Die Mistelzweigstrategie von L. Foster

Rezension: Die Mistelzweigstrategie von Lori Foster

Der Kurzroman Die Mistelzweigstrategie von Lori Foster ist deutlich kürzer als der erste Roman (Drei, zwei, einer – meiner von Jennifer Crusie) aus dem Single Bells-Band. Deshalb sind die Charaktere nicht so gut ausgearbeitet wie bei einem ausgewachsenen Roman. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich mochte es ganz gerne, dass Maggie die Firma übernimmt und dennoch nebenbei an ihren Romanen schreibt, aber ich mochte dieses unterwürfige nicht. Maggie, die dann lieber die Firma aufgibt und ihre Romane schreibt und Eric, der große starke Held, der ihr freundlicherweise die Firma abnimmt um diese für sein kleines Frauchen zu leiten. Okay, das klingt jetzt sehr abwertend. Aber natürlich ist Eric der totale Superheld. Er arbeitet gerne hart und ist enttäuscht, dass ihm der Firmenchef die Firma nicht überlassen hat, dabei gehört er nicht mal zur Familie und arbeitet auch noch nicht übermäßig lange in der Firma. Natürlich ergibt es sich großzügig wie er ist in sein Schicksal und will Maggie die Firma auch gar nicht abnehmen, denn sie soll ja unabhängig bleiben. Das wäre ja auch alles in Ordnung so weit. Und ich muss sagen, nachdem es einige Stellen gab, die mich gestört haben, ist es dann am Ende recht gut ausgegangen und das Ende hat mir dann doch sehr gut gefallen.

Aber was mich sehr gestört hat: Eric ist total verliebt in Maggie, aber natürlich ist er keine Jungfrau mehr, weil er als waschechter Mann natürlich Erfahrungen mit Frauen haben muss. Maggie ist sehr verliebt in Eric: aber sie muss natürlich noch Jungfrau sein, weil sie als richtige Frau natürlich keinerlei Erfahrungen mit anderen Männern haben darf. Wie archaisch ist dieses Bild denn bitte sehr? Eigentlich mochte ich die Romane von Lori Foster sehr gerne, aber an diesem hat mich einfach sehr viel gestört, wenngleich das Ende mich doch ein bisschen versöhnlich gestimmt hat.

Insgesamt mochte ich den Roman Die Mistelzweigstrategie von Lori Foster dann doch recht gerne, auch wenn man es vielleicht nach meiner Rezension nicht glauben mag. Dennoch fand ich diesen Roman bisher den schwächsten aus dem Sammelband Single Bells.

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