Mister Pock und die blaue Echse von D. Haralambie

Inhaltsangabe: Mister Pock und die blaue Echse von Dana Haralambie

Der 11-jährige Max fährt nach Barcelona, um dort seine Mutter zu besuchen. Sie ist Journalistin und scheinbar noch nicht so lange von seinem Vater getrennt. Max bringt seinen Lemuren Mister Pock mit. Doch kurz nach seiner Ankunft, kündigt seine Mutter an, dass sie ihn ein paar Tage alleine lassen muss, weil sie ein Interview führen darf.

Alleine wandert Max mit Mister Pock durch die Straßen. Über einen Sprachcomputer können die beiden kommunizieren, da sie aber beide kein Spanisch sprechen und noch nie in Barcelona waren, verlaufen sie sich und finden auch nicht mehr zurück zum Hotel. Unterwegs treffen sie auf die sprechende Echse Sarina. Sarina ist eine Einheimisch und führt die beiden deshalb nach dem gemeinsamen Abendessen nachhause.

Am nächsten Morgen holt Sarina die beiden aus dem Hotelzimmer ab und hat eine schlechte Nachricht: Ihre blaue Cousine wurde entführt, aber sie konnte einen Hinweiszettel auf ihren Aufenthaltsort hinterlassen. Gemeinsam machen sich die drei nun als Detektive auf den Weg, Sarinas Cousine zu finden.

Dabei sehen sie sich den Hafen, den Strand, die Rambla und das Aquarium an. Max und Mister Pock sehen Barcelona, wenngleich sie nicht die Zeit haben, sich ausführlich umzusehen, weil sie sich ja beeilen müssen, damit sie den Entführern schneller auf die Spur kommen, denn schließlich können sie ja nicht wissen, was die bösen Entführer mit der armen entführten Cousine anstellen, denn bislang ist auch noch keine Lösegeldforderung aufgetaucht.

Die Schnitzeljagd funktioniert so, dass die drei einen Zettel finden mit einer Botschaft. Danach müssen sie rätseln, was denn mit dem seltsamen Spruch auf dem Zettel gemeint ist. Meistens findet natürlich Sarina als Einheimische heraus, auf welchen Ort in Barcelona der Zettel verweist. Gemeinsam laufen sie dann zum nächsten Ort, entdecken unterwegs spannende Dinge und lernen immer mehr über Barcelona, die Sehenswürdigkeiten, die Sprache, die Kultur und die Geschichte, denn die Jagd nach den Entführern führt sie einmal quer durch die Stadt. Als sie am nächsten Ort angekommen sind, findet wieder Sarina den nächsten Zettel und so zieht sich das durch die gesamte Schnitzeljagd, was Max zunehmen verdächtig vorkommt.

Erst am nächsten Tag kommt Max dazu, Sarina eine Falle zu stellen, aber sie schafft es, sich heraus zu manövrieren und gemeinsam entdecken sie den Park Güell und die Sagrada Familia und kaufen noch ein paar Postkarten für die Verwandten Zuhause.

Lieblingsworte

Kalauer

Das Substantiv Kalauer meint Flachwitze, die ihren Humor aus flachen Wortwitzen zieht. Laut Duden-online meint der Begriff Kalauer, dass ein Witz nicht sehr geistreich ist, außerdem beruht dieser auf einem Wortspiel. Das Wort Kalauer stand 1880 das erste Mal im Rechtschreibduden. An das französische Wort calembour(g) angelehnt, welches Wortspiel meinte, wurde es nach der Stadt Calau gebildet, welche in der Nähe von Cottbus liegt. Obwohl ich auch über Wortspiele lache und hin und wieder auch selbst welche mache, würde ich das Wort Kalauer doch nicht im aktiven Wortschatz verwenden, denn ich finde, dass es nicht besonders elegant klingt.

Leseaktionen

Mein SuB kommt zu Wort Juni 2020

Hallo ihr Lieben,

wieder einmal ist der 20. des Monats und natürlich bin auch ich wieder dabei und darf zu Wort kommen. Die Aktion kommt übrigens ursprünglich von Anna. Erst einmal – wie immer – die drei allmonatlichen Fragen und abschließend die vierte wechselnde Frage:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Ich bestehe derzeit aus 33 Büchern. Das ist immerhin elf mehr als im letzten Monat. Ich bin also ganz schön gewachsen in den letzten Wochen. Das liegt aber nicht daran, dass Vanessa nicht gelesen hätte, sondern eher daran, dass einiges an Büchern hinzu kam. Aber Vanessa freut sich sehr darüber, weil sie nun wieder eine größere Auswahl hat.

