The Tribe

Inhaltsangabe: Die Vorgeschichte: Lex und Ryan von Linda Jensen

Lex und Ryan kennen sich am Anfang des zweiten Teils der Vorgeschichte: Lex und Ryan von Linda Jensen nochnicht. Lex ist mit Jenny zusammen, wohnt mit seiner Mutter und deren Freund zusammen. Ihre Mutter Serena verhält sich aber nicht sehr mütterlich. Für Serena zählt nur die nächste Flasche Alkohol oder die nächste platzierte Wette. Beim Umzug der Drei schafft es Serena nicht sich lange genug auf diesen zu konzentrieren, sodass  Lex zusammen mit Mitch die schweren Sachen hochtragen muss und Jenny, die später dazu kommt, anfängt die Sachen in die Schränke zu räumen und die leichteren Sachen hochträgt. Lex ist enttäuscht von seiner Mutter entweder sie schläft, sie säuft oder sie weint über ihr verpfuschtes Leben. Er erträgt diese Verhalten einfach nicht mehr. Frauen sind lächerlich und können absolut nichts, vor allem nicht eigenständig denken.

Ryan ist der Sohn einer Lehrerin und wird deshalb öfter als Außenstehender in seiner Klasse behandelt. Als sie eine Klassenfahrt in ein Skigebiet machen, kann er sich endlich profilieren. Er läuft schon seit Jahren Ski und Snowboard und war sogar auf dem Weg Profi zu werden bis ihn ein schlimmer Unfall daran hinderte, denn den Trainingsrückstand konnte er nie mehr aufholen. Aber besser als seine Klassenkameraden fährt er dennoch. Vor allem Marnie ist von seinen Fahrkünsten beeindruckt und so kommen sich die beiden das erste Mal näher, wenn es auch am Anfang nach einem einmaligen Erlebnis aussieht. Seine Mutter warnt ihn vor dem hochnäsigen Mädchen, aber er will nicht hören. Doch bevor er sich ihr offenbaren kann, kommt die schreckliche Nachricht schon in den Nachrichten: Ein tödliches Virus ist ausgebrochen. Ryan sucht nach Marnie, kann sie aber in ihrer Wohnung nicht mehr finden. Draußen auf der Straße ist die Hölle los, Gruppen ziehen durch die Straßen und plündern. Als Ryan wieder nach hause kommt, erfährt er von seinen Eltern, dass die Kinder und Jugendlichen in Lager gebracht werden, wo sie diszipliniert werden sollen.

In diesem Lager lernen sich Ryan und Lex kennen. Ryan ist von Lex beeindruckt, denn dieser lässt sich nichts gefallen und legt sich mit den Aufseherinnen an. Als Strafe werden beide auf eine schreckliche Farm gebracht, die auf einer Insel liegt und wo es ziemlich schlimm vor sich geht. Dort lernen sie Xandra kennen, mit welcher Lex sich bald anfreundet. Gemeinsam versuchen sie mit ihren Leidensgenossen von der Insel flüchten.

