Feuer und Gold von S. B. Durst

Rezension: Feuer und Gold von Sarah Beth Durst

Ich hatte den Jugendroman Feuer und Gold von Sarah Beth Durst im Bloggerportal gesehen und wollte ihn haben, habe ihn aber nicht bekommen. Also habe ich ihn mir nach langem hin- und herüberlegen selbst gekauft. Ich habe es mir echt überlegt, weil ich mit dem Genre vorher noch nichts zu tun hatte und deshalb überhaupt nicht einschätzen konnte, ob er mir gefällt. Die Leseprobe hat mir vor Wochen gut gefallen und irgendwie konnte ich nicht anders: Ich muss den Roman einfach lesen.

Das hat dann nur ein Problem: Man hat unglaublich hohe Erwartungen und damit habe ich schon ziemlich häufig echt schlechte Erfahrungen gemacht. Gefühlt war es immer so, dass ich immer enttäuscht wurde, wenn ich zu hohe Erwartungen von einem Buch hatte. Doch dieses Mal war es anders.

Die Geschichte selbst, hat ziemliche viele Wendungen und ging relativ schnell immer wieder. Da habe ich mir dann hin und wieder gedacht, dass man daraus mit ein bisschen Ausbau auch gut eine Trilogie hätte machen können. Das hätte der Geschichte an der ein oder anderen Stelle sicherlich ganz gut getan, wenn es ein bisschen mehr Handlung gegeben hätte.

Sky hat mich an der ein oder anderen Stelle an Kitty aus der Blackcoat Rebellion-Trilogie erinnert. Beide kriegen immer wieder gesagt, dass sie die Füße still halten sollen, aber sie erfahren nicht, warum. Das sorgt in der Konsequenz dafür, dass sie sich einmischen und damit erst einmal alles schlimmer machen. Aber wenn man ihnen von Anfang an die Wahrheit gesagt hätte, dann hätten sich alle Beteiligten viel Ärger ersparen können.

Die Charaktere haben mir eigentlich alle ganz gut gefallen. Vor allem Sky war mir – ich weiß selbst nicht genau weshalb – unglaublich sympathisch. Vielleicht weil sie eine Kämpfernatur ist und ich diesen Teil ihres Charakters sehr spannend fand. Auch abgesehen davon hat mir ihr Charakter gut gefallen.

Auch die Charaktere der anderen Figuren haben mir gefallen. Ihre Brüder behandeln sie von oben herab, eben weil sie die Jüngste und das einzige Mädchen ist. Ihr Freund Ryan entschuldigt sich bei ihr und macht es wieder gut, indem er ihr hilft, bei seinen Eltern in die Schatzkammer einzubrechen. Sky lernt wie wichtig richtige Freundschaften sind und ist ziemlich enttäuscht von ihren Freundinnen, die sich alle von ihr abgewandt haben, nachdem ihre Mutter bei dem Raubzug geschnappt wurde. Einzig Gabriela steht hinter ihr und hat auch mich mit ihrer naiven Menschenart begeistert. Sie steht total auf Einhörner, recherchiert unglaublich gerne über alles und jeden und ist auch sonst immer für Sky da. Obwohl Maximus sie verrät, erfährt sie später, warum er es getan hat und verzeiht ihm, denn er hilft ihr noch bei ihren späteren Plänen.

Die Idee von Wyvern, die in der Menschenwelt leben und offenbar ihre Drachenfertigkeiten größtenteils verloren haben, hat mir gut gefallen. Ich habe dann in der Folge mal recherchiert, ob es noch ähnliche Bücher gibt, weil mir die Idee, dass sich ein Mädchen in einen fliegenden Drachen verwandeln kann, gut gefallen hat. Leider habe ich sehr wenig in dieser Richtung gefunden (einzig die Reihe Talon von Julie Kagawa scheint in diese Richtung zu gehen). Wenn man nach Drachenfantasy sucht, findet man häufig Reihen, bei denen Menschen die Protagonisten sind und mit den Drachen zusammenarbeiten müssen um etwas zu erreichen oder die Menschen müssen die Drachen bekämpfen, weil sie böse sind. Aber Gestaltwandler Jugendromane mit Drachen sind offenbar relativ selten. Alleine deshalb ist für mich dieser Jugendroman auch so spannend gewesen.

Ich mochte auch den leichten Ton, der in dem Buch mitschwang. Für mich war das eine perfekte, leichte Sommerlektüre für Jugendliche. Und obwohl ich so hohe Erwartungen in Feuer und Gold von Sarah Beth Durst hatte, wurde ich nicht enttäuscht. Ich mochte den Roman sehr gerne und empfehle ihm jedem weiter, der auf Drachenfantasy oder auf Raubzugliteratur steht (Die Autorin schreibt selbst, dass sie Ocean Eleven mit Drachen machen wollte und das hat sie gut hingekriegt; finde ich).

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