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Es gibt tatsächlich drei relativ neue Bücher auf mir, die ich hier vorstellen kann: von Natalie Matt und Silas Matthes Kings & Fools 2: Verstörende Träume, Blackcoat Rebellion – Das Los der Drei von Aimée Carter und Mord in Sunset Hall von Leonie Swann (Hörbuch).

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Als letztes wurde ich von einem der bereits oben erwähnten verlassen: Der erste Teil der Blackcoat Rebellion-Trilogie hat mich direkt wieder verlassen. Vanessa hat Das Los der Drei von Aimée Carter sofort gelesen, weil sie unglaublich neugierig darauf war und hat es dann gestern schon fertig gelesen. Jetzt muss Vanessa nur noch die Rezension schreiben und wird sie dann zeitnah auch hochladen, denn es handelt sich schließlich um ein Rezensionsexemplar.

  1. Lieber SuB, der Sommer hat begonnen, welches Buch spiegelt für dich diese warme Leichtigkeit wider?

Rückblick: Die Antwortet lautet übrigens: Nein! Ich konnte Vanessa nicht motivieren einen der beiden Krimis zu lesen, wo sie einen doppelten Verlag hatte. Sie wollte einfach nicht und sie hat auch gesagt, dass sie keine große Lust hat, das versäumte noch nachzuholen also werde ich auf diesem Buchtipp wohl sitzen…ähh…stapeln bleiben.

Zukunft: Das ist eine gute Frage. Hier schlage ich Vanessa mal ein ebenfalls relativ neues Buch auf mir vor, weil das vom Titel her wirklich schön passt, finde ich: Azurblau für Zwei von Emma Sternberg. Azurblau das klingt nach Meer und das Cover sieht auch noch so schön sommerlich aus, da ist es doch eine gute Idee, das jetzt zu verschlingen, oder?

Wie sieht es bei euch aus? Welche sommerlichen Bücher habt ihr auf euren SuBs?

Liebe Grüße

SuBy (& Vanessa)

Mister Pock und die blaue Echse von D. Haralambie

Rezension: Mister Pock und die blaue Echse von Dana Haralambie

Das Reise-Kinderbuch Mister Pock und die blaue Echse von Dana Haralambie hat mir an sich ganz gut gefallen. Leider kommt hier doch noch ein Aber.

Zum einen fand ich es sehr seltsam wie gerechtfertigt wurde, dass Max alleine durch die Weltgeschichte gelaufen ist. Ja, natürlich ist es notwendig, dass Max alleine mit Sarina und Mister Pock unterwegs ist, aber eine Mutter, die ihren elf-jährigen Sohn für ein paar Tage alleine lässt, in einer Stadt, die er nicht kennt, mit einer Nachbarin, die sich ein bisschen kümmern soll, die er nicht kenn und die sich offensichtlich auch nicht kümmert (weil sie sonst ja merken würde, dass Max den ganzen Tag unterwegs ist) und dann auch noch in einem Land, wo er die Sprache nicht spricht, fand ich einfach unmöglich und entweder ziemlich verantwortungslos oder sehr unrealistisch.

Zum einen ist da noch die logische Inkonsistenz, die scheinbar keine Figur bemerkt: Sarina finde die Zettel ihrer Cousine, was Max komisch vorkommt, aber er spricht nicht aus, dass es logisch keinen Sinn ergibt: Wie sollte die „blaue Cousine“ wissen, wo ihre Entführer sie als nächstes hinbringen. Mal davon abgesehen, dass sie es schafft immer Zettel zu verstecken (worauf Max durchaus hinweist, weil ihm das suspekt vorkommt). Die erste Inkonsistenz zieht sich durch das komplette Buch und machte mir damit das Lesevergnügen ein bisschen kaputt. Vielleicht bin ich hier zu streng, weil das Buch ja für Kinder ist, und diesen die Inkonsistenz vielleicht gar nicht auffällt, aber ich bin sicher, dass es auch dem ein oder anderen Kind auffüllen wird.

