Das fehlende Glied in der Kette von A. Christie

Rezension: Das fehlende Glied in der Kette von Agatha Christie

Bei diesem Krimi handelt es sich um den ersten Roman der Autorin. Deshalb möchte ich hier auch kurz auf ein paar Unstimmigkeiten eingehen: Poirot schlussfolgert, dass die beiden Verdächtigen Verwandte sein müssen, weil sie sich so ähnlich sehen, aber er meint weiterhin, dass die beiden ein Liebespaar wären und deshalb zusammengearbeitet hätten. Natürlich schließt das eine das andere nicht aus, aber ich finde es sehr seltsam, dass Menschen, die so nah verwandt sind, dass sie sich ähnlich sehen, gleichzeitig ein Liebespaar sind. Das war für mich sogar eine kleine Unstimmigkeit, die mich tatsächlich auch gestört hat.

Abgesehen davon gab es noch einige wenige andere Unstimmigkeiten, die für mich aber nicht so gravierend ins Gewicht fielen.

Darüber hinaus mochte ich auch hier die Whodunit-Atmosphäre sehr gerne. In einem Haus wird mitten in der Nacht eine Frau ermordet. Eigentlich kann es nur einer der Anwesenden gewesen sein, oder? Natürlich gibt es darüber hinaus auch noch andere, die Zugriff zu den Lebensmitteln im Haus haben und somit theoretisch zu einem früheren Zeitpunkt eine Vergiftung vorbereitet haben, aber das zeigt dennoch, dass es nur einige wenige Verdächtige gibt.

Was ich an dem ersten Teil der Poirot-Reihe (sozusagen) besonders toll fand: Man lernt Poirot mal von einer neuen Seite kennen. In den späteren Romanen ist er eingeführt und der Erzähler erwartet, dass man Poirot zumindest so von der Idee her kennt und man nicht mehr sagen muss, was für ein toller Detektiv er ist, aber hier geht es mehrfach darum, dass sich unter anderem die beiden Hauptfiguren also Hastings und Poirot von früher kennen und dass Poirot in Belgien als herausragender Polizist bekannt war bevor er in den Ruhestand ging.

Darüber hinaus sind die Figuren sehr interessant, und ich muss sagen, dass ich hier mehr das Gefühl hatte, die Charaktere kennenzulernen als bei einigen anderen Christie-Romanen, was vielleicht auch an der Länge des Krimis liegt. Natürlich lässt auch die die Erzählsituation es nicht zu, dass man viel mehr über die Figuren selbst erfährt, weil Hastings die Geschichte im Nachgang erzählt und das mit einigem zeitlichen Abstand. Da Hastings ja nur seine eigene Perspektive, die Protokolle, Akten und Zeitungsartikel kennt, ist die Charakterdarstellung und deren Gedanken und Gefühle ziemlich schwierig.

Insgesamt hat mir der Krimi Das fehlende Glied in der Kette von Agatha Christie ziemlich gut gefallen und ich kann diesen ersten Teil der Poirot-Reihe wirklich empfehlen.

Detektiv Conan Band 3 von G. Aoyama

Inhaltsangabe: Detektiv Conan Band 3 von Gosho Aoyama

Der dritte Band der Detektiv Conan Reihe von Gosho Aoyama beginnt mit einem Mord auf einem Schiff in einem abgeschlossenen Raum. Ran, Conan und Kogoro haben die Abfahrt ihres Schiffes verpasst und müssen nun auf den Gefallen von Natsue Hatamoto hoffen. Sie hat an diesem Tag geheiratet und lässt die drei auf einem riesigen Schiff mitnehmen. Der Clan besteht aus folgenden Mitgliedern: Gozo, dessen Tochter Mariko, ihrem Mann Kitaro und dem gemeinsamen Sohn Ichiro, außerdem aus Joji dem jüngeren Sohn von Gozo. Gozo, das Oberhaupt hatte noch einen Sohn Shoichi und dessen Frau Miyuki, die aber beide verstorben sind. Natsue ist die jüngere Tochter, Akie die ältere, die ebenfalls bereits verheiratet ist mit Tatsuo und Natsue hat nun Takeshi geheiratet. Gozo wird erstochen in seiner Kabine aufgefunden und alle halten Takeshi für den Mörder. In der Folge wird er in eine Kabine gesperrt, aus der er alleine nicht herauskommt.

