Miss Marple

Die verschwundenen Goldbarren von Agatha Christie

Die Geschichte der verschwundenen Goldbarren aus dem gleichnamigen Sammelband von Agatha Christie wird dieses Mal von Raymond West erzählt. Er erzählt von etwas, das er selbst nicht aufklären kann, aber er möchte diese Geschichte seinem Club nicht vorenthalten. Er erzählt, dass er vor einige Zeit einen jungen Mann kennenlernte, nachdem er ihn erst wenige Wochen kennt, fährt er zu ihm in Polperran Pfingsten zu verbringen. John Newmann soll ein reicher Mann gewesen sein, der sich in der Gegend aufhielt um dort in versunken Schiffen nach Gold zu suchen. Natürlich finden das die Einheimischen nicht so toll, auch scheint ein Wirt die Anwesenheit von Fremden nicht so besonders gut zu finden. Eines Tages kommt ein Sturm auf, abends klart das Wetter auf und John beschließt noch einen Spaziergang zu machen, am nächsten Morgen kommt er nicht zum Frühstück und so macht sich Raymond sorgen. Er organisiert einen Suchtrupp, der den ganzen Tag braucht um John zu finden. Man findet Spuren im Sand, dass der Wirt in der Nähe der Stelle gewesen sein muss, an der die Goldbarren versteckt waren, allerdings sind diese verschwunden. Es stellt sich heraus, dass in der Höhle, in der sie versteckt wurden, schon gesucht wurde, sodass man sie dort gut verstecken konnte, weil niemand noch einmal dort suchen würde, allerdings sind sie inzwischen verschwunden, da John in seinem „Gefängnis“ ja ziemlich lange ausharren musste. Raymond kann sich nicht erklären wie der Wirt von einer kränklichen Frau, die aussagt, nicht gehört zu haben wie der Truck des Wirtes wegfuhr, ein Alibi kriegt. Und auch deren Pflegerin, die aussagt, dass sie die ganze Nacht wach gewesen wäre und der Truck sich nicht aus der Garage bewegt habe, gibt ihm ein Alibi. Miss Marple vermag natürlich mit dem Polizisten Sir Henry zusammen den Fall sofort zu durchschauen, dem Polizisten gelingt es deshalb wohl so gut, weil er bereits von dem Fall gehört hat.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich am Anfang bei dieser Geschichte ein bisschen skeptisch war, allerdings nicht allzu lange, denn dann hat sie ein bisschen Fahrt aufgenommen und war dann doch recht unterhaltsam. Auch hier hätte ich es schön gefunden, wenn man die Geschichte und die Figuren noch ein bisschen mehr ausgestaltet hätte, dafür hätte es durchaus Potenzial gegeben, aber ich kann verstehen, dass das auf wenigen Seiten nahezu unmöglich ist. Schade fand ich, dass die Auflösung relativ klar war. Natürlich ist es auch doof, wenn man als Leser nicht erraten kann, wer der Täter ist, weil die Detektive nahezu übermenschliche Kräfte zu haben scheinen und riechen oder hellsehen können, wer der Täter war, aber hier war es mir dennoch ein bisschen zu offensichtlich, wenngleich ich den Teil der Auflösung mit dem Alibi des Wirtes doch recht cool fand. Damit hatte ich nicht so richtig gerechnet, obwohl es relativ offensichtlich ist, wenn man es weiß. Schön fand ich es auch, dass es nicht nur Miss Marple war, die hier den Fall auflösen konnte, obwohl Sir Henry natürlich im Vorteil ist, wenn er die Auflösung schon kennt. Aber dennoch nett, dass sie es zusammen gemacht haben und nicht die Erklärungen von Miss Marple überwogen haben.

Insgesamt ist Die verschwundenen Goldbarren von Agatha Christie eine nette Geschichte, die mir aber nicht so gut gefallen hat, wie ihre Vorgänger, dennoch kann ich sie im Kontext des Bandes gut weiterempfehlen.

Ein Gedanke zu „Die verschwundenen Goldbarren von Agatha Christie

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