The Tribe

Inhaltsangabe: Teuflische Rache von Linda Jensen

Teuflische Rache ist der achte Band der The-Tribe-Reihe von Linda Jensen. Sie bildet den Abschluss der Reihe und somit das Ende der The-Tribe-Saga. Die Mall Rats und viele andere der Stämme sind in der Sicherheitszone der Stadt eingesperrt. Dort sollen sie angeblich sicher sein, allerdings werden sie beinahe wie Sklaven gehalten. Sie müssen hart arbeiten und werden von den Wachen Megas und Javas schlecht behandelt und sogar geschlagen. Die Mall Rats kommen, durch ein Treffen zwischen Ebony und Amber, dahinter, dass Mega die Situation um die Angst vor Zoot und den Zootisten erschaffen hat, um die Sicherheitszone immer weiter auszudehnen und damit nicht nur immer mehr Menschen und ein immer größere Gebiet unter seine Kontrolle zu bringen, sondern auch, weil er so immer neue Sicherheitsregeln erlassen kann, die die Menschen in der Stadt immer weiter einschränken. Er will sogar Amber rekrutieren, die als Vorzeige-Präsidentin so tun soll, als wäre in der Stadt alles ruhig. Natürlich will sie bei diesem Spielchen nicht mitmachen, denn sie hat Megas dunkle Pläne durchschaut. Aber Mega bedroht ihren Sohn, Bray, sodass sie sich gezwungen sieht doch einzuwilligen.

Inzwischen finden Jack und Ellie in der Mall jede Menge Wanzen, mit denen Mega sie abgehört hat. Die Mall Rats sind schockiert. Erst recht als sie erfahren, dass May für Mega gearbeitet hat. Salene kommt wieder und erklärt, dass May sie ganz uneigennützig gepflegt hat. Nun müssen die Mall Rats entscheiden, ob sie May wieder aufnehmen oder nicht.

In Liberty leiert Lex währenddessen ein Kasino an, in welchem die Kids ihr Geld lassen können. Sie lassen die Kinder in der virtuellen Realität spielen und können dort sogar die Spiele manipulieren, sodass das Kasino maximale Gewinne generiert. Ram lebt dort mit Slade, wobei sich die beiden nicht ganz einig sind. Slade kann die Finger nicht von Ebony lassen und so fährt er öfter zu ihr und besucht sie. Außerdem rettet er sie und bringt sie mit nach Liberty. Ram findet das nicht gut. Er weiß wie gefährlich Ebony werden kann. Als Ram schließlich Java mitbringt und Lex zuvor Siva mitbrachte, fordert Java Ebony zum Kampf. Ebony kann sich nicht dagegen wehren und so findet sie sich bald ihrer Schwester  gegenüberstehend mit einem Zapper am Handgelenk. Siva kann das nicht mit ansehen und wirft sich dazwischen, dabei wird sie tödlich getroffen, doch auch Java überlebt den Kampf nicht.

Jack wurde in der Zwischenzeit bei den Technos eingeschleust. Er soll Mega ausspionieren und alle möglichen Infos an die Mall Rats herausgeben, was er auch tut. Allerdings findet er erst spät heraus, dass Ram, da Jack inzwischen in Liberty ist, da Lex ihn gerettet hat, weil er von Mega als Verräter gejagt wird, seinen eigenen Geist mit dem von Zoot in einen Computer eingespeist hat. Der Computer kann nun jedes elektronische Gerät an sich reißen. Im Showdown versuchen Lex und Slade das Labor Megas, das einen gefährlichen Virus enthält, zu retten, denn es droht von Rams Computer benutzt zu werden, um die ganze Stadt zu infizieren und auszulöschen. Ram und Mega stellen sich in der virtuellen Realität dem Computer, können aber nicht gewinnen. Amber gibt ein Flugblatt heraus, sie warnt alle Stadtbewohner. Lex, Slade und die restlichen Mall Rats retten sich auf ein Schiff, das sie von der Stadt wegbringt. Sie sehen auf die Stadt als diese kontaminiert wird.

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Rezension: Teuflische Rache von Linda Jensen

Die Inhaltsangabe zum achten Band Teuflische Rache von Linda Jensen findet ihr oben.