Fünf Freunde jagen die Entführer von E. Blyton

Inhaltsangabe: Fünf Freunde jagen die Entführer von Enid Blyton

In diesem Band, 14, Fünf Freunde jagen die Entführer von Enid Blyton geht es um Georg, Julias, Richard und Anne, die zusammen mit Timmy ein paar schöne Tage auf der Felseninsel verbringen wollen. Georgs Vater Quentin ist Wissenschaftler, ein Kollege von ihm taucht bei ihm zuhause auf und bittet ihn um Hilfe. Er hat den Verdacht, dass seine Tochter Berta entführt werden soll, damit man ihm die Pläne für seine wissenschaftliche Arbeit abpressen kann. Um das zu verhindern, bittet er die Fünf Freunde, die ihm von Anfang an gefallen, sich seiner Tochter anzunehmen. Vor allem Georg hat große Probleme mit der Amerikanerin klar zu kommen, die alles wunnervoll nennt. Sie beschließen, dass aus Berta Toni, der Junge, werden muss, um sie besser verstecken zu können. Auch das findet Georg nicht gut, denn schließlich ist sie das Mädchen, das sich als Junge verhält in ihrer Gruppe. Berta ist von dieser Art von Verkleidung auch ganz und gar nicht überzeugt. Als Quentin und seine Frau Fanny dann wegfahren, sind die Kinder zusammen mit der Haushälterin auf sich gestellt bis eines Morgens Georg verschwindet. Schnell kommen die Kinder dahinter, dass Georg entführt wurde, weil sie für Toni gehalten wurde. Toni wird unterdessen zu einem Zigeunermädchen namens Jo gebracht, die die fünf Freunde kennen und die gerne bereit ist, sich um Toni zu kümmern, womit diese für’s Erste sicher ist. Toni findet außerdem über einen Freund heraus, dass einer der Künstler vom Jahrmarkt seinen Wohnwagen wegschaffen ließ, sodass die Fünf Freunde den Verdacht haben, dass er mit dem Verschwinden von Georg in Verbindung gebracht werden kann. Julius und Richard machen sich auf den Weg zum Unterschlupf, in welchem Georg gefangen gehalten wird, allerdings werden sie eingesperrt bis Jo, die sich ihrerseits auch auf den Weg gemacht hat, die Jungs zusammen mit Georg befreit.

Fünf Freunde jagen die Entführer von E. Blyton

Rezension: Fünf Freunde jagen die Entführer von Enid Blyton

Die Inhaltsangabe vom 14. Band Fünf Freunde jagen die Entführer der Kinderbuchreihe Fünf Freunde von Enid Blyton findet ihr oben.

Die Geschichten um die Fünf Freunde sind auch im 14. Band Fünf Freunde jagen die Entführer von Enid Blyton wieder recht spannend. Dieses Mal bekommen sie es wieder mit einem beziehungsweise zwei fremden Kindern zu tun, wobei sie Jo ja eigentlich kennen, welche aber nicht zur eigentlichen Gruppe gehört. Die Fünf Freunde werden auch hier nicht näher charakterisiert. Ich habe bisher immer so das Gefühl, dass die Einzige, über die überhaupt etwas ausgesagt wird, Georg ist, welche aber immer nur negativ dargestellt wird.

Davon abgesehen habe ich es als sehr befremdlich empfunden, dass die Eltern von Georg wegfahren, während ihre Kinder in Schwierigkeiten stecken und vor allem während Berta, die Tochter eines Bekannten von Georgs Vater so einfach im Stich gelassen wird. Wenn ich mein Kind zu einem Arbeitskollegen gebe, damit ich verhindern kann, dass sie entführt wird, dann würde ich erwarten, dass man dort gut auf das Kind aufpasst und wenn man es aus irgendwelchen Gründen nicht selbst tun kann, wobei ich diese Gründe hier für nichtig halte, zumindest bei Fanny, Georgs Mutter, dann sollte man doch wenigstens verlangen können, dass sich man dafür sorgt, dass sich jemand anderes um meine Tochter kümmert. Dieses erhalten empfand ich als sehr seltsam und es hat mich richtiggehend gestört, dass Georgs Eltern so gedankenlos sein können.

Natürlich sehen wir auch hier wieder die Reproduzierung von archaischen Rollenbildern, dennoch möchte ich Fünf Freunde jagen die Entführer von Enid Blyton unter Vorbehalt weiterempfehlen.

Der Liebesdienst von L. Foster

Inhaltsangabe: Der Liebesdienst von Lori Foster

In dem Roman „Der Liebesdienst“ von Lori Foster geht es um die Privatdetektivin Celia Carter und ihren Kollegen Alec Sharpe. Nachdem Celia von ihrem Ex-Verlobten betrogen und belogen wurde, muss sie etwas in ihrem Leben ändern. Sie gibt ihren spießbürgerlichen Job in der Firma ihrer Familie auf und arbeitet in der Detektei ihres  Bruders, dort kommt sie immer wieder in Gefahr, was Alec, der sich zu Celia hingezogen fühlt, nicht gut findet. Bei einem sehr gefährlichen Auftrag gegen einen Erpresser muss Celia so tun, als sei sie ein naives Mädchen vom Lande, das alles tun würde um berühmt zu werden.