Als nun Akies Mann Tatsuo ermordet aufgefunden wird, stellt sich heraus, dass Takeshi verschwunden ist. Und bei einem Stromausfall wird Ichiro in einem der Toilettenräume angegriffen, er überlebt den Angriff aber. Nun suchen alle gemeinsam nach Takeshi und Conan findet immer mehr Hinweise darauf, wer der Täter in Wirklichkeit war und so löst Kogoro als schlafender Detektiv wieder einmal einen Fall…

Kurz darauf stolpert ein Chirurg mit einem Stapel Spielzeug auf dem Arm in die Detektei. Er bekommt jeden Monat eine Million Yen geschickt und das schon seit etwas mehr als zwei Jahren, zusätzlich zu dem Geld bekommt er noch Spielzeug geschickt. Als der Mann dann auch noch einen Brief erwähnt wird der Fall immer mysteriöser. Conan, Ran und Kogoro sehen die alten Akten des Chirurgen durch, finden dort zunächst aber keinen Hinweis auf den Täter. Erst als Conan auf die Idee kommt, dass der Täter nichts gutes im Schilde führt, weil er vor Jahren seinen Sohn bei einer Operation verloren hat, erkennen sie, dass der Sohn des Chirurgen in großer Gefahr ist. Kommen sie noch rechtzeitig um ihn zu retten?

Als Ran Conan auf die Schliche zu kommen droht, ruft Professor Agasa mit Shinichis Stimme bei Ran an und schafft es so ihre Bedenken zu zerstreuen.

Verdammtes Königreich von N. Matt u. S. Matthes

Inhaltsangabe: Kings & Fools 1: Verdammtes Königreich von Natalie Matt & Silas Matthes

Der Band Kings & Fools 1: Verdammtes Königreich wurde eigentlich von Silas Matthes geschrieben, aber da die Reihe von beiden Autoren geschrieben wurde, nenne ich oben im Titel einfach mal beide. Der erste Band wird aus der Sicht von Lucas geschrieben.

Lucas ist Kräutersammler. Wir erfahren, dass die Kräutersammler ein Pensum haben, dass sie nur knapp einhalten können, sodass Lucas erst sehr kurz vor der Sperrstunde nachhause kommt. Die Stimmung im Viertel kommt ihm bereits seltsam angespannt vor, aber erst als er an seiner Haustür das seltsame Zeichen der Verhüllten entdeckt, weiß er, was los ist. Die Verhüllten holen in gewissen Abständen die Erstgeborenen der Bewohner. Der brennende König duldet es, weil er ihnen etwas schuldet, aber niemand weiß genau was und niemand weiß genau, wer diese Verhüllten sind und wo sie einen hinbringen. Eigentlich geht der Erstgeborene, sodass eigentlich Tom gehen müsste, doch Lucas‘ Vater schickt diesen vor die Tür. Dort muss er auch die Verhüllten warten.

Lucas lässt es mit sich geschehen und folgt den Verhüllten zum Friedhof von Lavis. Er war noch nie hier, aber er erkennt die Grabsteine als sie über den Friedhof zu einer Öffnung im Erdboden gehen. Wie Lucas erfährt, ist er nun ein Schüler im Internat von Lavis. In Favilla lernt er Noel kennen, der vorher Minenarbeiter war. Damit steht Noel vom Rang her noch unter Lucas, aber Lucas weiß, dass es ihnen schon nicht gut ging und dass es dementsprechend Noel und seinen Leuten noch schlechter gegangen sein wird, deren Kinder müssen beispielsweise noch früher anfangen zu arbeiten. Wer sein Pensum nicht schafft, bekommt weniger zu Essen und so gab es bei ihnen im Viertel mal einen älteren Mann, der sein Pensum nicht mehr geschafft hat, er bekam weniger und hat sich aus Hunger an den Kräutern, die er eigentlich sammeln sollte, bedient. Dafür wurde er zum Tode verurteilt und öffentlich hingerichtet.

