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Inhaltsangabe: Das Mondscheincafé von Mai Mochizuki

Das Mondscheincafé von Mai Mochizuki ist ein aus Japan stammender Roman über Sterne deutende Katzen, die jungen Menschen auf ihrem Lebensweg helfen wollen.

In diesem Roman sind mehrere Geschichten versammelt: Mizuki Serikawa war einst eine gefeierte Drehbuchautorin aber inzwischen arbeitet sie nur noch an kleineren und unbedeutenderen Projekten. Darunter eine Nebenhandlung für ein bekanntes Spiel, die sie entwickeln und schreiben soll. Als sie einer ehemaligen Kollegin ein Drehbuch schickt, bittet diese um ein Treffen und berichtet ihr von der Ablehnung ihrs Drehbuches. Mizuki ist am Boden zerstört, trifft aber auf ein magisches Katzencafé, in dem sie lernt auf ihre Sterne zu vertrauen und etwas über den Zeitgeist und den Publikumsgeschmack lernt.

Als nächste wird Akaris Geschichte erzählt. Sie arbeitet beim Fernsehen und ist eine Karrierefrau und natürlich braucht sie einen passenden Mann dazu, aber sie verliebt sich immer in die falschen. Zuletzt in einen Mann, der mit seiner Frau eine Fernbeziehung führt und ihr verschwiegen hat, dass er verheiratet ist. Als sie erfährt, dass ihr Freund verheiratet ist, zieht sie die Notbremse und trennt sich von ihm. Im Gegensatz zu einer ihrer Schauspielerinnen, Satsuki, die eine Affäre mit einem verheirateten Kollegen hat und dafür von der Öffentlichkeit stark verurteilt wird. Gemeinsam besuchen die Frauen das Mondscheincafé und finden so ihren Weg und setzen sich mit aller Kraft dafür ein, dass sie ihren Zielen näher kommen.

Zuletzt „besuchen“ Takashi Mizumoto und Megumi Hayakawa getrennt voneinander das Mondscheincafé. Während Takashi erfährt, dass seine technischen Probleme im Beruf mit den Sternen zusammenhängen und wie er damit am besten umgeht, sodass diese Probleme keine allzu schlimmen Auswirkungen auf sein Geschäft haben, wird Megumi dazu motiviert, sich eine neue Stelle zu suchen beziehungsweise sich endlich selbstständig zu machen. Sie erfährt auch, dass es einige Möglichkeiten gibt, sich in ihrer Branche über Wasser zu halten und Akari stellt sogar den Kontakt zu Jiro, dem Stylisten beim Film her, sodass Megumi auch aus dieser Richtung in Zukunft Aufträge erhalten könnte.

Zum Schluss erfahren die Leser:inen noch warum diese Menschen Hilfe von den Katzen vom Mondscheincafé erhalten haben und wo ihre Verbindung zueinander ist.

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Rezension: Das Mondscheincafé von Mai Mochizuki

Normalerweise mag ich solche Belles Lettres-Bücher aus Japan wie es auch Das Mondscheincafé von Mai Mochizuki zu werden versprach. Leider kam direkt danach das große Aber, doch dazu gleich mehr.

Ich mag die Idee, dass es ein Café gibt, das an allen möglichen, verschiedenen Orten auftauchen kann und dort verschiedensten Menschen bei ihrem weiteren Lebensweg hilft beziehungsweise die richtigen Tipps gibt, um sich selbst für die richtigen Dinge im Leben zu entscheiden und dass es dabei egal ist, ob es um berufliche Dinge oder die Liebe geht. Ich mag es auch, dass hier Katzen diejenigen sind, die die Menschen beraten, ABER und hier komme ich zum ersten Aber: mich stört, dass diese Katzen sprechen können und es dafür keinerlei logische Erklärung gibt. Natürlich müssen die Katzen irgendwie ihre Tipps vermitteln, aber mich hat es dennoch gestört.

