Der falsche Vogel von C. L. Miller ·Hörbücher

Inhaltsangabe: Der falsche Vogel von C. L. Miller

Freya Lockwood, in ihren 40ern, und geschieden, kämpft mit ihrem reichen, schnöseligen Ex-Mann um ihr Haus, das sie verliert, nachdem ihre gemeinsame Tochter Jade nun in den USA studiert. Nachdem Freya einen Anruf ihrer Tante, die sie nach dem Tod ihrer Eltern groß gezogen hat, erhält, dass ihre bester Freund Arthur Crockleford gestorben ist, kommt Freya um ihrer Tante beizustehen, obwohl sie selbst eine Vergangenheit mit Arthur hat.

Vor etwa 20 Jahren hat sie für ihn und mit ihm als Antiquitätenfahnderin gearbeitet. Ihre Aufgabe war es, gestohlene, vermisste Antiquitäten aufzuspüren und zurückzuholen. Häufig waren Versicherungen, Regierungen, Museen ihre Auftraggeber, aber manchmal auch Privatpersonen wie bei ihrem letzten gemeinsamen Auftrag: für einen „Adeligen“ (der sich seinen Titel erkauft hat) sollten sie einen antiken Vogel in Ägypten finden und zurück nach England bringen. Freyas damaliger Freund Asim hatte den Vogel in der Fälscherwerkstatt seiner Familie gefunden und sie waren mit ihm verabredet. Doch im Restaurant finden sie nur Asims Leiche und Freyas Welt stürzt zusammen. Sie zieht sich aus dem Geschäft zurück, heiratet unglaublich schnell James und gründet mit ihm eine Familie.

20 Jahre später stürzt Arthur nachts die Treppe in seinem Laden herunter und schnell ist Freya und Carole klar, dass beide Todesfälle zusammenhängen. Glücklicherweise ahnte Arthur, dass ihm etwas zustoßen könnte und hinterlässt einige Brotkrumen, die die beiden Frauen zu einem Nachlasstreffen eines Adeligen führen und dort findet Freya endlich ein paar wichtige Hinweise…

Der falsche Vogel von C. L. Miller ·Hörbücher

Rezension: Der falsche Vogel von C. L. Miller

Der falsche Vogel von C. L. Miller ist der erste Band der The Antique Hunter’s Guide to Murder-Reihe und ich habe den Krimi als Hörbuch gehört und werde deshalb sowohl auf das Medium als auch auf den Inhalt eingehen.

Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil ich englische Krimis mag und ich die Relic Hunter-Serie total mochte. Relic Hunter war eine amerikanische Serie mit Sydney Fox als Hauptfigur. Sie ist Professorin für Geschichte an einem amerikanischen College und gemeinsam mit ihrem Assistenten Nigel wird sie immer wieder beauftragt Antiquitäten und Artefakte zu suchen und so anderen „Schatzjägern“ zuvor zu kommen. In der Regel sind ihre Auftraggeber Museen oder Forschungsinstitute. Sidney muss sich immer wieder gegen andere Schatzjäger durchsetzen, die die Artefakte für viel Geld verkaufen wollen und so ist sie eine tolle Kämpferin und Überlebenskünstlerin. Mit so einer Figur hatte ich deshalb auch in diesem Buch gerechnet, aber Freya ist so ziemlich das Gegenteil.

Freya hat vor vielen Jahren ihren Freund verloren, aber statt, dass sie versucht den Mörder zu finden, versteckt sie sich lieber und heiratet sehr schnell danach James, einen Mann, der sie sehr schlecht behandelt (auch heute noch, nachdem sie seit Jahren geschieden sind). Sie ist grau und ein Mauerblümchen, scheint den Biss, den man braucht um als Antiquitätenjägerin zu arbeiten, verloren zu haben und wird insgesamt nicht als besonders mutig oder stark dargestellt. Sie hat zwar ein breites Fachwissen, kennt sich aber mit Mordermittlungen eigentlich nicht aus, scheint auch wenig Ahnung von der Theorie zu haben und ihre Ermittlungsarbeiten wirken so äußerst stümperhaft. Und damit habe ich einige der wichtigsten Punkte für mich zusammen: ich mag starke und mutige Detektivinnen, womit ich in dieser Art von Roman gerechnet hatte, was ich aber nicht bekommen habe. Außerdem mag ich Detektivinnen, die ihre Ermittlungen klug und gewissenhaft vorantreiben, wovon man hier auch wenig gespürt hat. Es geht zwar sehr viel um die Ermittlungen, aber die Hinweise finden Freya und Carole eher zufällig. Und besonders ärgern mich dann so kleine Dummheiten von ihnen: Freya sieht am Abend Licht in ihrem Cottage, obwohl dort eigentlich niemand sein dürfte und sie kommt nicht einmal auf den Gedanken nachzusehen wer sich dort rumtreibt. Stattdessen gerät sie hinterher in Panik, weil komischerweise jemand in ihrer Abwesenheit im Cottage war und sie dort doch wichtige Unterlagen versteckt hatte…

Außerdem wiederholt sie immer wieder, dass mit diesem Schritt ihre Anitquitätenjägerinneninstinkte und -fähigkeiten plötzlich zurückgekehrt sind. Natürlich ist so eine Verwandlung nicht von jetzt auf gleich abgeschlossen, aber so wie das immer wieder wiederholt wurde, wirkte sie jedes Mal überrascht und als ob es das erste Mal wäre, dass sie jetzt endlich die „frühere“ Freya wieder in sich spürt. Irgendwann hat mich das sehr gestört, weil man die Entwicklung nicht richtig nachvollziehen kann.