Lucas lernt in Favilla nicht nur viele neue Schüler (Sam, Melvin, Nora, Estelle, etc.) kennen, sondern trifft auch einen früheren Feind aus seinem Viertel wieder. Die Rivalitäten zwischen den beiden sind erst vorbei als Aron Lucas zum Duell fordert, bei dem Lucas seinen Widersacher schwer verletzt. Allgemein scheint Favilla die Menschen zu verändern und so macht sie Noel, Lucas‘ neuer Freund, Sorgen um ihn, denn er hat den Eindruck, dass er ihre Ausbildung viel zu Ernst nimmt. Lucas hat sich nämlich geschworen, dass er einer der besten Kämpfer wird, sodass ihn der Internatsleiter und der brennende König für Einsätze außerhalb von Favilla auswählen, sodass er sich absetzen und seinen Bruder endlich befreien kann, denn auch sein Bruder wird, wie Lucas, vom gemeinsamen Vater geschlagen. Aber neben den neuen Schülern lernt Lucas auch ziemlich viel. Er hat beispielsweise Unterricht im Schwertkampf (wofür er sehr begabt zu sein scheint), aber auch im Bogenschießen, in Alchemie und in Schriftkunst und vielen weiteren Fächern.

Nachts hören Lucas und Noel immer wieder Schritte, die sich anhören, als kämen sie aus den Wänden. Als sich Noel eines nachts auf die Suche nach der Ursache für die Schritte machen, sehen sie drei vermummte Gestalten, denen sie folgen. In einem Geheimgang trennen sich die beiden und Lucas entdeckt die Gestalten: Sie unterhalten sich darüber, dass sie irgendwas vorhaben, wovon er Noel aber nichts erzählen will, denn dieser würde der Sache weiter nachgehen wollen und sich damit selbst und auch Lucas in Gefahr bringen.

Lucas wird von einer Lehrenden angesprochen: Im Internat gibt es eine Verschwörung und sie braucht seine Hilfe. Lucas schleicht sich nachts aus seiner Zelle, um sich mit Emma zu treffen, sie werden angegriffen, können sich aber verteidigen und verfolgen die Vermummten. Nach dem Kampf befiehlt Emma Lucas, einen Zeugen, Benjamin, zu töten, doch Lucas kann das nicht. Nun wird er gemeinsam mit einem der Verräter dem Internatsleiter vorgeführt…

Detektiv Conan Band 3 von G. Aoyama

Rezension: Detektiv Conan Band 3 von Gosho Aoyama

Interessanterweise sieht man an diesem dritten Band von Detektiv Conan von Gosho Aoyama das in den früheren Bänden das Konzept noch ein bisschen anders war. Heute hat man so drei bis vier Fälle in einem Band, die alle so zwischen einem und vier/fünf Kapiteln einnehmen. Hier ist das Verhältnis etwas anders: Die ersten sechs Kapitel behandeln einen Fall. Die nächsten vier Kapiteln den zweiten Fall. Und man muss sagen, man hat auch beim ersten Fall wirklich das Gefühl, dass es sich hier um einen ausführlichen Fall handelt.

Der erste Fall des dritten Bandes gehört für mich aber auf jeden Fall zu meinen Lieblingsfällen. Man hat eine richtige Auswahl an Mördern und man will nicht in der Haut eines der Familienmitglieder stecken, schließlich ist einer von ihnen der Mörder und tötet andere Familienmitglieder. Das Motiv ist natürlich das liebe Geld, das die Familie hat und bei dem die Diskussion ist, wer es am Ende erben wird. Natsue ist so eine der wenigen, die einem in dieser Familie wirklich sympathisch vorkommt, obwohl auch sie zwischenzeitlich an die Schuld ihres Bräutigams glaubt. Dennoch war es für mich ein sehr interessanter Fall, den ich gerne gelesen habe. Zumal in diesem Fall eine neue Erfindung von Agasa vorgestellt wird: das Narkosechornometer. Eine als Uhr getarnte Narkosepistole, mit der Conan Kogoro betäubt um so mit seiner Stimme die Fälle zu lösen.

Der nächste Fall mit dem Chirurgen ist kein besonderer Fall, außer dass der Klient mal wieder an die Tür der Detektei klopft um sich Hilfe von Kogoro zu erbitten und Kogoro nicht aus Versehen in einen Mord hineinstolpert. Allerdings wird dann der Sohn des Chirurgen entführt und so wird dann durch den Klienten doch wieder ein größerer Fall gelöst.