Aber soweit meine Kritik. Ich mochte auch einige Sachen an diesem Buch sehr gerne: Zum einen fand ich es toll, dass man durch Sarina, die ja eine Einheimische ist, viel über Land, Leben und Leute lernt. Sie geht mit Max und Mister Pock essen und so lernt man gleich einige spanische Gerichte kennen. Außerdem lernt man etwas über die Sprache und somit auch über die politischen Gegebenheiten und die Geschichte, weil Sarina erklärt, dass man in Barcelona mehr als eine Sprache spricht und sie erklärt einige Wörter. Außerdem lernt man etwas über die Kultur, weil die Protagonisten bei ihrer Verfolgungsjagd beispielsweise durch die kleinen, schmalen, sehr typischen, spanischen Gässchen laufen.

Und natürlich lernt man auch jede Menge über die Sehenswürdigkeiten von Barcelona. Hier hätte ich mir noch ein paar ausführlichere Beschreibungen und vielleicht auch mal ein paar Abbildungen gewünscht, aber auch so hat man einen guten Eindruck von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten bekommen.

Das Kinder-Reisebuch Mister Pock und die blaue Echse (der Titel dürfte beim nächsten Mal gerne noch einen Hinweis auf Barcelona geben und nicht nur das ‚Barcelona’ auf dem Cover) von Dana Haralambie kann sicherlich zwei Zwecke erfüllen: Zum einen kann man sich mit seinen Kindern bestimmt gut auf eine Barcelona-Reise vorbereiten und zum anderen kann man mit seinen Kindern auch bestimmt toll ein Fernweh schüren und sich auf die nächste Reise freuen. Von mir gibt es also trotz der Schwächen eine Empfehlung für dieses Buch.

Sommernachtsglück von S. Moorcroft

Inhaltsangabe: Sommernachtsglück von Sue Moorcroft

In dem Liebesroman Sommernachtsglück von Sue Moorcroft geht es um Clancy Moss und Aaron De Silva. Clancy kommt nach Nelsons Bar, weil sie ihren alten Job in London, ihre Wohnung und ihren Verlobten verloren hat. Sie hat in London bei einem Unternehmen gearbeitet, dass sie mit aufgebaut hat, wurde aber, nachdem ihr Verlobter sie öffentlich betrogen hat und Clancy dazu Stellung bezogen hat, gebeten, zu gehen.

Nachdem Clancys Cousine Alice ihren Verlobten Lee vor dem Traualtar stehen gelassen hatte, kümmert sich Clancy aus der Ferne um Alice‘ Hälfte der gemeinsamen Cottages. Lee hatte seinen Anteil kurz nach der Trennung an seinen Bruder verkauft, sodass sich Aaron vor Ort um die Cottages kümmert. Nachdem die aktuelle Verwalterin ihren Job aufgegeben hat, entschließt sich Clancy diesen Job – zumindest vorübergehend – zu übernehmen.

Aaron ist nicht begeistert als Clancy ihm eine neue Verwalterin vor die Nase setzen möchte und erst recht nicht als er merkt, dass es Clancy ist; schließlich wurde sein Bruder von Clancys Cousine sehr verletzt. Doch Clancy überzeugt Aaron, dass sie keinen anderen Ort hat, an den sie fahren könnte und dass es ihr auch nicht besonders gut geht. Aber sie stellt auch klar, dass sie nichts für das Verhalten ihrer Cousine kann und nicht einsieht dafür bestraft zu werden.

Lee scheint es zwar nicht allzu viel auszumachen, dass Clancy nun nach Nelsons Bar gezogen ist, aber er wirkt zumindest zerstreut aufgrund des Umzugs. Nachdem Clancy ihre Cousine informiert hat, dass sie den Verwalterinnenjob angenommen hat, steht Alice plötzlich mit ihrem Ehemann Hugo vor Clancys Tür. Diese ist alles andere als begeistert, dass sie unangemeldeten Besuch bekommen, vor allem da Alice einfach davon ausgeht, dass sie zu Clancy ins Verwalterwohnhaus ziehen können.

Im Folgenden wird das Leben in Nelsons Bay und vor allem im sogenannten Rundhaus zur Hölle für Clancy. Hinzu kommt, dass Aaron noch eine Freundin hatte als Clancy nach Nelsons Bar kam und die beiden scheinen sich auch ganz gut zu verstehen. Nachdem Clancy zu Genevieve sagt, dass eine Frau keinen Mann brauchen sollte, trennt sich Genevieve von Aaron. Dieser ist heilfroh über die Trennung, da Genevieve ihn immer weiter bedrängt hat, endlich mit ihr zusammen zu ziehen, obwohl Aaron sich nicht dazu bereit fühlt.

