörbuch (und weniger als 60 Seiten für das Buch) erklären.

Gemeinsam Lesen ·Leseaktionen

Gemeinsam Lesen #45

Hallo ihr Lieben,

wieder habe ich es ein paar Wochen nicht geschafft bei der gemeinsam Lesen-Aktion mitzumachen. Aber diese Woche schaffe ich es endlich mal wieder euch meine aktuelle Lektüre vorzustellen. Die Aktion wird aktuell übrigens von Andrea von Bücher – Seiten zu anderen Welten gehostet.

  1. Welches Buch lese ich gerade und auf welcher Seite bin ich?

Ich höre gerade ein Hörbuch und zwar Lady Hardcastle und ein mörderischer Markttag von T. E. Kinsey. Es ist der zweite Band der Lady Hardcastle-Reihe. Ich bin gerade bei Track 68.

  1. Meine aktuelle Meinung:

Ich mochte den ersten Band der Reihe total gerne und finde auch den zweiten bisher sehr cool. Lady Hardcastle lebt mit ihrer Zofe Flo Armstrong zusammen. Nachdem sie beim vorherigen Fall solch eine große Hilfe waren, werden sie wieder von der Polizei aus Bristol hinzugezogen. Ein Farmer wurde in einem Wirtshaus offenbar vergiftet, aber das Gift bleibt auch nach der Autopsie noch unbekannt. Lady Hardcastle und Flo befragen Zeugen und Verdächtige. Außerdem hätte die Lady gerne ein Auto und eine Telefonleitung, was sie parallel anstoßen, allerdings ist es schwierig ohne Mann ein Auto zu kaufen, denn solch eine komplexe Maschine kann man einer Frau ja nicht anvertrauen…vor allem wenn sie auch noch selbst fahren möchte. Lady Hardcastle weiß aber wie immer wie sie sich durchsetzen muss um zu bekommen, was sie möchte.

Kennt ihr Lady Hardcastle und ein mörderischer Markttag oder den Autor T. E. Kinsey? Was lest (oder hört) ihr gerade?

Liebe Grüße
Vanessa

Leseaktionen ·Montagsfragen

Montagsfrage: 10. Januar 2022

Montagsfrage: Achtet Ihr auf die Namen von Übersetzer:innen? Falls ja, könnt Ihr auch jemanden nennen, der Eurer Meinung nach besonders gute Arbeit leistet?

Hallo ihr Lieben,
Sophia von W0rdw0rld hat seit ein paar Wochen die Montagsfrage übernommen. Bisher kam ich leider noch nicht dazu, mal eine ihrer Fragen zu beantworten, aber diese Woche fand ich die Frage spontan so gut, dass ich sie gerne beantworten wollte.
Ich achte, ehrlich gesagt, nur dann auf die Übersetzer:in, wenn mir Übersetzung komisch vorkommt oder mir der Name beim Durchblättern der ersten Seiten sehr bekannt vorkommt (manchmal werden Autor:innen ja immer von einer Übersetzer:in übersetzt).
Ich habe auch schon gehört, dass man Übersetzer:innen mehr ehren möchte, indem man ihren Namen mit auf’s Cover schreibt. Ich finde das grundsätzlich eine gute Idee, bin aber nicht sicher, ob das ein Kaufargument wäre (oder ein nicht-Kaufargument). Übersetzer:innen leisten einen wichtigen Beitrag für den Literaturbetrieb. Neben dem „einfachen“ (haha) übersetzen, interpretieren sie ja schließlich auch, was vor allem bei etwas anspruchsvollerer Literatur eine Leistung ist. Hinzu kommt, dass ihnen häufig auch Logikfehler auffallen, die sie gegebenenfalls ausmerzen könnten und so ganz andere Bücher entstehen können. Den Impact, den Übersetzer:innen auf einen Roman (oder andere übersetzte Literatur) haben, ist also potentiell hoch. Da bleibt nur zu hoffen, dass die kritische Bezahlsituation nicht mehr ganz so kritisch ist wie ich es mal vor ein paar Jahren gehört habe.
Wusstet ihr, dass die Übersetzerin der Asterix-Bücher letztes Jahr einen Preis für ihr Lebenswerk (also den Jugendliteraturpreis Sonderpreis Gesamtwerk Übersetzung) bekommen hat? Gudrun Penndorf heißt die Dame, fast jeder und jede von uns hat wahrscheinlich mal ein Buch von ihr gelesen…sie hat nämlich nicht nur viele Asterix-Bände, sondern auch etliche Lustige Taschenbücher und Lucky Luke-Bände übersetzt und teilweise sogar die deutschen Namen der Figuren mitgeprägt.
Achtet ihr beim Kauf eurer Bücher darauf wer es übersetzt hat oder kauft ihr nach anderen Kriterien?
Liebe Grüße
Vanessa

