Adventskalender 2021 ·Der Tod kommt zum Tee von D. Freeman

Rezension: Der Tod kommt zum Tee von Dianne Freeman

Bei Der Tod kommt zum Tee von Dianne Freeman handelt es sich um den zweiten Teil der Countess of Harleigh-Reihe. Es ist nicht unbedingt notwendig den ersten Teil vorher zu lesen, weil die Ich-Erzählerin, die Countess selbst, wichtige Infos aus dem Vorgängerband noch einmal kurz erwähnt, aber es schadet auch nicht um die Zusammenhänge besser verstehen zu können.

Frances hat mir schon im ersten Band ganz gut gefallen, aber im zweiten Band ist sie noch selbstständiger und zeigt noch mehr, dass sie ein eigenständiges Leben führt. Sie übernimmt nicht nur die Verantwortung für sich, ihren Haushalt und ihre Tochter, sondern nimmt auch einen neuen Schützling bei sich auf. Gleichzeitig hat sie auch noch die Verantwortung für ihre jüngere Schwester Lily. Obwohl sie an der ein oder anderen Stelle ihre anderen Pflichten vernachlässigt, schafft es Frances sowohl die Verlobung von Lily (vor allem die Vorbereitungen dafür), als auch ihre Tochter Rose und die Ermittlungen unter einen Hut zu bekommen. Ich mochte Frances unglaublich gerne. Sie ist sehr sympathisch, klug und mutig. Mir ihr würde ich gerne mal eine Tasse Tee trinken und über ihre Ermittlungen plaudern.

Georg ist noch immer ein sehr mysteriöser Mann, über den man wenig erfahren hat außer, dass er Frances liebt, sie für ziemlich fähig hält und sie gerne heiraten würde. Man weiß, dass er mit Charles eng befreundet war und ihm auch jetzt zur Seite stehen möchte, doch was genau eigentlich sein Auftrag war, bleibt genauso im Dunkeln wie wohin er häufig verschwindet und was er eigentlich für ein Mensch ist (ja, er scheint mit einer unabhängigen, klugen Frau zusammenleben zu wollen, was für ihn spricht, aber man erfährt sonst bisher sehr wenig über ihn).

Die Handlung ist spannend, wenngleich auch nicht wirklich innovativ. Ich mochte es, dass Delaney Frances dieses Mal eigentlich kaum für eine Mörderin hält (das hätte sonst wirklich abgedroschen gewirkt). Dass eine Frau ermordet wurde, die im ersten Band (soweit ich mich erinnere) nicht erwähnt wurde, fand ich etwas seltsam, weil Frances sagt, dass sie mit Mary eigentlich befreundet sei, aber auch nicht so verwunderlich, dass es unrealistisch gewirkt hätte.

Die Idee, dass eine Frau damals irgendwie für ihren Lebensunterhalt arbeiten musste ohne wirklich arbeiten zu können und auch nichts gelernt zu haben, fand ich sehr spannend. Etwas seltsam fand ich, dass sie und ihr Mann dafür nicht vorgesorgt hatten. Der Weg, den Mary gewählt hat, scheint mir zwar auf einigen Zufällen zu beruhen, aber an sich hat mir ihr Einfallsreichtum gut gefallen. Wenn sie zudem auch noch witzig schreiben konnte und einige Details aus dem Privatleben ihrer Mitmenschen kannte, scheint das eine naheliegende Lösung gewesen zu sein. Dass sie bei diesen Nachforschungen früher oder später auf Dinge stößt, die jemand so sehr geheim halten möchte, dass er bereit ist einen Mord (oder zwei) dafür zu begehen, fand ich auch spannend und absolut plausibel.

Für mich ist Frances einfach ein toller Charakter. Ich liebe ihre Erzählweise als Ich-Erzählerin und habe sehr mit ihr mitgefiebert. Der Tod kommt zum Tee von Dianne Freeman ist mit diesem zweiten Band zu einer meiner Lieblings-Krimi-Reihen avanciert und ich freue mich schon sehr auf den dritten Band, in dem nun endlich die Hochzeit zwischen Lily und Leo gefeiert werden soll.

 

 

 

Danke an den Digital Publishers Verlag für das Rezensionsexemplar!

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