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Inhaltsangabe: The Content Machine von Michael Bhaskar

Das Buch von Michael Bhaskar aus dem Jahr 2013 heißt The Content Machine und trägt den Untertitel Towards a Theory of Publishing. Bhaskar teilt sein Buch in sechs Kapitel ein und ergänzt es neben Einleitung und Fazit noch mit einer Bibliographie und einem Index.

In der Einleitung versucht Bhaskar zu klären was genau eigentlich das Publizieren ausmacht und bringt verschiedene Erklärungsversuche und Definitionen zusammen. Er merkt, dass sich die Publikationslandschaft in den letzten Jahrhunderten verändert hat und dass sie immer weiter im Umbruch begriffen ist, weshalb er es für nötig erachtet – vor allen in Zeiten von Self-Publishing und Internet – Verlegern etwas an die Hand zu geben, dass ihre Tätigkeit ausmacht, damit sie sich selbst verteidigen und die Wichtigkeit ihrer Tätigkeit herausstellen können.

Kapitel 1 ist überschrieben mit The Problem of Publishing und behandelt dabei neben der Wortherkunft von Publishing auch die Schwierigkeit der Fassbarkeit von den zu publizierenden Medien, da man ja nicht nur Bücher, sondern auch Spiele und Musik publizieren kann.

Im zweiten Kapitel, The Digital Context and Challenge, geht er auf das digitale Publizieren ein und er bespricht die Unterschiede, die es zum normalen Publizieren gibt. Auch geht er auf die Konsequenzen, die das digitale Publizieren haben kann, näher ein.

Kapitel 3 beschäftigt sich mit „How Content Works“ und geht dabei näher auf Frames ein, die von Verlegern genutzt werden, um ihre Bücher an den Mann oder die Frau zu bringen. Allgemein geht es in den Kapiteln 3, 4 und 5 um vier verschiedene Kategorien, die er sich für seine Theorie ausgedacht hat und auf die er näher eingeht.

Kapitel 4 (The System of Publishing) behandelt deshalb Filtering und Amplification, die wie die Frames und die in Kapitel 5 behandelten Models zu den Kernkompetenzen eines Verlegers gehören. Beim Filtering geht es eben darum, dass ein Verleger nicht alles veröffentlichen kann und will und bei der Amplification geht es grob gesagt um alle möglichen Möglichkeiten des Marketings.

Kapitel 5 behandelt die Models, die Bhaskar grob gesagt in zwei verschiedene Models einteilt. Für ihn gibt es die „For-Profit“- und die „not-for-Profit“-Models. Natürlich wollen viele Verlage Geld mit ihren Veröffentlichungen verdienen, aber manche legen auch Wert darauf besonders schöne Ausgaben zu machen oder wichtige Texte, weil sie religiös, politisch oder ästhetisch wertvoll sind, zu veröffentlichen. Hier können sich Models sogar vermischen, was eigentlich sogar der Regelfall ist.

Kapitel 6 Adressing Problems, Meeting Challenges beschäftigt sich mit dem den zuvor vorgestellten Kategorien eingeordnet in ein System, außerdem geht es darum welche Möglichkeiten Verleger in Zukunft haben, um nicht überflüssig zu werden und es geht beispielsweise um andere Modelle wie Open Access.

Im Fazit versucht Bhaskar optimistisch in die Zukunft zu blicken und positiv auf die neuen Technologien, die den Verlegern ja auch Vorteile bringen können, zu reagieren.

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Rezension: The Content Machine von Michael Bhaskar

Michael Bhaskar versucht in der Einleitung erst einmal seinen Standpunkt klarzumachen, was sehr hilfreich ist, wenn man sich vorher noch nie mit den Problemen von Verlegern auseinandergesetzt hat. Darüber hinaus ist es auch hilfreich, weil man erst durch die Zusammenstellung von verschiedenen Meinungen das breite Spektrum was a) ein Verleger alles tut und b) was ihre Selbstwahrnehmung ist besser versteht.

