Montagsfragen

Montagsfrage: 14. Januar 2019

Montagsfrage: Lyrik: ausgedient oder am aufblühen?

Guten Morgen ihr Lieben,

die heutige Frage beschäftigt sich mal mit der Gattung, die sonst eher nicht so häufig auf Literatur- und Buchblogs erscheint und auch selten in den Fokus von Bloggern rückt. Alleine am Verhältnis von Rezensionen zu Gedichtanthologien oder Interpretationen von Einzelgedichten zu Romanrezensionen lässt sich das Verhältnis von Lyrik zu Romanen schon ablesen. Hinzu kommt, dass viele Kinder in der Schule so lange mit Gedichten gequält wurden, dass sie als Erwachsene damit nicht mehr viel anfangen können. Aber auch Verlage und Autoren können mit Gedichtbänden kaum Geld verdienen. Die Gedichte berühmter Autorinnen und Autoren, die inzwischen gemeinfrei sind, finden sich auf unzähligen Seiten im Internet und diejenigen, die noch nicht frei sind, sind heutzutage kaum zu bekommen. Ich habe einmal nach einigen Gedichten von moderneren Lyrikern gesucht, die ich natürlich online nicht finden konnte, aber auch der Gedichtband, in dem sie veröffentlicht waren, war praktisch nicht zu bekommen; vor allem hatte ihn keine Bibliothek in meiner Nähe. Wenn man aber als Leser kaum die Möglichkeit hat, mal einen Gedichtband in die Hände zu bekommen, dann liest man ihn vielleicht auch nicht so gerne. Außerdem ist, denke ich, die Art des Lesens von Gedichten anders. Häufig liest man einen Gedichtband ja nicht von vorne bis hinten durch, wie man das bei einem Roman machen würde, sondern man sucht sich meistens die Gedichte heraus, die einen gerade emotional ansprechen. Und wo wir gerade beim emotionalen Ansprechen sind: auch Musik und Lieder sind ja eine moderne Form von Lyrik. Oder was meint ihr? Wie steht es mit euch? Wie viele Gedichtbände lest ihr denn im Jahr so bzw. wie viele davon habt ihr im Regal stehen?

Liebe Grüße
Vanessa

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