Nachdem Clancy und Aaron sich näher kommen und sich miteinander treffen, intrigiert Genevieve gegen die andere Frau, denn sie will nicht, dass die Beziehung zwischen ihrem Ex-Freund und Clancy enger wird. So erzählt sie beispielsweise der Besitzerin des Bed & Breakfasts, in das sich Clancy einkaufen wollte, dass diese nur Ärger bedeute, denn schließlich wurde sie von ihrem Verlobten verlassen und gleichzeitig aus ihrer Firma gefeuert. Auch bei Aarons Eltern macht sie Clancy schlecht.

Hinzu kommt, dass im Dorf zwei junge Männer wohnen: Harry und Rory sind beste Freunde und wie Clancy herausfindet sind sie ein Paar. Als Clancy zurück nach London fährt um dort die gemeinsame Wohnung zu verkaufen und ihren Anteil an der Firma an ihre ehemaligen Kollegen zu verkaufen, wollen die beiden Jungs sie begleiten, da sie in ihrem kleinen Dorf ihre Beziehung nicht führen können, da vor allem Harrys Vater nicht glücklich ist, weil er ahnt, dass sein Sohn homosexuell ist.

Montagsfragen

Montagsfrage: 15. Juni 2020

Montagsfrage: Wie sieht eigentlich euer SuB aus? (Und versucht ihr ihm momentan entgegenzuwirken?

Hallo ihr Lieben,

heute will Antonia wissen wie unser SuB aussieht. Ich habe mir angewöhnt so ungefähr ein Mal im Monat meinen SuB auf meinem Blog zu posten, sodass er dort immer halbwegs aktuell gehalten wird.
Ich habe erst kürzlich einige neue Bücher dazubekommen, weil ich einige Rezensionsexemplare bewilligt bekommen habe. Diese habe ich inzwischen fast alle weggelesen und sitze nun so langsam am letzten dieser Bücher. Außerdem habe ich erst vor einigen Tagen ein paar neue Bücher auf meinem SuB aufgenommen, weil diese vorher die ganze Zeit so in der Schwebe waren und ich mir erst kürzlich überlegt habe, dass ich sie wirklich lesen will. Deshalb ist mein SuB derzeit etwas größer, aber dennoch noch schmaler als viele andere Buchblogger-SuBs. Ich mag es nicht keinen SuB zu haben, weil mir dann mein Lesestoff ausgeht, aber gleichzeitig mag ich auch keinen zu großen SuB haben, weil ich dann auch nicht weiß, was ich als nächstes lesen soll. Kennt ihr das Problem? Wer die Wahl hat, hat die Qual?
Deshalb versuche ich, meinen SuB im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich zu halten und da schwankt er derzeit auch immer wieder hin und her.