Alec gefällt das gar nicht, denn er hat die Aufgabe sie zu beschützen. Celia und er machen einen Deal, sie muss ihm zuwillen sein, dafür hilft er ihr, obwohl er sich nicht sicher ist, ob die Mädchen, die von Marc Jacobs erpresst werden, wirklich ihre Hilfe wollen.

Celia findet bei ihrer Undercover-Arbeit heraus, dass Hannah Barrington, die sie retten soll, tatsächlich erpresst wird. Auf einer Party vertraut sich ihr das Mädchen an und versucht Celia zu warnen. Hannah hat von sich Nacktfotos und andere unschmeichelhafte Fotos machen lassen, ursprünglich waren diese Aufnahmen zu Werbezwecken gedacht, allerdings wird sie nun damit erpresst, denn sie will nicht, dass ihre Familie sie in diesen Posen sieht. Um dies zu verhindern, bleibt sie bei Jacobs und arbeitet für ihn. Und als ob das noch nicht genug wäre, hat sie horende Schulden bei dem Erpresser, denn er kaufte ihr eine schöne Wohnung und teure Klamotten, die sie brauchte um in dem Business mit all den anderen Mädchen mithalten zu können. Später wenn sie bekannter ist und mehr Aufträge erhält, soll sie das Geld zurückzahlen, aber die Aufträge bleiben aus. Also soll Hannah als Begleitung für Männer arbeiten, aber es stellt sich heraus, dass sie eigentlich als Prostrituierte arbeiten muss um ihre Schulden zurückzuzahlen.

Celia hingegen fühlt sich als Alecs Geliebte zunehmen wohler und kann den Sex mit ihm zu 100% genießen, aber blad entdeckt sie, dass dieser Mann sie nicht nur zur Weißglut treibt, sondern auch noch andere Gefühle in ihr weckt.

Celia wird von der Party weg gebracht in ein Haus, in dem sie einen Produzenten treffen soll, aber der schmierige Fotograf will sie dort verführen. Celia versucht sich der Situation zu entziehen, aber Hannah und Jacobs tauchen in dem Haus auf, nachdem Jacobs bei Hannah einen Zettel mit einer Telefonnummer gefunden hat, die Celia zuvor Hannah zusteckte. Celia und Hannah sind Jacobs nun schutzlos ausgeliefert und so müssen die beiden um ihr Leben fürchten.

Der Liebesdienst von L. Foster

Rezension: Der Liebesdienst von Lori Foster

Ich weiß, dass ich das schon öfter geschrieben habe, aber auch hier hätte man gut und gerne einen normallangen Roman aus der Geschichte stricken können, denn bei Kurzromanen, die natürlich auch Vorteile haben, ist es immer schwierig die Liebesgeschichte glaubhaft rüber zu bringen, und die Charaktere gut darzustellen, hier kam noch hinzu, dass das Ende recht abrupt kam, was natürlich auch mit der Länge zusammenhängt.

Celia war für mich dennoch ein interessanter Charakter und die Innendarstellung der Figuren ist Lori Foster wieder einmal gut gelungen. Ich finde es immer toll, wenn ich mich in die Charaktere hineinversetzen kann und verstehe warum sie Handeln wie sie handeln. Auch der Spannungsbogen wurde gut aufgebaut, zumindest was die Charaktere angeht, denn sowohl Alec als auch Celia haben Hintergründe, die ganz massiv hineinspielen in ihre Handlungsweisen. Aber diese Hintergründe entdeckt die Autorin erst nach und nach dem Leser. Auch in Alec dürfen wir hinein schauen und so wird auch klar, warum er handelt wie er handelt und Celia gegenüber den Beschützer heraushängen lässt.

Wie ich zuvor schon angedeutet habe, kam das Ende, meiner Ansicht nach, zu plötzlich. Das war ein bisschen schade, denn das Ende wurde langsamer vorbereitet, bis Celia in der Hütte mit Giles, dem Fotografen alleine war, hatte ich auf ein spannungsgeladeneres Ende gehofft und erwartet. Leider blieb das aus.