Der Aufbau danach wirkt, wie ihr vielleicht an meiner Inhaltsangabe gemerkt habt, auf den ersten Blick erst einmal sehr übersichtlich und logisch geordnet, aber auf den zweiten Blick hatte ich beim Lesen immer wieder den Eindruck, dass Bhaskar selbst abschweift. Manchmal fragte ich mich, was das denn jetzt eigentlich mit der Sache zu tun hatte und habe einfach den Punkt nicht verstanden. Daran kann natürlich auch die englische Sprache Schuld gewesen sein, weil ich den Text ehrlich gesagt nicht besonders verständlich fand. Okay, es war ein englisches Fachbuch und eine Materie, mit der ich mich vorher kaum auseinandergesetzt hatte und viele der Ideen und Ansätze gar nicht kannte, aber auch, dass Bhaskar mit mindestens 2 Dutzend verschiedenen Theoretikern von Genette bis hin zu Latour, Goffman oder Bourdieu um sich schmiss erleichterte das Verständnis nicht gerade.

Was mir aber im Gegensatz dazu eigentlich recht gut gefallen hat, war, dass ich so viele Namen kannte; wenn ich sie auch nur schon mal irgendwo gehört hatte. Das ändert aber natürlich nichts an der Tatsache, dass ich mich nicht gut genug in sämtlichen Theorien auskenne um direkt zu verstehen, was Bhaskar meinte. Die Idee viele Philosophen, Soziologen, etc. heranzuziehen, um eine Idee/Theorie für ein praktisches Betätigungsfeld aufzubauen, fand ich toll.

Im Grund macht Bhaskar aber nichts grundlegend Neues. Viele seiner Ideen sind schon mal irgendwo erwähnt worden, er ordnet sie nur neu, interpretiert sie anders, überträgt sie auf das Verlegen von Büchern und macht daraus ein großes Netzwerk an Kausalbeziehungen.

Insgesamt kann man The Content Machine von Michael Bhaskar auf jeden Fall mal lesen, wenn man sich für die Prozesse hinter dem Verlegen von Büchern interessiert, und dafür eine theoretische Grundlage sucht.

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Inhaltsangabe: Für Emma & ewig von Lori Foster

In dem Roman Für Emma & ewig von Lori Foster aus der Reihe der Buckhornbrüder geht es um die junge Emma, die hinter Casey Hudson, den jugendlichen Sohn von Sawyer, dem ältesten der Buckhorn-Brüder, her ist. Emma behauptet vor ihren Eltern, dass sie von Casey schwanger ist und wird deshalb von ihrem Vater zu Casey und seiner Familie gebracht. Emma türmt in der Nacht aus Caseys Zimmer und verschwindet für acht Jahre. Mitten in der Nacht trifft Emma zusammen mit Damon, ihrem Ziehbruder, auf Casey, der sie mit in die Stadt nimmt. Er erkennt Emma nicht wieder, denn ihre Haare sind nicht mehr gefärbt, sie ist nicht mehr so stark geschminkt und hat sich auch sonst verändert. B.B., Emmas Hund, versteht sich gut mit Casey und so kann sich auch Emma nicht lange gegen Caseys Charme wehren. Casey will nicht noch einmal zulassen, dass sich Emma einfach wieder aus dem Staub, deshalb bietet er ihr an, dass er sie herumfährt so lange ihr Auto nicht repariert ist. Emma ist in Buckhorn um ihren Vater zu besuchen, der einen Schlaganfall hatte. Sie ist erfolgreich in ihrem Job als Masseurin und stolz darauf. Damon ist Sohn der Familie, die Emma aufnahm, nachdem sie von zuhause weglief. Obwohl er Emma mag und attraktiv findet, mag er sie nur als Schwester und nicht als Frau. Casey begleitet Emma ins Krankenhaus und findet so heraus, dass sie damals nicht wegen ihres Vaters die Stadt verließ, sondern wegen ihrer Mutter. Casey findet nach einigen Tagen heraus, dass Emmas Mutter Alkoholikerin ist und Emma es irgendwann nicht mehr mit ihren Eltern aushielt. Emma besucht ihren Vater regelmäßig, aber mit ihrer Mutter will sie nichts zu tun haben und so besucht sie ihre Mutter nicht einmal. Mit Casey und dessen Familie verbringt sie aber viel Zeit bis sie einen Anruf bekommt. Auf dem Parkplatz des Motels, in welchem Emma lebt, pöbelt ihre Mutter herum. Emma weiß, dass sie betrunken ist und versucht sie überhaupt nicht zu verstehen, sondern nur, sie zu beruhigen. Als Emmas Mutter zusammenbricht, merkt sie, dass sie nur eine Möglichkeit hat, wenn sie nicht will, dass Emma ihr ihren Mann vorenthält, denn Emmas Vater wird in den nächsten Wochen und Monaten viel Hilfe brauchen und sie möchte ihn mit sich nehmen. Emmas Mutter hat nur die Chance: Sie geht in Therapie und kann so regelmäßig ihren Mann sehen. Casey verliebt sich wieder in Emma und möchte sie in seiner Nähe wissen. Emma ihrerseits liebt auch Casey, sodass sie beide gucken müssen wie sie ihre Leben umstrukturieren können.