Hinzu kam, dass den Sternen und dem Geburtshoroskop so viel Bedeutung zugemessen wird. Ja, ich verstehe, wenn Menschen an Glück oder Schicksal glauben und kann nachvollziehen, wenn man für manche Dinge einfach andere Erklärungen als rein wissenschaftliche sucht. Aber so wie die Autorin diese Geburtshoroskope beschrieben hat, wirkte es für mich einfach nur wie Mumpitz. So lange es niemandem schadet, kann man daran ja glauben, aber wenn man seine Lebensentscheidungen von den Sternen abhängig macht und denkt, dass man Charakterstärken, -schwächen und -eigenschaften mit den Sternen erklären kann und weil Planet X während der Geburt in diesem und jenem Haus stand, dass man diese und jenen Lebensentscheidungen treffen sollte/muss, um ein gutes Leben zu führen, dann sehe ich das sehr kritisch. Vielleicht hat es die Autorin einfach nicht richtig rüberbringen können und es wirkt deshalb so seltsam, aber ich bin nicht sicher, ob das wirklich die Erklärung ist.

Ich muss auch sagen, dass ich als ich das Buch auswählte einfach nicht damit gerechnet beziehungsweise nicht bedacht habe, dass es hier so stark um Astrologie gehen wird und dass die so relevant für die Handlung sein wird, sonst hätte ich das Buch wohl niemals ausgesucht. Für mich klang einfach ein Mondscheincafé mit Katzen, das den Menschen hilft super. Und wäre die Handlung auch nur dieser Teil, würde ich das Buch wahrscheinlich mit fünf Sternen bewerten, aber so kann ich das leider nicht.

Die Figuren blieben mir auch alle etwas zu oberflächlich, aber das kann auch daran gelegen haben, dass ich mich über Wochen bis Monate durch dieses Buch geschleppt habe und immer wieder große Pausen machen musste. Die Idee wie die Schicksale aller dieser Menschen zusammenhängen und warum die Katzen ausgerechnet ihnen geholfen haben, fand ich unglaublich berührend und sie hat für mich das Buch bis zu einem gewissen Grad „gerettet“. Mir hat sie also gut gefallen.

Alles in allem kann ich Das Mondscheincafé von Mai Mochizuki also nicht empfehlen, wenn man einfach nur einen netten belletristischen Roman lesen möchte, denn hier liegt der Schwerpunkt auf der Astrologie.

 

 

 

Danke an Netgalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Allgemein ·Leseaktionen ·Top Ten Thursday

Top Ten Thursday #33

Leseaktionen-Banner: Hintergrund aus braunem Papier, im Vordergrund steht Top Ten Thursday, außerdem ein menschlicher Schatten, der lesend auf einer Weltkugel sitzt

Hallo ihr Lieben,

diese Woche bin ich die zweite Woche hintereinander beim TTT dabei und dieses Mal geht es um Klassiker. Tatsächlich habe ich bereits einige Klassiker gelesen und könnte die Liste wahrscheinlich etliche Male füllen, sodass ich mir ein besonderes Motto überlegt habe. An wen denkt ihr bei Klassikern? Goethe, Schiller, Kleist? Ich habe mich entschieden, heute mal zu zeigen welche Klassiker von Frauen ich so gelesen habe und habe versucht dennoch eine ganz gute Balance hinzukriegen. Ich werte aber nicht nur deutsche Klassiker, sondern werde auch Kinderbuchklassiker, englische Klassiker und Krimis aufführen. Das Motto, das Aleshanee für uns gewählt hat, lautet diese Woche also:

10 Klassiker, die du gelesen hast (von Frauen)

  1. Hanni & Nanni von Enid Blyton

Eine englische Kinderbuchreihe; ein wahrer Klassiker (auch wenn die Übersetzungen stark verändert wurden und sogar die Protagonistinnen umbenannt wurden…)

  1. Anne auf Green Gables von Lucy Maud Montgomery

Ich liebe Anne und war kürzlich vom zweiten Band total begeistert.

