Adventskalender 2019 ·Rosengrab von M. Kibler

Inhaltsangabe: Rosengrab von Michael Kibler

In dem Darmstadt-Krimi Rosengrab (Band 3) von Michael Kibler beginnen die Kommissare Hesgart und Horndeich aus eigennützigen Motiven bei einer Massenkarambolage zu ermitteln. Steffen Horndeich telefoniert gerade mit Kollegin Sandra Hillreich, die sich seinen Wagen ausgeliehen hat und die anruft, um ihm mitzuteilen, dass sie den Wagen noch etwas länger braucht. Während des Telefonats gibt es plötzlich einen lauten Schlag und die Verbindung reißt ab. Steffen versucht noch ein paar Mal Sandra zu erreichen, kommt aber nicht durch und so macht er sich auf und möchte nach Sandra sehen. An der Raststätte, wo eine Massenkarambolage geschehen ist, angekommen, findet er Sandra schwerverletzt vor. Steffens Bauchgefühl sagt ihm, dass hier etwas anderes geschehen ist, zumal der Unfall sich auf beide Fahrspuren erstreckt. Wie sich herausstellt, hat einer der Autofahrer einen Schuss gehört und ist diesem Schuss ausgewichen, auf der anderen Seite der Fahrbahn ist eine junge Frau auf die Straße gerannt und wurde dabei getötet. Bald finden sie heraus, dass Horndeich die Frau kannte: Es war Joana Werder, eine Sängerin einer lokalen Band, die an diesem Abend auch einen Auftritt auf der Rosenhöhe war, bei dem sich Horndeich befand bevor der Unfall geschah. Bald kommt Horndeich darauf, dass der Auftritt und der Unfall sehr nah aufeinanderfolgten, also vermutet er einen Zwillingstausch von Joana und Eliza Werder, doch er kann diesen nicht beweisen. Als ein zweiter Toter aufgefunden wird, vermuten alle Selbstmord, schließlich war die Wohnung verriegelt und der Mann hat sich mit einer Pistole in den Kopf geschossen. In der gesamten Wohnung werden keine Hinweise auf einen Mord gefunden; doch Margot glaubt nicht an Selbstmord und beschließt die Sache eingehender zu untersuchen. Seltsamerweise stellt sich heraus, dass sich Joana Werder und Andreas Derndorf kannten. Joana hatte vor wenigen Tagen erst mit Derndorf gesprochen, weil dieser ihren eigentlichen Vater kannte, der als sie zwei Jahre alt war, plötzlich verschwand. Joana forscht weiter nach und findet heraus, dass ihr Vater in den 80er Jahren an einem Überfall auf einen Geldtransporter beteiligt gewesen sein könnte. Und auch die Kommissare kommen auf diese Spur. Sie finden Hinweise auf einen weiteren Komplizen, der nun sein eigenes Autohaus hat, und darauf dass Thorsten Nollbröck der beste Freund ihres Vaters Jaromir Kadic auch an dem Überfall beteiligt war. Joana will sich mit jemandem treffen, der ihr Hinweise auf den Mörder ihres Vaters verspricht, denn dieser verschwand damals, einige Tage nach dem Überfall nicht einfach, sondern wurde ermordet. Eigentlich will Joana nicht gehen, doch sie möchte unbedingt Hinweise auf den Mörder erhalten und hofft, auch noch ein Stück von dem Diamantenraubkuchen abzubekommen. Währenddessen verschwindet Anna, Steffens Freundin, nach Moskau, wo ihre Familie auch heute noch lebt und wo sie hingefahren ist, um ihre kranke Mutter zu pflegen. Wie sich herausstellt, bleibt Anna aber in Moskau bei ihrer Mutter und kommt nicht zurück. Leider hat sie versäumt, das ihrem Freund mitzuteilen, der von einer Nachbarin von Anna angerufen wird, weil zwei seltsame Männer Annas Wohnung ausräumen. Margot hat ganz andere Probleme: Ihr Sohn verhält sich ziemlich seltsam, will plötzlich mehr Geld und hat keinerlei Mitleid mit dem schwangeren Opfer, das von zwei Verbrechern auf die Autobahn getrieben wurde indem man auf sie schoss, außerdem taucht plötzlich die Freundin ihres Sohnes bei ihr im Polizeirevier auf mit einer interessanten Nachricht: Sie ist schwanger, aber ihr Freund ist seit Tagen verschwunden und geht einem Gespräch aus dem Weg. Sandra hingegen liegt schwerverletzt im Krankenhaus und so freut sie sich umso mehr, dass Horndeich sie von Zeit zu Zeit mal besuchen kommt.

