Adventskalender 2022 ·Die schönsten Weihnachtskrimis ·Hörbücher

Gesegnet sei dieses Haus von Christianna Brand

In der Geschichte Gesegnet sei dieses Haus von Christianna Brand geht es um eine Neuerzählung der Weihnachtsgeschichte: Zu einer älteren Dame, die einen Teil ihrer armseligen Bleibe untervermietet, kommt eine junge Familie (eine Frau, deren Mann und ihr Baby; deren Namen an Maria und Joseph erinnern), die fortan mit der Dame zusammenlebt. Nach und nach entwickelt die ältere Dame die Idee, dass es sich bei der Familie um die Heilige Familie handeln muss. Sie erzählt allen Nachbarn immer wieder davon, die irgendwann unruhig werden und der Familie raten, dass sie ausziehen sollten, denn die ältere Dame scheint verrückt geworden zu sein. Die Familie möchte aber nicht ausziehen und so spitzt sich die Situation immer weiter zu…

Ich habe diese Geschichte einmal als Hörbuch gehört und werde deshalb sowohl auf den Inhalt als auch auf das Medium eingehen.

Für mich handelt es sich bei Gesegnet sei dieses Haus nicht um einen Krimi. Ich fand die Geschichte nett, habe ihr gerne zugehört, fand aber die ganze Zeit, dass es sich hier nicht wirklich um einen Krimi handelt. Es gibt keine Ermittlungsarbeit, keinen Ermittler, keine Auflösung, keine Verhaftung und gerade diese Aspekte machen für mich einen Krimi aus. Von mir aus könnte man hier einen experimentellen Krimi drin sehen; dafür wird aber eigentlich zu wenig mit dem Genre herumexperimentiert.

Ich will auch gar nicht zu viel über das Ende sagen, aber mich hat die Geschichte total unbefriedigt und entsetzt zurückgelassen.

Walter Renneisen hat seine Sache gut gemacht. Ich fand, dass sie von Anfang an eher düster wirkte und vielleicht sollte das diese bedrohliche Grundstimmung transportieren. Von daher hat seine Sprechweise gut zur Geschichte gepasst, wobei ich nicht verstanden habe, warum ein männlicher Sprecher diese Geschichte eingesprochen hat.

Der Titel Gesegnet sei dieses Haus hat für mich auch nicht wirklich zur Geschichte gepasst und ich weiß nicht wieso diese diesen Titel erhalten hat.

Insgesamt hat mir Gesegnet sei dieses Haus von Christianna Brand nicht gefallen. Für mich handelt es sich weder um einen Krimi, noch war dieser besonders weihnachtlich. Das Ende war furchtbar und auch zu den Figuren habe ich keinen richtigen Zugang gefunden. Für mich handelte es sich hier leider um eine Enttäuschung.

Adventskalender 2022 ·Tod eines Lords von C. L. Potter

Kurz gesagt: Tod eines Lords von C. L. Potter

Im ersten Band der Maud und Lady Christabel-Reihe von C. L. Potter ermitteln die beiden das erste Mal. Lady Christabel lernt einen jungen Reporter kennen, der offenbar mit der Titanic gesunken ist. Um sich zu trösten, fährt sie mit ihrer Zofe Maud auf den Landsitz einer befreundeten Familie. Als der jüngere Sohn des Hauses unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, beginnen Maud und Lady Christabel mit ihren Ermittlungen und decken jede Menge dunkle Geheimnisse der Familie und des Dienstpersonals auf…

Ich habe mich lange auf den ersten Band der Maud und Lady Christabel-Trilogie gefreut und habe es am Anfang auch immer wieder mit anderen, verwandten Reihen des Genres verglichen. Leider wurde ich da ein bisschen enttäuscht, denn sowohl Maud als auch Lady Christabel haben noch nie ermittelt und stellen sich am Anfang auch etwas ungeschickt an. Maud befragt zwar die Dienstboten, stößt aber immer wieder auf Schweigen und Ablehnung. Lady Christabel stößt auf ähnliche Ablehnung und die Familie versucht ihre Befragungen zu blockieren.