Das interessanteste ist wohl, dass Ran auch in diesem Band wieder einmal misstrauisch wird und Conan für Shinichi hält. So versucht sie ihn sogar mit einem Trick zu enttarnen, doch Conan schafft es wieder einmal ihre Bedenken zu zerstreuen, indem er Agasa mit dem Stimmverzerrer bei ihr anrufen lässt und sie so Conan sieht während sie mit Shinichi spricht.

Alles in allem ist der dritte Band der Detektiv Conan-Reihe auf jeden Fall ziemlich spannend und ich empfehle ihn gerne weiter.

Verdammtes Königreich von N. Matt u. S. Matthes

Rezension: Kings & Fools 1: Verdammtes Königreich von Natalie Matt & Silas Matthes

Der Roman Verdammtes Königreich von Natalie Matt und Silas Matthes ist der erste Band der Kings & Fools-Reihe. Hier erzählt Lucas seine Geschichte und führt uns so nicht nur in seinen Charakter und seine Beziehungsgeflechte ein, sondern zeigt uns darüber hinaus auch noch wie die Welt funktioniert.

Bei Kings & Fools handelt es sich um eine mittelalterlich angehauchte Fantasy-Welt, zwar gibt es keine Drachen und andere Zauberei aber es scheint dennoch eine Fantasy-Welt zu sein. Der Leser bekommt in diesem Band einen Überblick über die verschiedenen Gewerke: Kräutersammler, Minenarbeiter, Fischer, Jäger, etc. und wie wenig diese untereinander voneinander wissen. Man erfährt, dass die verschiedenen Gewerke nicht einmal wissen, was die anderen genau machen und wie sie es machen. Lucas erfährt beispielsweise erst in Favilla, dass einige seiner Kräuter zum Färben genutzt werden und wie das gemacht wird.

Außerdem erfahren wir, dass es einen monarchischen Herrscher über das Reich gibt, der Gesetze erlässt, an die sich jeder zu halten hat. Beispielweise bekommt jeder eine feste Portion Nahrung und wenn er „seinen Beitrag nicht leisten“ kann, bekommt er weniger, auch wenn er dann verhungert. Auch scheint es nicht genug Wasser zu geben. Darüber hinaus gibt es auch keine moderne Technik und es scheint nicht mal wirklich fließendes Wasser zu geben, oder zumindest nur eingeschränkt, auch von Elektrizität haben die Bewohner und Lavis noch nie gehört.

In Favilla, dem Internat, lernen die Schüler viele neue Dinge, von denen Lucas sogar selbst sagt, dass er bei manchen nicht einmal wusste, dass diese überhaupt existieren und auch mit den Begriffen Bücher und Lesen kann er gar nichts anfangen.

Durch die Innenperspektive von Lucas erfährt man zwar einiges über ihn und seine Welt, aber man bekommt relativ wenig Infos von den anderen Mitgliedern der Schule. Obwohl man natürlich von denjenigen, mit denen Lucas direkt zu tun hat, schon einiges erfährt. Da ich aber den fünften Band bereits gelesen habe, ist für mich Noel irgendwie die Hauptperson und so hatte ich es echt schwer mich auf Lucas einzulassen, vielleicht lag es auch daran, dass mir Lucas irgendwie nicht so richtig sympathisch wurde. Ich kann nicht mal genau sagen, woran es lag, aber im ersten Band wäre ein mit den anderen Charakteren interagierender Charakter sinnvoller als so ein stiller und für sich bleibender Charakter wie Lucas.

Der Cliffhanger (nennt man das bei Romanen eigentlich so?) am Ende des Bandes soll natürlich den Leser dazu bringen, weiterzulesen. Da ich ja bereits den fünften Band kenne, kann ich mir ungefähr denken wie es weitergeht. Dennoch bin ich gespannt und hätte am liebsten sofort mit dem zweiten Band weitergemacht. Kurzum: ich empfehle Kings & Fools 1: Verdammtes Königreich von Natalie Matt und Silas Matthes und bin sehr gespannt auf den folgenden Band.

