Poppy Dayton und das Geheimnis von Wythcombe Manor von K. K. L. Rippmann

Rezension: Poppy Dayton und das Geheimnis von Wythcombe Manor von Konrad K. L. Rippmann

Poppy Dayton und das Geheimnis von Wythcombe Manor von Konrad K. L. Rippmann ist ein Cornwall-Krimi.

Poppy ist ein super quirliger, lebhafter, mutiger und kluger Charakter. Dass sie so ein Faible für Mode hat, fand ich zwar etwas seltsam, aber abgesehen davon, mochte ich sie unglaublich gerne; zumal ihr Faible auch eigentlich keine handlungstragende Rolle spielt. Ich fand einfach, dass sie dadurch ein bisschen hochnäsig gewirkt hat, und war deshalb froh, dass dieser Charakterzug dann nicht mehr so oft zum Tragen kam.

Barney ist ein sehr mysteriöser Charakter, der seine Frau liebt, aber an dem man zwischendurch hin und wieder mal zweifelt. Ich mochte es, dass er sich vor Poppy gestellt hat, und ihre manchmal etwas verrückten Einfälle immer mitgetragen hat. Die beiden haben mich ein bisschen an Tommy und Tuppence Beresford von Agatha Christie erinnert.

Die Träume, die Poppy immer mal wieder hat, wirkten etwas übernatürlich und ich hatte schon Angst, dass der „Geist“ oder die Erscheinung aus ihren Träumen ihr einfach verrät wer der Mörder ist, aber so einfach war es dann nicht. Ohne ihn hätte sie den Mord zwar nicht so leicht aufklären können und am Ende gehörte für die Aufklärung auch eine gehörige Portion Glück dazu, aber dennoch hat Poppy auch einiges selbst ermittelt.

Pat und Bruce, die Besitzer des Hotels und die Freunde von Poppy und Barney, waren mir etwas unheimlich. Dass ihr Hotel nicht gut läuft und sie dann kurzfristig ihre Angestellte entlassen und dann nach ein paar guten Tagen wieder jemand neuen einstellen können, fand ich seltsam und ein bisschen unlogisch. Davon abgesehen waren die beiden Charaktere wirklich mysteriös und ich bin gespannt, ob das in einer Fortsetzung noch mal zum Thema wird.

Besonders gut hat mir auch der sanfte Einstieg gefallen. Wir lernen erst einmal Poppy und Barney in ihrem Alltag kennen, erfahren etwas über ihre Gewohnheiten und erst nachdem sie schon im Urlaub sind, und dort auch ein paar schöne und hektische Tage verbracht haben, geschieht der Mord. Solch eine vorsichtiges Hinführung zum Mord gefällt mir ganz gut; so etwas kennt man ja auch aus vielen anderen klassischen Kriminalromanen.

Auch die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen von Cornwall haben es mir angetan. Ich war noch nie dort, aber ich konnte mir vieles richtig gut vorstellen und vor allem die sonnige, urlaubige Atmosphäre hat der Autor gut eingefangen. Ich hatte zwar nicht wirklich Fernweh, sondern habe eher so eine ruhige Urlaubsatmosphäre beim Lesen empfunden. Das war wirklich schön und eine schöne kleine Auszeit.

Mir sind aber auch noch zwei Kleinigkeiten aufgefallen: Zum einen stimmte die Kapitelzählung bei mir (epub) nicht. Irgendwann habe ich gemerkt, dass mir im Inhaltsverzeichnis ein anderes Kapitel angezeigt wurde als ich in Wirklichkeit gerade gelesen habe. Und bei mir gab es einen Fehler: Ein Satz hat mitten im Satz abgefangen. Ich weiß natürlich nicht, ob dort noch mehr gefehlt hat und ob das nur an meiner Datei oder meinem Reader lag, aber das war schon ärgerlich. „‘Mein poetischer Professor.‘ a der Hund das energisch nachforderte…“ So steht es bei mir in Kapitel 16. Offenbar gibt es bei Kapitel 16 auch das Problem, wenn man es aus dem Inhaltsverzeichnis ansteuert, dann setzt er mich mitten ins Kapitel; dorthin wo ich war bevor ich mich ein paar Kapitel weitergeklickt hatte und nicht an den Anfang.

Abgesehen von diesen technischen Problemen hat mir das E-Book zu Poppy Dayton und das Geheimnis von Wythcombe Manor von Konrad K. L. Rippmann sehr gut gefallen. Ich mochte die Charaktere, die Landschaftsbeschreibungen und die Atmosphäre des Romans und hoffe nun natürlich, dass es noch einen zweiten Band rund um Poppy und Barney geben wird; zumal der Krimi mit einem Cliffhanger endet.

 

 

 

Herzlichen Dank an den Digital Publishers Verlag für das Veranstalten der Leserunde und das Rezensionsexemplar!

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