Lieblingsworte

Präjudizieren

Das Verb präjudizieren kommt aus dem Lateinischen praeiudicare auf deutsch vorgreifen oder im Voraus entscheiden. Prae heißt vor(her) und iudicare heißt judizieren, sodass zusammengesetzt präjudizieren entsteht. Die bildungssprachliche und die rechtliche Bedeutung scheinen in diesem Fall die selbe zu sein, heißen sie doch ein Präjudiz schaffen. Duden-online gibt als Beispiel an, dass eine bestimmte Regelung keine präjudizierende Wirkung hat, damit kann deutlich werden, was mit präjudizieren gemeint ist.

Sie kam, sah und liebte von R. Gibson

Inhaltsangabe: Sie kam, sah und liebte von Rachel Gibson

In dem Liebesroman Sie kam, sah und liebte von Rachel Gibson geht es als zweiten Band um die Seattle Chinooks, eine Eishockeymannschaft. Über diese Eishockeymannschaft soll Jane Alcott als Reporterin der örtlichen Zeitung berichten, denn als Frau soll sie eine neue frische Perspektive zu den Sportereignissen einnehmen, wenngleich sie wenig Ahnung von dem Sport hat. Ihr Zielobjekt ist der berüchtigte Torwart Luc Martineau, der in der Vergangenheit sehr viel Unwahres über sich in den Zeitungen gelesen hat, weshalb er keine Interviews mehr gibt und Reportern auch im Allgemeinen keine Fragen beantwortet, sodass er der jungen Reporterin eher skeptisch gegenübersteht. Jane muss versuchen sich in dieser männerdominierten Kulisse zurechtzufinden. Die Spieler sprechen zwar mit ihr über ihre Kinder und über andere alltägliche Dinge, nur über das Spiel sprechen sie nicht mit ihr. Als die Chinooks nun auch noch anfangen zu verlieren, geben sie Jane die Schuld und sie wird gefeuert. Natürlich ist sie traurig und verletzt und sie fühlt sich vor allem von Luc verraten, nachdem sie angefangen hatte mit ihm warm zu werden und sich sogar halbwegs mit ihm versteht. Jane lernt sogar Marie, Lucs Schwester, kennen, die nach dem Tod ihrer Mutter bei ihm eingezogen ist. Luc wird unwiderstehlich von der kleinen Jane, die überhaupt nicht an eine Barbie erinnert, angezogen, obwohl doch Ken-Typen eigentlich immer auf Barbie stehen. Dennoch landen die beiden im Bett und natürlich verliebt sich Jane auch in ihn (eigentlich sogar in umgedrehter Reihenfolge) und so ist er umso überraschter und verletzter, als er in einer Honey Pie-Kolumne von sich lesen muss. Honey Pie ist eine fiktive Figur, die Jane geschaffen hat um sie als Pornotext für eine Männerzeitschrift zu schreiben. Honey Pie ist verwegen und nimmt sich die Männer, die sie haben möchte und „vögelt sie ins Koma“ und als ihr neustes Opfer Luc Martineau heißt, finden das seine Mannschaftskollegen zwar toll, Luc aber weniger, vor allem, da ihm einige Passagen des Textes erschreckend bekannt vorkommen. Erst glaubt er, dass er und Jane belauscht wurden, bis sie ihm gesteht, dass sie die Honey Pie-Kolumne schreibt. Er fällt aus allen Wolken, fühlt sich verraten und verkauft und stößt die Reporterin von sich. Wie soll Jane nun mit ihrem gebrochenen Herzen und dem Hass, der ihr von Luc entgegenschlägt umgehen, schließlich liebt sie ihn doch. Doch Jane wäre nicht Jane, wenn sie nicht ihren Mumm nutzen würde: Taff stellt sie sich ihm in den Weg und versucht sich zu erklären. Doch kann Luc seine verletzten Gefühle vergessen?

Sie kam, sah und liebte von R. Gibson

Rezension: Sie kam, sah und liebte von Rachel Gibson

Sie kam, sah und liebte von Rachel Gibson ist der zweite Band der Seattle Chinooks-Reihe, und wenngleich es hier um Eishockey geht und es sicherlich von Vorteil ist die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, macht es auch hier nichts, wenn man erst den zweiten Band liest. Vor allem da ich nach dem Lesen nicht weiß, was genau im ersten Band geschehen sein soll. Aber gerade deshalb bin ich auf jeden Fall gespannt, wie die nächsten Bände weitergehen. Ich möchte wirklich gerne wissen, inwiefern die Spieler und die bisher vorgestellten Protagonisten in den nächsten Bänden der Reihe wieder aufgegriffen werden und ob diese eine relativ große Rolle spielen.

