Der Donnerstagsmordclub von R. Osman ·Hörbücher

Kurz gesagt: Der Donnerstagsmordclub von Richard Osman

Im ersten Band der neuen Krimi-Reihe geht es um vier Senior:innen, Elizabeth, Joyce, Rom und Ibrahim, die gemeinsam in einer Seniorenresidenz leben und sich zu dritt ursprünglich ohne Joyce jeden Donnerstag treffen, um alte Mordfälle zu bearbeiten. Als sich zufällig in ihrem Bekanntenkreis gleich zwei verdächtige Todesfälle zutragen, sind die ermittelnden Rentner:innen begeistert und ermitteln, zwar mit Rücksprache mit der Polizei, aber auf eigene Faust…

Da ich den Krimi als Hörbuch gehört habe, werde ich sowohl auf das Medium als auch auf den Inhalt eingehen.

Die vier Senior:innen sind sehr verschieden: Elizabeth war früher wohl so etwas wie eine Spionin. Sie ist die Spürnase im Club. Joyce war früher Krankenschwester, ist eher zurückhaltend und hat Probleme mit ihrer Tochter, die sie zwar liebt mit der sie aber trotzdem nicht reden kann und sich von ihr entfremdet hat. Ron war früher ein hohes Tier in einer Gewerkschaft und streitet sich gerne. Er kann aber auch ein netter Kerl sein und ist Jason ein guter Vater. Ibrahim wer früher Psychiater und empfängt einige seiner Patient:innen noch heute: Er ist sehr klug, gebildet und sportlich und kümmert sich um die Berechnungen für die Fahrtzeiten ihres Verdächtigen.

Die Gruppe besteht aus sehr verschiedenen Charakteren, aber sie halten als Gruppe zusammen und sind im Laufe des Falles gute Freunde geworden. Jede und jeder bringt ihre Fähigkeiten in die Lösung des Falls mit ein.

Der Fall selbst ich zwar ein bisschen komplexer und verwickelt, aber ich konnte der leicht gekürzten Hörbuch-Adoption gut folgen. Einzig die Figurennamen waren am Anfang etwas komplizierter, weil ich nicht wusste wie man sie schreibt.

Aber! Und das ist ein großes Aber: mir waren es zu viele Zufälle! Zufällig kennt Rons Sohn die Opfer von früher, zufällig haben etliche Figuren eine Verbindung zur Vergangenheit des Ortes, zum Kloster oder zum Friedhof… So könnte ich noch ewig weitermachen. Was ich aber aus Spoilergründen nicht tue. Es war mir am Ende einfach aufgrund der ganzen Zufälle zu unglaubwürdig. Vielleicht lag diese Unbefriedigung der Auflösung auch an der Kürzung, da ich ja die leicht gekürzte Hörbuchadaption gehört habe.

Mir haben die beiden Sprecher gut gefallen. Ich mochte es, dass es einen allgemeinen Sprecher Johannes Steck gab, habe aber nicht verstanden warum er männlich war. Am Anfang hat mich das sogar kurz irritiert, weil ich eine weibliche Sprecherin einfach sehr passend gefunden hätte. Gut gefallen haben wir aber auch die Tagebuchpassagen von Joyce, die von Beate Himmelstoss gesprochen wurden. Im Zusammenspiel haben wir beide Sprecher sehr gut gefallen. Und daraus erklärt sich dann auch, warum der Hauptsprecher männlich war, denn die Abwechslung bringt Spannung ins Hörbuch.

Insgesamt hat mir der Auftaktband dieser Senioren-Detektive, Der Donnerstagsmordclub von Richard Osman aber ganz gut gefallen und ich freue mich schon auf den zweiten Band, den ich sicherlich auch wieder hören werde.

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