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Kurz gesagt: Das Geheimnis von Sasassa Valley von Sir Arthur Conan Doyle

In Das Geheimnis von Sasassa Valley von Sir Arthur Conan Doyle kommen Jack Turnbull und Tom Donahue nach Südafrika um dort ihr Glück zu machen. Nach einiger Zeit, in der sie sich mehr schlecht als recht durchschlagen, überlegen sie, wie sie am besten weitermachen sollen. Als eines Abends plötzlich ein Freund vor ihrer Tür steht, der ihnen von einem seltsamen Leuchten im Sasassa Valley erzählt, hat Tom eine Idee für ein Abenteuer. Sie bitten ihren Freund Dick, niemandem von dem Leuchten zu erzählen und bereiten sofort ihre Abreise in das Tal vor. Schon am nächsten Tag machen sie sich auf den Weg und finden einen glitzernden Stein, den sie einem Freund zeigen. Dieser identifiziert den Brocken als Salzgestein. Traurig und desillusioniert machen sie sich auf den Heimweg bis Tom noch eine Idee hat: Vielleicht haben sie die Gesteinsbrocken verwechselt. Gemeinsam machen sie sich noch einmal auf den Weg…

Die Geschichte wurde ursprünglich nicht unter Conan Doyles Namen veröffentlicht und war entsprechend wenig veröffentlicht. Ich weiß zwar nicht genau wie viele Kurzgeschichten Conan Doyle insgesamt so geschrieben hat, aber mit Sherlock Holmes gibt es ja sogar mehrere Sammelbände mit Geschichten. Wie das Kurzgeschichten-Oeuvre darüber hinaus so aussieht, ist nicht so ganz leicht herauszufinden, aber es scheint doch ein paar zu geben. Warum in diesem Rahmen nicht ein Band von Sir Arthur Conan Doyle mit Kurzgeschichten, in denen Sherlock Holmes nicht vorkommt, veröffentlicht wurde, weiß ich zwar nicht; ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal, ob es so ist, aber das wäre zumindest eine Möglichkeit gewesen.

Die Charaktere Jack Turnbull und Tom Donahue haben mir gut gefallen und erinnern in ihrem Charakter und ihrer Abenteuerlust an einige Figuren, die man im Detektivgenre findet, obwohl es sich nicht um einen klassischen Detektivroman handelt. Viele Detektive haben natürlich auch eine große Abenteuerlust, und so sind Ähnlichkeiten durchaus verständlich. Auch die Idee nach Südafrika zu gehen, um dort sein Glück zu machen, hatten zur damaligen Zeit offenbar mehrere junge Männer, denn auch dieses Motiv kommt häufig in Geschichten aus der Zeit um 1900 vor.

Wie ich oben bereits angedeutet habe, kommt Sherlock Holmes in dieser Geschichte nicht vor. Ich finde es ja spannend auch andere Werke als die großen Werke von berühmten Autor:innen zu lesen. Das gibt es ja häufiger: eine Autor:in ist für eine bestimmte Reihe oder Figur berühmt und so lesen die meisten Leser:innen natürlich nur diese Werke. Aber die Autor:in hat in den meisten Fällen auch noch weitere Werke geschrieben, die dann manchmal weniger beachtet sind. Das Geheimnis von Sasassa Valley kannte ich vorher noch nicht und würde es also durchaus in diese Kategorie stecken.

Insgesamt hat mir Das Geheimnis von Sasassa Valley von Sir Arthur Conan Doyle gut gefallen und ich empfehle diese Geschichte ohne Sherlock Holmes gerne an alle weiter, die gerne Abenteuergeschichten von um 1900 lesen.

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