1984 von G. Orwell

Rezension: 1984 von Georg Orwell

Die Inhaltsangabe zur Dystopie 1984 von Georg Orwell findet ihr oben.

Natürlich finde ich es sehr interessant mal den großen, dystopischen Roman 1984 von Georg Orwell zu lesen, denn er zeigt auf eindrucksvolle Weise wie Überwachung in einem modernen Staat aussehen könnte. Solche Sender, die nicht nur als Radio wirken, welches ständig läuft und damit auch Gehirnwäsche im Unterbewusstsein betreiben kann, sondern gleichzeitig auch als Sender aus den Wohnungen wirkt. Dieser Sender schickt sowohl Bild- als auch Tonmaterial zu einer zentralen Überwachungsstelle. Gleichzeitig kann man natürlich jederzeit von geheimen Agenten der Gedankenpolizei überwacht werden oder von Kollegen oder Nachbar oder sogar Familienmitgliedern verpetzt werden. Dass bei dieser ständigen Kontrolle überhaupt noch anders denkende existieren, ist eigentlich ein Wunder und dass sie es schaffen sich sogar mehrmals zu treffen noch mehr.

Die Innere Partei behauptet sogar, dass es nicht nur einen Feind von außen gibt, den es zu bekämpfen gilt, sondern auch innerhalb des Landes, denn es gibt angeblich einen Rebellenführer namens Goldstein, der nicht nur eine geheime Gruppe Die Brüderschaft anführt, sondern auch Bücher schreibt, die dann in dieser Gruppe gelesen werden. Diese Gruppe scheint in der Realität aber gar nicht zu existieren, sondern nur als Vorwand für die Propaganda und Überwachung herzuhalten. Auch diese Zwei-Minuten-Hass-Sendungen, bei denen jeder im Ministerium teilzunehmen hat und bei denen man sich ereifern muss und rufen und schreien muss sind Teil dieser Überwachung.

Was ich persönlich sehr interessant fand, dass es keine Gleichheit gibt. Es gibt den großen Bruder und ein paar Folterer und Menschen, die für die Gehirnwäsche zuständig sind, diese gehören zur Inneren Partei, der es am besten geht in dieser dystopischen Gesellschaftsordnung und die die besten Lebensmittel bekommen. Dann gibt es die Äußere Partei, in der alle anderen Menschen zu sein scheinen oder zumindest die, die ganz normal in den Ministerien arbeiten. Außerdem gibt es noch die Proles, welche die unterste Gruppe der Gesellschaft darstellen. Diesen geht es am schlechtesten, aber sie haben auch die meisten Freiheiten, da sich anscheinend niemand für sie interessiert.

Alles in allem ist 1984 von Georg Orwell ein sehr beängstigender Roman, der zeigt, was passieren könnte und der viele „gute“ Mittel an der Hand hat, mit denen er seine Menschen einschüchtern und beeinflussen kann, sodass es sich durchaus lohnt ihn mal zu lesen, auch wenn ich das Ende irgendwie enttäuschend fand, aber vielleicht geht gerade von diesem, die Spannung des Romans aus, wobei ich hier natürlich nichts weiter verraten werde.

2 Gedanken zu „Rezension: 1984 von Georg Orwell

  1. Hallo,

    Ich finde, einige der „klassischen“ Dystopien haben solche Enden! 🙂 Oft wird gar nicht richtig aufgeklärt, was mit dem Protagonisten passiert, oder es endet schlecht für sie oder sogar die ganze Welt. Ich denke da zum Beispiel gerade an „Der Report der Magd“, das Ende hätte ich mir auch leicht anders gewünscht, obwohl ich das Buch an sich hervorragend fand.

    Ich habe diesen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt.

    LG,
    Mikka

    1. Hallo Mikka,

      die Idee einer Kreuzfahrt durch viele Buch- und Literaturblogs finde ich total super. Vielleicht finde ich auch mal die Zeit dafür…irgendwann. =)

      Liebe Grüße Vanessa

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