Ich muss leider sagen, dass es mir in diesem Band zu sehr um Eishockey ging. Das hing natürlich damit zusammen, dass es in dieser Reihe um Eishockey geht und damit, dass Jane über die Spiele der Chinooks berichten soll. Da wäre es schon reichlich verwunderlich, wenn es nicht um Eishockey gehen würde, aber mir war es ein bisschen zu viel. Das Buch hatte ich deshalb lange Zeit vor mir hergeschoben und ich habe lange Zeit überlegt, ob ich die Reihe überhaupt lesen wollen würde. Ich hätte noch ein paar Romane von Rachel Gibson übrig gehabt, die ich noch nicht gelesen habe, aber da ich die Autorin mag und gerne noch ein bisschen mehr von ihr lesen wollen würde, habe ich mich dazu entschlossen, diese Reihe doch zu lesen und deshalb war ich froh, dass man mir das Buch kürzlich schenkte.

Ich muss sagen, mir gefiel das Buch eigentlich gar nicht schlecht, wenngleich ich mir Luc nicht so recht warm wurde. Mir gefiel seine Art nicht, wobei ich es natürlich zu schätzen weiß, dass er nicht der perfekte Mann ist, sondern auch seine kleinen Fehler hat. Das wirkt dann immer noch mal ein bisschen realistischer und macht sympathischer. Jane hingegen wirkte auf mich sehr sympathisch, was auch damit zusammenhing, dass sie als nicht besonders perfekt beschrieben wurde. Jane wurde anfänglich so beschrieben, dass sie nicht der Typ von Luc war, was ihn für mich irgendwie in ein schlechteres Licht rückte, denn auf einmal steht er nicht mehr auf Barbies, sondern auf Jane, die ganz anders ist und sich auch ganz anders verhält als er es früher mochte und er reflektiert nicht einmal, warum ihn dies plötzlich anspricht.

Alles in allem mochte ich Sie kam, sah und liebte von Rachel Gibson aber gar nicht so ungern, wenngleich es wohl nie mein Lieblingsroman der Autorin wird, kann ich ihn dennoch weiterempfehlen, vor allem wenn man auf Eishockey steht.

Montagsfragen

Montagsfrage: 13. Januar 2020

Montagsfrage: Können Autoren in mehreren Genres brillieren?

Hallo ihr Lieben,

auf der einen Seite würde ich natürlich sagen: Klar, wieso nicht. Auf der anderen Seite verstehe ich die Frage natürlich, denn wenn man als Autor immer nur in einem Genre schreibt, dann ist es wahrscheinlich nicht leicht sich auch in anderen Genres gute Geschichten auszudenken.
Wenn ich mich in meinem Blog ein bisschen umschaue, sehe ich schon die ein oder andere Autorin, die in mehreren Genres gute Bücher geschrieben hat. Eines der bekannteren Beispiele dürfte Nora Roberts sein, die ihre Liebesromane und Romane als Nora Roberts und die Science-Fiction-Krimi-Literatur unter dem Pseudonym J.D. Robb veröffentlicht.
Linda Howard hat eine ziemliche Bandbreite an Liebesromanen, die man in teilweise auch in verschiedenen Subgenres verorten kann. Sie schreibt romantische Liebesromane, Liebesromane mit Krimi/Thriller-Note und ich kann mich sogar an einen Zeitreiseliebesroman erinnern. Bei manchen Autoren funktionieren viele verschiedene Subgenres, sodass sie ihren Variationsdrang an solchen Romanen ausleben können.
Das prototypische Beispiel bei einer solchen Frage ist natürlich Joanne K. Rowling, die unter diesem Namen mit den Harry Potter-Bänden unglaublich erfolgreich war (brauche ich wohl niemandem zu erzählen). Sie hat aber auch noch andere Bücher herausgegeben: Als Robert Galbraith schreibt sie Kriminalromane. Auch hier dient ein Pseudonym dazu, dass sich zwei Genres voneinander abgrenzen lassen.
Natürlich könnte man bei all diesen Beispielen fragen, ob die Bücher des weniger bekannten Pseudonyms wirklich so gut sind wie die ersten, aber andererseits ist es immer subjektiv wie gut eine Reihe ankommt und selbst wenn sie gut ankommt ist nicht gesagt, dass sie auch wirklich gut ist.
Wie seht ihr das? Fallen euch noch andere, bessere Beispiele ein?