In diesem achten Band Teuflische Rache von Linda Jensen finden sich leider wieder einmal kleinere Logikfehler. Auf einer Seite ist plötzlich von Salene die Rede, obwohl inhaltlich eigentlich von Siva die Rede sein muss – hier hat offensichtlich eine Verwechselung stattgefunden.

Auch in diesem Band gibt es wieder sehr viele Raffungen, das hätte mich nicht weiter gestört, aber sie waren teilweise so stark, dass man nicht mehr wirklich verstanden hat, was passiert ist und die Beschreibungen von dem, was in der Zwischenzeit geschehen war, waren so unpräzise und lieblos, dass ich persönlich das Gefühl hatte, dass die Autorin nur noch mit diesem Band fertig werden wollte.

Weiterhin mochte ich dieses ewige Gespringe von Jay von Anfang an nicht. Er scheint vom Typ her, der neue Bray zu sein, denn dieser ist auch mit seinen Freundinnen so herum gesprungen. Er spricht sich mit den Mädchen nicht aus, sondern wechselt sie – zumindest gefühlt – einfach aus, wenn sie ihm nicht mehr passen. Erst war es Ebony. Mit der war Schluss, als sie Probleme bekam, dabei interessierte er sich schon für Amber, hat sie aber links liegen gelassen, als plötzlich Trudy offen Interesse an ihm bekundete. Als diese dann aber Sachen machte, die er nicht gut heißen konnte, hat er sie gegen Amber ausgetauscht. Das finde ich einfach nicht richtig und sorgt bei mir dafür, dass ich diesen Charakter einfach nicht gänzlich gut finden kann. Auch, dass er hinter Mega steht, obwohl der offensichtlich gegen ihn arbeitet, fand ich sehr befremdlich und insgesamt nicht schön.

Dies sind inhaltliche Sachen, die mich teilweise auch schon an der Serie hätten stören können. Aber was ich wirklich doof fand, war das Extra, das dieses Mal in dem Band enthalten war. Die geheimen Botschaften der Allianz waren nicht wirklich Botschaften von irgendeiner Allianz, sondern von mehreren Einzelpersonen untereinander. Natürlich hat Jack mal mit Ellie kommuniziert und mal mit Amber. Außerdem Jay mal mit Amber, mal mit Trudy und mal die beiden Mädchen untereinander. Diese Nachrichten zählen vielleicht noch als Nachrichten einer Allianz, aber was diese mit den Nachrichten von Slade mit Ram und Privatnotizen Rams zu tun haben, habe ich leider nicht verstanden. Natürlich kann man so auch viele Vorgängen in Liberty raffen und kann dafür sorgen, dass der Leser über das Innenleben der Menschen aus Liberty mehr erfährt.

Insgesamt ist der achte Band Teuflische Rache von Linda Jensen kein krönender Abschluss. Man hat einfach immer mehr das Gefühl, dass es nur Geldschneiderei des Verlages war und dass dieser achte Band nur ein trauriger Abschluss war. Man hätte sich durchaus mehr Mühe machen dürfen. Schade eigentlich. Ich weiß wirklich nicht, ob ich ihn empfehlen möchte, aber wenn man die ganze Reihe gelesen hat, hat man sicherlich Interesse daran, diesen auch noch zu lesen.

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Inhaltsangabe: Zoots Erbe von Linda Jensen

