Der Salon des Todes von A. Instone

Inhaltsangabe: Frl. Schumacher ermittelt 2 – Der Salon des Todes von Andrea Instone

In ihrem zweiten Fall muss Emma Schumacher im Salon des Todes ermitteln. Emma tritt ihre erste Stelle an und soll in einem Schönheitssalon die Büroarbeiten erledigen. In besonders hektischen Zeiten, und das Weihnachtsgeschäft ist hektisch, muss Emma aber auch im Verkaufsraum aushelfen. So hat sie hautnah Kontakt zu ihren Kolleginnen und den Kundinnen.

Als bei einer Behandlung eine Kundin einen Stromschlag bekommt, der für Unwohlsein und vor allem ein Herzproblem sorgt, ist der gesamte Salon in Aufruhr. Kurz darauf bricht Hedwig Arendt tot zusammen. Emma holt die Polizei, informiert die Polizisten, die sie von ihrem ersten Fall kennt. Siegfried Mertens und Simon Wertheim beginnen ihre Ermittlungen in alle Richtungen. Wollte der Ehemann seine Frau loswerden? Wollte jemand den Salon in Verruf bringen? Wer hat die Drohbriefe geschickt?

Obwohl die Polizei ermittelt, fängt auch Emma mit einigen Nachforschungen an, denn sie hat direkten Kontakt zu ihrer Chefin, der Salonbesitzerin, zu ihren Kolleginnen und den Kundinnen und kann einige diskrete Nachforschungen anstellen. Als nun auch noch Kolleginnen von Emma angegriffen werden, fühlt sich auch Emma nicht mehr sicher auf den Straßen Bonns und verstärkt ihre Ermittlungen.

Parallel muss Emma sich aber auch noch klar darüber werden, was sie eigentlich möchte. Sie freut sich über ihren neuen Job, findet diesen aber nach einigen langen Tagen doch sehr anstrengend und ärgert sich über ihr Bedürfnis nach Unabhängigkeit. James versucht gleichzeitig sich einen Job in der Nähe von Bonn zu suchen, doch scheitert er und beginnt nun einen Plan für seinen Vater auszuarbeiten, denn dieser möchte, das James in seinen Verlag einsteigt. Emmas Tante Sybil plant ein Tanzlehrinstitut mit ihrem Freund Alexej zu eröffnen und ihre andere Tante Tinni heiratet ihren Freund Jean-Baptiste und so merkt Emma auf was sie verzichten wird müssen, wenn die beiden nach Frankreich gezogen sind…

Der Salon des Todes von A. Instone

Rezension: Frl. Schumacher ermittelt 2 – Der Salon des Todes von Andrea Instone

Bei Der Salon des Todes von Andrea Instone handelt es sich um den zweiten Band der Fräulein Schumacher ermittelt-Reihe. Um die Figuren und deren Beziehungen zueinander zu kennen, wäre es gut, zuvor den ersten Band zu lesen.

Ich mochte Emma in diesem Band wieder sehr gerne. Sie ist ein sehr lieber und netter Charakter und gleichzeitig entwickelt sie sich auch weiter und versucht es nicht mehr jedem Recht zu machen. Ihre Entwicklung hängt natürlich auch damit zusammen, dass sie jetzt Geld verdient, was ihr mehr Selbstvertrauen gibt und dieser neue Job ihr gleichzeitig vieles abverlangt, sodass sie ihre Schüchternheit immer wieder runterschlucken und über sich selbst hinauswachsen muss. Das mochte ich sehr gerne, weil die Entwicklung bei ihr ziemlich natürlich wirkte.

Auch die Beziehung zu James entwickelt sich in diesem Band weiter. Ich mag James sehr gerne und mochte es auch wie er immer weiter versucht hat, eine Lösung für sein Job-Problem zu finden. Leider hat er wenig versucht mit Emma zusammen einen Plan zu machen. Auf der anderen Seite geht es natürlich vor allem um seine berufliche Zukunft, die er für sich selbst klären muss. Obwohl die beiden auch in diesem Band wieder ein bisschen umeinander herumgetanzt sind, und viele Missverständnisse hätten ausräumen können, wenn sie einfach ein offenes Gespräch geführt hätte, mochte ich, wie sich die Beziehung entwickelt hat.

Natürlich erhoffe ich mir von den nächsten Bänden eine Weiterentwicklung der beiden Figuren und ihrer Beziehung zueinander.

Ich mochte es auch, dass so viele Figuren aus dem letzten Band wieder vorkamen. Schade fand ich zwar, dass Emmas Vater in Ägypten ist, und somit nicht vorkommt. Aber ich fand es schön, dass ihre beiden Tanten und Jean-Baptiste und Alexej auch in diesem Band vorkamen und hoffe, nachdem ich die Figuren noch mehr ins Herz geschlossen habe, dass sie uns noch einige Bände erhalten bleiben.

Der Fall selbst hat mir gut gefallen. Ich hatte direkt am Anfang einen Verdacht, der sich immer mal wieder geändert hat, aber dann kamen im Laufe der Ermittlungen so viele neue Komponenten, Hinweise und Theorien ins Spiel, dass ich irgendwann nicht mehr sicher war, obwohl ich natürlich immer wieder mal einen Verdacht hatte. So etwas mag ich ja eigentlich ganz gerne, denn das hält den Krimi spannend. In die Ermittlungen war Emma gut eingebunden, was mir auch sehr gut gefallen hat.

Am Anfang gibt es eine Liste mit dem am Krimi beteiligten Personen, was mir sehr gefallen hat und dafür gesorgt hat, dass ich dieses Mal nicht so verwirrt war mit den ganzen Namen. Da aber auch Figuren aus dem vorhergehenden Band erwähnt werden und auf Umstände aus diesem Kriminalfall verwiesen wird, ergibt es auch aus dieser Sicht Sinn, den ersten Band zuvor zu lesen.

Als Hitler am Anfang erwähnt wird, war ich etwas verunsichert, denn eine Figur schwärmt von ihm. Ich sehe natürlich ein, dass es sich anbietet ihn in eine Handlung, die im Jahr 1926 spielt, einzubinden, aber ich war doch etwas geschockt. Im Laufe der Handlung gibt es noch weitere Figuren in der Bevölkerung, die von ihm angetan sind. Mertens, der am Anfang so begeistert war, fängt aber an, die Ideen differenzierter zu betrachten (wobei ihm Emma auf die Sprünge hilft).

Alles in allem hat mir der zweite Teil der Fräulein Schumacher ermittelt-Reihe Der Salon des Todes von Andrea Instone sehr gut gefallen. Ich mag die Figuren, deren Weiterentwicklung und der Kriminalfall war auch sehr spannend. Für mich war es also ein gelungener zweiter Band und ich bin schon sehr gespannt wie es mit Emma und James und ihren Ermittlungen in Zukunft weitergeht.

 

 

 

Danke an Andrea Instone für das Rezensionsexemplar!