Liebe Grüße
Vanessa

Sherlock Holmes Kurzgeschichten

Das getupfte Band von Sir Arthur Conan Doyle

In der Kurzgeschichte Das getupfte Band von Sir Arthur Conan Doyle kommt eine junge Frau, auf Sherlock Holmes und Dr. Watson zu. Sie erzählt den beiden ihre Geschichte und die ihres Stiefvaters und ihrer Schwester. Ihre Schwester ist vor einige Zeit, kurz vor ihrer Hochzeit, gestorben. Die junge Frau, Helen Stoner, erzählt ihnen, dass ihr Stiefvater ein schwieriger Mann ist, sodass nie eine Haushälterin länger bei ihnen bleibt, weshalb sich ihre Schwester und nun sie alleine um ihn und den Haushalt kümmern. Ihr Stiefvater mag indische Tiere und hat so wilde Tiere in ihr Haus und den Garten gebracht, außerdem leben Zigeuner in ihrem Garten und obwohl diese weiter weg vom Haus wohnen, fühlt sie Helen und damals auch ihre Schwester nicht sicher, weshalb sie nachts ihre Zimmertüren abschließen. Helen hatte kurz vor ihrem Tod öfter ein seltsames Pfeifen gehört, welches Helen nun auch schon ein paar Mal gehört hat. Holmes hat eine Idee woran es liegen könnte, sodass er Helen darum bittet sich einmal in dem Haus umsehen zu dürfen, weshalb die junge Frau sie verlässt und sie sich für später verabreden. Ihr Stiefvater sucht Holmes und Watson auf, allerdings lassen sich die beiden nicht von ihm bedrohen und fahren dennoch zu dem Anwesen Stoner. Helen zeigt den beiden Männern ihr Zimmer und das Zimmer ihrer Schwester, in welchem sie im Moment aufgrund von Umbaumaßnahmen im Haus wohnt. Sie sagt, dass es eigentlich dennoch möglich wäre, dass sie in ihrem Zimmer lebt, aber ihr Stiefvater habe darauf bestanden, dass sie in das Zimmer ihrer Schwester zieht. Holmes findet heraus, dass aufgrund der abgeschlossenen Zimmertür und der Fenster niemand in das Zimmer eindringen könnte, sodass so Julia, ihre Schwester nicht hat ermordet werden können. Holmes findet in dem Zimmer aber weiterhin heraus, dass das Bett am Boden festgenagelt ist, dass ein Luftloch zum Nachbarzimmer besteht und dass ein Klingelzug bis zum Kissen herunterreicht, der allerdings keine Klingel am anderen Ende hat. In ihm keimt ein furchtbarer Verdacht, sodass sie einen Plan aushecken mit dessen Hilfe Holmes und Watson nachts in das Zimmer einsteigen während Helen im Nachbarzimmer wartet. Nachts pfeift es plötzlich, Holmes schlägt auf den Klingelzug an und plötzlich zerreißt ein heller Schrei die Nacht. Der Stiefvater wird tot in seinem Zimmer gefunden, eine Schlange ringelt sich auf seinem Kopf, welche Holmes zurück in ihren Schrank sperrt.

Allgemein mochte ich an dieser Geschichte wieder die Aufteilung, denn am Anfang kommt eine Klientin zu Holmes und bittet ihn um Hilfe, weil sie den Verdacht hat, dass sie das gleiche Schicksal ereilen könnte wie ihre Schwester. Sie erzählt auch, dass sie in der gleichen Situation ist wie Julia damals kurz bevor sie starb, denn auch Helen möchte heiraten und damit das Haus ihres Stiefvaters verlassen, sodass Holmes den Verdacht bekommt, dass Helen mit ihrem Verdacht wirklich recht haben könnte. Der Stiefvater kommt sogar zu Holmes, verfolgt seine Tochter und sagt ihm noch, dass er Helen nicht glauben solle, was Holmes natürlich nicht befolgt. Dann machen sich der Detektiv und sein Gehilfe auf den Weg um den Fall zu lösen. Sie haben mal wieder viele Informationen gesammelt und müssen nun den Fall lösen indem sie sich den Ort des Geschehens einmal näher ansehen und dabei mehr Informationen erhalten und sich die Umstände auflösen. Diese Wechselbeziehung mag ich bei einer Kriminalgeschichte eigentlich recht gerne, sodass mir dieser Aspekt recht gut gefallen hat.

Holmes hat sogar, als sie in der Nacht in das Zimmer von Ms. Stoner klettern ein bisschen Angst vor den wilden Tieren, die dort frei herumlaufen, was ich persönlich sehr erfrischend fand. Holmes ist nicht der mutige Mann, der vor keinem Kontrahenten Angst hat, sondern eben ein Mensch, den er auch gruselt nachts in ein fremdes Haus zu klettern und dann zumindest von einem wilden Tier bedroht zu werden.

Insgesamt hat mir die Kurzgeschichte Das getupfte Band – den Namen trägt die Geschichte übrigens aufgrund der Schlange, welche der Stiefvater nutzt um seine erste Stieftochter umzubringen und mit deren Hilfe er auch die zweite Tochter umbringen möchte und welche wohl ein getupftes Muster auf der Schlangenhaut trägt – von Sir Arthur Conan Doyle interessant und obwohl der Todesfall schon einige Zeit her ist und hier nur eine Bedrohung der zweiten Schwester stattfindet und somit eigentlich kein Mord während der Spielzeit der Geschichte geschieht, empfehle ich diese Geschichte gerne weiter.

Sommernachtsglück von S. Moorcroft

Rezension: Sommernachtsglück von Sue Moorcroft

Der Roman Sommernachtsglück von Sue Moorcroft ist ein Liebesroman mit den beiden Protagonisten Clancy Moss und Aaron De Silva.