Im siebten Band der The Tribe-Reihe Zoots Erbe von Linda Jensen wurden die Technos besiegt und aus der Stadt vertrieben. Ram wurde von einem mysteriösen Typen auf einer Müllkippe gefunden und gesund gepflegt. Slade weiß allerdings nicht, wen er da vor sich hat. Jack ist außerhalb der Stadt unterwegs und hat ein blondes Mädchen aufgelesen, das Gel heißt und sich nur für ihr Äußeres interessiert. Die beiden versuchen sich durchzuschlagen, aber das ist nicht ganz so einfach, weil Jack in Gel keine gute Helferin gefunden hat. Die beiden werden von Lex aufgelesen, der immer wieder in der Umgebung nach Tai San, seiner Frau, sucht. Lex verrät natürlich nicht, nach wem er sucht, aber die, die ihn kennen, können es sich denken. Siva, Lex‘ neue Freundin, ahnt auch, dass er nach seine Frau sucht und noch immer etwas für sie empfindet. Sie wird immer eifersüchtiger und die beiden streiten sich immer öfter. Immer wieder geht sie zu ihrer Schwester Java ins Gefängnis um sich mit dieser auszusprechen. Java hatte den Technos geholfen und war in viele Dinge eingeweiht, sie bereut wenige Dinge aus ihrem Verhalten, weshalb sie in eine Zelle gesperrt wurde. Mega, ein hochrangiger Techno, übernimmt die Technos und versucht offen in der Stadt für Ordnung zu sorgen, denn nicht nur gibt es überall Kinder, die nach dem Spiel Paradise süchtig sind, sondern auch der Strom wurde abgeschaltet und kann erst einmal nicht wieder eingeschaltet werden, außerdem wird Zoot immer wieder in der Stadt gesehen. Amber findet unterdessen heraus, dass Bray getötet wurde. Sie weiß nicht, wie sie damit umgehen soll, schließlich hat sie doch ein Kind mit ihm. Trudy trauert zwar auch um Bray, der ihr Schwager war, aber sie weiß, dass das Leben weitergehen muss. Ebony sieht immer wieder Zoot, auch wenn andere ihn nicht sehen. Sie verhält sich immer seltsamer und scheint verrückt zu werden. Jay, ihr Freund, weiß nicht was mit ihr los ist und wie er mit ihr umgehen soll, denn sie verhält sich auch zunehmend eifersüchtig ihm und Amber gegenüber, die sich einfach nur gut verstehen. Amber vertraut ihm, Ebonys Halluzinationen an, doch diese ist nicht dankbar dafür, sondern erst einmal eifersüchtig als er die beiden miteinander sprechen sieht und außerdem sauer auf Trudy und Amber, dass sie Jay von Zoot erzählt haben. Letztendlich löst sich Ebony von den Mall Rats und tut sich mit ihren Schwestern zusammen. Ebony will Zoot heiraten, sodass sie die Macht in der Stadt zurückerhält, denn Zoot wird immer noch wie ein Gott verehrt. Allerdings wird sie nur von Java benutzt, die ihr nachts immer wieder einen Paradise-Helm aufsetzt, sodass sie von Zoot träumen und sich in seiner Welt bewegen kann. Immer wieder gibt es Hologramme und ein Doppelgänger tritt auf, sodass auch andere Kinder in der Stadt ihn sehen können. Ellie kommt zurück in die Mall, hat aber ihr Gedächtnis verloren. Sie merkt aber schnell, dass zwischen ihr und Jack etwas war uns so entwickelt sich dort langsam etwas Neues. Salene wurde von zwei ehemaligen, flüchtigen Technos gefangen genommen und sie sollte gegen Ram eingetauscht werden, allerdings konnte sie sich befreien. Als May mit den beiden Technos ein Geschäft machen will, dass sie Salene umbringen, sodass sie Pride, Salene Geliebten, für sich hat, ertappt sie ausgerechnet dieser dabei. Er stirbt im Kampf mit den beiden. Salene kehrt unterdessen zurück in die Mall und freut sich auf ihren Freund, welcher allerdings niemals zurückkehrt. Als May ihr von dem Tod Prides erzählt, ist Salene außer sich und fragt, ob er noch etwas gesagt hat, May verschweigt ihr, dass er sie gebeten hat, ihr, Salene, zu sagen, dass er sie liebt. Slade hat inzwischen herausgefunden wer der Junge ist, den er beherbergt und versucht mit ihm zu verhandeln. Lex findet Ram und meint, dass Tai San nicht weit sein kann, doch bevor er etwas herausfinden kann, wird er ausgeschaltet. Mega verfolgt mit den drei Schwestern, Java, Siva und Ebony seine eigenen Pläne, obwohl Siva und Ebony nicht ganz eingeweiht sind in das, was in der Stadt und mit Zoot vor sich geht, doch Ebony ahnt langsam etwas und stellt ihrer Schwester eine Falle.

