Der Schwarm von F. Schätzing

Inhaltsangabe: Der Schwarm von Frank Schätzing

Inhaltsangabe: Der Schwarm von Frank Schätzing 
 
In dem Roman „Der Schwarm“ von Frank Schätzing geht es um eine apokalyptische Zukunft, die sich durch Anomalien andeutet. Im Prolog verschwindet ein Fischer, der von einem Fischschwarm am Auftauchen gehindert wird und deshalb ertrinkt. Daraufhin findet Tina Lund Würmer, als sie eine Exkursion zum Meeresgrund machen ließ um dort eine Firma aufzubauen. Diese Würmer sendet sie einem Freund und Kollegen, Sigur Johanson, welcher sie untersucht und Proben zu diversen Kollegen in aller Welt schickt. Es stellt sich heraus, dass die Würmer zu einer Art gehören, welche bisher noch nicht bekannt war und auch die Wale, die vor British Columbia vorbeiziehen müssten, lassen auf sich warten. Der Intelligenzforscher für Wale Leon Anawak kann sich nicht erklären wo die Wale bleiben, denn außer denen, die ohnehin vor der Küste sein müssten, ist dort keiner. Eines Tages tauchen die Wale doch wieder auf, allerdings sind sie verändert. Anawak arbeitet in einem Unternehmen, das Whale Watching anbietet, und wird, als er mit einigen Booten auf dem Meer ist, von den Walen angegriffen. Die großen Wale werfen die Boote um und bringen sie zum Kentern, die kleinen töten die Menschen, die über Bord gegangen sind. Die Würmer vor der Küste von Norwegen, die Lund gefunden hatte, waren vereinzelte Exemplare, später stellt sich allerdings heraus, dass sie sich rasant vermehrt haben. Sie sitzen auf einer Methanhydratschicht, umso mehr sie davon wegfressen, desto instabiler wird der Boden, sobald dieser wegbricht, entsteht eine gigantische Flutwelle, welche die Küstenregionen Europas überflutet. Obwohl die Verbindung nicht von Anfang an klar war, scheinen die diversen Anomalien zusammenzuhängen, denn vor Australiens und anderen Küsten taucht eine neue, sehr giftige Quallenart auf und die bekannten Quallenarten vermehren sich, über New York bricht eine Flutwelle von Krabben herein, welche einen giftigen Glibber in sich hat, der sich über das Wasser verbreitet. Einmal in die Kanalisation gelangt, verteilen sie ihr Gift in ganz New York. Währenddessen wird in den USA ein Krisenstab eingerichtet, der plant die verschiedenen Forscher unter sich zu vereinen um herauszufinden, wer hinter diesen Anomalien steckt. Es stellt sich heraus, dass es ein einzelliger Organismus ist, der aus den Tiefen des Meeres kommt. Crowe, eine Forscherin für Kommunikation mit Außerirdischen, entwickelt zusammen mit einem Kollegen eine Möglichkeit mit ihnen zu kommunizieren, allerdings werden sie dennoch von den Einzellern angegriffen, die sie Yrr genannt haben. Die Yrr schließen sich zusammen und können gemeinsam die Gehirne der Tiere aus dem Meer kontrollieren. Sie kommunizieren miteinander, indem eine Königin den Befehl gibt, dass sie sich zusammenschließen sollen, wer fehlerhaft ist, wird vom Organismus zerstört. Der Vorteil ist, dass sie sich variabel zusammenschließen können und wieder trennen können. Die Soldaten der USA planen aber nicht nur mit den Yrr zu kommunizieren und sie zu überzeugen, dass sie nicht weiter angreifen sollen, sondern sie wollen diese vergiften, da diese ihrer Vormachtstellung gefährlich werden könnten. Anawak, Johanson und Karen Weaver, wollen zusammen mit ihren Kollegen darunter Samantha Crowe verhindern, dass die Yrr getötet werden, denn da diese Einzeller sind, würden auch alle anderen Einzeller auf der Erde sterben, was dazu führen würde, dass die Menschen nicht auf Dauer auf der Erde überleben könnten. Die Yrr töten viele der Kollegen, so sterben einige bei den Walangriffen und dem Tsunami, auch im Schiff und im dort stattfindenden Showdown sterben einige der Forscher, allerdings nicht nur durch die Yrr, sondern auch durch die Soldaten, die von Judith „Jud“ Li angeführt werden. Li will ihren Plan um jeden Preis ausführen und nun müssen Anawak, Weaver, Crowe und Johanson nicht nur gegen die Yrr ankommen und deren zerstörerische Wut auf die Menschen, sondern auch gegen Li.

