Darf's ein Küsschen mehr sein von R. Gibson

Rezension: Darf’s ein Küsschen mehr sein? von Rachel Gibson

Ich verstehe leider immer noch nicht, warum die Rachel Gibson-Romane so seltsame Namen haben, die mit den Romanen irgendwie so überhaupt nichts zu tun haben, sodass ich jedes Mal nachsehen muss, welche Romane der Autorin ich schon im Regal stehen habe und es nicht einfach so anhand der Covers oder Titels sagen kann, ob ich den Roman schon kenne oder nicht. Auch dass Maddie, die Protagonistin von Darf’s ein Küsschen mehr sein? Blond ist und die Frau auf dem Cover ist brünett, nervt mich so langsam wirklich. Warum muss eine Frau auf dem Cover sein? Wenn man sich nicht die Mühe machen will, dass die Frau halbwegs mit der Beschreibung im Buch übereinstimmt, dann kann man doch auch einfach etwas anderes darauf abbilden.

Aber ich mochte den Roman von Rachel Gibson, denn die Autorinnen-Reihe von ihr macht wirklich Spaß. Man lernt die Autorinnen im ersten Band kennen und nun hier im dritten hat man die Möglichkeit noch einmal die Figuren zu lesen, wenngleich die anderen drei Frauen in diesem Band nicht eine so große Rolle spielen wie in den anderen drei Bänden. Das führt aber natürlich dazu, dass Maddie hier größeres Gewicht zugewiesen wird, was auch mit daran liegt, dass der Roman hauptsächlich in Truly spielt und nicht in Boise, wo die drei anderen wohnen. Und man merkt in diesem Band mal wieder, dass es nicht notwendig ist, die vier Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, denn ich habe bisher nur den ersten und nun eben diesen dritten Band gelesen. Man versteht die Handlung und die Zusammenhänge, wenngleich es von Vorteil sein kann, wenn man den zweiten Band kennt. Allerdings bekommt man natürlich durch die Geschehnisse im dritten Band ein wenig den zweiten Teil gespoilert. Ich persönlich fand es aber schade, dass das Potenzial eines Krimis hier nicht ausgeschöpft wurde. Eine junge Frau kommt zurück nach Truly um den gewaltsamen Tod ihrer Mutter aufzuklären oder zumindest die Hintergründe zu ergründen. Damit wäre doch der Weg für einen Krimi geebnet, denn auch in diesem Roman gibt es Figuren, denen das Verhalten von Maddie und das Stochern in der Vergangenheit nicht gefällt. Mit einem kriminalistischen Anteil hätte man die Spannung des Romans weiter oben halten können und hätte nicht eine reine Liebesgeschichte geschrieben, denn obwohl Maddie versucht ihre eigene Identität zu ergründen, indem sie die Beweggründe der Mörderin ihrer Mutter aufdeckt, bleibt auch dieser Selbstfindungsteil ein bisschen unberücksichtigt.

Insgesamt gefiel mir der dritte Teil der Autorinnen-Reihe von Rachel Gibson aber recht gut, sodass ich Darf’s ein Küsschen mehr sein gerne weiterempfehle.

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