Allgemein

Kurz gesagt: Der chinesische Schal von Patricia Wentworth

Der chinesische Schal ist der 5. Band der Miss Silver-Reihe von Patricia Wentworth. Im Krimi Der chinesische Schal erfährt Laura Fane von einem Erbe. Sie hat ein Herrenhaus geerbt, das bisher von der ursprünglichen Verlobten ihres Vaters bewohnt wurde. Nun möchte diese es für Lauras Cousine Tanis kaufen. Dabei ist auch die Ex-Verlobtes ihres inzwischen verstorbenen Vaters irgendwie mit ihr verwandt. Laura fährt für ein paar Tage in das Herrenhaus, um es sich anzusehen und sich das Angebot durch den Kopf gehen zu lassen. Während sie dort ist, erlebt sie, wie Tanis mit sämtlichen anwesenden Männern flirtet und dabei macht sie auch vor den vergebenen und verheirateten nicht Halt (man hat er noch den Eindruck, dass sie besonders gerne mit den Männern flirtet, deren Frauen zugegen sind). Laura verliebt sich in Carey, einen Ex-Freund von Tanis, der eigentlich Tanis heiraten sollte, wenn es nach Tanis‘ Verwandter geht. Und gerade deshalb haben die beiden Frischverliebten einen Streit mit Tanis. Als diese kurz danach ermordet aufgefunden wird, gibt es viele Verdächtige…

Bei Der chinesische Schal handelt es sich um einen typischen Miss Silver-Krimi. Es gibt etliche Verdächtige, im Grunde eine große Familie, die in verschiedenen Verwandtheitsgraden zueinander stehen. Außerdem gibt es mehrere Paare, die hoffentlich zusammen kommen und es gibt ein altes Herrenhaus, in dem der ganze Fall stattfindet. Es handelt sich um einen typischen Whodunit, also um einen Krimi, bei dem klar ist, dass jemand aus einem festen Kreis an Verdächtigen der/die Täter:in sein muss. Auch das ist typisch für die Miss Silver-Krimis.

Was mir an Miss Silver besonders gut gefällt: sie ist eine sehr ruhige, überlegte Ermittlerin. In diesem Krimi war sie (mehr oder weniger) zufällig am Ort des Geschehens und ist dennoch bereit als Ermittlerin ihrer Arbeit nachzugehen. Und der Inspektor, mit dem sie zusammenarbeitet, hat einen großen Respekt vor ihr und akzeptiert ihre Meinung und ihre Schlussfolgerungen ohne, dass sie darum kämpfen muss als Frau, ältere Dame und Ermittlerin ernst genommen zu werden. Das gefällt mir an diesen Krimis sehr gut.

Ich mag die Miss Silver-Reihe sehr und ich mag auch Der chinesische Schal von Patricia Wentworth total gerne. Von mir gibt es also eine Empfehlung für diesen Band, obwohl er relativ kurz ist und entsprechend oberflächlich bleibt, was ich an der ein oder anderen Stelle recht schade fand.

Leseaktionen ·Mein SuB kommt zu Wort

Mein SuB kommt zu Wort März 2024

Leseaktionen-Banner: Mein SuB kommt zu Wort, SuBy und Horst mit den Links: vanessas-literaturblog.de und mellisbuchleben.blogspot.com und Idee von annasbuecherstapel.de Im Hintergrund viele aufgestapelte Bücher

Hallo und Herzlich Willkommen zur Gemeinschaftsaktion „Mein SuB kommt zu Wort”. 🙂

Anna von Annas Bücherstapel hat diese Aktion 2016 ins Leben gerufen. Melli von Mellis Buchleben und ich übernehmen sie im August 2021. Alle Informationen zur Aktion findet Ihr HIER. Wir freuen uns über jede:n Teilnehmer:in und versuchen, Eure Teilnahme in diesem Beitrag übersichtlich aufzulisten, so dass nicht immer in den Kommentaren geschaut werden muss. 🙂 Und nun viel Spaß 🙂 Den Beitrag werdet ihr immer pünktlich am 20. bei Melli und mir auf den Blogs finden, auch wenn wir mal nicht selbst teilnehmen können.

Und nun: Manege frei für unsere Stapel ungelesener Bücher:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
  2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig uns deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
  3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es ein SuB-Senior, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem(r) Besitzer:in gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
  4. Liebe:r SuB, Umweltschutz und Klimawandel gehen uns alle an. Zeige uns ein Buch, das Dein:e Besitzer:in mindestens als zweite Person liest (Bücherschrank, Leihe, gebraucht gekauft).

 

SuBy:

  1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?

Vanessa hat zumindest einen leichten SuB-Abbau geschafft und ist jetzt bei 54 Büchern. Sie liest (und hört) aber gerade noch ein paar, sodass die Zahlen wohl hoffentlich bald noch weiter sinken. Im Monat zuvor war sie bei 56 Büchern.