Leider sind die Ermittlungen eher im Hintergrund, weil sehr lange unklar bleibt, ob es sich überhaupt um ein Verbrechen handelt. Damit dümpeln die Ermittlungen leider so vor sich hin, was mich gestört hat. Ein Teil des Problems war auch, dass sich die beiden Protagonistinnen immer wieder unsicher sind, ob sie überhaupt ermitteln sollen, da sie damit ja der Familie leid zufügen und man die Probleme nicht ans Tageslicht zerren muss. Zumal die Familie nicht einmal an ein Verbrechen glaubt und man im ganzen Krimi auch vergeblich auf das Eintreffen der Polizei wartet.

Hinzu kommen einige logische Fehler, Rechtschreibfehler und Anschlussfehler, die ein Lektorat eigentlich hätte entdecken müssen und die in der Gesamtheit einfach nur störend wirkten.

Die Figuren (leider auch die beiden Protagonistinnen) waren meiner Ansicht nach nicht ausreichend ausgestaltet und waren mir in weiten Teilen leider ziemlich unsympathisch.

Alles zusammen wirkt der erste Teil der Maud und Lady Christabel-Trilogie Tod eines Lords von C. L. Potter auf mich überarbeitungswürdig. Hier ist viel Potential und es gibt einige Fehler, die man beheben könnte und so einen runderen Krimi daraus machen könnte. Wenn man dann den Figuren noch etwas mehr Ermittlerinnenselbstbewusstsein und die Fähigkeit zum Ermitteln mitgeben würde, wäre ich wahrscheinlich begeistert gewesen. So wurde ich leider herbe enttäuscht.

Adventskalender 2022 ·Rettet den Pharao! von R. Holler

Inhaltsangabe: Rettet den Pharao! Von Renée Holler

Rettet den Pharao! Von Renée Holler ist ein Teil der Tatort Geschichte-Reihe. Es handelt sich hierbei um einen Ratekrimi aus dem alten Ägypten ab 10 Jahren. Dieser Teil kann aber unabhängig von anderen Bänden der Reihe gelesen werden, weil die Bände nur unter einem gemeinsamen Thema stehen und sich nicht aufeinander beziehen.

Thujas Vater und älterer Bruder arbeiten als Maler für den Pharao an seinem Grab. Als sie von der Polizei verhaftet werden, weil sie angeblich an einem Grabraub beteiligt waren, machen sich Thuja und Hapu daran, diesen aufzuklären. Hapu entdeckt den nasenlosen Mann, der Thujas Vater beschuldigt hat, mit einem Sack voller Diebesgut. Er verfolgt den Mann zu den Bereichen, in denen die Balsamierer und Mumifizierer arbeiten und belauscht dort ein Gespräch. Dabei stellt sich heraus, dass die beiden ein Grab eines Zauberers ausrauben wollen, der ein Buch geschrieben hat, dass dem Pharao und sogar ganz Ägypten gefährlich werden könnte. Thuja erhält von einem Unbekannten einen Tipp durch den sie eine Karte zu den Gräbern erhält und sie ist überzeugt davon, dass ihr Vater ihr diese Botschaft zukommen ließ.

Gemeinsam machen sich Thuja und Hapu und sein Hund auf die Suche nach dem Grab und müssen dabei viele Abenteuer bestehen und Rätsel lösen…

Adventskalender 2022 ·Die schönsten Weihnachtskrimis ·Hörbücher

Der Friedhofskater von Ellis Peters

In der Kurzgeschichte Der Friedhofskater von Ellis Peters geht es um ein kleines Dorf, in dem zu Weihnachten ein Verbrechen geschieht: Miss Patience, eine ältere Dame im Dorf, wird von einem Jungen, der immer Erledigungen für sie macht, am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages tot in deren Haus aufgefunden. Der Friedhofskater, der im ganzen Dorf in verschiedenen Häusern immer wieder unterkommt und auch von Miss Patience gefüttert wurde, untersucht den Tatort, findet die Handtasche der Toten und hilft dem Polizisten die Tatverdächtigen einzukreisen…

Ich habe Der Friedhofskater von Ellis Peters als Hörbuch gehört und werde deshalb sowohl auf den Inhalt als auch auf das Medium eingehen.