Leseaktionen

Mein SuB kommt zu Wort Juli 2020

Hallo ihr Lieben,

ich bin trotz stressiger Wochen wieder mit dabei. Vanessa habe ich ihren Laptop mal für ein paar Minuten entrissen, es kann also losgehen: Dieses Mal gibt es wieder die drei Dauerfragen und eine wechselnde Frage, die Annas Sub uns stellt.

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Derzeit bestehe ich aus 39 Büchern, aber da ich ständig im Wandel bin, ändert sich das derzeit ziemlich häufig.

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Meine drei neusten Bücher sind: Café mit Meerblick von Caroline Roberts, Mord auf dem Golfplatz von Agatha Christie und Feuer & Gold von Sarah Beth Durst. Von Christie kann Vanessa gar nicht genug bekommen, deshalb wird das bestimmt schnell wieder von mir verschwunden sein und auch das Rezensionsexemplar: Café mit Meerblick liest Vanessa bereits und entsprechend schnell wird es wohl verschwinden.

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Vanessa hat am Wochenende gerade Time to Love von Beth O’Leary fertiggehört, es war nämlich ein Hörbuch und es war ein Rezensionsexemplar. Hier hat es richtig gut gefallen auch wenn sie die Rezi jetzt noch nicht geschrieben und veröffentlicht hat, aber darum kümmert sie sich dann die Tage; hat sie zumindest versprochen.

  1. Lieber SuB, ja du weißt genau, welche Frage jetzt kommt! 🙂 Zeig sie mir, deine 3 ältesten SuB-Leichen! Haben sie sich im Vergleich zum Vorjahr geändert oder sind es die gleichen „Cover“ wie letztes Jahr?

Da ich relativ schmal bin, ändern sich meine Bewohner recht häufig, aber die Sub-Leichen sind allesamt schon „etwas älter“, wobei da bei mir relativ ist. Sub-Leiche bedeutet auch nur, dass ein Buch maximal 2 Jahre auf mir wohnt. Aber Vanessa hat mir mal einen Blick ins Mein Sub kommt zu Wort-Archiv gestattet und da habe ich gesehen, dass ich die gleichen Bücher angegeben habe, die ich auch jetzt angeben muss: Georg W. Betrams Philosophische Gedankenexperimente und Ulrike A. Kuceras Mordssommer sind die beiden ältesten Bücher vom Juli und August 2018. Dann gibt es noch mehrere Bücher aus dem Dezember 2018, insgesamt gab es da aber keine große Veränderung im letzten Jahr. Mal gucken, ob Vanessa davon etwas liest. Ich habe ja nicht so große Hoffnungen, aber wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Liebe Grüße

SuBy (& Vanessa)

Montagsfragen

Montagsfrage: 20. Juli 2020

Montagsfrage: Was magst du lieber: Fiction oder Non-Fiction?

Hallo ihr Lieben,

auch an diesem Montag möchte Antonia wieder etwas über unser Leseverhalten wissen. Sie möchte wissen, ob wir lieber Fiction oder Non-Fiction lesen und ich muss sagen, dass ich da eine klare Tendenz habe: Ich lese lieber Fiction. Dabei habe ich aber gerade in den letzten Wochen und Monaten einen Wandel durchgemacht und habe noch ein paar neue Genres für mich entdeckt. Wer weiß also wie es sich in den nächsten Monaten und Jahren entwickelt.
Wie ist es bei euch?

Liebe Grüße
Vanessa

Lieblingsworte

Karibu

Das Karibu ist ein Rentier, das auch Ren heißt und in der Nähe des Polarmeeres lebt, es lebt in Nordeurasien und in Nordamerika. Das nordamerikanische Rentier heißt caribou, welchen im Deutschen als Karibu bekannt ist, dieser Ausdruck kommt wohl aus einer Indianer-Sprache. Wenn ich den Artikel von Wikipedia richtig verstehe, dann gibt es mehrere Arten bei den Karibus, worin sie sich allerdings unterscheiden, das weiß ich nicht und warum die nordamerikanischen Rentiere Karibu heißen, das weiß ich auch nicht, aber dennoch hat es mir gut gefallen, dieses Wort, das ich wohl leider kaum in meinen aktiven Wortschatz übernehmen kann.