Liebe Grüße
Vanessa

Sherlock Holmes Kurzgeschichten

Der Bund der Rothaarigen von Sir Arthur Conan Doyle

In dieser Kurzgeschichte kommt Mr. Wilson, der neue Klient, zu Sherlock Holmes. Dr. Watson kommt dazu, nachdem Holmes und Wilson schon ein paar Minuten miteinander sprachen. Mr. Wilson hat feuerrotes Haar und kommt zu Holmes nachdem er im Bund der Rothaarigen aufgenommen worden war. Der Bund bezahlt einen Mann dafür, dass dieser ihnen die Enzyklopädie abschreibt. Wilson ist zwar Pfandleiher, aber da in den Morgenstunden dort nicht allzu viel zu tun ist, hat er nichts dagegen sich ein Zubrot zu verdienen indem er morgens für den Bund arbeitet. Er kommt also zur Bewerbung und wird, obwohl sich sehr viele andere Rothaarige auch beworben haben, sofort genommen. Und gleich wird ihm seine Aufgabe erklärt. Anfangs kommt sein Betreuer noch öfter und schaut, ob alles gut funktioniert, mit der Zeit kommt er seltener und schlussendlich dann gar nicht mehr, sodass Mr. Wilson jeden Morgen ein paar Stunden alleine dort sitzt um seine Arbeit zu verrichten. Doch eines morgens kommt er zu seiner Arbeitsstelle und an der Tür steht ein Schild: Der Bund der Rothaarigen ist aufgelöst. Mr. Wilson verwirrt das, da man ihm davon nichts mitgeteilt hat, sodass er sich mit der Zeitungsannonce für die Stelle und seiner Geschichte zu Holmes macht. Dieser hat schon einen Verdacht und schaut sich den Gehilfen, der im Geschäft ist, während Wilson beim Bund der Rothaarigen war, einmal genauer an und findet dabei raus, dass dieser irgendwie komisch ist, außerdem ist neben dem Geschäft eine Bank und so kontaktiert er den Bankdirektor und einen bekannte Polizisten, mit denen er sich in der folgenden Nacht auf die Lauer legt und gemeinsam gehen ihnen zwei Mäuschen ins Netz.

Der Bund der Rothaarigen gehört zu den bekannteren Kurgeschichten dieses Bandes, und obwohl ich den Titel kannte, wusste ich nicht, welche Geschichte sich dahinter verbirgt, deshalb bin ich ziemlich ohne Erwartungen herangegangen. Aber nachdem schon in der ersten Kurzgeschichte keine Leiche vorkam, hatte ich hier wenigstens auf eine gehofft, aber dafür gab es wenigstens ein echtes Verbrechen. Dieses Mal fand ich es aber nicht so schwierig herauszubekommen, was sich hinter dem Verhalten von Holmes und des Gehilfen aus dem Pfandleihhaus verbirgt, sodass es mir ab einem gewissen Punkt sogar gelang, den Fall zumindest in den Grundpfeilern zu rekonstruieren. So etwas mag ich ja immer recht gerne, wenn man als Leser dazu in der Lage ist, herauszufinden, wer der Täter ist oder wie das Verbrechen abgelaufen ist.

Aber von meinem Gesamtgefühl mochte ich diese Geschichte nicht so gerne, da man dabei weder Sherlock Holmes noch Dr. Watson näher kennenlernt. Das fand ich sehr schade. Aber ich hoffe darauf, dass man die beiden in den nächsten Kurzgeschichten noch besser kennenlernt.