In dieser weihnachtlichen Krimigeschichte gibt es zwar ein Tier, das eine tragende Rolle spielt und sogar einen großen Teil der „Ermittlungsarbeit“ macht, aber wir erfahren nichts über das Innenleben und die Beweggründe des Katers. Bei Katzenkrimis gibt es ja beides: sowohl Katzen, die „reden“ können und deren Handlungen wir direkt erklärt bekommen (häufig auch bei Kinderkatzenkrimis) und die Katzen, deren Handlungen zwar zur Auflösung des Kriminalfalls beitragen, deren Beweggründe wir aber nicht näher erläutert bekommen. Ich finde, dass beides seinen Reiz hat; vor allem wie es hier geschieht, denn obwohl der Polizist sich bewusst ist, dass der Friedhofskater nur aus eigenen, egoistischen Beweggründen bei den Ermittlungen hilft, nutzt er dessen Instinkt.

Den Fall selbst mochte ich gerne, obwohl er nicht sonderlich komplex ist: Es gibt nur wenige Personen, und deshalb auch nur wenige Verdächtige. Das fand ich aber nicht schlimm. Die Handlung wird, aufgrund des relativ geringen Umfangs auch rasch voran getrieben. Was ich ein bisschen schade, aber nicht weiter störend fand, war, dass man über den Protagonisten (den ermittelnden Polizisten) wenig erfährt. Da man ihn aber schon vor dem Mord eine kurze Zeit „begleitet“, hatte ich dennoch das Gefühl, einen gewissen Zugang zu ihm zu haben.

Bei diesem Krimi handelt es sich um einen Weihnachtskrimi, denn er spielt direkt an Weihnachten (er beginnt an Heiligabend, der Mord wird am ersten Weihnachtsfeiertag entdeckt), außerdem liegt Schnee und durch das kleine Dorf und die relativ geringe Anzahl an Verdächtigen handelt es sich außerdem um einen Whodunit.

Friedhelm Ptok, der in dieser Sammlung (Die schönsten Weihnachtskrimis) auch schon die Geschichte Das Perlenhalsband von Dorothy Sayers  eingesprochen hat, spricht auch diese Geschichte. Obwohl ich dort geschrieben habe, dass der Sprecher gut zur Geschichte passt, weil der Sprecher schon etwas älter klang, und ich den Polizisten in dieser Geschichte etwas jünger eingeschätzt hätte, fand ich ihn auch hier sehr gut passend. Ich merke, dass ich mich zu einem Ptok-Fan entwickele, weil ich ihm einfach zuhören kann und mich von ihm in die Geschichte versetzen lassen kann. Das ist wirklich toll gewesen.

Alles in allem hat mir Der Friedhofskater von Ellis Peters super gefallen: ich mag die Ermittlungsarbeit (unterstützt vom Friedhofskater), den ermittelnden Polizisten, den Friedhofskater, das Setting (in einem kleinen Dorf), die weihnachtliche Atmosphäre und Friedhelm Ptok als Sprecher.

Adventskalender 2022 ·Rettet den Pharao! von R. Holler

Rezension: Rettet den Pharao! Von Renée Holler

Die Handlung schmeißt die/den Leser:in direkt in den Kriminalfall. Thujas Vater und ihr Bruder werden direkt auf den ersten Seiten verhaftet, was einem kaum Zeit gibt, in die Handlung reinzukommen, was aber für nicht so lesefreudige junge Leser:innen vielleicht sogar gut ist, weil es direkt spannend beginnt und man direkt gefangen genommen wird von der Handlung.

Ich hatte aber die ganze Zeit über das Problem, dass ich mit der Handlung nicht warm geworden bin. Das lag auch daran, dass es immer wieder größere Handlungssprünge gab. Der erste davon hat mich verwirrt, die anderen haben mich einfach nur genervt, weil ich nicht verstanden habe, warum man hier einen Sprung einbaut. Ich hatte einfach das Gefühl, dass mir dort etwas fehlt und ich vermute mal, dass jüngere Leser:innen davon noch mehr irritiert werden könnten.