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Rezension: Für Emma & ewig von Lori Foster

Dieser Roman gehört in die Buckhorn-Brüder-Reihe und beschäftigt sich mit dem Sohn des ältesten Bruders. Um den Jungen haben sich die Brüder alle gemeinsam gekümmert, denn die Brüder halten alle eng zusammen. Deshalb werden diese auch wieder erwähnt und spielen auch hier wieder eine Rolle. Man hat so das Gefühl, dass man die Familie schon kennt, denn nicht nur die Brüder, sondern natürlich auch deren Frauen und Kinder spielen hier eine nicht unmaßgebliche Rolle. Emma ist am Anfang keine besonders sympathische Figur, wird allerdings im Laufe des Romans immer sympathischer, denn sie kümmert sich um ihre Eltern, versöhnt sich mit Casey und erzählt ihm, warum sie damals flüchten musste und auch die Andeutung zu dem Verdacht, dass sie damals ein allseits beliebtes Diner in der Stadt angezündet hat kurz bevor sie aus der Stadt verschwunden war, stellt sich als falsch heraus. Emma muss irgendwie mit ihrer Situation umgehen, denn eigentlich will sie zurück nachhause, aber sie muss und will sich auch um ihren Vater kümmern und da auch ihre Mutter ihre Hilfe brauchen kann, ist sie auch bereit dieser zu helfen. Das macht sie zu einem sehr sympathischen Charakter. Casey ist einer dieser typischen Männer dieses Genres, denn er kennt seine Gefühle eigentlich aber er steht nicht zu ihnen bis er irgendwann merkt, dass er sie wirklich liebt und steht nun auch dazu. Was mich gestört hat, war, dass es im Grunde nur hin und her ging zwischen Casey und Emma: Wir wollen zusammen sein, wir wollen nicht zusammen sein und wir wollen miteinander schlafen, wir wollen nicht miteinander schlafen. Das hat irgendwann genervt und war mir irgendwann zu viel. Abgesehen davon ist Für Emma & ewig von Lori Foster ein toller Roman und ich empfehle ihn gerne wieder.

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Inhaltsangabe: Endlich frei von Mahtob Mahmoody

Endlich frei ist der Erfahrungsbericht von Mahtob Mahmoody, die sich in ihrem Buch auf ihre Erlebnisse im Iran und ihr Leben davor, aber hauptsächlich danach bezieht. Sie beschreibt in ihrem Buch, wie sie ihr Leben vor ihrem „Urlaub“ im Iran wahrgenommen hat. Außerdem beschreibt sie ihre Erlebnisse im Iran. Sie berichtet von Bomben und Bombenalarmen, wenn sie dafür um sich zu schützen in die Halle gerannt sind und dort gehofft und gebetet haben, dass die Bomben sie verfehlen mögen. Sie erzählt aber auch wie sie mit ihrer Mutter zusammen im Badezimmer heimlich gebetet hat, wie sie mit den Kindern gespielt, ferngesehen und das Spielzeug dort wahrgenommen hat. Aber auch von den Streitigkeiten ihrer Eltern berichtet sie. Weiterhin erzählt sie wie sie mit ihrer Mutter geflüchtet ist, oder zumindest von den bruchstückhaften Erinnerungen dieser Flucht.

