Sommernachtsglück von S. Moorcroft

Rezension: Sommernachtsglück von Sue Moorcroft

Der Roman Sommernachtsglück von Sue Moorcroft ist ein Liebesroman mit den beiden Protagonisten Clancy Moss und Aaron De Silva.

Clancy ist ein sehr lieber Charakter, obwohl sie von verschiedenen Seiten immer wieder schlecht gemacht wird. Sie springt ihrer Cousine Alice bei und kümmert sich sogar jahrelang um deren Anteil an den Cottages, obwohl sie nichts dafür bekommt. Außerdem ist sie sofort bereit, den Dorfbewohnern in Sachen Internetanschluss und sowas weiterzuhelfen, obwohl sie selbst dazu recherchieren muss. Aaron ist ebenfalls ein netter Charakter, der einen verletzten Hund aufgenommen hat und sich auch ansonsten um seine Familie kümmert. Als seine Großtante stürzt, fährt er seine Mutter ins Krankenhaus und er versucht ständig seinen Bruder Lee zu schützen. Beide Charaktere haben natürlich auch ihre Schwächen, aber sie laufen nicht einfach weg, wenn es mal Schwierigkeiten gibt, und gerade das macht die beiden sympathisch. Sie sprechen sich aus und versuchen einander ihr Verhalten zu erklären, und scheinen ein Bewusstsein für den jeweils anderen zu haben. Und selbst wenn es mal Missverständnisse gibt, schaffen sie es irgendwie darüber zu sprechen.

Darüber hinaus ist Aaron sogar bereit mit Clancy nach London zu ziehen, weil sie in Nelsons Bar nicht glücklich werden kann und erwartet nicht von ihr – wie mir das bei anderen männlichen Hauptcharakteren von anderen Autorinnen untergekommen ist – dass sie ihr Leben aufgibt und alle ihre Wünsche zurückstellt, um mit ihm zusammenleben zu können.

Soweit so schön, aber es gab auch noch ein paar Sachen, die mir nicht so gut gefallen haben: Die Dreiecksbeziehung, die sich direkt am Anfang schon abzeichnet. Ich bin einfach kein Freund von Dreiecksbeziehungen und hatte schon gehofft, nachdem Clancy und Aarons Ex-Freundin Genevieve Freundinnen geworden sind, dass es nicht so schlimm wird, aber Genevieve hat immer wieder etwas womit sie Clancy ärgern kann und wie sie versucht einen Keil zwischen Aaron und Clancy zu treiben. Aaron seinerseits empfindet aber nichts mehr für Genevieve und sagt ihr ziemlich offen, dass ihr Verhalten ihrer Freundschaft schadet. So war es für mich dann auch keine allzu schlimme Dreiecksbeziehung.

Natürlich kommt unter anderem dadurch Spannung in den Roman, denn Clancy und Aaron können sich nicht einfach so eine Beziehung aufbauen, wenn es nicht ein paar Hürden gibt. Dazu gehört eben auch das plötzliche Auftauchen von Alice mit ihrem Ehemann Hugo, Lees Verletzlichkeit Alice gegenüber und Clancys Plan in das Bed & Breadfast im Ort zu investieren. Aber auch Clancys Ex-Verlobter macht ihr das Leben schwer, denn seine Methode, sie mit für sie unschönen Nachrichten zu konfrontieren, ist ziemlich rabiat.

Vor allem aber die Dorfbewohner, die ein bisschen detaillierter beschrieben werden und auf Clancys Seite sind, haben mir gut gefallen. Hierzu gehören beispielsweise Clancys Nachbarn, bei denen es sich um ein älteres Ehepaar handelt, die inzwischen getrennt leben aber in Häusern direkt nebeneinander. Dieses Wohnarrangement scheint den beiden gut zu tun und sie können trotzdem noch zusammen sein. Aber auch Harry und Rory, zwei homosexuelle Jugendliche, die darüber hinaus noch beste Freunde sind, haben zwar ihre eigenen Probleme, sind aber dennoch mit Clancy befreundet und helfen in der Not aus.

Insgesamt sind Charaktere, Handlung und Verwicklungen (vor allem durch Genevieve und Will) sehr stimmig und haben mir sehr gut gefallen. Ich habe jetzt den zweiten Roman von Sue Moorcroft gelesen und freue mich schon auf weitere Romane der Autorin. Ihr denkt es euch schon: Ich empfehle den Roman gerne weiter.

 

 

 

Vielen Dank an Harper Collins für das Rezensionsexemplar!

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