Teestunde mit Todesfall von R. Stevens

Kurz gesagt: Teestunde mit Todesfall von Robin Stevens

Hazel Wong verbringt im zweiten Teil der Wells & Wong-Jugendkrimireihe die Ferien bei ihrer Freundin Daisy Wells, die ihren Geburtstag feiern möchte. Neben ihren Verwandten, kommen auch noch zwei Schulfreundinnen und der Freund ihrer Mutter. Die Familie ist schockiert, dass sie diesen Mann zum Geburtstag ihrer Tochter einlädt, doch sie schein ihn wirklich zu mögen oder gar zu lieben. Hazel und Daisy behalten den Kerl auf jeden Fall gut im Auge und machen einige seltsame Entdeckungen: er ist begeistert von manchen Stücken (Gemälden, Vasen, etc.) und behauptet später im Beisein der Familie, dass die Sachen nichts wert sind. Als Mr. Curtis auf der Teeparty von Daisy vergiftet wird und kurz darauf stirbt, müssen die beiden Mädchen wieder einmal die Ermittlungen in die eigene Hand nehmen…

Es handelt sich hier um den zweiten Band der Reihe und da an einigen Stellen auf den ersten Band verwiesen wird, ergibt es schon Sinn, sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Ich mochte die Entwicklung von Daisy und Hazel. Hazel wird etwas mutiger und sagt Daisy auch mal die Meinung, auch wenn sie weiß, dass diese davon nicht begeistert sein wird. Diese Entwicklung hat mir gut gefallen. Aber ich mochte auch Daisys Entwicklung, die Hazel nicht immer nur sagt, was getan werden muss, sondern ihr auch eine eigene Meinung gestattet; obwohl sie natürlich immer noch die erste Vorsitzende ihres Clubs ist.

Den Fall selbst mochte ich sehr. Es handelt sich hier um einen Whodunit im Herrenhaus von Daisys Familie. Es kann niemand von außen hinzugekommen sein, da draußen ein Sturm wütete und alle Zufahrtsstraßen überschwemmt hat. Das sorgt dann auch dafür, dass Daisy und Hazel auf eigene Faust ermitteln müssen. Leider kam die stürmische Atmosphäre nicht so richtig gut rüber, aber dennoch mochte ich die Fallkonstruktion hier sehr.

Mir gefallen auch die Karten, der Fallingford-Führer von Daisy, in dem sie wichtige Begriffe ihres Zuhauses erklärt und die Verdächtigenlisten die Hazel führt und die einem beim Lesen ein bisschen Struktur geben und man so den Überblick über die Verdächtigen besser behält. Auch die Erzählsituation finde ich schön. Ich mag es, dass Hazel schon während der Ermittlungen beginnt, ihr Fallbuch zu füllen.

Alles in allem hat mir Teestunde mit Todesfall von Robin Stevens sehr gut gefallen und ich empfehle den zweiten Band gerne allen, die Whodunits in alten englischen Herrenhäusern mögen. Hazel und Daisy haben sich toll weiterentwickelt. Auch die Gestaltung ist hier wieder sehr schön und rundet den positiven Eindruck gut ab.

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