Sie erzählt wie ihre Mutter oft auf Reisen war, weil sie ihr Buch und ihre politische Arbeit vorantreiben wollte. Dass sie auf eine christliche Schule ging, wie sich ihre Meinung zu Gott und damit auch ihr Glaube entwickelt haben, berichtet sie genauso, wie von ihrer Zeit auf einem christlichen Internat. Als sie dann auf’s College geht kommt sie mit weltlichen Gedanken in Konflikt immer wieder beschreibt sie, wie ihr Glaube ihr im Alltag Schwierigkeiten bereitet hat. Und natürlich beschreibt sie auch von seltsamen Dingen, die ihr immer wieder geschehen. Dass Türen offen sind, die abgeschlossen, abgeschlossen sind, die offen sein sollten. Sie erzählt von seltsamen Geräuschen, jeder Menge Umzügen und wie ihr Vater und andere Menschen in seinem Namen versuchen Kontakt zu ihr aufzubauen. Einmal will sie jemand mit ihrem Vater zusammenbringen, indem er eine Telefonverbindung zwischen ihnen herstellt und einmal will ein Dokumentarfilmer die Meinung und den Standpunkt ihres Vaters verfilmen und dafür sie und ihren Vater zusammenbringen. Mahtob erzählt aber, dass sie immer schon eine eigene Meinung zu ihrem Vater hatte und sie die Beziehung zu ihrem Vater selbst bestimmt. Immer wieder wenn sie sich dazu gedrängt fühlt, mit ihm in Kontakt treten zu sollen, zieht sie sich zurück und nicht einmal ihre Mutter kann sie dazu überreden mit ihm in Kontakt zu kommen.

Auch von ihrer Lupuserkrankung erzählt Mahtob, da sie immer wieder Symptome an sich wahrnahm, diese aber niemals in Zusammenhang bringen konnte, bis sie irgendwann an genau den richtigen Arzt kommt, der die Symptome verbindet, und erkennt, dass sie womöglich Lupus hat. Die Krankheit macht ihr immer wieder schwer zu schaffen und schränkt sie teilweise stark in ihrem Alltag ein, aber dennoch schafft sie es ihr Studium durchzuziehen, zuvor in die Schule zu gehen und sich immer wieder weiter zu entwickeln und obwohl sie hin und wieder einen Schub hat, hat sie das Glück, dass sie die richtigen Behandlungen erhält, die dafür sorgen, dass der Lupus teilweise sogar auf dem Rückzug ist. Das Ende Mahtob Mahmoodys Erfahrungsberichts ist sehr offen.

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Rezension: Endlich frei von Mahtob Mahmoody