Caroles Verhalten fand ich am Anfang noch recht sympathisch, aber sie wurde mir im Laufe des Krimis immer unsympathischer. Zum einen, weil sie Arthur beigestanden hat, obwohl dieser den Tod von Freyas Freund mitverursacht hat und Carole scheinbar nicht nachvollziehen kann, weshalb Freya deshalb immer noch traurig ist und zum anderen hält sie Freya immer wieder auf. Beispielsweise als am letzten Morgen der große Showdown beginnt und sie sich erst keinen Wecker gestellt hat und dann auch noch erst ins Bad muss um Lippenstift aufzulegen. Da konnte ich sie und ihr Verhalten wirklich nicht mehr verstehen.

Die Idee hinter dem Krimi finde ich, wie aus meinem ersten Absatz der Rezension deutlich wird, ziemlich toll: eine Frau ermittelt um den Tod eines ehemaligen Freundes aufzuklären und ist gleichzeitig Antiquitätenjägerin, die sich mit Ermittlungsarbeit, Geschichte und wertvollen Objekten auskennt. Ich mag diese Kombination und finde sie immer noch äußerst vielversprechend. Leider war ich dann während des Hörens recht schnell genervt und war immer wieder hin- und hergerissen zwischen „eigentlich ist es doch ziemlich gut“ und „boah die Ermittlungsarbeit (oder Freya und Carole) gehen mir doch zu sehr auf die Nerven und ich würde die Reihe nicht weiterlesen/-hören, wenn es noch mehr Bände gäbe“.

Das Hörbuch wurde von Sandrine Mittelstädt und Matthias Lühn eingesprochen. Die Teile von Lühn passen auf jeden Fall gut zu einem älteren Herrn wie Arthur. Jedes Kapitel beginnt nämlich mit einem „Zitat“, das sich an verschiedene Figuren richtet. Woher diese Zitate stammen, wurde mir nicht so ganz klar. Sandrine hat ihre Arbeit aber wirklich toll gemacht. Man hat direkt ein Bild von Freya bekommen, ihre Stimme und ihre Intonation haben toll zur Figur gepasst und deren Charakter definitiv um einen Aspekt erweitert.

Alles in allem hat mir Der falsche Vogel von C. L. Miller so mittelgut gefallen. Grundsätzlich mag ich die Idee dahinter sehr und finde auch Freya in ihren besseren Momenten ganz lustig, leider sind die nicht allzu häufig. Ich mag die Hörbuch-Adaption sehr gerne. Leider konnte ich auch mit der zweiten Protagonistin, Carole, nicht allzu viel anfangen und fand auch die Ermittlungsarbeit der beiden teilweise stockend und es wirkte eher so als würden sie Hinweise eher durch Glück als durch wirkliches Talent finden, obwohl sie die ganze Zeit ermitteln (leider kann ich auch nicht besser erklären wieso ich diesen Eindruck hatte). Dennoch würde ich den zweiten Band wohl noch hören, wenn es ein deutsches Hörbuch dazu geben sollte, weil ich hoffe, dass sich Freya in diesem Band dann etwas mutiger und selbstbewusster zeigen würde und ihre Ermittlerinnenfähigkeiten wieder etwas ausgeprägter wären.

 

 

 

Danke an Random House Audio für das Hörbuch-Rezensionsexemplar!

Eine Lady hat die Wahl von S. Irwin ·Hörbücher

Kurz gesagt: Eine Lady hat die Wahl von Sophie Irwin

Wie den ersten Band der Lady’s Guide-Reihe habe ich auch den zweiten Band Eine Lady hat die Wahl von Sophie Irwin als Hörbuch gehört, deshalb werde ich sowohl auf den Inhalt als auch auf das Medium eingehen.