Adventskalender 2019 ·Rosengrab von M. Kibler

Rezension: Rosengrab von Michael Kibler

Rosengrab von Michael Kibler ist der dritte Teil der Hesgart-Horndeich-Reihe, sodass man die Figuren schon ein bisschen kennt. Im Grunde ist die Nummer des Bandes der Reihe nur wichtig, weil die privaten Vorkommnisse, die Verhältnisse, in welchen die Kommissare leben, sich verändern. Die Fälle sind jedes Mal ziemlich von einander losgelöst und haben somit keinen Bezug aufeinander. Die richtige Reihenfolge ist also nicht so wichtig, sodass ich diese auch beim Lesen nicht einhalte. Das schöne an diesen Krimis ist ja, dass man sie in jeder Reihenfolge lesen kann und dass man vom Autor bzw. vom Erzähler insoweit in die Geschichte eingeführt wird, dass man auch ohne die vorherigen Bände zu kennen relativ schnell weiß, an welchem Punkt der Beziehungen man jeweils steht. Das ist vor allem relevant, wenn man schon spätere Bände kennt und damit eigentlich schon weiß, wer zusammenkommen und wer sich trennt und wie sich die Beziehungen weiterentwickeln.

Wie immer weißt auch diese Kibler ein paar Längen auf, welche ich aber als nicht so schlimm empfunden habe. Was mich aber inhaltlich gestört hat, war, dass dieses große Zeitproblem nicht so wirklich eine Rolle spielte am Anfang der Ermittlungen: Horndeich hört das Konzert auf der Rosenhöhe mit Joana Werder bis um viertel vor und um zwei Minuten nach geschieht der Unfall. Das heißt, dass Joana innerhalb von knapp 20 Minuten zu sich nachhause gespurtet sein muss, sich dort umgezogen haben muss, dann in ihren Wagen gestiegen ist und an die Raststätte der Autobahn gefahren ist. Alles in allem ist das relativ schwierig in 20 Minuten, selbst wenn man davon ausgeht, dass sie gerast ist und sich in Null Komma nichts umgezogen hat. Aber dieses Zeitproblem wird Horndeich erst nach und nach klar und ich dachte mir schon beim Lesen: Wie zur Hölle hat die das denn geschafft?

Außerdem gibt es in paar kleine Fehler bei den Namen: Weber statt Werder, und solche Sachen, die mich irgendwann ziemlich genervt haben, weil ich dachte, dass in einem so großen Verlag wie Piper eigentlich jemand sein müsste, der so etwas bemerkt. Ich kann verstehen, wenn solche Sachen bei kleinen unabhängigen Autoren vorkommen, weil sie einfach weder auf Lektorat noch auf Korrektorat so einfach Zugriff haben. Dazu muss ich aber sagen, dass ich hier eine sehr frühe Auflage aus dem Jahr 2008 hatte. Vielleicht sind diese Fehler ja in späteren Auflagen behoben?

Ansonsten ist Rosengrab von Michael Kibler aber gewohnt spannend. Ich brauchte, wie immer ein bisschen länger für diesen Krimi, aber er war dennoch sehr spannend und an vielen Stellen wollte ich ihn gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Horndeich und Hesgart und werde bestimmt noch weitere Bände der Reihe lesen und kann damit nur eine Empfehlung für diesen Band aussprechen, vor allem wenn man aus Südhessen kommt oder hier lebt.