Ich muss zuvor sagen, ich hatte sowohl Nicht ohne meine Tochter als auch Aus Liebe zu meiner Tochter von Bett Mahmoody gelesen. Die beiden Bücher haben mich tief bewegt und beeindruckt und als ich dann sah, das Mahtob nun ihre Geschichte herausgebracht hat, wollte ich sie auch unbedingt lesen. Nun ja, wie das immer so ist hat es dann noch eine ganze Zeit gedauert, bis ich dann letztendlich wirklich dazu kam, ihn zu lesen. Das Buch beschreibt in verschiedenen Abschnitten, wie ich es in der Inhaltsangabe beschrieben habe, das Leben von Mahtob. Ich las dann während ich das Buch schon las, einige Rezensionen auf den entsprechenden Seiten und muss sagen, dass ich einen Aspekt genauso bestätigen kann. Das Buch hat seine Längen und vor allem die Zeit in den diversen christlichen Schulen, die sicherlich nur dazu dienen ihre eigene Geschichte zu reflektieren, wirken naiv, und so als sei die Autorin in ihren Ansichten festgefahren und könnte andere Ansichten kaum als das anerkennen was sie sind: Andere Meinungen. Ich hätte wirklich nicht so viele Infos über ihre Zeit in den Schulen und Auseinandersetzung mit ihrem Glauben gebraucht. Aber abgesehen davon habe ich bei vielen Rezensionen den Kopf geschüttelt. Dort wurde bemängelt, dass Mahtobs wankelmütiges Auftreten (mal habe sie ihrem Vater verziehen dann mal wieder nicht) total unglaubwürdig rüberkommen. Und ich finde, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Wenn sie total kohärent gesagt hätte, ja ich habe ihm verziehen, dann hätte ihr das niemand glauben können, aber dass sie auch keine 20 oder 25 Jahre in Verbitterung gelebt haben kann und sie ihm niemals verziehen hat, dass hätte auch niemand geglaubt. Natürlich kann man das nachvollziehen, wenn man sich die Autorin als lebendiges Wesen vorstellt und nicht als irgendeine Romanfigur. Mahtob hat eben viele Facetten und eine davon möchte ihrem Vater vergeben, möchte ihn vielleicht sogar wieder lieb haben, aber eine andere kann (und will) das vielleicht nicht. Also hat sie ihm vergeben, aber nur so lange er sie in Ruhe lässt, so lange eben wie sie das Gefühl hat, ihr Leben wieder im Griff zu haben und nicht durch Entscheidungen bestimmt zu werden, die irgendwelche Erwachsenen vor etlichen Jahren getroffen haben und von einer (doch im Verhältnis recht kurzen Zeitspanne). Sie kann ihm aber nicht verzeihen, wenn er sich gerade mal wieder in ihr Leben einmischt. Wenn er mal wieder kommt und sie in Angst versetzt. Und das ist eben auch so ein Thema. Sie hat immer noch Angst vor ihrem Vater, obwohl sie es eigentlich überhaupt nicht möchte. Sie möchte wenn nicht von ihm geliebt, so doch zumindest von ihm in Ruhe gelassen werden und wenn er sich dann mal wieder in ihr Leben mischt, bekommt sie Angst. Mit Sicherheit ohne es zu wollen und dann ist sie wütend: auf die Angst selbst, weil sie ihr Leben bestimmt, auf ihren Vater, weil er ihr Angst macht und auf sich selbst, weil sie sich Angst machen lässt. Und dann ist sie so ängstlich, dass sie wütend wird, wie ein Hundchen, dass zubeißt, weil man es in die Ecke drängt. Und wenn sie wütend ist, kann sie ihrem Vater nicht verzeihen. So ist die Situation zumindest wie sie sich mir darstellt.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir das Ende zu abrupt kam. Man hat auf den letzten Seiten überhaupt keine richtige Entwicklung mehr gesehen, aber auch einmal scheint sie ja für sich das Gefühl zu haben, dass sie wieder frei ist. Mich hätte interessiert, was sie in der Zeit, in der sie wieder mit dem Freund ihres Vaters in Kontakt getreten ist, gefühlt, gedacht und erlebt hat. Das hätte für mich mit in das Buch hineingehört und vielleicht dazu geführt, dass man den Titel besser versteht. Denn dieser Freiheitsprozess (der Prozess also, sich freizukämpfen) den kann man gut an Mahtob erkennen, aber für mich fehlte die Erklärung für den Zustand, den sie am Ende erreicht hat: Freiheit. Auch die Verschiebung der verschiedenen Perspektiven war für mich am Anfang schwierig. Mahtob erzählt von einem Traum aus ihrer Kindheit, aber nach der Zeit im Iran, dann von einer Frau, die sie wohl vor Jahren oder so im Flugzeug kennengelernt hat und dann setzt sie mit der Zeit vor dem Iran ein, aber wenn ich das richtig im Kopf habe, springt sie auch unabhängig davon immer wieder in der Zeit um gewissen Dinge zu erläutern oder kleinere Anekdoten zu erzählen. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Klarheit gewünscht.