Einen richtigen Zugang zu den beiden Figuren habe ich leider auch nicht gekriegt. Irgendwie konnte ich weder mit Thuja noch mit Hapu etwas anfangen. Thuja scheint auch keine richtige Persönlichkeit zu haben. Man erfährt nichts über sie, außer, dass sie eine Familie hat, dass sie im Haushalt hilft und sich um ihre Geschwister kümmert. Aber man erfährt nichts über ihre Hobbys, Träume und Wünsche, was ich irgendwie schade fand, weil sie einfach unglaublich eindimensional bleibt als Figur. Bei Hapu ist es etwas besser, weil wir ihn in der Schule erleben und so zumindest ein bisschen was über seinen Charakter erfahren. Hinzu kommt, dass er während der Suche von seinen Zukunftsträumen erzählt. Ich fand auch das ein bisschen zu wenig, aber es war zumindest besser als bei Thuja.

Was ich mochte war das Glossar, die Karte, die Zeittafel und die Auflösungen für die Rätsel, die man am Ende des Buchs findet. Ich fand es aber ein bisschen schade, dass man bei den Rätseln keinen Hinweis darauf erhält, dass man hinten die Lösungen findet, wenn man diese nicht selbst lösen kann. Ich habe die Lösungen erst gegen Ende entdeckt, und kann mir vorstellen, dass der ein oder andere enttäuscht sein könnte; zumal die Lösungen nicht aus der Handlung (bzw. teilweise erst deutlich später) ersichtlich werden.

Auch das Glossar, die Karte und die Zeittafel habe ich erst recht spät entdeckt. Das Glossar ist für jüngere Leser:innen sicherlich nett, wenn sie sich mit dem alten Ägypten und den ganzen Begriffe noch nicht so gut auskennen. Die Karte kann auch hilfreich sein, auch wenn ich sie nicht so wirklich gebraucht hätte. Die Zeittafel fand ich ziemlich unsinnig, weil ich sie unübersichtlich fand und man die Daten auch nicht brauchte, um der Handlung zu folgen.

Alles in allem fand ich Rettet den Pharao! Von Renée Holler nicht so toll. Die Handlung hat zu viele Sprünge gemacht, auch wenn sie recht spannend war. Ich hatte leider keinen Zugang zu den beiden ermittelnden Kindern und das Zusatzmaterial mit der Karte, der Zeittafel und dem Glossar war zwar teilweise hilfreich, aber auch verwirrend und unnötig, um die Handlung zu verstehen. Die Rätsel, deren Lösungen man hinten findet, wenn man sie zufällig aufblättert, waren ganz lustig und haben die Handlung aufgelockert, könnten aber auch demotivierend wirken, weil man sich manchmal schon auch ein paar Minuten hinsetzen und wirklich über sie nachdenken muss. Obwohl ich die Idee der Reihe an sich ganz spannend finde, werde ich wohl zeitnah keinen zweiten Band aus der Tatort Geschichte-Reihe lesen.

Adventskalender 2022 ·Leseaktionen ·Mein SuB kommt zu Wort

Mein SuB kommt zu Wort Dezember 2022

Hallo und Herzlich Willkommen zur Gemeinschaftsaktion „Mein SuB kommt zu Wort”. 🙂

Anna von Annas Bücherstapel hat diese Aktion 2016 ins Leben gerufen. Melli von Mellis Buchleben und ich übernehmen sie im August 2021. Alle Informationen zur Aktion findet Ihr HIER. Wir freuen uns über jede:n Teilnehmer:in und versuchen, Eure Teilnahme in diesem Beitrag übersichtlich aufzulisten, so dass nicht immer in den Kommentaren geschaut werden muss. 🙂 Und nun viel Spaß 🙂 Den Beitrag werdet ihr immer pünktlich am 20. bei Melli und mir auf den Blogs finden, auch wenn wir mal nicht selbst teilnehmen können.

Und nun: Manege frei für unsere Stapel ungelesener Bücher:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
  2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig uns deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
  3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es ein SuB-Senior, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem(r) Besitzer:in gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
  4. Liebe:r SuB, in welchen Büchern deiner Stapel spielt ein Tier eine wichtige Rolle?

 

SuBy:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

87 Bücher (E-Books und Hörbücher)! Ich verstehe woher ein Teil davon kommt: Vanessa kam nicht so viel zum Lesen und hat ein paar Bücher im Angebot gesehen, bei denen sie nicht widerstehen konnte. Aber ein Plus von 15?! Und Weihnachten kommt erst noch…

 

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig uns deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Neu hinzugekommen sind Der offene Sarg von Sophie Hannah (Hörbuch), Die Dreitagemordgesellschaft von Colleen Cambridge und The Murder at Sissingham Hall von Clara Benson (E-Book). Das stockt Vanessas Krimi-Vorrat wieder ein bisschen auf, denn bei allen drei handelt es sich – wie aus den Titeln ja auch schon ersichtlich wird – um Krimis.