  1. Der Trotzkopf von Emmy von Rhoden

Pädagogisch zweifelhaft, aber ein echter Klassiker

  1. Irrwisch-Fritze von Adelheid Reinbold

Die Autorin sagt euch nichts? Sie hat unter Pseudonym veröffentlicht: Franz Berthold

  1. Der Mann im braunen Anzug von Agatha Christie

Ich gebe es zu: ich habe einfach irgendeinen der vielen Christie-Krimis, die ich gelesen habe, ausgewählt

  1. Mansfield Park von Jane Austen

Ich liebe Mansfield Park und finde, es gehört zu den tollsten Werken von Austen

  1. Ein gewisses Lächeln von Françoise Sagan

Sagan hat mehrere Romane geschrieben, die allesamt einen ganz eigenen französisch-eleganten Stil haben.

  1. Der chinesische Schal von Patricia Wentworth

Dafür, dass sie einfach tolle klassische englische Krimis schreibt, ist Wentworth recht unbekannt. Ihrer Miss Silver-Reihe sollte man aber als Krimi-Fan auf jeden Fall eine Chance geben

  1. Frankenstein von Mary Shelley

Mal ein bisschen was gruseligeres von einer Autorin? Mary Shelleys Frankenstein!

  1. Rebecca von Daphne du Maurier

Ich erinnere mich an gar nicht mehr so viel, nur noch, dass ich ihn mochte. Rebecca gehört aber auf jeden Fall zu den Klassikern der englischen Literatur.

 

Okay, die Liste hätte ich auch mehr als einmal voll bekommen und es war wirklich schwierig, sich zu entscheiden.

Welche Klassiker habt ihr schon gelesen? Welche wollt ihr noch lesen?

Liebe Grüße
Vanessa

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SuB-Abbau-Challenge: 20 Bücher 20 Wochen

Hallo ihr Lieben,

vor 1,5 Jahren hatte Mikka die Challenge 15 Bücher 15 Wochen gemacht, an der ich teilgenommen habe. Seit dem ist mir die Challenge häufiger im Kopf herum gespukt und ich dachte, ich wärme sie auf, verändere sie und nutze sie als SuB-Abbau-Challenge in diesem Jahr.

Die Idee bei Mikka war, dass man die Bücher noch während der Challenge ändern kann, aber eben 15 Bücher in 15 Wochen lesen sollte. Bei mir werden es 20 Bücher in 20 Wochen, allerdings sind die 20 Bücher bei mir aufgeteilt in zwei Stapel, denn ich habe noch etliche unrezensierte Bücher hier rumliegen, die endlich mal rezensiert werden müssen. Dafür brauche ich offensichtlich eine kleine Motivation. Deshalb werde ich die 20 Bücher aufteilen in 10 Bücher, die ich lesen und rezensieren werde und 10 Bücher, die ich nur noch rezensieren muss. Für 2 Bücher (ein Buch plus Rezi und eine alte Rezi) darf ich mir ein neues Buch anschaffen.

Die Challenge startet am 23. Januar 2024 und endet am 10. Juni 2024.

Die folgenden Bücher möchte ich in diesem Zeitraum lesen und rezensieren:

  1. Ich schenk dir eine Geschichte: Abenteuergeschichten
  2. Der Spiegel der Königin von Nina Blazon
  3. Keep Calm and Travel – Jetzt fängt das Leben erst richtig an von Bettina Brömme
  4. Mydworth 2: Tod im Mondschein von Matthew Costello & Neil Richards
  5. Das unheimliche Fenster von Tonke Dragt
  6. Ein Mord zu Weihnachten von Francis Duncan
  7. Das Krokodil und der Pharao von Constanze Holler
  8. Der Reiter auf dem schwarzen Hengst von Auguste Lechner
  9. Der Klang der Wälder von Natsu Miyashita
  10. Das alte Haus am Meer (Miss Silver und die Tote am Strand) von Patricia Wentworth

 

