Es geschehen noch Küsse und Wunder von S. Mallery

Rezension: Es geschehen noch Küsse und Wunder von Susan Mallery

Es geschehen noch Küsse und Wunder von Susan Mallery. Der Roman gehört zur Fool‘s Gold-Reihe und spielt in der gleichnamigen Stadt, allerdings ist es nicht schlimm, wenn man das Buch unabhängig von den vorherigen Bänden liest. Vielleicht kommen dann sehr viele neue Figuren auf einen zu, aber aufgrund der Kürze des Romans hält sich die Anzahl auch noch in Grenzen.

Im Roman kümmert sich Abby Hendrix um den baldigen Schwager ihrer Schwester Melissa, da Melissa und Davis (also Joaquins Bruder) in wenigen Wochen heiraten.

Ich habe den Roman ausgesucht, da es sich um einen Band aus der Fool‘s Gold-Reihe handelt, die ich im letzten Jahr angefangen habe. Ich mochte die lustigen Hendrix‘ Schwestern und wollte auch gerne noch den dritten Band der Drillinge lesen, aber als ich dann sah, dass ein Fool’s Gold-Band mit einer Hendrix herauskommt, musste ich ihn einfach lesen, denn ich hatte mich sehr darauf gefreut, die Leute aus dem Hendrix-Clan wieder zu treffen. Im Buchprofil auf der Verlagsseite stand, dass es sich um ein Buch mit 270 Seiten handelt. Leider steht dort nur im Kleingedruckten, dass es ein Doppelband ist, der darüber hinaus 320 Seiten hat. Und von diesen 320 Seiten gehören nur etwa 140 zum Fool’s Gold Roman. Das hat mich sehr enttäuscht; bis ich den anderen Roman gelesen habe und hellauf begeistert war. Dennoch war ich traurig, dass Abby und Joaquin nur 140 Seiten bekommen um sich ineinander zu verlieben.

An der ein oder anderen Stelle hätte man den Roman auch noch etwas mehr ausschmücken können. So gibt es beispielsweise größere Zeitsprünge und auch von den Figuren aus der Hendrix-Familie kommen nur sehr wenige vor. Einige werden mal kurz erwähnt, aber wirklich vorkommen tun Abbys Schwester Melissa, ihre Mutter Liz, selbst ihr Vater Ethan und ihr Bruder werden eigentlich nur mal erwähnt. Ihre Tante Montana und deren Ehemann Dr. Simon Bradley kommen etwas mehr vor, da Abby und Joaquin mit den beiden Essen gehen, weil Joaquin und Simon gemeinsam haben, dass sie beide gute Chirurgen sind. Außerdem kommt eine Tante von Abby vor, weil sie mit Joaquin einen Sportkurs bei ihr absolviert. Das fand ich sehr schade, da man bei solchen Reihen ja auch die Familie ins Herz schließt und sich bei der Lektüre eines neuen Bandes auch immer auf die früheren Figuren freut.

Abby ist ein sehr sympathischer Mensch und sie hat mich an vielen Stellen an Montana erinnert, was vielleicht auch daran lag, dass die Geschichte von Abby und Joaquin einige Parallelen zu der von Simon und Montana aufweist. Joaquin ist weniger sympathisch, da man als Leserin bereits weiß, dass er vor Abby ein großes Geheimnis verbirgt. Dennoch ist er in ihrer Gegenwart ganz anders als Abby (und auch als man ihn als Leserin) erwartet hatte; zumindest empfand ich das so.

Interessant fand ich auch, dass Simon so früh hinter Joaquin wahre Beweggründe kommt und ihm das auf den Kopf zu sagt und ihm ein Ultimatum stellt. Das bringt ein bisschen mehr Spannung rein und zeigt wie naiv beziehungsweise arrogant Joaquin an seine Mission rangegangen ist, weil er einfach davon ausgegangen ist, dass vor allem Simon nicht hinter sein Geheimnis kommen würde.

Die Handlung selbst ist ganz okay, aber ich muss sagen, dass mir So zärtlich wie du (der oben erwähnte andere Band in diesem Doppelband) mir mehr gefallen hat. Ich werde mich dennoch auch an die anderen Bände der Fool’s Gold-Reihe setzen und hoffe da noch mehr über die Figuren zu erfahren und noch mehr Zeit mit ihnen und vor allem mit der Hendrix-Familie, die ich sehr ins Herz geschlossen habe, verbringen zu können.

 

 

 

Danke an Harper Collins für das Rezensionsexemplar!

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