 

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es ein SuB-Senior, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem(r) Besitzer:in gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Als letztes verlassen hat mich Geheimnis von Dower House von Nicholas Blake. Vanessa mochte das Buch eigentlich, aber es hatte – vor allem gegen Ende – einige Längen, die sie ziemlich nervig fand. Es handelt sich übrigens um einen Weihnachtskrimi (Whodunit) auf einem alten, englischen Landsitz (mit ein bisschen Schnee). Wenn jemand von euch gerade noch auf der Suche nach passender Lektüre ist…

 

  1. Liebe:r SuB, in welchen Büchern deiner Stapel spielt ein Tier eine wichtige Rolle?

Rückblick Mai 2021: Percy Jackson Band 5 ist immer noch ungelesen.

Rückblick September 2022: Vanessa hat von den Büchern mit den ältesten Erscheinungsdaten noch keines gelesen: Das Leben der schwedischen Gräfin von G*** von Christian Fürchtegott Gellert (Erstveröffentlichung 1747/48), Maria Stuart von Friedrich Schiller (Erstveröffentlichung 1800) und Im Zeichen der Vier von Arthur Conan Doyle (Erstveröffentlichung 1890) warten also immer noch.

Rückblick Oktober 2022: Vanessa hat immer noch keines der von mir im Oktober vorgeschlagenen Bücher gelesen. Die Zitronenschwestern von Valentina Cebeni (Originalsprache Italienisch), Das Geschenk eines Regentages von Makoto Shinkai und Naruki Nagakawa (Originalsprache Japanisch) und Feuerwerk mit Todesfolge von Robin Stevens (Reihentitel) sind also immer noch ungelesen. Vielleicht schafft sie davon ja eins bis zum nächsten Monat.

Rückblick November 2022: Vanessa hat natürlich keines der Bücher gelesen, die sie dieses Jahr unbedingt noch lesen sollte: Miss Daisy und der Tote auf dem Eis von Carola Dunn, Der Gletschermann von Erich Ballinger und Oh dear! Miss Mount und der Mord im Herrenhaus von Gilbert Adair sind also alle drei noch ungelesen. Vanessa hat aber Lust auf alle drei und will sie gerne bald lesen. Hoffentlich kommt sie zeitnah dazu.

Dezember 2022: Bei mir scheinen die Katzen zu den wichtigsten Tieren im SuB zu gehören, denn ich habe einige Bücher mit Katzen gefunden: Das Geschenk eines Regentages von Makoto Shinkai & Naruki Nagakawa (das nehme ich nochmal, damit Vanessa endlich mal eine der Aufgaben schafft), Der Friedhofskater von Ellis Peters (eine Krimikurzgeschichte aus der Sammlung Die schönsten Weihnachtskrimis; bei dem Titel wird doch sicherlich ein Kater darin eine tragende Rolle spielen, oder?) und Die Dreitagemordgesellschaft von Colleen Cambridge (in der Leseprobe kommen zwei Katzen vor, bei denen ich hoffe, dass sie noch eine größere Rolle spielen werden).

Wir wünschen euch schöne Feiertage, eine besinnliche Zeit und einen guten Start ins neue Jahr.

Kennt ihr eines der Bücher und könnt es Vanessa empfehlen (oder davon abraten)?

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„Mein SuB kommt zu Wort” ist eine Aktion, die ursprünglich von Anna von AnnasBucherstapel.de stammt und von Mellis Buchleben und Vanessas Literaturblog im August 2021 übernommen wurde. Die Aktion findet immer am 20. des Monats statt, unabhängig vom Wochentag. Teilnehmen darf jede:r, wann immer er/sie Lust und Zeit dazu hat. Die vierte Frage ist HIER bereits im Voraus einsehbar. Die Fragen dürfen auch nach dem 20. noch beantwortet werden. Bitte benutzt bei einer Teilnahme das “Mein SuB kommt zu Wort”-Banner und verweist auf unsere Blogs!

