Nikotin von A. Christie

Rezension: Nikotin von Agatha Christie

Rezension: Nikotin von Agatha Christie 
 
Die Inhaltsangabe zum Krimi „Nikotin“ von Agatha Christie findet ihr oben.
Wie ich es eben gerne mache, habe ich versucht auch bei diesem Krimi mitzuraten wer der Täter ist, was bei Agatha Christie immer schwierig ist, denn die Lösung ist recht unkonventionell. Interessant hier ist, dass Hercule Poirot zwar von Anfang an dabei ist, aber nicht glaubt, dass es sich um einen Mord handelt und dementsprechend ist er auch keine der Hauptfiguren, erst nach dem zweiten Mord wird er zu einer der vier Hauptfiguren, allerdings hält er sich in der Ermittlungsarbeit zurück und lässt die anderen die Laufarbeit erledigen, dennoch ist er geistig dabei und schafft es am Ende den Fall zu lösen.
Auch die Tatsache, dass der Mörder ein solch verqueres Motiv hatte, spricht dafür, dass es schwierig für den Leser ist, den Mörder zu finden.
Die Tatwaffe ist für den Leser von Anfang an klar, da der Krimi nun mal „Nikotin“ heißt, was den Figuren allerdings nicht klar ist. Die Figuren haben mir recht gut gefallen, denn Egg ist sehr sympathisch mit ihrer kindlichen aber zugleich offenen Art. Sie versucht den Mann, den sie mag einzuwickeln und sich für die damaligen Verhältnisse recht modern. Cartwright ist zwar ein arroganter Kerl, hält sich aber nicht unbedingt für etwas Besseres, wobei er weiß, dass er eine charmante Wirkung auf die Damenwelt hat. Satterthwaite ist ein wenig arrogant und hält sich für etwas Besseres, da er ein Herr der höheren Gesellschaft ist, wobei er einen scharfen Verstand hat und dieser zu der Klärung des Falles beiträgt, außerdem ist er diskret.
Insgesamt finden sich einige Verweise zu anderen Werken Christies, die man aber nur erkennt, wenn man sich gut im Gesamtwerk der Autorin auskennt, sodass diese Verweise einen Leser bei einer normalen Lektüre nicht aufhalten. Man braucht also kein Vorwissen um diesen Krimi verstehen und den Geschehnissen folgen zu können.
Man kann hier viele Dinge lernen, vor allem darüber, dass es sinnvoller ist ehrlich zu den Menschen zu sein, die man liebt, auch ist es wichtig, dass man nicht arrogant ist und sich für klüger hält als man ist. Insgesamt sind die Krimis von Agatha Christie immer recht unterhaltsam, wobei es bei mir immer einige Seiten dauert bis ich in die Geschichte hineinkomme. Dieser Krimi „Nikotin“ von Agatha Christie ist deshalb zwar empfehlenswert, ist aber nichts besonderes, sodass man auch einen anderen Krimi von ihr lesen könnte.

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