Die Raffinesse, mit der in dieser Kurzgeschichte in diesem Band agiert wird, gefiel mir wirklich gut. Ich fand es total spannend, dass jemand sich so eine verworrene Geschichte ausdenkt um an sein Ziel zu kommen, wobei natürlich zu erwarten war, dass man Mr. Wilson nicht zum Selbstzweck um einfach mal nett zu ihm zu sein, im Bund der Rothaarigen aufgenommen hat, aber natürlich war die genaue Geschichte dann doch überraschend und zumindest bis zu einem gewissen Grad, nicht vorhersehbar.

Alles in allem fand ich diese Kurzgeschichte Der Bund der Rothaarigen von Sir Arthur Conan Doyle lesenswert und empfehle sie deshalb weiter.

Leseaktionen

Lesetipps für den Winter 2020 – Blogger stellen dir ihr Lieblingsbuch vor

Hallo ihr Lieben,

bereits vor drei Monaten hatte ich das erste Mal mitgemacht bei der Aktion Blogger stellen dir ihr Lieblingsbuch vor von Leni und Tanja. Die Aktion hat mir damals so gut gefallen und richtig Spaß gemacht, sodass ich heute gerne wieder mitmachen möchte.

Dieses Mal geht es natürlich um die Winterbücher, die man empfehlen kann und eigentlich hatte ich ja versprochen, dass ich dieses Mal nicht so viele Bücher vorstellen werde, aber auf eines beschränken kann ich mich dann doch nicht, deshalb möchte ich heute mehrere Bücher vorstellen:

Roman: Das Zimmer der Wunder von Julien Sandrel

Thelma kennt nur eines: Ihre Karriere. Bis an einem folgenschweren Wochenende ihr Sohn einen grauenvollen Unfall hat und ins Koma fällt. Von nun an muss die alleinerziehende Mutter entscheiden, was ihr wirklich wichtig ist. Als sie dann eine Liste mit Dingen, die ihr Sohn Louis in seinem Leben unbedingt machen möchte, findet, weiß sie, was zu tun ist. Sie filmt sich bei allem, was Louis machen wollte und spielt ihm die Videos vor. So lernt sie nicht nur viele neue Dinge über sich selbst, sondern kommt auch ihrem Sohn wieder näher.

Klassiker/Lyrik: Deutschland. Ein Wintermärchen von Heinrich Heine

Titel und Inhalt passen zwar überhaupt nicht zueinander, aber der Titel passt so schön zu den Empfehlungen. Heine lässt sein lyrisches Ich allerlei aufrührerische Gedanken dichten, dabei nimmt er gegen viele Zeitgenossen kein Blatt vor den Mund und prangert Missstände und die Gesellschaft gnadenlos an.

Krimi: Morphium von Agatha Christie

Morphium von Agatha Christie ist einer der Romane mit Hercule Poirot. Im ersten Teil erfährt der Leser, dass Elinor Carlisle wegen des Mordes an Mary Gerrard angeklagt wird. Sie soll die junge Frau ermordet haben, da sich ihr Verlobter in Mary verliebt habe und auch eine Ermordung an Elinors Tante kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Gegen Elinor spricht vieles: Sie hat die Brötchen und den Tee bereitet, an denen Mary starb, sie hat ein Motiv und sie zweifelt auch selbst an ihrer Unschuld, schließlich hat sie sich den Tot des Mädchens gewünscht. Kann Poirot dennoch Licht ins Dunkel bringen?

Liebesroman: Mistelzweigzauber von Sue Moorcroft

Obwohl ich den Roman Mistelzweigzauber erst einmal nicht mit einer Rezension hier bringen werde, weil Weihnachten vorbei ist und dieser nun einmal ein Weihnachtsroman ist, wollte ich diesen hier erwähnen. Mistelzweigzauber behandelt die Geschichte von Alexia und Ben, die sich in einem kleinen englischen Dorf (Middledip) kennenlernen. Nachdem Alexia den alten Pub in ein Gemeindecafé umbauen wollte und sie von Betrügern über den Tisch gezogen wurde, braucht sie jede helfende Hand, um das Café noch pünktlich bis Weihnachten eröffnen zu können. Ihr zur Seite stehen Ben und Gabe (der Besitzer des alten Pubs), aber auch Menschen, mit denen sie nicht gerechnet hat… Können sie gemeinsam Alexias Versprechen halten?

Kennt ihr eines der Bücher oder findet ihr, das eines der Bücher gut klingt? Welche Bücher könnt ihr für den Winter und einen gemütlichen Abend auf dem Sofa empfehlen?