EDIT: Euer SuB kann sowohl männlich als auch weiblich oder einfach buchisch sein. 😉

EDIT-EDIT: Unsere SuBs möchten sich austauschen – deswegen bitten wir alle Teilnehmer:innen, auch bei den anderen vorbeizuschauen und einen lieben Kommentar dazulassen (vor allem auch bei verspäteten Teilnehmer:innen). Nur so werden unsere SuBs wirklich gehört! 🙂 :-*

Ihr könnt natürlich auch immer Reihentitel vorstellen, die ihr bis zum nächsten Mal lesen wollt.

 

Liebe Grüße
SuBy (& Vanessa)

TEILNEHMER:INNEN:

Rina & Cully

Anja & Subooky

Marina & Leo

Kira & Katharina

Melli & Horst

Vanessa & SuBy
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Adventskalender 2022 ·Liebe ist für alle da von R. Gibson

Kurz gesagt: Liebe ist für alle da von Rachel Gibson

Becca Ramsey arbeitet als Friseurin und soll bei Sadies Hochzeit deren Haare stylen. Bei einer befreundeten Fotografin soll sie die Frisurenbeispielbilder abholen und trifft dort nur auf deren Sohn: Nate Parrish. Er sieht zwar verdammt gut aus, verhält sich aber auch ziemlich seltsam. Als Becca Nate in den nächsten Tagen wieder trifft, fahren die beiden gemeinsam zu einem See und verbringen dort einige schöne Stunden. Nate verhält sich daraufhin aber wieder seltsam und Becca weiß gar nicht mehr was sie von ihm halten soll bis er nach der Hochzeit bei den Aufräumarbeiten auftaucht und sie erneut küsst…

Ich muss sagen, dass die anderen Bände der Reihe inzwischen – zumindest teilweise – so lange her sind, dass ich mich an die Charaktere nicht mehr so wirklich erinnern kann. Wenn man sich an diese erinnert, ist es aber sicherlich nett, sie alle mal wieder zu „sehen“. Das ist ja auch das, was ich an solchen Reihen immer ganz gerne mag und weshalb ich sie gerne lese.

Die Handlung selbst war ziemlich reduziert, da es sich ja um einen Kurzroman mit etwa 100 Seiten handelt. Deshalb kommen auch die Charaktere etwas kurz. Ich meinte mich daran zu erinnern, dass Nate schon einmal in den vorhergehenden Bänden vorkam, aber bei Becca war ich wirklich nicht sicher. So blieben die beiden Hauptfiguren für mich ein bisschen farblos und was ich von ihnen mitbekommen habe, wirkte nicht sonderlich sympathisch.

Becca wirkte unglaublich oberflächlich und hatte so gar keine Substanz. Sie wurde als Nervensäge dargestellt, die sich selbst einbildet eine tolle Friseurin zu sein, die aber offenbar nicht einmal Haare symmetrisch schneiden kann. Darüber hinaus hatte ich nicht den Eindruck in irgendeiner Form einen Zugang zu ihr zu gewinnen, weil sie offenbar keine Hobbys hatte (oder die in der Kürze des Romans einfach keinen Platz hatten). Nate war leider nicht viel besser. Bei ihm kam allerdings noch hinzu, dass er ein Betrüger und ein Lügner ist. Auch wenn er sein Verhalten erklärt, fand ich ihn dennoch sehr unsympathisch.

Alles in allem war Liebe ist für alle da von Rachel Gibson, der fünfte Teil der Lovett, Texas-Reihe, ganz okay zu lesen. Ich fand die Handlung sehr reduziert, da eigentlich nichts als das Kennenlernen der beiden Protagonisten geschieht. Die beiden Figuren hatten leider auch wenig Substanz, sodass ich irgendwann einfach froh war als ich den Band endlich beenden konnte.

