Hörbücher ·Lady Hardcastle und das tödliche Autorennen von T. E. Kinsey

Rezension: Lady Hardcastle und das tödliche Autorennen von T. E. Kinsey

Lady Hardcastle und das tödliche Autorennen von T. E. Kinsey ist der dritte Teil der Reihe. Ich habe ihn wieder als Hörbuch gehört und werde deshalb sowohl auf den Inhalt als auch auf das Medium eingehen.

Am Anfang der Handlung war es direkt als würde ich wieder nachhause kommen. Ich mag Lady Hardcastle und ihre Zofe Flo sehr gerne und habe mich direkt wieder wohl gefühlt bei den beiden.

Mir hat es ganz gut gefallen, dass die Handlung dieses Mal an einen anderen Handlungsort verlagert wurde, denn obwohl die Gegend, in der die beiden Frauen wohnen wohl eine sehr dichte Mordrate hat, hätte ich es seltsam gefunden, wenn im beschaulichen Gloucestershire direkt wieder ein Mord geschehen wäre. Außerdem mag ich Herrenhaus Krimis sehr gerne, vor allem wenn er in Form eines Whodunits erzählt wird.

Ich möchte hier nicht zu sehr darauf eingehen, aber ich fand den Fall gut ausbalanciert, weil es mehrere Ermittlungsansätze gibt, die die beiden Detektivinnen verfolgen müssen. Ich fand es relativ offensichtlich, womit sich die beiden dringend eingehender beschäftigen müssten, doch die Auflösung war für mich dennoch ziemlich überraschend. Zwischenzeitlich hatte ich leider den Eindruck, dass der Fall ein bisschen in den Hintergrund gerückt ist, aber obwohl das für die Ermittlungsarbeit recht schade war, war es gut um die Atmosphäre im Herrenhaus etwas besser kennenzulernen, weshalb ich es dennoch ganz okay fand.

Auch, dass es von den Farley-Strouds noch ein zweites Rätsel gab, das in diesem Band gelöst werden musste, fand ich toll und es hat die gesamte Handlung gut eingerahmt, vor allem, weil sowohl der Anfang als auch das Ende mit einem gemeinsamen Abendessen eine Parallele aufwies.

Besonders toll fand ich, dass Armstrong nicht nur körperlichen Einsatz zeigen darf, sondern dieses Mal auch etwas mehr in die Ermittlungen eingebunden wird und zwischenzeitlich sogar fast alle Hinweise zusammensammelt. Es hat, meiner Ansicht nach, eine Entwicklung in den Fähigkeiten von Flo gezeigt, die mir gut gefallen hat. Hinzu kam, dass Lady Hardcastle und Flo weiterhin ein sehr gutes Verhältnis zueinander haben und Emily die Fähigkeiten ihrer Zofe neidlos anerkennt und gleichzeitig auf ihre Sicherheit bedacht ist. Für mich waren diese kleinen Momente der vertrauensvollen Komplizenschaft der beiden Damen unglaublich schön, weil gerade das Zusammenspiel der Protagonistinnen diese Krimi-Reihe zu etwas besonderem macht.

Schade fand ich wieder, dass vorne im Buch (also über die Leseprobe verfügbar) keine Namensliste hatte, die mir bei der Zuordnung der Personen gut weitergeholfen hätte; zumal es dieses Mal wirklich viele neue Figuren gab, die ich kaum auseinanderhalten konnte (und für meine Rezension auch gar nicht wusste wie man diese schreibt).

Auch der dritte Band wurde wieder von Julia von Tettenborn eingesprochen, was mir ausgesprochen gut gefallen hat, weil ich diese Stimme inzwischen kennen und mit Lady Hardcastle und Flo verbinde. Außerdem ist die Sprecherin ausgesprochen talentiert darin die verschiedenen Figuren auf verschiedene Weise klingen zu lassen, was zum einen die Zuordnung erleichtert, aber vor allem ihr handwerkliches Können unter Beweis stellt.

Insgesamt hat mir der dritte Teil der Reihe Lady Hardcastle und das tödliche Autorennen von T. E. Kinsey wieder unglaublich gut gefallen. Ich mag die Figuren, fand den Fall spannend und liebe auch den Whodunit-Charakter des Bandes. Vor allem die Beziehung zwischen den Protagonistinnen, die die Reihe zu so etwas besonderem macht, stand hier im Vordergrund, wodurch dieser Band mit Sicherheit zu meinen Highlights zählt. Von mir gibt es also eine klare Empfehlung (auch wenn man die vorherigen Bände (noch) nicht kennt)!

 

 

 

Danke an Random House Audio für das Rezensionsexemplar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.