Hanni & Nanni

Inhaltsangabe: Kein Spaß ohne Hanni und Nanni von Enid Blyton

Im vierten Band der Mädchenbuchreihe Hanni und Nanni von Enid Blyton geht es wieder einmal um die beiden Zwillinge, die nach den Sommerferien zurück nach Lindenhof kommen. In „Kein Spaß ohne Hanni und Nanni“ kommen vier neue in die dritte Klasse: Anne und Else, Carla und Marianne. Anne ist eine faule Schülerin, aber eigentlich ein guter Charakter. Weil sie zusammen mit Else die dritte Klasse wiederholen muss, werden sie von den Lehrerinnen zu Klassensprecherinnen gemacht. Else ist ein fieses Mädchen, das an niemandem ein gutes Haar lassen kann. Carla ist sehr still und ruhig und wird von ihren neuen Klassenkameradinnen immer nur das Unglücksmädchen genannt, weil sie immer traurig guckt. Niemand interessiert sich dafür, warum sie so unglücklich ist. Marianne macht immer nur Ärger und stört den Unterricht, denn sie will eigentlich gar nicht in Lindenhof sein. Ihr Vater und sie haben den Deal gemacht, dass Marianne es einen Monat aushalten muss, wenn es ihr danach noch nicht im Internat gefällt, darf sie zurück nach hause kommen. Diese vier Mädchen sorgen in den folgenden Wochen für einige Turbulenzen in der Klasse. Clara findet heraus, dass Marianne eine tolle Musikerin ist und wundervoll Geige und Klavier spielt, Marianne erfährt, dass Clara so unglücklich ist, weil ihre Mutter, schwerkrank ist und im Krankenhaus liegt und das so weit weg, dass Clara sie nicht besuchen kann. Else versucht jedem den Spaß zu verderben und verhält sich wirklich gemein gegenüber ihren Mitschülerinnen. So versucht sie der Klasse ein Mitternachtsfest zu Ehren von Charlottas Geburtstag zu verderben, obwohl sie eingeladen war. Fräulein Jenks findet dies heraus und lässt die Klasse ungeschoren davon kommen. Anne ist faul, schafft es aber aufgrund der Aufgabe, die ihr zuteil wird, an sich zu arbeiten und wird von der Klasse sogar zu alleinigen Klassensprecherin gemacht.

Die Klasse plant einen bunten Abend zu dem jedes Mädchen alleine oder in der Gruppe etwas beitragen soll, Else will nicht und fühlt sich deshalb kurz davor schlecht, weil sie sich nicht beteiligt. Carla spielt eine Szene nach und erntet dafür unglaublich viel Applaus. Ihre Schauspiellehrerin ernten die Lorbeeren dafür, weshalb sie von der Klasse im Stillen verurteilt wird. Marianne fügt sich, nach einer beherzten Ansprache von Carla, die Marianne beste Freundin geworden ist, in die Klassengemeinschaft und nimmt voller Freude und mit viel Erfolg am bunten Abend teil. Am Ende des Halbjahres werden Anne und Else in die vierte Klasse versetzt. Anne schafft den Aufstieg, weil sie sehr gut an sich gearbeitet hat und bereit ist auch in Zukunft weiter hart an sich zu arbeiten. Else hingegen wird von Fräulein Theobald hochgestuft, weil sie es sich mit ihrer alten Klasse verscherzt hat und nur so eine Chance hat in Lindenhof zu bleiben.

