Die unendliche Geschichte von M. Ende

Rezension: Die unendliche Geschichte von Michael Ende

Rezension: Die unendliche Geschichte von Michael Ende

Die Inhaltsangabe zum Roman „die unendliche Geschichte“ von Michael Ende findet ihr oben.
Michael Ende hat ein wundervolles Talent seine Geschichten nicht nur für Kinder, sondern auch anspruchsvoll genug für Erwachsene zu gestalten, sodass man als Erwachsener immer noch neue Dinge aus seinen Geschichten ziehen kann, manchmal sogar Dinge, die man als Kind vielleicht noch gar nicht verstehen kann. Natürlich spielen Freundschaft, aber auch Liebe eine große Rolle. Bastian wünscht sich nichts weiter als von seinem Vater geliebt und beachtet zu werden, Zeit mit ihm zu verbringen und von ihm als Sohn und Mensch akzeptiert zu werden. Aber auch das hochmütige Verhalten, das Bastian in Phantasien zeigte, wird kritisiert.
Was mir nicht so gut gefiel, war die Langatmigkeit, denn es fängt alles mit der Geschichte in der Menschenwelt an. Bastian liest zwar in dem Buch die unendliche Geschichte, kommt aber immer wieder zurück auf den Dachboden des Schulhauses. Erst nach einigen Seiten kommt Bastian nicht mehr zurück und verliert sich in Phantasien. Dieser Teil der Geschichte, kam mir einfach zu lang vor, und man hatte so das Gefühl, dass der Autor dringend noch ein paar Seiten mehr brauchte, auch wenn es – wenn man Wikipedia glauben darf – anders war und Ende das Gefühl hatte, dass sein Protagonist Bastian nicht zurück in die Menschenwelt kommen wollte. Dies ist aber im Grunde das Einzige, das ich gegen die Geschichte sagen kann, denn sie ist in sich schlüssig, niedlich erzählt, tiefgründiger und nicht so oberflächlich wie man von einem Kinder- und Jugendbuch am Anfang erwarten könnte. Auch die Charaktere sind interessant, wenn ich es auch schade fand, dass die kindliche Kaiserin sich so zurückhielt, was für den Verlauf der Geschichte aber wohl notwendig war. Die Charaktere werden allerdings nicht so schön ausgearbeitet wie man es sich hätte wünschen können, wobei ich es ganz nett fand, dass der Protagonist nicht so aufgeblasen und der Tollste überhaupt war, sondern dass seine negativen Eigenschaften so eine große Rolle spielten und es im Prinzip genau darum ging, denn Bastian wächst an seinen Erfahrungen aus Phantasien.
Alles in allem eine sehr schöne Geschichte, die Michael Ende da konstruiert und die wirklich auch mal ein bisschen Gehalt hat, sodass ich „die unendliche Geschichte“ von Michael Ende sehr gerne weiterempfehle – an große und kleine Bücherwürmer.

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