Gut finde ich auch, auch wenn es beim Lesen etwas störend ist, dass die Flucht nur sehr bruchstückhaft beschrieben ist, das macht sie vorher noch sehr deutlich und sie beschreibt in dem Zuge auch, weshalb. Sie kann sich nicht mehr an alles erinnern und will nur eigene Erinnerungen wiedergeben. Die Lösung das Ganze also in einzelnen Episoden darzustellen, hat mir, um die Konsistenz zu wahren, sehr gut gefallen.

Insgesamt ist Endlich frei von Mahtob Mahmoody ein toller Erfahrungsbericht, der den Eindruck vermittelt, dass die Dinge genau so geschehen sind oder zumindest genau so beschrieben sind wie sich die Autorin erinnert. Das macht das Buch sehr sympathisch und hat mir gut gefallen. Und hier noch ein kleines Augenzwinkern an den Verlag: Wenn ihr Bloggern schon anbietet, dass sie Rezensionsexemplare bekommen können und ihr schreibt, dass ihr euch in den nächsten Tagen bei demjenigen meldet, dann macht es auch. Ich warte immer noch (seit beinahe zwei Jahren) auf eine Antwort des Verlages, ob ich das Buch als Rezensionsexemplar bekomme. Niemand sagt etwas, wenn man es nicht bekommt, aber Bescheid möchte man dann doch wissen.

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Valuation

Das Substantiv Valuation scheint es nur im Englischen zu geben, was im Deutschen so viel wie Bewertung, Einschätzung und Beurteilung heißt. Ich kenne dieses Wort allerdings doch im Deutschen, da wir in der Universität unsere Dozenten und deren Konzepte und die Seminare, Vorlesungen und Kurse mithilfe von Valuationsbögen bewerten. Nun wäre natürlich interessant, ob wir das Wort Valuation einfach eindeutschen und so solche Fremdwörter in eine neue Sprache übernommen werden oder ob dieses Fremdwort einfach noch nicht so bekannt ist.

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Inhaltsangabe: Zarengold von Michael Kibler

In den Katakomben Darmstadts findet die Polizei eine erschlagene halbnackte Frau. Leider hat sie keinen Ausweis bei sich und so braucht die Polizei einige Zeit bis sie die Frau endlich identifizieren kann. Dazu wird ein Foto der Frau in der Zeitung veröffentlicht. Daraufhin meldet sich ihr Bruder Leonid Prassir, der seine Schwester Ludmilla ‚Mila‘ Gontscharowa wiedererkannt hat. Leonid ist aufgrund einer Städtepartnerschaft von Darmstadt und einer Stadt aus der Ukraine gerade in der Stadt und wohnt bei einem Freund, Herrn Plawitz. Wie sich herausstellt kann Leonid der Polizei aber auch nicht wirklich weiterhelfen, denn er wusste sehr wenig über seine Schwester. Und so stochern die Beamten weiterhin im Nebel, denn auch im Leben von Mila gibt es kaum Hinweise. Sie hat als Aushilfe in einem Restaurant gearbeitet, in welchem es aber abgesehen von einem in sie verliebten Stammkunden keine Hinweise gibt. Auch der Blumenladen, in dem Mila gearbeitet hat, liefert keine weitern Anhaltspunkte. Wie sich herausstellt, gibt es aber wohl eine Verbindung zwischen dem Mord an Mila und einem Mord einige Wochen zuvor an der Mathildenhöhe. Dort wurde ein Wachmann ermordet, nachdem in die Russische Kapelle eingebrochen worden war. Am Fenster finden die Ermittler eine Leiter, auf welcher die Fingerabdrücke von Mila gefunden werden. Auch in Milas Keller befindet sich eine Leiter und so vermuten die Ermittler, dass Mila zumindest vorhatte in die Russische Kapelle einzubrechen, aber offenbar ist ihr unmittelbar davor jemand zuvor gekommen. Aber auch ein zweiter Ermittlungsansatz ergibt sich, als Horndeich und Hesgart herausfinden, dass Mila mit gefälschter Designerware und Schmucke gehandelt hat. Sie verkaufte über ein Internetauktionshaus Ringe und Uhren. Vielleicht hat jemand den Betrug gemerkt und es deshalb auf Mila abgesehen? Als sich dann auch noch herausstellt, dass Mila vorhatte einen Blumenladen zu kaufen und zu diesem Zweck einen Wirtschaftskurs in der Volkshochschule besuchte und dafür auch viel Geld brauchte, kommen die Kommissare Hesgart und Horndeich dem Täter endlich auf die Spur und auch der zweite Todesfall um den Wachmann wird aufgeklärt.