Celia und Alec haben aber auch Eigenschaften, die mir nicht so gut gefielen, so lässt sich Celia irgendwann immer leichter von Alec einschüchtern, da hat sie in meinem Ansehen leider ein bisschen verloren. Alecs Sturheit war ein bisschen schwierig zu verstehen, tat aber dem Lesevergnügen keinen großen Abbruch.

Beim Übersetzen haben sich ein paar Rechtschreibfehler, falsche Buchstaben, eingeschlichen, die mich irgendwann genervt haben. Ich weiß, dass sechs Fehler oder so bei 150 Seiten schon sehr wenig sind, aber mich stören sie im Lesefluss, sodass das für mich noch ein Punkt gegen den Roman ist.

Allerdings schafft es Lori Foster immer wieder mich zu fesseln. Die Wortgefechte von Celia und Alec haben mir gut gefallen, auch zum größten Teil die Charaktere der beiden und die Geschichte – eine spannende Mischung aus Krimi und Liebesgeschichte – hat mir gut gefallen.

Alles in allem ein schöner Roman von Lori Foster, ob man „Der Liebesdienst“ unbedingt gelesen haben muss, bezweifele ich, aber es ist auf jeden Fall ein schöner Roman, der mal für ein paar Stunden Spaß macht und Lori Fosters gewohnte Qualitäten zumindest im Ansatz aufzeigt, weshalb man damit wenig falsch machen kann.

Montagsfragen

Montagsfrage: 24. Juni 2019

Montagsfrage: Hardcover oder Taschenbuch?

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es die Montagsfrage mal wieder früher am Montag und Antonia hat versprochen, dass es die Montagsfrage ab jetzt immer um 7 Uhr gibt. Diese Woche fragt sie danach, ob wir lieber Hardcover oder Taschenbücher lesen?
Ich gebe zu, dass Hardcover den Vorteil haben, dass sie nicht so leicht zerlesen aussehen, und dass sie ein hochwertigeres Gefühl geben. Auf der anderen Seite sind sie natürlich auch teurer, kommen aber in der Regel vor dem TB heraus. Wer also gerne die aktuellsten Bücher direkt nach Erscheinen lesen möchte, der greift dann natürlich zum Hardcover.
Dennoch greife ich häufiger zum Taschenbuch: Woran liegt das? Zum einen daran, dass sie preiswerter sind aber ein viel gewichtigerer Grund: Die Bücher, die ich gerne lese, gibt es häufig gar nicht im Hardcover. Ich lese offenbar meistens Bücher, bei denen sich die hohen Produktionskosten und vor allem die Verkaufszahlen scheinbar nicht rechnen, weil niemand 22€ für ein HC von einem Liebesroman ausgibt. Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr auch schon entdeckt, dass manche Autoren und Genres gar nicht als HC herausgegeben werden und euch somit die Entscheidung abgenommen wird?

Liebe Grüße
Vanessa

The Tribe

Rezension: Die Vorgeschichte: Lex und Ryan von Linda Jensen

Ich habe diesen Teil erst nach dem ersten und dritten Teil der Vorgeschichte gelesen, was natürlich geht, denn die drei Teile der Vorgeschichte hängen nicht zusammen und spielen alle parallel zueinander, sodass sich die Protagonisten darin nicht kennen und erst im ersten Teil der Hauptteile lernen sich alle kennen. Ich finde es natürlich interessant, dass Lex und Ryan sich am Anfang noch nicht kannten und sich erst nach und nach kennen gelernt haben. Sie haben sich im Lager das erste Mal getroffen.

