Die Piccolomini von F. Schiller

Rezension: Die Piccolomini von Friedrich Schiller

Die Inhaltsangabe zum Drama Die Piccolomini von Friedrich Schiller findet ihr oben.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir bei der Inhaltsangabe recht schwer fiel zu gucken, was alles passiert und zu welcher Zeit, auch was wie wichtig ist, fand ich nicht so ganz einfach. Mir die Personen vorzustellen und wer wann auf welcher Seite steht und inwieweit er auf welcher Seite steht, fand ich schwierig, denn Max und Octavio zum Beispiel stehen gegeneinander. Max unterstützt Wallenstein solange er an dessen moralische Integrität glauben kann und muss, auf der anderen Seite will er auch dessen Tochter Thekla heiraten, sodass es ihn persönlich interessiert, was mit Wallenstein geschieht. Ich könnte mir vorstellen, dass es Thekla nicht besonders gut gefällt, wenn ihr Vater inhaftiert oder sogar zum Tode verurteilt wird.

Schade finde ich auf jeden Fall, dass man wenig in das Innenleben vor allem von Max, Thekla und Wallenstein, wobei dies im historischen Kontext begründet sein könnte. Ich weiß nicht, da ich mich mit Geschichte leider nicht so gut und detailliert auskenne, was von diesen Geschehnissen der Wahrheit und was davon der Phantasie des Autors entsprungen ist. Deshalb will ich dies hier gar nicht weiter bewerten, wobei ich es natürlich immer sehr reizvoll finde, wenn man historische Ereignisse in solche Dramen einarbeitet, wobei hier auch zu kritisieren wäre, dass nicht klar wird, was wirklich passiert ist, und was nicht, wobei ich nicht wüsste, wie man das in den Text einarbeitet.

Alles in allem ist der zweite Teil der Wallenstein-Trilogie von Friedrich Schiller eine gute Fortsetzung zum ersten Teil, wobei auch hier insgesamt nicht so sonderlich viel passiert, denn im Grunde wird nur auf den Konflikt, der dann wohl im dritten Teil folgen wird, zugearbeitet. Man lernt die Charaktere ein bisschen besser kennen und kann sich denken, warum sie handeln wie sie handeln, allerdings wird nicht explizit auf das Innenleben der Figuren eingegangen, was ich recht schade aber verständlich fand. Deshalb möchte ich Die Piccolomini von Friedrich Schiller weiterempfehlen und freue mich schon auf die Fortsetzung im dritten Teil Wallensteins Tod.

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