Adventskalender 2019 ·Der Notar in der Fall von J. Gotthelf

Inhaltsangabe: Der Notar in der Falle von Jeremias Gotthelf

Der Notar in der Falle von Jeremias Gotthelf ist eine Erzählung aus dem Jahr 1848. In dieser Erzählung geht es um Luise, die bei ihrer Tante der Frau Spendvögtin lebt. Luise, inzwischen 27 Jahre alt, bekommt mit wie in den vergangenen Jahren immer mehr ihrer Freundinnen heiraten. Eine nach der anderen findet einen Mann, schwärmt von ihm, erzählt Luise davon und heiratet letztendlich, was immer dazu führt, dass diese Freundin natürlich keine Zeit mehr für Luise hat, denn sie muss sich ja nun um ihren Mann, den Haushalt und gegebenenfalls auch zeitnah um Kinder kümmern. Luise vereinsamt immer mehr und es liegt nicht einmal daran, dass sie unansehnlich wäre. Luise ist weder zu dick, noch zu dünn, sie ist nicht hässlich. Ihr Gesicht ist einfach durchschnittlich. Alles ist an seinem Platz, doch sie ist eben so normal, so durchschnittlich, dass sie niemandem über ihre bloße Anwesenheit hinaus im Gedächtnis bleibt. Sobald Luise verschwunden ist, obwohl sie sehr höflich ist, wird sie vergessen, was natürlich dazu führt, dass sie keinen Verehrer findet. Auf der Hochzeit der letzten unverheirateten Freundin Julie, lernt sie den Notar Stößli kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Sie unterhalten sich gut miteinander und tanzen auch sehr häufig, doch Stößli denkt gar nicht daran, sich noch einmal bei Luise zu melden. Irgendwann ist Luise so verzweifelt und krank vor Liebe zu ihrem Notar, dass sie die Magd nach dem Notar schicken lässt. Sie will bei ihm ihr Testament machen, denn sie befürchtet zu sterben vor unerwiderter Liebe zu ihm. Der Notar ahnt gar nicht, dass sie so viel zu vererben hat und freut sich so umso mehr als sich Luise empfänglich für seine Annäherungsversuche zeigt. Stößli bittet Luise, ihn zu heiraten, die Spendvögtin kann gar nicht nachvollziehen, warum sich plötzlich ein Mann in ihre Nichte verliebt und warum es dieser so eilig mit der Hochzeit hat. Luise rückversichert sich immer wieder, dass Stößli ja nicht wegen des Erbes heiratet, sondern ihretwegen; und tatsächlich stellt sich Luise als durchaus interessante, kluge, junge Frau heraus. Erst nachdem sie verheiratet sind, gesteht Luise ihm, dass sie nicht reich ist. Stößli tobt und verlangt die Scheidung. Als Luise ihrer Tante die Situation erklärt, versteht diese alles. Sie versteht, warum Stößli so eilig auf die Hochzeit bestand, dass er sie um ihr angebliches Erbe hatte bringen wollen und sie ahnt auch, dass sein Ruf darunter leiden würde, wenn er erzählt, dass Luise ihn mit ihrem angeblichen Erbe geködert hat um ihn zur Hochzeit zu überreden. Stößli willigt ein, es mit Luise zu versuchen und am Ende werden die beiden sogar halbwegs glücklich miteinander. Luise kümmert sich gut um ihn, ist ihm eine kluge Ehefrau und so wird er von Kollegen und Bekannten sogar um diese tolle Ehefrau beneidet. Am Ende sagt er ihr auch, dass sie ihm fast so lieb sei wie das Vaterland.

Adventskalender 2019 ·The Tribe

Rezension: Das Zeitalter der Auserwählten von Linda Jensen

Die Inhaltsangabe des dritten Bandes von The Tribe Das Zeitalter der Auserwählten von Linda Jensen findet ihr oben.

Insgesamt muss ich sagen, fand ich diesen Band recht schwach. Zum einen geht es immer nur hin und her in der Mall und es ist eigentlich nur Thema, dass der Guardian sich immer neue Dinge ausdenkt um die Mall Rats zu quälen, auch überlegt er wie er die Verehrte Mutter dazu bringen kann ihm bedingungslos hörig zu sein, da diese ja zuvor eine Mall Rat war, hat er Zweifel an ihrem Glauben. Das wird irgendwie auf die Dauer langweilig.

Die Sätze sind außerdem recht kurz, irgendwie sind es immer nur Hauptsätze, die nebeneinaner stehen. Ich weiß nicht, ob das einfach daran liegt, dass die Autorin noch nicht so viel Erfahrung hat (über Linda Jensen weiß ich halt nichts) oder ob es daran liegt, dass sie versucht es dem Publikum anzupassen, wobei ich dies ziemlich doof fände, da ein bisschen komplexere Sätze die Leser eher fordern würden, was natürlich für ihr eigenes Schreiben praktisch wäre.