Adventskalender 2022 ·Die schönsten Weihnachtskrimis ·Hörbücher

Die schönsten Weihnachtskrimis: Das blaue Karfunkel von Arthur Conan Doyle

In der Geschichte Das blaue Karfunkel von Arthur Conan Doyle kriegt Sherlock Holmes über die Weihnachtsfeiertage den Auftrag einen Mann ausfindig zu machen, der bei einem Überfall seinen Hut und eine Gans hat fallen lassen. Kurz darauf stellt sich heraus, dass die Gans in ihrem Kropf einen blauen Diamanten hatte. Dieser wurde gestohlen und die Gans als Versteck benutzt. Sherlock Holmes zeigt seinem Freund Dr. Watson, dass er alleine mithilfe des Hutes schon eine Menge über den Mann herausfinden konnte: er war früher mal wohlhabender, seine Frau liebt ihn nicht mehr und natürlich auch so naheliegende Dinge wie die Haarfarbe und das Haarpflegeprodukt…

Die Geschichte Das blaue Karfunkel kannte ich bereits, fand es aber ganz schön sie noch mal als Weihnachtskrimi zu hören, da ich mich gar nicht mehr daran erinnern konnte, dass sie an Weihnachten spielt. Das liegt wohl daran, dass dieser Umstand für die Geschichte fast komplett irrelevant ist; außer, dass die Gans eben das Weihnachtsessen sein sollte. Abgesehen davon kommt aber leider keine Weihnachtsstimmung auf.

Gelesen wurde der Weihnachtskrimi von Oliver Kalkofe. Ich muss sagen, dass ich ihn nicht sonderlich toll fand als Sprecher für Sherlock Holmes. Er hat teilweise so stockend gelesen, dass es total künstlich klang, außerdem hat seine Stimme nicht zum Charakter von Sherlock Holmes gepasst, fand ich.

Insgesamt fand ich die Geschichte Das blaue Karfunkel von Arthur Conan Doyle ganz gut. Ich mag die Idee dahinter, dass es sich auch hier wieder um einen Diebstahl handelt. Besonders gut gefällt mir auch wie Holmes hier seine deduktiven Fähigkeiten unter Beweis stellt und dann haarklein aufdröselt wie er auf jedes einzelne Detail gekommen ist. Einzig die Stimme des Sprechers hat für mich weder zu Holmes gepasst noch hat mir seine Art des Vorlesens gefallen. Damit gehört dieser Weihnachtskrimi bisher für mich zu den schwächeren der Anthologie.

Adventskalender 2022 ·Clavigo von J. W. von Goethe ·Hörbücher

Kurz gesagt: Clavigo von Johann Wolfgang Goethe

Der Clavigo ist ein Trauerspiel in fünf Akten von Johann Wolfgang Gothe, das ich als Hörspiel gehört habe.

Neben dem namensgebenden Hauptcharakter Clavigo kommen in diesem Trauerspiel Marie Beaumarchais, deren Schwester Sophie Guilbert, ihr Mann, und Maries und Sophies Bruder Beaumarchais vor. Außerdem spielt Carlos, der beste Freund von Clavigo, eine tragende Rolle.

Clavigo war mit Marie zusammen und wollte sie auch heiraten. Als er sich von ihr trennt, kommt ihr Bruder Beaumarchais nach Madrid und stelle Clavigo zur Rede. Dieser muss ihm ein Schuldeingeständnis unterschreiben, dass der Bruder nutzen möchte, um den guten Ruf seiner Schwester zu rehabilitieren. Clavigo bereut dieses Eingeständnis sofort. Als er Marie sieht, will er sie eigentlich doch wieder heiraten, weshalb Beaumarchais ihm das Schuldeingeständnis zurückgibt. Carlos überlegt schon wie sie an das Schriftstück kommen können, doch Clavigo beruhigt ihn und Carlos überredet Clavigo Marie doch nicht mehr zu heiraten. Marie ist durch dieses ganze Hin und her und durch die Rachegelüste ihres Bruders bald schon so geschwächt, da sie nach der Trennung auch gesundheitliche Probleme hatte, dass sie kurz darauf stirbt. Sie liebt Clavigo immer noch und ihr letztes Wort ist sein Name. Als Clavigo zufällig an einem Trauerzug vorbeikommt, bekommt er mit, wer hier zu Grabe getragen wird: Marie. Er hadert mit seinem Schicksal und kämpft gegen Beaumarchais, wodurch es zu seinem Tod kommt. Clavigo stirbt in dem Wissen, dass Marie ihn geliebt und er sie verraten hat.