Eliza ist seit einem dreiviertel Jahr verwitwet als sie ihren Jugendschwarm und Erben ihres verstorbenen Mannes trifft: Lord Oliver Somerset. Eigentlich wollten Oliver und sie vor etwa zehn Jahren heiraten, doch auf Druck ihrer Eltern heiratete sie den deutlich älteren, wohlhabenden Titelinhaber, der nun verstorben ist. Eliza erfährt bei der Testamentseröffnung überraschend, dass sie einen größeren Teil des Erbes erhält, was die Familie des Verstorbenen nicht gut aufnimmt. Eliza wird vor die Wahl gestellt, ob sie auf dem Gelände der Familie ihres Mannes leben möchte, oder zu ihren Eltern zurückkehren will. Sie will weder das eine noch das andere und beschließt mit ihrer Cousine Margaret, die als Gesellschafterin in den letzten Monaten bei ihr lebte, zusammen nach Barth zu ziehen. Dort angekommen fängt sie an ihr Leben mehr und mehr zu genießen, ihr Vermögen für die Dinge auszugeben, die ihr wichtig sind und sie beginnt wieder zu malen. Sie lernen auch die Familie Melville (die Geschwister Caroline und Max) kennen und nach und nach freunden sie sich mit den beiden an und kriegen eine neue Welt gezeigt. Eliza wird von Melville gebeten, ihn zu malen, was sie nach einigem Zögern auch tut. Als aber herauskommt, dass Melville von der Familie ihres verstorbenen Mannes dafür bezahlt wurde, damit sie gegen die Moralklausel verstößt und Somerset sich immer mehr in ihr Leben einmischt und sich nicht um ihre Bedürfnisse kümmert, verliert sie beide Männer, die sie zu lieben glaubte…

Ich mochte den ersten Band der Regency-Liebesroman-Reihe sehr gerne und war lange am Überlegen, ob ich den zweiten Band noch hören soll, weil er aufgrund der Inhaltsangabe nicht viel mit dem ersten Band zu tun haben konnte. Und es ist leider noch extremer als ich befürchtet hatte. Ich hatte ja gedacht, dass die Figuren aus dem ersten Band zumindest am Rande erwähnt werden oder als Nebenfiguren in der Gesellschaft vorkommen, aber das stimmte leider gar nicht. Soweit ich mich erinnere kam wirklich keine einzige Figur aus dem ersten Band im zweiten vor, was ich sehr schade fand. Damit ist es für mich keine Reihe, sondern Einzelromane, denn man braucht keinerlei Wissen aus dem ersten Band um den zweiten verstehen zu können. Dann kann man es auch lassen, diese als Reihe herauszugeben.

Gerade deshalb verstehe ich auch nicht, warum beide Bücher von der gleichen Sprecherin, Tanja Fornaro, eingesprochen wurden. So klingt es am Anfang als müssten beide Romane etwas miteinander zu tun haben, was sie aber leider nicht haben. Bei zwei verschiedenen Sprecherinnen hätte die Reihenzugehörigkeit vielleicht weniger forciert gehört. Fornaro hat ihren Job als Sprecherin aber gut gemacht. Ich mag sie und sie spricht solche Liebesromane à la Jane Austen sehr gut ein. Ihre Stimme und ihre Sprechweise passen einfach wunderbar dazu.

Was mir an der Handlung so gar nicht gefallen hat, war die Dreiecksgeschichte. Ja, bei dem Titel hätte ich es mir denken können, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass es tatsächlich eine Dreiecksgeschichte ist, sondern eher, dass Eliza viele Verehrer hat, aber eben nur einen, der ihr Herz gewinnen kann (ähnlich wie im ersten Teil). Das hat mir hier leider weniger gut gefallen. Hinzu kam, dass mich am Titel gestört hat, dass Eliza nicht wirklich die Wahl hat: weil sie sich nicht verhalten, nicht tun und lassen kann, was sie möchte, denn ihr Verhalten wird immer von einem Mann bewertet, der ihr im Zweifelsfall ihr Vermögen wegnehmen kann.

Außerdem muss Eliza wirklich darum kämpfen, dass sie endlich ihr Vermögen selbst verwalten kann, aber dieser Aspekt kommt irgendwie immer nur kurz: sie muss es ihrem Vater entreißen und will sich einlesen, aber es ist so langweilig, dass danach das Thema, dass sie sich Wissen anlesen möchte, gar nicht mehr aufkommt. Gegen Ende stellt sie noch einmal klar, dass es ihr Vermögen ist und dass sie die Entscheidungsgewalt hat, aber man erfährt nie, wie es mit ihrem Vermögen dann tatsächlich weitergeht beziehungsweise, ob ihr dieses Recht zugebilligt wurde.

Die Parallelen zu Jane Austens Überredung sind ziemlich offensichtlich, wenn man den Roman kennt. Die Auffälligste ist sicherlich die Grundidee: ein Mann und eine Frau verlieben sich in einander, der Frau wird von der Verbindung abgeraten (bei Jane Austen eine Überredung, bei Irwin eher ein Verbot) und 10 Jahre später treffen sie sich wieder und haben offenbar immer noch Gefühle füreinander, die sie sich auch nur zögerlich eingestehen. Natürlich gibt es Unterschiede und gerade aus diesen entsteht bei Irwin die Spannung, denn sie geht davon aus, dass man Jane Austens Überredung kennt und dementsprechend die Parallelen in der Handlung offensichtlich sind.