Clancy ist ein sehr lieber Charakter, obwohl sie von verschiedenen Seiten immer wieder schlecht gemacht wird. Sie springt ihrer Cousine Alice bei und kümmert sich sogar jahrelang um deren Anteil an den Cottages, obwohl sie nichts dafür bekommt. Außerdem ist sie sofort bereit, den Dorfbewohnern in Sachen Internetanschluss und sowas weiterzuhelfen, obwohl sie selbst dazu recherchieren muss. Aaron ist ebenfalls ein netter Charakter, der einen verletzten Hund aufgenommen hat und sich auch ansonsten um seine Familie kümmert. Als seine Großtante stürzt, fährt er seine Mutter ins Krankenhaus und er versucht ständig seinen Bruder Lee zu schützen. Beide Charaktere haben natürlich auch ihre Schwächen, aber sie laufen nicht einfach weg, wenn es mal Schwierigkeiten gibt, und gerade das macht die beiden sympathisch. Sie sprechen sich aus und versuchen einander ihr Verhalten zu erklären, und scheinen ein Bewusstsein für den jeweils anderen zu haben. Und selbst wenn es mal Missverständnisse gibt, schaffen sie es irgendwie darüber zu sprechen.

Darüber hinaus ist Aaron sogar bereit mit Clancy nach London zu ziehen, weil sie in Nelsons Bar nicht glücklich werden kann und erwartet nicht von ihr – wie mir das bei anderen männlichen Hauptcharakteren von anderen Autorinnen untergekommen ist – dass sie ihr Leben aufgibt und alle ihre Wünsche zurückstellt, um mit ihm zusammenleben zu können.

Soweit so schön, aber es gab auch noch ein paar Sachen, die mir nicht so gut gefallen haben: Die Dreiecksbeziehung, die sich direkt am Anfang schon abzeichnet. Ich bin einfach kein Freund von Dreiecksbeziehungen und hatte schon gehofft, nachdem Clancy und Aarons Ex-Freundin Genevieve Freundinnen geworden sind, dass es nicht so schlimm wird, aber Genevieve hat immer wieder etwas womit sie Clancy ärgern kann und wie sie versucht einen Keil zwischen Aaron und Clancy zu treiben. Aaron seinerseits empfindet aber nichts mehr für Genevieve und sagt ihr ziemlich offen, dass ihr Verhalten ihrer Freundschaft schadet. So war es für mich dann auch keine allzu schlimme Dreiecksbeziehung.

Natürlich kommt unter anderem dadurch Spannung in den Roman, denn Clancy und Aaron können sich nicht einfach so eine Beziehung aufbauen, wenn es nicht ein paar Hürden gibt. Dazu gehört eben auch das plötzliche Auftauchen von Alice mit ihrem Ehemann Hugo, Lees Verletzlichkeit Alice gegenüber und Clancys Plan in das Bed & Breadfast im Ort zu investieren. Aber auch Clancys Ex-Verlobter macht ihr das Leben schwer, denn seine Methode, sie mit für sie unschönen Nachrichten zu konfrontieren, ist ziemlich rabiat.

Vor allem aber die Dorfbewohner, die ein bisschen detaillierter beschrieben werden und auf Clancys Seite sind, haben mir gut gefallen. Hierzu gehören beispielsweise Clancys Nachbarn, bei denen es sich um ein älteres Ehepaar handelt, die inzwischen getrennt leben aber in Häusern direkt nebeneinander. Dieses Wohnarrangement scheint den beiden gut zu tun und sie können trotzdem noch zusammen sein. Aber auch Harry und Rory, zwei homosexuelle Jugendliche, die darüber hinaus noch beste Freunde sind, haben zwar ihre eigenen Probleme, sind aber dennoch mit Clancy befreundet und helfen in der Not aus.

Insgesamt sind Charaktere, Handlung und Verwicklungen (vor allem durch Genevieve und Will) sehr stimmig und haben mir sehr gut gefallen. Ich habe jetzt den zweiten Roman von Sue Moorcroft gelesen und freue mich schon auf weitere Romane der Autorin. Ihr denkt es euch schon: Ich empfehle den Roman gerne weiter.

 

 

 

Vielen Dank an Harper Collins für das Rezensionsexemplar!