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Rezension: Zoots Erbe von Linda Jensen

Die Geschichte beginnt ziemlich unvermittelt und es werden kaum die Umstände, die die Protagonisten dorthin getrieben haben, wo sie sind, geklärt. Dass Lex beispielsweise nach Tai San sucht, dass Slade Ram gefunden hat, dass Jack Gel mit sich rumschleppt, aber auch, dass Amber Bray sucht und die Beziehung zwischen Ebony und Zoot, dies alles bleibt ziemlich oberflächlich erklärt, weil entweder die Autorin davon ausgeht, dass die Leser der Reihe die anderen Bände auch schon gelesen haben, sodass diese Umstände nicht geklärt werden müssen oder es führt dazu, dass es gerade umgekehrt ist. Man liest die Bände nicht, selbst wenn es einen interessiert, wenn man nicht die anderen Bände schon gelesen hat. Auch das gesamte Figurengeflecht wird absolut oberflächlich behandelt. Das Innenleben der Figuren spielt nur dann eine Rolle, wenn es wirklich von erheblicher Relevanz für eine Handlung ist. Teilweise, ich kenne die vierte beziehungsweise fünfte Staffel von The Tribe nicht, sodass es selbst mir schwerfiel die ganzen Verbindungen im Handlungsablauf zu verstehen und nachzuvollziehen, werden ganze Handlungen nur sehr episodenhaft erzählt. Zwischenteile fehlen entweder vollkommen oder werden nur sehr gerafft wiedergegeben. Für einen echten The-Tribe-Fan, der alle Staffeln in- und auswendig kennt, vermutlich sehr schade und es scheint ja auch so zu sein, dass nur diese Fans die Bücher wirklich kaufen und verstehen können. Dieses Verhalten der Autorin oder der Herausgeber finde ich sehr paradox, denn so eignet sich das Buch nur um noch einmal nachzuvollziehen, wenn man die Staffeln vor Jahren mal gesehen hat und sich die Handlungsstränge wieder grob ins Gedächtnis zu rufen und zu hoffen, dass die Lücken sich durch die Erinnerungshilfen selbst füllen. Auch das offene Ende führt dazu, dass man diesen siebten Band Zoots Erbe von Linda Jensen nicht aus der Reihe ausgliedern kann, sodass es sinnvoll scheint alle Bände direkt hintereinander weg zu lesen, damit man die Verknüpfungen immer kriegt. Der Schnitt am Ende des Buches scheint mir nämlich eher von der Seitenzahl begrenzt als vom Sinn der Handlung her, wobei dies natürlich ausgezeichnet dafür sorgt, dass sich ein Leser auch noch den nächsten Band zulegt, denn wie sollte er sonst erfahren wie die Geschichte weiter- bzw. – im Übergang zwischen dem siebten und dem achten Band – ausgeht. Dies alles führt dazu, dass ich den siebten Band nicht weiterempfehlen möchte und es schade finde, dass diese Reihe durch solche Bücher so ausgeschlachtet wurde. Ein paar mehr, ausführlichere oder eben längere Bände hätten hier die Möglichkeit geboten die Geschichte mit mehr Details wiederzugeben und hätte obendrein mutmaßlich – mehr Bände bedeutet höhere Kosten, erst einmal für den Verlag bzw. Herausgeber aber dann auch – mehr Einnahmen bedeutet.

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Inhaltsangabe: Verloren im Paradies von Linda Jensen

Ram teilt seinen Vertrauten voller Stolz und Häme mit, dass er Ebony heiraten wird. Nicht nur Java und Siva, sondern auch Jay sind total entsetzt. Siva beschließt zu Lex zu flüchten und er weiß, dass er sie beschützen muss, zu diesem Zweck versteckt er sie, denn bei Ram kann sie sich nie wieder sehen lassen. Pride hingegen taucht vollkommen verändert an der Mall auf, Salene macht sich Sorgen und fragt ihn, was passiert ist, allerdings bekommt sie auf ihre Fragen keine Antworten. Ram plant schon das nächste: Es soll ein neues Level im Spiel geben, denn jeder Stadtbewohner soll eingescannt werden um noch realistischer spielen zu können. Ram will gegen Ved kämpfen, dieser verliert den Kampf und wird von Salene gefunden, die bei Ebony war, um mit ihr über bessere medizinische Versorgung zu verhandeln.