Mord im Pfarrhaus von A. Christie

Inhaltsangabe: Mord im Pfarrhaus von Agatha Christie

Im Krimi Mord im Pfarrhaus von Agatha Christie ermittelt Miss Marple zum ersten Mal. Sie lebt im kleinen Dorf St. Mary Mead, wo ein Mann namens Protheroe im Pfarrhaus von Pfarrer Clement ermordet wird.

Colonel Protheroe verabredet sich mit dem Pfarrer für viertel nach sechs, wo die halbe Dorfstraße die Verabredung mitbekommt. Im Arbeitszimmer des Pfarrers soll Protheroe die Kollektengelder nachrechnen, weil angeblich Spenden verschwunden seien. Am Abend wird der Pfarrer zu einem Sterbenden gerufen und bittet darum, dass man Protheroe ausrichten solle, dass er sich verspäten werde. Als er zurückkommt, trifft er Lawrence Redding, der sehr aufgewühlt wirkt. Kurz darauf findet Clement Protheroe tot zusammengesunken über seinem Schreibtisch.

Clement weiß, dass dessen Frau Mrs. Protheroe ein Motiv hat, weil sie eine Beziehung zu Mr. Redding hat. So hat auch dieser ein Motiv. Lettice Protheroe hat ein Motiv, weil sie häufig mit ihrem Vater aneinander geriet und sich immer recht abgedreht gibt, dabei aber sehr scharfsichtig alles beobachtet. Auch der Pfarrer hat aufgrund der gestohlenen Kollekten ein Motiv, genau wie die Frau des Pfarrers, Griselda, weil sie angeblich eine Affäre hat. Daneben hat auch Mrs. Lestrange, eine Fremde im Dorf, ein Motiv, denn sie besuchte das Opfer am Abend vor seiner Ermordung. Nach einiger Zeit stellt sich heraus, dass der Hügelgräber-Spezialist und angeblich anerkannter Experte aus dem Gebiet, Dr. Stone, ein Betrüger ist, wodurch auch dieser und seine Assistentin Gladys Cramp ein Motiv hätten.

Es fallen während der Ermittlungen einige seltsame Dinge auf: Die Uhr des Pfarrers steht auf etwa 18:20 Uhr, was damit angeblich die Tatzeit angibt, allerdings pflegte dieser seine Uhr eine Viertel Stunde vorzustellen, damit er pünktlich zu seinen Verabredungen kommt. Auch ein Brief, auf dem mit anderer Tinte die etwa gleiche Uhrzeit vermerkt ist, erweckt die Aufmerksamkeit der Ermittler. Hinzu kommt, dass Anne Protheroe von Miss Marple am Abend gesehen wurde, und keine Handtasche und keine Waffe bei sich hatte, der Schuss seltsam klang (wie mehrere Zeugen aussagen), zwei Verdächtige die Tat gestehen und in einem Brief von 18:20 Uhr steht, dass das Opfer nicht länger auf den Pfarrer warten könne, was aber seltsam sei, da der Pfarrer seine Verspätung ja angekündigt hatte.

Mr. Redding gesteht die Tat, und kurz darauf auch seine Geliebte Mrs. Protheroe. Beide können es aber, aus verschiedenen Gründen, nicht gewesen sein. Mrs. Protheroe war zwar zur richtigen Zeit vor Ort, hatte aber keine Waffe bei sich, Mr. Redding war viel zu spät dort um der Mörder sein zu können.

Miss Marple fallen einige seltsame Dinge auf und so setzt sie nach und nach das Puzzle zusammen, wobei sie sich an einer Kleinigkeit stört. Wäre diese nicht, könnte sie den Mord aufklären, denn dann hätte sie für alles eine Erklärung. Der Mörder hat indessen schon sein nächstes Opfer auserkoren…