Liebe Grüße

Vanessa

Der Schatz von Atlantis von G. Beyerlein

Inhaltsangabe: Der Schatz von Atlantis von Gabriele Beyerlein

In dem Kinderroman Der Schatz von Atlantis von Gabriele Beyerlein geht es um Kai, der mit seinen älteren Geschwistern, einer Schwester und einem Bruder, und seinen Eltern zusammen wohnt. Kai hat Flötenunterricht und gerät dabei mit einem älteren Jungen zusammen. Diesem Jungen klaut er die Ventile für sein Fahrrad und wirft sie weg. Kai bekommt eine richtige Grippe, sodass er einige Tage zuhause bleiben muss. Seine Mutter steckt ihn ins Bett und lässt ihn alleine zuhause. Kai geht es gut genug um ein Spiel von seinem Bruder ausprobieren zu wollen. Nach der ersten Runde stirbt er, Kai hat keine Lust mehr und versucht ein neues Spiel: Der Schatz von Atlantis. Kai ist wie gefesselt und findet sich bald leibhaftig in Atlantis wieder. Von einer Katze wird er auf einen Markt gelotst. Bastet möchte ihm helfen und sie erinnert ihn an Kais frühere Katze Felix. Ein fremder Junge bittet ihn, mitzukommen, was Kai macht. Kai wird vom Schmied eingesperrt, weil dieser von Kai lernen möchte wie man Eisen gießt. Kai bringt ihm bei, dass man Eisen nur schmieden kann. Fortan lebt er im Palast des Königs, denn dieser erhofft sich von dem fremden Jungen neue Kriegsmaschinen. Kai erfährt, dass es früher zehn Könige gab und dass ein Drache in der Miene sein Unwesen treibt, außerdem erfährt er, dass der König Zauberkräfte hat, welche er nutzt um Menschen, die sich abtrünnig verhalten, in Tiere zu verwandeln. Kai kann das alles nicht glauben bis sein Musiklehrer eines Tages verschwindet. Nach und nach überlegt er, dass er etwas tun muss, sodass er aus dem Palast flüchtet um seine Freundin Aoja, die beim Schmied wohnt, zu besuchen. Sie ist froh, Kai wohlbehalten wieder zu sehen und so beschließen die beiden zusammen zurück in den Palast zu gelangen um dort nach ihrem Vater zu suchen, der Priester bei den zehn Königen war. Er ist in Ungnade des aktuellen Königs gefallen und wurde danach nie wieder gesehen. Kai und Aoja werden gefangen genommen und müssen fortan im Bergwerk arbeiten, natürlich sind sie enttäuscht als sie auch nachdem sie alle Arbeiter befragt haben, keinen gefunden haben, der Aojas Vater gesehen hat. Aojas Bruder macht sich zusammen mit einigen Fischern auf den Weg zu einer Höhle, wo sie auf Kais, Aoja und den Priester warten wollen. Irgendwann bekommt Kai eine Idee: Vielleicht kann er den Drachen um Hilfe bitten. Bestimmt ist dieser unglücklich, weil alle immer nur das schlechteste von ihm annehmen und so kommt er auf die Idee den Drachen durch Küsse zu befreien. Die neun Köpfe des Drachen verwandeln sich nach und nach in die neun Könige. Außerdem finden sie hinter der Kammer, in der der Drache lebte, den früheren Priester. Verdreckt und herunter gekommen, aber er lebt. Gemeinsam fliehen alle Gefangenen samt dem Priester, Aoja, ihrem Bruder, Kai und den neun Königinnen von der Insel bevor diese durch einen Sturm im Meer versinkt. Kai fällt in der Höhle, in der sie sich vor dem Sturm verbergen, in ein Loch und findet sich zuhause in den Armen seiner Mutter wieder. Seine Eltern sind irritiert davon was Kai von sich gibt und schieben es auf die Fieberträume. Sein Vater verspricht ihm, dass er ihm etwas kauft, sich alles wünschen darf, was er möchte. Kai will eigentlich Felix zurück, aber er weiß, dass seine Schwester gegen Katzen allergisch ist, sodass er sich gut überlegt, dass er sich wünscht, dass sie herausfinden wo Felix ist, sodass Kai weiß, dass es seinem Kater gut geht. Am Ende möchte Kai auch noch den Jungen, dessen Fahrradventile er geklaut hat, entschädigen indem er ihm neue Ventile bringt. Der Junge erkennt ihn wieder, sagt ihm aber auch, dass die Ventile nicht zu gebrauchen sind, weil sie nicht in sein Fahrrad passen genau wie die Pumpe. Aber der Junge ist glücklich, weil Kai den Mut hat sich zu stellen und sich entschuldigt, sodass er sich die Pumpe für seine Freundin schenken lässt und ihn dann ziehen lässt.