Warum sich Ryan so verhält, verstehe ich nicht. Vermutlich wurde er von seinen Eltern zu sehr umsorgt und von seinen Klassenkameraden zu sehr geärgert, denn da er unsportlich war und seine Mutter Lehrerin bei ihm an der Schule, hatte es der Jugendliche nicht leicht in seiner Klasse. Natürlich kann man da nachvollziehen, dass er endlich einen Freund möchte und dazu gehören will. Aber in ihm regen sich auch Tendenzen, sich an Regeln zu halten. Was heute mit ihm wäre, wenn er sich nicht mit Lex angefreundet hätte, sondern stattdessen auf die Aufseherinnen gehört hätte und im Lager hätte bleiben können, weiß man nicht, da man nicht erfährt, was mit dem Lager geschieht. Die Soldatinnen sind schließlich auch Erwachsene und müssten dementsprechend über kurz oder lang dem Virus zum Opfer fallen, natürlich kann es sein, dass das Militär einen Impfstoff entwickelt hat, aber dann stellt sich die Frage, warum es Frauen waren, die auf die Jugendlichen aufpassten. Vielleicht wurden die männlichen Soldaten an gefährlicheren Orten gebraucht. In den Städten vielleicht?

Lex hat ein überaus schlechtes Menschenbild und kann Ryan eigentlich auch nicht so wirklich leiden, denn er ist ihm zu weich und nachgiebig. Aber auch gerade dies genießt er, denn er weiß, dass er Ryan ein bisschen erziehen kann, sodass dieser tut, was Lex ihm sagt und das mag Lex ziemlich gerne. Sein Frauenbild ist, soweit dies überhaupt möglich ist, noch schlechter. Natürlich versteht man jetzt, nach der Vorgeschichte, warum er sich im Hauptteil der Geschichte verhält wie er sich verhält, denn er behandelt vor allem Frauen sehr abfällig und kann mit Amber wirklich nichts anfangen, denn sie ist ganz anders als all die Frauen, die er bisher kennengelernt hat. Wie kann eine Frau nicht nur klug, sondern auch besonnen sein und selbst Anführerin sein wollen? Jenny kuscht und tut was ihr ihr Freund sagt und Serena, wenn sie nicht gerade alles vermasselt, hört auch auf ihren Sohn, obwohl es eigentlich andersherum sein sollte. Sie bietet ihm kein wirkliches Vorbild und sorgt hauptsächlich dafür, dass er so ein schlechtes Frauenbild hat. Von daher ist sein Verhalten und seine Meinung zwar verständlich, aber ich finde sie trotzdem recht archaisch und würde ihn jedes Mal am Liebsten schütteln, wenn er wieder etwas negatives über Frauen sagt oder denkt.

Schade finde ich auch, dass weder Ryan noch Lex ihrem alten Leben eine Träne nachweinen. Natürlich kann man an der Situation nichts mehr ändern, aber man könnte wenigstens traurig darüber sein, dass man seine Eltern nie wieder sieht. Vor allem bei Ryan vermisse ich dieses Verhalten, denn Marnie, mit der er nicht mal zusammen war, scheint er zu vermissen. An seine Eltern denkt er gar nicht.

Man kann sich nicht vorstellen, was so eine Nachricht mit Jugendlichen macht, aber auch im zweiten Teil der Vorgeschichte wird es angedeutet, welche Auswirkungen diese Nachricht unmittelbar auf die Gesellschaft hat und ich finde, dass man auch die beiden Jugendlichen besser versteht, wenn man diesen Band gelesen hat. Auch wenn ich mit einigen ihrer Äußerungen und ihrem Verhalten nicht einverstanden bin, empfehle ich Die Vorgeschichte: Lex und Ryan von Linda Jensen weiter.

Schnelles Lesen, langsames Lesen von M. Wolf

Inhaltsangabe: Schnelles Lesen, langsames Lesen von Maryanne Wolf

In dem Sachbuch Schnelles Lesen, langsames Lesen von Maryanne Wolf beschreibt die Autorin, dass mit dem Bildschirmlesen und den vielen vor Bildschirmen verbrachten Stunden eine Veränderung unseres Gehirns einhergeht. Das Sachbuch ist in neun Kapitel eingeteilt, die sie als Briefe bezeichnet. Die Briefe beginnen jeweils mit der typischen Briefeinleitungsfloskel und enden auch so. Außerdem steht vor jedem Brief mindestens ein Zitat, das inhaltlich zum Brief passt.