Das Trauerspiel erinnert natürlich ein bisschen an Romeo und Julia und ich musste an der ein oder anderen Stelle auch an die Romane von Jane Austen denken. Es geht um eine tragische Liebe, die beide „Liebenden“ ins Unglück stürzt, weil sich einer von beiden nicht für den anderen entscheiden kann. Dieses Stück hat eigentlich alles, was man für eine gute Tragödie braucht: Intrigen, Liebe, Rachegelüste, Gewalt und Tod. Goethe erzählt diese Geschichte auf unglaublich spannende Weise.

Das Hörspiel, das ich gehört habe, stammt vom SWR2 und wurde 1958 aufgenommen. In den Sprechrollen waren unter anderem Michael Degen, Peter Mosbacher und Lieselotte Rau. Leider kann ich zu den einzelnen Sprecher:innen nicht so viel sagen, weil ich keine Zuordnungen der Sprecher:innen zu den Rollen gefunden habe, aber das ist vielleicht auch gar nicht so schlimm, denn mir haben sie alle recht gut gefallen. Ich habe das Hörspiel zweimal gehört um mich zurecht zu finden. Mich hat es ein bisschen an ein Theaterstück erinnert, bei dem man erst beim zweiten Mal die Details aufnimmt. Das lag vielleicht auch daran, dass es schon relativ alt ist.

Insgesamt ist der Clavigo von Johann Wolfgang Goethe ein spannendes Trauerspiel, das viele interessante Themen in sich vereint und mich an andere Werke aus der Literaturgeschichte erinnert. Wer Goethe und Klassiker mag, kann mit diesem Stück seine Freude haben und ich verstehe gar nicht, warum man es so selten in der Schule liest.

Adventskalender 2022 ·Die schönsten Weihnachtskrimis ·Hörbücher

Die schönsten Weihnachtskrimis: Das Perlenhalsband von Dorothy L. Sayers

Bei der Geschichte Das Perlenhalsband von Dorothy L. Sayers handelt es sich um eine Lord Peter Wimsey-Geschichte. Lord Peter Wimsey ist zu einer Weihnachtsfeier bei Bekannten eingeladen. Dort wird gegessen und es werden Spiele gespielt: Während einem der Spiele verschwindet die berühmte Perlenkette der Tochter der Familie. Nach ausführlicher Suche und Durchsuchen sämtlicher Anwesender bleibt die Kette verschwunden. Peter Wimsey, als Detektiv bekannt, soll den Fall untersuchen und gemeinsam mit dem Hausherrn macht er sich auf die Suche. Dabei findet er zwar das Perlenhalsband, weiß aber noch nicht wer der Täter ist…

Ich mag diese Geschichte total gerne. Ich mag es, dass die Verdächtigen alle gemeinsam feiern und eigentlich klar ist, dass einer von ihnen das Perlenhalsband genommen haben muss. Damit handelt es sich also um einen Whodunit, allerdings mit dem Unterschied, dass hier kein Mord geschieht, sondern „nur“ ein Diebstahl. Das passte auch ganz gut zur Atmosphäre (denn so ist niemand der anwesenden Gäste ein Mörder), sondern eben nur ein Dieb. Die Atmosphäre wirkt auch sehr weihnachtlich mit der Weihnachtsgesellschaft, dem Essen und den Spielen.

Man muss den Protagonisten und Detektiv Lord Peter Wimsey nicht kennen und kann dennoch folgen. Für Fans der Lord Peter Wimsey-Reihe ist es aber total schön den Detektiv in dieser Geschichte wieder zu treffen.

Friedhelm Ptok hat diese Geschichte, Das Perlenhalsband, eingesprochen. Ich muss sagen, dass er ganz wunderbar zu dieser Geschichte passte. Ich mag es, dass der Sprecher schon etwas älter klingt, denn das passt gut zur Gediegenheit des Detektivs und des Hausherrn. Für mich war der Sprecher einfach perfekt für die Geschichte.

Alles in allem hat mir Das Perlenhalsband von Dorothy L. Sayers sehr gut gefallen. Ich mag es, dass Lord Peter Wimsey als Detektiv in der Geschichte agiert. Ich mag die weihnachtliche Atmosphäre, den Fall selbst und dass es sich hierbei um einen Whodunit handelt. Der Sprecher Friedhelm Ptok passt gut zur Geschichte und ich habe ihm gerne zugehört.