Natürlich kommen in diesem Band auch die Liebesgeschichten zwischen Steffen und Anna und zwischen Margot und Rainer nicht zu kurz. Steffen und Anna sind am Anfang des Krimis zusammen im Urlaub und so scheint diese Beziehung gefestigter als zuvor. Steffen lernt für Anna sogar Russisch, was ihm bei diesem Fall um die Russische Kapelle auf jeden Fall zu gute kommt. Margot und Rainer streiten sich sehr heftig und scheinen sich ziemlich plötzlich zu trennen, wenngleich Margot von Rainer einfach plötzlich nichts mehr hört; er kommt den einen Tag auf einmal nicht mehr in die gemeinsame Wohnung, sondern bleibt in Kassel, wo er ein Ein-Zimmer-Appartement hat. Als sie zu ihm hinfährt, geht er ihr aus dem Weg und sie glaubt schon an eine Trennung bis sie ihn endlich zu einer Aussprache zwingt und er ihr gesteht, dass man bei einer Untersuchung einen Tumor gefunden hat. Er wusste nicht, wie er damit umgehen soll und wollte sie auch nicht beunruhigen, weshalb er ihr einfach gar nichts davon erzählen wollte.

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Rezension: Zarengold von Michael Kibler

Auch der zweite Kriminalroman in der Horndeich-Hesgart-Reihe Zarengold von Michael Kibler wartet mit einer zweiten spannenden Geschichte auf. Horndeich ist mit seiner Anna gerade im Urlaub und so scheinen die beiden eine ziemlich feste Beziehung zu führen, dennoch gibt es auch bei den beiden einige kleinere Schwierigkeiten, denn Anna ist genervt davon, dass Steffen nicht so viel mit ihr unterwegs sein möchte, und gleichzeitig vermisst sie ihn auch, wenn er unterwegs ist. Margot und Rainer scheinen eigentlich glücklich zu sein doch dann wird ein großes Problem der beiden deutlich: Rainer kann nicht offen und ehrlich mit Margot über seine Gefühle und Probleme sprechen. Er will sie raushalten, aber das funktioniert in einer richtigen Beziehung eben nicht. Manchmal hat man den Eindruck, dass Rainer und auch Margot nur solche schwierigen Charaktere haben, damit der Autor für das Privatleben seiner Kommissare was zu erzählen hat. Das ist jetzt auf keinen Fall böse gemeint, denn schließlich braucht es auch für die Hintergrundgeschichten der Kommissare Handlung.

Auch die Geschichte um den Mord an Mila Gontscharowa war recht interessant, wenngleich ich sie teilweise recht langatmig fand. Das lag vermutlich hauptsächlich daran, dass über Mila noch nicht so viel bekannt ist und dass der zweite Todesfall eigentlich schon der an Mila ist. Oft hat man in solchen Krimis ja ein zweites oder sogar drittes Mordopfer, damit die Kommissare nicht die ganze Zeit auf der Stelle treten und neue Informationen ans Tageslicht kommen und natürlich auch dafür, dass der Leser sich nicht langweilt. Diese Möglichkeit gibt es hier nicht, weil der erste Mord einfach so früh geschieht, dass er nur noch in einer Rückblende beschrieben wird. Das führt dann natürlich direkt dazu, dass der zweite Mord sehr weit ausgeweitet wird und auf die Dauer recht langweilig wird. Vor allem da man das Gefühl hat, dass die Ermittler keine wirklich Ermittlungserfolge einfahren können. Man findet hier mal einen Hinweis und dort mal einen Tatverdächtigen, aber so richtig kommt man nicht weiter. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass man relativ lange braucht als Leser bis man einen Verdacht hat, wer der Mörder sein könnte.