Der erste Brief ist mit „Lesen, der Kanarienvogel des Gehirns“ überschrieben. Hier beschreibt die Autorin welche Fähigkeiten das Lesen den Menschen vermittelt; natürlich neben dem Gelesenen selbst. Außerdem fungiert der erste Brief als eine Art Einleitung zum gesamten Buch. Der zweite Brief heißt „Eine große weite Welt – ein etwas anderer Blick auf das lesende Gehirn“, in welchem sich die Autorin mit dem Prozess des Lesens und der Verarbeitung im Gehirn auseinandersetzt. Im dritten Brief, der „Weltvergessenes Lesen – eine gefährdete Kunst?“ heißt, setzt sich Maryanne Wolf mit dem vertieften Lesen auseinander. Sie beschreibt dabei den Perspektivwechsel, den man beim vertieften Lesen vollzieht; diesen kennt vermutlich jeder versierte Leser. Sie beschreibt, dass es vielen Lesern aufgrund der vielen an Bildschirmen verbrachten Stunden und den damit einhergehenden Veränderungen in der Hirnchemie und der Aufmerksamkeitsspanne nicht mehr gelingt sich so lange und so vertieft auf ein Buch, eine Geschichte, zu konzentrieren, dass sie gar nicht mehr richtig in diese eintauchen können.

Im vierten Kapitel stellt Maryanne Wolf einige Überlegungen dazu an wie viel wir lesen, wie wir lesen, was wir lesen und wie geschrieben wird und wie sich all diese Aspekte mit der Digitalisierung ändern, geändert haben und ändern könnten. Dieser Brief heißt „‘Was wird aus den Lesern, die wir einst waren?‘“. Am Ende dieses Briefes beschreibt die Autorin einige Beobachtungen, die sie an sich selbst gemacht hat und wie sich daraus ihr weiteres Forschungsinteresse entsponnen hat.

Im fünften, sechsten und siebten Brief beschreibt Maryanne Wolf diverse Aspekte, die vor allem die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen betreffen, weil diese in digitalen Zeiten aufwachsen. Der fünfte Brief heißt „Aufwachsen in digitalen Zeiten“ und setzt sich dezidiert damit auseinander was mit Kindergehirnen passiert, wenn sie einen unreflektierten Umgang mit Tablets, Smartphones und Fernsehern pflegen. Durch die ständige Beschallung mit digitalen Reizen, werden Kinderhirne derart überfordert, dass sie gar nicht mehr darin trainiert werden ihre Aufmerksamkeit auf eine Sache zu kanalisieren, so die Autorin. In Kapitel sechs „Vom Schoß zum PC auf dem Schoß in nur fünf Jahren – immer schön langsam“ gibt die Autorin einige Hinweise darauf, wie man Kinder mit Büchern und dem Lesen in den ersten Lebensjahren sozialisieren sollte. „Wissenschaft und Poesie des Lesenlernens (und -lehrens)“ heißt Brief sieben und ist eine Aufforderung die Lehrer zu schulen, den Unterricht umzustrukturieren und in die Bildung und Leseerfahrung der Kinder vor allem im Alter zwischen 5 und 10 Jahren zu investieren, da Kinder in diesen wenigen Jahren unbedingt ausreichend Lesen lernen müssen (auch wenn sie irgendwelche Leserechtschreibschwächen haben), weil es ihnen sonst ungemein schwer fällt, die Schönheit des Lesens später zu lernen und sich die damit einhergehenden Fähigkeiten anzueignen.

Brief acht „Ein zwiefach kompetentes Gehirn“ ist ein Plädoyer für die Schulung beider Kompetenzen: Kinder müssen analoge Bücher lesen lernen und sie müssen digital geschult werden, da sie beide Dinge in ihrem zukünftigen Leben brachen werden. Abschließend bringt Maryanne Wolf in Brief neun „Zurück zu den Wurzeln, liebe Leser – schnelles Lesen, langsames Lesen“ ein Fazit zu ihren vorherigen Überlegungen, sie fasst einige Aspekte noch einmal zusammen und bringt Prognosen für die Zukunft.