Insgesamt fand ich Eine Lady hat die Wahl von Sophie Irwin recht kurzweilig, leider hat mir der Liebesroman dennoch nicht so richtig gut gefallen: ich mag Dreiecksgeschichten nicht besonders, fand es schade, dass die Figuren des ersten Bandes nicht mal erwähnt wurden und fand auch, dass Elia noch etwas stärker hätte dargestellt werden können. Fans von historischen Liebesromanen könnten hier aber auf ihre Kosten kommen.

Der Donnerstagsmordclub (3) und die verirrte Kugel von R. Osman ·Hörbücher

Kurz gesagt: Der Donnerstagsmordclub (3) und die verirrte Kugel von Richard Osman

Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel von Richard Osman ist der dritte Band der gleichnamigen Reihe. Joyce, Elizabeth, Ibrahim und Ron beschließen, sich einem alten Fall zu widmen: Bethany Waites ist vor etwa 10 Jahren verschwunden. Die Journalistin hat einen Mehrwertsteuerbetrug untersucht und verschwand mitten in ihren Ermittlungen. Ihr Auto wurde damals unterhalb einer Felskante im Meer gefunden und man vermutete, dass die junge Frau ermordet worden war und die Leiche von der starken Strömung fort gespült wurde. Nun ermittelt die rüstige Rentnertruppen und bindet auch ihre ehemaligen Kolleg:innen beim Sender mit ein. Als die ersten aktuellen Leichen auftauchen, ahnen sie, dass sie schlafende Hunde geweckt haben. Hinzu kommt aber eine Entführung: Elizabeth und ihr Mann Stephen werden von einem großen „Wikinger“, wie der Spitzname daraufhin in der Gruppe lautet, entführt und er zwingt Elizabeth einen ehemaligen Freund zu ermorden, weil er sonst Joyce und sie ermorden wird. Elizabeth stellt dem Wikinger allerdings eine Falle, die aber nicht ganz so zuverlässig zuschnappt. Leider ist ihnen nun auch noch der Wikinger auf den Fersen…

Ich habe auch den dritten Band, wie die beiden vorherigen Bände auch, als Hörbuch gehört, deshalb werde ich sowohl auf das Medium als auch auf den Inhalt eingehen.

Hierbei handelt es sich um einen typischen Donnerstagsmordclub-Band: die vier rüstigen Rentner:innen ermitteln in ihrer üblichen kompetenten, aber mit der Gefahr spielenden Weise. Natürlich müssen sie wieder nicht nur einen einzelnen Fall lösen, sondern mehrere. Zum einen gibt es da den alten Vermisstenfall um Bethany Waites, zum anderen fallen die Zeuginnen und Zeugen um wie die Fliegen und sie müssen herausfinden, wer aus dem alten Fall für die einzelnen Morde verantwortlich ist.

Hinzu kommen drei neue Figuren: Pauline, der Wikinger und Viktor. Die Beziehung zu den drei Figuren ist verschieden: Viktor ist ein Freund von Elizabeth aus Geheimdienstzeiten, der vom Wikinger getötet werden soll, der Wikinger ist ein Geldwäsche-Profi und Pauline kannte das erste Opfer und kommt im Laufe des Bandes mit Ron zusammen. Ich hoffe ja, dass alle drei Figuren uns erhalten bleiben, weil ich alle auf ihre Weise ins Herz geschlossen habe. Natürlich bin ich neugierig, ob diese in die folgenden Abenteuer des Clubs verstrickt werden.

Besonders schade fand ich es aber, dass Stephen, der an Demenz erkrankt ist, weiter abbaut. Gerade diese Situationen fand ich besonders emotional. Zwischen Donna, der Polizistin, und Bogdan entwickelt sich eine Liebesbeziehung, von der die meisten aus der Gruppe erst nach und nach erfahren. Ich mag es ja auch, wenn sich zwischen den Figuren eine Liebe entwickelt und Kriminalromane auch einen romantischen Anteil haben.

Eingesprochen wurde das Hörbuch von Johannes Steck und Beate Himmelstoß, wie die beiden vorherigen Bände auch schon. Ich mag die beiden Sprechenden sehr gerne: Beate Himmelstoß spricht die Teile mit Joyce ein und Johannes Steck den kompletten Rest und ich finde, er macht das als Sprecher von allen Figuren, die er mit der Stimme variiert, sehr gut. Für mich gehören die beiden inzwischen einfach zur Reihe und ich kann mir die Bände ohne sie nicht vorstellen.

Alles in allem gefällt mir auch der dritte Teil der Reihe Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel von Richard Osman sehr gut. Ich mag die Figuren, den Sprecher und die Sprecherin und die Handlung total gerne.