 

  1. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig uns deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Vanessa hat als letztes drei Hörbücher hinzu bekommen, die sie aber zu weiten Teilen schon gehört hat: Bunburry 9, 10 und 11: Lesen kann tödlich sein, Der heilige Sünder und Mord im Magnolienhaus von Helena Marchmont. Sie mag die Reihe und die Figuren total gerne und kann sie sehr empfehlen, wenn man mal was schnelles für zwischendurch braucht. Die einzelnen Bände sind nicht anspruchsvoll und mehr als ein paar kann sie nicht hintereinander hören, weil es ihr dann einfach zu langweilig wird. Aber als kurzweilige Unterhaltung ist diese Reihe durchaus empfehlenswert.

 

  1. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es ein SuB-Senior, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem(r) Besitzer:in gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Zuletzt hat Vanessa Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie beendet. Sie hat das Buch zwar als normales Buch auf mir liegen, aber sie hat es neulich als Theaterstück gesehen und es deshalb nochmal im englischen Original gehört, weil sie hören wollte wo die Unterschiede zum Theaterstück sind. Dadurch kam es ihr beim Hören teilweise etwas langatmig vor und sie ist auch nicht die größte Thriller-Freundin, aber sie versteht nun einige Verweise beziehungsweise Motive aus anderen Krimis, die auf diesen berühmten Thriller der Autorin verweisen.

 

  1. Liebe:r SuB, Umweltschutz und Klimawandel gehen uns alle an. Zeige uns ein Buch, das Dein:e Besitzer:in mindestens als zweite Person liest (Bücherschrank, Leihe, gebraucht gekauft).

Rückblick Mai 2021: Percy Jackson Band 5 ist immer noch ungelesen.

Rückblick Februar 2024: Vanessa hat keines der Bücher gelesen: Stop What You’re Doing And Read This! (Englisch), Kings & Fools: Vergessenes Wissen, von Natalie Matt & Silas Matthes (Deutsch) und Aja oder Alles ganz anders von Gabriele Beyerlein (Deutsch) müssen also noch gelesen werden (oder zumindest eins davon).

März 2024: Jippie unsere grünen Monate beginnen! Da freue ich mich sehr drauf und drüber =) Normalerweise liest Vanessa ziemlich viel aus den Bücherschränken der Umgebung, aber leider hatte sie da in letzter Zeit häufiger Pech mit den Büchern. Meistens war es so, dass sie ein Buch aus dem Bücherschrank mitgenommen hat, es angefangen hat und relativ schnell gemerkt hat, dass es ihr nicht gefällt oder dass sie es sogar abgebrochen hat. Inzwischen ist, glaube ich, praktisch nichts mehr auf mir, das Vanessa aus dem Bücherschrank mitgenommen hat. Aber zum Glück liest sie ja auch gerne gebrauchte Bücher und davon sind noch einige auf meinen Stapeln und da habe ich jetzt eine riesige Auswahl: Miss Silver 7: Die Uhr schlägt zwölf von Patricia Wentworth, Wells & Wong 6: Tödliches Spiel in Hongkong von Robin Stevens und My Roommate is a Cat Band 1 von Tsunami Minatsuki & As Futatsuya.

 

Kennt ihr eines der Bücher und könnt es Vanessa empfehlen (oder davon abraten)?

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„Mein SuB kommt zu Wort” ist eine Aktion, die ursprünglich von Anna von AnnasBucherstapel.de stammt und von Mellis Buchleben und Vanessas Literaturblog im August 2021 übernommen wurde. Die Aktion findet immer am 20. des Monats statt, unabhängig vom Wochentag. Teilnehmen darf jede:r, wann immer er/sie Lust und Zeit dazu hat. Die vierte Frage ist HIER bereits im Voraus einsehbar. Die Fragen dürfen auch nach dem 20. noch beantwortet werden. Bitte benutzt bei einer Teilnahme das “Mein SuB kommt zu Wort”-Banner und verweist auf unsere Blogs!

EDIT: Euer SuB kann sowohl männlich als auch weiblich oder einfach buchisch sein. 😉

EDIT-EDIT: Unsere SuBs möchten sich austauschen – deswegen bitten wir alle Teilnehmer:innen, auch bei den anderen vorbeizuschauen und einen lieben Kommentar dazulassen (vor allem auch bei verspäteten Teilnehmer:innen). Nur so werden unsere SuBs wirklich gehört! 🙂 :-*

Ihr könnt natürlich auch immer Reihentitel vorstellen, die ihr bis zum nächsten Mal lesen wollt.

 

Liebe Grüße
SuBy (& Vanessa)

TEILNEHMER:INNEN:

Andrea & Subs

Anja & Subooky

Melle & Brida

Celina & ihr SuB

Kira & Katharina

Marina & Leo

Alica & Helmut

Melli & Horst

Vanessa & SuBy
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Leseaktionen ·Montagsfragen

Montagsfrage: 18. März 2024

Banner Montagsfrage im Hintergrund Notizheft im Vordergrund mit Klebeband festgeklebter Zettel mit Aufschrift Wordworld Presents Die Montagsfrage und drei Fragezeichen

Montagsfrage: Was machen für Euch Gute/Schlechte Buchtitel aus?