Ram lässt sich für das Cybernet aufgrund der Stromkosten bezahlen, was dazu führt, dass viele süchtige Spieler an die Grenzen getrieben werden. Ebony findet heraus, dass Ram sie getäuscht hat, denn sie findet heraus, dass es mithilfe von Technik möglich ist, verschiedene Bilder zu animieren und einfach übereinander zu legen, sodass die Illusion von ihrem Freund, der ihre größte Feindin küsst, von Ram erschaffen wurde um sie zu täuschen.

Ram lebt mehr und mehr in seiner eigenen virtuellen Phantasiewelt und interessiert sich immer weniger für die Kämpfe, die immer blutiger werden, auf den Straßen, da das Cybernet ja ab jetzt Geld kosten soll. Auch, dass er keine perfekte Kopie von Ebony erstellen konnte, die nachdem sie erfahren hat, dass Ram sie getäuscht hat und sich von ihm abwendet, macht ihn fertig und er dämmert immer mehr weg.

Jay und Ebony flüchten zusammen aus der Stadt, Ram schickt ihnen Hunde auf den Hals und sie finden auf ihrer Flucht den Unterschlupf der Ecos, dort wohnen Amber und Trudy jetzt. Amber und Jay verstehen sich recht gut, was Ebony nicht besonders gut findet, allerdings sprechen sich Amber und Ebony miteinander aus, Trudy kann hingegen nicht an eine Veränderung bei Ebony glauben, sodass sie Amber vor ihr warnt. Amber will mit Jay und Ebony zurück zur Stadt, Trudy kümmert sich um Ambers Baby. Von den Mall Rats werden Jay und Amber gut, Ebony weniger gut aufgenommen. Salene und Pride streiten sich öfter, während Siva und Lex sich endlich wieder näher kommen, nachdem sie herausgefunden hat, dass er im Cyberspace Tai-San, seine Ex-Frau, gesehen hat. Ebony hat eine seltsame Begegnung als sie zurück zu Ram geht.

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Rezension: Verloren im Paradies von Linda Jensen

Mit diesem sechsten Band scheint nun die Herrschaft der Technos wieder vorbei zu sein, wobei man sich natürlich noch nicht so ganz sicher sein kann, dass das wirklich so ist, da wir noch nicht wissen wie es im siebten Band weitergeht.

Klar ist auf jeden Fall, dass auch dieser Band eine Möglichkeit gibt, Ebony und Jay besser kennen zu lernen, denn auch hier geht es wieder viel um die beiden, aber auch Ram und seine Ängste, Lex und Siva und Salene und Pride werden beleuchtet, wobei ich sagen musste, dass es mich schon störte, dass so wenige der anderen aufgetaucht sind und wenn ja, dann nur in sehr kurzen Szenen.

Zugute halten musste man dem sechsten Band der The Tribe-Reihe aber, dass er aktuelle Themen aufgeworfen hat. Es gibt wieder Strom, der für die Stadtbewohner sehr wichtig wird und als Ram ihn ihnen wegnimmt, sind alle sauer. Auch die Sucht, die manche entwickeln umso länger sie im Citynet unterwegs sind, ist sehr aktuell. Vor allem die Männer scheinen davon eher betroffen zu sein, so haben wir Pride, der sich vom fürsorglichen, naturverbundenen Mann zu einem süchtigen, bisweilen sogar aggressiven, schweigsamen Mann entwickelt. Auch Lex, der eigentlich mit Siva zusammen ist, nutzt das Citynet um in der Vergangenheit zu schwelgen indem er sich Bilder von Tai-San ansieht, aber auch die Möglichkeit zur Manipulation von Bildern wird gezeigt, sodass Ebony von Ram getäuscht wird.

Alles in allem ist mir hier wieder einmal aufgefallen wie stark gerafft alles wiedergegeben wird, was selbstverständlich ist, da die Bände ja nicht allzu lang sind und immer mehrere Folgen der Fernsehserie fassen müssen.

Man merkt, dass es sich bei den The-Tribe-Bänden nicht um literarische Meisterwerke, sondern um Kinder- und Jugendliteratur handelt, die eine Fernsehserie wiedergibt. Das heißt, dass man keine tollen Geschichten erwarten kann, die sehr tief in die Materie einsteigen, allerdings empfehle ich den Band dennoch weiter, denn man erfährt wieder einmal mehr über Ebony, Trudy, Lex, Amber, Pride, Salene und co, und da ich diese Figuren grundsätzlich mag.