Was mir hingegen gut gefiel, war, dass Amber wieder aufgetaucht ist. Ich mochte sie ziemlich gerne und auch wenn ich wusste, dass sie nicht tot ist, fand ich es doch toll, dass sie wieder kam und dass sie Bray nicht sofort in die Arme stürzt, schließlich hat er sich ja auch Zerstreuung gesucht. Aber ich fand sie doch recht hart, dass sie Pride nicht nur schimpft, weil er ihre ehemaligen Freunde zu ihrem Stamm geführt hat, sondern auch weil sie sie nicht wiedersehen will und ihren Stamm nicht in Gefahr bringen will, vor allem für Dal tat es mir ziemlich leid.

Schade fand ich auch, dass Trudy sich so einfach den Chosen anschloss und dann so zwischen den Stühlen steht, auch das Verhältnis zu ihrer Tochter finde ich komisch, denn am Anfang schien sie mit der Kleinen nicht so viel anfangen zu können und jetzt ist sie am Boden zerstört als man sie ihr wegnimmt, wobei das auch an ihrer jetzigen Einsamkeit liegen kann. Auch Ebonys Verhalten finde ich seltsam, denn früher war sie gemein und kaltherzig und auf einmal schließt sie sich nicht nur den Mall Rats an, sondern versucht diesen, die in Gefangenschaft sind, auch noch zu helfen.

Alles in allem fand ich den dritten Band der The Tribe-Reihe von Linda Jensen nicht besonders gut, allerdings, da er in die Reihe gehört, ist es wohl nicht ratsam ihn einfach nicht zu lesen, außerdem hat er auch ein paar gute Seiten, die mir durchaus gefielen.

Adventskalender 2019 ·Der Notar in der Fall von J. Gotthelf

Rezension: Der Notar in der Falle von Jeremias Gotthelf

In der Erzählung Der Notar in der Falle von Jeremias Gotthelf sucht Luise nach einem Ehemann und ihre Wahl fällt auf Notar Stößli. Der Autor verwendet weite Teile der Geschichte dazu von Luises Hintergrund zu erzählen. Er beschreibt, welchen Charakter Luise hat, beschreibt ihr Aussehen, ihre Beziehung zu den Menschen in ihrem Dorf und zu ihren Freundinnen. Außerdem wird beschrieben wie sich Luises Gedanken entwickeln. Wie sie sich Gedanken darüber macht, dass alle ihre Freundinnen nach und nach heiraten, dass sie dann keine Zeit mehr für sie haben und dass Luise immer mehr vereinsamt. Luise ist eigentlich kein schlechter Mensch, sie ist ziemlicher Durchschnitt und mit ihrer Tat, damit, dass sie ihren zukünftigen Ehemann belügt, macht sie sich im Grund erst interessant. Dies ist das erste, was Luise macht, was man nicht sofort wieder vergessen würde. Und doch ist es etwas, das ihr Notar eigentlich nicht erträgt. Als er erfährt, dass eine Frau und sogar seine Frau ihn so belogen hat, dass sie ihn so manipulieren konnte, wird er wütend. Er fühlt sich gehörnt und möchte eigentlich am Liebsten sofort die Scheidung. Erst die kluge Reaktion der Tante Spendvögtin sorgt für Beruhigung in der Beziehung, wobei diese nicht plötzlich super wird, sondern sich nach und nach verbessert. Der Autor geht hier sehr behutsam vor, baut die Geschichte langsam auf und zeigt so auf, wieso sich Luises Verhalten so entladen konnte und es zu dieser Eskalation kommen konnte.

Der Erzähler verwendet einen zarten Humor, und macht immer wieder augenzwinkernde Vorausdeutungen und Rückverweise, sodass man nicht nur das Gefühl hat, der Erzähler weiß schon wie die Geschichte endet und betrachtet dieses Ende mit einer gehörigen Portion Humor, sondern er findet auch Luises Schicksal recht traurig, weshalb er ihre Tat irgendwie gutheißt. Ich will gar nicht bestreiten, dass sie nicht richtig gehandelt hat, aber ich finde es unglaublich schön beschrieben, wie positiv Luise dargestellt wird, und dass sie dennoch keinen Mann zu finden scheint.

Jeremias Gotthelf hat ein ziemliches Händchen dafür, seine Charaktere bis zum Ende liebevoll zu gestalten, sie passen in die Geschichte, geben ihr, die notwendigen Wendungen und sein Erzähler sorgt mit einem Spritzer Humor dafür, dass diese Erzählung Der Notar in der Falle (auch Titel ist ja schon humorvoll) mir wirklich Spaß gemacht hat.