Du sollst nicht begehren von M. Bergmann ·Hörbücher

Inhaltsangabe: Der Rabbi und der Kommissar 2 – Du sollst nicht begehren von Michel Bergmann

Im zweiten Band der Der Rabbi und der Kommissar-Reihe Du sollst nicht begehren von Michel Bergmann ermittelt Rabbi Henry Silberbaum in einem neuen Fall: eine junge Frau aus seiner Gemeinde ist seit Wochen verschwunden, doch Sorgen scheint sich ihre Familie nicht wirklich zu machen. Ihr Ehemann verbietet dem Rabbi zu ermitteln und meint, dass er die Sache selbst in den Griff bekommen wird und später meint er, dass er die Entführer schon kenne und selbst mit der Situation fertig wird. Galinas Mutter macht sich zwar Sorgen, kriegt von ihrem Schwiegersohn aber verboten, eine Vermisstenanzeige aufzugeben und so bittet sie den Rabbi erst um seine Hilfe um dann doch wieder einen Rückzieher zu machen. Für Henry stellen sich mehrere Fragen: ist die junge Frau vor ihrem brutalen, deutlich älteren Ehemann geflohen, ist sie einfach in den Urlaub gefahren oder wurde sie entführt?

Neben ihrem dubiosen Ehemann, hätte auch dessen Ex-Frau und seine beiden jugendlichen bzw. gerade erwachsen gewordenen Söhne ein Motiv die Frau verschwinden zu lassen. Henry deckt auf, dass Galina mit dem älteren Sohn, der eher in ihrem Alter war als ihr Ehemann, befreundet war, aber waren die beiden vielleicht auch ein Liebespaar? Oder ist Galina mit einem anderen Mann durchgebrannt? Möglicherweise steckt auch ihre Schwimmkarriere dahinter und sie möchte nochmal an den olympischen Spielen teilnehmen und hat sich deshalb zurückgezogen?

Henry deckt bei seinen Ermittlungen jede Menge Verstrickungen auf und stößt auf ein altes Geheimnis, das mit der russischen Botschaft zu tun zu haben scheint…

Du sollst nicht begehren von M. Bergmann ·Hörbücher

Rezension: Der Rabbi und der Kommissar 2 – Du sollst nicht begehren von Michel Bergmann

Ich habe den zweiten Band der Reihe wie auch den ersten schon als Hörbuch gehört und werde deshalb sowohl auf das Medium als auch auf den Inhalt eingehen.

Zuerst einmal zum Inhalt: klar ist es schwierig für einen inoffiziellen Detektiv einen Fall zu lösen, denn man muss als Autor:in ja plausibel machen wie der/die Detektiv:in an den Fall gekommen ist. Hier ist es ja nachvollziehbar: zu Anfang möchte die Mutter der Vermissten, dass der Rabbi ermittelt. Gerade deshalb finde ich es ja so schade, dass dieser Fall so lange in der Schwebe ist: gibt es überhaupt einen Fall? Wenn ja, worin genau besteht dieser? Mord? Entführung? Dadurch, dass nicht einmal klar ist, um was für eine Art von Fall es sich hier handelt, dümpeln die Ermittlungen auch nur so vor sich hin, was ich überhaupt nicht mag.

Was mir hingegen gut gefällt, ist, dass man hier immer wieder etwas über den jüdischen Glauben lernen kann und das hat mir wirklich gut gefallen. Hier geht es beispielsweise darum wie jüdische Hochzeiten ablaufen und was Antisemitismus ist. Vor allem beim letzten Thema handelt es sich ja um ein sehr wichtiges Thema, das in solch einem Krimi natürlich gut erwähnt werden kann. Ich finde es auch gut, dass es in den Fällen bisher nicht darum ging, dass Antisemitismus das Motiv für den Mord war. Das hätte ich etwas platt gefunden.

Dietmar Bär spricht auch diesen Band, wie den vorherigen ein, was mir gut gefällt. Ich mag ihn als Sprecher und ich finde er passt wunderbar zu der Reihe und zu Henry Silberbaum. Alleine deshalb lohnt sich das Hörbuch, meiner Ansicht nach, schon.

Leider bin ich mit Henry an der ein oder anderen Stelle dieses Mal nicht so richtig warm geworden. Irgendwie fand ich es schwierig, einen Zugang zu ihm zu finden und ich bin auch nicht sicher wie er sich seine Beziehung zu seiner New Yorker Freundin vorstellt. Kommissar Berking kommt zwar immer wieder vor und ist inzwischen auch ein guter Freund des Rabbis, aber irgendwie erfährt man über ihn sehr wenig in diesem Band und so bleibt er leider recht farblos.

Insgesamt hat mir Der Rabbi und der Kommissar 2 – Du sollst nicht begehren von Michel Bergmann nicht mehr so gut gefallen. Der dritte Band ist im Dezember rausgekommen, dazu gibt es noch keine Hörbuch-Ankündigung (wobei man sagen muss, dass das Hörbuch für den zweiten Band das erste Mal für Ende 2022 angekündigt war und dann immer wieder verschoben wurde bis es im Dezember 2023 dann erschienen ist) und ich weiß nicht, ob ich das normale Buch lesen würde, weil ich die Reihe mit den Hörbüchern angefangen habe. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich die Reihe noch weiter verfolgen werde, wenn es kein Hörbuch geben wird. Dennoch handelt es sich hier um einen soliden Cosy Crime, der in Frankfurt am Main spielt und einen jüdischen Ermittler hat. Die Kombi scheint mir relativ einzigartig zu sein.