  1. Stop What You’re Doing And Read This!
  2. Der Rabbi und der Kommissar 2: Du sollst nicht begehren von Michel Bergmann
  3. Aja oder Alles ganz anders von Gabriele Beyerlein
  4. Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie
  5. Miss Daisy (2) und der Tod im Wintergarten von Carola Dunn
  6. Gower Street Detective 1: Mord in der Mangle Street von M.R.C. Kasasian
  7. Lady Hardcastle (6) und der Mord am Meer von T E Kinsey
  8. Kings & Fools 4: Vergessenes Wissen von Natalie Matt & Silas Matthes
  9. My Roommate is a Cat Band 1 von Tsunami Minatsuki und As Futatsuya
  10. Wells & Wong 6: Tödliches Spiel in Hongkong von Robin Stevens

 

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr euch gerne anschließen. Ich freue mich über Gesellschaft.

Kennt ihr eines meiner zu lesenden oder zu rezensieren Bücher? Könnt ihr mir eins empfehlen, mit dem ich am besten direkt starten sollte?

Liebe Grüße
Vanessa

Adventskalender 2017

Frohe Weihnachten

Hallo ihr Lieben,

das war also der diesjährige Adventskalender. Ich hoffe, Ihr hattet Spaß damit und habt die verschiedenen Bücher als ausreichend abwechslungsreich empfunden, denn ich habe versucht für jeden Geschmack etwas zu veröffentlichen. Ich hoffe, Ihr habt ein wunderschönes, nicht allzu ruhiges aber erholsames Weihnachtsfest mit Euren Lieben.

Liebe Grüße und frohe Weihnachten

Vanessa

Adventskalender 2017 ·Frankenstein von M. Shelley

Inhaltsangabe: Frankenstein oder der moderne Prometheus von Mary Shelley

Der Roman Frankenstein oder der moderne Prometheus von Mary Shelley behandelt die Geschichte von dem Wissenschaftler Frankenstein, der einem Freund auf einem Schiff seine Geschichte erzählt. Dieser Freund schreibt seiner Schwester die Geschichte, die auf diesem Wege erzählt wird: Der Freund erzählt, dass er in seinem Laboratorium ein Monster aus Leichenteilen schafft, dies dauert fünf Monate, und obwohl es ihn manchmal selbst ekelt was er da tut, macht er weiter. Als er endlich fertig ist, wird er schwerkrank und wird von einem Freund gepflegt. Auf einmal erhält er einen Brief, dass sein Bruder gestorben ist. Er wurde ermordet! Als er zurück nach hause kommt, steht plötzlich sein Monster vor ihm: Er hatte den Jungen ermordet, aber er erzählt ihm auch noch wie er den Winter verbrachte. Frankenstein war geflohen und wurde von den Menschen sehr schlecht behandelt. Sie schreien und schlagen ihn und verjagen ihn damit. Er kommt zu einem ärmlichen Bauernhof mit seinen Beschützern, welche nichts von ihm wissen. Dort wohnt er für einige Monate im Schuppen, und erhält von seinen Menschen hin und wieder etwas zu essen, da er von ihnen stiehlt. Er versteht die menschliche Sprache nicht, möchte sie aber lernen, auch davon, dass der Sohn, Felix, seinem Vater etwas vorliest, ist er fasziniert, weshalb er dies auch lernen möchte. Frankenstein verrichtet heimlich in der Nacht kleinere Dienste für die Familie, als er sich ihnen aber offenbart, wird er vom Sohn verjagt, dessen Schwester und seine Frau erleiden einen schweren Schock, der Vater wird schwerkrank. Frankenstein wandert weiter zu seinem Erschaffer, und offenbart sich ihm. Er fordert eine Gefährtin, denn er sei nur so brutal, weil er von den Menschen so schlecht behandelt würde. Diese Brutalität wäre vorbei, wenn er eine Gefährtin hätte, die keine Angst vor ihm hat und ihn mag und schätzt und mit ihm Zeit verbringt. Sein Erschaffer Viktor Frankenstein bringt es aber nicht über sein Herz noch so ein Monster zu erschaffen, deshalb straft ihn sein Monster und tötet viele seiner Familienmitglieder. Viktor Frankenstein will sich an ihm rächen und jagt ihm hinterher. Dabei trifft er auf seinen Biographen, der mit einem Schiff Richtung Nordpol fährt. Viktor Frankenstein stirbt auf der Fahrt, die Mannschaft kehrt um, weil diese Angst um ihr Leben hat, der Erschaffer stirbt ohne zu wissen, ob sein Monster noch lebt oder nicht. Am Ende verabschiedet sich das Monster von seinem toten Schöpfer und von Walton.