Hallo ihr Lieben,
Sophia möchte diese Woche von uns wissen was für uns gute und schlechte Buchtitel ausmacht.
Ich muss sagen, dass es drei Arten von Buchtitel gibt, die ich einfach furchtbar finde:
a) falsche Titel: Hier möchte ich Die roten Stiefeletten von Anne Perry als Beispiel bringen. Es handelt sich um einen Krimi und man würde erwarten, dass der Täter rote Schuhe getragen hat, diese aus anderen Gründen zu den Beweisen gehören oder sie dem Opfer gehörten, ABER nichts davon ist der Fall… Um genau zu sein: Es kamen im gesamten Krimi keine roten Stiefeletten vor. Nicht mal andere Schuhe. Wie der Verlag auf diesen Titel gekommen ist…? Ich habe keine Ahnung. Aber sowas finde ich einfach furchtbar
b) austauschbare Titel: Wisst ihr eigentlich wie viele Titel von Liebesromanen das Wort Kuss im Titel haben? Nein? Hier eine kleine Auswahl: Küsse auf Eis, Nur die Küsse zählen, Küssen ist die beste Medizin, Wer nicht hören will, muss küssen, Zum Küssen schön und Lass mich deine Küsse spüren. Diese Titel stammen von fünf verschiedenen Autorinnen. Und wisst ihr was? Ich kann mir nicht merken welcher Titel zu welcher Autorin und erst recht nicht zu welcher Handlung gehört, obwohl manche dieser Autorinnen zeitweilig meine Lieblingsautorinnen waren und von manchen Autorinnen heißen wirklich sämtliche Bücher (oder zumindest die Mehrheit) irgendwas mit Küssen.
Krimis können das übrigens auch: Letztes Weihnachten habe ich zwei Krimis mit nahezu identischem Titel kurz hintereinander gelesen: Ein Schuss im Schnee und Ein Mord im Schnee. Man war das verwirrend…
c) verräterische Titel: Es gibt manchmal Krimis, da geschieht der Mord erst recht spät und verrät einfach zu viel über die Handlung bzw. darüber wie das Buch “endet”. Ich habe kürzlich Lady Hardcastle und der Mord am Meer gelesen. Dort wird eine Figur entführt und ich dachte “Na toll, der ist also ermordet worden”, sonst würde das Buch ja nicht Mord am Meer, sondern Entführung am Meer heißen, oder? Das verrate ich jetzt mal nicht, aber um es kurz zu machen: Ich mag es einfach nicht, wenn ich schon weiß was passieren wird, weil der Titel einfach zu viel verraten hat.

Und die guten Buchtitel? Die machen all das eben nicht. Sie sind einprägsam, man verbindet mit ihnen direkt die Handlung, fühlt sich nicht nach dem Lesen hinters Licht geführt und hat einfach das Gefühl, dass es sich um einen stimmigen Titel handelt.

Wie seht ihr das? Was machen gute und schlechte Buchtitel für Euch aus? Kennt ihr einige meiner “Probleme” mit schlechten Buchtiteln?
Liebe Grüße
Vanessa

Der Plymouth Express von A. Christie

Kurz gesagt: Der Plymouth Express von Agatha Christie

Der Plymouth Express von Agatha Christie ist eine Hercule Poirot-Geschichte. Poirot wird vom Vater des Opfers hinzugerufen, nachdem diese ermordet in einem Zug unter einem Sitz aufgefunden wurde. Schnell stellt sich heraus, dass der Vater zwei Verdächtige hat: den Noch-Ehemann des Opfers und einen ehemaligen Geliebten, die beide auf die Täterbeschreibung der Angestellten passen. Diese erzählt, dass sie eigentlich mit ihrer Herrin auf einer Reise war, ihre Herrin aber spontan ihre Pläne änderte. Der neue Plan sei gewesen, dass die Herrin alleine weiter reist und ihre Angestellte am Bahnhof auf sie wartet. Sie selbst wolle später wieder kommen, wisse aber noch nicht genau wann. Kurz nach Abfahrt des Zuges muss sie ermordet worden sein, möglicherweise von dem Mann, den die Angestellte bei ihr im Abteil gesehen habe. Inspektor Japp ermittelt, fährt in alle möglichen Ortschaften und macht auch Zeugen ausfindig, die sich an das Opfer erinnern. Außerdem findet er jemanden, der die Diebesbeute, den Schmuck, den das Opfer bei sich trug, versetzte…

Es handelt sich hierbei um eine normale Hercule Poirot-Geschichte. Poirot hat von Anfang an den Verdacht, dass Japps Ermittlungsansatz nicht sonderlich viel zu Tage fördern wird. Japp findet tatsächlich einige Zeugen, allerdings zeigt Poirot, dass sein Ermittlungsansatz dennoch effektiver ist. Der Inspektor findet darüber einen Täter. Dieser passt zwar voll und ganz in Poirots Argumentation, aber ich vermute mal, es war für ihn schon hilfreich zu wissen, wer der Täter ist, damit er so auf die Partnerin kommt, da diese beiden Verbrecher immer zusammen arbeiten.