Der Schwarm von F. Schätzing

Rezension: Der Schwarm von Frank Schätzing

Rezension: Der Schwarm von Frank Schätzing 
 
Die Inhaltsangabe zum Roman „Der Schwarm“ von Frank Schätzing findet ihr oben.
Insgesamt hat mir der Roman „Der Schwarm“ von Frank Schätzing recht gut gefallen, allerdings war er sehr langatmig. Das was ich hier auf weniger als einer Seite beschrieben habe, weitet Schätzing auf ca. 1000 Seiten aus. Selbstverständlich ist die Wirkung, die er damit entfaltet nicht zu unterschätzen, denn er bereitet Seite um Seite eine fulminante Schlussszene vor. Natürlich ist es sehr schön mit zu erleben wie die Protagonisten nichts ahnend immer weiter forschen und sich ihre Testergebnisse nicht erklären zu können, denn als Leser weiß man ja, dass es einen Zusammenhang geben muss, sonst würde der Autor nicht zwei Handlungsstränge beginnen, die mit dem Prolog auf den ersten Blick erst einmal nichts zu tun haben. Schade fand ich, dass man, obwohl die Einleitung so lange und ausführlich beschrieben wird, auf die einzelnen Figuren nicht so sehr einging. Natürlich erfährt man, dass für alle das Thema Heimat von großer Relevanz ist. So sucht Anawak ein Zuhause, ohne es zu wissen, Johanson ist froh, dass er Lund als Freundin hat, aber erst als sie sich entschließen nicht miteinander zu schlafen, kommen sie sich emotional endgültig sehr nahe und Greywolf weiß nicht einmal zu welchem Volk er gehört, fühlt er sich doch als Indianer, sind diese Wurzeln aber nur sehr gering, sodass er sich in dieses Volk nicht so wirklich einfügen kann. Alicia Delaware, die Anawak beim Whale Watching auf die Nerven ging, befreundet sich mit Leon und sorgt auch dafür, dass dieser sich mit Greywolf ausspricht, mit dem sie dann auch zusammenkommt. Auch sie scheint ihren Platz im Leben noch nicht so wirklich gefunden zu haben und schließt sich deshalb Anawaks Forschung an. Ich finde das Thema Heimat immer sehr interessant, da ich mich in diese Figuren gut hineinversetzen kann, so ist doch für die meisten Menschen ungemein wichtig zu welcher Gruppe sie sich zugehörig fühlen und wo sie zuhause sind. Dass so viele Figuren gestorben sind, war für mich wirklich traurig, so starben auch Figuren mit denen ich mich ziemlich gut identifizieren konnte oder die ich zumindest mochte. Natürlich ist das insofern immer auch von Vorteil, da es unvorhersehbar ist und damit Spannung aufbaut.
Die Langatmigkeit, die ich oben bereits angesprochen hatte, war wirklich ein bisschen störend, da man manchmal wirklich dachte, dass es nicht besonders schlimm ist, wenn man mal für zehn Minuten unaufmerksam ist, da man auf den vergangenen Seiten nicht wirklich etwas verpasst hat, sodass sich das Buch am Anfang wirklich gezogen hat. Der erste Teil zieht sich dabei hauptsächlich, da sich die Anomalien stetig steigern, man aber nach einigen Seiten das Gefühl hat, dass man verstanden hat, dass da eine Bedrohung auf die Menschheit zurollt. Auf dem Schiff dann, wirkte es nicht mehr ganz so weitschweifig, sodass ich dann auch mehr Lust auf den Roman hatte und schneller vorwärts kam.
Insgesamt empfehle ich „Der Schwarm“ von Frank Schätzing gerne weiter, auch weil der viele wichtige Themen anspricht, so zum Beispiel Heimat, Selbstverständnis des Menschen, Verhalten, Moral und Regelwerk der Gesellschaft. Gerade da ein Lebewesen auf der Erde lebt, das klüger oder zumindest gefährlicher als der Mensch ist und dem dann auch gefährlich wird, ist sehr interessant, vor allem da der Autor es so dreht, dass die Yrr sich in vielen Dingen dann doch wieder so verhalten wie die Menschen, wobei die Forscher immer wieder darauf aufmerksam machen, dass es notwendig ist, die Yrr nicht zu vermenschlichen, diese Vorgehensweise sorgt für eine Erweiterung des Horizonts, die mir sehr gut gefallen hat.