Der Schatz von Atlantis von G. Beyerlein

Rezension: Der Schatz von Atlantis von Gabriele Beyerlein

Wie so häufig bei Gabriele Beyerlein ist auch Der Schatz von Atlantis am Anfang etwas langatmig. Es dauert eine Zeit bis man in den Roman hereinkommt. Aber wenn man einmal drin ist, kommt man gut durch. Der Roman liest sich gut und flüssig. Es macht Spaß und mir tat Kai immer wieder leid. Er vermisst seinen Kater Felix, versteht aber mit der Zeit, dass es seine Schwester mit einer Katze im Haus nicht aufhält, aufgrund ihrer Allergie. Vor allem nachdem er im Bergwerk selbst erfahren hat, wie es ist, wenn man kaum Luft bekommt, wenn man vor Staub und verbrauchter Luft beinahe zu ersticken droht. Deshalb versteht er nun, warum seine Schwester es mit Felix im Haus nicht auszuhalten vermag. Auch lernt Kai mit seinem Fehler bezüglich des älteren Jungen umzugehen, indem er versucht diesen wieder gut zu machen.

Interessant an dieser Geschichte ist vor allem, dass am Ende nichts zu den historischen Quellen steht, weil es natürlich keine archäologischen Funde gibt. Atlantis ist untergegangen und man weiß nicht, ob es diese Insel überhaupt gab. Natürlich gibt es Berichte von Platon und einige Gerüchte und Legenden, aber richtige Beweise gibt es, soweit ich weiß, nicht, sodass diese Geschichte eher in das phantastische Genre passt, welche natürlich in gewisser Form einen historischen Anklang hat.

Ich habe außerdem gelesen, dass dieses Buch von Schülern im Unterricht gelesen wird, verstehe aber nicht genau, weshalb ausgerechnet dieses Buch, außerdem ist mir nicht ganz klar, wieso diese Schüler das Buch teilweise so negativ bewertet haben – wie ich herausgefunden habe. Für mich ist klar, dass Der Schatz von Atlantis von Gabriele Beyerlein nicht ihr bestes Werk ist, vor allem weil es keine historischen Hintergründe gibt, passt es auch nicht zu ihren normalen Werken, aber dennoch machte es mir großen Spaß. Es war flüssig zu lesen und man konnte sich gut in die Erzählung und die Figuren, zumindest die Hauptfiguren hineinversetzen, sodass ich es gerne weiterempfehle.

Montagsfragen

Montagsfrage: 6. Januar 2020

Montagsfrage: Was sind deine Lesevorsätze für 2020?

Hallo ihr Lieben und einen guten Start ins neue Jahr!

Antonia fragt in der ersten Montagsfrage diesen Jahres, was unsere Lesevorsätze für dieses Jahr sind. Tatsächlich habe ich gar keine dezidierten Lesevorsätze für das neue Jahr gefasst, aber ich würde gerne schauen, dass ich mir wieder ein bisschen mehr Lesezeit als in den letzten Monaten nehmen kann. Außerdem würde ich gerne mal in neue Genres reinschnuppern oder vielleicht auch mal ein bisschen interkultureller Lesen (sprich auch mal Autoren aus Afrika, Asien oder Südamerika lesen). Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr irgenwelche Lesevorsätze für 2020?

Liebe Grüße
Vanessa

SuB-Experiment Buch auf Bewährung

Rund um’s Lesen: SuB-Experiment – Buch auf Bewährung

Hallo ihr Lieben,

im Herbst letzten Jahres habe ich ein Bücherpaket geschenkt bekommen. In diesem Paket befinden sich zwar Bücher, aus deren Genres ich auch schon Bücher mit Begeisterung gelesen habe, dennoch habe ich das Gefühl, dass ich nicht alle Bücher aus dem Paket gerne lesen möchte. Außerdem sind es sechs Bücher, die auf einmal auf meinen SuB wandern würden, und das wird mir zu viel, zumal ich mir die Bücher ja nicht vorher aussuchen konnte.

