Detektiv Conan Band 96 von G. Aoyama

Rezension: Detektiv Conan Band 96 von Gosho Aoyama

Der 96. Band von Detektiv Conan war unglaublich spannend. Es wirkt beinahe so als wollte Gosho Aoyama im Galopp zum Ende der Serie rennen.

Wie ihr oben seht, gibt es in diesem Band gar nicht so viele Fälle. Es wird zum einen der Fall mit der Mordserie der Polizisten fertig erzählt, weiterhin gibt es in den Fall mit Kaito Kid, der alleine fünf Fälle einnimmt und dann gibt es noch den letzten Fall, der eröffnet wird und selbst auch noch mal vier Fälle einnimmt, obwohl er gar nicht so komplex ist. Aber auch dieser Fall wird erst im nächsten Band abgeschlossen.

Der Band hat mal wieder alles was man braucht: Kaito Kid kommt vor, außerdem auch Kazuha und Heiji, leider kommen dafür die Detective Boys nicht vor, weil es eben nicht so viele Fälle gibt. Dafür hat Makoto mal wieder einen Auftritt. Seltsamerweise geht es aber lieber mit Sonoko und deren Freundinnen ins Kino als alleine etwas mit seiner Freundin zu unternehmen. Auch Masumi spielt dadurch mal wieder eine Rolle (obwohl das ja in den letzten Bänden gar nicht so selten ist, weil sie eben mit Sonoko und Ran befreundet ist).

Interessant ist an dem Fall am Filmset eigentlich nur, dass zum einen Makoto ein Verdächtiger ist und zum anderen, dass nach dem ersten Mord nochmal jemand ermordet wird und somit ein Doppelmord stattfindet. Abgesehen davon gibt es eigentlich nur noch die Szene, in der Masumi Ran danach fragt, ob es nicht sein könnte, dass Conan und Shinichi die gleiche Person sind. Aber Ran zieht ihr ziemlich schnell den Zahn, indem sie erklärt, dass sie das auch schon mal dachte, dass aber Conan und Shinichi beispielsweise zusammen auf dem Schulfest, auf der Theateraufführung, waren und somit nicht die gleiche Person sein können. Aber hieran sieht man schon, dass Masumi versucht Hinweise zu finden. Worauf genau? Wahrscheinlich versucht sie sich ein Bild von allem zu machen, schließlich hat sie ja auch selbst mit dem FBI und den Männern in Schwarz, zumindest indirekt, auch zu tun.

Auch spannend sind natürlich die Liebesszenen. Auf der einen Seite klärt sich die Liebe zwischen Miike und Chiba endlich auf, denn nun wissen beide, dass sie früher zusammen in der Schule waren und wir, als Leser, wissen nun auch, dass Chiba für Miike genauso Gefühle hat wie sie für ihn. Man muss ja schon fast sagen: Leider ist es wieder so eine „wir-waren-in-unserer-Kindheit-befreundet-und-sind-seitdem-in-einander-verliebt-Geschichte“. Wir haben das Motiv ja an vielen Stellen: Shinichi und Ran, Heiji und Kazuha, Shiratori und Kobayashi und das sind nur die, die mir ad hoc einfallen. Dass sich die beiden Partner eines Paares nicht in ihrer Kindheit oder Jugend ineinander verliebt haben, ist ja schon fast die Ausnahme bei Detektiv Conan. Ich weiß nicht, ob ich das Motiv als Running Gag lustig oder einfach inzwischen nur noch geschmacklos und langweilig finden soll. Aber dass die beiden nun einen Schritt weiter sind, finde ich auf jeden Fall sehr gut.

Dass Heiji nicht checkt, dass Kazuha eigentlich Kaito Kid ist, was für jeden anderen sonnenklar ist, fand ich ziemlich witzig, weil er ihr ja eigentlich seine Liebe gestehen möchte und man davon ausgehen kann, dass er das ja irgendwie spüren müsste, wenn schon die anderen, objektiven Hinweise nicht ausreichen. Aber er merkt es eben nicht, weil er total darauf fixiert ist, ihr endlich zu sagen, dass er sie liebt. Schade, dass es dann wieder nicht klappt.

Ich glaube auch, dass Heiji und Kaito Kid bisher noch nicht allzu häufig, wenn überhaupt, aufeinandergetroffen sind. Ich kann mich gerade nicht daran erinnern, dass die beiden jemals Kontrahenten waren, aber ich würde es auch nicht ausschließen. Auf jeden Fall ist das keine regelmäßige Konfrontation, was ich ziemlich erfrischend fand.

Und natürlich sind da noch diese kleinen Hinweise auf die Schwarze Organisation: Wir haben Bourbon, der entweder mit einem Kontaktmann oder sogar dem Boss spricht (was bedeuten würde, dass wir hiermit wissen, wer der Boss ist!) und wir haben Morofushi, der einen Umschlag von seinem Bruder bekommt. Außerdem erfahren wir, dass sein Bruder einen Freund hatte, der „Zero“ hieß und dem jungen Bourbon, den wir ja vor wenigen Bänden kennengelernt haben, erschreckend ähnlich sieht. Hier scheint also wieder ein Hinweis auf die Organisation fallen lassen geworden sein. Leider erfährt Conan davon erst einmal nichts und so muss wohl jemand anders alle Hinweise zusammentragen.

Insgesamt hat mit der 96. Detektiv Conan Band von Gosho Aoyama super gefallen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band und möchte unbedingt wissen wie es weitergeht.

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