Ankündigungen ·Sommerloch-Juli Urlaub in Griechenland

Ankündigung: Sommerloch-Juli Urlaub in Griechenland

Hallo ihr Lieben,

kennt ihr das: man liegt im Sommer im Garten, auf dem Balkon, am Strand oder sonst wo herum und hat nicht einmal Lust ein Buch aufzuschlagen, weil der ganze Körper schwitzt bevor man auch nur die erste Seite umgeblättert hat? Oder man ist einfach zu faul, weil gerade Sommerferien, Semesterferien oder Urlaub anstehen und man in der Zeit eigentlich überhaupt keine Lust hat zu lesen oder gar zu schreiben? Vielleicht ist das Freibad oder das Eis essen mit Familie und Freunden auch einfach eine viel schönere Sommerbeschäftigung? Wie dem auch sei, gegen das Sommerloch muss etwas getan werden! Deshalb gibt es dieses Jahr den Sommerloch-Juli bei mir. Gemeinsam fahren wir in den Urlaub nach Griechenland. Und dem Motto Griechenland-Urlaub gibt es im Juli jeden Tag einen Post auf meinem Blog. An manchen Tagen wird es wie gewöhnlich Montagsfragen geben, an den Sonntagen werden die normalen Blogprojekte weiterlaufen, aber an den restlichen Tagen werde ich neben normalen Rezensionen und Inhaltsangaben Beiträge zu diversen Antiken Tragödien bringen. Bestimmt habt ihr schon von Aischylos, Sophokles und Euripides gehört? Die drei Tragiker gehören zu den berühmtesten Autoren der antiken Griechenlandes und genau deshalb ist es nun Zeit im Sommerurlaub mal ein bisschen Kultur zu tanken. Wie könnte man das besser als mit griechischen Tragödien?

Vielleicht habt ihr jetzt Lust bei dieser etwas anderen Bloggeraktion mitzumachen? Dann verlinkt doch einfach eure Urlaubsbeiträge unter meinem Post, dabei steht es euch vollkommen frei, ob ihr einfach Rezensionen verlinkt, die euch in irgendeiner Form an Urlaub erinnern oder ob ihr Bücher aus anderen Ländern, von fremden Autoren oder vielleicht sogar in fremden Sprachen gelesen habt, die ihr gerne mit anderen teilen wollt. Ihr könnt auch gerne mehrfach mitmachen oder ihr teilt einfach nur ein Buch mit allen anderen Urlaubshungrigen.

Ich werde Beiträge zu folgenden Antiken Tragödien posten:

Aischylos:
Die Perser
Die Orestie: Agamemnon,
Die Orestie: Die Spenderinnen am Grabe,
Die Orestie: Die Wohlwollenden

Sophokles:
Antigone
König Ödipus
Philoktet

Euripides:
Alkestis
Medeia
Iphigenie im Lande der Taurer
Ion

 

Vielleicht kennt ihr sogar die ein oder andere Tragödie? Und wie geschrieben: Ihr könnt gerne eure Urlaubsromane hier in den Kommentaren verlinken.

Liebe Grüße

Vanessa

Schnelles Lesen, langsames Lesen von M. Wolf

Rezension: Schnelles Lesen, langsames Lesen von Maryanne Wolf

Wie in der Inhaltsangabe beschrieben verwendet Maryanne Wolf in ihrem Sachbuch Schnelles Lesen, langsames Lesen neun Briefe. Diese Form nutzt sie um mit dem Lesern in einen Dialog zu treten, da bei einem Brief ja immer eine Antwort erwartet wird. Dadurch bekommt der Leser die explizite Aufforderung sein eigenes Leseverhalten zu reflektieren. Ich empfand die Briefform insofern als interessant, weil die Autorin viele Aspekte anspricht, die ich auch an mir selbst beobachten konnte. Hier ist natürlich jeder Leser selbst gefragt, aber wenn man ein bisschen Reflexionsvermögen mitbringt, dann kann man sicherlich einige negative Aspekte am eigenen Leseverhalten entdecken und diese beheben.