Die Geschichte selbst erinnert mich an einen Kriminalroman, Der blaue Express, von Agatha Christie. Die Handlungen ähneln sich auf vielerlei Weise und weisen einige Parallelen auf. Als ich diese Geschichte das erste Mal hörte war ich arg verwirrt und habe mich gefragt, ob ich sie schon mal irgendwann gelesen oder gehört habe (wäre beim Umfang von Christies Werk nicht komplett abwegig), aber dann habe ich ein bisschen gesucht und gemerkt, dass die Handlungen von Roman und Geschichte in vielen Teilen übereinstimmen.

Alles in allem handelt es sich aber um eine tolle Kurzgeschichte, die ich gerne empfehle. Mir hat Der Plymouth Express von Agatha Christie als typische Poirot-Geschichte gut gefallen.

Leseaktionen ·Lesetipps - Blogger stellen ihre Lieblingsbücher vor

Lesetipps für den Frühling 2024 – Blogger:innen stellen dir ihr Lieblingsbuch vor

Lesetipps-Banner Frühling: Hintergrund mit rosa Kirschblüten an Zweigen, im Vordergrund Text: Leseempfehlungen für den Frühling, Blogger stellen dir ihr Lieblingsbuch vor

Hallo ihr Lieben,

Tanja und Leni veranstalten mal wieder ihre Jahreszeitenempfehlungen. Bei diesen geht es darum, das Blogger:innen ihre Lieblingsbücher für verschiedene Jahreszeiten empfehlen dürfen. Das letzte Mal gab es meine Winterempfehlungen im Januar. Außerdem möchte ich an dieser Stelle noch auf meine Bestbewertungen verweisen, wenn jemand von euch noch weiter stöbern möchte.

Für den Frühling möchte ich euch dieses Mal zu Anfang zwei Christie Kurzgeschichten empfehlen:

 

Was wächst in deinem Garten von Agatha Christie

Ich finde, ein Garten ist im Frühling besonders schön, wenn die ganzen Blümchen zu blühen beginnen und man endlich wieder etwas draußen machen kann. Für die/den Mörder:in spielt der Garten in dieser Krimikurzgeschichte eine große Rolle…

Die Pralinenschachtel von Agatha Christie

Pralinen passen natürlich in jede Jahreszeit aber gerade mit Valentinstag im Februar und Muttertag im Mai passen sie auch besonders gut in den Frühling, finde ich. Hier spielt die Pralinenschachtel natürlich eine große Rolle und: es handelt sich um eines der (wenn nicht das einzige) Verbrechen, die Poirot nicht aufdecken konnte…

Und weil Christie zu jeder Jahreszeit geht:

Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie

10 fremde Menschen werden von einer unbekannten Person auf eine einsame Insel vor der Küste eingeladen und merken erst, dass ein Verrückter unter ihnen ist, als die anderen Gäste der Gesellschaft einer nach dem anderen ermordet werden…

Miss Daisy 2: Miss Daisy und der Tod im Wintergarten

Daisy Dalrymple ist Adelige, muss aber ihr Geld selbst verdienen und schreibt zu diesem Zweck über alte Herrenhäuser. Als sie zu Besuch im Herrenhaus für ihre neue Geschichte ist, findet sie mit dem Gärtner einen eingehenden Busch unter dem sie eine ehemalige Hausangestellte finden. Natürlich nimmt Daisy sofort die Ermittlungen auf…

Kate Shackleton 3: Mord zur Teestunde von Frances Brody

Kate wird von ihrer leiblichen Schwester, die sie nicht kennt, weil sie adoptiert wurde, gebeten, deren Ehemann zu suchen. Während ihrer Ermittlungen, lernt sie ihre Schwester und deren Kinder besser kennen und natürlich findet sie ihren Schwager; leider tot. Deshalb muss sie nun ermitteln wer den Mann ermordet hat…

Kennt ihr eines der Bücher? Welche Bücher könnt ihr für den Frühling empfehlen?

Liebe Grüße
Vanessa

Hörbücher

Kurz gesagt: Eine Lady hat die Wahl von Sophie Irwin

Wie den ersten Band der Lady’s Guide-Reihe habe ich auch den zweiten Band Eine Lady hat die Wahl von Sophie Irwin als Hörbuch gehört, deshalb werde ich sowohl auf den Inhalt als auch auf das Medium eingehen.

