Detektiv Conan Band 1 von G. Aoyama ·Detektiv Conan Re-Read

Rezension: Detektiv Conan Band 1 von Gosho Aoyama

Der erste Band ist zwar noch etwas anderes strukturiert als die späteren Bände, auch die Zeichnungen haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Dennoch oder gerade deswegen ist der erste Band besonders lesenswert. Einige der wichtigsten Charaktere werden vorgestellt, wie Shinichi Kudo alias Conan Edogawa, Ran Mori, Kogoro Mori, Hiroshi Agasa und Kommissar Megure.

Der erste Fall von Shinichi (eigentlich der zweite, weil der erste Band mit der Lösung eines Falles beginnt) gehört zu den wichtigsten, weil man hier erfährt wie Shinichi geschrumpft wurde, außerdem wird Ran gut vorgestellt, da man ihre Karatefähigkeiten kennenlernt. Auch die Beziehungen der beiden zueinander wird beleuchtet, da man im ersten Band immer wieder merkt wie sehr Ran ihren Freund doch vermisst. Gleichzeitig wird auch die Beziehung zwischen Ran und ihrem Vater angedeutet, wobei lange verborgen bleibt, warum ihre Mutter, Eri Kisaki, nicht mehr bei ihnen wohnt. Sie wird am Anfang nicht einmal erwähnt.

Der Fall um das kleine Mädchen zeigt wie die Beziehung zwischen Conan und Kogoro in den nächsten Bänden sein wird: Conan fallen Sachen auf, er deutet sie an und kriegt von Kogoro dafür eine Kopfnuss. Nur Ran fällt – auch in den zukünftigen Bänden – immer wieder auf, wie wichtig die Hinweise von Conan doch sind. Conan wird in diesem ersten Fall, den er als Grundschüler löst, klar, dass es so nicht weitergehen kann. Er merkt, dass er keine körperliche Stärke und Ausdauer mehr hat, mit der er den Bösewichten nachjagen oder diese überwältigen kann. Also bittet er den Professor, sich um dieses Problem zu kümmern, denn schließlich weiß er, dass er bei dem Fall Glück hatte, dass Ran so schnell aufgetaucht ist, und den Entführer mit ihrem Karate fertig gemacht hat. Daraufhin erfindet der Professor immer wieder neue Sachen, die Conan für die Aufklärung seiner Fälle benutzen kann. Obwohl ich darauf auch später noch einmal eingehen werde, kommen zu den Trittkraftverstärker-Schuhen auch zeitnah noch die Fliege, die Narkosepistole in seiner Uhr, elastische Hosenträger und die Abzeichen der Detective Boys, die wir erst in einigen Bänden kennenlernen und auch erst dann gegründet werden, hinzu.

Um den weiteren Verlauf der Geschichte verstehen zu können ist der erste Band wichtig, denn obwohl die Fälle alle nichts direkt mit der Hintergrundgeschichte zu tun haben, ist dieser Band dennoch notwendig, um die Hintergrundgeschichte besser verstehen zu können. Deshalb empfehle ich ihn auf jeden Fall weiter. Und als Tipp: Wenn man in die Detektiv Conan-Geschichte mal reinlesen möchte: Der Band endet mit dem Fall und so ist dieser erste Band in sich abgeschlossen.

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Erster Post Detektiv Conan-Re-Read

Hallo ihr Lieben,

seit Monaten, eigentlich sogar seit Jahren, überlege ich, ob ich nicht alle Detektiv Conan-Bände noch einmal lesen sollte. Ich bin schon Conan-Fan seit…naja sagen wir mal ein paar Jahren und jetzt geht die Reihe doch tatsächlich langsam aber sicher ihrem Ende entgegen. Schon seit ein paar Jahren zeichnet es sich ab, dass die Reihe ja nicht ewig weitergehen kann und Gosho wird ja auch nicht mehr jünger.

Der erste Detektiv-Conan-Band hat immerhin bereits 1994 das Licht der Welt erblickt. Die Übersetzung aus dem Japanischen hat dann doch einige Jahre auf sich warten lassen: 2001 erschien der erste Band in Deutschland. Und inzwischen gibt es natürlich nicht nur die weit über 90 Mange-Bände, sondern auch die Short-Storie- und die Sonderausgaben-Bände. Außerdem gibt es eine Animeserie mit weit über 950 Episoden (im Japanischen, aber in Deutschland gibt es auch schon weit über 400 Folgen, wobei sie derzeit noch an der Übersetzung sind; wer weiß also was da noch alles kommt). Hinzu kommen einige Realverfilmungen, Videospiele und über 20 Anime-Kinofilme. Das Conan-Universum ist riesig (man darf ja auch Kaito Kid nicht vergessen, in dessen Universum Conan ja erfunden wurde) und wird immer noch größer.

Doch es scheint so langsam aber sicher wirklich auf ein Ende zuzusteuern, sodass ich mir schon seit ein paar Jahren überlege, endlich nochmal alle Bände zu lesen. Aber ihr wisst ja bestimmt wie das ist: Man sieht, dass da über 90 Bände auf einen warten und hat dann plötzlich keine allzu große Lust mehr. Ich meine wie lange soll dieser Re-Read denn dauern? Und ausschließlich Conan lesen; darauf habe ich nun auch keine Lust. Aber eigentlich wollte ich den Re-Read fertig haben bevor die Reihe beendet wird. Wenn ich damit also nicht langsam anfange, kann es gar nichts mehr werden. Auch wenn ich natürlich nicht weiß, wann Gosho Aoyama fertig wird, denn die Bände erscheinen relativ unregelmäßig und ich weiß ja auch nicht genau welcher Band der letzte sein wird.

Ich habe also vor ein paar Tagen beschlossen, meinen Re-Read wirklich durchzuziehen. Und wie sich das für einen guten Re-Read gehört, werde ich auch meine bereits hochgeladenen Beiträge noch einmal überarbeiten und noch einmal erneut hochladen. Es werden einige Ergänzungen hinzukommen und auch die Bände nach Band sieben werden dann natürlich rezensiert. Ich habe mir überlegt, dass es ganz nett wäre, mit einer geballten Ladung zu beginnen, damit ich auch gut reinkomme in das Projekt. Deshalb werde ich versuchen im Juli, August und September möglichst einen Band pro Woche zu bringen, sodass dann möglichst jeden Tag etwas auf meinem Blog kommt (verzeiht, wenn es mal nicht klappen sollte). Wie der Rhythmus danach weitergeht und ob ich mir vielleicht einen Conan-Adventskalender ausdenke, weiß ich noch nicht, aber da könnt ihr euch ja überraschen lassen.

Ich hoffe nun, dass ihr mit dem Conan Re-Read genauso viel Freude habt wie ich ihn (hoffentlich!) beim Lesen haben werde.

Liebe Grüße und bleibt gesund

Vanessa