 

 

 

Danke an Schall & Wahn bzw. Random House Audio für das Rezensionsexemplar!

Hörbücher ·Stolz und Vorurteil von J. Austen

Kurz gesagt: Stolz und Vorurteil von Jane Austen

Im Roman Stolz und Vorurteil von Jane Austen geht es um die fünf Bennet-Schwestern Jane, Elizabeth, Mary, Kitty und Lydia. Als in ihre Nachbarschaft Mr. Bingley zieht, trifft Jane das erste Mal auf den jungen Mann und beide scheinen sich ineinander zu verlieben. Mit ihm kommen auch Mr. Darcy und Mr. Bingleys Schwestern (und sein Schwager) in die Nachbarschaft. Zwischen Bingley und Jane entspinnt sich eine zarte Liebe, die allerdings jäh unterbrochen wird, als die Bingleys plötzlich wegziehen. Jane ist untröstlich, kann sich aber nicht vorstellen, dass seine Schwestern gegen die Liebe integriert haben. Elizabeth ist da anderer Meinung, die ihr auch bald von Mr. Darcy bestätigt wird, weil er dachte, dass Jane Bingley nicht wirklich liebt. Elizabeth ist darüber so wütend, dass sie Darcy Liebesbekundungen (die er nicht sonderlich einfühlsam vermittelt) überhört und ihn in die Wüste schickt. Erst als er bei einem Problem mit der jüngsten Tochter Lydia, die sehr unbedacht ist, weiterhilft, lässt Elizabeth ihre zuvor bereits in der Entwicklung begriffenen Gefühle zu…

Ich habe Jane Austens Stolz und Vorurteil als Hörspiel, das in einer Kooperation von Der Hörverlag, Deutschlandfunk und hr2 Kultur, gehört, deshalb werde ich sowohl kurz auf den Inhalt als auch auf das Medium eingehen.

Ich mag Austen eigentlich ganz gerne, obwohl ihre Frauenbilder häufig ja eher kritisch und im zeitgenössischen Kontext gesehen werden müssen. Elizabeth, die Hauptfigur in Stolz und Vorurteil, ist aber ein Charakter, dem eine gute Partie nicht so wichtig ist. Sie weiß sich aber dennoch zu benehmen und wird von potentiellen Heiratskandidaten positiv wahrgenommen. Kritisch könnte man auch sehen, dass das Verhalten der Schwestern auf andere Schwestern zurückfällt und somit zeigt, wie archaisch die Zeit und wie wichtig die Außenwahrnehmung war.

Warum Stolz und Vorurteil ausgerechnet das bekannteste und beliebteste von Jane Austens Romanen ist, habe ich nicht verstanden. Es handelt sich sicherlich um einen guten Roman, der sehr komplex ist, bei dem es einigen Trubel gibt und einige interessante Figuren, aber ob er wirklich besser ist als andere Romane der Autorin, kann ich nicht sagen. Ich habe mich am Anfang sogar schwer getan, weil ich mit dem Protagonisten und der Protagonistin nicht so richtig warm wurde und sie relativ unsympathisch fand. Natürlich geht es genau darum bei diesem Roman, weil bei beiden durchaus eine Entwicklung erkennbar ist. Und gerade das hat mir gut gefallen an diesem Roman.

Es handelt sich hier, wie oben erwähnt, um einen sehr komplexen Liebesroman, weil es sehr viele Figuren gibt. Alleine bei den Bennet-Schwestern gibt es fünf, die jeweils Verbindungen eingehen und auch die Streitereien zwischen den Schwestern und ihren Verehrern sorgen für eine gewisse Komplexität. Das hat mich am Anfang, im Hörspiel, etwas verwirrt, aber nach dem zweiten Hören bin ich durch die ganzen Figuren und deren Handlungen deutlich besser durchgestiegen.

Ich mochte auch die Sprecherinnen und Sprecher eigentlich ganz gerne, wobei ich Alexander Fehrings Stimme für Darcy nicht so passend fand, seine Sprechweise hat mir aber gut gefallen. Maeve Metelka (Elizabeth) hat mir aber gut gefallen, genau wie viele der anderen Sprecher:innen. Auch die musikalische Untermalung des Hörspiels gefällt mir sehr gut.

Insgesamt hat mir Stolz und Vorurteil von Jane Austen als Hörspiel sehr gut gefallen. Ich mag die Hörspiele dieser Reihe sehr gerne und empfehle sie weiter, wenn man sich mit einer stark gekürzten Version der Jane Austen-Romane beschäftigen möchte. Ich mag die Geschichten selbst, aber auch die Aufbereitung als Hörspiel.