Adventskalender 2017 ·Frankenstein von M. Shelley

Rezension: Frankenstein oder der moderne Prometheus von Mary Shelley

Die Inhaltsangabe zum Roman Frankenstein von Mary Shelley findet ihr oben.

Ich musste ganz ehrlich sagen, dass ich dachte – man hatte ja von Frankenstein zuvor schon gehört – , dass der Erschaffung des Monsters eine viel größere Stellung im Roman eingeräumt wird. Aber natürlich sind auch die anderen Dinge, die geschildert werden, wichtig und interessant. Denn Frankenstein ist am Anfang des Romans wie ein Kind noch ein unbeschriebenes Blatt. Er muss sich in der Welt erst zurecht finden, denn er wird von seinem Schöpfer, wenn auch unwillentlich, verlassen. So ist Frankenstein ganz auf sich selbst gestellt und so muss er lernen, wie Menschen zu ihm stehen. Er lernt sprechen und versteht erst nach und nach warum er sich verhält wie er sich verhält und erst als er sich einmal im Spiegel gesehen hat und die Menschen, die er als seine Beschützer ansieht, sieht, welche viel schöner und ästhetischer aussehen, versteht er, warum er von den Menschen gemieden wird und diese sogar Angst vor ihm haben und ihm wehtun und ihn verjagen. Dieses Lernen ist natürlich sehr interessant, und man merkt schnell, dass Frankenstein in seine Rolle als Monster von den Menschen und der Gesellschaft gedrängt wird, denn von einem Menschen, der ihn nicht sieht, da er blind ist, wird er als Fremder zumindest gastfreundlich aufgenommen und er unterhält sich ohne Angst mit ihm. Daran wird deutlich, dass der Ausschluss aus der Gesellschaft erst durch das Verhalten der Menschen geschieht und dass dieser Ausschluss schnell zu einer Eskalation führt, ist eigentlich auch klar, denn Frankenstein konnte nie eine andere Moral lernen als diese, die an ihm geübt wird und das ist nun mal keine freundliche und menschliche Moral. Er merkt, dass er trotz seiner guten Taten, die er an seinen Beschützern verübt, dennoch bestraft wird, dabei hatte er zu diesem Zeitpunkt nichts getan, außer anders zu sein beziehungsweise anders auszusehen als normale Menschen. Auch dass das Monster sein eigenes Verhalten reflektiert betrachtet, fand ich ziemlich gut.

Was ich irgendwie tragisch fand, war, dass alle möglichen Charaktere gestorben sind, obwohl sie eigentlich gar nichts getan hatten, so zum Beispiel Justine, Wilhelm, etc.

Alles in allem kann ich nachvollziehen warum der Roman „Frankenstein“ von Mary Shelley so hochgelobt wird, denn aus ehtisch-moralischer Sicht fand ich ihn auf jeden Fall sehr bemerkenswert. Leider wird der Stoff oftmals verfälscht und das was man von Frankenstein hört, klingt nach einem brutalen Monster, diese Annahme kann ich nicht bestätigen. Ich hatte eher Mitleid mit ihm, wobei ich den Roman natürlich dennoch sehr gerne weiterempfehle.

Adventskalender 2017 ·Der abenteuerliche Simplicissimus von H. J. Ch. von Grimmelshausen

Inhaltsangabe: Der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen

Das Werk der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch von H.J.C. Von Grimmelshausen ist in sechs Bücher aufgeteilt, die jedes etwa 100 Seiten umfassen (zumindest in meiner Ausgabe). Meine Inhaltsangabe und Rezension beschränken sich auf die ersten drei Bücher.