Eliza ist seit einem dreiviertel Jahr verwitwet als sie ihren Jugendschwarm und Erben ihres verstorbenen Mannes trifft: Lord Oliver Somerset. Eigentlich wollten Oliver und sie vor etwa zehn Jahren heiraten, doch auf Druck ihrer Eltern heiratete sie den deutlich älteren, wohlhabenden Titelinhaber, der nun verstorben ist. Eliza erfährt bei der Testamentseröffnung überraschend, dass sie einen größeren Teil des Erbes erhält, was die Familie des Verstorbenen nicht gut aufnimmt. Eliza wird vor die Wahl gestellt, ob sie auf dem Gelände der Familie ihres Mannes leben möchte, oder zu ihren Eltern zurückkehren will. Sie will weder das eine noch das andere und beschließt mit ihrer Cousine Margaret, die als Gesellschafterin in den letzten Monaten bei ihr lebte, zusammen nach Barth zu ziehen. Dort angekommen fängt sie an ihr Leben mehr und mehr zu genießen, ihr Vermögen für die Dinge auszugeben, die ihr wichtig sind und sie beginnt wieder zu malen. Sie lernen auch die Familie Melville (die Geschwister Caroline und Max) kennen und nach und nach freunden sie sich mit den beiden an und kriegen eine neue Welt gezeigt. Eliza wird von Melville gebeten, ihn zu malen, was sie nach einigem Zögern auch tut. Als aber herauskommt, dass Melville von der Familie ihres verstorbenen Mannes dafür bezahlt wurde, damit sie gegen die Moralklausel verstößt und Somerset sich immer mehr in ihr Leben einmischt und sich nicht um ihre Bedürfnisse kümmert, verliert sie beide Männer, die sie zu lieben glaubte…

Ich mochte den ersten Band der Regency-Liebesroman-Reihe sehr gerne und war lange am Überlegen, ob ich den zweiten Band noch hören soll, weil er aufgrund der Inhaltsangabe nicht viel mit dem ersten Band zu tun haben konnte. Und es ist leider noch extremer als ich befürchtet hatte. Ich hatte ja gedacht, dass die Figuren aus dem ersten Band zumindest am Rande erwähnt werden oder als Nebenfiguren in der Gesellschaft vorkommen, aber das stimmte leider gar nicht. Soweit ich mich erinnere kam wirklich keine einzige Figur aus dem ersten Band im zweiten vor, was ich sehr schade fand. Damit ist es für mich keine Reihe, sondern Einzelromane, denn man braucht keinerlei Wissen aus dem ersten Band um den zweiten verstehen zu können. Dann kann man es auch lassen, diese als Reihe herauszugeben.

Gerade deshalb verstehe ich auch nicht, warum beide Bücher von der gleichen Sprecherin, Tanja Fornaro, eingesprochen wurden. So klingt es am Anfang als müssten beide Romane etwas miteinander zu tun haben, was sie aber leider nicht haben. Bei zwei verschiedenen Sprecherinnen hätte die Reihenzugehörigkeit vielleicht weniger forciert gehört. Fornaro hat ihren Job als Sprecherin aber gut gemacht. Ich mag sie und sie spricht solche Liebesromane à la Jane Austen sehr gut ein. Ihre Stimme und ihre Sprechweise passen einfach wunderbar dazu.

Was mir an der Handlung so gar nicht gefallen hat, war die Dreiecksgeschichte. Ja, bei dem Titel hätte ich es mir denken können, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass es tatsächlich eine Dreiecksgeschichte ist, sondern eher, dass Eliza viele Verehrer hat, aber eben nur einen, der ihr Herz gewinnen kann (ähnlich wie im ersten Teil). Das hat mir hier leider weniger gut gefallen. Hinzu kam, dass mich am Titel gestört hat, dass Eliza nicht wirklich die Wahl hat: weil sie sich nicht verhalten, nicht tun und lassen kann, was sie möchte, denn ihr Verhalten wird immer von einem Mann bewertet, der ihr im Zweifelsfall ihr Vermögen wegnehmen kann.

Außerdem muss Eliza wirklich darum kämpfen, dass sie endlich ihr Vermögen selbst verwalten kann, aber dieser Aspekt kommt irgendwie immer nur kurz: sie muss es ihrem Vater entreißen und will sich einlesen, aber es ist so langweilig, dass danach das Thema, dass sie sich Wissen anlesen möchte, gar nicht mehr aufkommt. Gegen Ende stellt sie noch einmal klar, dass es ihr Vermögen ist und dass sie die Entscheidungsgewalt hat, aber man erfährt nie, wie es mit ihrem Vermögen dann tatsächlich weitergeht beziehungsweise, ob ihr dieses Recht zugebilligt wurde.

Die Parallelen zu Jane Austens Überredung sind ziemlich offensichtlich, wenn man den Roman kennt. Die Auffälligste ist sicherlich die Grundidee: ein Mann und eine Frau verlieben sich in einander, der Frau wird von der Verbindung abgeraten (bei Jane Austen eine Überredung, bei Irwin eher ein Verbot) und 10 Jahre später treffen sie sich wieder und haben offenbar immer noch Gefühle füreinander, die sie sich auch nur zögerlich eingestehen. Natürlich gibt es Unterschiede und gerade aus diesen entsteht bei Irwin die Spannung, denn sie geht davon aus, dass man Jane Austens Überredung kennt und dementsprechend die Parallelen in der Handlung offensichtlich sind.