Adventskalender 2023 ·Daheim lauert der Tod von A. Lane ·Hörbücher

Kurz gesagt: Daheim lauert der Tod von Andrew Lane

Daheim lauert der Tod von Andrew Lane ist der achte Band der Young Sherlock Holmes-Reihe. Sherlock studiert noch in Oxford als er von seinem Bruder Mycroft erfährt, dass ihre Mutter gestorben ist. Gemeinsam kehren sie nachhause zurück, wo er seit Jahren das erste Mal seine Schwester Emma wiedertrifft. Diese wirkt immer noch geistesabwesend, ist aber inzwischen verlobt. Nachdem Sherlock Einbrecher, die in ihr Zuhause eingebrochen sind, verfolgt hat, und am nächsten Tag drei Verdächtige im Haus des Verlobten antrifft, verändert sich Mycrofts Verhalten. Er stiehlt einen Brief, den Sherlock zusammen mit Matty zurückstiehlt und gemeinsam mit Emmas Verlobten machen sie sich auf nach Ägypten um ein großes Verbrechen zu verhindern und den Bruder des Verlobten zu retten, doch dabei muss sich Sherlock gegen sein Land und seinen Bruder stellen…

Da ich diesen Band, wie die Reihenbände zuvor, als Hörbuch gehört habe, werde ich sowohl auf das Medium als auch auf den Inhalt eingehen.

Der achte und offenbar letzte Band der Young Sherlock Holmes-Reihe ist von der Struktur genauso aufgebaut wie die vorherigen Bände und wir treffen auch wieder einige alte Bekannte: Matty, Rufus Stone, Mycroft und natürlich Sherlocks Tante Anna, aber auch Emma, seine Schwester, ist dieses Mal dabei und wir lernen sie etwas näher kennen, was ich sehr mochte. Schade finde ich weiterhin, dass Virginia und ihr Vater keine Rolle mehr spielen und nur mal am Rande erwähnt werden.

Schade finde ich auch, dass die Reihe mit diesem Band endet, denn er wirkt nicht wie ein Abschlussband der Reihe. Vielleicht soll dieser Band am Ende suggerieren, dass Sherlock noch andere Abenteuer erlebt und man diese dann beispielsweise in den Bänden von Sir Arthur Conan Doyle nachlesen kann (oder dieser Band sollte nicht der letzte Band der Reihe sein). So würde das Ende zumindest Sinn ergeben.

Jona Mues spricht auch diesen Band von Young Sherlock ein und ich muss sagen, dass er für mich einfach immer noch gut zu Sherlock passt und einfach zur Reihe dazugehört. Auch dieser Band wurde in der Hörbuch-Adaption gekürzt, wobei ich sagen muss, dass ich es hier nicht so auffällig fand und nicht das Gefühl hatte, dass irgendwo viele Informationen gefehlt hätten.

Alles in allem war der letzte Band von der Struktur gut gemacht. Ich mag es, dass er in Ägypten spielt, weil ich durch Christie dieses Land typisch für englische Krimis finde und das gut gepasst hat. Außerdem mag ich, dass Sherlock hier endlich Fechten gelernt hat, alte Feinde wieder aufgetreten sind und wir uns von alten Freunden verbschieden mussten. Schade finde ich, dass Mycroft sich in diesem Band so verhält wie er es tut, aber das passt zum eigentlich Werkkanon von Conan Doyle, von daher passte auch das ganz gut. Auch Jona Mues hat seine Sache gewohnt gut gemacht und ich fand die Kürzungen bei diesem Band ziemlich passend (zumindest nicht allzu auffällig). Man sollte aber mit einem Cliffhanger am Ende der Reihe klarkommen, ansonsten handelt es sich aber um einen gelungenen Abschlussband für Young Sherlock Holmes Daheim lauert der Tod von Andrew Lane.

Adventskalender 2023 ·Hörbücher ·Neugier ist ein schneller Tod von A. Granger

Kurz gesagt: Neugier ist ein schneller Tod von Ann Granger

Bei Neugier ist ein schneller Tod von Ann Granger handelt es sich um den zweiten Band der Lizzie Martin und Benjamin Ross, den ich als Hörbuch gehört habe, sodass ich sowohl auf den Inhalt als auch auf das Medium eingehen werde.

Nach ihrem ersten Abenteuer in London, möchte Lizzie gerne weg von ihrer Tante und ist deshalb halbwegs zufrieden mit ihrem neuen Job: Sie soll die Gesellschafterin einer jungen, verheirateten Frau, in einer ländlichen Gegend werden. Da sie die junge Frau vorher nicht kennenlernen konnte und Ben sie vermissen wird, ist er von ihrem neuen Job alles andere als begeistert (was auch daran liegt, dass die junge Frau wohl gerade eine schwere Depression durchmacht). Als Lizzie in den Haushalt kommt, ist sie schockiert von der prekären Situation: die beiden Roche-Schwestern machen ihrer Nichte, der jungen Mrs. Craven, die kürzlich ihr Baby verloren hat, das Leben schwer und stigmatisieren sie als Verrückte, weil sie nicht einsehen möchte, dass ihr Baby gestorben ist. Als kurz darauf der Rattenfänger tot im Garten des Hauses gefunden wird, beginnt Lizzie wieder mit ihren Ermittlungen und lässt nach Ben schicken, der sofort nach New Forest kommt.