Liebe wird aus Mut gemacht von C. Junk

Inhaltsangabe: Liebe wird aus Mut gemacht von Catharina Junk

In dem Roman Liebe wird aus Mut gemacht (das TB zu Auf Null) von Catharina Junk geht es um die etwa 20-jährige Nina Schilder, die ihre Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen ist da die Zeit von vor etwa einem Jahr als Nina nach einem Besuch in einem Sonnenstudio schrecklich krank und daraufhin bei ihr Leukämie festgestellt wird. Und zum anderen ist da die Gegenwart: Nina wird gerade aus dem Krankenhaus entlassen, kommt zurück zu ihren Eltern nach Varrendorf. Hier ist Nina zur Schule gegangen, doch es hat sich viel verändert seit sie weggezogen ist, denn ursprünglich war sie nach Münster gezogen um dort zu studieren.

Nina lebt noch nicht lange wieder bei ihren Eltern als es den ersten Knatsch mit ihrem Bruder gibt: Theo ist ein paar Jahre jünger als sie und hat inzwischen die Religion und den Glauben für sich entdeckt, was seine Eltern skeptisch stimmt. Nina versucht dem ganzen offen zu begegnen und geht sogar mal mit in einen der Gottesdienste. Die Anspannung zwischen ihr und ihrem Bruder wird größer: Er hat mit der Gemeinde dafür gebetet, dass seine Schwester gesund wird, doch bei ihnen Zuhause ging es immer nur um Ninas Krankheit, um ihre Werte, um die nächsten Therapieschritte. Er selbst scheint für seine Eltern gar keine Rolle mehr zu spielen und so fühlt er sich bei sich in der Gemeinde erst recht gut aufgehoben.

Isabelle, Ninas Kindheitsfreundin, versucht Nina in ihre Clique zu integrieren, doch die beiden waren schon vor Ninas Krankheit ziemlich unterschiedlich. Nina wollte studieren, Isabelle wohnt immer noch Zuhause und weiß auch nach über einem Jahr nach dem Abi immer noch nicht was sie mit ihrem Leben anfangen will. Sie nimmt Drogen und lungert den ganzen Tag nur herum und scheint er den Männern gegenüber relativ offen zu sein, während Nina eher auf Nummer sicher geht.

Bahar war Ninas beste Freundin. Sie hat sich ein Freisemester genommen als Nina krank wird und kommt sie regelmäßig im Krankenhaus besuchen. Dorthin bringt sie regelmäßig selbstgestrickte Mützen mit, damit es Nina nicht zu kalt wird am Kopf. Als Nina die Überwachung und die ständigen Motivationsversuche nicht mehr aushält, streiten sich die beiden heftig und Bahar kommt nicht mehr ins Krankenhaus. Zurück Zuhause erfährt Nina zufällig, dass Bahar auf eine Insel gezogen ist, wo Nina sie besuchen fährt. Die beiden wissen nicht, ob sie ihre Freundschaft retten können, aber sie würfen es gerne.

Nina ist nach einem Jahr im Krankenhaus zurück Zuhause. Sie lernt durch eine Autopanne relativ schnell Erik kennen, der versucht die Werkstatt seines Vaters über Wasser zu halten, weil dieser depressiv und trauernd auf der Couch rumsitzt. Die beiden kommen sich schnell näher, doch Ninas ständige Angst, einen Rückfall zu erleiden, zerstört ihre Beziehung bevor sie richtig anfängt. Erst der Verlust einer Freundin, die sie in der Onkologiepraxis ihres nachsorgenden Arztes kennenlernt, zeigt ihr, dass das Leben zu kurz ist, um immer vor allem Angst zu haben und schließlich: Liebe wird aus Mut gemacht…

Liebe wird aus Mut gemacht von C. Junk

Rezension: Liebe wird aus Mut gemacht von Catharina Junk

Der Roman Liebe wird aus Mut gemacht von Catharina Junk soll angeblich – das habe ich an einigen Stellen gelesen – ein Jugendbuch sein, ist vom Verlag aber wohl nicht so intendiert. Ich finde das Buch hat zwar eine recht junge Note, was an der Erzählinstanz liegt, ist aber nicht explizit für ein jugendliches Publikum.

Ich vermute mal – die Danksagung lässt so etwas ahnen – dass das Buch auf autobiographischen Erlebnissen beruht. Ich glaube, dass das bei einem Buch mit einer solchen Thematik ganz gut ist, weil man so die Emotionen gut rüberbringen kann. Auch die Gefühle der Familie und Freunde von Nina lassen sich so leichter transportieren.