Wer ist eigentlich Paul? von A. Göttlicher

Abgebrochen: Wer ist eigentlich Paul? Von Anette Göttlicher

Von Wer ist eigentlich Paul? Von Anette Göttlicher habe ich deutlich weniger gelesen als von Diese Magie der Liebe, weil ich dieses Mal vorsichtiger war und keine Lust hatte, ein Buch zu lesen, das mir nicht gefällt oder mich traurig macht.

Bei Anette Göttlichers Roman spielt Marie die Hauptrolle. In Tagebucheinträgen erzählt sie von ihrem Leben und vor allem von der Bekanntschaft mit einem gewissen Paul. Für mich ging es die ganze Zeit nur darum, dass dieser Paul ihr ziemlich gut gefällt, er ihr aber die kalte Schulter zeigt. Er meldet sich über Wochen nicht und sie schreckt bei jeder SMS und jedem Anruf auf ihrem Handy hoch und hofft und bangt, dass endlich der Name Paul im Display erscheint. Als er sich dann meldet, fährt sie sofort zu ihm und zögert nicht mal eine Sekunde. Danach meldet er sich wieder nicht bis er ihr eine Mail schreibt. Auch auf diese reagiert sie sofort: Sie macht sich von ihrem Bürojob sofort zu ihm auf den Weg und verbringt ihre Mittagspause mit ihm im Bett. Was ihr Chef ihr davor noch an Aufträgen erteilt hat, weiß sie zwar nicht mehr, aber die Mail von Paul zu beantworten war offensichtlich wichtiger. Man könnte jetzt meinen, dass Marie noch eine ganz junge Frau ist, aber ich finde, dass man mit 27 durchaus dazu in der Lage sein sollte, Prioritäten zu setzen und sich danach zu verhalten.

Und hier kommt schon das Problem durch, das ich mit diesem Roman hatte: Marie benimmt sich wie eine unbedachte Teenagerin. Sie springt, wenn ein Mann, auf den sie steht, ihr kurz mal seine Aufmerksamkeit zuwendet und sei es auch nur im Bett. Ob Paul ein netter Kerl ist und einfach ein großes sexuelles Interesse an Marie hat, oder ob er einfach ein Arsch ist, der sich nur meldet, wenn er gerade mal wieder Lust hat, kann ich schwerlich einschätzen, aber für mich wirkte das nach den ersten 25 Seiten so, als ob zweiteres zutrifft.

Dafür ist der Charakter natürlich nur eingeschränkt verantwortlich, denn Maries Verhalten hat mich noch mehr genervt, denn sie läuft ständig diesem Paul hinterher und verhält sich unglaublich unterwürfig. Kurzum: mir hat weder der Charakter der Marie (noch der des Pauls) oder der Inhalt der Geschichte gefallen. Einzig die Idee mit dem Tagebuch-Format hat mir gut gefallen, aber das ist für mich kein Grund, einen Roman komplett zu lesen. Deshalb kann ich Wer ist eigentlich Paul? Von Anette Göttlicher leider nicht weiterempfehlen.

Mord in Sunset Hall von L. Swann

Inhaltsangabe: Mord in Sunset Hall von Leonie Swann

Ich habe von Mord in Sunset Hall von Leonie Swann das Hörbuch gehört. Agnes Sharp ist schon etwas älter als sie Lilith kennenlernt. Beide beschließen gemeinsam eine etwas andere WG zu gründen: Eine WG für Senioren. Inzwischen leben die beiden schon für einige Zeit zusammen, aber mit ihnen leben noch Bernadette, Edwina, der Marschall und Winston zusammen in einem Haus. Außerdem lebt noch Hettie bei ihnen, ihre Schildkröte.

Der Roman setzt mit einer Toten, die im Schuppen liegt, ein, über die Hettie stolpert. Lilith wurde im Gartenschuppen ermordet. Doch sie ist nicht die einzige, die in dem kleinen Dorf in kurzer Zeit stirbt, denn auch Mildred Puck wird kurz darauf tot auf ihrer Veranda gefunden. Dort wurde auch sie erschossen und ist langsam verblutet. Wie sich langsam herausstellt wurde auch Mildred erschossen und sogar mit der gleichen Waffe wie Lilith, aber das ergibt alles keinen Sinn.