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Inhaltsangabe: Die Ankunft der Technos von Linda Jensen

Amber liegt im Stroh und steht kurz davor ihr Kind zu gebären als Trudy sie findet. Trudy hilft ihr bei der Geburt und findet Brays Ring, sie macht sich schreckliche Sorgen. Amber hat ihren Sohn Bray genannt. Unabhängig von diesen Begebenheiten donnern Flugzeuge über die Stadt, die viele neue Eindringlinge bringen. Ebony und Lex haben Angst, doch sie entschließen sich in die Mall zu gehen um nach ihren Freunden zu sehen, doch die Mall ist leer. Ebony findet einen Laptop, der funktioniert und der sogar Internet hat. Sie findet die Seite von Technopower, wo sie eine Nachricht von einem anderen Mann liest, der dort einen Traum von einer gerechten, friedlichen Zukunft beschreibt. Ebony liest seine Nachricht und antwortet, daraus ergibt sich eine Brieffreundschaft, die die beiden miteinander verbindet. Java und Siva, Ebonys Schwestern, kommen mit den Technos, gegen die die Rebellen kämpfen wollen, denn sie wollen nicht zulassen, dass irgendwelche Eindringlinge einfach ihre Stadt übernehmen. Auch Ebony gehört dazu, denn sie weiß nicht, wer der geheimnisvolle Fremde ist, mit dem sie schreibt. Salene ist zurück und wirkt stärker als die Mall Rats sie kennen, Lex hingegen wurde verletzt und wird ohnmächtig zurück in die Mall getragen. Jay, einer der Technos, meldet bei seinem Anführer Ram, dass die erste Phase ihrer Machtergreifung der Stadt abgeschlossen ist, außerdem schreibt er seiner Brieffreundin wieder, über deren Nachrichten er sich immer mehr zu freuen scheint. Aber auch Ebonys Brieffreund hat seine Probleme, er ist sich nicht sicher, ob er noch für die richtige Sache arbeitet, ob sein Chef sich nicht zu sehr in einer Phantasiewelt verliert und er weiß nicht, wie er mit seinem Bruder umgehen soll, da sich dieser jeder Verantwortung entzieht und sehr leichtfertig in den Tag hinein lebt, was dessen Bruder nicht verstehen kann. Jack bekommt durch Zufall ein Gerät der Technos zugespielt, denn Ebony hatte es von Dee, jemandem aus einem anderen Stamm, bekommen. Er untersucht es und bemerkt, dass sie sehr hochwertige, fortschrittliche Technik verwenden, allerdings kommt ihm ebenfalls ein Gedanke wie die Technos angreifbar sein könnten. Jack und Ebony machen sich gleich auf den Weg, allerdings werden sie überrascht und so schafft es nur Ebony zu entkommen, was ihr Pride und Salene vorwerfen, allerdings verteidigt sich Ebony, dass sie es selbst nur knapp geschafft hatte zu entkommen. Lex versucht etwas über Ram herauszufinden, Ebony und Jay haben sich kennengelernt. Er empfindet etwas für sie, obwohl er nicht weiß, dass sie seine Brieffreundin ist, allerdings hat sich auch sein Chef, Ram, in sie verliebt. Ram ist nämlich mit Java und Siva verheiratet und so will er seine Sammlung der Schwestern vervollständigen, indem er nun auch noch Ebony heiratet. Die Mall Rats versuchen gegen das Citynet der Technos anzukommen, allerdings wissen sie noch nicht so genau wie. Das Citynet benutzen die Technos um Nachrichten zu verbreiten. Ebony wird ihres Amtes als Chefin der Stadt enthoben und ist darüber sehr sauer. Lex verliert seine Stellung als großartiger Spieler im Cybernet, sodass er Ram nicht mehr nützlich ist. Doch am Ende entscheidet sich Ebony doch dazu, Ram zu heiraten, denn er hat sie mit einem gefälschten Video überlistet.