Mikka von Mikka liest hatte vor einigen Monaten mal eine Aktion gemacht, bei der sie die ersten paar Seiten eines Buches auf ihrem SuB gelesen hat, um danach zu entscheiden, ob sie das Buch noch lesen möchte, oder ob es, aufgrund von verändertem Lesergeschmack, nichts mehr auf ihrem SuB zu suchen hat. Ich habe mir diese Idee abgeschaut und werde sie leicht abgewandelt für mein Experiment verwenden: Ich werde die ersten 20 Seiten der sechs Bücher lesen und werde danach entscheiden, ob das Buch eine Chance verdient hat oder nicht.

Die sechs Bücher sind die folgenden:

Titel: Weltreise Barcelona – Mister Pock und die blaue Echse
Autor: Dana Haralambie
Verlag: DIX Verlag
Seiten: 220
Genre: Kinder- und Jugendbuch
Inhalt: Was für eine Enttäuschung! Max wollte mit seiner Mutter die aufregende Stadt erkunden, aber Mama muss überraschend weg – und Max und sein kleiner Freund Mister Pock, ein waschechter Lemur, stehen alleine da. Zwei Tage können lang werden! Und das werden sie auch, nur ganz anders als erwartet.
Die beiden lernen Sarina, die Eidechse kennen. Und damit beginnt eine atemberaubende Jagd kreuz und quer durch Barcelona, auf der Suche nach der entführten Cousine von Sarina.
Max und Mister Pock lernen Erstaunliches, denn die Eidechse ist ja eine Einheimische. Am Ende gibt es eine große Überraschung. Denn das, was man sieht, muss nicht immer das sein, was passiert! (Von der Verlagswebseite)

 

Titel: Bis ihr sie findet – Sechs Freunde. Ein Mörder. Wem vertraust du?
Autor: Gytha Lodge
Verlag: Hoffmann und Campe
Seiten: 398
Genre: Kriminalroman
Inhalt: Sechs Freunde. Ein Mörder. Wem vertraust du? „Ein dunkler, tiefgehender, grandioser Krimi – das flammende Porträt einer Freundschaft und ihres Verrats.“ Nicci French Von einer sommerlichen Zeltnacht mit den Freunden ihrer großen Schwester kehrt die vierzehnjährige Aurora nie zurück. Dreißig Jahre später wird ihre Leiche gefunden. In einem Versteck, von dem eigentlich nur die sechs Freunde gewusst haben können. Detective Chief Inspector Jonah Sheens ist fest entschlossen, den Cold Case ein für alle Mal zu lösen. „Ein Geniestreich! Ein kurvenreicher, messerscharf geschriebener Thriller und zugleich eine zarte Ode über Verlust und Sehnsucht.“ A. J. Finn Bis ihr sie findet ist der erste Band der spannenden Krimireihe um Detective Chief Inspector Jonah Sheens und sein Team. (Von der Verlagswebseite)

 

Titel: Kings & Fools 5: Vermisste Feinde
Autor: Natalie Matt & Silas Matthes
Verlag: Oetinger 34
Seiten: 215
Genre: Mystery, Kinder- & Jugendfantasy
Inhalt: Angriffe aus dem Nichts.
Gesichtslose Gegner.
Sicherheit, die nicht länger gilt.

Band 5 der modernen High-Fantasy-Reihe mit Mysteryelementen, featured by Bernhard Hennen.
Brandgeschosse und Anschläge auf den Internatsleiter: Favilla wird angegriffen! Nichts deutet darauf hin, wer die Saboteure sein könnten. Dann fordern die Anschläge ein Opfer. Noel weiß: Er muss den Kampf suchen, um dem ganzen ein Ende zu bereiten. (Von der Verlagswebseite)

 

