Die tätowierte Rose von T. Williams

Rezension: Die tätowierte Rose von Tennessee Williams

Die Inhaltsangabe zum Theaterstück Die tätowierte Rose von Tennessee Williams findet ihr oben.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir die ganzen Symbole erst einmal richtig zu Bewusstsein getreten sind, nachdem ich den Wikipedia-Artikel dazu gelesen habe. Zum einen ist da die schwarze Ziege, die das Böse oder Unheil symbolisieren soll, zum Anderen ist da das Symbol der Rose, das Alvaro auf die Brust tätowiert hat und das auch Serafina in der Brust trägt, außerdem heißt die Familie delle Rose und die Tochter heißt sogar mit Vornamen Rosa. Zum dritten ist da das Symbol der Zeit, das Serafina immer wieder auf den Plan bringt und das auch der Autor durch sehr genau Zeitangaben in seinen Zwischentexten aufgreift. Serafina will ihrer Tochter zum Schulabschluss eine Uhr schenken, schafft es aber einfach nicht, da sich die Tochter sehr viel von zuhause entfernt herumtreibt, scheint sie am Ende sogar mit ihrem Freund, dem Matrosen ausreißen zu wollen. Auch ihre Mutter scheint für sie einfach keine Zeit zu haben und will ihr nun mit ihrem Schulabschluss, bevor es zu spät ist, Zeit schenken, allerdings scheint es doch schon zu spät zu sein, denn die Beziehung zwischen Serafina und ihrer Tochter Rosa ist inzwischen so zerrüttet, dass Rosa vor ihrer Mutter wegläuft.

Ich persönlich mochte Serafina recht gerne, auch wenn mir ein besserer Zugang zu ihr fehlte, den man hoffentlich eher erhält, wenn man das Stück auf der Bühne sieht. Rosa mochte ich allerdings überhaupt nicht. Natürlich ist sie noch ein halbes Kind und ihre Mutter hätte für sie da sein müssen, aber sie verlässt ihre Mutter, versagt ihr jegliche Unterstützung, lässt sie alleine zurück, nachdem ihre Mutter ihr zuliebe ihren Freund aus dem Haus gejagt hat, natürlich sagt sie ihrer Mutter, dass sie sich nur erschreckt hatte und er ihr nichts getan hat, sodass Alvaro letztendlich auch zurückkehrt, aber dennoch scheint mir Rosa was die Gefühle und die Situation ihrer Mutter angeht recht kaltschnäuzig zu sein, denn sie richtet kaum mal das Wort an sie.

Insgesamt strahlt Die tätowierte Rose von Tennessee Williams eine amerikanische Heimischkeit aus, die ich sehr faszinierend finde, sodass ich verstehen kann, warum Tennessee Williams als amerikanischer Klassiker bezeichnet wird und ich empfehle ihn gerne weiter. Seine Texte sind sehr stark von Regieanweisungen geprägt, die sehr strikte Vorgaben für die Stücke geben, die aber durch die große Offenheit der Handlung, hier spielt die Rolle der Serafina eine unglaublich große Rolle und ohne sie funktioniert das Stück gar nicht, sodass man hier wirklich eine starke Schauspielerin wählen muss, stark aufspannt. Deshalb kann ich dieses Theaterstück des Autors Die tätowierte Rose gut und gerne weiterempfehlen.

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