Erstes Buch: Simplicissimus lockt aus Versehen Soldaten an, welche den Hof seiner Eltern überfallen, die Eltern quälen, die Frauen vergewaltigen und alles in Schutt und Asche setzen. Von nun an muss der zehn-Jährige für sich selbst sorgen und so kommt er zu einem Einsiedler, der sich um ihn kümmert und ihn sogar im Lesen und Schreiben unterrichtet, als der Einsiedler stirbt, bleibt Simplici noch eine Zeit alleine im Wald bis er sich an einen Freund seines Vaters, des Einsiedlers, wendet. Dieser kann ihm allerdings nicht helfen, da sein Dorf im 30-jährigen Krieg angegriffen und ausgeplündert wurde. Simplici will eigentlich zurück in die Einsiedelei, allerdings entscheidet er sich, nachdem seine Hütte überfallen und geplündert worden war, doch weiterzuziehen. Er kommt nach Hanau, wo sich herausstellt, dass er der Neffe des Gouverneurs wird, dessen Gunst er allerdings nach kurzer Zeit wieder verliert, sodass er als Narr verkleidet herumlaufen soll.

Zweites Buch: Simplicissimus wird von kroatischen Soldaten aufgegriffen mit denen er rum zieht und kommt nach einem Hexentanz und der Tatsache, dass er allen möglichen Menschen mit seinem gruseligen Kostüm Angst einjagt, nach Magdeburg, wo er Ulrich Hertzbruder kennenlernt, der ihm ein guter Freund wird. Simplici kommt in ein Kloster.

Drittes Buch: Simplicissimus wird ein Jäger und begeht als dieser allerlei Schlechtes und Untaten. Er verdient gut bei seinen Plünderungen und kommt sogar zu Ruhm, allerdings kommt ein Jäger in die Nachbarschaft, wobei der Jäger schnell seine Schandtaten wieder einstellt, da Simplicissimus als der Jäger von Soest ihn bedroht.

Adventskalender 2017 ·Der abenteuerliche Simplicissimus von H. J. Ch. von Grimmelshausen

Rezension: Der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen

Die Inhaltsangabe zum Abenteuerroman Der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen findet ihr oben.

Simplicissimus, obwohl sehr naiv und nicht besonders klug, schafft es irgendwie immer sich durchzuschlagen. Er wird verhaftet und wird wieder freigelassen und das mehrfach! Er schafft es trotz einer fehlenden Bildung bei dem Einsiedler unterzutauchen, dieser nimmt ihn nicht nur auf und versorgt ihn, sondern bringt ihm sogar noch Schreiben und Lesen bei, was damals noch nicht alltäglich war. Dieses Wissen bringt ihn später noch öfter weiter und er wäre sicher auch dazu in der Lage einem anderen Beruf nachzugehen, was er allerdings nicht tut. Er lebt zwar gut, aber irgendwie dennoch jenseits des Gesetzes. Diese leichtlebige Lebensweise ist auf der einen Seite ziemlich beeindruckend, denn Simplicissimus überlebt irgendwie alle Widrigkeiten, auf der anderen Seite, kann ich diese Lebensweise aus heutiger Sicht nicht unterstützen, denn er begeht allerlei Verbrechen. Natürlich wäre auch der Aspekt des 30-jährigen Krieges in diesem Kontext zu nennen, da er wegen diesem die Möglichkeit hat, so zu leben wie er lebt.

Der 30-jährige Krieg ist natürlich auch ein Aspekt aus dem man den Roman betrachten sollte, denn natürlich werden Dinge geschildert, die zeigen wie der 30-jährige Krieg die Leben der Menschen damals beeinflusste. Auch die Verweise auf richtige Persönlichkeiten, die damals lebten, ist sehr interessant. So wird zum Beispiel auf Ramsay verwiesen, welcher als Gouverneur in Hanau arbeitete und damals schwedischer Kommandant in Hanau war (Quelle: Wikipedia). Ja, ich habe Wikipedia an dieser Stelle befragt, was daran liegt, dass ich mich leider in der Geschichte der damaligen Zeit nicht so gut auskenne. Außerdem habe ich gelesen, dass der Autor viele persönliche Dinge in den Roman einfließen lässt, so sind der Name von seinem Protagonisten und sein eigener Name Anagramme zueinander.