Insgesamt fand ich Eine Lady hat die Wahl von Sophie Irwin recht kurzweilig, leider hat mir der Liebesroman dennoch nicht so richtig gut gefallen: ich mag Dreiecksgeschichten nicht besonders, fand es schade, dass die Figuren des ersten Bandes nicht mal erwähnt wurden und fand auch, dass Elia noch etwas stärker hätte dargestellt werden können. Fans von historischen Liebesromanen könnten hier aber auf ihre Kosten kommen.

Leseaktionen

Bestbewertung #2 März 2024

Hallo ihr Lieben,

Leni hatte schon vor einigen Wochen bekannt gegeben, dass es von der Leseaktion Bestbewertung einen zweiten Teil gibt und ich hatte versprochen, dass ich mitmache und habe mich drauf gefreut, aber kam irgendwie nie dazu, den Beitrag zu schreiben. Nun läuft die Aktion aber nur noch ein paar Tage und ich wollte doch unbedingt mitmachen, deshalb folgt nun hier mein Beitrag:

Worum geht’s?

Bei der Blogger:innenaktion geht es darum, die drei letzten Bücher mit der besten Bewertung vorzustellen und ihnen so noch einmal separat Aufmerksamkeit zu schenken.

Da ich keine Sterne oder ähnliches vergebe, muss ich mich leider auf meine Liste und meine Erinnerung verlassen, um herauszusuchen welche drei Bücher mir zuletzt am besten gefallen haben.

  1. Lady Hardcastle und der Mord am Meer von T E Kinsey

Hierbei handelt es sich um den sechsten Band der Reihe, aber es ist nicht unbedingt notwendig, die Bände davor zu lesen. Alle wichtigen Infos, die man aus den vorherigen Bänden braucht, werden nochmal erwähnt.

Emily Hardcastle macht mit ihrer Zofe Flo Armstrong Urlaub am Meer. Als der erste Hotelgast verschwindet, beginnen sie mit ihren Ermittlungen und bald schon wird ein mysteriöser, ausländischer Gast nach dem anderen ermordet aufgefunden… Ein perfekter Krimi für den Frühling oder ein verregnetes Sommerwochenende

  1. Die Drachen von Talanis 3: Red Scales von Katharina V. Haderer

Hierbei handelt es sich um den dritten und abschließenden Band einer „Trilogie“ (es gibt noch einen kurzen Ergänzungsband) und man sollte definitiv alle drei Bände lesen, um der Handlung folgen zu können: Christie kann sich in einen blauen Drachen verwandeln und muss nicht nur ihrem Vater, der Mitglied der Hexade (dem Stadtrat ihrer Heimatstadt) werden möchte, beistehen, sondern darüber hinaus auch noch mit der Triade der Nachbarstadt klar kommen, den Mörder ihres Erzeugers stellen und gegen ihren verzogenen Bruder um ihr Leben kämpfen und dabei sollte sie nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Herz nicht verlieren…

  1. Laetitia Rodds erster Fall: Das Geheimnis von Wishtide Manor von Kate Saunders

Noch ein Krimi: Ich mag Laetitia Rodd sehr gerne. Sie ist verwitwet, etwas verarmt, aber hat dennoch eine gute Erziehung genossen und weiß als Vikarswitwe wie man sich in der Gesellschaft bewegt. Mit ihrem ältlichen Äußeren hat sie die perfekte Tarnung um besonders brisante Fälle für ihren Bruder, einen bekannten Anwalt, zu verfolgen. Nun hat er ihr einen neuen Fall vermittelt: Die Schwiegertochter in spe scheint ein mysteriöses Geheimnis zu haben, das Letty aufdecken soll. Gerade als ihr Fall abgeschlossen scheint, soll der Sohn der Familie für die sie gearbeitet hat, seine (Ex-)Verlobte brutal ermordet haben. Um ihm vor dem Galgen zu bewahren, ermittelt Letty und bringt sich während der Entführung eines Kindes selbst in Gefahr…

 

Ich mochte alle drei Bücher wirklich sehr gerne und es waren tatsächlich alles drei absolute Highlights. Kennt ihr eines der Bücher? Was waren eure drei letzten Highlights?