Adventskalender 2019 ·Leseaktionen

Mein Sub kommt zu Wort Dezember 2019

Hallo ihr Lieben,

ich habe entdeckt, dass die ersten Fragen für nächstes Jahr auch schon fertig sind *hibbel* *aufgeregt mit den Seiten raschel*. Ja ich freue mich drauf. =) Aber kommen wir doch erst einmal zur heutigen Frage und damit auch zur letzten Frage für dieses Jahr! Was für ein aufregendes Jahr das doch war. Gestartet bin ich in den Januar mit 32 Büchern und dann gab es ein stetiges auf und ab, aber im Grunde gab es gar keine so großen Schwankungen und inzwischen bin ich bei knapp 23 Büchern (mal gucken wie sich das in den letzten Tagen noch entwickeln wird). Aber ihr seid ja hier, um meine Antworten auf die folgenden Fragen zu bekommen:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Derzeit bin ich insgesamt bei 23 Büchern, aber das kann sich in den nächsten Tagen ja wieder verändern, mal gucken wie Vanessa zum Lesen kommt.

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Tatsächlich gibt es so viel heute gar nicht zu zeigen, denn es ist nur ein neues Buch dazugekommen: Carsten Sebastian Henn: Eine Prise Sterne. Klingt total schön und soll eine Liebesgeschichte sein. Marc trifft seine frühere Nachbarin aus Kindertagen wieder. Sie kommt gerade aus einer schlimmen Trennung. Es muss ein neuer Mann für Anne her und am besten macht man sowas doch, indem man alle möglichen Informationen sammelt und die Kompatibilität von zwei Menschen berechnet, oder nicht? Anne ist – als sie davon erfährt – alles andere als begeistert von Marcs Methode. Leider hat sich inzwischen nicht nur Marc in Anne verliebt, sondern auch ihr Nachbar, offenbart Anne seine Gefühle… Vanessa hat das Buch bereits angefangen, weil es so schön klang, aber so richtig begeistert ist sie nicht.

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Tatsächlich hat mich als letztes Stella Ein Weihnachtsmärchen von Sergio Bambaren verlassen. Ein wirklich wunderschönes Buch über Weihnachten und sie mag es am Liebsten jedem empfehlen, sagt Vanessa.

  1. Lieber SuB, der Dezember steht mit der Weihnachtszeit im Zeichen der Gemütlichkeit und der Familie, also zeig uns doch mal Bücher, die die Familie in den Mittelpunkt rücken, egal ob der Protagonist Geschwister hat, alte Familiengeschichten ausgegraben werden oder er seine Wurzeln sucht.

Rückblick: Ich hatte Vanessa ja an Reihenabschlüssen eigentlich nur einen empfohlen, weil sie die andere Reihe noch nicht beenden wollte. Den Frankfurt-Krimi hat sie aber auch noch nicht gelesen, weil sie derzeit irgendwie gar keine Lust auf Regionalkrimis hat. Hoffentlich liest sie ihn trotzdem langsam mal, denn die Kucera entwickelt sich langsam aber sicher zur Sub-Leiche.

Zukunft: Tja, eine gute Frage. Aber es gibt tatsächlich noch ein paar Bücher, in denen es um Familie geht. Zum einen wäre da der Liebesroman Garrett von Lori Foster. Garrett ist Teil einer Reihe, in der die Familienmitglieder nach und nach ihren Partner finden. In Vanessa da Matas Blumentochter ist die Familie im Titel ja schon Programm, schließlich kann es ja nur eine Tochter geben, wenn es auch Eltern gibt. Auch dieser Roman würde also in die nächste Aufgabe passen. Ich bin gespannt!

Ich wünsche euch jetzt noch eine schöne Weihnachtszeit und ein paar schöne, gemütliche Lesestunden!

Liebe Grüße

SuBy (& Vanessa)

Adventskalender 2019 ·Was in zwei Koffer passt von V. Peters

Inhaltsangabe: Was in zwei Koffer passt – Klosterjahre von Veronika Peters

Was in zwei Koffer passt von Veronika Peters ist ein Erfahrungsbericht aus dem Jahr 2007. Sie beschreibt in dem Buch wie sie damals beschloss ins Kloster zu gehen und von ihrem bisherigen Leben Abschied nimmt. Peters beschreibt wie sie ihr Hab und Gut verschenkt und verkauft, wie sie sich von ihren Freunden und Kollegen verabschiedet, wie sie sich sogar von ihrem damaligen Freund Max trennt um ins Kloster zu gehen. Max nimmt diese Entscheidung nicht besonders gut auf und kann sie ihr scheinbar bis zum Schluss – 12 Jahre später – immer noch nicht verzeihen, obwohl er zu dem Zeitpunkt eine neue Freundin – Veronikas beste Freundin Lina – hat und mit ihr sogar ein Kind hat und das nächste erwartet.