Die Sprache ist natürlich dem Alter gemäß, wurde der Roman Ende des 17. Jahrhunderts geschrieben und veröffentlicht.

Alles in allem ist der Abenteuerroman Der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen ein Roman des 17. Jahrhunderts, was bei der Lektüre vorher klar sein sollte, allerdings ist der Roman natürlich dennoch lesenswert, denn er bringt viele wichtige Aspekte hervor, obwohl er Strecken hat, die natürlich nicht so spannend sind.

Adventskalender 2017 ·Stolz und Vorurteil von J. Austen

Inhaltsangabe: Stolz und Vorurteil von Jane Austen

In dem Roman Stolz und Vorurteil von Jane Austen geht es um die Familie Bennet, diese besteht aus den fünf Töchtern Jane, Elizabeth, Mary, Kitty und Lydia und aus deren Eltern Mr. und Mrs. Bennet. Hauptsächlich geht es darum, dass die Familie Bennet ihren Töchtern bei der Hochzeit keine großen Mitgiften zahlen könnte, sodass Jane zwar einen Mann kennen lernt, dieser sie allerdings nicht heiratet, da er sich von seiner Schwester und seinem besten Freund aus den oben genannten Gründen abhalten lässt. Der Vetter der Mädchen taucht auf und da er der nächste männliche Verwandte wäre, so würde er den Wohnsitz und einen großen Teil des Vermögens erben, um diese Schuld an der Familie auszugleichen will er sich eine der Töchter zur Frau nehmen. Seine Wahl fällt, nachdem er glaubt, dass Jane, die Älteste, anderweitig heiraten wird, auf Elizabeth, welche seinen Heiratsantrag allerdings ablehnt. Ihre beste Freundin, nicht besonders hübsch und schon ein paar Jahre älter als die Bennet-Mädchen lenkt die Aufmerksamkeit des Mannes gerne auf sich, sodass dieser sie heiraten will. Elizabeth kriegt im weiteren noch von Darcy einen Heiratsantrag, welchen sie allerdings ablehnt, da sie ihn für hochnäsig und gemein hält, weil ihr dies von einem anderen jungen Mann Mr. Wickham eingeredet wurde. Sie entscheidet sich Mr. Darcy nicht zu mögen und so mögen auch die anderen Familienmitglieder ihn immer weniger. Mr. Bingley entfernt sich auch räumlich von Jane, sodass diese ein schlechtes Gefühl hat als sie nach London fährt, allerdings ist sie froh, dass sie ihm nicht begegnet. Als Elizabeth mit ihrem Onkel und ihrer Tante auf einer Reise ist, erfährt sie, dass ihre jüngste Schwester mit Wickham getürmt ist und dass die beiden heiraten wollen. Allerdings sind die beiden nirgendwo aufzufinden. Als Elizabeth es erfährt, trifft sie auf Darcy, der versucht sie zu trösten, sich dann aber verabschiedet und wie später rauskommt, dafür sorgt, dass Wickham seine Schulden los wird, dass er Geld für eine Heirat kriegt und jährlich bezahlt wird. Darcy erkennt, warum Elizabeth seinen Heiratsantrag abgelehnt hat und arbeitet an sich. Er sorgt sogar dafür, dass Bingley den Mut findet, Jane endlich zu bitten ihn zu heiraten, außerdem bittet Darcy Elizabeth erneut um ihre Hand. Diese stimmt zu, erst danach fragt Darcy ihren Vater und erst als dieser seine Tochter gefragt hat, was sie davon hält, gibt er ihnen seinen Segen. Die Mutter, welche zuvor nicht besonders gut von Darcy dachte, stimmt der Hochzeit zwar zu, scheint aber von ihrem Schwiegersohn nicht sonderlich angetan zu sein.