Außerdem bekommt Sunset Hall noch eine neue Mitbewohnerin: Charlie (genau genommen eigentlich zwei, denn Brexit, ihr Hund, zieht auch noch). Gemeinsam will die skurrile, kleine Hausgemeinschaft nun herausfinden, was er mit den beiden Morden auf sich hat. Als plötzlich auch noch die Waffe, mit der Lilith erschossen wurde, auf ihrem Küchentisch liegt und niemand den Bringer der Waffe gesehen hat, wird die Angelegenheit persönlich.

Bei ihren Ermittlungen kommen ihnen allerhand seltsame Leute unter: Sie beginnen ihre Spur beim dorfbekannten Kaffeetreff, weil sie sich dort Informationen erhoffen, doch nachdem Hettie verschwindet, findet nur Bernadette noch eine Freundin, Rosie, die Agnes später für eine Verdächtige hält. Außerdem lernen sie einen nächtlichen Einbrecher näher kennen: Sparrow steigt in ihr Haus ein, um sie auszurauben, doch das wissen die alten Herrschaften zu verhindern. Wie sich herausstellt, kundschaftet der Liftreparateur, der auch ihren Treppenlift repariert hat, die Häuser, in denen er arbeitet aus, und kommt dann nachts wieder und klaut ein bisschen was aus den jeweiligen Haushaltskassen. Da die Bewohner aus Sunset Hall allesamt interessante Berufe hatten, helfen sie ihm ein bisschen auf die Sprünge und zeigen ihm, wie man in Häuser richtig einbricht, ohne sich von einem Haufen Senioren schnappen zu lassen. In der Folge hilf er Agnes später aus der Patsche und bricht für die Senioren sogar in ein Haus ein, in dem eine weitere Ermordete liegt.

Olive wurde ebenfalls ermordet und sie wurde von ihren Katzen in der Folge übel zugerichtet. Sparrow schießt für die Senioren ein paar Bilder, aber natürlich muss die Frau noch offiziell gefunden werden. Mit einem Trick schafft es Agnes, dass jemand anders die tote Olive findet und so gibt es ein drittes Opfer, obwohl die Bewohner von Sunset Hall natürlich noch mehr Informationen haben, die dem Leser bzw. Hörer erst nach und nach zur Verfügung gestellt werden.

Agnes schweift immer wieder in ihre Vergangenheit mit ihrer Zwillingsschwester ab und wird zu dem kleinen Mädchen mit der sauberen und ordentlichen Kleidung und den zwei Zöpfen. Hier wird deutlich, dass der geistige Zustand sämtlicher Bewohner in Sunset Hall nicht mehr der beste ist und in jedem Gedächtnis hin und wieder Lücken auftreten, Sachen durcheinander gebracht werden und das Verhalten bisweilen recht unverständlich wird.

Außerdem überwältigt Edwina eines Tages den Polizisten, der in dem Fall ermittelt, weil er Agnes verdächtigt und es einfach nicht einsehen will, dass Agnes unschuldig ist. Edwina weiß sich nicht anders zu helfen als den jungen Mann in den Kohlenkeller zu sperren und will ihn erst wieder herauslassen, wenn er einsieht, dass Agnes unschuldig ist. Um ihn letztendlich loszuwerden, streichen die Bewohner von Sunset Hall den Kellerraum und richten ihn gemütlich als geheimes Fernsehzimmer ein, außerdem setzen sie den Polizist unter Drogen und setzen ihn im Garten aus, damit es so wirkt, als wäre er dort alleine hingekommen. Der Polizist sagt zwar aus, dass er von der Senioren-WG gefangen gehalten wurde, aber da es dafür keine Beweise gibt, glaubt man ihm nicht.

Natürlich löst Agnes das Rätsel um die Morde, die Opfer und den Täter, aber als sie zum Tee zum Mörder fährt, brennt dieser das Haus nieder. Nicht nur Agnes muss jetzt aus den Flammen entkommen, sondern auch Nathan, der Enkel des Marschalls, der sie gerade besucht, muss gefunden und gerettet werden…