Veronika geht ins Kloster, weil sie einen Sinn sucht, so richtig benennen wonach sie sucht kann sie aber auch nicht, aber sie versucht Gott zu finden, versucht einen Sinn zu finden, der sich in der katholischen Theologie und in der Gemeinschaft mit den anderen Nonnen hoffentlich offenbart. Außerdem beschreibt sie wie sie versucht ihren Platz im Kloster zu finden, sie versucht herauszufinden, wie sie sich in das Kloster und in die Gemeinschaft sinnvoll einbringen kann, gleichzeitig aber nicht dazu gedrängt wird sich selbst zu verleugnen oder sich wie auch immer zu verändern. Veronika braucht recht lange um ihren Platz zu suchen, sie braucht lange, sich in den Klosteralltag einzufinden, nicht mehr gegen die dort herrschenden Regeln zu rebellieren und sich soweit zu öffnen, dass sie spirituelle Erfahrungen machen kann.

Sie hat weiterhin Kontakt zur Außenwelt, behält den Kontakt zu Lina und ihrem besten Freund Stefan, außerdem hat sie weiterhin Kontakt zu einer Kollegin, aber dieser wird teilweise weniger und sie scheint sich zwischenzeitlich immer mehr dem Klosterleben zuzuwenden. Dabei stößt sie aber immer an Grenzen, als es darum geht, ob sie im Kloster bleiben darf oder ob sie gehen muss, also ihre erste Profess macht, da sprechen sich einige Nonnen gegen sie aus, weil sie nicht sicher sind, ob das Klosterleben etwas für Veronika ist, und weil sie sich nicht sicher sind, ob sie sich einfügen kann. Dennoch schafft sie es und wird sogar am Ende für ein komplettes Leben im Kloster zugelassen, kann also ihre ewigen Gelübde abgeben, was sie auch tut. Daraufhin wird sie gebeten ein Fernstudium zu machen, was sie relativ erfolgreich abschließt. Nach ihrem Studium soll sie den an das Kloster angeschlossenen Buchladen übernehmen, der von einer älteren Nonne geleitet und geführt wird, welcher allerdings nicht so einträglich ist, wie man sich das in der Klosterleitung wünschen würde, weshalb ein neues, jüngeres Gesicht den Laden aufmischen soll, damit dieser mehr Umsatz abwirft. Als eine alte Nonne stirbt, mit der Veronika viel verbindet und sie dann auch noch wieder Anschluss an die Welt außerhalb des Klosters findet, trifft Veronika eine Entscheidung…

Adventskalender 2019 ·Was in zwei Koffer passt von V. Peters

Rezension: Was in zwei Koffer passt von Veronika Peters

Dieser Erfahrungsbericht Was in zwei Koffer passt von Veronika Peters lief mir sozusagen zu – ich fand ihn in einem Bücherschrank. Kurzentschlossen nahm ich ihn mit und wusste gar nicht genau, worauf ich mich da einlasse. Das Buch lässt sich ziemlich gut runterlesen, es ist kurzweilig geschrieben und man kann sich meistens recht gut in die Erzählerin hineinversetzen.

Was mir aber an diesem Buch nicht so gut gefiel, war, dass der Autorin manchmal einige Jahre in die Zukunft springt und man als Leser, weil man oftmals gar nicht genau weiß, wie weit man gesprungen ist, überhaupt keinen Überblick über die Chronologie mehr hat. Ich habe mich oft gefragt, zu welchem Zeitpunkt ihres „Experiments“, wie die Autorin ihren Klosteraufenthalt selbst nennt, sich diese Gedanken und Vorgänge im Kloster zugetragen haben. Für all diejenigen, die sich mit dem Klosterleben nicht so gut auskennen, wie mich zum Beispiel, führt das unweigerlich zu Verwirrungen. Gleichzeitig ist dies natürlich verständlich, bedenkt man, dass sie vermutlich nicht von Anfang an geplant hat ihren Klosteraufenthalt in einem Buch zu beschreiben, sodass sie vieles aus ihren Erinnerungen rekonstruieren musste.