Liebe Grüße
Vanessa

Poirot und das Geheimnis der Regatta von A. Christie

Kurz gesagt: Poirot und das Geheimnis der Regatta von Agatha Christie

Diese Kurzgeschichte von Agatha Christie dreht sich um eine kleine Gesellschaft, die einen Ausflug, auf einen Jahrmarkt macht und danach gemeinsam isst, auch den nächsten Tag verbringt die Gesellschaft noch miteinander. Zu dieser gehören: Mr. Isaac Pointz, sein Geschäftspartner Leo Stein, Sir George und Lady Marroway, Mr. Samuel Leathern, einem amerikanischen Geschäftsfreund und dessen Tochter Eve, Mrs. Rustington und Evan Llewellyn. Auf dem Jahrmarkt amüsieren sich alle, aber vor allem Eve und als sie dann gemeinsam Essen, schlägt die naive Eve eine Wette vor: wenn sie Mr. Pointz seinen Diamanten, den er als Glücksbringer immer dabei hat, stehlen kann und zwar so, dass es niemand merkt und der Stein auch nach einer gründlichen Durchsuchung ihrer Person nicht aufgefunden werden kann, erhält sie von ihm Stumpfhosen, während er von ihr einen Tabakbeutel erhält. Während ihrer Wette, bei der Eve zuerst zu gewinnen scheint, wird der Diamant aber tatsächlich gestohlen. Jeder und jede der Anwesenden wird durchsucht, aber der Diamant bleibt verschwunden. Da niemand den Raum betreten oder verlassen hat, kann einzig Llewellyn ihn gestohlen haben, denn er warf einem vorbei kommenden Zeitungsverkäufer durch das Fenster eine Münze zu und dieser warf ihm eine Zeitung nach oben. Natürlich wird er von seinen Bekannten und Freunden nun verdächtigt und um diesen Verdacht auszuräumen, verpflichtet er Hercule Poirot, der den Auftrag nach einem ersten Mandantengespräch annimmt. Nur wenige Tage später, hat er den Fall gelöst und Llewellyns Unschuld bewiesen. Doch wer war es und wie hat er oder sie den Stein verschwinden lassen?

Diese Geschichte erinnerte mich sehr stark an die Sherlock Holmes-Geschichten, bei denen man auch häufig das Gefühl hatte, dass Sherlock seine Fälle einfach aus dem Sessel löst, weil aufgrund der Geschichte des Klienten oder der Klientin nur eine einzige Lösung möglich ist. Hier ist es ähnlich: Poirot hört sich die Geschichte des Klienten an und stellt noch einige Nachfragen und weiß scheinbar direkt wer der/die Täter:in ist, denn er verspricht seinem Klienten, dass er in wenigen Tagen den Fall aufgeklärt haben wird, was er auch tatsächlich schafft.

Ich mochte die Kurzgeschichte sehr gerne. Poirots Ermittlungsarbeit steht hier zwar nicht im Fokus, aber es hat mich weniger gestört als es mich bei Kriminalromanen in voller Länge normalerweise stört. Ich finde gerade hier passt es auch ganz gut, weil Poirot damit sagenumwobener wirkt.

Da der Titel darauf verweist, dass Poirot in dieser Geschichte vorkommt, wundert man sich am Anfang etwas, weil er eben beim eigentlichen Fall nicht dabei ist, sondern erst nach dem Verbrechen eingeschaltet wird und hier als normaler Detektiv fungiert. Außerdem spielt die im Titel vorkommende Regatta eigentlich keine besonders große Rolle. Sie ist der Grund warum die Gesellschaft in dieser Rund zusammen gekommen ist, aber danach wird sie nur noch am Rande erwähnt.

Alles in allem hat mir Poirot und das Geheimnis der Regatta von Agatha Christie sehr gut gefallen. Ich finde die Geschichte sehr unterhaltsam und ich mag es, dass mich die Geschichte an die Sherlock Holmes-Geschichten erinnert. Von mir gibt es also eine klare Empfehlung für diese Kurzgeschichte.

Lady Hardcastle und der Mord am Meer von T E Kinsey

Inhaltsangabe: Lady Hardcastle und der Mord am Meer von T E Kinsey

Bei Lady Hardcastle und der Mord am Meer von T E Kinsey handelt es sich um den sechsten Band der Lady Hardcastle-Reihe und in diesem machen Emily Hardcastle und ihre Zofe Florence „Flo“ Armstrong Urlaub am Meer, genauer in Weston-super-Mare. Dort wohnen sie im Steep Holm View, einem Hotel, das ihnen von Freunden empfohlen wurde und lernen sofort das sehr internationale Publikum kennen: zwei Amerikanerinnen, ein Japaner, ein Österreicher, ein Russe und ein Franzose.

Während sich Flo und Lady Hardcastle mit dem einzigen Landsmann, einem Doktor, der in der Forschung tätig ist, anfreunden, scheinen sie mit den anderen Urlaubern nicht direkt warm zu werden. Und bald offenbart sich auch warum: nachdem Dr. Goddard, ihre neue Bekanntschaft, entführt worden ist, entpuppen sich alle Anwesenden nach und nach als Spione aus den entsprechenden Ländern. Zusammen mit Dr. Goddard verschwindet auch seine mysteriöse Kiste, in der er angeblich strenggeheime Pläne mit sich herumschleppt.

