Sommerinselträume von S. Moorcroft

Rezension: Sommerinselträume von Sue Moorcroft

Bei Sommerinselträume von Sue Moorcroft handelt es sich um einen sommerlichen Liebesroman, der auf Malta spielt und direkt Fernweh auslöst.

Rosa mochte ich sehr gerne. Sie hat einen tollen Charakter und ist hübsch, wirkt aber aufgrund ihrer Schwächen einfach wie ein normaler Mensch. Ich mochte es vor allem, dass sie die Verantwortung für die Fehltritte ihres Ex-Freundes übernimmt, obwohl sie nichts dafür kann, dass er spielsüchtig ist und sein Geld verspielt.

Zach ist eigentlich auch netter Kerl und versucht für seine Familie da zu sein, aber er hat ein großes Problem damit, Vertrauen zu Rosa zu fassen und sich von ihr helfen zu lassen. Ich fand es sehr schade, dass er sich im Handlungsverlauf kaum weiterentwickelt hat und er, obwohl er um seine Fehler weiß, immer wieder dazu neigt, sie zu wiederholen. Hier hätte ich mir mehr Entwicklung gewünscht.

Dennoch fand ich beide Charaktere sehr plausibel und realitätsnah, was mir gut gefallen hat. Beide haben ihre Stärken und Schwächen, aber auch Träume und Ziele, sodass man einfach mit ihnen mitfiebern musste.

Die Handlung war ziemlich komplex, weil im Laufe der Zeit immer mehr Probleme aufgeworfen wurden. Ehrlich gesagt wirkte es für mich irgendwann einfach nur noch unrealistisch, dass alles gleichzeitig schief läuft, doch dann lösen sich die meisten Probleme auf oder werden einfach in Gesprächen gelöst und man hat das Gefühl, dass einfach jedes Puzzleteilchen an den richtigen Platz fiel. Das ging natürlich nur, weil es vorher so viele Schwierigkeiten gab, deshalb habe ich schon verstanden warum die Autorin so viele Probleme aufwerfen musste. Die Lösung hat mir auf jeden Fall gut gefallen und wirkte für mich einfach stimmig.

Die Atmosphäre auf Malta hat mir gut gefallen. Ich war zwar noch nie dort, habe mich aber direkt in die Insel verliebt und wäre am liebsten in den nächsten Flieger gesprungen. Der Roman hat einfach ein tolles Urlaubs-Sommer-Feeling verbreitet, sodass ich den Roman von vorne bis hinten genossen habe. Ich hatte einfach das Gefühl, ein paar Tage Urlaub auf Malta einzulegen.

Das Cover hat mir auch sehr gut gefallen, auch wenn das Bild selbst eigentlich nichts besonderes ist. Aber es hatte auf jeden Fall Wiedererkennungswert, denn auch ein anderer Sommerroman der Autorin (Sommernachtsglück) sah vom Cover her sehr ähnlich aus, obwohl beide Romane nicht zu einer Reihe gehören.  Ich meine hier vor allem auch die Verzierungen um den Titel und die kleinen Meeres-Symbole und Blumenornamente, die man auch im Inneren, am Kapitelbeginn wiederfindet.

Leider muss ich an dieser Stelle aber noch ein paar uneinheitliche Schreibweisen von Namen nennen: Janine (auf Seite 266 und Jeanine auf Seite 231 beispielsweise) wird in zwei verschiedenen Schreibweisen geschrieben (einmal sogar im gleichen Absatz) und Marci wird mal mit i und mal mit y geschrieben. Ich fand es am Anfang ein bisschen irritierend, weil ich mir nicht sicher war, ob die gleiche Janine gemeint ist, aber aus dem Kontext geht hervor, dass es eigentlich die gleiche Figur sein muss.

Alles in allem hat mir Sommerinselträume von Sue Moorcroft sehr gut gefallen. Für mich handelt es sich um einen tollen Urlaubs-Sommerroman, den ich gerne weiterempfehle. Die Figuren sind sympathisch, der Stil flüssig zu lesen und die Atmosphäre auf Malta einfach toll und sommerlich.

 

 

 

Danke an HarperCollins für das Rezensionsexemplar!

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