Außerdem hat mir gefehlt, dass die Autorin kaum reflektiert. Sie verweigert sich zum Beispiel ziemlich am Anfang des Buches der Beichte und spricht daraufhin nie wieder davon. Auch dem Zusammengehörigkeitsgefühlt scheint sie sich an vielen Stellen zu verweigern schließlich sind die Nonnen sich nicht sicher, ob sie sich in die Klostergemeinschaft vollständig einfügt und diskutieren auch deshalb über ihre Aufnahme ins Kloster. Dass sich Veronika auch mit ihrer Magistra, also ihrer Mentorin und Lehrerin in der Anfangszeit im Kloster, nicht gut stellt und mit ihr immer wieder aneinandergerät, fand ich ebenfalls komisch. Mir fehlte einfach an vielen Stellen die innere Einkehr, die Reflexion über ihre Verhalten und ihren Umgang mit den anderen und ihren Wunsch sich auf das Experiment komplett einzulassen. Ja, sie kommt nur mit sehr wenigen Habseligkeiten ins Kloster und ja, sie verschenkt irgendwann ihre Koffer, sie bricht viele Brücken nach außen ab, aber man hat immer das Gefühlt, dass so eine Art klösterliches Gefühl bei ihr ausbleibt. Sie erwartet, dass sie im Kloster unbehelligt ihren Traum von einem Leben ohne Geld und Wirtschaft leben kann, realisiert aber nicht, dass auch ein Kloster von irgendetwas leben muss. Und so sträubt sie sich auch gegen ihre neue Aufgabe als Leiterin des Buchladens. Sie soll dafür sorgen, dass dieser mehr abwirft und nicht nur hübsch aussieht, aber das will sie nicht, weil sie mit diesem wirtschaftlichen Kram (sie drückt das anders aus, aber im Grund scheint sie das zu meinen) nichts zu tun haben möchte. Sie will nicht auf’s Geld achten müssen, bedenkt aber nicht, dass Nonnen, die alt sind und nicht mehr arbeiten können auch von irgendetwas leben müssen. Ein Kloster ist eben ein Mikrokosmos, bei dem auch jeder seine Aufgabe hat und das Uhrwerk am Laufen halten muss, wenngleich mehr Pausen zum Beten, zur Einkehr und zum Gesang gemacht werden.

Ich hoffe, hier nicht zu sehr vorzugreifen, aber: Das Ende hat mir überhaupt nicht gefallen. Veronika Peters scheint alles vergessen zu haben, was sie während ihrer Zeit im Kloster gelernt hat und benimmt sich wie ein bockiges Kind. Mir fehlte bis zu einem gewissen Grad auch Ehrlichkeit in dem Buch, denn dass sie nicht über ihre Reflexion spricht kann ja auch bedeuten, dass sie zwar reflektiert hat, aber einfach nichts dazu schreibt und sie schreibt nicht, aus welchen Verhältnissen sie kommt. Ja, man weiß im Kloster – zumindest teilweise – aus welchen Verhältnissen sie kommt, aber sobald sie jemand, der es nicht weiß, darauf anspricht, blockt sie ab und offenbart auch dem Leser nichts, was diesem helfen könnte, ihr Buch besser zu verstehen.

Insgesamt ist Was in zwei Koffer passt – Klosterjahre von Veronika Peters zwar ein netter Erfahrungsbericht, von dem es in dieser Art wohl auch nicht so viele gibt, aber um wirklich gut zu sein, lässt sie den Leser einfach zu ratlos und mit zu vielen offenen Fragen zurück.

Adventskalender 2019 ·Das Bücherhaus von J. Kaag

Inhaltsangabe: Das Bücherhaus von John Kaag

In dem autobiographischen Roman Das Bücherhaus Eine philosophische Liebesgeschichte von John Kaag geht es um John Kaag selbst und um eine Kollegin, mit der er zusammenkommt.

Das Bücherhaus erzählt die Geschichte des Philosophieprofessors John Kaag, der durch einen großen Zufall auf eben jenes Bücherhaus trifft. Er beginnt die Bücher zu katalogisieren und durchzusehen und erzählt nebenbei immer mehr von sich, seinem Leben und seiner Vergangenheit.