Auch die Hinweise für die Kindererziehung fand ich interessant. Weniger weil ich mir davon Handlungsvorgaben verspreche, sondern eher, weil man für die Auswirkungen von digitalen Geräten und Bildschirmen auf das Gehirn sensibilisiert wird und dadurch intuitiv merkt, dass sich etwas am Umgang ändern muss. Aufmerksamkeitsdefizite, fehlendes Einfühlungsvermögen und geringe Lesefähigkeiten sind nur einige wenige Aspekte, die sich bereits verschlechtert haben. Wenn ein solcher Umgang einfach weitergeht, werden sich diese Sachen auch nicht einfach wieder verbessern, deshalb ist es notwendig Strategien dagegen zu entwerfen. Maryanne Wolf hält kein mehrere 100 Seiten umfassendes Plädoyer gegen digitale Geräte, Bildschirmlesen und Technik im Allgemeinen, sondern sie macht auf Probleme und Änderungsmöglichkeiten aufmerksam, die sie selbst erforscht hat. Im Gegenteil klingt bei ihr immer wieder die Notwendigkeit an, dass Menschen ganz allgemein den Umgang mit dem digitalen Lesen üben müssen bevor sie darauf dezidiert im vorletzten Brief eingeht.

Im Anhang befinden sich etliche Quellen, die neben den literarischen Zitaten, die sie verwendet, auch auf Forschungsliteratur aller Art verweisen, sodass der geneigte Leser die Möglichkeit hat, noch weitere Literatur zu konsultieren; wobei das ja für ein Sachbuch eigentlich selbstverständlich ist.

Das Buch ist gut strukturiert, es beginnt mit einer relativ allgemein gehaltenen Einleitung, geht weiter mit einer Abhandlung darüber wie lesen überhaupt funktioniert, geht dann auf das Deep Reading ein und behandelt dann den heutigen Ist-Zustand und vergleicht diesen mit der Vergangenheit. Abschließend kommen noch einige Hypothesen und Hinweise und in diesem Kontext auch Veränderungsmöglichkeiten für die Bildung von Menschen im digitalen Zeitalter. Dieser Aufbau ergibt durchaus Sinn und schließt mit einem Plädoyer ab, das sich logisch aus allen vorherigen Briefen ergibt.

Ich muss aber sagen, dass mich zwei Dinge an dem Buch gestört haben: Zum einen hat mir Brief zwei überhaupt nicht gefallen, weil ich die Vergleiche mit einer Zirkusmanege, um zu erklären wie das Lesen im Gehirn abläuft keinen Sinn für mich ergab und es mich eher verwirrt hat, als dass es mir geholfen hätte. Ich weiß, dass eine Vermittlungsform von komplexen wissenschaftlichen Vorgängen ein Vergleich aus der Alltagswelt der Laien ist, aber hier hätte ich mir eine andere Aufbereitung gewünscht. Und zum anderen erschien mir einiges in dem Buch redundant und relativ langatmig, obwohl das Buch eigentlich gar nicht so lang ist (300 Seiten mit Anhang). Vielleicht lag es daran, dass es ein ziemlich anspruchsvolles Sachbuch ist oder dass ich einfach an einigen Stellen nicht gut reinkam, aber das Buch braucht mindestens einen vermutlich aber sogar mehrere Lesedurchgänge und wirklich viel Konzentration.

Dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb hat mich dieses Buch aber unglaublich bereichert. Für jeden, der sich für `s Lesen interessiert, der sich gefragt hat, warum er sich beim digitalen Lesen nicht so gut konzentrieren kann bzw. sich nicht so viel behält oder der sich schlichtweg für die Veränderungen in der Lesekultur, die mit der Digitalisierung einhergehen, interessiert, ist dieses Buch bestimmt ein Gewinn. Deshalb empfehle ich Schnelles Lesen, langsames Lesen von Maryanne Wolf gerne weiter.

 

Danke an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar!