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Rezension: Mord auf dem Golfplatz von Agatha Christie

Bei Mord auf dem Golfplatz von Agatha Christie handelt es sich um einen der früheren Romane und den zweiten Roman mit Hercule Poirot und Arthur Hastings. Inspektor Japp wird am Anfang kurz erwähnt, hat in dem Krimi aber keine tragende Rolle.

In dem für Christie üblichen recht dünnen Krimi steckt auf jeden Fall viel Spannung drin, dennoch waren es mir parallel zu viele Ungereimtheiten und zu viele Nebenschauplätze (sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinne). Klar, bei Christie gibt es immer einige Verwicklungen, sodass die am Anfang recht verworrenen Fäden alle klar und sauber abgetrennt werden und die Lösung des Puzzles ans Tageslicht kommt, aber hier war es mir einfach zwischenzeitlich zu viel, sodass ich zwischendrin wirklich einen Durchhänger hatte und eigentlich nicht weiter lesen wollte. Natürlich habe ich den Krimi dennoch beendet, weil ich unabhängig davon auch wissen wollte, wer der Täter ist.

Wie so oft ist natürlich auch hier der Täter einer der Verdächtigen, wobei ich hierzu sowohl die Familie, die Nachbarn, aber auch die Hausangestellten und sogar die Ex-Freundin von Jack Renauld zählen würde. Obwohl es sich hier nicht um einen klassischen Whodunit handelt, denn die Figuren können sich aus Merlinville wegbewegen, was einige auch tun und so spielt ein kurzer Teil der Handlung auch wieder zurück in London und auch in anderen Teilen Frankreichs, und nach und nach sogar noch Verdächtige hinzukommen, ist doch klar, dass sich der Täter unter diesen Figuren befinden muss.

Lustig fand ich auch wieder, dass Poirot sich wieder so seine Gedanken macht, seinen Freund aber nicht einweiht, was diesen wiederum böse macht. Hastings ist zwischenzeitlich sogar auf der Seite von Maurice Giraud, dem großspurigen Kontrahenten von Poirot, und meint, dass Poirot vielleicht langsam alt wird und möglicherweise nicht mehr so gut kombiniert wie der andere Detektiv. Poirot ist zwar durchaus getroffen von dieser Meinung, lässt sich aber natürlich nicht beirren und kann so Hastings auch wieder relativ schnell auf seine Seite ziehen. Poirot lässt es sich auch nicht nehmen, Giraud unter die Nase zu binden, welche Hinweise er alle als nichtssagend abtut, während sie für Poirot die größte Bedeutung haben. Ich kann mich eigentlich nicht erinnern, wann Poirot schon einmal so einen direkten Gegenspieler als Ermittler bei einem Mordfall hatte, was diesem Krimi eine besondere Würze verleiht.

Was mir an diesem Krimi aber so gar nicht gefallen hat, war das Verhalten von Hastings. Hier als kleines Beispiel ein Zitat „Nun bin ich etwas altmodisch. Mich dünkt, eine Frau sollte vor allem weiblich sein.“ (Seite 11). Es mag sein, dass Christie diese Übertreibung schon damals als solche sah und sie sie ihrem Charakter in den Mund gelegt hat, um deutlich zu machen, dass sie das Verhalten nicht gut fand, oder es entsprach einfach dem damaligen Zeitgeist, aber ich habe diese Sätze direkt am Anfang des Krimis gelesen und hätte ihn beinahe wutschnaubend aus der Hand gelegt. Ich fand Hastings Sätze einfach nur schrecklich. Betrachtet man diese nun im Kontext der Tatsache, dass er dem Mädchen, das diese Sätze spricht später einen Heiratsantrag macht, wollte Christie vielleicht wirklich verdeutlichen, dass das Frauenbild, das manche Männer haben, relativ schnell wandelbar ist (vor allem wenn man bedenkt, dass er zwischenzeitlich noch für eine andere Frau schwärmt und ja auch im ersten Band schon für mindestens eine Frau geschwärmt hat) oder sie wollte eine Entwicklung aufzeigen oder schlichtweg verdeutlichen, dass ein solches Frauenbild veraltet ist. Ich weiß es nicht, aber eine genauere Untersuchung der Entwicklung von Hastings Frauenbild wäre sicherlich interessant.

Alles in allem hat mir Mord auf dem Golfplatz von Agatha Christie nicht so richtig gut gefallen, was aber nicht heißt, dass ich mich nicht auf weitere Bände von ihr freue und diese Krimi nicht auch empfehlen würde.

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Inhaltsangabe: Das Glück der blauen Stunde von Bertina Henrichs

In dem Roman Das Glück der blauen Stunde von Bertina Henrichs geht es um Delphine, die mit ihrem Mann schon viele Jahre zusammen in Paris lebt. Cyril arbeitet dort an der Universität und Delphine verdient sich ihren Lebensunterhalt als Innenausstatterin eher schlecht als recht.

Zu ihrem Geburtstag kommen alle ihre Freunde, und es kommt der obligatorische Anruf ihres Vaters, von dem sie nur zu ihrem Geburtstag hört. Als zu diesem Zeitpunkt auch ein Anwalt Kontakt zu ihr aufnimmt, um ihr mitzuteilen, dass sie in Sanary-sur-Mer in der Provence ein Haus geerbt hat, kann sie es nicht glauben. Sie kennt die Frau, von der sie geerbt haben soll eigentlich kaum und erinnert sich nur an wenige Treffen in ihrer Kindheit, in der sich ihre Mutter und die Dame miteinander trafen, da sie Cousinen waren, mit der Familie im Allgemeinen aber nicht so viel anfangen konnten.

Cyril und Delphine beschließen, sich das Haus zumindest einmal anzusehen bevor sie sich endgültig entscheiden, was damit geschehen soll. In Sanary-sur-Mer sind sie wie verzaubert von der Atmosphäre, dem Leben dort und nachdem sie das Haus gesehen haben, entschließen sie sich, dorthin zu ziehen. Cyril muss meist ohnehin nur ein paar Tage in der Woche zur Universität und kann an den restlichen Tagen von Zuhause aus arbeiten.

Während sich Delphine in ihrem neuen Leben wohlfühlt, den Luxus, den ein Haus direkt am Meer bietet, genießt und sogar anfängt dort ein Geschäft aufzuziehen und erste Freunde zu finden, bleibt Cyril lieber für sich. Er bleibt lieber die ein oder andere Nacht länger in Paris und wird immer unzufriedener. Statt sich mit Delphine darüber auszutauschen, stellt er sie vor vollendete Tatsachen: Er zieht zurück nach Paris. Allein. Er liebt eine andere Frau, die Paris genauso sehr liebt wie er. Und Delphine ahnt wen er so liebt: Die Freundin, die ihr zu ihrem letzten gemeinsam gefeierten Geburtstag den Kater Pascha schenkte.

Nach der Trauerphase merkt Delphine, dass sie weitermachen muss. Ihr Geschäft wird erfolgreicher und sie zieht erste Aufträge an Land, außerdem gewinnt sie immer mehr Freunde in Sanary-sur-Mer und ist auch sehr froh, dass der Kinderwunsch von Cyril und ihr bisher noch nicht erfüllt wurde. Nach einem Fehlgriff lernt sie César Chéreau nicht nur als Freund, sondern auch als ihren Liebhaber kennen.

Auch das Haus in dem sie lebt, interessiert Delphine sehr und so macht sie sich während ihres ganzen Aufenthalts daran, mehr über ihre Großtante, das Haus und die seltsamen Umstände um das Verschwinden ihres Großonkels, der vor vielen Jahrzehnten auf See verschwand, herauszufinden…

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Rezension: Das Glück der blauen Stunde von Bertina Henrichs

Das Glück der blauen Stunde von Bertina Henrichs ist ein netter, zeitgenössischer Roman, in dem es um das Glück in den kleinen Dingen, um Freundschaft, Familie und die Liebe geht.

Wer sich die Inhaltsangabe durchliest, stutzt vielleicht an der ein oder anderen Stelle: Das kommt einem doch irgendwoher bekannt vor. Ich habe Das Glück der blauen Stunde von Bertina Henrichs und Fünf am Meer von Emma Sternberg innerhalb weniger Wochen gelesen und so fiel mir die Ähnlichkeit natürlich erst recht auf. Okay, das eine spielt in Frankreich, das eine beginnt in Deutschland und führt die Protagonisten in die USA. Aber ansonsten? Eine Frau in den 30ern lebt mit ihrem Freund zusammen, dieser entpuppt sich als Arsch und sie muss nun mit dem Erbe alleine umgehen. Beide Frauen sich eigentlich ziemlich mittellos und das Erbe bedeutet für sie das ganz große Geld. Geld, das Haus alleine zu unterhalten, haben sie eigentlich nicht, aber sie wollen es ja ohnehin bald verkaufen. Beide Häuser liegen direkt am Meer. Während das eine in einem kleinen Ort liegt, in dem sie Protagonistin viele neue Kontakte knüpft, liegt das andere Haus etwas einsamer, dafür leben aber fünf lebenslustige Senioren in dem Haus, zu denen die Protagonistin Kontakt knüpfen muss. Beide Protagonistinnen sind sich auch ziemlich ähnlich, eher etwas ruhiger und erwarten gar nicht, dass sie den Mut haben, an einem fremden Ort neu anzufangen. Die Familiensituation ist auch ähnlich: Beide haben keinen Kontakt zum Vater bzw. ist er tot, in beiden Romanen ist die Mutter tot. Die Mutter hatte eine Cousine, mit der sie sich ganz leidlich gut verstand und die aus irgendeinem Grund dachte, dass sie der Tochter jener Cousine ihr Vermögen vermachen sollten, da die beiden alten Damen wohl auch niemanden hatten, wem sie es sonst vermachen konnten. Ich fand diese Parallelen alle sehr augenscheinlich, und fand es komisch, dass viele wirklich offensichtlich sind. Ich hatte das ja bei der Rezension zu Fünf am Meer von Emma Sternberg schon mal erwähnt.

Dennoch hat mir die Geschichte nicht schlecht gefallen, aber mir hat noch ein bisschen was gefehlt. Zum einen ist da die Geschichte selbst: Vielleicht hätte man die Atmosphäre der Provence noch etwas mehr entfalten können, vielleicht hätte man das Leben dort mit den Gerüchen, Geschmäckern, den Lichtverhältnissen, den Landschaftsbeschreibungen und dem Lebensgefühl noch besser beschreiben können? Ja, einige Ansätze dazu waren da. Die Protagonistin riecht auch mal Dinge und sie kocht offenbar typisch französisches Essen, außerdem wird die Landschaft durchaus als wunderschön beschrieben, aber wenn man auf diese Aspekte noch einen größeren Fokus gelegt hätte, wäre der Roman vielleicht noch etwas schöner geworden.

Auch mit dem Charakter von Delphine konnte ich nicht so viel anfangen. Irgendwie hatte sie immer etwas an sich, das ich nicht ganz einordnen konnte, sodass sie mir immer etwas unsympathisch war, obwohl ich wirklich nicht sagen kann, woran das lag. Vielleicht ist sie zu schüchtern? Zu naiv? Zu in sich gekehrt? Ich weiß es nicht genau. Möglicherweise hatte ich auch einfach erwartet, dass Delphine noch etwas mehr Selbstreflexion und Entwicklung an den Tag legt. Irgendwie wirkt dieser Roman von außen ja so, als würde die Protagonistin über sich selbst hinauswachsen und merken, dass sie ein neues Leben führen möchte und in der Konsequenz ihr Leben umstellen. Das tut Delphine zwar in Ansätzen (beispielsweise malt sie wieder), aber vielleicht hätte man auch darauf noch mehr einen Fokus legen können; auch wenn der Roman dann nochmal 100 Seiten länger geworden wäre.

Kurzum: Ich hätte mir etwas mehr erhofft von einem Buch mit einem so schönen Cover, vor allem da ich auch bisher gute Erfahrungen mit Bertina Henrichs gemacht habe. Dennoch kann ich Das Glück der blauen Stunde von Bertina Henrichs empfehlen; man sollte eben nur nicht zu viel erwarten.

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Inhaltsangabe: Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen von Rick Riordan

Bei Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen von Rick Riordan handelt es sich um den zweiten Teil der Percy Jackson-Reihe.

Percy geht mit Tyson zusammen auf die Meriwether Prep, eine recht alternative Schule, bei der die Noten auf sehr seltsame Art zustande kommen. Percy hat gerade seinen letzten Schultag in diesem Schuljahr als er während des Sportunterrichts von riesigen Typen, die angeblich im nächsten Schuljahr auf die Schule gehen wollen, angegriffen wird. Tyson, sein schwerfälliger, aber muskulöser Freund hilft ihm den Angriff abzuwehren bis Annabeth die beiden aus der Turnhalle holt und mit ihnen in einem Taxi der Grauen Schwestern zum Camp Half Blood flüchtet.

Percy erzählt Annabeth von einem Traum, in dem Grover, ihr gemeinsamer Freund und Satyr auf der Suche nach dem Gott Pan, von irgendeinem Monster verfolgt wird. Nach und nach erzählt Percy durch seine Träume die Informationen, dass Grover von einem Zyklopen gefangen gehalten wird. Da er ihn für eine Zyklopin hält, will er Grover heiraten, obwohl Zyklopen normalerweise Satyren fressen. Annabeth weiß im Gegensatz dazu aber, dass das Camp in Gefahr ist. Als sie ankommen merken Annabeth und Percy sofort, dass etwas nicht stimmt, denn Clarisse kämpft mit einigen anderen gerade gegen ein paar Metallstiere, die es schaffen über die Grenze das Camp zu betreten, obwohl Monster eigentlich keinen Schritt auf Campboden machen können.

Gemeinsam besiegen sie die Stiere, allerdings erfahren sie sofort die nächsten schlechten Neuigkeiten: Chiron muss das Camp verlassen, denn der Baum der Thalia, der die magischen Grenzen des Camps beschützt, wurde vergiftet und einige halten Chiron für den Täter. Percy und Annabeth verabschieden sich von ihrem Freund und Tyson lebt von nun an mit den Halbgöttern im Camp. Da Chiron durch Tantalus ersetzt wird, wird das Leben für Percy und Annabeth ungemütlicher im Camp. Noch schlimmer wird es für Percy als sich Poseidon als Vater von Tyson zu erkennen gibt.

Wie sich herausstellt, gibt es eine Möglichkeit das Camp zu retten: Die Halbgötter müssen das Goldene Vlies holen und so den Baum der Thalia heilen. Durch einen Traum von Percy wissen sie auch, wo sie es finden: Ein Zyklop hat das Goldene Vlies auf seiner Insel. Seine Insel liegt mitten im Meer der Ungeheuer. Er nutzt das Vlies, damit Satyren zu ihm auf die Insel kommen, da er diese gerne frisst. Die Satyren riechen das Vlies und halten dieses für den Geruch des Gottes Pan, da beide Natur ausstrahlen.

Tantalus schickt aber nicht Annabeth und Percy los, um das Vlies zu holen und Grover zu retten, stattdessen schickt er Clarisse, die den Auftrag zwar überrascht aber gerne annimmt. Percy, Annabeth und Tyson wollen Grover aber auch retten, also machen auch sie sich heimlich auf den Weg. Unterwegs treffen sie mehrfach auf Luke, der sie immer wieder bedroht.

Percy, Annabeth und Tyson müssen viele Abenteuer bestehen und wieder gegen einige mythische Wesen bekämpfen, und treffen auf ihrem Weg auch immer wieder mit Clarisse zusammen, die es bereits vor ihnen auf die Insel des Zyklopen geschafft hat. Dort will er Clarisse allerdings fressen, da sie aber ihre Klappe nicht halten kann, will der Zyklop dann doch Grover fressen, Clarisse heiraten und so müssen Annabeth und Percy eingreifen. Percy, Annabeth, Clarisse und Grover schaffen es gemeinsam den Zyklopen auszutricksen und das Goldene Vlies zu stehlen. Auch Tyson, der bei der Explosion des Schiffes verschwunden ist, taucht wieder auf und gemeinsam flüchten sie von der Insel.

Als plötzlich Luke vor ihnen steht und das Goldene Vlies einfordert, damit er Kronos schneller heilen kann, werden die jungen Halbgötter in die Enge getrieben…

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Rezension: Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen von Rick Riordan

Der zweite Band der Percy Jackson-Reihe Im Bann des Zyklopen von Rick Riordan setzt im Prinzip genau ein Jahr später ein, dennoch hat man als Leser nicht das Gefühl irgendwas verpasst zu haben, da Percy ja auch selbst bestätigt, dass er im ganzen Jahr nicht angegriffen wurde.

Percy bekommt wieder einen neuen Freund zur Seite gestellt, allerdings handelt es sich dieses Mal nicht um ein Wesen, dass ihn direkt beschützen soll, sondern – wie sich erst später herausstellt – um seinen Halbbruder. Tyson ist ein Zyklop und sehr stark, ist aber geistig erst im Alter eines Grundschülers. Obwohl Percy Tyson sehr gerne mag, verleugnet er ihn am Anfang als seinen Bruder, doch als er mit der Zeit erkennt, was für einen guten Charakter Tyson hat und dass er ihm mehr als einmal das Leben gerettet hat, steht er zu seinem Bruder und verleugnet ihn nicht länger. Tyson wirkte auf mich teilweise geistig behindert, und da Riordan sich ja auch mit anderen Problemen im Kinder- und Jugendalter beschäftigt (wie beispielsweise ADHS und Legasthenie), würde ich es nicht ausschließen, dass hier eine Inklusionsgeschichte dahintersteckt. Wie geht ein älteres Geschwister mit einem jüngeren, geistig behinderten Bruder um? Auch Percys Innensicht scheint für diese Interpretation zu sprechen, da er sich ausführlicher damit auseinandersetzt wie er Tyson mag.

Vor allem fand ich auch interessant, dass Percy wieder einmal mit den Göttern in Kontakt kommt, wobei hier eigentlich ausschließlich Hermes zu nennen ist, da er Ares zwar sieht, aber nicht mit ihm spricht oder von diesem gesehen wird. Auch hat er dieses Mal nur über einen Brief Kontakt zu seinem Vater. Dennoch fand ich die Ideen, die Hermes bezüglich der Familie aufwirft sehr interessant vor allem für ein Kinder- und Jugendbuch. Er meint nämlich, dass die Familie eben die Familie bleibt, auch wenn sie einem sehr auf die Nerven geht, und dass die (göttlichen) Eltern(teile) der Halbblute durchaus bei ihnen sind und ihren Kindern zur Seite stehen, auch wenn diese es vielleicht nicht direkt merken.

Mir hat es aber an sich ziemlich gut gefallen, wieder in die Welt von Percy Jackson zurückzukehren und es bietet sich hier – wie bei solchen Reihen üblich – an, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Es ist aber nicht so schlimm wenn man den ersten Band schon vor einiger Zeit gelesen hat, weil Percy (als Ich-Erzähler) nochmal die wichtigsten Dinge rekapituliert und erklärt wer Annabeth‘ Mutter ist und was für ein Abenteuer sie gemeinsam mit Annabeth und Grover erlebt haben und so weiter.

Wenn man erfahrener mit solchen Reihen ist, dann hätte man sich einige der Ereignisse vielleicht im Voraus denken können, aber da ich bisher noch nicht so viele Reihen in diesem Genre gelesen habe, sondern meistens Krimi- oder Liebesromanreihen lese, war ich ziemlich überrascht wie sich am Ende alles zusammengefügt hat. Natürlich waren mir auch manche Sachen klar und so dachte ich mir beispielsweise, dass Chiron noch eine Rolle spielen könnte, aber wie sich dann alles gefügt hat, kam dann doch überraschend für mich. Vor allem mit dem Cliffhanger ganz am Ende hatte ich nun absolut nicht gerechnet und so will ich auf jeden Fall weiterlesen. Am besten sofort.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den dritten Band der Percy Jackson-Reihe und bin echt gespannt wie es weitergeht. Da ich die beiden Filme schon kannte, kamen mir im ersten Band sehr viele und im zweiten zumindest noch ein paar Sachen bereits bekannt vor, aber viele Sachen der letzten drei Bände wurden im zweiten Film noch nicht erklärt (klar ein Film kann eben nicht vier Bände einer Reihe abbilden) und deshalb bin ich wirklich gespannt wie es nun weitergeht. Von mir gibt es also eine klare Empfehlung für den zweiten Band in der Reihe aus der Feder von Rick Riordan.

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Montagsfrage: 16. Juli 2018

Montagsfrage: Von manchen Buchreihen gibt es eine Comic-Version. Ist das etwas, das dich interessiert oder findest du es überflüssig?

Hallo ihr Lieben,

die heutige Montagsfrage möchte ich auf zweierlei Weise beantworten: Zum einen mag ich selbst zumindest Bildergeschichten ganz gerne und finde vor allem Mangas sehr toll. Ich lese Detektiv Conan sehr gerne und plane in den nächsten Monaten sogar ein Re-read, wobei wohl noch einige Monate ins Land ziehen werden bis ich dazu komme. Zum anderen habe ich vor etwa 5 Jahren oder so in einer Bibliothek Comics von Klassikern gesehen. Ich weiß gar nicht mehr genau, was da alles dabei war, aber das hat mich total fasziniert, denn so etwas kannte ich bis dahin noch gar nicht. Wie Buchfresserchen schon andeutet, gibt es ja Menschen, die nicht gerne lesen und ich denke, dass solche Bildergeschichten dafür sorgen, dass auch solche Menschen eine niederschwellige Möglichkeit haben, Bücher zu lesen und somit einen Zugang zu solchen zu bekommen. Was haltet ihr denn davon? Mögt ihr solche Bildergeschichten?

Liebe Grüße
Vanessa

Adventskalender 2017

Frohe Weihnachten

Hallo ihr Lieben,

das war also der diesjährige Adventskalender. Ich hoffe, Ihr hattet Spaß damit und habt die verschiedenen Bücher als ausreichend abwechslungsreich empfunden, denn ich habe versucht für jeden Geschmack etwas zu veröffentlichen. Ich hoffe, Ihr habt ein wunderschönes, nicht allzu ruhiges aber erholsames Weihnachtsfest mit Euren Lieben.

Liebe Grüße und frohe Weihnachten

Vanessa

Adventskalender 2017 ·Frankenstein von M. Shelley

Inhaltsangabe: Frankenstein oder der moderne Prometheus von Mary Shelley

Der Roman Frankenstein oder der moderne Prometheus von Mary Shelley behandelt die Geschichte von dem Wissenschaftler Frankenstein, der einem Freund auf einem Schiff seine Geschichte erzählt. Dieser Freund schreibt seiner Schwester die Geschichte, die auf diesem Wege erzählt wird: Der Freund erzählt, dass er in seinem Laboratorium ein Monster aus Leichenteilen schafft, dies dauert fünf Monate, und obwohl es ihn manchmal selbst ekelt was er da tut, macht er weiter. Als er endlich fertig ist, wird er schwerkrank und wird von einem Freund gepflegt. Auf einmal erhält er einen Brief, dass sein Bruder gestorben ist. Er wurde ermordet! Als er zurück nach hause kommt, steht plötzlich sein Monster vor ihm: Er hatte den Jungen ermordet, aber er erzählt ihm auch noch wie er den Winter verbrachte. Frankenstein war geflohen und wurde von den Menschen sehr schlecht behandelt. Sie schreien und schlagen ihn und verjagen ihn damit. Er kommt zu einem ärmlichen Bauernhof mit seinen Beschützern, welche nichts von ihm wissen. Dort wohnt er für einige Monate im Schuppen, und erhält von seinen Menschen hin und wieder etwas zu essen, da er von ihnen stiehlt. Er versteht die menschliche Sprache nicht, möchte sie aber lernen, auch davon, dass der Sohn, Felix, seinem Vater etwas vorliest, ist er fasziniert, weshalb er dies auch lernen möchte. Frankenstein verrichtet heimlich in der Nacht kleinere Dienste für die Familie, als er sich ihnen aber offenbart, wird er vom Sohn verjagt, dessen Schwester und seine Frau erleiden einen schweren Schock, der Vater wird schwerkrank. Frankenstein wandert weiter zu seinem Erschaffer, und offenbart sich ihm. Er fordert eine Gefährtin, denn er sei nur so brutal, weil er von den Menschen so schlecht behandelt würde. Diese Brutalität wäre vorbei, wenn er eine Gefährtin hätte, die keine Angst vor ihm hat und ihn mag und schätzt und mit ihm Zeit verbringt. Sein Erschaffer Viktor Frankenstein bringt es aber nicht über sein Herz noch so ein Monster zu erschaffen, deshalb straft ihn sein Monster und tötet viele seiner Familienmitglieder. Viktor Frankenstein will sich an ihm rächen und jagt ihm hinterher. Dabei trifft er auf seinen Biographen, der mit einem Schiff Richtung Nordpol fährt. Viktor Frankenstein stirbt auf der Fahrt, die Mannschaft kehrt um, weil diese Angst um ihr Leben hat, der Erschaffer stirbt ohne zu wissen, ob sein Monster noch lebt oder nicht. Am Ende verabschiedet sich das Monster von seinem toten Schöpfer und von Walton.

Adventskalender 2017 ·Frankenstein von M. Shelley

Rezension: Frankenstein oder der moderne Prometheus von Mary Shelley

Die Inhaltsangabe zum Roman Frankenstein von Mary Shelley findet ihr oben.

Ich musste ganz ehrlich sagen, dass ich dachte – man hatte ja von Frankenstein zuvor schon gehört – , dass der Erschaffung des Monsters eine viel größere Stellung im Roman eingeräumt wird. Aber natürlich sind auch die anderen Dinge, die geschildert werden, wichtig und interessant. Denn Frankenstein ist am Anfang des Romans wie ein Kind noch ein unbeschriebenes Blatt. Er muss sich in der Welt erst zurecht finden, denn er wird von seinem Schöpfer, wenn auch unwillentlich, verlassen. So ist Frankenstein ganz auf sich selbst gestellt und so muss er lernen, wie Menschen zu ihm stehen. Er lernt sprechen und versteht erst nach und nach warum er sich verhält wie er sich verhält und erst als er sich einmal im Spiegel gesehen hat und die Menschen, die er als seine Beschützer ansieht, sieht, welche viel schöner und ästhetischer aussehen, versteht er, warum er von den Menschen gemieden wird und diese sogar Angst vor ihm haben und ihm wehtun und ihn verjagen. Dieses Lernen ist natürlich sehr interessant, und man merkt schnell, dass Frankenstein in seine Rolle als Monster von den Menschen und der Gesellschaft gedrängt wird, denn von einem Menschen, der ihn nicht sieht, da er blind ist, wird er als Fremder zumindest gastfreundlich aufgenommen und er unterhält sich ohne Angst mit ihm. Daran wird deutlich, dass der Ausschluss aus der Gesellschaft erst durch das Verhalten der Menschen geschieht und dass dieser Ausschluss schnell zu einer Eskalation führt, ist eigentlich auch klar, denn Frankenstein konnte nie eine andere Moral lernen als diese, die an ihm geübt wird und das ist nun mal keine freundliche und menschliche Moral. Er merkt, dass er trotz seiner guten Taten, die er an seinen Beschützern verübt, dennoch bestraft wird, dabei hatte er zu diesem Zeitpunkt nichts getan, außer anders zu sein beziehungsweise anders auszusehen als normale Menschen. Auch dass das Monster sein eigenes Verhalten reflektiert betrachtet, fand ich ziemlich gut.