Nina Schilder beschreibt ihre eigene Geschichte. Sie erzählt die Geschichte in zwei verschiedenen Zeiten und so wechseln sich die Kapitel, zumindest am Anfang, immer in der Zeit ab. Man erfährt so parallel von der Zeit im Krankenhaus und ist bei allen Dingen dabei, obwohl es sich ja zeitlich gesehen eigentlich um Rückblenden handelt. Diese werden aber nicht als solche behandelt, sondern wirken – eben durch die Nähe der Erzählinstanz – als wäre man als Leser dabei. Auch die Rückschläge, die am Anfang der Therapie folgen, werden dem Leser ziemlich hautnah mitgeteilt.

Gleichzeitig lernt man aber Nina in der Gegenwart kennen. Man weiß eigentlich, dass sie die Krankheit erst einmal gut überstanden hat und man keine Angst haben müsste, dass die Protagonistin irgendwann im Krankenhaus stirbt; aber das vergisst man irgendwie immer wieder und fiebert eben doch mit. Aber zur Gegenwart: Nina kommt nachhause in ein Zimmer voller Umzugskartons, denn die Wohnung in Münster, wo sie gerade erst ihr Studium aufgenommen hatte, scheint gekündigt. Ihre Sachen sind alle wieder in Varrendorf, einem kleinen Dorf in der Nähe von Bremen. Wie es jetzt beruflich weitergehen soll, weiß sie nicht. Soll sie weiter studieren oder doch lieber eine Ausbildung machen? Und die eigentliche Frage: Lohnt sich das eigentlich? Wer sagt ihr, dass der Krebs nicht bald wiederkommt?

Auch die Beziehungen zu ihrer Familie und ihren Freunden muss sie überdenken. Isabelle und sie haben sich auseinandergelebt. Die Erlebnisse mit ihr machen ihr keinen Spaß und sie fühlt sich zu allem gedrängt oder ist die Spaßbremse. Bahar und Nina haben keinen Kontakt mehr, weil sie während ihrer Krankheit anderer Meinung waren und diese nicht ausräumen konnten. Für Ninas Eltern gab es in der Zeit ihrer Behandlung nur Ninas Krankheit und es ging immer nur um ihre Werte, darum wann es ihr besser geht und wann nicht und was die nächsten Therapieschritte sein würden. Darunter hat natürlich auch Theo, Ninas Bruder gelitten, der sich vollkommen alleine fühlt und sich deshalb einer religiösen Gruppe angeschlossen hat. Nun muss Nina mit all diesen Menschen wieder umgehen und es schaffen wieder eine normale Beziehung abseits der Krankheit führen. Das ist einer der Punkte, die ich an diesem Roman so mochte: Eine junge Frau wird aus ihrem Alltag gerissen und muss nach einer schwierigen Erfahrung zurück ins Leben finden und ihre Ziele neu stecken und ihre Lebensentwürfe neu überdenken.

Aber auch das Thema Liebe (wie man sich nach dem Titel ja denken konnte) kommt nicht zu kurz und Nina muss eben auch lernen, dass man manchmal mutig sein muss, um Liebe zu finden. Interessant finde ich ja, dass es hier nicht darum geht die eine große Liebe zu finden (wie das ja sonst in Liebesromanen so üblich ist), sondern es geht eher darum, dass Nina sich traut sich zu verlieben und nicht immer Angst hat, dass alles schief gehen könnte.

Interessant und prototypisch für den Roman fand ich folgenden Ausschnitt: „‘Aber was, wenn das Auto schlappmacht?‘ […] ‚Ja, und was, wenn nicht? Wer weiß das schon?‘“ So unterhält sich die Protagonistin mit einer anderen Figur über ihr altes, klappriges Auto. Aber diese Sätze lassen sich ganz wunderbar – sonst hätte die Autorin sie vermutlich nicht in ihren Roman geschrieben – auf Ninas Körper übertragen, bei dem sie immer Angst hat, dass er neue Krebszellen bildet.

Nina muss in Liebe wird aus Mut gemacht (das HC hieß Auf Null) von Catharina Junk lernen zurück ins Leben zu finden. Neue Verbindungen zu ihrer Familie knüpfen und vor allem ganz neue Bindungen zu Männern und ihren Freunden und muss so lernen, wo ihre Reise hingehen könnte, und dass sie noch nicht vorbei ist. Deshalb hat mir der Roman sehr gut gefallen und ich kann ihn gerne weiterempfehlen.