Der Junge, der Träume schenkte von L. Di Fulvio ·Hörbücher

Abgebrochen: Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio

Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio ist ein inzwischen 10 Jahre alter, aber dennoch sehr bekannter Roman (Dez. 2011). Ich habe ihn damals in der ein oder anderen Buchhandlung rumliegen sehen, mir gefiel das Cover und der Titel war so wunderbar poetisch, dass ich den Roman schon damals gerne lesen wollte. Auch die nachfolgenden Bände waren ganz hübsch und die Titel nicht weniger poetisch. Damals haben mir 780 Seiten nicht nur verunsichert, sondern komplett abgehalten. Ein Buch von diesem Umfang von einem unbekannten Autoren in einem Genre, das nicht wirklich meins war? Das musste nicht sein. Auch heute brauche ich keine 800 Seiten-Schinken. Aber ich habe herausgefunden, dass es den Roman als Hörbuch gibt und dachte mir, da ich derzeit gerne Hörbücher höre, wäre das doch eine Idee.

Ich habe den Roman nach nicht mal 20 Minuten abgebrochen. Weder zum Inhalt noch zum Sprecher kann ich also so viel sagen. Aber ein bisschen dennoch; vor allem natürlich den Grund für meinen Abbruch und warum ich hier darüber schreiben, obwohl ich kaum etwas über den Roman weiß.

Der Sprecher, Sascha Rotermund, war ganz in Ordnung. Ich war etwas verwirrt, warum ein Mann einen Roman liest, in dem Frauen beziehungsweise eine junge Frau am Anfang die Protagonistin ist, aber ich ging mal davon aus, dass das daran lag, dass es später mehr um ihren Sohn geht.

Gleich am Anfang mochte ich schon die Mutter nicht, weil sie ihre Tochter, Cetta, misshandelt und verstümmelt, damit diese nicht vom Gutsbesitzer vergewaltigt oder verführt wird. Ich konnte einfach nicht verstehen wie eine Mutter ihre kleine Tochter so misshandeln kann. Aber dann auch noch der Freund des Gutsbesitzers, der das Mädchen einfach vergewaltigt. Mal davon abgesehen, dass das total unrealistisch schien, fand ich die Vergewaltigung auch unnötig. Gefühlte drei Minuten später die nächste Vergewaltigung, weil Cetta ihre Überfahrt nach Amerika offenbar mit Geschlechtsverkehr bezahlt.

Zwei Vergewaltigungen in nicht mal 20 Minuten Hörbuchdauer. Danach hatte ich keine Lust mehr und als ich dann gelesen habe, dass das mehr oder weniger genau so weitergeht, habe ich das Hörbuch endgültig abgebrochen.

Schade, dass sich hinter einem Titel wie Der Junge, der Träume schenkte so eine schreckliche Geschichte verbirgt. Luca Di Fulvio ist damit für mich unten durch und zu diesem Roman (und auch zur ganzen Reihe) werde ich wohl nie weder greifen.

Ein Gedanke zu „Abgebrochen: Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio

  1. Hallo Vanessa, 🙂
    ich habe das Buch nicht gelesen, aber natürlich schon davon gehört, und ehrlich gesagt hätte ich nie so eine Geschichte dahinter erwartet.
    Das hätte ich auch nicht lange ausgehalten, gerade, wenn man erfährt, dass es genau so weitergehen soll. Sehr schade, aber deine Gründe für den Abbruch finde ich sehr nachvollziehbar!

    Liebe Grüße
    Marina

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