Der Liebesdienst von L. Foster

Rezension: Der Liebesdienst von Lori Foster

Ich weiß, dass ich das schon öfter geschrieben habe, aber auch hier hätte man gut und gerne einen normallangen Roman aus der Geschichte stricken können, denn bei Kurzromanen, die natürlich auch Vorteile haben, ist es immer schwierig die Liebesgeschichte glaubhaft rüber zu bringen, und die Charaktere gut darzustellen, hier kam noch hinzu, dass das Ende recht abrupt kam, was natürlich auch mit der Länge zusammenhängt.

Celia war für mich dennoch ein interessanter Charakter und die Innendarstellung der Figuren ist Lori Foster wieder einmal gut gelungen. Ich finde es immer toll, wenn ich mich in die Charaktere hineinversetzen kann und verstehe warum sie Handeln wie sie handeln. Auch der Spannungsbogen wurde gut aufgebaut, zumindest was die Charaktere angeht, denn sowohl Alec als auch Celia haben Hintergründe, die ganz massiv hineinspielen in ihre Handlungsweisen. Aber diese Hintergründe entdeckt die Autorin erst nach und nach dem Leser. Auch in Alec dürfen wir hinein schauen und so wird auch klar, warum er handelt wie er handelt und Celia gegenüber den Beschützer heraushängen lässt.

Wie ich zuvor schon angedeutet habe, kam das Ende, meiner Ansicht nach, zu plötzlich. Das war ein bisschen schade, denn das Ende wurde langsamer vorbereitet, bis Celia in der Hütte mit Giles, dem Fotografen alleine war, hatte ich auf ein spannungsgeladeneres Ende gehofft und erwartet. Leider blieb das aus.

Celia und Alec haben aber auch Eigenschaften, die mir nicht so gut gefielen, so lässt sich Celia irgendwann immer leichter von Alec einschüchtern, da hat sie in meinem Ansehen leider ein bisschen verloren. Alecs Sturheit war ein bisschen schwierig zu verstehen, tat aber dem Lesevergnügen keinen großen Abbruch.

Beim Übersetzen haben sich ein paar Rechtschreibfehler, falsche Buchstaben, eingeschlichen, die mich irgendwann genervt haben. Ich weiß, dass sechs Fehler oder so bei 150 Seiten schon sehr wenig sind, aber mich stören sie im Lesefluss, sodass das für mich noch ein Punkt gegen den Roman ist.

Allerdings schafft es Lori Foster immer wieder mich zu fesseln. Die Wortgefechte von Celia und Alec haben mir gut gefallen, auch zum größten Teil die Charaktere der beiden und die Geschichte – eine spannende Mischung aus Krimi und Liebesgeschichte – hat mir gut gefallen.

Alles in allem ein schöner Roman von Lori Foster, ob man „Der Liebesdienst“ unbedingt gelesen haben muss, bezweifele ich, aber es ist auf jeden Fall ein schöner Roman, der mal für ein paar Stunden Spaß macht und Lori Fosters gewohnte Qualitäten zumindest im Ansatz aufzeigt, weshalb man damit wenig falsch machen kann.

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