Kurz darauf wird der Russe ermordet aufgefunden und man merkt, dass aus seinem Zimmer ein schwerer Gegenstand (wegen Kratzspuren auf dem Boden) gestohlen wurde. Die Kratzspuren erinnern an die, die auch bei Dr. Goddard im Zimmer gefunden wurden. Nach und nach wird die Kiste in verschiedenen Zimmern vermutet und immer wieder gestohlen und die Menschen, die sie hatten, werden ermordet bis Flo die Kiste bei ihren neuen, amerikanischen Freundinnen findet: Adelia Wilson, die ältere der beiden Frauen, hatte die Kiste in ihrem Zimmer versteckt. Bald darauf wird ihre Nichte entführt und sie bittet Emily und Flo darum, ihr ihre Nichte zurückzubringen, auch wenn Adelia eigentlich für die Amerikaner spioniert…

Lady Hardcastle und der Mord am Meer von T E Kinsey

Rezension: Lady Hardcastle und der Mord am Meer von T E Kinsey

Bei Lady Hardcastle und der Mord am Meer von T E Kinsey handelt es sich zwar um den sechsten Band der Reihe, aber man muss die vorherigen Bände nicht gelesen haben, um zu verstehen was passiert.

Tatsächlich geht es in diesem Band sehr viel um die Hintergründe von Flo und Emily, aber sie erzählen eigentlich sehr transparent welche Geschichte sie haben, sodass man, denke ich, auch gut folgen kann, wenn man die vorherigen Bände nicht kennt. Was mir besonders gut gefallen hat, war, dass die Geschichte sogar noch etwas weiter vertieft wird und man noch mehr Details zu ihrer China-Reise beziehungsweise Flucht durch China erhält. Auch die in den letzten Bänden platzierten Hinweise auf Günther Ehrlichmann, der damals Emilys Mann ermordete, kommen hier zu einem Höhepunkt und Abschluss. Mehr verrate ich an dieser Stelle aber nicht…

Auch in diesem Band passieren viele Dinge nebenbei: erst einmal machen Emily und Flo Urlaub in Weston und planen auch einige Aktivitäten (Esel reiten, das Meer sehen und vielleicht mal mit den Füßen rein, solche Sachen eben) und es ist ein widerkehrendes Motiv, das sich Flo über die Ebbe beschwert, die dafür sorgt, dass sie während ihres Urlaubs nie das Meer zu Gesicht bekommt. Ein weiteres Thema ist der Kontakt zu Harry, Emilys Bruder, der in diesem Band sehr oft vorkommt, genau wie ihre Schwägerin, die in diesem Band mal wieder eine kleine Rolle inne hat.

Besonders schön fand ich, dass ihre Freunde aus Littleton Cotterell gegen Ende noch einen kleinen Auftritt bekommen haben, da diese ansonsten kaum (und teilweise) gar nicht vorgekommen wären in diesem Band. Ich mag diese Figuren alle sehr gerne und freue mich natürlich, wenn ich diese zumindest kurz „treffen“ kann.

Wie so oft bei den Bänden der Reihe, hat es einige Seiten gebraucht bis die Handlung richtig in Schwung kommt, und dann ist das erste Verbrechen auch erst einmal nur eine Entführung. Da hatte ich schon schlimmes befürchtet und geahnt, dass der Doktor zeitnah ermordet aufgefunden wird und, dass Emily und Flo eben in diesem Mordfall ermitteln müssen. Dann kommt es aber doch anders und es gibt noch den ein oder anderen Mord.

Meiner Ansicht nach waren Flo und Emily leider an manchen Stellen nicht so umsichtig, was leicht hätte schief gehen können: zum Beispiel nachdem sie die Kiste endlich gefunden hatten, lassen sie sie immer wieder aus den Augen und manche Hinweise auf den Täter und wie alle Hinweise zusammenhängen haben sie erst sehr spät wahrgenommen.

Alles in allem hat mir der sechste Band der Reihe wieder gut gefallen. Für mich passt es super in den Frühling oder in den Sommer (von mir aus auch in den Herbst), weil er zwar im Sommer, am Meer, im Urlaub spielt, aber dabei kein richtiges sommerliches Gefühl aufkommt. Ich mag Flo und Emily sehr gerne, finde es schön, dass es neue Details zu ihrer Vergangenheit gibt, man viele alte Gesichter mal wieder sieht und ein alter Fall hier endlich seinen Höhepunkt findet. Schade fand ich nur, dass ich Emilys und Flos Verhalten an der ein oder anderen Stelle nicht so ganz nachvollziehen konnte und recht leichtsinnig fand. Das hätte leicht schief gehen können und hier hat mir ein bisschen mehr Umsicht der beiden gefehlt. Dennoch handelt es sich bei Lady Hardcastle um eine meiner Lieblingsreihen und ich empfehle Lady Hardcastle und der Mord am Meer von T E Kinsey sehr gerne weiter und freue mich schon auf den nächsten Band.

 

 

 

Danke an blanvalet für das Rezensionsexemplar!