Ich mochte den zweiten Fall von Lizzie Martin und Ben Ross wieder sehr gerne, mir hat auch gut gefallen, dass dieser nicht direkt in London spielt, weil das direkt mal für Abwechslung sorgt. Außerdem finde ich den Fall schön komplex, obwohl es nicht allzu viele Verdächtige gab und man ja schon gehofft hat, dass manche der Figuren nicht der Mörder/die Mörderin sind. Dennoch mochte ich, das die verschiedenen seltsamen Vorkommnisse im Haus irgendwie zusammenhängen.

Lizzie mochte ich in diesem Band auch wieder sehr gerne, denn sie geht ihren eigenen Weg, auch wenn es nicht einfach ist und sie dann auch mit Ben aneinandergerät. Auch überlegt sie, ob eine Ehe für sie wirklich von Vorteil wäre, weil sie sich schon vorher versucht klar zu machen, was es bedeutet mit einem Scotland Yard Inspektor verheiratet zu sein. Dieses Verhalten fand ich sehr interessant, weil Frauen damals ja dazu erzogen wurden, eine Ehe als einzigen Lebenszweck wahrzunehmen.

Ben ist zwar etwas offener und verhält sich nicht wie ein Macho, aber er hat dennoch eine Meinung dazu, dass Lizzie, den Job annimmt, weil er sich Sorgen um sie macht und auch weil er sie vermisst, denn er weiß eigentlich, dass er sie liebt.

Katharina Thalbach spricht genauso wie den ersten Band, auch den zweiten Band der Reihe ein und ich muss sagen, dass ich sie auch in diesem Band nicht sonderlich mag. Ich finde ihre Stimme klingt einfach zu alt und rau für Lizzie und passt damit für mich weder zur Protagonistin noch zum Krimi. Vielleicht gibt es auch Hörer:innen, die das anders sehen, aber für mich passte das einfach nicht zusammen.

Alles in allem mochte ich Neugier ist ein schneller Tod von Ann Granger aber ganz gerne. Ich mag Hörbücher eigentlich, finde die Interpretation von Katharina Thalbach aber nicht so gelungen, weil sie als Sprecherin für mich nicht passt. Aber ich mag Lizzie Martin und Ben Ross als Figuren sehr gerne und mochte auch ihren zweiten Fall. Ich werde mir die nächsten Bände auf jeden Fall angucken, auch wenn es diese nicht mehr als Hörbuch gibt (was ich erst einmal schade finde, auch wenn mir die Sprecherin nicht so gut gefallen hat).

Adventskalender 2023 ·Hörbücher ·Lacroix und die stille Nacht von Montmartre von A. Lépic

Kurz gesagt: Lacroix und die stille Nacht von Montmartre von Alex Lépic

Im dritten Band der Lacroix-Reihe Lacroix und die stille Nacht vor Montmartre von Alex Lépic ermittelt Lacroix in einem fremden Bezirk. Als die Weihnachtsdeko von öffentlichen Bäumen gestohlen wird, wird Lacroix misstrauisch: Wer stiehlt denn Lichterketten? Sein Gefühl sagt ihm, dass das noch etwas folgen wird und er soll Recht behalten: ein Mann und sein Pferd werden angegriffen (der Mann wird geschlagen und das Pferd getötet) und der Weihnachtsbaum auf einem berühmten Platz wird gefällt.

Diesen Weihnachtskrimi habe ich als Hörbuch gehört, sodass ich sowohl auf den Inhalt als auch auf das Medium ergehen werde.

Lacroix erinnert an einen relativ typischen alternden Polizeikommissar, der sehr gute Ermittlungsarbeit leistet. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass ich ihn als Figur kenne, kann aber nicht sagen woher.

Interessant fand ich auch, dass in diesem Band immer wieder auf die vorherigen Bände eingegangen wurde. Es ist zwar für die Geschichte nicht unbedingt notwendig die anderen Bände zu kennen, aber es macht schon Sinn, um alles verstehen zu können (ich kenne die vorherigen Bände zwar auch nicht kann mir aber vorstellen, dass man zu einigen Figuren und deren Beziehungen zueinander aus den anderen Bänden etwas erfahren würde).

Der Fall selbst war interessant, weil alles sehr undurchsichtig bleibt für eine lange Zeit. Erst gegen Ende werden die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Vorfällen ersichtlich.

Für mich handelte es sich aber wegen des sterbenden Pferdes (das bekommt man als Leserin mit) um einen richtigen Krimi (und nicht um einen Cosy Crime).

Der Sprecher Felix von Manteuffel hat mir gut gefallen, weil er gut zu Lacroix gepasst hat. Ich konnte mir die Figur durch die Stimme noch besser vorstellen.

Insgesamt mochte ich den Weihnachtskrimi Lacroix und die alle Nacht vor Montmartre von Alex Lépic ganz gerne. Ich werde mir die Reihe definitiv genauer ansehen und vielleicht noch den ein oder anderen Band lesen (oder hören).