Was ich irgendwie tragisch fand, war, dass alle möglichen Charaktere gestorben sind, obwohl sie eigentlich gar nichts getan hatten, so zum Beispiel Justine, Wilhelm, etc.

Alles in allem kann ich nachvollziehen warum der Roman „Frankenstein“ von Mary Shelley so hochgelobt wird, denn aus ehtisch-moralischer Sicht fand ich ihn auf jeden Fall sehr bemerkenswert. Leider wird der Stoff oftmals verfälscht und das was man von Frankenstein hört, klingt nach einem brutalen Monster, diese Annahme kann ich nicht bestätigen. Ich hatte eher Mitleid mit ihm, wobei ich den Roman natürlich dennoch sehr gerne weiterempfehle.

Adventskalender 2017 ·Der abenteuerliche Simplicissimus von H. J. Ch. von Grimmelshausen

Inhaltsangabe: Der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen

Das Werk der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch von H.J.C. Von Grimmelshausen ist in sechs Bücher aufgeteilt, die jedes etwa 100 Seiten umfassen (zumindest in meiner Ausgabe). Meine Inhaltsangabe und Rezension beschränken sich auf die ersten drei Bücher.

Erstes Buch: Simplicissimus lockt aus Versehen Soldaten an, welche den Hof seiner Eltern überfallen, die Eltern quälen, die Frauen vergewaltigen und alles in Schutt und Asche setzen. Von nun an muss der zehn-Jährige für sich selbst sorgen und so kommt er zu einem Einsiedler, der sich um ihn kümmert und ihn sogar im Lesen und Schreiben unterrichtet, als der Einsiedler stirbt, bleibt Simplici noch eine Zeit alleine im Wald bis er sich an einen Freund seines Vaters, des Einsiedlers, wendet. Dieser kann ihm allerdings nicht helfen, da sein Dorf im 30-jährigen Krieg angegriffen und ausgeplündert wurde. Simplici will eigentlich zurück in die Einsiedelei, allerdings entscheidet er sich, nachdem seine Hütte überfallen und geplündert worden war, doch weiterzuziehen. Er kommt nach Hanau, wo sich herausstellt, dass er der Neffe des Gouverneurs wird, dessen Gunst er allerdings nach kurzer Zeit wieder verliert, sodass er als Narr verkleidet herumlaufen soll.

Zweites Buch: Simplicissimus wird von kroatischen Soldaten aufgegriffen mit denen er rum zieht und kommt nach einem Hexentanz und der Tatsache, dass er allen möglichen Menschen mit seinem gruseligen Kostüm Angst einjagt, nach Magdeburg, wo er Ulrich Hertzbruder kennenlernt, der ihm ein guter Freund wird. Simplici kommt in ein Kloster.

Drittes Buch: Simplicissimus wird ein Jäger und begeht als dieser allerlei Schlechtes und Untaten. Er verdient gut bei seinen Plünderungen und kommt sogar zu Ruhm, allerdings kommt ein Jäger in die Nachbarschaft, wobei der Jäger schnell seine Schandtaten wieder einstellt, da Simplicissimus als der Jäger von Soest ihn bedroht.