Verküsst und zugenäht von S. Andersen

Rezension: Verküsst und zugenäht von Susan Andersen

Der Roman Verküsst und zugenäht von Susan Andersen ist der erste Teil der Razor Bay-Trilogie. Und deshalb habe ich mir überlegt, dass ich dieses Mal die Bände in der richtigen Reihenfolge lesen möchte. Also habe ich mit dem ersten Band angefangen. Dazu werden erst einmal die Figuren vorgestellt und der Leser wird auch ein wenig in die Stadt eingeführt. Man lernt entsprechend nicht nur Austin, Jake und Jenny näher kennen, um die es ja in diesem ersten Teil geht, sondern auch noch andere Figuren. Da wäre beispielsweise Max Bradshaw, Jakes Halbbruder. Die beiden hatten in ihrer Kindheit keine schöne Zeit miteinander, denn Max‘ Vater verließt dessen Familie, weil er mit Jakes Mutter eine Beziehung begann. Jakes Mutter wurde aber auch von diesem Mann verlassen als dieser sich eine neue Familie suchte. In der Zeit, in der er sich um sein Kind kümmert, ist er ein guter Vater. Aber eben nur solange er seine Aufmerksamkeit nicht auf die nächste Frau und damit auch zeitnah auf das nächste Kind richtet. Im ersten Teil dieser Trilogie nähern sich also die beiden Brüder langsam an und ich vermute deshalb, dass es in einem der anderen beiden Bände (vermutlich im zweiten) um Max Bradshaw geht. Außerdem lernen wir auch Harper kenne, für die sich Max interessiert. Es wäre also durchaus möglich, dass Max und Harper im zweiten Band zusammenkommen.

Auch gefiel mir die Stadt recht gut, denn diese wird sehr idyllisch beschrieben. Amerikanische Kleinstädte haben in solchen Romanen tatsächlich ihren eigenen Reiz und wenn diese auch eher positiv beschrieben werden, ist doch auch oft Thema, dass in einer solchen Kleinstadt jeder jeden kennt und dass man dort nicht allzu viele Freiheiten hat, denn weil jeder jeden kennt, wird sehr schnell getratscht. Dennoch wird Razor Bay sehr schön beschrieben und wer auf solche Kleinstädte in Romanen steht, wird auch mit Verküsst und zugenäht seinen Spaß haben.

Noch ein Wort zu den Charakteren: Jenny und Jake haben beide eine nicht allzu leichte Vergangenheit und vor allem Jugendzeit hinter sich und haben sich entsprechen vollkommen unterschiedlich entwickelt. Wenn man den Klappentext des Romans liest, denkt man sich – zumindest ging es mir so – dass dieser Roman ja nicht lesenswert sei, da der männliche Protagonist ohnehin ein Arsch sei. Tatsächlich war das der Grund für mich, dass ich jahrelang auf diesen Roman verzichtet habe, obwohl ich Susan Andersen an sich ganz gerne lese. Doch dann versuchte ich es und merkte wieder einmal, wie toll die Autorin mit solchen Charakterentwicklungen umzugehen vermag. Jake ist am Anfang zwar recht unsympathisch, wird aber im Laufe des Romans immer sympathischer. Da hilft auch sein eigenes Reflexionsvermögen weiter, denn dieses sorgt dafür, dass Jake immer sympathischer wird.

Insgesamt mochte ich Verküsst und zugenäht von Susan Andersen sehr gerne und ich freue mich schon auf den zweiten Band der Trilogie.

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