So erfährt der Leser nach und nach, dass Johns Vater ihn im Alter von vier Jahren verlassen hat und vor einigen Jahren starb. John hatte aber dennoch Angst, genau so zu werden wie er. Außerdem ist er noch verheiratet, aber nicht so wahnsinnig glücklich in seiner Ehe. Kaum haben sie die Scheidung eingereicht, ist seine Ex-Frau bereits neu verheiratet und John krebst alleine herum und katalogisiert immer weiter die Bibliothek von Ernst Hocking. Immer wieder macht er auch größere Pausen, weil er ja auch arbeiten muss, dennoch scheint sein Lebensmittelpunkt sich in dieser kleinen Bibliothek zu befinden.

Er erzählt seiner Kollegin Carol von der Bibliothek und so kommt sie hin und wieder mit. Carol ist selbst verheiratet, aber nachdem sich John von seiner Frau getrennt hat, lässt sie sich nach einiger Zeit selbst scheiden und von John vom Flughafen abholen. Danach verbringen die beiden sehr viel Zeit miteinander und Carol kommt auch immer öfter mit in das Bücherhaus.

Gemeinsam versuchen sie die Sammlung von Hocking zu retten und bringen viele Bücher in einen trockenen, temperierten Lagerraum, weil das Bücherhaus nicht die besten Witterungsverhältnisse für die Bücher bietet. Dort kann Wasser eindringen und die Temperatur schwankt über das Jahr sehr stark. Nach einigen Jahren Arbeit kommt ein Gutachter in die Bibliothek und die Bücher sollen endlich – zumindest in Teilen – gestiftet werden, damit auch nachfolgende Philosophengenerationen damit arbeiten können.

Adventskalender 2019 ·Montagsfragen

Montagsfrage: 16. Dezember 2019

Montagsfrage: Welcher Autor war deine literarische Neuentdeckung des Jahres?

Hallo ihr Lieben,

heute fragt Antonia danach welcher Autor unsere Neuentdeckung des Jahres war. Die Frage lässt sich, zumindest für mich, nicht einfach mit einem Namen beantworten:
Im Januar habe ich Salman Rushdies Harun und das Meer der Geschichten gelesen, was eine unglaublich tolle Geschichte über Bücher und die Geschichten, die in ihnen schlummern, war. Im Februar habe ich von Lucy Clarke Die Landkarte der Liebe gelesen und würde seitdem gerne ein zweites Buch der Autorin lesen, allerdings befürchte ich, dass es nicht so wunderschön ist. Vielleicht traue ich mich ja im nächsten Jahr? Von Rob Reef habe ich im Mai die Reihe Stableford angefangen, seitdem zwar nicht fortgsetzt, aber die anderen Teile der Reihe stehen ganz klar auf meiner Wunschliste. Francoise Sagan habe ich zwar vorher schonmal gelesen, aber im Juli habe ich meinen zweiten Roman der französischen Autorin gelesen und nun möchte ich von ihr unbedingt noch mehr lesen. Ali Berg und Michelle Kalus haben im August Buchstäblich Liebe als ihren Debütroman herausgebracht. Ich bin auf weitere Romane gespannt! Im Oktober habe ich von Christina Lauren (ebenfalls ein Autorinnenduo) Weil es Liebe ist gelesen und freue mich nun schon auf weitere Romane von Christina Lauren. Im November gab es den Debütroman Das Zimmer der Wunder von Julien Sandrel, der mir so gut gefallen hat (also der Roman nicht der Autor), dass ich gerne weitere Bücher von ihm lesen würde. Und im Dezember habe ich gerade erst Sergio Bambarens Stella Ein Weihnachtsmärchen beendet, das ich jedem nur wärmstens empfehlen kann (Rezension folgt hoffentlich in Kürze; im Moment hält mich der Vorweihnachtsstress ziemlich auf Trab). Von Bambaren hatte ich vor Jahren schon mal ein ziemlich tolles Buch gelesen und werde mich deshalb nun auch nach weiteren Büchern umschauen.
So, nun habe ich die dieswöchige Montagsfrage zu einem Jahresrückblick einiger Highlights umfunktioniert; hier fehlen natürlich noch die Bücher von mir bereits besser bekannten Autoren wie Susan Andersen, Rachel Gibson, Gosho Aoyama und Agatha Christie, aber es gibt doch einen ganz guten Überblick über mein Lesejahr 2019. Wie waren eure Highlights? Gibt es bei euch die eine Neuentdeckung in diesem Jahr oder ist es – ähnlich wie bei mir – eher eine ganze Liste?

Liebe Grüße
Vanessa