The Tribe

Rezension: Die Ankunft der Technos von Linda Jensen

Ich muss sagen, dass es mir ziemlich gut gefallen hat, dass man endlich mal einen Einblick in Ebony erhalten hat, denn durch ihre Internetbrieffreundschaft offenbart sie ihrem Gesprächspartner ihr Innerstes, sodass der Leser auch einen Einblick in sie erhält. Diese Tatsache führte allerdings auch dazu, dass es sich sehr dolle um Ebony dreht, natürlich erfährt man auch etwas über Lex und Salene, auch Pride, Amber und Trudy kommen in diesem Band vor, allerdings nur sehr, sehr kurz und sind eher Randfiguren. Dafür gibt es natürlich jede Menge neuer Charaktere, darunter Ram, Jay, Ved, Java und Siva, die eine ziemlich große Rolle einnehmen. Neue Charaktere kennenzulernen ist natürlich spannend und hat vermutlich auch den Grund, dass die Geschichten mit den alten Gegnern so langsam ausgingen. Es ist eine einfache Erklärung, dass entweder die alten oder die neuen Gegner, einige der Stammcharaktere verschwinden lassen haben, sodass man Platz schafft für neue.

Auch die Intrigen der Schwester Java, Siva und Ebony sind interessant, denn wir kannte bisher noch Ebony und jetzt wo es mehr als eine davon gibt, wird es ziemlich brenzlig. Java intrigiert gegen Ebony, weil sie sie nicht leiden kann, gleichzeitig aber auch gegen ihre Schwester Siva, die sie mag, damit diese nicht später verletzt wird, allerdings nimmt sie dafür in Kauf, dass sie jetzt verletzt wird, denn sie ist der Meinung, dass ein Städter ihrer Schwester nicht gut tut und die Affäre, die Siva mit Lex hat, könnte auffliegen, was auch negative Konsequenzen für Java haben könnte.

Die Extras, die in den Bänden verarbeitet sind, geben dem Leser oftmals das Gefühl, hautnah dabei zu sein, gleichzeitig werden in diesem Band neuere Techniken eingebunden, sodass es sowohl Internet, außerdem Chaträume oder moderne Kommunikationsmittel gibt, allerdings wirkt es so, als ob dieser Roman schon recht alt ist, Kunststück, ist er doch aus dem Jahr 2003, wo diese Techniken gerade erst aufkamen.

Alles in allem fand ich den fünften Band von The Tribe Die Ankunft der Technos von Linda Jensen nicht schlecht, auch wenn mir meine alten, bekannten Charaktere gefehlt haben, sodass ich ihn dennoch weiterempfehle, allerdings unter Vorbehalt.

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Inhaltsangabe: Der Weg in die Freiheit von Linda Jensen

KC wird zum Orakel des Guardian und nutzt das für seine Zwecke aus, denn er versucht so an Süßigkeiten zu kommen. Tai-San wird zur Seelsorgerin des Guardian und wird immer häufiger zu ihm gerufen, denn sie soll ihm zuhören. Er vertraut nur noch ihr, und sie versteht das, denn sie hält ihn für sehr einsam, allerdings liebt sie ihren Mann Lex und der Guardian will, dass sich Tai-San ihm mehr öffnet. Sie soll die neue Verehrte Mutter werden, was Luke mit Misstrauen aufnimmt. Auch Tai-San ist getroffen als sie von den Plänen des Guardian erfährt. Luke, die linke Hand des Guardian, ist getroffen als er erfährt, dass Ellie nur mit ihm geflirtet hat um sich Vorteile für die Mall Rats zu erschleichen, denn er ahnt nicht, dass sie wirklich Gefühle für ihn hat. Nachdem sie sich geküsst haben, haben sowohl Luke als auch Ellie ein schlechtes Gewissen, denn aus ihnen kann niemals ein Paar werden, obwohl sie Gefühle für einander haben. Der Guardian will zu Ehren der neuen Verehrten Mutter, Tai-San, ein Fest veranstalten. Die Rebellen hingegen versuchen Bewegung in die Sache zu bringen, indem sie den Menschen einmal zeigen, was die Wahrheit ist, dass nicht der Guardian der Gute ist und die Rebellen die Bösen, sondern andersherum. Tai-San soll zur verehrten Mutter gekrönt werden, dabei wird sie allerdings von Lex angeschossen. Dieser hatte isch mit einer Armbrust auf das Dach gegenüber der Festlichkeiten geschlichen um auf den Guardian zu zielen, allerdings trifft er nicht und so erschießt er seine Frau. Trudy ist inzwischen bei den Rebellen und bekommt von diesen ein ganz besonderes Geschenk. Pride und May haben es geschafft Brady aus der Mall zu entführen, dort sollte sie eigentlich von Salene versorgt werden, allerdings wurde diese von Tai-San so lange abgelenkt, damit die anderen die Möglichkeit hatten das Kind der Verehrten Mutter zu entführen. Salene ist am Boden zerstört, Lex erfährt dadurch allerdings, dass er seine Frau gar nicht erschossen, sondern nur verwundet hat. Amber hingegen ist schwanger und weiß nicht, ob sie es schafft sich um das Kind zu kümmern, denn in einer Welt in der sich die Menschen betrügen, belügen und miteinander kämpfen, will sie eigentlich kein Kind bekommen. Bray weiß allerdings nichts davon, dass er Vater wird und so schreibt sie ihm einen Brief, den sie wie viele andere Briefe, die sie ihm geschrieben hat, einfach versteckt und ihm nicht zukommen lässt. Die Mall Rats wollen wieder Geld einführen, was aber auf geteilte Meinungen stößt denn noch ist viel unklar. Wie soll das Geld verteilt werden? Welchen Wert hat es? Amber und Trudy wurden entführt, Ebony weiß von wem und als Ned, der Entführer tot ist, geht sie hin um die beiden zu befreien, doch das macht Bray stutzig. Wieso wusste sie wo Trudy und Amber versteckt waren? Aber Amber und ihrem Baby geht es gut.

