Detektiv Conan Band 11 von G. Aoyama ·Detektiv Conan Re-Read

Rezension: Detektiv Conan Band 11 von Gosho Aoyama

Der Fall im TV-Sender war recht interessant, da dort ein ziemlich komplex wirkender Trick angewendet wurde, um den Mord zu begehen. Solche aufwendigen Tricks sind immer spannend zu rekonstruieren und mit zu verfolgen. Genau aus diesem Grund ist mir der Fall auch im Gedächtnis geblieben. Etwas seltsam fand ich, dass Conan, obwohl er ja dauerhaft Angst haben muss von den Männern in Schwarz entdeckt zu werden, bereit war, Kogoro den Fall live im Fernsehen aufklären zu lassen. Das kam mir irgendwie nicht ganz stimmig vor.

Außerdem lernt man im elften Band Rans Mutter, Eri Kisaki, kennen, was den Band natürlich schon mal spannend macht. Rans Eltern sind seit ungefähr zehn Jahren geschieden und wir erfahren erst relativ spät warum die beiden getrennt sind. Ihren Charakter lernen wir nach und nach kennen, aber im ersten Aufritt von ihr kriegen wir schon mal einen guten Eindruck von ihr und wie sie sich und ihre Beziehung zu Ran und Kogoro in den nächsten Bänden und Fällen entwickeln wird. Das ist ja auch das schöne an den ersten Bänden, dass regelmäßig neue Charaktere hinzu kommen. Warum Ran bei ihrem Vater lebt und nicht bei ihrer Mutter ist mir aber bisher noch nicht klar geworden.

Der Fall im Tempel hat mir persönlich nicht so gut gefallen, obwohl ein Trick dahintersteckte, da der Leichnam des Oberpriester im Turm an der Decke aufgeknüpft war und der Täter aus dem abgeschlossenen Raum fliehen musste. Die Figuren im Tempel waren nicht sonderlich ausführlich gezeichnet und so hatte ich irgendwie Schwierigkeiten mich in die Tempelbewohner einzufühlen. Der Band hat nur zehn Kapitel, somit endet er nach diesem Fall, sodass man hier theoretisch, wenn man sich entscheidet, nicht weiterlesen zu wollen, hier aufhören könnte.

Alles in allem ist dieser Band 11 nicht großartig, sondern einfach durchschnittlich, denn wir lernen zwar Eri Kisaki kennen, aber wir haben auch den Fall im Tempel, der mir nicht gefallen hat und auch der Fall im TV-Sender, der zwar recht interessant war, konnte den Band nicht zu einem Highlight machen.