Sherlock Holmes Kurzgeschichten

Der Bund der Rothaarigen von Sir Arthur Conan Doyle

In dieser Kurzgeschichte kommt Mr. Wilson, der neue Klient, zu Sherlock Holmes. Dr. Watson kommt dazu, nachdem Holmes und Wilson schon ein paar Minuten miteinander sprachen. Mr. Wilson hat feuerrotes Haar und kommt zu Holmes nachdem er im Bund der Rothaarigen aufgenommen worden war. Der Bund bezahlt einen Mann dafür, dass dieser ihnen die Enzyklopädie abschreibt. Wilson ist zwar Pfandleiher, aber da in den Morgenstunden dort nicht allzu viel zu tun ist, hat er nichts dagegen sich ein Zubrot zu verdienen indem er morgens für den Bund arbeitet. Er kommt also zur Bewerbung und wird, obwohl sich sehr viele andere Rothaarige auch beworben haben, sofort genommen. Und gleich wird ihm seine Aufgabe erklärt. Anfangs kommt sein Betreuer noch öfter und schaut, ob alles gut funktioniert, mit der Zeit kommt er seltener und schlussendlich dann gar nicht mehr, sodass Mr. Wilson jeden Morgen ein paar Stunden alleine dort sitzt um seine Arbeit zu verrichten. Doch eines morgens kommt er zu seiner Arbeitsstelle und an der Tür steht ein Schild: Der Bund der Rothaarigen ist aufgelöst. Mr. Wilson verwirrt das, da man ihm davon nichts mitgeteilt hat, sodass er sich mit der Zeitungsannonce für die Stelle und seiner Geschichte zu Holmes macht. Dieser hat schon einen Verdacht und schaut sich den Gehilfen, der im Geschäft ist, während Wilson beim Bund der Rothaarigen war, einmal genauer an und findet dabei raus, dass dieser irgendwie komisch ist, außerdem ist neben dem Geschäft eine Bank und so kontaktiert er den Bankdirektor und einen bekannte Polizisten, mit denen er sich in der folgenden Nacht auf die Lauer legt und gemeinsam gehen ihnen zwei Mäuschen ins Netz.

Der Bund der Rothaarigen gehört zu den bekannteren Kurgeschichten dieses Bandes, und obwohl ich den Titel kannte, wusste ich nicht, welche Geschichte sich dahinter verbirgt, deshalb bin ich ziemlich ohne Erwartungen herangegangen. Aber nachdem schon in der ersten Kurzgeschichte keine Leiche vorkam, hatte ich hier wenigstens auf eine gehofft, aber dafür gab es wenigstens ein echtes Verbrechen. Dieses Mal fand ich es aber nicht so schwierig herauszubekommen, was sich hinter dem Verhalten von Holmes und des Gehilfen aus dem Pfandleihhaus verbirgt, sodass es mir ab einem gewissen Punkt sogar gelang, den Fall zumindest in den Grundpfeilern zu rekonstruieren. So etwas mag ich ja immer recht gerne, wenn man als Leser dazu in der Lage ist, herauszufinden, wer der Täter ist oder wie das Verbrechen abgelaufen ist.

Aber von meinem Gesamtgefühl mochte ich diese Geschichte nicht so gerne, da man dabei weder Sherlock Holmes noch Dr. Watson näher kennenlernt. Das fand ich sehr schade. Aber ich hoffe darauf, dass man die beiden in den nächsten Kurzgeschichten noch besser kennenlernt.

Die Raffinesse, mit der in dieser Kurzgeschichte in diesem Band agiert wird, gefiel mir wirklich gut. Ich fand es total spannend, dass jemand sich so eine verworrene Geschichte ausdenkt um an sein Ziel zu kommen, wobei natürlich zu erwarten war, dass man Mr. Wilson nicht zum Selbstzweck um einfach mal nett zu ihm zu sein, im Bund der Rothaarigen aufgenommen hat, aber natürlich war die genaue Geschichte dann doch überraschend und zumindest bis zu einem gewissen Grad, nicht vorhersehbar.

Alles in allem fand ich diese Kurzgeschichte Der Bund der Rothaarigen von Sir Arthur Conan Doyle lesenswert und empfehle sie deshalb weiter.

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