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Rezension: Der Weg in die Freiheit von Linda Jensen

Ich finde es toll, dass Amber schwanger ist, aber gleichzeitig kann ich ihre Verunsicherung sehr gut verstehen, denn nicht nur sind die hygienischen Zustände schwierig, außerdem sind auch die gesellschaftlichen Zustände nicht wirklich das, was man sich für seine Kinder wünscht. Dass Bray und Amber wieder zueinander gefunden zu haben scheinen, finde ich sehr interessant und dass Ebony wieder einmal in ihre alte Rolle der Schurkin verfällt, finde ich erwähnenswert, denn sie hatte sich ja vorher eigentlich zum Besseren verändert.

Dass der Guardian immer verrückter wird und sich seine Anhänger von ihm abwenden, finde ich interessant, allerdings verstehe ich Tai-San auch nicht wirklich. Natürlich sie versucht den Guardian als Menschen zu sehen, aber dass sie sich um sich mit ihm gut zu stellen gegen ihre Freunde stellt und sich ihnen nicht einmal erklärt, fand ich doch sehr grenzwertig, auch dass sie Lex versucht von ihrem Plan zu überzeugen, fand ich schwierig.

Die Mall Rats wollen wieder Geld einführen, was mal wieder auf die frühere Welt verweist und natürlich auch zeigt wie zwiegespalten nicht nur die Mall Rats, sondern auch heutige Menschen dem Geld gegenüber stehen, denn es hat auf der einen Seite den Vorteil, dass es recht stabil ist, allerdings ist es auch wieder schwierig, da es die Menschen gierig macht. Niemand versucht raffgierig so viele Lebensmittel wie möglich zu sammeln, sondern eben nur so viel wie man eben essen kann in den nächsten paar Tagen, Wochen oder Monaten je nach Haltbarkeit. Auf der anderen Seite folgen auch solche Fragen wie: Wie geht man mit dem Geld um? Wer kriegt wie viel davon am Anfang? Wie wird es verteilt? Wenn es in einem Safe gelagert wird, damit es getauscht oder gegen Arbeit getauscht werden kann. Wer kriegt dann den Code für den Safe? Diese Sachen machen eine Einführung von Geld schwierig. Es wäre auch wichtig einmal zu klären welchen Zweck das Geld erfüllen soll, den Lebensmittel und andere Tauschwaren nicht erfüllen können.

Alles in allem finden wir im vierten Band von The Tribe Der Weg in die Freiheit von Linda Jensen wieder ein bisschen mehr Gehalt, allerdings kommt er, meiner Ansicht nach, nicht an die ersten beiden Bände an, wenngleich er dennoch besser ist als der dritte Band. Deshalb und weil er eben in eine Reihe gehört, bei der man nicht einfach einen Band auslassen kann, empfehle ich ihn weiter.