Adventskalender 2017 ·Die Kette der Dragomira von G. Beyerlein ·Gabriele Beyerlein

Rezension: Die Kette der Dragomira von Gabriele Beyerlein

Die Inhaltsangabe zum Jugendroman Die Kette der Dragomira von Gabriele Beyerlein findet ihr oben.

Die Geschichten von Gabriele Beyerlein spielen immer in der Vergangenheit und so muss eigentlich nicht erst erwähnt werden, dass sie meistens recht brutal sind. Natürlich kann eine Lungenentzündung damals den Tod bedeuten und dass der Winter im Norden Deutschlands und östlich recht hart sein kann, ist eigentlich auch klar. Auch dass der Krieg brutal ist und dass dort wohl schon immer Kriegsverbrechen begangen wurden, ist klar, so wird die Mutter von Dragomira vergewaltigt. Grins Mutter hingegen stirbt im Kindbett, was auch recht traurig ist, genau wie Slawomiras Mutter, die auch gestorben ist.

Die Einführung in die Geschichte, fand ich wirklich gut, denn obwohl es natürlich die reale Welt ist, muss man doch erst einmal in diese Zeit eintauchen und ein Gefühl dafür kriegen, auch dass der Wechsel sehr überraschend passiert ist, fand ich ziemlich spannend. Niklot ist verschwunden und jetzt müssen Grin, Rochel und Slawomira rekonstruieren was genau geschehen ist und müssen ihr Wissen zusammentragen, bevor sie sich entscheiden können was zu tun ist, alleine wäre wohl niemand auf die Lösung gekommen. Daran merkt man wie wichtig es ist zuzuhören und zusammenzuarbeiten, auch Freundschaft spielt in diesem Kontext eine wichtige Rolle. Die Erwachsenen waren ja so zornig, dass ihnen überhaupt keine Zeit blieb nachzudenken und beinahe hätten sie dabei einen gewaltigen Fehler gemacht und viele tausend Menschen ins Unglück gestürzt. Niklot hat sich außerdem sehr schnell von Anatrog beeinflussen lassen und dadurch, was er seit Jahren bei sich zuhause über die bösen Abodriten gehört hatte, lässt er sich von den Geschichten erst recht beeinflussen, sodass hier schnell Feindschaft entsteht, wo eigentlich Freundschaft entstehen könnte, wenn man unvoreingenommen wäre. Niklots Mut sei an dieser Stelle noch einmal besonders hervorgehoben, denn dieser ist wirklich sehr beeindruckend.

Ich persönlich empfehle dieses Jugendbuch von Gabriele Beyerlein Die Kette der Dragomira gerne weiter, denn man kann wirklich viel daraus ziehen, gleichzeitig sollte man es allerdings nicht zu jungen Leser zugänglich machen, denn für diese könnte es noch ein bisschen zu brutal sein, wobei dies natürlich der damaligen Zeit geschuldet ist und eine verharmlosendere Erzählung würde dem frühen Mittelalter wohl nicht gerecht werden.

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