Besonders gut hat mir auch hier wieder die Beschreibung der Stadt gefallen. Ich finde die Katakomben, die eigentlich keine Katakomben, sondern Bierkühlkeller waren, ziemlich spannend und die Beschreibungen des Autors verleihen selbst dem Leser, der sich nicht so genau mit diesen Kellern auskennt – was wohl viele sein werden, darunter auch ich, wenngleich ich von den Katakomben schon einmal gehört habe – ein eigenes Leben. Die Kühlkeller spielen in der Darmstädter Stadtgeschichte eine entscheidende Rolle, und auch die Geschichte um die Russische Kapelle auf der Mathildenhöhe und die Geschichte um die Großherzogenfamilie diesen Kriminalroman noch einmal aufwerten.

Insgesamt kann ich Zarengold von Michael Kibler vor allem aus stadtgeschichtlicher Perspektive weiterempfehlen, wobei die Geschichte um die Kommissare herum eher schwach ausfällt, aber die Auflösung des Falles hat vieles wieder gut gemacht.

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Inhaltsangabe: Küss weiter, Liebling! Von Rachel Gibson

In dem Liebesroman Küss weiter, Liebling! Von Rachel Gibson findet Adele Harris, die letzte der vier befreundeten Autorinnen, endlich ihren Mann. Adele lebt mit ihren Freundinnen in Boise doch was Männer angeht, hat sie nicht annähernd so viel Glück wie sie. Sie scheint verflucht zu sein denn sie datet immer nur Trottel, spätestens nach dem Date bei der Verabschiedung verwandelt sich der Mann immer in einen Idioten. Als sie eines Tages den Anruf ihrer schwangeren Schwester Sherilyn bekommt, fällt Adele aus allen Wolken. Der Mann ihrer eigentlich perfekten Schwester hat sie für seine Assistentin verlassen. Nun möchte Sherilyn mit der gemeinsamen Tochter Kendra zurück in ihr Heimatstädtchen ziehen, aber sie braucht die Unterstützung ihrer Schwester. Und so packt Adele ihre Sachen und zieht mit Sherilyn und Kendra zurück nachhause.

Bei Sherilyn gibt es Komplikationen und so muss Adele noch länger bleiben und sich um Kendra kümmern, während ihre Schwester im Krankenhaus liegt. In der Abgeschiedenheit versucht sie zu schreiben, sich um Kendra, die sie kaum kennt, zu kümmern und ihrem Ex-Freund Zach aus dem Weg zu gehen.

Zachs Ehefrau ist vor drei Jahren bei einem Autounfall gestorben, obwohl sie schon vorher nicht die ideale Ehe geführt haben. Er war zuvor ein bekannte Footballspieler, lebt aber nun mit seiner Tochter in der Heimatstadt seiner Frau, da diese dort zuvor schon mit Tiffany lebte und er sie nicht aus ihrem bekannten Umfeld reißen wollte. Er trainiert dort die Highschool-Football-Mannschaft. Auf dem College war er ein paar kurze Wochen mit Adele zusammen, doch als Devon ihm mitteilte, dass sie schwanger ist, heiratete er sie. Später hat sie ihm gestanden, dass sie die Schwangerschaft absichtlich herbeigeführt hat, damit er sie heiratet und obwohl sie in ihrer Ehe nie wirklich glücklich waren, möchte er es Tiffany nicht antun, sich auf eine andere Frau einzulassen.

Als er Adele wieder trifft sind seine alten Gefühle wieder da und die beiden verbringen nicht nur viel Zeit, weil Kendra und Tiffany miteinander befreundet sind, sondern auch weil sie sich gerne haben und die Zeit miteinander genießen. Komischerweise scheint der Fluch bei Zach nicht zu wirken und so beginnen die beiden sogar eine oberflächliche Beziehung bis Adele erfährt, dass sie schwanger ist und Zach ihr nicht glaubt, dass sie das nicht wollte. Kann irgendetwas oder irgendwer die beiden Zerstrittenen wieder zusammenführen?