Miss Marple

Das Asyl von Agatha Christie

In der Kurzgeschichte Das Asyl von Agatha Christie geht es um Bunch Harmon, die als Frau des Vikars in der Kirche einen verletzten Mann findet. Aufgeregt rennt sie zum nächsten Arzt, der zwar sofort herbeikommt, aber nichts mehr für den Sterbenden tun kann. Bunch berichtet der Polizei, kann aber, da der Mann kaum etwas von sich gab und sie ihn auch nie zuvor gesehen hat, nicht wirklich etwas zu den Ermittlungen beitragen. Die Schwester des Toten und deren Mann kommen, um die persönlichen Sachen des Verstorbenen abzuholen und zu erfahren, ob der Mann noch etwas gesagt hat. Wie sich herausstellt sind sie sehr erleichtert, dass er nichts mehr gesagt hat und so wollen sie den alten, zerschlissenen, blutverschmierten Mantel als Erinnerungsstück. Das kommt Bunch verdächtig vor und so sucht und findet sie in dem Mantel einen Gepäckschein. Sie reist zu ihrer Patentante Miss Jane Marple, die gerade in London auf die Wohnung ihres Neffen Richard aufpasst. Gemeinsam beschließen die Frauen herauszufinden, was in dem Fach ist und so packen sie eine zweite Tasche, die sie ebenfalls in einem Gepäckfach abgeben lassen. Sie vertauschen die Zettel und so fährt Bunch, an deren Fersen die Verbrecher kleben, mit einem Koffer, der von Miss Marple gepackt wurde, nachhause, während Miss Marple heimlich den „richtigen“ Koffer abholt. Bunch wird auf dem Weg natürlich überfallen, aber der herbeigerufene Polizist kann schlimmeres verhindern und so treffen sie sich am nächsten Tag um den Koffer zu öffnen. Wie sich herausstellte, war der Mann, der in der Kirche starb, mit einer jungen Tänzerin verheiratet, die wertvolle Edelsteine an ihr Kostüme nähte um sie zu verstecken, denn dort würde man sie für Glassteine halten. Bunch und Miss Marple finden mit der Polizei heraus, dass die Tänzerin und der Mann ein gemeinsames Kind hatten. Die Frau ist bereits verstorben und der Vater war im Gefängnis, als er erfuhr, dass die Pflegeeltern seiner Tochter schwerkrank waren, ist er ausgebrochen um die Edelsteine zu holen und wurde bei dem Versuch zu seiner Tochter zu gelangen ermordet.

Bunch Harmon war mir persönlich ziemlich sympathisch. Sie wird als nicht besonders hübsch, aber dafür umso klüger und vor allem recht neugierig beschrieben und schafft es so mit ihrer Patentante zusammen den Fall um den toten Mann aus der Kirche zu lösen. Inwiefern diese Frauenfigur von Christie interessant ist, bleibt einmal dahin gestellt, aber ich fand es besonders schön, dass sich die beiden netten, sympathischen Frauen zusammenschließen um den Mord zu lösen und vor allem Bunch, die ihren Ehemann nicht in ihre Ermittlungen einbezieht, auch weil sie glaubt, dass er ihr Vorschriften machen würde.

Miss Marple darf auch in diesem Fall wieder ihren Verstand beweisen. Das mochte ich ziemlich gerne, denn in diesem Fall war Miss Marple gefordert und musste mal wieder auf die Straße und dort ermitteln und konnte diesen Fall nicht einfach von ihrem Sessel aus lösen. Vor allem mochte ich es, dass es ein so häufiges hin und her gibt. Der Tote wird in einem kleinen Ort gefunden, Bunch löst mit Miss Marple in London den Fall und fährt immer wieder zurück nachhause und drei Tage hintereinander fährt sie nach London um dort zusammen mit ihrer Patentante den Fall zu lösen.

Das Asyl von Agatha Christie ist eine sehr interessante Kurzgeschichte um Miss Marple, welchen in dieser einen Fall lösen muss, der mit einigen Verwicklungen glänzt, weshalb ich ihn sehr gerne weiterempfehle, denn die Geschichte hat nicht nur eine wirklich interessante Story, sondern auch tolle, warmherzige Charaktere.

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