Titel: Dark Town
Autor: Thomas Mullen
Verlag: Dumont
Seiten: 479
Genre: Krimi/Gesellschaftskritik
Inhalt: Atlanta, 1948: Auf Druck von oben sieht sich das Police Department gezwungen, die erste Einheit farbiger Polizisten in seiner Geschichte aufzustellen. Acht Männer, die in »Darktown«, dem streng abgegrenzten Viertel der farbigen Einwohner, für Recht und Ordnung sorgen sollen. Die Situation ist alles andere als einfach: Ihre weißen Kollegen begegnen den Beamten mit tiefer Feindseligkeit. Sie dürfen nicht vom Polizeipräsidium aus arbeiten, haben keine Erlaubnis, weiße Verdächtige zu verhaften. Und selbst die farbige Bevölkerung begegnet ihnen mit Misstrauen. Als eine junge farbige Frau tot aufgefunden wird, scheint das niemanden zu interessieren – bis auf Lucius Boggs und Tommy Smith, zwei Cops der neuen Einheit, die sich gemeinsam auf die Suche nach der Wahrheit machen. Zwischen zwielichtigen Alkoholschmugglern, scheinheiligen Puffmüttern, korrupten Gesetzeshütern und unter permanenter rassistischer Unterdrückung riskieren Boggs und Smith ihre neuen Jobs – und ihr Leben –, um den Fall zu lösen.

›Darktown‹ ist ein hochatmosphärisches, komplex erzähltes und mitreißendes Krimi-Epos, eine kluge literarische Erkundung der Themen Rassismus, Korruption und Gerechtigkeit.

»Eine brillante Mischung aus Krimi und historischem Roman. Großartige Unterhaltung.« Stephen King (Von der Verlagswebseite)

 

Titel: Das blaue Zimmer
Autor: Georges Simenon
Verlag: Atlantik
Seiten: 170
Genre: Kriminalroman
Inhalt: Im »blauen Zimmer« gibt es keine Regeln, die Leidenschaft kennt keine Grenzen. Seit einem Jahr treffen sich Tony und Andrée in einem Hotel in der Nähe von Poitiers. Sie sind verheiratet, aber nicht miteinander. Bald schon verwandelt sich die Affäre in einen Albtraum. Ein eindringlicher Roman, 2014 von Mathieu Amalric verflmt. Mit einem Nachwort von John Banville. (Von der Verlagswebseite)

 

Titel: Im Tal der Hoffnung – Ein Südfrankreich Krimi
Autor: Silke Ziegler
Verlag: grafit
Seiten: 400
Genre: Kriminalroman
Inhalt: Eine grausame Verbrechensserie erschüttert Montpellier

Vor acht Jahren ist Coralie Beladier Schreckliches widerfahren: Sie wurde entführt und über mehrere Monate lang gefangen gehalten und missbraucht. Seither hat sie sich in die Cevennen zurückgezogen, um zu vergessen.

Ihr Peiniger wurde nie gefasst. Und sorgt weiter für Angst und Schrecken in Montpellier. Insgesamt sind schon sechs junge Frauen tot aufgefunden worden, die zwei Dinge einen: Alle waren Studentinnen der Psychologie und alle haben vor ihrem Tod Unglaubliches durchmachen müssen.

Als nun Adèle Nélard abends von einer Feier nicht zurückkehrt, wendet sich ihr Vater voller Verzweiflung an Raphaël Dumont. Der Expolizist genießt einen hervorragenden Ruf als Privatermittler und sieht nur einen Weg, sich dem Täter zu nähern: Coralie muss sich endlich ihrer Vergangenheit stellen und erzählen, was damals genau vorgefallen ist. Und zwar alles… (Von der Verlagswebseite)

 

Das sind die sechs Bücher, um die es in den nächsten Wochen gehen wird. Noch habe ich ja Angst, dass das Experiment komplett schief geht und ich entweder alle Bücher nach nur 20 Seiten ablehne oder dass ich sie alle nach 20 Seiten auf meinen SuB packen möchte. Ich versuche meine Eindrücke und Gedanken zu den ersten 20 Seiten auf jeden Fall festzuhalten, damit ihr auch nachvollziehen könnt, warum manche Sachen auf meinen SuB wandern und ich andere wiederum aussortiere.

Kennt ihr eines der Bücher? Könnt ihr vielleicht sogar Empfehlungen aussprechen? Oder wisst ihr von einem Buch, das ihr es nicht auf euren SuB packen würdet? Was haltet ihr von einem solchen Projekt?

Liebe Grüße
Vanessa